Die Erfindung betrifft ein Relais mit einem Grundkörper, der
eine Grundebene festlegt, einem auf dem Grundkörper angeordneten monostabilen
oder bistabilen Magnetsystem mit Anker, einem Umschaltkontakt und einem Arbeitskontakt,
die jeweils senkrecht oder parallel zur Grundebene angeordnet sind, wobei der Umschaltkontakt
zwischen dem Arbeitskontakt und einem annähernd parallel bzw. senkrecht zur
Grundebene bewegbaren Schieber angeordnet ist, und wobei der Umschaltkontakt über
den an ihm angreifenden Schieber mit dem Anker wirkverbunden ist.
Ein derartiges (monostabiles) Relais mit einem parallel zur Grundebene
angeordneten Schieber, der die Bewegung des Ankers auf ein Kontaktsystem des Relais
überträgt, ist beispielsweise aus der EP
1 244 127 A2 bekannt. Bei dem bekannten Relais greift der Anker über
einen Ankerfortsatz in eine Ausnehmung des Schiebers ein, so dass die Anzugs- bzw.
Öffnungsbewegung der Ankerplatte unmittelbar in eine horizontale Hin- und Herbewegung
des Schiebers umgesetzt wird. Üblicherweise ist der Schieber in etwa in Form
einer recheckigen Platte ausgebildet, wobei der Anker im Bereich der einen und das
Kontaktsystem im Bereich der gegenüberliegenden Schmalseite angeordnet ist.
Bei einem monostabilen Relais besteht das Kontaktsystem im einfachsten Fall aus
einem einzigen Kontaktfedernpaar, also aus einem Umschaltkontakt, der bei anziehendem
Anker vom Schieber in Richtung auf den Arbeitskontakt bewegt wird. Im unerregten
Zustand des Magnetsystems wird der Schieber z. B. durch die Rückstellkraft
der Ankerfeder – oder, bei einem bistabilen Relais, durch die Gegenerregung
der Spule – in die Ruheposition gezogen. Die Umschaltkontaktfeder löst
sich dann durch ihre eigene Rückstellkraft vom Arbeitskontakt und schnellt
in ihre Ruheposition zurück.
Bistabile Relais bzw. Magnetsysteme mit H-Anker, wie sie zum Beispiel
aus der DE 197 15 261 C1 und der
DE 93 20 696 U1 bekannt sind, können
– anders als die allgemein bekannten monostabilen Relais bzw. Magnetsysteme
– durch Umpolen des Magnetsystems zwischen zwei stabilen Schaltstellungen
hin- und herwechseln. Durch ein derartiges Magnetsystem steht für beide Schaltrichtungen
Kraft zur Verfügung, so dass nicht nur beim Schließen, sondern auch beim
Öffnen Kraft auf die Kontaktfedern des Relais aufgebracht wird. Dies ist insbesondere
im Zusammenhang mit dem Aufreißen von Verschweißungen, die während
der elektrischen Lebensdauer des Relais auftreten, von Vorteil.
Wenn es bei einem monostabilen Relais zu einer der relativ häufig
vorkommenden Verschweißungen des Umschaltkontaktes am Arbeitskontakt kommt,
bewegt sich zwar der Schieber (durch die Kraft der Ankerfeder) zurück in die
Ruheposition, der Umschaltkontakt bleibt jedoch am Arbeitskontakt verschweißt,
so dass die Funktion des Relais gestört ist.
Bei einem auf dem Markt befindlichen Relais mit Schieber ist es bekannt,
das vom Grundkörper entfernte Ende des Umschaltkontaktes in einem Schlitz im
Schieber fix zu umschließen, um beim Öffnen Verschweißungen aufzureißen.
