TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zeitstempelvorrichtung, ein
Zeitkorrekturverfahren und ein Zeitkorrekturprogramm, wodurch eine E-Signatur ausgeführt
wird, die eine Ortszeit enthält, die auf der Ortszeit basiert, die von einer
internen Uhr ausgegeben wird. Die Erfindung betrifft besonders eine Zeitstempelvorrichtung,
ein Zeitkorrekturverfahren und ein Zeitkorrekturprogramm, durch die eine Veränderung
der Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert wird, um die Zuverlässigkeit
der Zeit zu erhöhen, die für eine E-Signatur zu verwenden ist, und die
Zuverlässigkeit der Zeit garantiert werden kann, auch wenn die Vorrichtung
nicht immer mit einem Netz verbunden ist.
HINTERGRUNDTECHNIK
In den letzten Jahren ist einhergehend mit der sich entwickelnden
elektronischen Authentifizierungstechnik die E-Signatur zum Authentifizieren von
Verfassern und Verlegern elektronischer Dokumente verwendet worden. Bei der E-Signatur
werden Techniken wie Verschlüsselungscodes verwendet, und solche Verschlüsselungscodes
wahren die Zuverlässigkeit der E-Signatur. Die E-Signatur enthält die
nationale Standardzeit (nachfolgend "Standardzeit"), so dass versucht wird, die
Erstellungszeit und die Sendezeit von elektronischen Dokumenten zu authentifizieren.
Vorrichtungen, die eine E-Signatur ausführen, die die Zeit enthält,
werden im Allgemeinen als Zeitstempelvorrichtungen bezeichnet. Die Zeitstempelvorrichtungen
haben eine interne Uhr, die die Ortszeit zählt und eine Funkwelle empfängt,
die die Standardzeit enthält, um die Ortszeit zu korrigieren, um die Genauigkeit
der Zeit zu verbessern, die für die E-Signatur zu verwenden ist.
Wenn solch eine E-Signatur ausgeführt wird, die die Zeit enthält,
muss eine Differenz zwischen der Ortszeit der Zeitstempelvorrichtungen und der Standardzeit
herabgedrückt werden, um gleich einem vorbestimmten Wert oder kleiner als dieser
zu sein. Das heißt, wenn garantiert werden kann, dass die Differenz zwischen
der in der E-Signatur enthaltenen Zeit und der Standardzeit gleich dem vorbestimmten
Wert oder kleiner als dieser ist, kann die E-Signatur, die die Ortszeit enthält,
die Zeit bezüglich eines elektronischen Dokumentes authentifizieren, das mit
der E-Signatur zu versehen ist.
Ein Verfahren zum Herabdrücken der Differenz zwischen der Ortszeit
und der Standardzeit, um gleich dem vorbestimmten Wert oder kleiner als dieser zu
sein, enthält ein Verfahren, das dem einer sogenannten Wellenuhr ähnlich
ist, und auch ein Verfahren zum Verbinden mit einem Standardzeitverwaltungsserver,
der über ein Netz verbunden ist, um die Standardzeit von diesem Server zu erfassen.
Zum Beispiel offenbart das Patentdokument 1 ein Verfahren, bei dem ein Server, der
die Standardzeit verwaltet, die Standardzeit an eine Clientenvorrichtung sendet,
die immer mit diesem Server kommunizieren kann, und eine Garantieperiode für
die gesendete Standardzeit vorsieht, um eine Fehlbarkeit und eine Veränderung
einer internen Uhr in der Clientenvorrichtung zu detektieren.
- Patentdokument 1: Japanische offengelegte
Patentanmeldung Nr. 2002-229869
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
DURCH DIE ERFINDUNG ZU LÖSENDE PROBLEME
Die obige herkömmliche Zeitstempelvorrichtung kann jedoch die
Veränderung der Ortszeit durch einen böswilligen Nutzer nicht verhindern.
Zum Beispiel wird eine Funkwelle, die eine falsche Standardzeit enthält, anstelle
einer Funkwelle mit der wirklichen Standardzeit verwendet, so dass die Ortszeit
der Zeitstempelvorrichtung außerordentlich von der wirklichen Standardzeit
abweichen kann. Wenn solch eine Veränderung der Ortszeit erfolgt, kann die
Zeit bezüglich eines elektronischen Dokumentes nicht authentifiziert werden.
Selbst wenn eine Struktur vorgesehen ist, in der die Differenz zwischen
der Ortszeit der Zeitstempelvorrichtung und der in der Funkwelle enthaltenen Standardzeit
überwacht wird und, wenn die Differenz einen vorbestimmten Wert überschreitet,
bestimmt wird, dass eine Veränderung vorliegt, funktioniert solch eine Struktur
nicht, wenn eine Temperaturattacke, durch die die Zeitstempelvorrichtung erhitzt
oder abgekühlt wird, und eine Funkwellenattacke mittels einer falschen Funkwelle
gleichzeitig angewendet werden, wodurch die Veränderung der Ortszeit möglich
wird.
In solch einem System, wo die Ortszeit unter Verwendung der Funkwellenzeit
kompensiert wird, wird die Ortszeit durch die gebündelten Attacken einer falschen
Funkwelle und einer Temperatursteuerung verändert. Wenn solch ein Zeitkompensationssystem
in der Zeitstempelvorrichtung verwendet wird, kann deshalb die Zeit bezüglich
eines elektronischen Dokumentes, das eine E-Signatur erhalten soll, nicht garantiert
werden.
Da die Zeitstempelvorrichtungen selbst durch die Miniaturisierung
der verschiedensten Anordnungen miniaturisiert werden können, sind die Vorrichtungen
nicht immer mit Netzen wie etwa einem LAN verbunden, und deshalb können Formen wie
etwa Armbanduhren und Mobiltelefone unterstellt werden, die Nutzer einfach mit sich
tragen und bei Bedarf verwenden, so dass mit dem Bedarf des Nutzers an solch einer
Verwendungsform gerechnet wird.
Die Technik, die in dem Patentdokument 1 offenbart ist, betrifft die
Clientenvorrichtung, die immer mit einem Netz wie etwa einem LAN verbunden ist,
um eine Kommunikation mit dem Standardzeitverwaltungsserver zu ermöglichen,
die immer ein ist; aber diese Technik kann nicht auf die Zeitstempelvorrichtung
der obenerwähnten Verwendungsform angewendet werden.
Als Resultat ist eine Hauptaufgabe das Realisieren einer Zeitstempelvorrichtung,
die eine Veränderung der Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert,
um die Zuverlässigkeit der Zeit zu erhöhen, die zur E-Signatur zu verwenden
ist, und die nicht immer mit einem Netz verbunden sein muss.
Die Erfindung ist erdacht worden, um das Problem der herkömmlichen
Techniken zu lösen, und ihre Aufgabe ist das Vorsehen einer Zeitstempelvorrichtung,
eines Zeitkorrekturverfahrens und eines Zeitkorrekturprogramms, durch die eine Veränderung
der Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert wird, um die Zuverlässigkeit
der Zeit zu erhöhen, die zur E-Signatur zu verwenden ist, und die Zuverlässigkeit
der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung nicht immer mit
einem Netz verbunden ist.
MITTEL ZUR PROBLEMLÖSUNG
Um die obigen Probleme zu lösen und die obigen Ziele zu erreichen,
enthält eine Zeitstempelvorrichtung gemäß einem Aspekt der Erfindung,
die eine E-Signatur ausführt, die die Ortszeit enthält, die auf der Ortszeit
basiert, die von einer internen Uhr ausgegeben wird, eine Funkwellenzeiterfassungseinheit,
die eine Funkwelle empfängt, die eine Standardzeit enthält, um die Standardzeit
als Funkwellenzeit zu erfassen, eine Authentifizierungszeiterfassungseinheit, die
eine Authentifizierungszeit von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden
der Authentifizierungszeit erfasst, die mit der Standardzeit synchron ist, und eine
Zeitkorrektureinheit, die die Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit
auf der Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit korrigiert.
Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung erfasst die Authentifizierungszeiterfassungseinheit,
wenn die Anzahl der konsekutiven Male, dass ein Absolutwert einer Differenz zwischen
der Funkwellenzeit und der Ortszeit kleiner als eine erste Schwelle ist, eine vorbestimmte
Anzahl der Male ist oder wenn eine Periode, während der der Absolutwert kleiner
als die erste Schwelle ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat, die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die Zeitkorrektureinheit setzt die
Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst
wurde, als Ortszeit ein.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung erfasst die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit, wenn der Absolutwert der Differenz gleich
der ersten Schwelle oder größer als diese ist, die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die Zeitkorrektureinheit setzt die
Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst
wurde, als Ortszeit ein.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung erfasst die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung
periodisch, und die Zeitkorrektureinheit setzt die Authentifizierungszeit, die durch
die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wurde, als Ortszeit ein.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung erfasst die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit, wenn eine vorbestimmte Operation ausgeführt
wird, die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die
Zeitkorrektureinheit setzt die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit ein.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung setzt die
Zeitkorrektureinheit, wenn ein Absolutwert einer Differenz zwischen der Authentifizierungszeit,
die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wurde, und der Ortszeit
kleiner als eine zweite Schwelle ist, die Authentifizierungszeit als Ortszeit ein.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung korrigiert
die Zeitkorrektureinheit die Ortszeit nicht, wenn der Absolutwert der Differenz
zwischen der Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, und der Ortszeit gleich der zweiten Schwelle oder größer
als diese ist.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung hält
die Zeitkorrektureinheit das Hinzufügen der Ortszeit zu der E-Signatur an und
gibt eine Warnung aus, wenn die Anzahl der konsekutiven Male, dass der Absolutwert
der Differenz zwischen der Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, und der Ortszeit gleich der zweiten Schwelle oder größer
als diese ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder wenn eine Periode, während
der der Absolutwert gleich der zweiten Schwelle oder größer als diese
ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung enthält
ein Zeitkorrekturverfahren zum Korrigieren einer Differenz zwischen der Ortszeit,
die von einer internen Uhr ausgegeben wird, und der Standardzeit einen Funkwellenzeiterfassungsschritt
zum Empfangen einer Funkwelle, die die Standardzeit enthält, um die Standardzeit
als Funkwellenzeit zu erfassen, einen Authentifizierungszeiterfassungsschritt zum
Erfassen der Authentifizierungszeit von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum
Verkünden der Authentifizierungszeit, die mit der Standardzeit synchron ist,
wenn ein Authentifizierungsschlüssel präsentiert wird, und einen Zeitkorrekturschritt
zum Korrigieren der Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit auf der
Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit.
