Stand der Technik
Die Erfindung betrifft ein Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen. Speziell betrifft die Erfindung einen Injektor für
Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen.
Aus der DE 199 28 176 A1
ist ein Piezoaktor für ein Ventil bekannt. Der bekannte Piezoaktor weist ein
Piezoelement zur Beaufschlagung eines Betätigungselements mit einer Zug- oder
Druckkraft auf, das mit einem Mehrschichtenaufbau von Piezolagen mit dazwischen
angeordneten Elektroden und mit einer wechselseitigen seitlichen Kontaktierung der
Elektroden über Außenelektroden versehen ist. Dabei sind äußere
elektrische Anschlüsse für die seitliche Kontaktierung an einem inaktiven
Endbereich im Lagenaufbau angebracht, so dass auf einfache Weise eine sicher herzustellende
äußere Kontaktierung des Piezoaktors an inaktiven Endbereichen, die nicht
mit Zug- oder Druckkräften beaufschlagt werden, möglich ist. Der inaktive
Endbereich kann auch aus einem elektrisch isolierenden Keramikteil gebildet sein,
an dem seitlich die Verbindung zwischen den Außenelektroden und den äußeren
elektrischen Anschlüssen herstellbar ist.
Der aus der DE 199 28 176
A1 bekannte Piezoaktor hat den Nachteil, dass für den konkreten Einsatz
in einem Brennstoffeinspritzventil eine aufwändige Abdichtung erforderlich
ist. Speziell ist es denkbar, dass der Piezoaktor in einem Aktorraum angeordnet
ist, in dem sich neben dem Aktor auch unter hohem Druck stehender Brennstoff befindet.
In solch einem Fall ist eine Abdichtung denkbar, bei der die Anschlussleitungen
mit Glasumschmelzungen versehen sind und diese in ein Bauteil des Brennstoffeinspritzventils,
insbesondere einen Injektorkopf, eingepresst werden, um eine Abdichtung in Bezug
auf den unter hohem Druck stehenden Brennstoff im Aktorraum zu gewährleisten.
Solch eine Lösung ist jedoch aufwändig und mit entsprechend hohen Kosten
verbunden.
Offenbarung der Erfindung
Vorteilhafte Wirkungen
Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, dass eine zuverlässige Abdichtung
der an den Aktor geführten elektrischen Anschlussleitungen gegenüber dem
im Aktorraum vorgesehenen, unter hohem Druck stehenden Brennstoff mit relativ niedrigem
Aufwand und somit niedrigen Kosten ermöglicht ist, wobei eine Glasumschmelzung
für die elektrischen Anschlussleitungen nicht erforderlich ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen des im Anspruch 1 angegebenen Brennstoffeinspritzventils
möglich.
Die Klebstoffschicht ist vorzugsweise als dünne Klebstoffschicht
ausgebildet, die aus einem Klebstoff besteht. Dadurch kann eine zuverlässige
Abdichtung in Bezug auf hohe Drucke gewährleistet werden, da insbesondere die
durch den Druck entstehenden, auf die Klebstoffschicht einwirkenden Scherkräfte
bei dünnen Klebstoffschichten gering sind. Denn in Bezug auf den Brennstoff
im Aktorraum bildet die dünne Klebstoffschicht nur eine geringe Außenfläche
zum Kraftaufbau.
Vorteilhaft ist es, dass eine Kontaktplatte zum Kontaktieren von Elektrodenschichten
des Aktors vorgesehen ist, über die sich der Aktor an der Isolierplatte abstützt,
dass eine elektrische Anschlussleitung mit der Kontaktplatte kontaktiert ist und
dass die Kontaktplatte durch die Klebstoffschicht mit der Isolierplatte mechanisch
verbunden ist. Dabei kann die Kontaktierung der Elektrodenschichten im Rahmen des
Klebeprozesses erfolgen, so dass die Herstellung des Brennstoffeinspritzventils
vereinfacht werden kann. Dabei können die Kontaktplatte und die Isolierplatte
im Rahmen des Klebeprozesses auch ausgerichtet werden.
Die Kontaktplatte kann als mehrteilige, insbesondere zweiteilige,
Kontaktplatte ausgebildet sein, wobei eine elektrische Anschlussleitung über
ein erstes Kontaktplattenteil mit den positiven Elektrodenschichten und eine andere
elektrische Anschlussleitung über ein zweites Kontaktplattenteil mit den negativen
Elektrodenschichten verbunden ist. Ein Freiraum zwischen den beiden Kontaktplattenteilen
ist vorzugsweise mit einem elektrisch isolierenden Füllmittel aufgefüllt.