1 zeigt einen horizontal zur Bodenplatte
1 (Grundebene) des Relais bewegbaren Betätigungsschieber (Kamm)
2. Das von der Grundebene 1 entfernte Ende des Umschaltkontaktes
3 ist in einer schlitzförmigen Ausnehmung 5 des Schiebers
2 fix umschlossen. Bei einer Verschweißung hat dies im Falle eines
monostabilen Relais zwar zur Folge, dass nach dem Öffnen des Magnetsystems
die Rückstellkraft der Ankerfeder (nicht dargestellt) am Umschaltkontakt
3 anliegt. Da die Ankerfeder, der Schieber und der Anker alle fix mit dem
Umschaltkontakt 3 verbunden sind, steht zum Öffnen nur eine gleichmäßige,
relativ geringe Ankerrückstellkraft zur Verfügung, die in vielen Fällen
nicht ausreicht, um die Verschweißung aufzureißen und den Kontakt zu öffnen.
Auch bei einem bistabilen Magnetsystem bleibt die Situation problematisch, da der
Anker fixiert ist und nicht in einen Bereich kommt, in dem, bekanntlich erst gegen
Ende der Ankeranzugsbewegung, eine erhebliche Öffnerkraft anfällt.
Aus der DE 30 00 681 02
ist ein Relais mit Kontakten und mit einer Kontaktbetätigungsvorrichtung für
eine Umschaltfeder bekannt. Die Kontaktbetätigungsvorrichtung besteht aus einem
U-förmigen Formkörper mit zwei Schenkeln, der zentrisch die Umschaltfeder
trägt. Die Enden der beiden Schenkel bilden Kontaktöffnungselemente
4, 5 und weisen einen Abstand voneinander auf, der für eine
Kraft zum Aufbrechen der verschweißten Kontakte erforderlich ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Relais der eingangs genannten Art
so weiterzubilden, dass Verschweißungen des Umschaltkontakts mit dem Arbeitskontakt
beim Betätigen des Relais aufgerissen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Relais gemäß
Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand zusätzlicher Ansprüche.
Erfindungsgemäß ist am Schieber mindestens ein Kontaktöffnungselement
zum Öffnen verschweißter Kontakte integriert ist, mit dem der Schieber
den Umschaltkontakt auf der dem Arbeitskontakt zugewandten Seite mit einem veränderlichen
Abstand hintergreift, wobei in der den Arbeitskontakt schließenden Position
des Schiebers ein derartiger Abstand gebildet ist, dass beim Öffnen des Magnetsystems
das Kontaktöffnungselement erst kurz bevor das Magnetsystem ganz geöffnet
ist am verschweißten Umschaltkontakt anschlägt.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Verschweißung durch
die Rückstellenergie des Schiebers und des Ankers aufreißen zu lassen.
Um die größtmögliche Aufreißkraft bzw. Energie auf den Umschaltkontakt
aufbringen zu können, muss der Abstand (Spiel) zwischen dem Öffnungselement
und der dem Arbeitskontakt zugewandten Stirnseite des Umschaltkontakts so groß
sein, dass das Schieber/Magnetsystem trotz Verschweißung zunächst fast
völlig öffnen kann und erst dann am Umschaltkontakt hängen bleibt.
Durch diesen verzögerten Angriff des Schiebers/Ankers am verschweißten
Umschaltkontakt bei der Öffnungsbewegung kann die Energie der rückfallenden
Teile, bzw., bei einem bistabilen Relais, die volle Öffnerkraft am Ende der
Ankeranzugsbewegung, voll zum Aufreißen der Verschweißung ausgenutzt werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft,
dass das die Kontakte senkrecht zur Grundebene stehend in dem Grundkörper befestigt
sind, und dass das am parallel zur Grundebene bewegbaren Schieber ausgebildete Kontaktöffnungselement
als Haken ausgebildet ist, der von oben her über das von der Grundebene entfernte
Ende des Umschaltkontakts greift.
