| Dokumentenidentifikation |
DE60034680T2 17.01.2008 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001195789 |
| Titel |
Verbesserter Niederspannungsschütz |
| Anmelder |
ABB Research Ltd., Zürich, CH |
| Erfinder |
Mandurino, Pietro, 40141 Bologna, IT; Cassarà, Salvatore, 22100 Como, IT; Azzola, Lucio, 24100 Bergamo, IT |
| Vertreter |
Kuhnen & Wacker Patent- und Rechtsanwaltsbüro, 85354 Freising |
| DE-Aktenzeichen |
60034680 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
06.10.2000 |
| EP-Aktenzeichen |
002034494 |
| EP-Offenlegungsdatum |
10.04.2002 |
| EP date of grant |
02.05.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
17.01.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
H01H 57/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| IPC-Nebenklasse |
H01L 41/09(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen verbesserten Niederspannungsschütz.
Insbesondere betrifft die Erfindung einen verbesserten Niederspannungsschütz,
welcher in Anwendungen der Niederspannungs-Leistungsverteilung verwendet wird (d.h.
für Spannungswerte unter 1 KV). Die Verwendung von Niederspannungsschützen
ist in dem Stande der Technik allgemein bekannt. Diese Art von Geräten wird
im Allgemeinen verwendet, wenn es notwendig ist, den Nennstrom in einer Niederspannungs-Leistungsverteilungsleitung
zu unterbrechen. Es sei auf 1 Bezug genommen. Hier
ist schematisch das Funktionsprinzip eines bekannten dreipoligen Niederspannungsschütz
dargestellt. Ein Niederspannungsschütz (Bezugszeichen 1) enthält
im Allgemeinen feststehende Kontakte 2 und bewegliche Kontakte
3. Wie in 1 gezeigt ist, kann der Niederspannungsschütz
1 ein dreipoliger Schalter sein, was bedeutet, dass er drei elektrische
Phasen oder Pole aufnimmt, von denen jede bzw. jeder einen feststehenden Kontakt
2 und einen beweglichen Kontakt 3 aufweist. Auch sind Schütze
in vierpoliger Ausführung im Stande der Technik in breitem Gebrauch. Die beweglichen
Kontakte 3 werden relativ zu den feststehenden Kontakten 2 während
des Schließungs- bzw. Öffnungsvorganges des Niederspannungsschütz
1 gekoppelt bzw. entkoppelt. Der Niederspannungsschütz 1
enthält im Allgemeinen Betätigungsmittel (allgemein durch die Bezugszahl
4 bezeichnet), welche für das Koppeln bzw. Entkoppeln der beweglichen
Kontakte 3 und der feststehenden Kontakte 2 verwendet werden.
Die Betätigungsmittel 4 enthalten eine elektromagnetische Anordnung
mit einer Spule 5, welche auf die feststehenden Kontakte 2 gewickelt
ist, und einem metallischen Element 6, das mechanisch mit den beweglichen
Kontakten 3 gekoppelt ist. Weiter enthalten die Betätigungsmittel
4 auch ein Federelement 7, das mechanisch zwischen die feststehenden
Kontakte 2 und die beweglichen Kontakte 3 eingekoppelt ist. Während
des Schließungsvorganges des Niederspannungsschütz 1 wird ein
Hilfsstrom 8 in die Spule oder Wicklung 5 eingeführt, so
dass ein magnetisches Feld entsteht. Die Feldlinien dieses magnetischen Feldes konzentrieren
sich in dem Metallelement 6, welches daher einer magnetischen Anziehungskraft
10 ausgesetzt wird. Die beweglichen Kontakte 3 können so
mit den Kontakten 2 in Berührung gebracht werden und der Phasenstrom
12 kann fließen. Es sei bemerkt, dass gleichzeitig das Federelement
7 zusammengedrückt wird und darin eine bestimmte Menge elastischer
Energie gespeichert wird. Während des Öffnungsvorganges des Niederspannungsschütz
1 wird der Hilfsstrom 8 nicht mehr in die Spule oder Wicklung
5 eingeführt, so dass die magnetische Anziehungskraft 10
zu Null wird. Die beweglichen Elemente 3 sind daher nur noch der elastischen
Reaktionskraft des Federelementes 7 ausgesetzt. Durch die Freigabe der
elastischen Energie, welche während des Schließungsvorganges gespeichert
worden ist, wird eine Entkopplung der beweglichen Kontakte 3 von den feststehenden
Kontakten 2 erzielt. Der Phasenstrom 12 kann daher nicht mehr
fließen. Die Niederspannungsschalter oder -schütze nach dem Stande der
