Die vorliegende Erfindung betrifft ein längliches
Filterelement für das Zurückhalten von Grobstoffen in einer fließenden
Flüssigkeit.
Das Einsatzgebiet für Filterelemente ist sehr weit,
wobei im Rahmen dieser Erfindung insbesondere Filterelemente für wasserbauliche
Anlagen gemeint sind. Insbesondere sind die erfindungsgemäßen Filterelemente
dazu geeignet, im Zusammenhang mit Wasserkraftanlagen eingesetzt zu werden. In einem
Wasserkraftwerk wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Strömendes
Wasser setzt beispielsweise eine Turbine oder eine Wasserrad in Bewegung, wodurch
dann ein Generator zur Stromerzeugung angetrieben wird. Die Nutzung von Wasserkraft
ist insbesondere in Gegenden mit Vorflutern, Flüssen oder Bächen möglich,
es besteht aber auch die Möglichkeit industrielle Gewässer zu nutzen.
Als Filterelement bzw. Filteranlagen werden üblicherweise Rechen eingesetzt,
die in die Strömung des zu reinigenden bzw. zu nutzenden Wasser eingesetzt
werden, um Treibgut aus diesem herauszufiltern. Neben Treibgut, beispielsweise Laub,
Hausmüll, Äste usw. ist aber auch das Herausfiltern von kleineren Partikeln,
wie beispielsweise Sand oder Pflanzenteilen notwendig.
Bei natürlichen Gewässern besteht das Problem,
dass Fische, angezogen vom Lockstrom, in die Wasserkraftanlage geraten können.
Auch dies soll durch Filterelemente bzw. Filteranlagen verhindert werden. Es hat
sich aber gezeigt, dass Fische die in die bisher üblichen Rechen gelangen,
in diesen verletzt oder getötet werden. Es ist also nicht nur die Wasserkraftanlage,
die für die Fische eine Gefahr darstellt, auch die bisher üblichen Rechenanlagen
selbst können Fische töten oder verletzen.
Eine wesentliche Anforderung an Filteranlagen besteht darin,
dass sie das gesamte strömende Wasser reinigen, sich also über den gesamten
Querschnitt erstrecken. Filteranlagen sind also deshalb üblicherweise so breit,
dass im wesentlichen der gesamte Flüssigkeitsstrom durch die Filteranlage strömt,
sofern nicht bei einem erheblichen Flüssigkeits- bzw. Wasseranfall, beispielsweise
bei einem starken Regenereignis, ein Teil der anfallenden Flüssigkeit über
einen Notüberlauf um die Filteranlage herum geleitet wird. Durch die Filteranlage
wird der Strömung ein Widerstand entgegen gesetzt, der zu zum Teil erheblichen
Druckunterschieden vor und hinter der Filteranlage führt. Insofern ist es notwendig,
einen Kompromiss zwischen ausreichender Filterung und Rückstauung der Flüssigkeit
zu finden.
Die oben bereits genannten Rechenanlagen sind beispielsweise
aus den Druckschriften
DE 101 00 098 A1
,
DE 197 14 089 A1
und
DE 195 15 924 A1
bekannt. Derartige Rechen arbeiten prinzipiell alle nach dem gleichen
Prinzip, sie bestehen aus einem starren Profilrahmen mit in einem entsprechend Abstand
parallel angeordneten und eingespannten Sieblamellen. Das sich an den Sieblamellen
angesammelten Material wird mit Hilfe eines Rechens in bestimmten Zyklen abgeführt.
Die beschriebenen Filteranlagen haben, wie oben bereits ausgeführt, den Nachteil,
dass zum einem Fische und Lebewesen in solchen Anlagen verletzt und getötet
werden können, zum anderen führen sie zu einer starken Rückstauung
des strömenden Wassers. Hinzu kommt, dass die Konstruktion bzw. der Bau und
auch die Wartung solcher Anlagen verhältnismäßig aufwendig sind.
