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Dokumentenidentifikation DE202006012173U1 17.01.2008
Titel Normenabgleicheinrichtung
Anmelder OrgaTech GmbH, 44536 Lünen, DE
Vertreter CBDL Patentanwälte, 47051 Duisburg
DE-Aktenzeichen 202006012173
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.01.2008
Registration date 13.12.2007
Application date from patent application 07.08.2006
IPC-Hauptklasse G06F 17/30(2006.01)A, F, I, 20060807, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G07C 11/00(2006.01)A, L, I, 20060807, B, H, DE   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft ein digitales Datensystem mit einer Datenbank und eine Abgleicheinrichtung für das digitale Datensystem zur Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen der Datenbank. Die Erfindung soll insbesondere auf dem Gebiet der Datenbanktechnik der Automatisierung von Qualitätsmanagementfunktionen mit einem Datenbanksystem dienen.

TECHNISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Im Bereich des Qualitätsmanagements gibt es eine Vielzahl von Standards, beispielsweise ISO 9001, ISO 90003, SPICE, usw. Die Implementierung eines Qualitätsstandards ist mühsam sowie zeit- und kostenaufwendig. Zudem müssen für unterschiedliche Kunden oft unterschiedliche Qualitätsstandards erfüllt werden, womit der Aufwand zur Implementierung von Qualitätsstandards die Kapazität eines Unternehmens schnell übersteigen kann.

Um direkt einen passenden Qualitätsstandard aufzufinden, ist von der SQS Software Quality Systems AG, Köln unter der Bezeichnung "Quality Testtool Selector" bzw. QTTS ein datenbankgestütztes System auf den "Software and Systems Quality Conferences" vom 10. bis 12. Mai 2006 in der Congress Center Stadthalle in Düsseldorf gezeigt worden. Das System bietet eine Eingabemaske für Eingaben von Antworten auf bestimmte Fragen, und gibt – abhängig von den eingegebenen Antworten – eine Auswahl möglichst passender Softwaretestwerkzeuge automatisch aus. Solche Testwerkzeuge sind Ausdrucksformen bestimmter Normen oder Spezifikationen wie dem fehlerfreien Funktionieren von Softwareprodukten mit bestimmten Betriebssystemen oder bestimmten Betriebssystemzuständen.

Das bekannte System arbeitet allgemein mit einem Speicher von Spezifikationen mehrerer Normen zugeordnet zu Einträgen der Normen, einer Auswahleinrichtung zur Auswahl mehrerer der Normen aus den Einträgen in der Datenbank und ermöglicht eine Selektion zur Auswahl von Spezifikationen aus der Datenbank.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik dahingehend zu verbessern, daß bei einem teilautomatisierten Qualitätsmanagement bei der Implementierung von Normen eine moderate Beanspruchung der eingesetzten Computersysteme sichergestellt wird.

Allgemein ist es ferner eine Aufgabe der Erfindung, eine wenigstens teilweise automatisierte Erzeugung von Fragekatalogausgaben für Qualitätsstandards zu ermöglichen, deren Umfang individuell nach dem Stand einer Datenbank eines Anwenders reduziert ist, ohne Abstriche an den Qualitätsstandards erzwingen zu müssen.

Die Erfindung sieht ein digitales Datensystem vor, umfassend

  • – eine Datenbank, in der Spezifikationen mehrerer Normen zugeordnet zu Einträgen der Normen gespeichert sind,
  • – eine Auswahleinrichtung zur Auswahl mehrerer der Normen aus den Einträgen in der Datenbank,
  • – eine Selektionseinrichtung zur Auswahl von Spezifikationen aus der Datenbank
  • – eine Abgleicheinrichtung für das digitale Datensystem.

Erfindungsgemäß hat ein solches digitales Datensystem

  • – eine Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Einträge der Normen in wenigstens eine erste und eine zweite Kategorie und
  • – eine Abgleicheinrichtung zur Etablierung von Verknüpfungen zwischen je zwei Einträgen verschiedener Normen über eine Schnittmenge von Spezifikationen unter den je zwei Einträgen.