Technik weisen bestimmte Nachteile auf. In der Praxis muss auf die Spule
5 ein schwieriger und komplizierter Bemessungsaufwand gerichtet werden,
um ein zufrieden stellendes Niveau der Wirkungsweise und Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Andere Nachteile beruhen auf der Tatsache, dass der Hilfsstrom 8, welcher
der Spule 5 zugeführt werden muss, verhältnismäßig
hohe Werte erreichen muss, um zufrieden stellende Zeiten für den Schließvorgang
zu erreichen. Weiter muss der Hilfsstrom 8 kontinuierlich zugeführt
werden, um die Verbindung der feststehenden und beweglichen Kontakte sicherzustellen
und dadurch den Schließungszustand des Niederspannungsschütz oder Niederspannungsschalters
beizubehalten. Diese Tatsachen führen oft zu einem verhältnismäßig
hohen Leistungsverbrauch des Niederspannungsschütz. Darüber sind die Gesamtabmessungen
des metallischen Elementes 6 verhältnismäßig groß und
können nicht ohne weiteres vermindert werden. Offensichtlich führen diese
Tatsachen dazu, dass die Herstellungskosten und Installationskosten des Niederspannungsschütz
verhältnismäßig hoch sind.
Ein Beispiel eines herkömmlichen Niederspannungsschütz für
Anwendung im Niederspannungsbereich ist in der Patentanmeldung US
5170088 aufgeführt. Das wesentliche Ziel der vorliegenden Erfindung
ist es daher einen Niederspannungsschütz für Anwendungen in der Leistungsverteilung
im Niederspannungsbereich zu schaffen, welcher die Nachteile, wie sie oben beschrieben
wurden, vermeidet.
Unter diesem Aspekt ist es ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung,
einen Niederspannungsschütz zu schaffen, der eine bemerkenswert vereinfachte
Struktur hat.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
Niederspannungsschütz, welcher eine Kopplung bzw. Entkopplung der beweglichen
Kontakte gegenüber den feststehenden Kontakten des Niederspannungsschütz
mit einem Leistungsverbrauch vernachlässigbarer Größe ermöglicht.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
Niederspannungsschütz, welcher die Aufrechterhaltung des Kopplungszustandes
der elektrischen Kontakte mit einem vernachlässigbaren Wert des Leistungsverbrauches
ermöglicht.
Wiederum ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung
ist die Schaffung eines Niederspannungsschütz, welcher leicht zu steuern ist
und welcher das Erreichen eines verhältnismäßig hohen Niveaus der
Zuverlässigkeit ermöglicht. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung
ist die Schaffung eines Niederspannungsschütz, welcher durch einen niedrigeren
Gesamtraumbedarf und eine Verminderung der Herstellungskosten und Installationskosten
gekennzeichnet ist.
Dieser Aspekt sowie die genannten und weitere Ziele, welche nachfolgend
offensichtlich gemacht sind, werden durch einen Niederspannungsschütz für
Niederspannungs-Leistungsverteilungszwecke erreicht, wie er in Anspruch 1 und den
abhängigen Ansprüchen definiert ist.
Weitere charakteristische Merkmale und Vorteile des Niederspannungsschütz
gemäß der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben,
wobei insbesondere auf die zugehörigen Zeichnungen Bezug genommen wird. Es
stellen dar:
1 eine schematische Darstellung eines Niederspannungsschütz
bekannter Art;
2 ein Blockschaltbild, welches schematisch den grundsätzlichen
Aufbau des Niederspannungsschütz gemäß der vorliegenden Erfindung
aufzeigt;
3 die schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform
des Niederspannungsschütz gemäß der vorliegenden Erfindung;
4 eine schematische Darstellung einer anderen bevorzugten
Ausführungsform des Niederspannungsschütz gemäß der vorliegenden
Erfindung;
5 eine schematische Darstellung einer anderen bevorzugten
Ausführungsform des Niederspannungsschütz gemäß der vorliegenden
Erfindung;
6 eine schematische Darstellung wiederum einer anderen
bevorzugten Ausführungsform des Niederspannungsschütz gemäß
der vorliegenden Erfindung.