Dies wiederum führt zu relativ hohen Kosten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Filterelement und dessen Verwendung in einer Filteranlage zu schaffen,
mit dem die oben genannten Nachteile vermieden werden können. Insbesondere
soll es möglich sein, Filterelemente in Vorflutern oder Flussläufen im
Vorfeld von Wasserkraftanlagen einzusetzen, wobei dabei die Gefährdung von
Lebewesen und Fischen möglichst gering sein soll. Weiterhin soll das Filterelement
eine gute Durchlässigkeit aufweisen, damit Druckunterschiede vor und nach einer
Filteranlage gering sind bzw. ein übermäßiger Rückstau vermieden
wird. Das Filterelement soll einfach konstruiert und kostengünstig herstellbar
sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst
durch ein längliches Filterelement für das Zurückhalten von Grobstoffen
in einer fließenden Flüssigkeit, mit
- einem Rohr, das verbunden ist mit
- einem hohlen Filterkörper, der gebildet ist aus
- einem innen angeordneten, einen Hohlraum ausbildenden und mit dem Rohr verbundenem
Tragegerüst,
- einer Grundschicht aus relativ grobkörnigem Material, dass das Tagegerüst
umgibt und mit diesem verbunden ist,
- einer Außenschicht aus relativ feinkörnigem Material, dass die Grundschicht
umgibt und mit dieser verbunden ist,
sodass die Flüssigkeit von außen in den Filterkörper und dann durch
das Rohr abfließen kann.
Weiterhin wird die Aufgabe durch die Verwendung eines erfindungsgemäßen
Filterelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 6 in einer Filterwand (38) zum
Einsetzen in eine strömende Flüssigkeit gelöst, wobei die Filterwand
(38)
- eine Tragekonstruktion mit einer der Fließrichtung der Flüssigkeit
im eingesetzten Zustand entgegen gesetzten Vorderseite und einer Rückseite,
und
- Öffnungen in die je ein Rohr eines Filterelementes nach einem der Ansprüche
1 bis 6 eingesetzt ist.
Das erfindungsgemäße Filterelement stellt eine
Abkehr von den bekannten Filterelementen dar. Erfindungsgemäß sind nämlich
die Filterschichten genau andersherum als üblich angeordnet. Das Wasser bzw.
die Flüssigkeit passiert zunächst die feinkörnige Außenschicht
und passiert erst dann die grobkörnige Grundschicht, um schließlich durch
den Tragekörper in das Innere des Rohres zu gelangen und aus diesem abgeleitet
zu werden. Vorteilhafterweise weist die Außenschicht eine Körnung von
unter 2 mm, insbesondere 0,3 mm bis 1,3 mm auf, während die Grundschicht aus
Splitmaterial mit einer Körnung von 6 mm bis 8 mm gebildet ist.
Eine der Außenschicht ähnliche Körnung wird
beispielsweise für die Beschichtung von Bodenplatten verwendet und es hat sich
dabei gezeigt, dass eine solche Schicht durch Feinstpartikel und Abrieb von beispielsweise
LKW-Reifen nicht zugesetzt wird. In Langzeitversuchen hat sich gezeigt, dass das
erfindungsgemäße Filterelement auch bei einem Langzeiteinsatz über
viele Jahre durchlässig bleibt.
Split ist für die Grundschicht deshalb besonders geeignet,
weil durch die scharfen Kanten und unregelmäßigen Formen eine optimale
Permeabilität erreicht wird und die Flüssigkeit schnell und effektiv in
das Innere des Filterkörpers abgeleitet werden kann.
In einer ersten Ausführungsvariante weist ein Filterelement
eine Länge von etwa 285 mm bis 760 mm auf, wobei die Länge des Filterkörpers
etwa 165 mm bis 320 mm und die Länge der überstehenden Rohre entsprechend
bis zu etwa 595 mm beträgt. Die angegebenen Längen sind auf eine sich
in Längsrichtung des Rohres und des Filterkörpers erstreckende Längsachse
bezogen. Die Schichtdicke der Außenschicht und die Schichtdicke der Grundschicht
können je nach Anforderung variieren, es hat sich aber gezeigt, dass ein Verhältnis
von 1 zu 3 bis 1 zu 4 der Außenschicht zur Grundschicht günstig ist. Beispielsweise
kann die Schichtdicke der Außenschicht 5 mm und die Schichtdicke der Grundschicht
15 mm bis 20 mm betragen.