Dabei ist erfindungsgemäß die Selektionseinrichtung des digitales Datensystems eingerichtet, um die Auswahl von Spezifikationen zu unterdrücken, die sowohl den Einträgen der ersten als auch der zweiten Kategorie mit einer Verknüpfung untereinander zugeordnet sind.

Bei Automatisierung sind die Normen typischerweise Qualitätsstandards, wie z.B. ISO 9001, ISO 90003, SPICE und die Spezifikationen sind typischerweise die Fragen von Fragenkatalogen, welche bei der Implementierung eines Qualitätsstandards zu beantworten sind, Abweichungen, die auf Basis der Antworten ermittelt werden, sowie Maßnahmen, die aufgrund der Abweichungen zu ergreifen sind.

Bei Automatisierung von Qualitätsmanagementfunktionen bietet die Erfindung damit ein System an, das nicht nur den Abruf von Qualitätsstandards und deren Spezifikationen aus Datenbanken für eine automatische Ausgabe von Fragekatalogen ermöglicht. Bei Automatisierung von Qualitätsmanagementfunktionen arbeitet die Erfindung vielmehr mit einer Kategorisierung der Einträge der ausgewählten Qualitätsstandards in wenigstens eine erste Kategorie, z.B. für erfüllte Qualitätsstandards, und eine zweite Kategorie, z.B. für noch nicht erfüllte Qualitätsstandards. Mit dieser Kategorisierung erlaubt die Erfindung speziell die Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen erfüllter Qualitätsstandards und Einträgen nicht erfüllter Qualitätsstandards und macht so einen Abgleich zwischen Spezifikationen erfüllter Qualitätsstandards und nicht erfüllter Qualitätsstandards möglich. Unter Ausnutzung dieser Eigenschaften der Erfindung sichert die Selektionseinrichtung die Unterdrückung der Auswahl von Spezifikationen, die sowohl den Einträgen der ersten als auch der zweiten Kategorie mit einer Verknüpfung untereinander zugeordnet sind.

Damit ist die automatisierte Erzeugung von Fragekatalogausgaben für Qualitätsstandards ermöglicht, deren Umfang individuell nach dem Stand einer Datenbank eines Anwenders reduziert ist, ohne Abstriche an den Qualitätsstandards erzwingen zu müssen, denn Fragen, die Spezifikationen eines erfüllten Qualitätsstandards entsprechen und damit bereits durch ein Qualitätsmanagement beantwortet sind, werden für eine Fragekatalogausgabe zu einem noch nicht erfüllten Qualitätsstandard unterdrückt.

Dagegen würden bei konventionellem Abruf eines Qualitätsstandards aus Datenbanken stets sämtliche Spezifikationen bzw. Fragen dieses Qualitätsstandards ohne Selektion ausgewählt.

Die Erfindung bietet somit die automatische Beantwortung von Fragen dieses Qualitätsstandards, indem das System Antworten in der Datenbank auffinden kann. Die Erfindung bietet somit auch speziell bei Netzwerken und bei Versand einer Fragekatalogausgabe über das Internet eine Entlastung der Computer- bzw. Netzwerksysteme, da relativ kompakte Fragekatalogausgaben möglich sind.

Die Auswahleinrichtung des digitalen Datensystems ist auf der Anwenderseite typischerweise als graphische Benutzeroberfläche auf einem Computer ausgebildet. Im Übrigen stellen Auswahleinrichtung und Selektionseinrichtung alle durch den Fachmann vorsehbaren Signalfolgen in einem digitalen Datensystem oder Soft- und Hardwarekombinationen dar, die für die beanspruchte Erfindung geeignet sind.

Die Abgleicheinrichtung umfaßt vorteilhaft eine Benutzeroberfläche mit Eingabeelementen zur Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen der Datenbank und ermöglicht damit manuell die Definition solcher Verknüpfungen. Als Eingabeelemente kommen alle dem Fachmann bekannten Eingabeelemente, insbesondere Schaltflächen oder Eingabefelder einer graphischen Benutzeroberfläche in Betracht.

Diese Abgleicheinrichtung mit Option zur manuellen Definition von Verknüpfungen umfaßt vorteilhaft eine Kartierungsfunktion mit automatischer Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen der Datenbank aus Verknüpfungen, die zwischen Einträgen der Datenbank etabliert sind, nach dem Kommutativgesetz. Dadurch wird eine manuell angestoßene und automatisch vervollständigte Kartierung bzw. ein Mapping von Qualitätsstandards ermöglicht.