Es sei nun auf 2 Bezug genommen. Die
Bezugszahl 10 bezeichnet ein Blockschaltbild, welches den grundsätzlichen
Aufbau eines Niederspannungsschütz für Anwendungen der Leistungsverteilung
im Niederspannungsbereich gemäß der vorliegenden Erfindung wiedergibt.
Der Niederspannungsschütz 10 enthält mindestens
einen feststehenden Kontakt 11 und einen beweglichen Kontakt
12. Der bewegliche Kontakt 12 wird während des Schließungs-
bzw. Öffnungsvorganges des Niederspannungsschütz 10 relativ zu
dem feststehenden Kontakt 11 gekoppelt bzw. entkoppelt. Der Niederspannungsschütz
10 enthält weiter eine Bewegungserzeugungseinrichtung 13,
welche wirkungsmäßig mit dem beweglichen Kontakt 12 durch eine
Bewegungsübertragungseinrichtung 14 verbunden ist. Die Bewegungserzeugungseinrichtung
13 enthält mindestens eine piezoelektrische Antriebseinrichtung
15, welche wirkungsmäßig mit der Bewegungsübertragungseinrichtung
14 verbunden ist, so dass der bewegliche Kontakt 12 relativ zu
dem feststehenden Kontakt 11 während des Schließungs- bzw. Öffnungsvorgangs
des Niederspannungsschütz 10 gekoppelt bzw. entkoppelt wird. Die piezoelektrische
Antriebseinrichtung 15 enthält vorteilhafter Weise eine Statoranordnung
16 mit mindestens einer piezoelektrischen Anordnung 17, die wirkungsmäßig
mit einem Statorgestell 18 verbunden ist. Die piezoelektrische Antriebsanordnung
15 enthält weiter eine Rotoranordnung 19, welche wirkungsmäßig
mit dem Statorgestell 18 verbunden ist. Der Niederspannungsschütz
gemäß der vorliegenden Erfindung kann einen elektrischen Pol oder mehrere
elektrische Pole enthalten, von denen jeder mindestens einen beweglichen Kontakt
12 und einen feststehenden Kontakt 11 aufweist. Insbesondere kann
der Niederspannungsschütz gemäß der vorliegenden Erfindung ein dreipoliger
Schalter oder ein vierpoliger Schalter sein.
Nunmehr sei auf 3 Bezug genommen. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform des Niederspannungsschütz
10 enthält das Statorgestell 18 der Statoranordnung
16 ein bewegliches haubenförmiges Element 21 (in
3 teilweise gezeigt), das mit einer Innenfläche
22 und einer Außenfläche 23 versehen ist. Gemäß
der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform enthält die piezoelektrische
Anordnung 17 eine Mehrzahl von piezoelektrischen Elementen 24,
welche mechanisch mit der Innenfläche 22 gekoppelt sind. Die piezoelektrischen
Elemente 24 werden vorteilhafter Weise durch vorbestimmte Erregungssignale
25 angeregt, so dass eine elliptische Bewegung 26 der Außenfläche
23 des haubenförmigen Elementes 21 festgelegt wird. Vorteilhafter
Weise werden zwei verschiedene Teile (nicht dargestellt) der piezoelektrischen Elemente
24 mit Anregungssignalen 25 beaufschlagt, welche zwei unterschiedliche
Ultraschall-Anregungssignale umfassen, die um 90° verschoben sind. Die piezoelektrischen
Elemente schwingen mit einem 90°-Phasenunterschied. Diese Schwingung überträgt
sich auf das haubenförmige Element 21. Für den Zweck der Verbesserung
der Übertragung der Schwingungen kann eine Ausgleichsmasse 9 verwendet
werden. Diese Tatsache führt zu einer Erzeugung von zwei 90°-verschobenen
"Wanderwellen" (nicht dargestellt) auf der Außenfläche 23 des
haubenförmigen Elementes 21. In dieser Weise führt
jeder Punkt der Außenfläche 23 eine elliptische Bewegung
26 aus. Vorzugsweise enthält die Rotoranordnung 19 einen
Rotorstab 27, der mechanisch mit der Außenfläche 23
des beweglichen, haubenförmigen Elementes 21 gekoppelt ist, so dass