Das Rohr kann einen Innendurchmesser vom 62 mm und einen
Außendurchmesser von 65 mm aufweisen und z.B. aus Kunststoff oder Metall gebildet
sein. An das Rohr schließt sich das Tragegerüst an, das sich in den Filterkörper
hinein erstreckt. Dieses kann vorzugsweise durch einzelne Metall- oder Kunststoffstäbe
gebildet sein, die aus einem Netz mit Metall oder Kunststoff umwickelt sind.
Die angegebenen Größenordnungen sind je nach
individueller Anforderung frei wählbar, die angegebenen Abmessungen sind lediglich
beispielhaft zu verstehen.
Erfindungsgemäß erfolgt die Herstellung eines
solchen Filterelementes in wenigen, einfach durchzuführenden Schritten. In
einem ersten Schritt wird das Rohr endseitig mit dem Tragegerüst verbunden.
Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass das Ende des Rohres mit Metall-
oder Kunststoffstäben verbunden wird, beispielsweise durch Schweißen oder
Kleben. Die dann freien Enden der Stäbe können bedarfsweise miteinander
verbunden werden. Anschließend werden die Stäbe mit einem Netz oder Gitter
überzogen. Hier bietet sich beispielsweise ein Nylonnetz an, das nach Art eines
Strumpfes über die Stäbe gezogen wird. Möglich ist aber auch ein
Metallnetz, das geklebt, geschweißt oder gelötet wird.
Parallel dazu wird in einer Form, beispielsweise einer
Becherform die Außenschicht ausgebildet. Es hat sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn als Bindemittel für die Körner ein Epoxydharz verwendet
wird. Dabei reichen 0,8 1 bis 1 l Epoxydharz für das Verkleben von 25 kg Feinschicht
aus. Für die Verbindung des Grobkornes bzw. des Splitmaterials reicht eine
Menge Epoxydharz von etwa 0,4 bis 0,6 l aus. Epoxydharz hat den Vorteil, dass dieser
während des Einsatzes des Filterelementes keiner Giftstoffe absondert. Vorzugsweise
wird Epoxydharz mit einer Lebensmittelzulassung verwendet. Sobald die Außenschicht
angehärtet ist, wird in die Form, in der sich schon die Außenschicht befindet,
Splitmaterial hineingegeben, bis der Boden vollständig bedeckt ist. Anschließend
wird das Tragegerüst auf den bedeckten Boden gestellt und der Zwischenraum
zwischen dem Tragegerüst und der Außenschicht mit grobkörnigem Material,
vorzugsweise Split, das ebenfalls mit Epoxydharz versetzt ist, gefüllt. Das
Netz oder Gitter verhindert dabei, dass Material in den Hohlraum eindringen kann,
weiterhin ermöglicht es, dass die Grundschicht verdichtet werden kann. Nach
dem Aushärten kann dann die Außenschicht von der Form getrennt werden
und das Filterelement ist einsatzbereit. Vorzugsweise kann der Filterkörper
eine leicht konische Form aufweisen, damit er leichter aus der Form heraus gelöst
werden kann. Es hat sich weiterhin gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn die dem
Rohr zugewandte ringförmige Rückseite des Filterkörpers mit Hilfe
von Epoxydharz und Feinkorn abgedichtet wird. Dies hat den Vorteil, dass von vorne
einströmendes Wasser nicht auf der Rückseite wieder hinaus gelangen kann
und weiterhin wird die Fertigung des Filterelementes dadurch erleichtert.