Mit zu dieser Option zur manuellen Definition von Verknüpfungen und der Kartierungsfunktion wird die Abgleicheinrichtung vorteilhaft ergänzt mit einer Validierungseingabefunktion zum selektiven Löschen, zur Auswahl und/oder Bestätigung der etablierten Verknüpfungen.

Bei mehreren Schritten der automatischen Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen der Datenbank aus etablierten Verknüpfungen kann sich damit drastisch die Beanspruchung eines Computersystems und der Rechenaufwand vermindern, weil einige Verknüpfungen nach Löschen bei den nachfolgenden Schritten der automatischen Etablierung von Verknüpfungen nicht mehr einbezogen werden müssen. Ebenso können sich durch Validierung der effizientesten Verknüpfungen die Beanspruchung eines Computersystems und der Rechenaufwand vermindern.

Dazu weist die Kartierungsfunktion vorteilhaft folgende Diskriminierung der etablierten Verknüpfungen auf: nach Verknüpfungen, die über die Benutzeroberfläche mit Eingabeelementen etabliert sind, nach Verknüpfungen, die über die Kartierungsfunktion automatisch etabliert sind, und nach Verknüpfungen, die über die Validierungseingabefunktion bestätigt sind.

Auch kann bevorzugt in der Abgleicheinrichtung die automatische Etablierung von Verknüpfungen durch die Kartierungsfunktion abhängig von Anwendereingaben sein, um die automatische Etablierung von Verknüpfungen vor Löschen, zur Auswahl und/oder Bestätigung zu verhindern und gezielter bei moderater Beanspruchung der eingesetzten Computersysteme zu arbeiten.

In einer speziellen Abgleicheinrichtung ist die automatische Validierung von Verknüpfungen insbesondere unter Verwendung der über die Kartierungsfunktion automatisch etablierten Verknüpfungen ausgeschlossen.

Die oben genannten Anwendereingaben umfassen vorteilhaft Bestätigungen der automatisch etablierten Verknüpfungen durch die Validierungseingabefunktion.

Die oben genannten Anwendereingaben umfassen bei mehreren nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen weiterhin vorteilhaft die Auswahl von je einer der nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen durch die Validierungseingabefunktion.

Vorteilhaft ist auch bei mehreren nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen eine automatische Auswahl von je einer der nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen durch die Validierungseingabefunktion vorgesehen.

Eine weitere Ausführungsform der Abgleicheinrichtung umfaßt eine Benutzeroberfläche mit einer graphischen Darstellung der über die Auswahleinrichtung ausgewählten Normen und der etablierten Verknüpfungen in Matrixform.

Für eine Anzahl von n über die Auswahleinrichtung ausgewählten Normen aus den Einträgen in der Datenbank kann die Etablierung von einer Anzahl von Verknüpfungen zwischen den Einträgen vorgesehen sein, welche der Summe der natürlichen Zahlen von 1 bis n – 1 entspricht. Diese Summe kann wie folgt dargestellt werden:

Das digitale Datensystem der Erfindung, speziell mit einer oben beschriebenen Auswahleinrichtung, kann weiterhin eine zweite Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Spezifikationen der Normen in wenigstens eine dritte Kategorie, z.B. für erfüllte Spezifikationen und eine vierte Kategorie, z.B. für noch nicht erfüllte Spezifikationen umfassen.

Dabei ist vorteilhaft weiterhin eine Auswerteeinrichtung mit graphischer Darstellung zu einzelner Normen von Anzahlen der Spezifikationen der dritten und/oder vierten Kategorie vorgesehen.

Es kann so für eine Vielzahl von Qualitätsstandards mit Automatisierung einfach dokumentiert, veranschaulicht und quantitativ abgeschätzt werden, welche Fortschritte ein Qualitätsmanagement bei der Implementierung von Qualitätsstandards erreicht hat oder zu erreichen hat.