er einer Bewegung 28 linearer Art unterworfen ist. Vorteilhafter Weise
enthält die Bewegungsübertragungseinrichtung 14 ein Bewegungsübertragungselement
29, das wirkungsmäßig mit dem Rotorstab 27 und mit dem
beweglichen Kontakt 12 verbunden ist. Auf diese Weise kann eine Bewegung
30 auf den beweglichen Kontakt 12 übertragen werden, welcher
relativ zu dem feststehenden Kontakt 11 mit diesem gekoppelt bzw. entkoppelt
werden kann. Während des Schließvorganges des Niederspannungsschütz
10 kann daher der bewegliche Kontakt 12 längs einer Richtung
31 bewegt werden, so dass er mit dem feststehenden Kontakt 11
gekoppelt wird. Es sei bemerkt, dass der bewegliche Kontakt 12 in dieser
Position in einer "passiven" Weise gehalten werden kann, wobei im Wesentlichen kein
Verbrauch elektrischer Leistung auftritt. Um den beweglichen Kontakt 12
in Position zu halten, reicht es tatsächlich aus, die Zufuhr der vorbestimmten
Anregungssignale 25 zu den piezoelektrischen Elementen 24 zu unterbrechen.
In diesem Falle beenden die piezoelektrischen Elemente 24 ihre Schwingung
und es werden auf der Außenfläche 23 keine Wandernden Wellen
mehr erzeugt. Da der Rotorstab 27 mechanisch mit der Außenfläche
23 gekoppelt ist, verhindern Haftreibungskräfte, dass der Rotorstab
27 sich relativ zu der Außenfläche 23 bewegt. Der bewegliche
Kontakt 12 kann sich daher nicht mehr bewegen. Während des Öffnungsvorganges
des Niederspannungsschütz 12 können die piezoelektrischen Elemente
24 in einer Art und Weise angeregt werden, welche es ermöglicht, dass
sich der bewegliche Kontakt 12 längs einer Richtung 23 bewegt,
so dass er von dem feststehenden Kontakt 11 entkoppelt wird. Dies kann
in einfacher Weise durch Mittel der Umkehrung der Phasenverzögerung der vorbestimmten
Anregungssignale erreicht werden. Es sei nunmehr 4
betrachtet. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform des Niederspannungsschütz
10 enthält das Statorgestell 18 der Statoranordnung
16 ein Flanschelement 41. Das Flanschelement 41 ist mit
einer Basiswand 43 und einer aufragenden Wand 42 versehen, welche
von der Basiswand 43 im Wesentlichen vertikal absteht. Wie in
4 gezeigt ist (, wobei nur ein Teil 44 des
Flanschelementes 41 dargestellt ist), enthält die piezoelektrische
Anordnung 17 eine Mehrzahl von piezoelektrischen Elementen 45.
Die piezoelektrischen Elemente 45 sind mechanisch mit der Basiswand
43 gekoppelt. Vorteilhafterweise können die piezoelektrischen Elemente
45 durch vorbestimmte Anregungssignale (nicht dargestellt) angeregt werden,
so dass eine elliptische Bewegung 46 der aufragenden Wand 42 vorgegeben
wird. Gemäß dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält
die Rotoranordnung 19 eine Rotorscheibe 51 (in 4
nicht dargestellt, jedoch in den 5 und 6
gezeigt). Die Rotorscheibe 51 ist mechanisch mit der aufragenden Wand
42 gekoppelt, so dass sie einer Rotationsbewegung unterworfen ist.
Die Tatsache, dass die Rotorscheibe 51 eine Drehbewegung
übertragen kann, gestattet es, verschiedene Ausführungsformen des Niederspannungsschütz
gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwirklichen. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform, welche in 5 gezeigt
ist, enthält die Bewegungsübertragungseinrichtung 14 eine Welle
52, welche mechanisch mit der Rotorscheibe 51 verbunden ist. Auf
der Welle 52 ist ein Nocken 53 mechanisch festgelegt. Der Nocken
53 kann mechanisch mit dem beweglichen Kontakt 12 zusammenarbeiten,
so dass er eine Bewegung auf den beweglichen Kontakt 12 überträgt.