Hierbei eignet sich insbesondere ein keramisches Füllmittel oder ein Klebstoff,
um den Freiraum aufzufüllen. Die beiden Kontaktplattenteile können dadurch
in einer Ebene senkrecht zu einer Achse des Aktors angeordnet sein, wobei sich eine
gute Kraftübertragung, insbesondere eine hohe Steifigkeit, zur Abstützung
des Aktors an dem Ventilgehäuse ergibt, die durch das Füllmittel unterstützt
ist. Ferner ergibt sich eine Optimierung des axialen Platzbedarfs für den Aktor
im Ventilgehäuse und somit eine Optimierung der Baulänge des Brennstoffeinspritzventils.
Die Kontaktplatte kann in den piezoelektrischen Aktor integriert sein.
Die Kontaktplatte kann bei der Aktorherstellung im rohen Zustand auf
den rohen, geschichteten Aktorverbund aufgebracht werden. Durch Sintern des Aktorverbunds
mit der Kontaktplatte ergibt sich dann ein piezoelektrischer Aktor, bei dem die
Kontaktplatte durch Sintern mit dem übrigen Aktorverbund verbunden
ist. Gegebenenfalls können auch eine weitere Kontaktplatte sowie eine weitere
Isolierplatte, die zwischen den Kontaktplatten vorgesehen ist, im jeweils noch rohen
Zustand auf den Aktorverbund aufgebracht werden, um durch nachfolgendes Sintern
einen piezoelektrischen Aktor auszubilden, der die beiden Kontaktplatten sowie die
weitere Isolierplatte umfasst. Weitere alternative Ausgestaltungen sind ebenfalls
möglich. Insbesondere kann eine gegebenenfalls zweiteilige Kontaktplatte zusammen
mit einer Isolierplatte in den piezoelektrischen Aktor integriert werden. Diese
Ausgestaltungen haben den Vorteil, dass eine Vorbaugruppe gebildet ist, die auf
einfache Weise in das Ventilgehäuse eingesetzt werden kann, wobei die Anzahl
der Klebeschichten reduziert ist und gegebenenfalls nur eine Klebeschicht zur Abdichtung
der Anschlussleitungen erforderlich ist, so dass eine hohe Zuverlässigkeit
im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils gewährleistet ist.
Ferner ist es vorteilhaft, dass zum Schutz der Klebstoffschicht eine
Ummantelung vorgesehen ist, die aus einer kraftstoffresistenten Beschichtung, einem
Dichtring oder dergleichen, gebildet sein kann, um die Hochdruckdichtheit der vorzugsweise
dünnen Klebstoffschicht weiter zu verbessern. Dadurch wird eine dauerhafte
Hochdruckdichtheit sichergestellt, da ein Kontakt der Klebstoffschicht mit dem Kraftstoff
verhindert ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in denen sich
entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher
erläutert. Es zeigt:
1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Brennstoffeinspritzventils
der Erfindung in einer auszugsweisen axialen Schnittdarstellung;
2 den in 1 mit
II bezeichneten Ausschnitt entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
3 den in 1 mit
III bezeichneten Ausschnitt entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Ausführungsformen der Erfindung
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Brennstoffeinspritzventils
1 der Erfindung, das über eine Brennstoffleitung 2 mit einem
Druckspeicher 3 verbunden ist, in einer schematischen, axialen Schnittdarstellung.
Das Brennstoffeinspritzventil 1 kann insbesondere als Injektor für
Brennstoffeinspritzanlagen von luftverdichtenden, selbstzündenden Brennkraftmaschinen
dienen. Speziell eignet sich das Brennstoffeinspritzventil 1 für Nutzkraftwagen
oder Personenkraftwagen. Ein bevorzugter Einsatz des Brennstoffeinspritzventils
1 besteht für eine Brennstoffeinspritzanlage mit einem als Common-Rail
3 ausgebildeten Druckspeicher 3, der Dieselbrennstoff unter hohem
Druck zu mehreren Brennstoffeinspritzventilen 1 führt. Das erfindungsgemäße
Brennstoffeinspritzventil 1 eignet sich jedoch auch für andere Anwendungsfälle.
Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist ein mehrteiliges Ventilgehäuse
4 und einen mit dem Ventilgehäuse 4 verbundenen Ventilsitzkörper
5 auf. An dem Ventilsitzkörper 5 ist eine Ventilsitzfläche
6 ausgebildet, die mit einem Ventilschließkörper 7 zu
einem Dichtsitz zusammenwirkt. Ferner ist der Ventilschließkörper
7 einstückig mit einer Ventilnadel 8 ausgebildet, die von
einer Ventilnadelführung 9 in axialer Richtung geführt ist.
Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist eine Hubübersetzungseinrichtung
10 auf. Die Hubübersetzungseinrichtung 10 umfasst eine Dichthülse
11, eine Drosselplatte 12, eine Dichthülse 13, einen
zylinderförmigen Kolben 14, eine Druckplatte 15 und Ventilfedern
16, 17. Dabei schließt die Ventilnadel 8 mit der
Dichthülse 11 und der Drosselplatte 12 einen im Betrieb des
Brennstoffeinspritzventils 1 mit Brennstoff gefüllten Steuerraum
18 ein. Ferner schließt der Kolben 14 mit der Dichthülse
13 und der Drosselplatte 12 einen Raum 19 ein, der über
eine in der Drosselplatte 12 ausgebildete Drossel 20 mit dem Steuerraum
18 in Verbindung steht. Durch das Verhältnis eines Querschnitts des
Raums 19 zu einem Querschnitt des Steuerraums 18 lässt sich
ein Hubübersetzungsverhältnis einstellen, um einen Hub des Kolbens
14 in einen entsprechenden Hub der Ventilnadel 8 umzusetzen. Die
Druckplatte 15, der Kolben 14, die Ventilfeder 17 und
die Dichthülse 13 sind in einem Aktorraum 21 angeordnet,
während die Dichthülse 11, die Ventilfeder 16 und die
Ventilnadel 8 in einem Brennstoffraum 22 angeordnet sind. Im Betrieb
des Brennstoffeinspritzventils 11 wird Brennstoff aus dem Druckspeicher
3 über die Brennstoffleitung 2 in den Aktorraum
21 gefördert. Aus dem Aktorraum 21 gelangt der Brennstoff
über einen in der Drosselplatte 12 ausgebildeten Brennstoffkanal
23 in den Brennstoffraum 22.
In dem Aktorraum 21 ist außerdem ein Aktor
24 angeordnet, der eine Vielzahl von keramischen Schichten 25
und eine Vielzahl von zwischen den keramischen Schichten 25 angeordneten
Elektrodenschichten 26, 27 aufweist. Dabei sind die Elektrodenschichten
26, 27 abwechselnd als positive Elektrodenschichten
26 und als negative Elektrodenschichten 27 ausgestaltet, wobei
in der 1 nur die Schichten 25, 26,
27 gekennzeichnet sind. Bei einer Betätigung des
Brennstoffeinspritzventils 1 wird der im Ausgangszustand geladene Aktor
24 entladen, wodurch sich dieser in Richtung einer Achse 28 des
Aktors 24 zusammenzieht, so dass die über die Hubübersetzungseinrichtung
10 vermittelte Verstellbewegung zu einem Öffnen der Ventilnadel
8 führt, bei dem der zwischen dem Ventilschließkörper
7 und der Ventilsitzfläche 6 gebildete Dichtsitz geöffnet
wird, um ein Abspritzen von Brennstoff aus dem Brennstoffraum 22 über
eine oder mehrere Düsenöffnungen in dem Ventilsitzkörper
5 zu ermöglichen. Anschließend wird der Aktor 24 wieder
geladen, so dass es zum Schließen der Ventilnadel 8 kommt, wodurch
der zwischen dem Ventilschließkörper 7 und der Ventilsitzfläche
6 gebildete Dichtsitz wieder geschlossen ist.