Gemäß noch einem anderen Aspekt der Erfindung enthält
ein Computerprogrammprodukt zur Zeitkorrektur mit einem computerlesbaren Medium
programmierte Instruktionen zum Korrigieren einer Differenz zwischen der Ortszeit,
die von einer internen Uhr ausgegeben wird, und der Standardzeit. Die Instruktionen,
wenn sie durch einen Computer ausgeführt werden, bewirken, dass der Computer
eine Funkwellenzeiterfassungsprozedur zum Empfangen einer Funkwelle vollzieht, die
eine Standardzeit enthält, um die Standardzeit als Funkwellenzeit zu erfassen,
eine Authentifizierungszeiterfassungsprozedur zum Erfassen der Authentifizierungszeit
von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden der Authentifizierungszeit,
die mit der Standardzeit synchron ist, wenn ein Authentifizierungsschlüssel
präsentiert wird, und eine Zeitkorrekturprozedur zum Korrigieren der Ortszeit
unter Verwendung der Authentifizierungszeit auf der Basis einer Differenz zwischen
der Funkwellenzeit und der Ortszeit.
EFFEKT DER ERFINDUNG
Gemäß der Erfindung wird eine Funkwelle empfangen, die die
Standardzeit enthält, so dass die Standardzeit als Funkwellenzeit erfasst wird;
wenn ein Authentifizierungsschlüssel präsentiert wird, wird die Authentifizierungszeit
von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden der Authentifizierungszeit
erfasst, die mit der Standardzeit synchron ist; und die Ortszeit wird unter Verwendung
der Authentifizierungszeit auf der Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit
und der Ortszeit korrigiert. Aus diesem Grund wird die Ortszeit unter Verwendung
der Funkwellenzeit und der Authentifizierungszeit eingestellt, so dass eine Veränderung
der Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert wird und die Zuverlässigkeit
der Zeit, die zur E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die Zuverlässigkeit
der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung nicht immer mit
einem Netz verbunden ist.
Wenn gemäß der Erfindung die Anzahl der konsekutiven Male,
dass ein Absolutwert der Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit
kleiner als eine erste Schwelle ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder
wenn die Periode, während der der Absolutwert kleiner als die erste Schwelle
ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat, erfasst die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die Zeitkorrektureinheit
setzt die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit ein. Aus diesem Grund wird die Veränderung der
Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert, so dass die Zuverlässigkeit
der Zeit, die zur E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die Zuverlässigkeit
der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung nicht immer mit
dem Netz verbunden ist.
Wenn gemäß der Erfindung der Absolutwert der Differenz gleich
der ersten Schwelle oder größer als diese ist, erfasst die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die Zeitkorrektureinheit
setzt die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit ein. Aus diesem Grund wird die Veränderung der
Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert, so dass die Zuverlässigkeit
der Zeit, die für die E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die
Zuverlässigkeit der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung
nicht immer mit dem Netz verbunden ist.
Gemäß der Erfindung erfasst die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung periodisch, und
die Zeitkorrektureinheit setzt die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit ein. Aus diesem Grund wird die Veränderung der
Zeit durch einen böswilligen Nutzer verhindert, so dass die Zuverlässigkeit
der Zeit, die für die E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die
Zuverlässigkeit der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung
nicht immer mit dem Netz verbunden ist.
Wenn gemäß der Erfindung eine vorbestimmte Operation ausgeführt
wird, erfasst die Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung, und die Zeitkorrektureinheit setzt die
Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst
wurde, als Ortszeit ein. Aus diesem Grund wird die Veränderung der Zeit durch
einen böswilligen Nutzer verhindert, so dass die Zuverlässigkeit der Zeit,
die für die E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die Zuverlässigkeit
der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Vorrichtung nicht immer mit
dem Netz verbunden ist.
Wenn gemäß der Erfindung ein Absolutwert einer Differenz
zwischen der Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, und der Ortszeit kleiner als eine zweite Schwelle ist, setzt die
Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit als Ortszeit ein. Aus diesem Grund
kann ein betrügerischer Akt zum Verzögern des Netzes effektiv detektiert
werden.
Wenn gemäß der Erfindung der Absolutwert der Differenz zwischen
der Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, und der Ortszeit gleich der zweiten Schwelle oder größer
als diese ist, korrigiert die Zeitkorrektureinheit die Ortszeit nicht. Aus diesem
Grund kann verhindert werden, dass eine Authentifizierungszeit eingefangen wird,
die einen Einfluss von einem betrügerischen Akt zum Verzögern des Netzes
enthält.
Wenn gemäß der Erfindung die Anzahl der konsekutiven Male,
dass der Absolutwert der Differenz zwischen der Authentifizierungszeit, die durch
die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wurde, und der Ortszeit gleich
der zweiten Schwelle oder größer als diese ist, eine vorbestimmte Anzahl
der Male ist oder wenn die Periode, während der der Absolutwert gleich der
zweiten Schwelle oder größer als diese ist, die Dauer einer vorbestimmten
Periode hat, hält die Zeitkorrektureinheit das Hinzufügen der Ortszeit
zu der E-Signatur an und gibt eine Warnung aus. Aus diesem Grund wird der Einfluss
eines betrügerischen Aktes zum Verzögern des Netzes eliminiert, so dass
die Zuverlässigkeit der Ortszeit garantiert werden kann.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist ein Diagramm, das einen Überblick über
eine Zeitstempelvorrichtung gemäß einer Ausführungsform zeigt;
2 ist ein Diagramm, das einen Überblick über
die Zeitkorrektur zeigt;
3-1 ist ein Diagramm, das ein Strukturbeispiel 1 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt;
3-2 ist ein Diagramm, das ein Strukturbeispiel 2 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt;
3-3 ist ein Diagramm, das ein Strukturbeispiel 3 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt;
4 ist ein Funktionsblockdiagramm, das eine Struktur
der Zeitstempelvorrichtung zeigt;
5 ist ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
eines Anfangsprozesses zeigt, bei dem die Funkwellenzeit nicht erfasst wird;
6 ist ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
eines Anfangsprozesses zeigt, bei dem die Funkwellenzeit erfasst wird;
7 ist ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
eines Zeitkorrekturprozesses zeigt;
8 ist ein Diagramm, das einen Überblick über
einen Verzögerungskompensationsprozess für die Authentifizierungszeit
zeigt;
9 ist ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
zur Verzögerungskompensation in einem Zeitverkündungsserver zeigt;
10 ist ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
für die Verzögerungskompensation in der Zeitstempelvorrichtung zeigt;
11 ist ein Diagramm, das einen Computer zeigt, der
ein Zeitkorrekturprogramm ausführt;
12 ist ein Diagramm, das einen Überblick über
eine herkömmliche Zeitstempelvorrichtung zeigt;
13 ist ein Diagramm, das eine interne Zeitveränderung
der herkömmlichen Zeitstempelvorrichtung zeigt; und
14 ist ein Diagramm, das eine Drift auf Grund eines
betrügerischen Aktes in der herkömmlichen Zeitstempelvorrichtung zeigt.
- 1
- Zeitstempelvorrichtung
- 2
- Standardfunkwellenempfangseinheit
- 3
- Oszillator
- 4
- Kommunikationsschnittstelleneinheit
- 5
- Anzeigeeinheit
- 6
- Eingabeeinheit
- 10
- Steuereinheit
- 11
- Funkwellenzeiterfassungseinheit
- 13
- Ortszeiterzeugungseinheit
- 14
- Authentifizierungszeitanforderungseinheit
- 15
- Authentifizierungszeiterfassungseinheit
- 16
- Zeitkorrektureinheit
- 17
- Zeitstempelverarbeitungseinheit
- 20
- Speichereinheit
- 21
- Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit
- 30
- Zeitstempelvorrichtung (Computer)
- 31
- Standardfunkwellenempfangseinheit
- 32
- Oszillator
- 33
- Kommunikationsschnittstelleneinheit
- 34
- Anzeigeeinheit
- 35
- Eingabeeinheit
- 36
- Flüchtiger RAM
- 36a
- Authentifizierungsschlüssel
- 37
- ROM
- 37a
- Zeitkorrekturprogramm
- 38
- CPU
- 38a
- Zeitkorrekturprozess
- 39
- Bus
- 51
- Anforderungsmitteilung
- 52
- Antwortmitteilung
- 101
- Zeitverkündungsserver
BESTER MODUS ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
Eine Zeitstempelvorrichtung, ein Zeitkorrekturverfahren und ein Zeitkorrekturprogramm
gemäß einer exemplarischen Ausführungsform der Erfindung werden unten
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben. Die folgende
Ausführungsform beschreibt, wenn ein Zeitkorrekturprozess der Erfindung auf
die Zeitstempelvorrichtung angewendet wird. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsform
begrenzt.
AUSFÜHRUNGSFORM
Eine Zeitstempelvorrichtung, auf die ein Zeitkorrekturprozess als
charakteristischer Teil dieser Ausführungsform angewendet wird, wird unten
unter Bezugnahme auf 1 bis 3-3
und 12 bis 14 beschrieben.
1 bis 3-3 sind Diagramme
bezüglich der Zeitstempelvorrichtung dieser Ausführungsform, und
12 bis 14 sind Diagramme
bezüglich einer herkömmlichen Zeitstempelvorrichtung.
Zuerst wird ein Überblick über die herkömmliche Zeitstempelvorrichtung
unter Bezugnahme auf 12 beschrieben. 12
ist ein Diagramm, das den Überblick über die herkömmliche Zeitstempelvorrichtung
zeigt. Die Zeitstempelvorrichtung ist eine Vorrichtung, die eine E-Signatur, die
die Zeit enthält, an elektronischen Daten wie etwa elektronischen Dokumenten
ausführt. In den letzten Jahren werden elektronische Dokumente im Allgemeinen
über Netze gesendet oder empfangen, und der Geschäftszweig, in dem die
Erstellungszeit und die Sendezeit der elektronischen Dokumente authentifiziert wird
(der sogenannte "Zeitgeschäftszweig"), erreicht ein kritisches Volumen.
Wenn eine E-Signatur zu Dokumentdaten wie beispielsweise zu medizinischen
elektronischen Dokumenten, die medizinische Diagramme und Sterbescheine enthalten,
und elektronischen Buchhaltungs- und Steuerdokumenten, die Umsatzbelege und Quittungen
enthalten, sowie zu Bilddaten und Videodaten unter Verwendung der Zeitstempelvorrichtung
hinzugefügt wird, können die Erstellungszeit und -stunde und das Sendedatum
und die Sendestunde von elektronischen Daten authentifiziert werden. Wenn ferner
die Zeitstempelvorrichtung in einer Digitalkamera oder einer digitalen Videokamera
eingebaut ist, kann der Anwendungsumfang des Zeitgeschäftszweiges auch auf
Gebiete ausgedehnt werden, die das Aufzeichnen von Datum und Uhrzeit erfordern.