Die Erfindung ermöglicht es, ein Verfahren zur automatisierten Verminderung von Datenausgaben durchzuführen, umfassend

  • – Abspeichern in einer Datenbank, von Spezifikationen mehrerer Normen zugeordnet zu Einträgen der Normen,
  • – Auswahl über eine Auswahleinrichtung von mehreren der Normen aus den Einträgen in der Datenbank,
  • – Auswahl über eine Selektionseinrichtung von Spezifikationen aus der Datenbank,
  • – Kategorisierung der Einträge der Normen in wenigstens eine erste und eine zweite Kategorie,
  • – Etablierung von Verknüpfungen zwischen je zwei Einträgen verschiedener Normen über eine Schnittmenge von Spezifikationen unter den je zwei Einträgen,
  • – wobei nur Spezifikationen ausgewählt werden, die nicht zugleich den Einträgen der ersten und der zweiten Kategorie mit einer Verknüpfung untereinander zugeordnet sind.

Die Erfindung ermöglicht insbesondere die iterative Vervollständigung einer Kartierung. Dazu kann ein Anwender zunächst manuell Verknüpfungen definieren, um eine automatische Etablierung von Verknüpfungen zwischen Datenbankeinträgen für Normen auszulösen. Wird eine weitere und noch vollständigere Kartierung gewünscht, so kann der Benutzer dann die durch das System erzeugten Verknüpfungen validieren bzw. solche Verknüpfungen löschen und er kann insbesondere spezielle Verknüpfungen auswählen, wenn nach dem Kommutativgesetz mehrere Verknüpfungen zwischen zwei Normen über eine Mehrzahl weiterer Normen möglich sind. Nach Validierung kann dann der Benutzer erneut die automatische Etablierung von Verknüpfungen zwischen Normen durch das System auslösen. Mit einem solchen iterativen Vorgang kann speziell bei der Kartierung der Rechenaufwand vermindert und die Präzision erhöht werden.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden, rein beispielhaften und nicht beschränkenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes digitales Datensystem.

2 und 3 zeigen graphische Benutzeroberflächen einer Auswahleinrichtung zur Auswahl mehrerer der Normen aus den Einträgen in der Datenbank und für eine Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Einträge der Normen in wenigstens eine erste und eine zweite Kategorie.

4 bis 8 zeigen schematisch Verknüpfungen unter Einträgen von verschiedenen Qualitätsstandards

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 zeigt schematisch ein digitales Datensystem gemäß der Erfindung. Dieses umfaßt eine Datenbank 2, in der Spezifikationen mehrerer Normen zugeordnet zu Einträgen der Normen gespeichert sind, eine Auswahleinrichtung 1 zur Auswahl mehrerer der Normen aus den Einträgen in der Datenbank 2. Die Auswahleinrichtung 1 wird über eine graphische Benutzeroberfläche 5 durch Anwendereingaben angesteuert. Die Auswahleinrichtung 1 ruft Daten aus der Datenbank 2 ab und kommuniziert mit einer Selektionseinrichtung 3 zur Auswahl von Spezifikationen aus der Datenbank 2.

Eine Eingabeeinrichtung in Form einer graphischen Benutzeroberfläche (nicht in der 1 dargestellt) dient zur Kategorisierung der Einträge der ausgewählten Qualitätsstandards in erfüllte und zu erfüllende Qualitätsstandards.

Eine Abgleicheinrichtung 4 dient zur Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen von Qualitätsstandards in der Datenbank. Darunter befinden sich Einträge von als erfüllt und als zu erfüllend kategorisierten Qualitätsstandards. Die Abgleicheinrichtung 4 nimmt über eine ihr zugeordnete graphische Benutzeroberfläche 7 Benutzereingaben von Verknüpfungen an.

Die Selektionseinrichtung 3 ist eingerichtet, um die Auswahl von Fragen, die zu Qualitätsstandards in der Datenbank 2 gespeichert sind, zu unterdrücken. Es handelt sich dabei um solche Fragen, die sowohl als erfüllt und als nicht erfüllt kategorisierten Qualitätsstandards mit einer Verknüpfung untereinander zugeordnet sind. Alle übrigen Fragen eines als nicht erfüllt kategorisierten Qualitätsstandards werden über die graphische Benutzeroberfläche 5 von der Selektionseinrichtung 3 als Fragekatalog auf einer weiteren graphischen Benutzeroberfläche 6 ausgegeben.

