Die Erfindung betrifft eine Systemeinheit für einen Rechner,
welche an einer Wand mit einer schwenkbaren Frontklappe und mit einer Abdeckung
versehen ist, die bei geschlossener Frontklappe verriegelt und bei geöffneter
Frontklappe entriegelt ist.
Eine derartige Systemeinheit ist aus dem Siemens-Katalog ST PC, Ausgabe
2006, Seiten 2/4 und 2/5 bekannt. An diese Systemeinheit in Form eines Rack-PCs
sind eine Bedieneingabe-Einheit, z. B. eine Bedieneingabe-Einheit in Form einer
Tastatur und/oder einer Maus, sowie mindestens ein Bildwiedergabegerät und
sonstige Hardware-Einheiten anschließbar. Ferner ist der Rack-PC mit weiteren
für den Betrieb des Rechners geeigneten Hardwaremitteln versehen, wobei in
einer durch eine schwenkbare Frontklappe abschließbaren Vertiefung an der Frontseite
des Rack-PCs Schnittstellen sowie Disketten- und/oder Festplattenlaufwerke angeordnet
sind. Ferner ist an der Frontseite eine schwenkbare Lüfterabdeckung vorgesehen,
welche bei geschlossener Frontklappe verriegelt und bei geöffneter Frontklappe
entriegelt ist. Dazu ist ein schwenkbar gelagerter Randbereich der Frontklappe derart
ausgebildet, dass dieser beim Schließen einen Randbereich der Lüfterabdeckung
vollständig überdeckt und diese somit nicht verriegelt ist.
Aus der US 6,628,512 B2
ist eine Systemeinheit für einen Rechner bekannt, welche eine erste und eine
zweite schwenkbar gelagerte Frontplatte aufweist. Es sind Maßnahmen vorgesehen,
um beide Frontplatten zu verriegeln.
US 6,494,070 B1 offenbart eine Systemeinheit
für einen Rechner, die eine Schlossabdeckung aufweist. Diese ist für eine
Blockierung eines Zugangs der Frontblende in einer geschlossenen Position vorgesehen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Systemeinheit
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher eine Verriegelung der Abdeckung
vereinfacht wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine drehbar gelagerte
Verriegelung vorgesehen ist, in deren Lager ein Gelenkbolzen eingreift, mittels
dem die Frontklappe schwenkbar gelagert ist, und dass beim Schließen der Frontklappe
diese auf einen Mitnehmer der Verriegelung drückt, wodurch die Verriegelung
sich derart dreht, dass eine Sperre der Verriegelung die Abdeckung verriegelt.
In einer Ausgestaltung der Erfindung sind der Gelenkbolzen und die
Verriegelung in einem Rahmen angeordnet, wobei die Sperre und der Mitnehmer jeweils
aus einer Aussparung im Rahmen herausragen. Dadurch ist kein zusätzlicher Raum
für die Montage der Verriegelung erforderlich.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Verriegelung
eine Rückstellfeder auf. Diese dreht beim Öffnen der Frontklappe die Verriegelung
derart, dass die Abdeckung selbsttätig entriegelt ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich
aus den weiteren Unteransprüchen.
Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
veranschaulicht ist, werden im Folgenden die Erfindung, deren Ausgestaltungen sowie
Vorteile näher erläutert.
Es zeigen in schematischer Darstellung:
1 eine Systemeinheit eines Rechners,
2 und 3 Ansichten einer
Frontseite einer Systemeinheit und
4 eine Verriegelung.
Die in den 1 bis 4
dargestellten gleichen Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In 1 ist mit 1 eine Systemeinheit
eines Rechners bezeichnet. An diese Systemeinheit 1 sind Bedieneingabe-Einheiten,
z. B. Bedieneingabe-Einheiten in Form einer Tastatur und/oder einer Maus, sowie
mindestens ein Bildwiedergabegerät und weitere Hardware-Einheiten anschließbar.
Die Systemeinheit 1 ist ferner mit so genannten, hier nicht dargestellten
PCI-Steckkarten versehen, die in Steckplätze eines Motherboards gesteckt sind.
Weitere Bestandteile der Systemeinheit 1, wie beispielsweise Disketten-
oder Festplattenlaufwerke 2, 3, Netzteil oder sonstige für
den Betrieb des Rechners geeignete Hardwaremittel, sind für die Erfindung ohne
Bedeutung und werden daher nicht erläutert.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Disketten- oder
Festplattenlaufwerke 2, 3 und ein USB-Stick 4 in einer
Vertiefung 5 angeordnet, welche durch eine schwenkbare Frontklappe
6 abdeckbar und mit einem Schlüssel 7 mit geeignetem Schließmechanismus
abschließbar ist. Die Systemeinheit 1 ist an der Frontseite ferner
mit einer Lüfterabdeckung 8 versehen, deren erster Rahmenbereich
9 in die Systemeinheit 1 eingehakt und deren zweiter Rahmenbereich
10 in die Systemeinheit 1 eingerastet ist.
Um zu verhindern, dass bei einer geschlossenen Frontklappe
6 die Rastverbindung gelöst und die Lüfterabdeckung
8 von der Systemeinheit 1 abgenommen werden kann,
ist in einem Rahmen 11 der Systemeinheit 1 eine drehbare Verriegelung
12 angeordnet, in deren Lager 13 (4)
ein Gelenkbolzen (nicht dargestellt) eingreift, mittels dem die Frontklappe
6 schwenkbar gelagert ist. Beim Schließen der Frontklappe
6 drückt diese auf einen Mitnehmer 14, wodurch die Verriegelung
12 sich derart dreht, dass eine Sperre 15 der Verriegelung
12 die Lüfterabdeckung 8 verriegelt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
dreht sich beim Schließen der Frontklappe 6 die Verriegelung
12 entgegen dem Uhrzeigersinn, wodurch die Sperre 15 sich über
den Rahmenbereich 10 der Lüfterabdeckung 8 bewegt, aufgrund
dessen die Rastverbindung dieses Rahmenbereiches 10 der Lüfterabdeckung
8 nicht lösbar und dadurch die Lüfterabdeckung 8 blockiert
und von der Systemeinheit 1 nicht abnehmbar ist. Die Lüfterabdeckung
8 wird entriegelt, indem die Frontklappe 6 geöffnet wird.
Dies bewirkt, dass eine Rückstellfeder 16 der Verriegelung
12 im Rahmen 11 ein Drehmoment im Uhrzeigersinn erzeugt und die
Sperre 15 sich in Richtung Ausnehmung im Rahmen 11 bewegt. Das
bedeutet, dass die Sperre 15 sich vom Rahmenbereich 10 der Lüfterabdeckung
8 weg in Richtung des Rahmens 11 bewegt, dadurch die Lüfterabdeckung
8 entriegelt wird und von der Systemeinheit 1 abgenommen werden
kann. Um die Verriegelung 12 leicht in eine Aussparung des Rahmens
11 einführen und montieren zu können, weist die Verriegelung
12 eine Montagefeder 17 auf. Die Montage erfolgt in der Art und
Weise, dass die Sperre 15 in die Ausnehmung des Rahmens 11 so
weit eingeführt wird, bis die Montagefeder 17 eine weitere Einführung
blockiert. In dieser Stellung kann der Gelenkbolzen in den Rahmen 11 und
in das Lager 13 der Verriegelung 12 eingeführt werden, wobei
ein Teil des Gelenkbolzens über den Rahmen 11 hinausragt und zur schwenkbaren
Lagerung der Frontklappe 6 vorgesehen ist.