Anhand der erläuterten Ausführungsvariante lässt
sich leicht erläutern, warum sich die nutzbare Filterfläche so deutlich
vergrößert. Eine kreisförmige Öffnung mit einem Durchmesser
von 65 mm weist eine Fläche von etwa 30 cm2 auf. Wird in diese Öffnung
ein erfindungsgemäßes Filterelement eingesteckt, kann die Außenfläche
des Filterkörpers als Filterfläche genutzt werden. Dies bedeutet bei einem
Außendurchmesser des Filterkörpers von durchschnittlich etwa 120 mm und
einer Länge von 160 mm, dass die nutzbare Fläche etwa 715 cm2
beträgt. Daraus ergibt sich ein Verhältnis von etwa 1 zu 24 zwischen der
Öffnung und dem Filterelement.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Filterelementes ist innerhalb des Rohres ein sich entlang der Längsachse erstreckender
Strömungskörper angeordnet. Dieser ist durch einen Materialstreifen gebildet,
der um seine Längsachse helixartig tordiert ist. Dieser Strömungskörper
erstreckt sich vorteilhafterweise durch das gesamte Tragegerüst und das gesamte
Rohr hindurch und ist im Querschnitt in etwa mittig angeordnet. Der Strömungskörper
bewirkt, dass das turbulent herein strömende Wasser von diesem aufgrund der
Helixform in eine andere Strömungsrichtung umgeleitet und gleichgerichtet wird.
Dies wiederum führt dazu, dass das in den Hohlraum eindringende Wasser schneller
kontrolliert und abgeleitet werden kann.
Das Filterelement eignet sich insbesondere für einen
Einsatz in einer Filterwand, die in ein fließendes Gewässer eingestellt
werden kann und dieses filtert. Die Filterwand ist aus einer beispielsweise rahmenartigen
Tragekonstruktion gebildet, die durch eine Abdeckung abgedeckt sein kann. In der
Tragekonstruktion bzw. in der Abdeckung befinden sich Öffnungen, in die die
Rohre der Filterelemente eingesteckt werden können. Somit können eine
Vielzahl Filterelemente in eine solche Tragekonstruktion nebeneinander eingesteckt
werden. Je nach Gegebenheiten reicht eine klemmende Befestigung in der Tragekonstruktion
aus, es kann aber auch vorteilhaft sein, die Rohre beispielsweise mit einem Gewinde
auszustatten, dass dann in die Öffnung eingeschraubt wird. Auch können
diese mit Hilfe einer Schraube oder einem Splint an der Rückseite der Abdeckung
befestigt werden. Um die nutzbare Filterfläche weiter zu erhöhen, ist
vorgesehen, eine Schicht aus Filterelementen mit relativ kurzen Rohren und eine
weitere Schicht aus Filterelementen mit relativ langen Rohren zu bilden, die in
Wechsel angeordnet sind. Beispielsweise können die Filterelemente mit kurzen
Rohren matrixmäßig, also nach Art eines Schachbrettmusters nebeneinander
angeordnet sein. Daraus ergibt sich, dass in der Mitte von vier Filterelementen
ein relativ großer Freiraum entsteht. Der Abstand der vier Filterelemente zueinander
wird so bemessen, dass sich ein Rohr eines Filterelementes mit langem Rohr zwischen
den vier Filterkörpern hindurch bis in eine Öffnung der Tragekonstruktion
erstrecken kann.
Messungen haben ergeben, dass durch eine erfindungsgemäße
Filterwand bis zu 250 1 pro Sekunde pro Quadratmeter geleitet und gefiltert werden
können. Die Messungen wurden mit einer Filterwand mit 98 Filterelementen an
einer etwa ein Meter breiten und 5 cm hohen Strömungsstufe durchgeführt.
Die Durchflussrate ist unter anderem deshalb so hoch, weil sich hinter den Filterelementen
nach einer gewissen Zeit ein Sog einstellt.
Die Filterwand kann durch jede geeignete Vorrichtung im
fließenden Gewässer gehalten werden. Es bietet sich zum Beispiel an, die
Filterwand an einer Art Brücke zu befestigen, die dann über den Wasserlauf
gelegt und befestigt wird. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
ist ein Fußkörper vorgesehen, der auf den Grund des Bettes des fließendes
Gewässer aufgesetzt wird und der eine Nut aufweist, in die eine Außenseite
der Tragekonstruktion einsetzbar ist.