Das in Verbindung mit 1 beschriebene System ist in einem Computersystem wie einem PC, PC-Notebook oder einem Computernetzwerk, insbesondere einem Computernetzwerk mit einem Internetportal implementiert.

Wie in 2 und 3 zu sehen, sind graphische Benutzeroberflächen der Auswahleinrichtung 1 zur Auswahl mehrerer der Qualitätsstandards aus den Einträgen in der Datenbank 2 vorgesehen. Diese graphischen Benutzeroberflächen umfassen eine Listbox 8a, 8b, mit der nach Wahl des Benutzers ein Qualitätsstandard aus der Datenbank 2 selektiv angezeigt wird sowie eine Schaltfläche 9a, 9b, mit der dieser selektiv angezeigte Qualitätsstandard ausgewählt wird. Nach Auswahl erscheint dieser Qualitätsstandard in einer Tabelle 10a, 10b, die auf der graphischen Benutzeroberfläche dargestellt ist. Ferner umfassen die graphischen Benutzeroberflächen der 2 und 3 weitere Eingabefelder, teils in Form von weiteren Listboxen, mit denen weitere Angaben zu dem selektiv angezeigten Qualitätsstandard eingegeben werden können. Diese werden ebenfalls nach Betätigung der Schaltfläche 9a, 9b in die Tabelle 10, 10b, übernommen, die auf der graphischen Benutzeroberfläche dargestellt ist. Alle in die Tabelle 10, 10b übernommen Daten sind in der Datenbank 2 gespeichert.

Dabei bildet die 2 beispielhaft eine graphische Benutzeroberfläche ab, mit der als erfüllt kategorisierte Qualitätsstandards ausgewählt werden und die 3 bildet beispielhaft eine graphische Benutzeroberfläche ab, mit der als nicht erfüllt kategorisierte Qualitätsstandards ausgewählt werden. Zusammen mit einer graphischen Benutzeroberfläche zur Wahl von der in 2 oder der in 3 dargestellten graphischen Benutzeroberfläche sind diese abgebildeten graphischen Benutzeroberflächen Teil der Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Einträge von Qualitätsstandards in erfüllte und zu erfüllende Qualitätsstandards.

Weiterhin wird nachfolgend die Funktionsweise und Prinzip der in 1 schematisierten Abgleicheinrichtung 4 zur Etablierung von Verknüpfungen zwischen Einträgen der Datenbank 2 erklärt.

Fragenkataloge der Qualitätsstandards bilden eine Menge S = {A ... Z} zu den einzelnen Standards, wobei a1 ... an Element von A und Fragen aus dem Fragenkatalog A sind.

Mit ≡ werden Verknüpfungen dargestellt, d.h. x ≡ y zeigt an, daß wenn x eine Frage des Fragenkatalogs X und y eine Frage des Fragenkatalogs Y ist, die Fragen x und y inhaltlich identisch sind.

Ein qualitätsstandardbezogener Verknüpfungskatalog ist die Menge aller Verknüpfungen zwischen zwei Standards, d.h. MAB = {ax ≡ by; ax ist eine Frage des Fragenkatalogs A, by ist eine Frage des Fragenkatalogs B}.

Alle Verknüpfungskataloge zusammen werden als Gesamtverknüpfungskatalog bezeichnet, d.h. Mges = {M&agr;&bgr;; &agr;, &bgr; sind Qualitätsstandards aus der Menge aller Qualitätsstandards in der Datenbank, wobei gilt: &agr; ≠ &bgr;}.

Mges wird vollständig genannt (Mvollständig), wenn Mges alle möglichen M&agr;&bgr; enthält. Mges heißt manuell (Mmanuell), wenn Mges nur die manuell erstellten M&agr;&bgr; enthält.

Verknüpfungen sind per Definition kommutativ, d.h. aus x ≡ y, y ≡ z folgt x ≡ z, wenn x eine Frage des Fragenkatalogs X, y eine Frage des Fragenkatalogs Y, z eine Frage des Fragenkatalogs Z und X, Y, Z Fragenkataloge bzw. Qualitätsstandards aus der Menge aller Qualitätsstandards in der Datenbank sind.