Gemäß einer besonders bevorzugten, sich ebenfalls auf einen
"parallelen" Schieber beziehenden Ausführungsform ist das Kontaktöffnungselement
als Haken ausgebildet, der durch eine Ausnehmung im Umschaltkontakt geführt
ist und einen oberhalb der Ausnehmung gelegenen Abschnitt des Umschaltkontaktes
hintergreift. Dabei ist es insbesondere hinsichtlich der Montage des Relais von
Vorteil, wenn das Kontaktöffnungselement durch zwei Haken gebildet ist, die
jeweils durch eine seitlich im Umschaltkontakt angeordnete Ausnehmung geführt
sind.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist im "parallelen" Schieber
eine senkrecht zur Grundebene verlaufende Ausnehmung vorgesehen, die das von der
Grundebene entfernte Ende des Umschaltkontakts umfasst, wobei das Kontaktöffnungselement
durch eine in Richtung zum Arbeitskontakt hin liegende Kante der Ausnehmung gebildet
ist. Wichtig ist wiederum, dass genügend Spiel zwischen der Kante und dem Umschaltkontakt
vorhanden ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Erfindung
auch bei einem Relais einsetzbar, bei dem die Kontakte parallel zur Grundebene liegend
im Grundkörper befestigt sind. Dabei ist das am senkrecht zur Grundebene bewegbaren
Schieber ausgebildete Kontaktöffnungselement als Haken ausgebildet, der durch
eine Ausnehmung im Umschaltkontakt geführt ist und einen in der Umgebung der
Ausnehmung gelegenen Abschnitt des freien Endes des Umschaltkontaktes hintergreift.
Vorteilhafterweise ist diese Ausführungsform auch bei Relais einsetzbar, deren
Anker keine Ankerrückstellfeder aufweist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische perspektivische Darstellung eines
aus dem Stand der Technik bekannten Relais mit einem die Ankerbewegung übertragenden
Schieber,
2 einen Montagezustand eines erfindungsgemäßen
Relais mit parallel zur Grundebene bewegbarem Schieber,
3 eine andere Ausführungsform eines Relais mit
"parallelem" Schieber,
4 das Relais gemäß 3
in einem Montagezustand,
5 das Relais gemäß 4
in einem fortgeschrittenen Montagezustand,
6 das Relais gemäß 3
bis 5 in einem Betriebszustand, bei dem es zu einer
Verschweißung des Kontaktsystems gekommen ist,
7 eine seitliche Ansicht des Relais gemäß
6,
8 bis 12 jeweils eine
andere Ansicht einer Ausführungsform des Relais mit senkrecht zur Grundebene
angeordnetem Schieber.
In 2 ist eine erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen bistabilen Relais mit H-Anker gezeigt. Das in
2 dargestellte Relais besitzt einen Grundkörper
4 aus Isolierstoff, der zur Anschlusseite hin flach gestaltet ist und eine
Bodenseite 1 (Grundebene) definiert, aus der elektrische Anschlüsse
7 und 8 austreten. Der Grundkörper 4 besitzt eine
flache, wannenförmige Ausnehmung zur Aufnahme eines Magnetsystems, während
der übrige Teil mit emporgezogenen Seitenwänden 9 und gegebenenfalls
Querwänden 10 beispielsweise in einzelne Kontaktträgerkammern
unterteilt sein kann. Das im gezeigten Ausführungsbeispiel sehr einfach gestaltete
Kontaktsystem des Relais besteht aus einer Umschaltkontaktfeder 3 und einer
Arbeitskontaktfeder 11. Erstere ist horizontal auslenkbar und kann durch
den parallel zur Grundebene 1 angeordneten, kammartig ausgebildeten Schieber
2 bewegt werden. Der Schieber 2 besitzt an seinem dem Kontaktsystem
3 und 11 gegenüberliegenden Ende eine Ankerfortsatzausnehmung
12, in die ein integral mit dem spulenfernen Ankerblech 13 ausgeführter
Ankerfortsatz 14, vgl. 3, eingreift. Der H-Anker
6 ist mit seinen Achsstummeln 15 beidseitig in Lagerstellen des
Grundkörpers 4 gelagert, so dass er sich um diese Lagerstellen drehen
kann, wobei die Drehbewegung allerdings durch das Anschlagen an den freien Enden
der Jochschenkel 16 und 17 begrenzt wird, vgl. 3.