Wenn solch ein Zeitgeschäftszweig aufgebaut wird, ist die Verwaltung
der Zeit, die in der E-Signatur enthalten ist, sehr wichtig. Das heißt, dass
es nicht nur auf die Genauigkeit der Zeit ankommt, sondern es muss auch die Struktur
eingerichtet werden, die keine Veränderung der Zeit durch böswillige Nutzer
zulässt. Da zum Beispiel mit böswilligen Nutzern gerechnet wird, die die
Zeit verändern, die zu medizinischen Diagrammen hinzugefügt wird, um medizinische
Unglücksfälle zu vertuschen, oder auch das Datum von Patenterfindungen
verändern, ist es erforderlich, die Veränderung der Zeit durch diese Nutzer
zu verhindern.
Bei einer Form des Zeitgeschäftszweiges sind die Zeiten von Anlagen
und Vorrichtungen, die zuverlässige Zeiten verkünden, mit den Zeiten von
vielen Zeitstempelvorrichtungen synchron, die die durch diese Anlagen und Vorrichtungen
verkündete Zeit empfangen. Die Anlagen und Vorrichtungen, die zuverlässige
Zeiten verkünden, enthalten Standardwellensendestationen und Satelliten, die
Funkwellen senden, die die Standardzeit enthalten, sowie Zeitverkündungsserver,
die mit dem Internet verbunden sind und die Standardzeit gemäß der Präsentation
von Authentifizierungsschlüsseln liefern.
Firmen, die die Zeitstempelvorrichtungen produzieren und verkaufen,
um den Zeitgeschäftszweig zu entwickeln, müssen garantieren, dass eine
Differenz zwischen der "Zeit" einer E-Signatur mit der Zeit, die durch die verkauften
Zeitstempelvorrichtungen ausgeführt wird, und der Standardzeit gleich einem
vorbestimmten Wert oder kleiner als dieser ist. Solch eine Zeitgarantie verwirklicht
den Zeitgeschäftszweig.
Es wird jedoch angenommen, dass manche Leute, die an der Verteilung
der Zeitstempelvorrichtungen beteiligt sind und die Zeitstempelvorrichtungen kaufen,
böswillige Nutzer sind, die die Zeit der Zeitstempelvorrichtungen verändern
und eine E-Signatur ausführen, die eine falsche Zeit enthält. Wenn solch
eine Zeitveränderung zugelassen wird, kann die Zeit nicht garantiert werden,
und somit wird der Zeitgeschäftszweig nicht verwirklicht.
Die herkömmliche Zeitstempelvorrichtung, die in 12
gezeigt ist, enthält eine interne Uhr, und die Zeit, die durch die interne
Uhr gezählt wird, wird durch die Funkwellenzeit (TW) kompensiert,
die in der Standardfunkwelle enthalten ist, die von einer Standardfunkwellensendestation
zu senden ist. Der Signaturprozess, der die Zeit enthält, wird durch die kompensierte
interne Uhr ausgeführt. Diese Zeitstempelvorrichtung ist mit der Funktion einer
sogenannten "Wellenuhr" versehen, und die Genauigkeit der Zeit wird gewahrt, solange
gutwillige Nutzer die Vorrichtung verwenden.
Sobald die herkömmliche Zeitstempelvorrichtung jedoch in die
Hände eines böswilligen Nutzers gelangt, ist die Zeitveränderung
möglich. Die Zeitveränderung wird unter Bezugnahme auf 13
beschrieben. 13 ist ein Diagramm, das die Veränderung
der internen Zeit in der herkömmlichen Zeitstempelvorrichtung zeigt.
Wie in 13 gezeigt, stellt ein böswilliger
Nutzer die Zeitstempelvorrichtung an einen Ort, wie beispielsweise in einen Keller,
wo Standardfunkwellen nicht hineindringen, und sendet die Zeit, die von der Standardzeit
abweicht, unter Verwendung einer Funkwelle (einer falschen Funkwelle) vom selben
Typ wie die Standardfunkwelle. Da die Zeitstempelvorrichtung, die die falsche Funkwelle
empfängt, die Ortszeit, die durch die interne Uhr gezählt wird, auf der
Basis der falschen Funkwelle kompensiert, weicht die Ortszeit von der wirklichen
Zeit ab.
In der Zeitstempelvorrichtung, die eine Kompensation unter Verwendung
der Funkwellenzeit vornimmt, wird zum Verhindern solch eines betrügerischen
Aktes, wenn die Differenz zwischen der Ortszeit und der Funkwellenzeit einen vorbestimmten
Wert (&egr;) überschreitet, eine Verhinderungsmaßnahme häufig auf
solch eine Weise getroffen, dass die Kompensation unter Verwendung der Funkwellenzeit
angehalten wird und die Ortszeit direkt verwendet wird. Wenn jedoch eine Temperatursteuerung
erfolgt, die mit der falschen Funkwelle gebündelt wird, wird diese Verhinderungsmaßnahme
unterdrückt.
Im Allgemeinen wird ein Kristalloszillator oder TCXO (temperaturkompensierter
Kristalloszillator), der bezüglich einer Temperaturänderung durch Hinzufügen
einer Temperaturkompensationsschaltung zu dem Kristalloszillator stabilisiert ist,
für die Vorrichtungen verwendet, die die interne Uhr haben. Der TCXO ist besonders
für die Zeitstempelvorrichtungen geeignet, die verteilt werden und an vielfältigen
Orten verwendet werden. Diese Oszillatoren haben solche Temperaturcharakteristiken,
dass dann, wenn ein Fehler (obere Richtung ist positiv) längs einer vertikalen
Achse verzeichnet wird und eine Temperaturänderung längs einer horizontalen
Richtung verzeichnet wird, eine Quadratkurve erhalten wird, deren oberer Teil generell
ansteigt.
Deshalb wird, wenn die Zeitstempelvorrichtungen, die diese Oszillatoren
enthalten, erhitzt oder abgekühlt werden, die interne Uhr langsam. Im Falle
des TCXO wird solch eine Steuerung vorgenommen, dass der Fehler innerhalb eines
Temperaturbereiches, in dem die Temperaturkompensationsschaltung arbeitet, ungefähr
Null wird; aber wenn die Temperatur den Temperaturbereich überschreitet, wird
ein Fehler erzeugt, der eine abrupte Zeitverzögerung bewirkt.
Wenn solch eine Temperaturattacke mit einer Attacke mittels einer
falschen Funkwelle gebündelt wird, kann die Differenz zwischen der Ortszeit
und der Funkwellenzeit (Funkwellenzeit, die auf der falschen Funkwelle basiert)
in den Bereich des vorbestimmten Wertes (&egr;) hinabgedrückt werden. Aus
diesem Grund wird zugelassen, dass die Ortszeit von der Standardzeit außerordentlich
abweicht (nachfolgend als "Drift durch den betrügerischen Akt" bezeichnet).
Die Drift durch den betrügerischen Akt wird unter Bezugnahme auf
14 beschrieben. 14 ist
ein Diagramm, das die Drift durch den betrügerischen Akt in der herkömmlichen
Zeitstempelvorrichtung zeigt.
Wenn der betrügerische Akt nicht ausgeführt wird, wie in
14 gezeigt, wird der Fehler zwischen der Ortszeit und
der Standardzeit (der wirklichen Zeit) durch die Verhinderungsmaßnahme in einen
Bereich zwischen –&egr; und +&egr; hinabgedrückt, wobei der vorbestimmte
Wert (&egr;) eine Schwelle ist. Andererseits wird, wenn die Temperaturattacke
mit der Attacke der falschen Funkwelle gebündelt wird, die Differenz zwischen
der Ortszeit und der Zeit, die in der falschen Funkwelle enthalten ist, zwar in
den Bereich zwischen –&egr; und +&egr; hinabgedrückt, aber die Ortszeit
weicht von der wirklichen Zeit außerordentlich ab.
In der herkömmlichen Zeitstempelvorrichtung reicht die Verhinderungsmaßnahme
gegen die Veränderung der Zeit durch böswillige Nutzer nicht aus, und
die Zeitauthentifizierung oder die Zeitgarantie, die die Aufgabe der Zeitstempelvorrichtung
ist, kann nicht gewährt werden. Deshalb sieht die Zeitstempelvorrichtung, die
den Zeitkorrekturprozess der Erfindung enthält, die Struktur zum Verhindern
solch einer Veränderung der Zeit vor.
Ein Überblick über die Zeitstempelvorrichtung gemäß
dieser Ausführungsform wird unten unter Bezugnahme auf 1
gegeben. 1 ist ein Diagramm, das einen Überblick
über die Zeitstempelvorrichtung gemäß dieser Ausführungsform
zeigt. Wie in 1 gezeigt, erfasst die Zeitstempelvorrichtung
der Ausführungsform die Funkwellenzeit und auch die Authentifizierungszeit
(TN) von einem Zeitverkündungsserver über ein Netz und verwendet
die Authentifizierungszeit, um die durch die interne Uhr gezählte Ortszeit
zu korrigieren.
Der Zeitverkündungsserver ist eine Vorrichtung, die eine durch
den Server verwaltete Standardzeit liefert, wenn ein Authentifizierungsschlüssel
präsentiert wird, und ist mit einem Netz wie etwa dem Internet
verbunden, um die Standardzeit mit hoher Zuverlässigkeit über das Netz
zu liefern. Diese Ausführungsform beschreibt, wenn die Zeitstempelvorrichtung
die Standardzeit (TN) von dem Zeitverkündungsserver erfasst. Eine
Zeitverkündungsvorrichtung, die die Standardzeit verkündet, ist mit einem
Server ohne die Standardzeitverkündungsfunktion verbunden und kann die Standardzeit
(TN) über den Server erfassen oder kann die Standardzeit (TN)
von der Zeitverkündungsvorrichtung erfassen, die direkt mit dem Netz verbunden
ist.
In der Zeitstempelvorrichtung dieser Ausführungsform wird die
Funkwellenzeit verwendet, um die Erfassung der Authentifizierungszeit (TN)
von dem Zeitverkündungsserver zu triggern. Speziell wird eine Differenz zwischen
der Ortszeit und der Funkwellenzeit überwacht, und die Authentifizierungszeit
wird von dem Zeitverkündungsserver auf der Basis der Differenz erfasst, so
dass die Ortszeit korrigiert wird.
Die Zeitkorrektur unter Verwendung der Authentifizierungszeit wird
unten unter Bezugnahme auf 2 eingehender beschrieben.