Gemäß dieser Ausführungsform des Niederspannungsschütz nach
der vorliegenden Erfindung sind Federmittel 54 mechanisch zwischen dem
beweglichen Kontakt 12 und dem feststehendem Kontakt 11 vorgesehen.
Die Federmittel 54 sind in solcher Weise angeordnet, dass sie während
des Schließvorganges des Niederspannungsschütz 10 komprimiert
werden. Während des Schließvorganges des Niederspannungsschütz
10 rotiert der Nocken 53 in Richtung des Pfeils 34. In
dieser Weise wird der bewegliche Kontakt 12 (in Richtung des Pfeils
31) in Richtung auf den feststehenden Kontakt 11 vorgeschoben,
so dass er mit ihm gekoppelt wird. Während der Bewegung des beweglichen Kontaktes
12 wird das Federelement 54 zusammengedrückt und ein bestimmter
Betrag der elastischen Energie wird darin gespeichert. Es sei bemerkt, dass der
bewegliche Kontakt 12 in dieser Position in passiver Weise gehalten werden
kann, wobei im Wesentlichen kein Verbrauch von elektrischer Leistung stattfindet.
Praktisch kann der Nocken 53 mittels der Haftreibungskräfte zwischen
der Rotorscheibe 51 und dem ringförmigen Element 51 festgehalten
werden, wenn die piezoelektrischen Elemente 45 nicht mehr mit den vorbestimmten
Anregungssignalen beaufschlagt werden. Während des Öffnungsvorganges des
Niederspannungsschütz 10 werden die piezoelektrischen Elemente
45 in solcher Weise angeregt, dass der Nocken 53 in der Richtung
des Pfeils 35 bewegt wird. Der bewegliche Kontakt 12 wird daher
von dem Nocken 53 entkoppelt. Das Federelement 54 wird freigegeben,
um die gespeicherte elastische Energie durch Wirksamwerden einer Federreaktion
55 freizusetzen, wodurch der bewegliche Kontakt 12 von dem feststehenden
Kontakt 11 in Richtung des Pfeils 32 wegbewegt wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung können die Bewegungsübertragungsmittel 14 eine Welle
52 enthalten, welche mechanisch mit der Rotorscheibe 51 verbunden
ist. Ein Ritzel 56 ist auf der Welle 52 mechanisch festgelegt.
Das Ritzel 56 wirkt mechanisch mit einer Zahnstange
57 zusammen, welche mechanisch mit dem beweglichen Kontakt 12
verbunden ist, so dass eine Bewegung auf den beweglichen Kontakt 12 übertragen
wird. Während des Schließvorganges des Niederspannungsschütz
10 dreht sich das Ritzel 56 in Richtung des Pfeils 36.
Auf diese Weise wird der bewegliche Kontakt 12 in Richtung des Pfeils
31 gegen den feststehenden Kontakt 11 vorwärts geschoben,
so dass er damit in Kontakt gerät. Es sei bemerkt, dass auch in diesem Falle
der bewegliche Kontakt 12 in dieser Position in passiver Weise gehalten
werden kann, wobei im Wesentlichen kein Verbrauch elektrischer Leistung stattfindet.
Praktisch kann das Ritzel 56 durch die Haftreibungskräfte festgehalten
werden, welche zwischen der Rotorscheibe 51 und dem ringförmigen Element
41 auftreten, wenn einmal die piezoelektrischen Elemente 45 nicht
mehr mit den Anregungssignalen beaufschlagt werden. Während des Öffnungsvorganges
des Niederspannungsschütz 10 werden die piezoelektrischen Elemente
45 in einer Art und Weise angeregt, welche eine Bewegung des Ritzels
56 in Richtung des Pfeils 37 ermöglicht. Der bewegliche Kontakt
12 wird somit von dem feststehenden Kontakt 11 in Richtung des
Pfeils 32 weg geschoben. Der Niederspannungsschütz gemäß
der vorliegenden Erfindung ermöglicht das Erreichen der beabsichtigten Ziele
und der zu lösenden Aufgaben.