3 zeigt das Magnetsystem bzw. das Relais in der geöffneten
Schaltstellung. Wird das Magnetsystem umgepolt, so schließt der H-Anker
6, wobei der Ankerfortsatz 14 eine annähernd horizontale
Bewegung nach links ausführt, die sich unmittelbar auf den Schieber
2 und von diesem auf die Umschaltkontaktfeder 3 überträgt,
die durch ihre Bewegung den Schaltkontakt mit dem Arbeitskontakt 11 schließt.
Das erfindungsgemäße Relais kann auch mit wesentlich komplizierteren Kontaktsystemen,
beispielsweise dem in der DE 198 47 831
A1 beschriebenen, ausgeführt werden. Insbesondere kann auch nur ein
weiterer Kontakt, ein Ruhekontakt (nicht dargestellt), vorgesehen werden, so dass,
im Gegensatz zu den dargestellten Ausführungsformen mit Arbeitskontaktrelais,
ein Umschaltrelais realisierbar ist.
Der H-Anker 6 besteht, vgl. 7,
aus zwei im Wesentlichen parallel angeordneten Ankerblechen 13 und
18, die durch einen dazwischenliegenden Dauermagneten in an sich bekannter
Weise so verbunden sind, dass sich der typische H-Querschnitt ergibt. Der H-Anker
6 kann in seinem Mittelbereich mit der in
7 erkennbaren Kunststoffumspritzung 19 versehen
werden, wobei an beiden Seiten Achsstummel 15 mit angeformt werden können.
Da die beiden Ankerbleche 13 und 18 sich über den Luftspalt
hinaus an den Seiten der freien Enden der gegenüberliegenden Jochschenkel
16 und 17 erstrecken, kommt es im Zusammenwirken des Dauermagneten
mit den Polflächen der Jochschenkel 16 und 17, deren Polung
von der Polung der Spule abhängt, in einer einem ersten Polungszustand der
Spule entsprechenden ersten Schaltstellung des H-Ankers 6 zu einem Anschlagen
des oberen Endes des spulennahen Ankerblechs 18 am Jochschenkel
16 und gleichzeitig zum Anschlagen des unteren Endes des spulenfernen Ankerblechs
13 am Jochschenkel 17. In einer einem zweiten Polungszustand der
Spule entsprechenden zweiten Schaltstellung kommt es dagegen zu einem Anschlagen
des oberen Endes des spulenfernen Ankerblechs 13 am Jochschenkel
16 und gleichzeitig zum Anschlagen des unteren Endes des spulennahen Ankerblechs
18 am Jochschenkel 17. Wie insbesondere in den 4
und 5 erkennbar, weist mindestens eines der Enden des
spulenfernen Ankerblechs 13 einen Ankerfortsatz 14 auf, der sich
beim Wechsel der Schaltstellungen des H-Ankers 6 im Wesentlichen parallel
zur Grundebene 1 hin- und herbewegt.
Durch das umpolbare Magnetsystem mit H-Anker 6 steht also
in an sich bekannter Weise nicht nur beim Schließen des Relais, sondern in
beide Schaltrichtungen Kraft zur Verfügung. Die Spulenspannung kann nach dem
Umschalten des Magnetsystems von einer zur anderen Schaltstellung beendet werden,
da die eingenommene Schaltstellung dann durch den Magneten gehalten wird, bis die
Spule wieder in die entgegengesetzte Richtung magnetisiert wird.