Die Verwendung des erfindungsgemäßen Filterelementes in einer Filterwand
stellt für Lebewesen und Fische keinerlei Gefahr da. Sie ist gegenüber
länglichen Festkörpern wie beispielsweise Algen oder ähnlichem absolut
undurchlässig, so dass dahinter liegende Anlagenbauteile, wie beispielsweise
eine Turbine oder ein Wasserrad effektiv geschützt sind.
Im folgendem wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Alle beschriebenen Ausführungsbeispiele sind dabei nur beispielhaft
zu verstehen, sie sollen dem Umfang bzw. Geltungsbereich der Erfindung nicht beschränken.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- Ein erfindungsgemäßes Filterelement im Schnitt,
- Fig. 2:
- einen helixförmigen Strömungskörper,
- Fig. 3:
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Filterwand
in Seitenansicht,
- Fig. 4:
- eine Tragekonstruktion einer Filterwand,
- Fig. 5:
- eine Prinzipdarstellung der Anordnung von Filterelementen in der Filterwand,
- Fig. 6:
- einen Fußkörper zur Halterung der Filterwand in einem fließendem
Gewässer.
Ein erfindungsgemäßes Filterelement 10 weist
ein Rohr 12 und einen Filterkörper 14 auf. Das Rohr 12 und der Filterkörper
14 sind vorzugsweise zylinderförmig und konzentrisch um eine Längsachse
X-X angeordnet. Das Rohr 12 weist ein freies Ende 16 und ein filterkörperseitiges
Ende 18 auf. An dem filterkörperseitigen Ende 18 ist ein Tragegerüst 20
befestigt. Dieses kann aus Stäben 22 gebildet sein, die von einer Netzstruktur
überzogen sind. Als Netzstruktur kann beispielsweise ein Gitternetz 24, aber
auch ein Strumpf vorgesehen sein. Innerhalb des Tragegerüstes 20 ist ein Hohlraum
ausgebildet.
Das Tragegerüst 20 ist von einer Grundschicht 26 umgeben,
die mit dem Tragegerüst 20 verbunden ist. Um die Grundschicht 26 ist wiederum
eine Außenschicht 28 angeordnet, die mit der Grundschicht verbunden ist. Sowohl
die Grundschicht 26 als auch die Außenschicht 28 können Epoxydharz als
Binde- und Verbindungsmittel aufweisen. Anstellen von Epoxydharz kann jedes andere
geeignete Klebe- oder Bindemittel verwendet werden, je nach Anwendungsfall ist jedoch
darauf zu achten, dass dieses keine Giftstoffe absondern darf.
Der Filterkörper 14 weist eine Stirnfläche 30
und eine Rückseite 32 auf. Die Rückseite 32 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
nicht von der Außenschicht 28 bedeckt, die Rückseite 32 kann entweder
undurchlässig oder aber auch mit der Außenschicht 28 bedeckt sein.
Der Filterkörper 14 weist eine leicht konische Form
auf, um ihn bei der Herstellung leichter aus seiner Form entfernen zu können.
Die Stäbe 22 sind vorteilhafterweise durch Querstäbe
34 an den dem Rohr 12 abgewandten Enden miteinander verbunden.
Das Gitternetz 24 ist in Figur 1 nur teilweise dargestellt,
es erstreckt sich über die gesamte Länge der Stäbe 22. Die Stäbe
22 treten im dargestellt Ausführungsbeispiel aus der Rückseite 32 des
Filterkörpers 14 hervor, auch dies ist nur beispielhaft zu verstehen, auch
andere Befestigungsmöglichkeiten für den Filterkörper sind denkbar.
Die dargestellten Pfeile verdeutlichen, dass die Flüssigkeit
von außen allseitig durch die Außenschicht 28 und die Grundschicht 26
in den Hohlraum des Tragegerüstes 20 eindringen und durch das Rohr 12 abgeleitet
werden kann.