Als einstufige Generierung wird ein automatisiertes Verfahren verstanden, mit dem durch Anwendung des Kommutativgesetzes neue Verknüpfungen generiert werden.

Vorteilhafte Merkmale der Auswahleinrichtung sind z.B.:

  • – für jeden Fragenkatalog X aus der Menge aller Qualitätsstandards in der Datenbank existiert mindestens ein manuelles Mapping MXY, wobei Y ein Fragenkatalog bzw. Qualitätsstandards aus der Menge aller Qualitätsstandards in der Datenbank ist;
  • – durch iterative, einstufige Generierungen wird Mmanuell zu Mvollständig weiterentwickelt;
  • – jede einstufige Generierung wird durch manuelle Etablierung von Verknüpfungen eingeleitet;
  • – das Ergebnis der einstufigen Generierung wird manuell validiert;
  • – eine aus einer einstufigen Generierung etablierte Verknüpfung darf erst nach der manuellen Validierung für weitere Generierungen von der Verknüpfung verwendet werden.

So wird, wie in 2 und 4 dargestellt, auf einer graphischen Benutzeroberfläche einem Benutzer eine Funktion angeboten, mit der die Qualitätsstandards aus der Datenbank ausgewählt werden können, für die die Etablierung von Verknüpfungen erfolgen soll.

Zur Etablierung einer Verknüpfung arbeitet die Abgleicheinrichtung 4 mit je drei Qualitätsstandards, die zur Erklärung der Etablierung einer Verknüpfung wie folgt benannt werden:

  • – Von-Standard,
  • – Über-Standard,
  • – Nach-Standard.

Nach Auswahl der Qualitätsstandards durch Benutzereingaben erfolgt die automatische Etablierung einer Verknüpfung zwischen Von- und Nach-Standard.

Für jeden neu generierten Eintrag wird in der Datenbank der Über-Standard mit eingetragen.

Die Auswahl des Von-, Über-, und Nach-Standards erfolgt durch den Anwender.

Beispielsweise existiert für den Qualitätsstandard A eine Verknüpfung zum Qualitätsstandard B und für den Qualitätsstandard B existiert eine Verknüpfung zum Qualitätsstandard C. In diesem Fall ist A der Von-Standard, B der Über-Standard und C der Nach-Standard. Die Generierungsregel zur Etablierung einer neuen Verknüpfung kann dann wie folgt ausgedrückt werden: G(MAB, MBC) = MAC

Dabei geschieht die Etablierung neuer Verknüpfungen wie folgt:

Aus allen etablierten Verknüpfungen werden die Von- auf den Über-Standards und nach dem Kommutativgesetz die Nach-Standards ermittelt. Dadurch werden neue Verknüpfungen zwischen Von- und Nach-Standards etabliert und diese in eine Verknüpfungstabelle eingetragen, wenn eine Frage des Über-Standards identisch mit einer Frage des Nach-Standards ist und Verknüpfungen zwischen Von- und Nach-Standards noch nicht vorhanden sind.

Die Durchführung und die Überwachung der Generierung werden manuell angestoßen und zentral überwacht. Als Überwachungsmedium wird eine zentral gepflegte Exceldatei verwendet.

Eine Tabelle für eine solche Überwachung mit Qualitätsstandards aus der Datenbank 2, jeweils als Spalten- und Zeilenüberschriften, stellt die nachfolgende Tabelle 1 dar:

Tabelle 1

Diese Tabelle kann die folgenden Einträge enthalten:

M
für vom Anwender definierte Verknüpfungen
G
für automatisch etablierte Verknüpfungen, die nicht durch Anwendereingaben bestätigt sind
V
für automatisch etablierte Verknüpfungen, die durch Anwendereingaben bestätigt sind

Nur Verknüpfungen, denen in der Tabelle M- oder V-Eintrage zugeordnet sind, werden zur Etablierung weiterer Verknüpfungen nach dem Kommutativgesetz verwendet.

Für die in Tabelle 1 dargestellten Qualitätsstandards aus der Datenbank erfolgt die Etablierung von Verknüpfungen dann in den folgenden Phasen:

In Phase 0 werden vom Anwender Verknüpfungen definiert, wie sie in Tabelle 1 als M-Eintrage dargestellt sind. Solche Verknüpfungen Schematisiert 4

Phase 0 kann als Phase der manuellen Mappings bezeichnet werden und stellt einen Ausgangszustand für eine automatische Etablierung von Verknüpfungen dar.