2 ist ein Diagramm, das einen Überblick über
die Zeitkorrektur zeigt. 2 entspricht 14,
die die herkömmliche Zeitstempelvorrichtung betrifft. TN' in der
Zeichnung bezeichnet die Ortszeit der Zeitstempelvorrichtung.
Wie in 2 gezeigt, ist in der Zeitstempelvorrichtung
der Ausführungsform eine Schwelle (&sgr;) zur Zeitgarantie festgelegt, und
eine Differenz zwischen der Ortszeit und der wirklichen Zeit wird gesteuert, um
in einen Bereich der Schwelle (&sgr;) zu fallen. Wenn eine vorbestimmte Bedingung
erfüllt ist, wird mit der Authentifizierungszeit (TN), die von dem
Zeitverkündungsserver erfasst wird, eine Korrektur vorgenommen, um als Ortszeit
(TN') eingesetzt zu werden, so dass die Differenz zwischen der Ortszeit
und der Standardzeit gesteuert wird, um in den Bereich der Schwelle (&sgr;) hinabgedrückt
zu werden.
Speziell überwacht die Zeitstempelvorrichtung dieser Ausführungsform
die Differenz zwischen der Ortszeit (TN') und der Funkwellenzeit (TW).
Wenn die Periode, während der der Absolutwert der Differenz (|TW
– TN'|) kleiner als die vorbestimmte Schwelle (&egr;) ist, eine
vorbestimmte Zeit dauert, wird die Zeitstempelvorrichtung mit dem Zeitverkündungsserver
verbunden, um die Authentifizierungszeit (TN) zu erfassen. Die Zeitstempelvorrichtung
führt dann eine Korrektur aus, um die erfasste Authentifizierungszeit (TN)
als Ortszeit (TN') einzusetzen. Das heißt, in diesem Fall wird bestimmt,
dass möglicherweise die gebündelte Attacke ausgeführt wird. Als vorbestimmte
Periode werden sieben Tage oder dergleichen verwendet. Wenn nicht die Periode, sondern
die Anzahl der verschiedenen Male überwacht wird, beträgt die Anzahl der
Male sieben (bei einmaligem Funkwellenempfang pro Tag). Wenn die Periode verwendet
wird, kann ein Zeitgeber verwendet werden, der sich auf die Ortszeit bezieht, und
wenn die Anzahl der Male verwendet wird, kann ein Zähler verwendet werden,
der die Anzahl der Male zählt.
Wenn der Absolutwert (|TW – TN'|) gleich
der vorbestimmten Schwelle (&egr;) oder größer als diese ist, wird die
Zeitstempelvorrichtung mit dem Zeitverkündungsserver verbunden, um die Authentifizierungszeit
(TN) zu erfassen, und sie führt eine Korrektur aus, um die erfasste
Authentifizierungszeit (TN) als Ortszeit (TN') einzusetzen.
Das heißt, in diesem Fall wird bestimmt, dass möglicherweise eine Temperaturattacke
oder die Attacke mit einer falschen Funkwelle erfolgt.
In der Zeitstempelvorrichtung dieser Ausführungsform wird die
Ortszeit (TN') nicht kompensiert, um mit der Funkwellenzeit (TW)
übereinzustimmen, sondern die Differenz zwischen der Funkwellenzeit (TW)
und der Ortszeit (TN') wird als Trigger zur Erfassung der Authentifizierungszeit
(TN) verwendet, und die Authentifizierungszeit (TN) wird verwendet,
um die Ortszeit (TN') zu korrigieren. Deshalb kann die Ortszeit (TN')
auch durch die gebündelte Attacke von Temperatur und falscher Funkwelle nicht
verändert werden, und somit kann die Zuverlässigkeit der Ortszeit (TN')
verbessert werden. Da ein Nutzer die Zeitstempelvorrichtung mit dem Zeitverkündungsserver
über das Netz verbinden kann, falls es sich erforderlich macht, muss die Zeitstempelvorrichtung
nicht immer mit dem Netz verbunden sein.
Strukturbeispiele für die Zeitstempelvorrichtung in dieser Ausführungsform
werden unter Bezugnahme auf 3-1 bis 3-3
beschrieben. Bei diesen Strukturbeispielen werden tragbare Zeitstempelvorrichtungen
angenommen; aber sie können auch vom stationären Typ sein.
3-1 ist ein Diagramm, das das Strukturbeispiel 1 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt. Bei der in 3-1 gezeigten
Struktur ist die Zeitstempelvorrichtung mit einem USB-(Universal Serial Bus)-Anschluss
eines Personalcomputers oder dergleichen verbunden, der mit dem Internet verbunden
ist, um verwendet zu werden. Die Zeitstempelvorrichtung empfängt ein elektronisches
Dokument, an dem eine E-Signatur vorzunehmen ist, von dem Personalcomputer und fügt
die Ortszeit (TN') der Zeitstempelvorrichtung und die E-Signatur, die
die Zeit enthält, zu dem elektronischen Dokument unter Verwendung eines Authentifizierungsschlüssels
hinzu, um das elektronische Dokument, an dem die E-Signatur vorgenommen wurde, an
den Personalcomputer zu senden.
Wenn die Zeitstempelvorrichtung die Zeitkorrektur ausführt, ist
sie über den Personalcomputer und das Internet mit dem Zeitverkündungsserver
verbunden, um die Authentifizierungszeit (TN) zu erfassen.
Für solch eine Zeitstempelvorrichtung werden Formen von Armbanduhren und Mobiltelefonen
angenommen, die von Nutzern mit sich getragen und verwendet werden können,
wenn es erforderlich ist.
3-2 ist ein Diagramm, das das Strukturbeispiel 2 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt. Bei dem in 3-2 gezeigten
Strukturbeispiel ist die Vorrichtung mit dem USB-Anschluss eines Personalcomputers
verbunden, der mit dem Internet verbunden ist, um ähnlich wie bei dem in
3-1 gezeigten Beispiel verwendet zu werden. Ein Unterschied
gegenüber 3-1 ist der, dass ein Programm, das
in den Personalcomputer installiert ist, die E-Signatur-Funktion hat.
Wenn bei diesem Strukturbeispiel eine E-Signatur erforderlich ist,
sendet der Personalcomputer über den USB-Anschluss eine Authentifizierungsanforderungsmitteilung
an die Zeitstempelvorrichtung. Die Zeitstempelvorrichtung, die diese Mitteilung
empfangen hat, sendet die Ortszeit und einen Authentifizierungsschlüssel an
den Personalcomputer zurück. Der Personalcomputer fügt die E-Signatur
zu einem zu authentifizierenden Dokument gemäß seiner eigenen Signaturfunktion
hinzu.
Wie im Fall von 3-1 wird, wenn die Zeitstempelvorrichtung
die Zeit korrigiert, die Vorrichtung mit dem Zeitverkündungsserver über
den Personalcomputer und das Internet verbunden, um die Authentifizierungszeit (TN)
zu erfassen, und wird die Verwendungsform angenommen, bei der die Vorrichtung wie
etwa eine Armbanduhr oder ein Mobiltelefon von einem Nutzer einfach mit sich getragen
und bei Bedarf verwendet wird.
3-3 ist ein Diagramm, das das Strukturbeispiel 3 für
die Zeitstempelvorrichtung zeigt. Bei dem in 3-3 gezeigten
Strukturbeispiel ist die Zeitstempelvorrichtung direkt mit einem Netz wie etwa dem
Internet verbunden. Wenn die Vorrichtung ein elektronisches Dokument empfängt,
an dem eine E-Signatur vorzunehmen ist, fügt die Vorrichtung die E-Signatur
zu dem elektronischen Dokument unter Verwendung der Ortszeit (TN') und
des Authentifizierungsschlüssels hinzu, um das elektronische Dokument auszugeben,
an dem die E-Signatur vorgenommen worden ist. 3-3 zeigt
den Fall, wenn die Zeitstempelvorrichtung das Dokument, an dem eine E-Signatur vorzunehmen
ist, von außerhalb empfängt; aber die Zeitstempelvorrichtung kann das
Dokument, an dem eine E-Signatur vorzunehmen ist, auch in einem internen Speicher
oder dergleichen enthalten.
Wenn die Zeitstempelvorrichtung die Zeit korrigiert, wird die Vorrichtung
über den Personalcomputer und das Internet mit dem Zeitverkündungsserver
verbunden, um die Authentifizierungszeit (TN) zu erfassen. Ähnlich
wie im Fall von 3-1 und 3-2
wird die Verwendungsform angenommen, bei der die Zeitstempelvorrichtung wie etwa
eine Armbanduhr oder ein Mobiltelefon von einem Nutzer einfach mit sich getragen
und bei Bedarf verwendet wird.
Die Strukturbeispiele der Zeitstempelvorrichtungen, die in
3-1 bis 3-3 gezeigt sind,
stellen den Fall dar, wenn Daten, an denen eine E-Signatur vorzunehmen ist, Dokumentdaten
sind; jedoch sind diese nicht auf Dokumentdaten beschränkt, und elektronische
Daten wie etwa Bilddaten und Videodaten können Daten sein, an denen eine E-Signatur
vorzunehmen ist. Ferner wird die Zeitstempelvorrichtung in solch eine Vorrichtung
wie beispielsweise eine Digitalkamera installiert, so dass die E-Signatur, die die
Zeit enthält, jedes Mal bei der Aufnahme eines Bildes ausgeführt werden
kann.
Eine Struktur der Zeitstempelvorrichtung 1 einschließlich
des Zeitkorrekturprozesses als charakteristischer Abschnitt dieser Ausführungsform
wird unten unter Bezugnahme auf 4 beschrieben.
4 ist ein Funktionsblockdiagramm, das die Struktur
der Zeitstempelvorrichtung 1 zeigt. Die in 4
gezeigte Struktur stellt den Fall dar, wenn die Zeitstempelvorrichtung
1 die in 3-1 gezeigte Struktur hat.
Die Zeitstempelvorrichtung 1 enthält, wie in der Zeichnung
gezeigt, verschiedenartige Anordnungen, wie beispielsweise eine Standardfunkwellenempfangseinheit
2, einen Oszillator 3, eine Kommunikationsschnittstelleneinheit
4, eine Anzeigeeinheit 5, eine Eingabeeinheit 6, eine
Steuereinheit 10 und eine Speichereinheit 20.
Die Steuereinheit 10 enthält eine Funkwellenzeiterfassungseinheit
11, eine Ortszeiterzeugungseinheit 13, eine Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14, eine Authentifizierungszeiterfassungseinheit 15, eine Zeitkorrektureinheit
16 und eine Zeitstempelverarbeitungseinheit 17. Die Speichereinheit
20 enthält eine Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit
21.