Zum Laden und Entladen des Aktors 24 sind elektrische Anschlussleitungen
29, 30 vorgesehen, wobei die Anschlussleitung 29 durch
eine Bohrung 31 in dem Ventilgehäuse 4 und durch eine durchgehende
Aussparung 32 in einer in dem Aktorraum 21 angeordnete Isolierplatte
33 an eine ebenfalls in dem Aktorraum 21 angeordnete Kontaktplatte
34 geführt ist und wobei die Anschlussleitung 30 durch eine
Bohrung 35 in dem Ventilgehäuse 4 und durch eine durchgehende
Aussparung 36 in der Isolierplatte 33 zu der Kontaktplatte
34 geführt ist. Die Kontaktplatte 34 ist zweiteilig ausgestaltet
und weist einen ersten Kontaktplattenteil 37 und einen zweiten Kontaktplattenteil
38 auf. Die Anschlussleitung 29 ist elektrisch mit dem ersten
Kontaktplattenteil 37 der Kontaktplatte 34 verbunden, und die
Anschlussleitung 30 ist mit dem zweiten Kontaktplattenteil 38
der Kontaktplatte 34 verbunden. Über eine mit der Kontaktplatte
34 verbundene Außenelektrode 39 ist die Anschlussleitung
29 beispielsweise mit den positiven Elektrodenschichten 26 verbunden,
während die Anschlussleitung 30 über eine mit der Kontaktplatte
34 verbundene Außenelektrode 40 mit den negativen Elektrodenschichten
27 verbunden ist. In einem bei der Herstellung des Aktors 24 verbleibenden
Freiraum zwischen den Kontaktplattenteilen 37, 38 der Kontaktplatte
34 ist ein elektrisch isolierendes Füllmittel 41 eingebracht,
das beispielsweise aus einer Keramik oder einem Klebstoff bestehen kann, um die
Kontaktplattenteile 37, 38 voneinander elektrisch zu isolieren.
Die Isolierplatte 33 kann beispielsweise aus einem keramischen
Material bestehen. Über die mit dem Füllmittel 41 geschlossene
Kontaktplatte 34 und die Isolierplatte 33 ist eine vorteilhafte
Abstützung des Aktors 24 an dem Ventilgehäuse 4 gewährleistet,
die eine hohe Steifigkeit hat. Zur Abdichtung der durchgehenden Aussparungen
32, 36 in der Isolierplatte 33 sowie der Bohrungen
31, 35 in dem Ventilgehäuse 4 gegenüber dem
Aktorraum 21, in dem sich im Betrieb des Brennstoffeinspritzventils
1 unter hohem Druck stehender Brennstoff befindet, sind Klebstoffschichten
42, 43, 44 vorgesehen, die jeweils aus zumindest einem
Klebstoff bestehen. Dabei ist die Klebstoffschicht 42 zwischen einer Innenwand
50 des Ventilgehäuses 4 und der Isolierplatte 33
vorgesehen, die Klebstoffschicht 43 ist zwischen der Isolierplatte
33 und der Kontaktplatte 34 vorgesehen und ferner ist die Klebstoffschicht
44 zwischen der Kontaktplatte 34 und einer der keramischen Schichten
25 des Aktors 24 vorgesehen. Speziell die Klebstoffschichten
42, 43 sind als dünne Klebstoffschichten 42,
43 ausgestaltet, um eine geringe Angriffsfläche für den unter
hohem Druck stehenden Brennstoff im Aktorraum 21 zu bieten, so dass die
in den Klebstoffschichten 42, 43 auftretenden Scherkräfte
gering sind und eine hohe Druckbeständigkeit gewährleistet ist.
Um die Elektrodenschichten 26, 27 gegenüber
dem im Aktorraum 21 vorgesehenen Brennstoff zu schützen, sind diese
vorzugsweise nur im Bereich einer Außenkontaktierung mittels der Außenelektroden
39, 40 an die Außenseite des Aktors 24 geführt
und im Übrigen in den keramischen Schichten 25 vergraben. Dadurch
wird auch eine Beschädigung durch elektrische Kurzschlüsse vermieden.
2 zeigt den in 1 mit
II bezeichneten Ausschnitt eines Brennstoffeinspritzventils 1
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung. In diesem
Ausführungsbeispiel ist eine weitere Kontaktplatte 51 vorgesehen,
wobei die Kontaktplatten 34, 51 zumindest in etwa den gleichen
Querschnitt wie der Aktor 24 aufweisen. Zwischen der Kontaktplatte
34 und der weiteren Kontaktplatte 51 ist eine weitere Isolierplatte
52 vorgesehen, die beispielsweise aus einem keramischen Material besteht.
Die weitere Isolierplatte 52 weist eine durchgehende Aussparung
53 auf und die Kontaktplatte 34 weist ebenfalls eine durchgehende
Aussparung 54 auf. Ferner ist eine Stützplatte 56 vorgesehen,
die den durchgehenden Aussparungen 32, 36 in der Isolierplatte
33 entsprechende durchgehende Aussparungen aufweist. Die Anschlussleitung
29 erstreckt sich durch die Stützplatte 56, durch die durchgehende
Aussparung 32 in der Isolierplatte 33, die durchgehende Aussparung
54 in der Kontaktplatte 34 und die durchgehende Aussparung
53 in der Isolierplatte 52 und kontaktiert die weitere Kontaktplatte
51. Die Anschlussleitung 30 erstreckt sich durch die Bohrung
35 in dem Ventilgehäuse 4, die Stützplatte
56 und durch die durchgehende Aussparung 36 in der Isolierplatte
33 und kontaktiert die Kontaktplatte 34.