In der Phase 1 werden die möglichen einstufigen Generierungen durchgeführt. Die gemäß der Regel für die Generierungsauswahl möglichen Generierungen von Verknüpfungen sind nachfolgend in Tabelle 2 dargestellt. Diese Tabelle ergibt sich aus dem in Tabelle 1 dargestellten Datenmuster nach Umsetzung der Phase 1. 5 schematisiert solche generierten Verknüpfungen als gebogene Doppelpfeile, wobei die Bezugszeichen 15, 91, 93, CO an den Doppelpfeilen die jeweiligen Über-Standards benennen.

Tabelle 2

In der Phase 2 werden die möglichen einstufigen Generierungen durchgeführt. Dabei werden nur Verknüpfungen, denen in der Tabelle 2 nach Bestätigung oder Löschen der automatisch etablierten Verknüpfungen M- oder V-Einträge zugeordnet sind, zur Etablierung weiterer Verknüpfungen nach dem Kommutativgesetz verwendet. 6 schematisiert solche generierten Verknüpfungen aus Phase 2 als gebogene Doppelpfeile, wobei die Bezugszeichen 15, 93, CO an den Doppelpfeilen die jeweiligen Über-Standards benennen.

Die gemäß der Regel für die Generierungsauswahl möglichen Generierungen von Verknüpfungen sind nachfolgend in Tabelle 3 dargestellt. Diese Tabelle ergibt sich aus dem in Tabelle 2 dargestellten Datenmuster nach Umsetzung der Phase 2.

Tabelle 3

Phase 3: Aus dem in Tabelle 3 dargestellten Zustand werden nur mit Verknüpfungen, denen in der Tabelle 3 nach Bestätigung oder Löschen der automatisch etablierten Verknüpfungen M- oder V-Einträge zugeordnet sind, wie in Phase 2 weitere Verknüpfungen nach dem Kommutativgesetz etabliert. 7 schematisiert solche generierten Verknüpfungen aus Phase 3 als gebogene Doppelpfeile, wobei die Bezugszeichen 15, CO an den Doppelpfeilen die jeweiligen Über-Standards benennen.

Die möglichen Generierungen von Verknüpfungen sind nachfolgend in Tabelle 4 dargestellt. Diese Tabelle ergibt sich aus dem in Tabelle 3 dargestellten Datenmuster nach Umsetzung der Phase 3.

Tabelle 4

Phase 4: Aus dem in Tabelle 4 dargestellten Zustand werden nur mit Verknüpfungen, denen in der Tabelle 4 nach Bestätigung oder Löschen der automatisch etablierten Verknüpfungen M- oder V-Einträge zugeordnet sind, wie in Phase 3 weitere Verknüpfungen nach dem Kommutativgesetz etabliert. 8 schematisiert solche generierten Verknüpfungen aus Phase 4 als gebogene Doppelpfeile, wobei das Bezugszeichen 15 an den Doppelpfeilen den jeweiligen Über-Standard benennt.

Die möglichen Generierungen von Verknüpfungen sind nachfolgend in Tabelle 5 dargestellt. Diese Tabelle ergibt sich aus dem in Tabelle 4 dargestellten Datenmuster nach Umsetzung der Phase 4.

Tabelle 5

Mittels der oben beschriebenen Phasen läßt sich ein vollständiger Verknüpfungskatalog erstellen. Spätestens ab der Phase 2 ergeben sich aber alternative Generierungsmöglichkeiten, da das Kommutativgesetz Verknüpfungen über unterschiedliche Über-Standards erlaubt.

Diese alternativen Generierungen werden bei der Erstellung des vollständigen Verknüpfungskatalogs allgemein nicht berücksichtigt sondern es erfolgt eine automatische Auswahl einer von mehreren alternativen Verknüpfungen zwischen zwei Qualitätsstandards. Wenn eine solche Verknüpfung jedoch vom Anwender gelöscht wird, so erfolgt eine automatische Auswahl von einer der alternativen Verknüpfungen zwischen den zwei Qualitätsstandards.