Die Standardfunkwellenempfangseinheit 2 empfängt eine
Standardfunkwelle von einer Standardfunkwellensendestation oder einem Satelliten
und sendet die Funkwellenzeit (TW), die mit der nationalen Standardzeit
synchron ist, an die Steuereinheit 10. Die Standardfunkwelle, die von der
Standardfunkwellensendestation gesendet wird, enthält zum Beispiel Zeitinformationen
wie die Stunde, Minute, Sekunde, die Gesamttage seit dem ersten des Jahres, das
Jahr (die letzten zwei Stellen des Kalenderjahres) und einen Wochentag. Die Zeit,
zu der die Standardfunkwellenempfangseinheit 2 die Standardfunkwelle
empfängt, kann auf einen beliebigen Wert festgelegt sein, und daher kann die
Zeit so spezifiziert sein, dass die Funkwellen um 7:00 und 19:00 empfangen werden,
oder der Empfangsprozess kann durch Bedienung durch einen Nutzer zwingend ausgeführt
werden.
Der Oszillator 3 ist eine Anordnung wie zum Beispiel ein
Kristalloszillator, der die Ortszeit zählt, und liefert einen Oszillationsimpuls
an die Steuereinheit 10. Da die Zeitstempelvorrichtung 1 in den
verschiedensten Temperaturumgebungen verwendet wird und die Temperaturattacke angenommen
wird, ist es wünschenswert, wenn der Oszillator 3 eine stabile Zeitzählgenauigkeit
in einem breiten Temperaturbereich wie etwa ein TCXO (temperaturkompensierter Kristalloszillator)
aufweist.
Die Kommunikationsschnittstelleneinheit 4 ist eine Anordnung,
die eine bidirektionale Kommunikation ermöglicht, wie beispielsweise USB-Anschlüsse
und LAN-Platten, und sendet/empfängt Daten zwischen der Zeitstempelvorrichtung
1 und dem Personalcomputer, um diese Daten mit der Steuereinheit
10 auszutauschen. Die Daten werden über die Kommunikationsschnittstelleneinheit
4 zu/von dem Zeitverkündungsserver gesendet bzw. empfangen.
Die Anzeigeeinheit 5 ist eine Anzeigeanordnung wie etwa eine
Flüssigkristallanzeige, und sie wird verwendet, um Warninformationen und Fehlerinformationen
von der Steuereinheit 10 und den jeweiligen Anordnungen sowie die Ortszeit
anzuzeigen. Ferner ist die Eingabeeinheit 6 eine Anordnung wie etwa ein
Energiedruckknopf, und sie wird für die verschiedensten Operationen wie beispielsweise
das EIN/AUS-Schalten der Zeitstempelvorrichtung 1 verwendet und schickt
das Resultat der Operation an die Steuereinheit 10.
Die Steuereinheit 10 erzeugt die Ortszeit und nimmt entsprechend
eine Zeitkompensation unter Verwendung der Standardfunkwelle und eine Zeitkorrektur
unter Verwendung von Authentifizierungszeiten vor, um die Differenz zwischen der
Ortszeit und der wirklichen Zeit auf einen vorbestimmten Wert oder weniger herabzudrücken
und den E-Signatur-Prozess unter Verwendung dieser Ortszeit auszuführen.
Die Funkwellenzeiterfassungseinheit 11 ist eine Verarbeitungseinheit,
die die Funkwellenzeit (TW) von der Standardfunkwellenempfangseinheit
2 empfängt und sie an die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 sendet. Die Funkwellenzeit (TW), die durch die Funkwellenzeiterfassungseinheit
11 erfasst wird, wird als Bestimmungselement verwendet, wenn die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 den Zeitverkündungsserver auffordert, die Authentifizierungszeit
zu verkünden.
Die Ortszeiterzeugungseinheit 13 ist eine Verarbeitungseinheit,
die einen Impuls empfängt, der von dem Oszillator 3 ausgegeben wird,
und erzeugt die Ortszeit (TN') auf der Basis dieses Impulses. Die Ortszeit
(TN') wird dem Zeitkorrekturprozess unter Verwendung der Authentifizierungszeit
(TN) mittels der Zeitkorrektureinheit 16 unterzogen. Die Ortszeiterzeugungseinheit
13 schickt die erzeugte Ortszeit (TN') an die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 und die Zeitstempelverarbeitungseinheit 17.
Die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 ist eine
Verarbeitungseinheit, die die Ortszeit (TN'), die durch die Ortszeiterzeugungseinheit
13 erzeugt wird, und einen Authentifizierungsschlüssel, der in der
Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit 21 gespeichert ist, verwendet,
um den Zeitverkündungsserver im Netz aufzufordern, die Authentifizierungszeit
zu einer vorbestimmten Zeit zu verkünden. Wenn das Verkünden der Authentifizierungszeit
angefordert wird, wird ferner eine Anforderungsmitteilung, die die Ortszeit (TN')
enthält, durch den Authentifizierungsschlüssel verschlüsselt, um
sie an die Kommunikationsschnittstelleneinheit 4 zu senden.
Die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 fordert
die Verkündung der Authentifizierungszeit durch eine Nutzeroperation zwingend
an und bestimmt, ob die Verbindung zu dem Zeitverkündungsserver nötig
ist, auf der Basis der Funkwellenzeit (TW), die durch die Funkwellenzeiterfassungseinheit
11 erfasst wurde. Wenn die Verbindung nötig ist, fordert die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 den Verkündungsserver zum Verkünden der Authentifizierungszeit
auf.
Speziell wird ein Absolutwert (|TW – TN'|)
der Differenz zwischen der Funkwellenzeit (TW) und der Ortszeit (TN')
berechnet, und der Absolutwert wird mit einer vorbestimmten Schwelle (&egr;) verglichen.
Wenn die Periode, während der der Absolutwert kleiner als die Schwelle (&egr;)
ist (|TW – TN'| < &egr;), eine vorbestimmte Zeit
dauert, wird der Zeitverkündungsserver zum Verkünden der Authentifizierungszeit
aufgefordert. Wenn der Absolutwert (|TW – TN'|) gleich
der Schwelle (&egr;) oder größer als diese ist (|TN –
TN'| ≥ &egr;), wird der Zeitverkündungsserver zum Verkünden
der Authentifizierungszeit aufgefordert.
Zum Beispiel wird beschrieben, dass dann, wenn die Periode von "|TW
– TN' < &egr;" sieben Tage dauert, der Zeitverkündungsserver
aufgefordert wird, die Authentifizierungszeit zu verkünden. Wenn &egr; 0,5
Sekunden beträgt und die Funkwellenzeit (TW) einmal am Tag erfasst
wird, kann die Ortszeit (TN') durch die Authentifizierungszeit (TN)
innerhalb eines Fehlerbereiches von maximal 3,5 Sekunden (7 × 0,5) bezüglich
der wirklichen Zeit korrigiert werden.
Hier wird beschrieben, wenn die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 mit dem Zeitverkündungsserver auf der Basis der Differenz zwischen
der Funkwellenzeit (TW) und der Ortszeit (TN') verbunden wird.
Die Notwendigkeit der Verbindung mit dem Zeitverkündungsserver kann jedoch
an der Anzeigeeinheit 5 angezeigt werden, um dem Nutzer mitgeteilt zu werden,
so dass die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 mit dem Zeitverkündungsserver
durch eine Nutzeroperation verbunden werden kann. In diesem Fall wird der Zeitstempelprozess
(E-Signatur mit Zeitprozess) angehalten, bis die Authentifizierungszeit (TN)
von dem Zeitverkündungsserver erfasst ist.
Genauer gesagt, wenn der Nutzer eine Operation zur "zwingenden Authentifizierungszeiterfassung"
(ein entsprechender Druckknopf wird niedergedrückt) über die Eingabeeinheit
6 zu einer beliebigen Zeit ausführt, fordert die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 den Zeitverkündungsserver im Netz auf, die Authentifizierungszeit
zu verkünden. In diesem Fall können solche Informationen wie "die Anzahl
der Male oder die Periode, dass |TN – TN'| < &egr;
andauert" oder "die Anzahl der Male oder die Periode, dass |TW –
TN'| ≥ &egr; andauert" an der Anzeigeeinheit 5 angezeigt
werden, um den Nutzer dazu zu drängen, die Operation auszuführen.
Die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 kann den
Zeitverkündungsserver auf der Basis der Ortszeit (TN'), die durch
die Ortszeiterzeugungseinheit 13 erzeugt wird, auffordern, die Authentifizierungszeit
zu verkünden, ohne durch die Nutzeroperation getriggert zu werden. Wenn die
Differenz zwischen der Standardzeit und der Ortszeit zum Beispiel in den Bereich
von 45 Sekunden herabgedrückt werden soll, kann dann, falls die Zeitdifferenz
pro Tag maximal 0,5 Sekunden ausmacht, der Zeitverkündungsserver in einem Intervall
von einmal in 90 Tagen aufgefordert werden, die Authentifizierungszeit zu verkünden.
Die Authentifizierungszeiterfassungseinheit 15 ist eine Verarbeitungseinheit,
die die Authentifizierungszeit (TN) empfängt, die von dem Zeitverkündungsserver
als Antwort auf die Anforderung von der Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 über die Kommunikationsschnittstelleneinheit 4 gesendet
wird, und sendet die empfangene Authentifizierungszeit (TN) an die Zeitkorrektureinheit
16. Die Authentifizierungszeiterfassungseinheit 15 decodiert die
verschlüsselte Authentifizierungszeit (TN) unter Verwendung des
Authentifizierungsschlüssels, der in der Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit
21 gespeichert ist.
Die Zeitkorrektureinheit 16 ist eine Verarbeitungseinheit,
die die Authentifizierungszeit (TN) verwendet, die von der Authentifizierungszeiterfassungseinheit
15 empfangen wird, um die Ortszeit (TN') zu korrigieren, die
durch die Ortszeiterzeugungseinheit 13 erzeugt wird. Die Zeiteinstellung
auf der Basis der Authentifizierungszeit wird aus den folgenden Gründen als
"Korrektur" bezeichnet.
Da mit Funkwellenzeit ursprünglich die Standardzeit gemeint ist
und sie auf Grund einer Funkwelle kaum verzögert ist, ist diese als Zeit geeignet,
auf der die Ortszeit basiert. Wie unter Bezugnahme auf 2
beschrieben, kann jedoch dadurch, dass die Funkwellenzeit möglicherweise einem
betrügerischen Akt auf Grund einer falschen Funkwelle unterliegt, der Funkwellenzeit
nicht absolut vertraut werden.
Da andererseits der Authentifizierungsschlüssel zum Erfassen
der Authentifizierungszeit erforderlich ist, hat die Authentifizierungszeit eine
höhere Zuverlässigkeit als die Funkwellenzeit. Um diese Zeiteinstellungen
zu unterscheiden, wird deshalb die Zeiteinstellung auf der Basis der Funkwellenzeit
"Kompensation" genannt und wird die Zeiteinstellung auf der Basis der Authentifizierungszeit
mit höherer Zuverlässigkeit "Korrektur" genannt.
Die Zeitstempelverarbeitungseinheit 17 ist eine Verarbeitungseinheit,
die eine E-Signatur, die die Zeit enthält, an einem elektronischen Dokument
unter Verwendung der Ortszeit, die durch die Ortszeiterzeugungseinheit
13 erzeugt wird und durch die Zeitkorrektureinheit 16 korrigiert
wird, und des Authentifizierungsschlüssels ausführt, der in der Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit
21 gespeichert ist. Speziell empfängt die Zeitstempelverarbeitungseinheit
17 das elektronische Dokument, das zu authentifizieren ist, über die
Kommunikationsschnittstelleneinheit 4 und führt eine E-Signatur an
dem empfangenen elektronischen Dokument aus, um das elektronische Dokument mit der
E-Signatur über die Kommunikationsschnittstelleneinheit 4 auszugeben.
Die Speichereinheit 20 ist eine Speicheranordnung, die einen
flüchtigen RAM (Speicher mit wahlfreiem Zugriff) enthält, und hat ferner
die Authentifizierungsschlüsselspeichereinheit 21 zum Speichern eines
Authentifizierungsschlüssels, der ihr im Voraus zu der Zeit der Produktion
zugeteilt wird. Nachdem der Authentifizierungsschlüssel gespeichert ist, steht
die Speichereinheit 20 immer unter Spannung. Solch eine Struktur wird gebildet,
um zu verhindern, dass böswillige Nutzer den Authentifizierungsschlüssel
holen. Das heißt, falls die böswilligen Nutzer versuchen, die Zeitstempelvorrichtung
zu demontieren, um den Authentifizierungsschlüssel zu holen, wird die Elektroenergie
zu der Speichereinheit 20 unterbrochen und geht der gespeicherte Authentifizierungsschlüssel
verloren.
Ein Anfangsprozess der Zeitstempelvorrichtung
1 wird unter Bezugnahme auf 5 und
6 beschrieben. 5 ist ein
Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur des Anfangsprozesses zeigt, bei dem
die Funkwellenzeit nicht erfasst wird, und 6 ist ein
Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur des Anfangsprozesses zeigt, bei dem
die Funkwellenzeit erfasst wird.
Wie in 5 gezeigt, wird dann, wenn die
Funkwellenzeit nicht erfasst wird, die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 mit dem Zeitverkündungsserver verbunden, um ihn aufzufordern, die
Authentifizierungszeit (TN) zu verkünden. Die Zeitkorrektureinheit
16 verwendet die Authentifizierungszeit (TN), die von dem Zeitverkündungsserver
über die Authentifizierungszeiterfassungseinheit 15 empfangen wird,
als Anfangswert der Ortszeit (TN') (Schritt S101), und der Anfangsprozess
ist beendet.
Wenn andererseits die Funkwellenzeit erfasst wird, wie in
6 gezeigt, wird die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 mit dem Zeitverkündungsserver verbunden, um ihn aufzufordern, die
Authentifizierungszeit (TN) zu erfassen. Die Zeitkorrektureinheit
16 verwendet die Authentifizierungszeit (TN), die von dem Zeitverkündungsserver
über die Authentifizierungszeiterfassungseinheit 15 empfangen wird,
als Anfangswert der Ortszeit (TN') (Schritt S201).
Dann erfasst die Funkwellenzeiterfassungseinheit 11 die Funkwellenzeit
(TW) über die Standardfunkwellenempfangseinheit 2 (Schritt
S202) und vergleicht die Funkwellenzeit (TW) mit der Ortszeit (TN')
(Schritt S203), um zu bestimmen, ob der Fehler (|TW – TN'|)
kleiner als die vorbestimmte Schwelle (&egr;) ist (Schritt S204).
Wenn der Fehler kleiner als die vorbestimmte Schwelle (&egr;) ist
(JA bei Schritt S204), wird die Ortszeit (TN') direkt verwendet, so dass
die Zeit gezählt wird. Wenn der Fehler (|TW – TN'|)
andererseits gleich der vorbestimmten Schwelle (&egr;) oder größer als
diese ist (NEIN bei Schritt S204), wird die Operation der Zeitstempelvorrichtung
1 gestoppt.
Die Verarbeitungsprozedur der Operation der Zeitstempelvorrichtung
1 wird unten unter Bezugnahme auf 7 beschrieben.
7 ist ein Flussdiagramm, das die Verarbeitungsprozedur
des Zeitkorrekturprozesses zeigt. Wie in der Zeichnung gezeigt, wird dann, wenn
die Zeitstempelvorrichtung 1 zu arbeiten beginnt, der Zähler zum Zählen
der Anzahl der kontinuierlichen Male initialisiert, um bei dem späteren Prozess
verwendet zu werden (Schritt S301). Die Funkwellenzeiterfassungseinheit
11 erfasst die Funkwellenzeit (TW) über die Standardfunkwellenempfangseinheit
2 in vorbestimmten Intervallen (Schritt S302).
Die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 berechnet
die Differenz zwischen der Funkwellenzeit (TW) und der Ortszeit (TN')
und bestimmt, ob der Fehler |TW – TN'| kleiner als
eine Kompensationsschwelle (&egr;) ist (Schritt S303). Wenn der Fehler |TW
– TN'| kleiner als die Kompensationsschwelle (&egr;) ist (JA
bei Schritt S303), wird die Ortszeit (TN') direkt verwendet, so dass
die Zeitzählung fortgesetzt wird (Schritt S304). Wenn der Fehler |TW
– TN'| andererseits gleich der Kompensationsschwelle (&egr;)
oder größer als diese ist (NEIN bei Schritt S303), wird eine Warnung an
die Anzeigeeinheit 5 ausgegeben (Schritt S307), so dass der Nutzer dazu
gedrängt wird, eine Verbindung zu dem Zeitverkündungsserver herzustellen.
Es wird bestimmt, ob die Anzahl der Male, dass der Fehler |TW
– TN'| kleiner als die Schwelle (&egr;) ist, gleich einem vorbestimmten
Wert (&agr;-mal) oder größer als dieser ist (Schritt S305), und wenn
sie größer gleich &agr;-mal ist (JA bei Schritt S305), wird eine Warnung
an die Anzeigeeinheit 5 ausgegeben (Schritt S307), so dass der Nutzer dazu
gedrängt wird, eine Verbindung zu dem Zeitverkündungsserver herzustellen.
Wenn die Anzahl andererseits unter &agr;-mal liegt (NEIN bei Schritt S305), wird
der Prozess bei und nach Schritt S302 wiederholt.
Dann wird, um die Erfassung der Authentifizierungszeit (TN)
zu verlangen, die Authentifizierungszeitanforderungseinheit 14 mit dem
Zeitverkündungsserver verbunden (Schritt S308). Wenn die Zeitkorrektureinheit
16 die Authentifizierungszeit (TN) über die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
15 empfängt, setzt sie die empfangene Authentifizierungszeit (TN)
als Ortszeit (TN') ein (Schritt S309), um den Prozess bei und nach Schritt
S301 zu wiederholen.
Ein Verzögerungskompensationsprozess zu der Zeit der Erfassung
der Authentifizierungszeit (TN) von dem Zeitverkündungsserver wird
unten unter Bezugnahme auf 8 bis 10
beschrieben. 8 ist ein Diagramm, das einen Überblick
über den Verzögerungskompensationsprozess bei der Authentifizierungszeit
zeigt. Wie in der Zeichnung gezeigt, enthält die Periode, während der
die Zeitstempelvorrichtung 1 den Zeitverkündungsserver 101
zum Verkünden der Authentifizierungszeit (TN) auffordert und die
Authentifizierungszeit (TN) empfängt, Fremd- und Heimnetzverzögerungen.
Speziell wird die Zeit &tgr;1 benötigt, bis die
Aufforderung, die von der Zeitstempelvorrichtung 1 ausgesendet wird, den
Zeitverkündungsserver 101 erreicht, und die Zeit &tgr;2
wird benötigt, bis die Authentifizierungszeit (TN), die von dem
Zeitverkündungsserver 101 gesendet wird, die Zeitstempelvorrichtung
1 erreicht. Das heißt, dass die Zeitstempelvorrichtung 1
die Authentifizierungszeit (TN), die von dem Zeitverkündungsserver
101 gesendet wird, erst zu der Zeit &tgr;2 empfängt.
Da die Verzögerungszeiten (&tgr;1 und &tgr;2) normalerweise
lediglich etwa 100 ms betragen, stellen sie kein Problem dar; aber wenn solch ein
betrügerischer Akt ausgeführt wird, dass das Netz verzögert wird,
ist die Genauigkeit der erfassten Authentifizierungszeit (TN) nicht garantiert.
Deshalb erhält die Zeitstempelvorrichtung 1 den Wert
&tgr;1 + &tgr;2, um den Wert &tgr;2 auf der
Basis dieses erhaltenen Wertes zu schätzen. Genauer gesagt, die Authentifizierungszeitanforderungseinheit
14 sendet eine Anforderungsmitteilung 51, die die Ortszeit (TN')
enthält, bei Anforderung der Authentifizierungszeit. Der Zeitverkündungsserver
101, der die Anforderungsmitteilung 51 empfängt, sendet die
Authentifizierungszeit (TN) und eine Antwortmitteilung 52 zurück,
die die empfangene Ortszeit (TN') enthält. 52a in
8 bezeichnet die Ortszeit (TN'), die in
der Antwortmitteilung enthalten ist, und 52b bezeichnet die Authentifizierungszeit
(TN).
Die Zeitstempelvorrichtung 1 subtrahiert 52a (TN'),
die in der Antwortmitteilung enthalten ist, von der Zeit (TN' + (&tgr;1
+ &tgr;2)) des Empfangs der Antwortmitteilung 52, um (&tgr;1
+ &tgr;2) zu berechnen, das die Fremd- und Heimverzögerungszeit
darstellt. Die Vorrichtung 1 dividiert (&tgr;1 + &tgr;2)
durch 2, um &tgr;2 zu schätzen, und fängt einen Wert, der
durch Subtrahieren von &tgr;2 von der empfangenen Authentifizierungszeit
(TN) erhalten wird, als Authentifizierungszeit ein.
In dieser Ausführungsform wird die Verzögerungszeit (&tgr;1
+ &tgr;2), die durch eine Anforderung erhalten wird, durch 2 dividiert,
so dass &tgr;2 geschätzt wird. Jedoch können Verzögerungszeiten
(&tgr;1 + &tgr;2), die durch mehrmalige Anforderung erhalten
werden, gemittelt werden, oder Verzögerungszeiten (&tgr;1 + &tgr;2),
die durch Aufforderung einer Vielzahl von Zeitverkündungsservern
101 erhalten werden, können gemittelt werden.
Eine Verarbeitungsprozedur der Verzögerungskompensation in dem
Zeitverkündungsserver 101 wird unten unter Bezugnahme auf
9 beschrieben. 9 ist ein
Flussdiagramm, das die Verarbeitungsprozedur der Verzögerungskompensation in
dem Zeitverkündungsserver zeigt. Wie in der Zeichnung gezeigt, wird dann, wenn
der Zeitverkündungsserver 101 die Ortszeit (TN') von der
Zeitstempelvorrichtung 1 empfängt (Schritt S401), bestimmt, ob ein
Absolutwert der Differenz zwischen der Authentifizierungszeit (TN), die
durch ihn selbst verwaltet wird, und der empfangenen Ortszeit (TN') kleiner
als ein vorbestimmter Wert (&sgr;') ist (Schritt S402).
Wenn der Absolutwert der Differenz zwischen der Authentifizierungszeit
(TN) und der Ortszeit (TN') kleiner als der vorbestimmte Wert
(&sgr;') ist (JA bei Schritt S402), werden die empfangene Ortszeit (TN')
und die Authentifizierungszeit (TN) an die Zeitstempelvorrichtung
1 gesendet (Schritt S403), so dass der Prozess beendet ist. Wenn der Absolutwert
andererseits gleich dem vorbestimmten Wert (&sgr;') oder größer als
dieser ist (NEIN bei Schritt S402), wird das Senden der Authentifizierungszeit (TN)
an die Zeitstempelvorrichtung 1 unterdrückt (Schritt S404) und wird
ein Warnbefehl an die Zeitstempelvorrichtung 1 gesendet (Schritt S405),
so dass der Prozess beendet ist.
Auf solch eine Weise kann der Zeitverkündungsserver
101 das Ausliefern der Authentifizierungszeit (TN) an die Zeitstempelvorrichtung
1 anhalten, wenn die Ortszeit (TN') von der Authentifizierungszeit
(TN) außerordentlich abweicht. Deshalb kann ein Betreiben der Zeitstempelvorrichtung
1 effektiv verhindert werden, wenn das Ausführen eines betrügerischen
Aktes sehr wahrscheinlich ist.
Die Verarbeitungsprozedur der Verzögerungskompensation in der
Zeitstempelvorrichtung 1 ist unten unter Bezugnahme auf 10
beschrieben. 10 ist ein Flussdiagramm, das die Verarbeitungsprozedur
der Verzögerungskompensation in der Zeitstempelvorrichtung zeigt. Wie in der
Zeichnung gezeigt, sendet die Zeitstempelvorrichtung 1 die Ortszeit (TN')
an den Zeitverkündungsserver 101 (Schritt S501). Wenn die Zeitstempelvorrichtung
1 auf die Antwort von dem Zeitverkündungsserver 101 wartet
und einen Warnbefehl empfängt (JA bei Schritt S502), gibt sie eine Warnung
an die Anzeigeeinheit 5 aus (Schritt S510), um die Verbindung zu dem Zeitverkündungsserver
zu trennen.
Wenn die empfangene Mitteilung andererseits nicht der Warnbefehl ist
(NEIN bei Schritt S502), erfasst die Zeitstempelvorrichtung 1 die Authentifizierungszeit
(TN) von der Mitteilung und die Ortszeit (TN'), die zuvor
gesendet wurde (Schritt S503). Die Zeitstempelvorrichtung 1 berechnet die
Differenz (&tgr;1 + &tgr;2) zwischen der Empfangszeit
der Mitteilung und der Ortszeit (TN'), die in der Mitteilung enthalten
ist. Die Differenz (&tgr;1 + &tgr;2) stellt eine Fremd-
und Heimnetzverzögerung dar.
Dann wird bestimmt, ob ein Wert, der durch Dividieren der Verzögerungszeit
(&tgr;1 + &tgr;2) durch 2 erhalten wird, kleiner als ein
vorbestimmter Wert (&egr;') ist (Schritt S505). Wenn (&tgr;1 + &tgr;2)/2
kleiner als der vorbestimmte Wert (&egr;') ist (JA bei Schritt S505), wird die
empfangene Authentifizierungszeit (TN) als neue Ortszeit (TN')
eingesetzt (Schritt S506), so dass der Prozess beendet ist.
Wenn andererseits der Wert, der durch Dividieren der Verzögerungszeit
(&tgr;1 + &tgr;2) durch 2 erhalten wird, gleich dem vorbestimmten
Wert (&egr;') oder größer als dieser ist (NEIN bei Schritt S505), wird
bestimmt, ob die Anzahl der Male, dass der Wert gleich dem vorbestimmten
Wert (&egr;') oder größer als dieser ist, die vorbestimmte Anzahl der
Male ist (Schritt S507). Wenn diese Anzahl der Male die vorbestimmte Anzahl der
Male ist oder darüber liegt (JA bei Schritt S507), wird eine Warnung ausgegeben
(Schritt S508), so dass die Verbindung zu dem Zeitverkündungsserver getrennt
wird. Ist die Anzahl der kontinuierlichen Male ferner kleiner als die vorbestimmte
Anzahl der Male, wird eine Warnung an die Anzeigeeinheit 5 ausgegeben (Schritt
S509), so dass der Prozess bei und nach Schritt S501 wiederholt wird.
In dieser Ausführungsform wird, wie oben erwähnt, die Ortszeit,
die durch die Ortszeiterzeugungseinheit erzeugt wird, unter Verwendung der Authentifizierungszeit
korrigiert, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit von dem Zeitverkündungsserver
erfasst wird. Die Authentifizierungszeitanforderungseinheit fordert den Zeitverkündungsserver
auf, die Authentifizierungszeit zu verkünden, indem als Trigger die Fakten
verwendet werden, dass die Periode, während der die Differenz zwischen der
Ortszeit und der Funkwellenzeit kleiner als ein vorbestimmter Wert ist, die Dauer
einer vorbestimmten Periode hat und dass die Differenz zwischen der Ortszeit und
der Funkwellenzeit gleich einem vorbestimmten Wert oder größer als dieser
ist. Die Zeitkorrektureinheit stellt die Verzögerungszeit der Authentifizierungszeit,
die über die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wird, in Rechnung,
um die Ortszeit zu korrigieren. Aus diesem Grund wird die Veränderung der Zeit
durch einen böswilligen Nutzer verhindert, so dass die Zuverlässigkeit
der Zeit, die zur E-Signatur zu verwenden ist, erhöht wird und die Zuverlässigkeit
der Zeit auch dann garantiert werden kann, wenn die Zeitstempelvorrichtung nicht
immer mit dem Netz verbunden ist.
Die jeweiligen Prozesse, die in der obigen Ausführungsform beschrieben
sind, können durch das Ausführen von vorbereiteten Programmen unter Verwendung
eines Computers realisiert werden. Deshalb wird ein Beispiel für den Computer,
der das Zeitkorrekturprogramm ausführt, das dieselbe Funktion wie in der Ausführungsform
hat, unten unter Bezugnahme auf 11 beschrieben.
11 ist ein Diagramm, das den Computer zeigt, der das
Zeitkorrekturprogramm ausführt.
Der "Computer" enthält nicht nur Personalcomputer, sondern auch
einen sogenannten "inkorporierten Computer", der in Vorrichtungen wie etwa Digitalkameras
und digitale Videokameras eingebaut ist. Wenn das Zeitkorrekturprogramm durch diese
Computer betrieben wird, können Datum und Zeit von elektronischen Daten, wie
etwa Dokumentdaten, Bilddaten und Videodaten, garantiert werden.
Ein Computer 30 als Zeitstempelvorrichtung ist so gebildet,
wie in der Zeichnung gezeigt, dass eine Standardfunkwellenempfangseinheit
31, ein Oszillator 32, eine Kommunikationsschnittstelleneinheit
33, eine Anzeigeeinheit 34, eine Eingabeeinheit 35, ein
flüchtiger RAM 36, ein ROM (Nur-Lese-Speicher) 37 und eine
CPU (zentrale Verarbeitungseinheit) 38 durch einen Bus 39 verbunden
sind. Die Standardfunkwellenempfangseinheit 31, der Oszillator
32, die Kommunikationsschnittstelleneinheit 33, die Anzeigeeinheit
34 und die Eingabeeinheit 35 entsprechen jeweilig der Standardfunkwellenempfangseinheit
2, dem Oszillator 3, der Kommunikationsschnittstelleneinheit
4, der Anzeigeeinheit 5 und der Eingabeeinheit 6, die
in 4 gezeigt sind. Der Computer 30 ist über
die Kommunikationsschnittstelleneinheit 33 mit einem anderen Computer oder
einem Netz verbunden.
Ein Zeitkorrekturprogramm 37a wird im Voraus in dem ROM
37 gespeichert, und die CPU 38 liest und führt das Zeitkorrekturprogramm
37a in dem ROM 37 aus, so dass das Zeitkorrekturprogramm
37a als Zeitkorrekturprozess 38a fungiert, wie in 11
gezeigt. Ein Authentifizierungsschlüssel 36a wird in dem flüchtigen
RAM 36 gespeichert, und der Authentifizierungsschlüssel
36a wird verwendet, wenn das Zeitkorrekturprogramm 37a den Zeitkorrekturprozess
ausführt.
Das Zeitkorrekturprogramm 37a wird nicht unbedingt im Voraus
in dem ROM 37 gespeichert, und dieses Programm kann in "tragbaren physischen
Medien", die durch den Computer 30 lesbar sind, wie etwa in einer flexiblen
Platte (FD), einer CD-ROM und einer magnetooptischen Platte oder einem "anderen
Computer (oder Server)" gespeichert sein, die mit dem Computer 30 über
eine öffentliche Leitung, das Internet, ein LAN und ein WAN verbunden sind,
um durch den Computer 30 gelesen und ausgeführt zu werden.