Die weitere Kontaktplatte 51 ist durch eine Klebstoffschicht
45 mit einer der keramischen Schichten 25 des Aktors
24 verbunden. Ferner ist die weitere Kontaktplatte 51 mittels
einer Klebstoffschicht 45 mit der Isolierplatte 52 verbunden.
Entsprechend ist die Isolierplatte 52 mit der Kontaktplatte 34
durch eine Klebstoffschicht 44 verbunden, während die Kontaktplatte
34 mit der Isolierplatte 33 mittels einer Klebstoffschicht
53 verbunden ist. Hierbei kann in Bezug auf den Aktorverbund, der die Isolierplatten
33, 52 sowie die Kontaktplatten 34, 51 umfasst,
eine Vormontage erfolgen. Bei der Endmontage des Brennstoffeinspritzventils
1 kann dieser Aktorverbund mittels einer Klebstoffschicht 52 mit
der Stützplatte 56 verbunden werden. Die Anschlussleitungen
29, 30 sind durch die Klebstoffschichten 42 bis
46 gegenüber dem Aktorraum 42 abgedichtet, wobei durch eine
vorzugsweise dünne Ausgestaltung der Klebstoffschichten 42 bis
45 eine hohe Druckbeständigkeit gewährleistet ist.
3 zeigt den 1 mit
III bezeichneten Ausschnitt des Brennstoffeinspritzventils 1 entsprechend
einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei ist die Kontaktplatte
34 entsprechend dem in 1 dargestellten ersten
Ausführungsbeispiel als zweiteilige Kontaktplatte mit dem ersten Kontaktplattenteil
37 und dem zweiten Kontaktplattenteil 38 ausgestaltet, wobei ein
Füllmittel 41 zwischen den beiden Kontaktplattenteilen 37,
38 vorgesehen ist. Außerdem sind abweichend von dem in 1
dargestellten ersten Ausführungsbeispiel die durchgehenden Aussparungen
32, 36 in der Isolierplatte 33 mit einem leitenden Material
ausgefüllt, das dem Material der Kontaktplatte 34 entsprechen kann.
Ferner weist der Aktor 24 einen inaktiven Aktorfußbereich
57, einen inaktiven Aktorkopfbereich 58, in denen gegebenenfalls
vorgesehene Elektrodenschichten nicht kontaktiert sind oder keine Elektrodenschichten
vorgesehen sind, und einen aktiven Aktorbereich 59 auf. Die Isolierplatte
33 mit dem in den durchgehenden Aussparungen 32, 36 vorgesehenen
elektrisch leitenden Material, die Kontaktplatte 34 mit dem Füllmittel
41 und der restliche Aktor, der den Aktorfußbereich 57, den
Aktorkopfbereich 58 und den Aktorbereich 59 umfasst, sind vorzugsweise
zusammen gesintert und dadurch miteinander verbunden, so dass ein Aktormodul ausgebildet
ist. Zur Montage dieses Aktormoduls wird die Isolierplatte 33 mit der Stützplatte
56 durch die Klebstoffschicht 42 verbunden, wodurch die durchgehenden
Aussparungen 32, 36 in der Isolierplatte 33 und die Bohrungen
31, 35 in dem Gehäuse 4 gegenüber dem Aktorraum
21 abgedichtet sind. Ferner ist zum Schutz der Klebstoffschicht
42 in zumindest einem Bereich 60 der Klebstoffschicht
42 eine Ummantelung vorgesehen, die in diesem Ausführungsbeispiel
auch die Stützplatte 56, die Isolierplatte 33, die Kontaktplatte
34 sowie den übrigen Aktor 21 einschließlich der an
den Aktor 21 angefügten Druckplatte 15 ummantelt. Dadurch
wird zum einen ein Schutz gegen chemische Einwirkungen des in dem Aktorraum
21 vorgesehenen Brennstoffs auf die Klebstoffschicht 42 erreicht.
Zum anderen ermöglicht die in diesem Ausführungsbeispiel beschriebene
Ummantelung 61 auch eine elektrische Isolierung gegenüber dem aktiven
Aktorbereich 59, um Kurzschlüsse zwischen den Elektrodenschichten
26, 27 zu verhindern.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt.