Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft das Kraftstoffzuführungssystem einer Brennkraftmaschine,
insbesondere den Kraftstofffilter, die Kraftstoffpumpe sowie die Anordnung und Verbindung
von Kraftstoffpumpe, Kraftstofffilter und ihrer Aufnahme bei einem Kraftfahrzeug.
Stand der Technik
Aus der Patentanmeldung DE A 196 19
992 ist ein Platz sparendes Kraftstofffördermodul bekannt, bei dem
eine Kraftstoffpumpe in den Innenraum eines hohlzylinderartigen Kraftstofffilters
eingebracht ist. Von der Kraft stoffpumpe aus wird der Kraftstoff mittel Schlauchleitungen
auf die Roh seite des Filters geleitet und mittels Schlauchleitungen zum Motor weiter
geleitet. Nachteilig and der in der '992 Anmeldung beschriebenen Ausführung
des Kraftstofffördermoduls ist der Aufbau, mit mehreren Schlauchverbindungen,
die alle dichtend geschlossen werden müssen. Weiterhin nachteilig für
die Fertigung des Kraftstofffördermoduls ist der hohlzylinder artige Aufbau,
in den der Kraftstofffilter eingebaut wird.
Offenbarung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Platz sparendes Kraftstofffördermodul
mit Kraftstofffilter zur Verfügung zu stellen, bei dem die Fertigung vereinfacht
wird.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftstofffördermodul
mit Kraftstofffilter zur Verfügung zu stellen, bei dem keine schlauchartige
Verbindung zwischen Kraftstoffpumpe und Kraftstofffilter notwendig sind.
Diese und weitere Aufgaben werden durch ein Kraftstofffördermodul
mit einer Kraftstoffpumpe mit einem Pumpeneinlass und einem Pumpenauslass zum Fördern
von Kraftstoff aus einem Kraftstoffvorratsbehälter; einem Kraftstofffilter
mit einer ersten Endscheibe und einer zweiten Endscheibe sowie einem Filtermedium,
das einen Filterinnenbereich von einem Filteraußenbereich trennt, zwischen
der ersten Endscheibe und der zweiten Endscheibe zur Filtration des Kraftstoffs;
und einer Aufnahme für zumindest den Kraftstofffilter und die Kraftstoffpumpe;
wobei der Pumpenauslass der Kraftstoffpumpe im Filterinnenbereich angeordnet ist;
und in Be trieb der Kraftstoff das Filtermedium vom Filterinnenbereich zum Filter
außenbereich hin durchströmt, gelöst. Durch den Weg des Kraftstoffs
vom Filterinnenraum zum Filteraußenraum, reicht eine einschalige Aufnahme anstelle
eines Hohlzylinders für den Kraftstofffilter aus. Eine derartige einschalige
Aufnahme ist fertigungstechnisch einfacher. Dadurch, dass sich bei der Kraftstoffströmungsrichtung
vom Filterinneren nach außen, die Pumpe im Inneren befindet, entfällt
eine Schlauchverbindung von der Kraftstoffpumpe zum Kraftstofffilter.
Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung
gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und der Zeichnung
hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren
in Form von Unterkombinationen bei der Ausführungs form der Erfindung und auf
anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteil hafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Figur anhand von
schematischen Ausführungsbeispielen beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die einzige Figur zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes
Kraftstofffördermodul.
Ausführungsform(en) der Erfindung
Die Figur zeigt ein Kraftstoffmodul 1. Eine Pumpe
10 ist in eine Aufnahme 11 eingebracht. Zumindest teilweise ragt
die Pumpe 10 in einen im Wesentlichen zylinderförmigen Kraftstofffilter
20. Der Kraftstofffilter 20 umfasst eine erste Endscheibe
21, eine zweite Endscheibe 22 und ein Filterelement
23. Die Endscheiben 21 und/oder 22 können aus Kunststoff,
z.B. Polyoximethylen, Polypropylen oder Polyamid, eventuell mit Glasfasern verstärkt,
ausgeführt sein. Das Filterelement 23 ist bevorzugt als sternförmig
gefalteter Balg ausgeführt. Das Filterelement 23 kann aus Papier oder
Vlies gefertigt werden. Das Filterelement 23 kann mit der ersten Endscheibe
21 und/oder der zweiten Endscheibe 22 verklebt werden und ist
bevorzugt mit den Endscheiben 21, 22 verschweißt. Die Aufnahme
11 ist in der Figur an eine Aufnahmehalterung 28 angebracht, wobei
die Aufnahmehalterung 28 ein Teil eines nicht dargestellten Kraftfahrzeugs
sein kann.
Eine erste Dichtung 24, die an der ersten Endscheibe
21 angebracht ist, z.B. angespritzt sein kann, dichtet zwischen einem fluid
mit dem Filterinnenraum 29 verbundenen Bereich der Aufnahme 11
und einem fluid mit dem Filteraußenraum 30 verbundenen Bereich der
Aufnahme 11 ab. Die Dichtwirkung entsteht dadurch, dass die erste Dichtung
24 gegen die Aufnahmehalterung 28 gepresst wird. In der in Figur
dargestellten Ausführungsform ist die erste Dichtung 24 als kegelstumpfförmige
Dichtung ausgeführt. Beim eingebauten Kraftstofffördermodul wird
die kegelstumpfförmige Dichtung 24 an die Aufnahmehalterung
28 gedrückt und wirkt als axiale Dichtung. Die Dichtwirkung der ersten
Dichtung 24 wird durch den Druck des geförderten Kraftstoffs
13 noch verstärkt, da der Druck des geförderten Kraftstoffs im
fluid mit dem Filterinnenraum 29 verbundenen Bereich der Aufnahme
11 größer ist als im fluid mit dem Filteraußenraum
30 der Aufnahme 11 verbundenen Bereich. Zum fluid mit dem Filterinnenraum
29 verbundenen Bereich der Aufnahme hin kann durch eine dichtende Durchführung
27 durch die Aufnahmehalterung 28 hindurch eine elektrische Versorgung
der Pumpe 10 erfolgen. Die erste Endscheibe 21, die einstückig
mit der kegelstumpfförmigen ersten Dichtung 24 aus Kunststoff gefertigt
ist, kann ohne Hinterschnitt im Spritzgussverfahren einfach und kostengünstig
ohne Schieber hergestellt werden.
Eine zweite Dichtung 25, die an der zweiten Endscheibe angebracht
ist, z.B. angespritzt sein kann, dichtet zwischen einem fluid mit dem Filterinnenraum
29 verbundenen Bereich der Aufnahme 11 und einem fluid mit dem
Filteraußenraum 30 verbundenen Bereich der Aufnahme 11 ab.
In der Figur ist die zweite Dichtung 25 als Radialdichtung ausgeführt
und die Position der Dichtung wird durch einen Abstandshalter 26 an der
zweiten Endscheibe 22 des Kraftstofffilters 20 festgelegt. Die
Dichtwirkung der Dichtung 25 erfolgt durch eine Vorspannung des Kunststoffs
der zweiten Dichtung 25 gegenüber der Einbauposition. Die zweite Endscheibe
22, die einstückig mit der zweiten Dichtung 25 aus Kunststoff
gefertigt ist, kann im Spritzgussverfahren einfach und kostengünstig eventuell
mit Hilfe einer Zwangsentformung hergestellt werden. Die zweite Dichtung
25 kann auch als axial abdichtende Dichtung ausgeführt sein.
Eine dritte Dichtung 12 dichtet die Pumpe 10 gegen
die Aufnahme 11 radial ab und bildet einen Kraftstoffzuflussbereich
14 der Aufnahme 11. Die dritte Dichtung kann als kraftstoffbeständiger
O-Ring ausgeführt sein. Die Dichtung kann auch axial durch geeignetes Anbringen
der dritten Dichtung 12 erfolgen.
Im Betrieb des Kraftstofffördermoduls 1 gelangt der
Kraftstoff 13 durch eine Öffnung 15 der Aufnahme
11 zum Pumpeneinlass 16. Die Pumpe 10 fördert den
Kraftstoff 13, der unter Druck die Pumpe 10 am Pumpenauslass
17 verlässt und in den fluid mit dem Filterinnenraum 29 verbundenen
Bereich der Aufnahme 11 gelangt. Der Kraftstoff 13 dringt durch
das Filterelement 23 hindurch, wobei der Kraftstoff 13 gefiltert
wird, in den Filteraußenbereich 30. Der fluid mit dem Filteraußenraum
30 verbundene Bereich der Aufnahme 11 ist fluid, z.B. über
einen Aufnahmeauslass 31 mit einer Verbrennungskraftmaschine des Kraftfahrzeugs
verbunden. In diese Verbindung kann ein Rücklaufsperrventil (in der Figur nicht
dargestellt) eingebracht werden, das einen Rücklauf von Kraftstoff aus dem
Motor in das Kraftstofffördermodul 1 verhindert.
Der fluid mit dem Filteraußenraum 30 verbundene Bereich
der Aufnahme 11 ist fluid, z.B. über einen Aufnahmerücklauf
32 mit einer Verbrennungskraftmaschine des Kraftfahrzeugs verbunden. In
diese Verbindung kann ein Druckregelventil (in der Figur nicht dargestellt) eingebracht
werden. Das Druckregelventil entlässt Kraftstoff 13 aus dem Kraftstofffördermodul
1 in den Kraftstoffvorratsbehälter, sobald ein bestimmter Druck des
Kraftstoffs 13 im Bereich der Aufnahme, der fluid mit dem Filteraußenraum
verbunden ist, überschritten wird. Mit Hilfe des Druckregelventils wird der
Kraftstoff 13 mit konstantem Druck oder mit einem Maximaldruck über
den Aufnahmeauslass 31 zur Verbrennungskraftmaschine gefördert.