Zurückkehrend zu 2 zeigt diese außerdem
den erfindungsgemäß mit einem Kontaktöffnungselement 20,
in diesem Fall einen von oben her über das von der Grundebene 1 entfernte
Ende des Umschaltkontakts 3 greifenden Haken, versehenen Schieber
2. Wie zu erkennen, erstreckt sich der parallel zum Schieber
2 verlaufende Teil des Hakens 20 relativ weit in Richtung zum
Arbeitskontakt 11, so dass beim Öffnen des Relais, das heißt
bei einer Bewegung des Schiebers 2 nach rechts, erst ein gewisser Abstand
(Spiel) überwunden werden muss, bevor der Haken 20 am verschweißten
Umschaltkontakt 3 anschlägt und, wie erwünscht, einen plötzlichen,
relativ heftigen Zug am Umschaltkontakt 3 aufbringt, der zum Aufreißen
der Verschweißung führt. Wenn keine Verschweißung vorliegt, bewegt
sich der Umschaltkontakt 3 auf Grund seiner Rückstellkraft ebenfalls
nach rechts, so dass es normalerweise nicht zum Anschlagen des Kontaktöffnungselementes
20 am Umschaltkontakt 3 kommt.
2 zeigt einen Montagezustand des Relais mit dem mit
dem erfindungsgemäßen Kontaktöffnungselement 20 versehenen
Schieber 2, der seitlich aufgeklappt montiert wird. Am Schieber
2 ist umschaltkontaktseitig eine erste Nase 21 integriert, mit
der der Schieber 2 in einer Ausnehmung 22 des Umschaltkontakts
3 geführt bzw. gelagert ist. Gegenüberliegend ist eine zweite
Nase bzw. Absatz am Schieber 2 integriert, die bei dieser Ausführungsform
aufgrund der Montagenotwendigkeit im montierten Zustand am Umschaltkontakt
3 nur ohne Lagerung aufliegen kann. Bei dieser Ausführungsform könnte
es dadurch bei einer Montage des Relais mit nach oben gerichteten Anschlüssen
(eins) zu einem Anliegen des Schiebers 2 am Grundkörper
4 kommen, wodurch in gewissem Maße ein mit Blick auf die elektrische
Lebensdauer des Relais unerwünschter Abrieb erzeugt werden könnte.
3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der
zwei Haken 20 vorgesehen sind, die jeweils durch den Umschaltkontakt
3 hindurchgeführt sind und die zum Arbeitskontakt 11 gewandte
Stirnseite des Umschaltkontakts 3 von unten nach oben hintergreifen. Bei
dieser Lösung ist der Schieber 2, wie erkennbar, an beiden Seiten
in der Umschaltkontaktfeder 3 gelagert. Dies ermöglicht außerdem,
wie in den 4 und 5 dargestellt,
eine Montage, bei der der Schieber 2, bei aufrecht angeordnetem
Relais (d. h. mit nach unten gerichteten Anschlüssen), ca. 90° aufgestellt
und dann nach unten geklappt wird, wobei sich die beiden Haken in die Ausnehmungen
22 im Arbeitskontakt 3 hineindrehen.
6 und 7 zeigen nochmals,
in etwas anderer Darstellung, die soeben beschriebene Ausführungsform. Das
Relais ist im Zustand mit verschweißter Kontaktzone 25 dargestellt.
Der Schieber 2 fährt bei einem monostabilen System mittels Ankerrückstellfeder,
Masse des Schiebers 2 und des Ankers 6 nach rechts. Erst kurz
bevor das Magnetsystem ganz geöffnet ist, wird durch die Haken 20
ein plötzlicher Zug auf die Umschaltkontaktfeder 3 aufgebracht, welche
die Verschweißung lösen soll. Bei einem bistabilen Magnetsystem wird durch
die bei Gegenerregung der Spule am Ende der Ankeranzugsbewegung erzeugte Öffnerkraft
noch wesentlich mehr Kraft aufgebracht, um die Verschweißung zu öffnen.