(Anmerkung 1) Zeitstempelvorrichtung, die eine E-Signatur, die die
Ortszeit enthält, auf der Basis der Ortszeit ausführt, die von einer internen
Uhr ausgegeben wird, mit:
einer Funkwellenzeiterfassungseinheit, die eine Funkwelle empfängt, die die
Standardzeit enthält, um die Standardzeit als Funkwellenzeit zu erfassen;
einer Authentifizierungszeiterfassungseinheit, die die Authentifizierungszeit von
einer Zeitverkündungsvorrichtung erfasst, zum Verkünden der Authentifizierungszeit,
die mit der Standardzeit synchron ist, wenn ein Authentifizierungsschlüssel
präsentiert wird; und
einer Zeitkorrektureinheit, die die Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit
auf der Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit korrigiert.
(Anmerkung 2) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 1, bei der dann,
wenn die Anzahl der konsekutiven Male, dass ein Absolutwert einer
Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit kleiner als eine erste Schwelle
ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder wenn eine Periode, während
der der Absolutwert kleiner als die erste Schwelle ist, die Dauer einer vorbestimmten
Periode hat, die Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung erfasst und
die Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit einsetzt.
(Anmerkung 3) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 2, bei der dann,
wenn der Absolutwert der Differenz gleich der ersten Schwelle oder größer
als diese ist, die Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung erfasst und
die Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit einsetzt.
(Anmerkung 4) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 1, bei der
die Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung
periodisch erfasst und
die Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit einsetzt.
(Anmerkung 5) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 1, bei der dann,
wenn eine vorbestimmte Operation ausgeführt wird, die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung erfasst und
die Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, als Ortszeit einsetzt.
(Anmerkung 6) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 5, bei der dann,
wenn ein Absolutwert einer Differenz zwischen der Authentifizierungszeit, die durch
die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wurde, und der Ortszeit kleiner
als eine zweite Schwelle ist, die Zeitkorrektureinheit die Authentifizierungszeit
als Ortszeit einsetzt.
(Anmerkung 7) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 6, bei der dann,
wenn der Absolutwert der Differenz zwischen der Authentifizierungszeit, die durch
die Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst wurde, und der Ortszeit gleich
der zweiten Schwelle oder größer als diese ist, die Zeitkorrektureinheit
die Ortszeit nicht korrigiert.
(Anmerkung 8) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 7, bei der dann,
wenn die Anzahl der konsekutiven Male, dass der Absolutwert der Differenz zwischen
der Authentifizierungszeit, die durch die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
erfasst wurde, und der Ortszeit gleich der zweiten Schwelle oder größer
als diese ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder wenn eine Periode, während
der der Absolutwert gleich der zweiten Schwelle oder größer als diese
ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat, die Zeitkorrektureinheit das Hinzufügen
der Ortszeit zu der E-Signatur anhält und eine Warnung ausgibt.
(Anmerkung 9) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 8, bei der die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Verzögerungszeit ab der Aufforderung
an die Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden der Authentifizierungszeit
bis zum Empfang der Authentifizierungszeit berechnet und, wenn ein Wert, der durch
Dividieren der Verzögerungszeit durch 2 erhalten wird, kleiner als eine dritte
Schwelle ist, sie die Authentifizierungszeit erfasst.
(Anmerkung 10) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 9, bei der dann,
wenn der Wert, der durch Dividieren der Verzögerungszeit durch 2 erhalten wird,
gleich der dritten Schwelle oder größer als diese ist, die Authentifizierungszeiterfassungseinheit
die Zeitverkündungsvorrichtung auffordert, die Authentifizierungszeit wieder
zu verkünden.
(Anmerkung 11) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 10, bei der die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Zeitverkündungsvorrichtung auffordert,
die Authentifizierungszeit viele Male zu verkünden, um eine repräsentative
Verzögerungszeit von der Vielzahl der berechneten Verzögerungszeiten zu
erhalten.
(Anmerkung 12) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 10, bei der die
Authentifizierungszeiterfassungseinheit eine Vielzahl von Zeitverkündungsvorrichtungen
auffordert, die Authentifizierungszeit zu verkünden, um eine repräsentative
Verzögerungszeit von der Vielzahl der berechneten Verzögerungszeiten zu
erhalten.
(Anmerkung 13) Zeitstempelvorrichtung nach Anmerkung 11 oder 12, bei
der die Authentifizierungszeiterfassungseinheit die Ortszeit mit Signatur an die
Zeitverkündungsvorrichtung sendet, um sie aufzufordern, die Authentifizierungszeit
zu verkünden, und wenn die Einheit die Ortszeit mit Signatur und die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung empfängt, die Einheit die Ortszeit
mit Signatur von der Ortszeit, die die Empfangszeit angibt, subtrahiert, um die
Verzögerungszeit zu berechnen.
(Anmerkung 14) Zeitverkündungsvorrichtung, bei der dann, wenn
ein Absolutwert einer Differenz zwischen der Standardzeit zu der Zeit des Empfangs
der Ortszeit mit Signatur und der Ortszeit mit Signatur kleiner als eine vierte
Schwelle ist, die Zeitverkündungsvorrichtung die Authentifizierungszeit, wo
die Signatur zu der Standardzeit hinzugefügt ist, und die Ortszeit mit Signatur
zurücksendet.
(Anmerkung 15) Zeitverkündungsvorrichtung, bei der dann, wenn
ein Absolutwert einer Differenz zwischen der Standardzeit zu der Zeit des Empfangs
der Ortszeit mit Signatur und der Ortszeit mit Signatur gleich einer vierten Schwelle
oder größer als diese ist, die Zeitverkündungsvorrichtung das Zurücksenden
der Authentifizierungszeit an einen Clienten anhält und Warninformationen mit
Signatur an den Clienten zurücksendet.
(Anmerkung 16) Zeitkorrekturverfahren zum Korrigieren einer Differenz
zwischen der Ortszeit, die von einer internen Uhr ausgegeben wird, und der Standardzeit,
mit:
einem Funkwellenzeiterfassungsschritt zum Empfangen einer Funkwelle, die die Standardzeit
enthält, um die Standardzeit als Funkwellenzeit zu erfassen;
einem Authentifizierungszeiterfassungsschritt zum Erfassen einer Authentifizierungszeit
von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden der Authentifizierungszeit,
die mit der Standardzeit synchron ist, wenn ein Authentifizierungsschlüssel
präsentiert wird; und
einem Zeitkorrekturschritt zum Korrigieren der Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit
auf der Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit.
(Anmerkung 17) Zeitkorrekturverfahren nach Anmerkung 16, bei dem
beim Authentifizierungszeiterfassungsprozess, wenn die Anzahl der konsekutiven Male,
dass ein Absolutwert einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit
kleiner als eine erste Schwelle ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder
wenn eine Periode, während der der Absolutwert kleiner als die erste Schwelle
ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat, die Authentifizierungszeit von der
Zeitverkündungsvorrichtung erfasst wird und
beim Zeitkorrekturprozess die Authentifizierungszeit, die beim Authentifizierungszeiterfassungsprozess
erfasst wurde, als Ortszeit eingesetzt wird.
(Anmerkung 18) Zeitkorrekturverfahren nach Anmerkung 16 oder 17, bei
dem
beim Authentifizierungszeiterfassungsprozess, wenn der Absolutwert der Differenz
gleich der ersten Schwelle oder größer als diese ist, die Authentifizierungszeit
von der Zeitverkündungsvorrichtung erfasst wird und
beim Zeitkorrekturprozess die Authentifizierungszeit, die beim Authentifizierungszeiterfassungsprozess
erfasst wurde, als Ortszeit eingesetzt wird.
(Anmerkung 19) Computerprogrammprodukt zur Zeitkorrektur mit einem
computerlesbaren Medium, das programmierte Instruktionen enthält, zum Korrigieren
einer Differenz zwischen der Ortszeit, die von einer internen Uhr ausgegeben wird,
und der Standardzeit, bei dem die Instruktionen, wenn sie durch einen Computer ausgeführt
werden, bewirken, dass der Computer vollzieht:
eine Funkwellenzeiterfassungsprozedur zum Empfangen einer Funkwelle, die die Standardzeit
enthält, um die Standardzeit als Funkwellenzeit zu erfassen;
eine Authentifizierungszeiterfassungsprozedur zum Erfassen der Authentifizierungszeit
von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden der Authentifizierungszeit,
die mit der Standardzeit synchron ist, wenn ein Authentifizierungsschlüssel
präsentiert wird; und
eine Zeitkorrekturprozedur zum Korrigieren der Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit
auf der Basis einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit.
(Anmerkung 20) Computerprogrammprodukt nach Anmerkung 19, bei dem
bei der Authentifizierungszeiterfassungsprozedur, wenn die Anzahl der konsekutiven
Male, dass ein Absolutwert der Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit
kleiner als eine erste Schwelle ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder
wenn eine Periode, während der der Absolutwert kleiner als die erste Schwelle
ist, die Dauer einer vorbestimmten Periode hat und/oder die Anzahl der konsekutiven
Male, dass der Absolutwert der Differenz gleich der ersten Schwelle oder größer
als diese ist, eine vorbestimmte Anzahl der Male ist oder wenn eine Periode, während
der der Absolutwert gleich der ersten Schwelle oder größer als diese ist,
die Dauer einer vorbestimmten Periode hat, die Authentifizierungszeit von der Zeitverkündungsvorrichtung
erfasst wird und
bei der Zeitkorrekturprozedur die Authentifizierungszeit, die bei der Authentifizierungszeiterfassungsprozedur
erfasst wurde, als Ortszeit eingesetzt wird.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
Die Zeitstempelvorrichtung, das Zeitkorrekturverfahren und das Zeitkorrekturprogramm
der Erfindung sind für den Fall nützlich, wenn die Zuverlässigkeit
der Zeit, die zu liefern ist, garantiert werden muss, und sind besonders für
die Zeitstempelvorrichtung geeignet, die den Zeitgeschäftszweig bildet.
KURZFASSUNG
Die Ortszeit, die durch eine Ortszeiterzeugungseinheit erzeugt wird,
wird unter Verwendung einer Authentifizierungszeit korrigiert, die durch eine Authentifizierungszeiterfassungseinheit
von einer Zeitverkündungsvorrichtung erfasst wird. Eine Funkwellenzeiterfassungseinheit
empfängt eine Funkwelle, die die Standardzeit enthält, um die Standardzeit
als Funkwellenzeit zu erfassen; eine Authentifizierungszeiterfassungseinheit erfasst
die Authentifizierungszeit von einer Zeitverkündungsvorrichtung zum Verkünden
der Authentifizierungszeit, die mit der Standardzeit synchron ist; und eine Zeitkorrektureinheit
korrigiert die Ortszeit unter Verwendung der Authentifizierungszeit auf der Basis
einer Differenz zwischen der Funkwellenzeit und der Ortszeit.