Anspruch[de]
Digitales Datensystem, umfassend

– eine Datenbank (2), in der Spezifikationen mehrerer Normen zugeordnet zu Einträgen der Normen gespeichert sind,

– eine Auswahleinrichtung (1) zur Auswahl mehrerer der Normen aus den Einträgen in der Datenbank (2),

– eine Selektionseinrichtung (3) zur Auswahl von Spezifikationen aus der Datenbank (2),

gekennzeichnet durch

– eine Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Einträge der Normen in wenigstens eine erste und eine zweite Kategorie und

– eine Abgleicheinrichtung (4) zur Etablierung von Verknüpfungen (M, G, V) zwischen je zwei Einträgen verschiedener Normen über eine Schnittmenge von Spezifikationen unter den je zwei Einträgen,

– wobei die Selektionseinrichtung (3) eingerichtet ist, um die Auswahl von Spezifikationen zu unterdrücken, die sowohl den Einträgen der ersten als auch der zweiten Kategorie mit einer Verknüpfung untereinander zugeordnet sind.
Abgleicheinrichtung (4) für ein digitales Datensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Benutzeroberfläche (3) mit Eingabeelementen zur Etablierung von Verknüpfungen (M) zwischen je zwei Einträgen verschiedener Normen der Datenbank (2) umfaßt, über eine Schnittmenge von Spezifikationen unter den je zwei Einträgen. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgleicheinrichtung (4) eine Kartierungsfunktion mit automatischer Etablierung von Verknüpfungen (G, V) zwischen Einträgen der Datenbank (2) aus Verknüpfungen (M, V), die zwischen Einträgen der Datenbank (2) etabliert sind, nach dem Kommutativgesetz umfaßt. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kartierungsfunktion weiterhin eine Validierungseingabefunktion zum selektiven Löschen, zur Auswahl und/oder Bestätigung der etablierten Verknüpfungen (M, G, V) umfaßt. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kartierungsfunktion eine Diskriminierung der etablierten Verknüpfungen (M, G, V) aufweist nach Verknüpfungen (M), die über die Benutzeroberfläche (3) mit Eingabeelementen etabliert sind, nach Verknüpfungen (G), die über die Kartierungsfunktion automatisch etabliert sind, und nach Verknüpfungen (V), die über die Validierungseingabefunktion bestätigt sind. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abgleicheinrichtung (4) die automatische Etablierung von Verknüpfungen (G, V) durch die Kartierungsfunktion abhängig von Anwendereingaben ist. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abgleicheinrichtung (4) die automatische Validierung von Verknüpfungen (G, V), insbesondere unter Verwendung der über die Kartierungsfunktion automatisch etablierten Verknüpfungen (G) ausgeschlossen ist. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwendereingaben Bestätigungen der automatisch etablierten Verknüpfungen durch die Validierungseingabefunktion umfassen. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen die Anwendereingaben die Auswahl von je einer der nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen durch die Validierungseingabefunktion umfassen. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen eine automatische Auswahl von je einer der nach dem Kommutativgesetz möglichen Verknüpfungen zwischen zwei Einträgen durch die Validierungseingabefunktion vorgesehen ist. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Benutzeroberfläche mit einer graphischen Darstellung der über die Auswahleinrichtung (1) ausgewählten Normen und der etablierten Verknüpfungen (M, G, V) in Matrixform umfaßt. Abgleicheinrichtung (4) nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Anzahl von n über die Auswahleinrichtung (1) ausgewählten Normen die Etablierung von einer Anzahl von Verknüpfungen zwischen den Einträgen vorgesehen ist, welche der Summe der natürlichen Zahlen von 1 bis n – 1 entspricht. Digitales Datensystem nach Anspruch 1, das eine Abgleicheinrichtung (4) nach einem der Ansprüche 2 bis 12 umfaßt. Digitales Datensystem nach Anspruch 1 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin eine zweite Eingabeeinrichtung zur Kategorisierung der Spezifikationen der Normen in wenigstens eine dritte und eine vierte Kategorie umfaßt. Digitales Datensystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin eine Auswerteeinrichtung mit graphischer Darstellung von Anzahlen der Spezifikationen der dritten und/oder vierten Kategorie zu einzelnen Normen umfaßt.






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