Erkennbar ist auch ein Absatz 23 an den Haken 20, der beim Schließen
des Relais jeweils schieberseitig am Umschaltkontakt 3 angreift und ihn
in Richtung auf den Arbeitskontakt 11 bewegt.
Die 8 bis 12
zeigen, in jeweils verschiedener Ansicht bzw. Darstellung, eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Relais, bei der die Kontakte 3 und
11 liegend im Grundkörper 4 befestigt sind, während
dementsprechend der Schieber 2 senkrecht zur Grundebene 1 angeordnet
ist. 8 zeigt eine Ansicht schräg auf die Bodenseite
1 des (noch nicht fertig bestückten) Relais. Der senkrecht zur Oberseite
1 bewegbare Schieber 2 weist an seinem unteren, zum Umschaltkontakt
3 gewandten Ende einen Haken 20 auf, der durch eine im freien
Enden des Umschaltkontaktes 3 gelegene Ausnehmung 22 geführt
ist, so dass der Haken 20 die zum Arbeitskontakt 11 gewandte Seite
des Umschaltkontaktes 3 hintergreift. 9 zeigt
eine Ansicht der Bodenseite 1 des Relais, bei der die Anordnung mit der
parallel zur Grundebene 1 liegend im Grundkörper 4 befestigten
Umschaltkontaktfeder 3 bzw. der Arbeitskontaktfeder 11 noch besser
zu erkennen ist. Erkennbar ist auch, dass das freie Ende der Umschaltkontaktfeder
3 ein fingerartiges Segment 24 aufweist, welches so angeordnet
ist, dass das Segment 24 nicht mitverschweißt wird, wenn der Kontakte
3 und 11 im Bereich der Kontaktzone 25 verschweißen.
In 10 ist ein fertig montiertes Relais in Seitenansicht
dargestellt. Die Funktion des im unteren Bereich mit dem Öffnungselement
20 zum Aufreißen verschweißter Kontakte 3 und
11 versehenen und im oberen Bereich mit dem Anker 6 wirkverbundenen
Schiebers 2 ist im Wesentlichen analog wie bei den Ausführungsformen
der Erfindung mit parallel zur Grundebene 1 angeordnetem Schieber
2. Wenn sich der Schieber 2 im Zuge des Öffnens des Magnetsystems
nach oben bewegt, bewegt sich der im geschlossenen Schaltzustand nach unten auf
den Arbeitskontakt 11 gedrückte Umschaltkontakt 3 von selbst,
durch seine Rückstellkraft, ebenfalls nach oben, so dass der Kontakt ohne Hilfe
des Kontaktöffnungselements 20 gelöst wird. Falls jedoch die
Kontakte 3 und 11 im Bereich der Kontaktzone 25 verschweißt
sind, bewegt sich zunächst nur der Schieber 2 (aufgrund des Segmentes
24) nach oben, wobei sich der Abstand zwischen dem sich parallel zur Unterseite
des Umschaltkontaktes 3 erstreckenden Abschnitt des Hakens 20
und der Unterseite laufend verringert, bis schließlich der Haken
20 am Umschaltkontakt 3 anschlägt und die Verschweißung
mittels der Energie des rückfallenden Schieber 2/Anker 6
-Systems aufgerissen wird.
Im in den 8 bis 10
dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Magnetsystem eingesetzt, dessen Anker
6, vgl. die Schnittdarstellungen gemäß 11
und 12, keine Ankerrückstellfeder aufweist. Deren
Funktion wird durch die Rückstellkraft des fingerartigen Segments
24, vgl. insbesondere 9, ersetzt, die den
Schieber 2 – bei verschweißtem wie bei unverschweißtem
Kontakten 3 und 11 – bei unerregtem Magnetsystem selbstständig
nach oben drückt, so dass der Schieber 2 den Anker 6 über
einen im Relais angeordneten Drehpunkt 26, vgl. 12,
in seine Lagerstellung zurück drückt.