Figur 2 zeigt einen helixförmigen Strömungskörper
36, der in einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante in den Hohlkörper
des Tragegerüstes 20 und in das Rohr 12 einsetzbar und in diesen befestigbar
ist. Der Strömungskörper 36 ist mit einem inneren Boden 38 des Filterkörpers
14 verbunden und hat die Aufgabe, die verwirbelten Flüssigkeitsmengen kontrolliert
durch Umleiten in eine gleichgerichtete Strömung abzuleiten.
Figur 3 verdeutlicht den Einsatz erfindungsgemäßer
Filterelemente 10 in einer Filterwand 38. Diese weist eine der Strömung entgegengesetzte
Vorderseite 40 und eine abgewandte Rückseite 42 auf. Die Strömung ist
wieder durch Pfeile dargestellt.
Die Filterwand 38 besteht im wesentlichen aus einer Tragekonstruktion
44 (vergleiche auch Figur 4), in die die Filterelemente 10 einsetzbar sind. Die
Tragekonstruktion 44 kann auf ihrer Rückseite 42 Halterungselemente 48 aufweisen,
mit denen die Filterwand im fließenden Wasser gehalten werden kann.
Die Filterelemente 10 werden mit ihren Rohren 12 in die
Öffnungen 46 hineingesteckt und je nach Anwendungsfall mit Hilfe eines Gewindes
oder Splints befestigt.
Die Flüssigkeit fließt also durch die Filterkörper
14 und die Rohre 12 hindurch und gelangt so von der Vorderseite 40 zur Rückseite
42 der Tragekonstruktion 44.
Figur 3 verdeutlicht weiterhin eine vorteilhafte Ausgestaltung
einer Filterwand 38 insofern, dass Filterelemente 10 mit langen Rohren 12 und Filterelemente
10 mit kürzeren Rohren 12 vorgesehen sind. Die Filterelemente 10 sind derart
angeordnet, dass sich im Prinzip zwei Schichten ergeben, nämlich eine vordere
und eine hintere Schicht. Die Filterelemente 10 können zur Ausbildung dieser
beiden Schichten beliebig angeordnet sein, Figur 5 verdeutlicht aber eine vorteilhafte
Anordnungsmöglichkeit. Zwischen vier Filterelementen 10 mit kurzen Rohren 12
ist mittig ein Filterelement 10 mit einem langen Rohr 12 angeordnet. Dabei können
die Filterkörper 14 der Filterelemente 10 mit langem Rohr 12 beabstandet von
den Filterkörpern 14 der Filterelemente 10 mit kurzem Rohr 12 angeordnet sein,
sie können aber auch bis auf Kontakt aufgeschoben werden.
Die Tragekonstruktion 44 kann durch eine hier nicht gezeigte
Abdeckung vorderseitig abgedeckt werden, wobei die Abdeckung kreisrunde Öffnungen
zur Aufnahme der Rohre 12 aufweist. Eine solche Abdeckung hat den Vorteil, dass
die Filterwand 38 nur durch die Filterelemente 10 von der Flüssigkeit passierbar
ist.
Figur 6 zeigt einen Fußkörper 50 zur Aufnahme
der Tragekonstruktion 44. Zu diesem Zweck weist der Fußkörper 50 eine
Längsnut 52 auf, in die eine untere Querkante 54 der Tragekonstruktion 44 einsetzbar
ist. Der Fußkörper 50 wird auf dem Boden bzw. Grund des wasserführenden
Kanals oder Flusses aufgesetzt. Die Halterungselemente 48 können dann entfallen,
sie können aber auch als weitere zusätzliche Halterung bestehen bleiben.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen
Filterwand 38 besteht auch darin, dass die Filterelemente 10 schnell und einfach
gewartet bzw. ausgetauscht werden können.
Die Beschreibung ist lediglich beispielhaft zu verstehen,
wobei auch die Ausführungsbeispiele nicht dazu gedacht sind, die Erfindung
auf diese zu begrenzen. Vielmehr bezieht sich die Erfindung auf alle gleichwirkenden
Ausführungsformen, die sich den Erfindungsgedanken zu Nutze machen.