Praktisch gestattet die Verwendung der piezoelektrischen Antriebsanordnung
17 zur Bewegung des beweglichen Kontaktes 12 das Vermeiden des
Einsatzes elektromagnetischer Anordnungen, welche die Einführung von Hilfsströmen
notwendig machen.
Die Erzeugung der Bewegung durch die piezoelektrische Antriebsanordnung
ist, wie in den bevorzugten Ausführungsbeispielen dargestellt ist, hauptsächlich
mechanischer Art. Diese Eigenschaft ermöglicht das Erzielen beachtlicher Vorteile,
beispielsweise der Verbrauch vernachlässigbarer Mengen von elektrischer Leistung
zur Bewegung des beweglichen Kontaktes 12 und, vornehmlich, zur Haltung
des beweglichen Kontaktes in der Schließstellung.
Weiter hat sich in der Praxis erwiesen, dass die piezoelektrische
Antriebsanordnung 17 es ermöglicht, hohe Drehmomentwerte bei niedriger
Geschwindigkeit und verhältnismäßig verminderte Ansprechzeiten zur
erzielen. Darüber hinaus hat sich der Niederspannungsschütz gemäß
der vorliegenden Erfindung auf Grund des Fehlens elektromagnetischer Anordnungen,
welche die Verwendung von Wicklungsstrukturen benötigen, als bezüglich
Gewicht und Größe stark verminderte Konstruktion erwiesen.
Diese Tatsachen in Verbindung damit, dass eine bemerkenswerte Verminderung
der operativen Elemente erzielt wird, welche zur Durchführung der Vorgänge
in dem Niederspannungsschütz erforderlich sind, gestatten es, verhältnismäßig
niedrige Herstellungskosten und Installationskosten zu erreichen.
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| Anspruch[de] |
Niederspannungsschütz (10) für Anwendungen der Niederspannungs-Leistungsverteilung,
mit mindestens einem feststehendem Kontakt (11) und einem beweglichen Kontakt
(12), wobei der bewegliche Kontakt relativ zu dem feststehenden Kontakt
(11) während des Schließungs- bzw. Öffnungsvorganges des
Niederspannungsschütz (10) gekuppelt bzw. entkuppelt wird, mit einer
Bewegungserzeugungseinrichtung (13), welche wirkungsmäßig mit
dem beweglichen Kontakt (12) über eine Bewegungsübertragungseinrichtung
(14) verbunden ist, wobei die Bewegungserzeugungseinrichtung (13)
mindestens eine piezoelektrische Antriebsanordnung (15) enthält, welche
wirkungsmäßig mit der Bewegungsübertragungseinrichtung (14)
verbunden ist, so dass der bewegliche Kontakt (12) mit dem feststehenden
Kontakt (11) während des Schließungs- bzw. Öffnungsvorganges
des Niederspannungsschütz (10) gekuppelt bzw. entkuppelt wird, wobei
die piezoelektrische Antriebsanordnung (15) folgendes enthält:
eine Statoranordnung (16), welche mindestens eine piezoelektrische Anordnung
(17) enthält, die wirkungsmäßig mit einem Statorgestell
18 verbunden ist; und
eine Rotoranordnung (19), welche wirkungsmäßig mit dem genannten
Statorgestell (18) verbunden ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
das Statorgestell (18) ein bewegliches haubenförmiges Element (21)
aufweist, das mit einer Innenfläche (22) und einer Außenfläche
(23) versehen ist; und
die piezoelektrische Anordnung (17) eine Mehrzahl von piezoelektrischen
Elementen (24) enthält, welche mechanisch mit der Innenfläche
(22) des beweglichen haubenförmigen Elementes (21) gekoppelt
sind, wobei die piezoelektrischen Elemente (24) durch vorbestimmte Anregungssignale
(25) angeregt werden, so dass eine elliptische Bewegung (26) der
Punkte der Außenfläche (23) des haubenförmigen Elementes
(21) vorgegeben wird.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rotoranordnung (19) einen Rotorstab (27) enthält,
welcher mechanisch mit der Außenfläche (23) des beweglichen haubenförmigen
Elementes (21) gekoppelt ist, so dass er eine Linearbewegung (28)
erfährt.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass das Statorgestell (18) ein Flanschteil (41)
enthält, dass mit einer Basiswand (43) und einer aufragenden Wand
(42) versehen ist, wobei die aufragende Wand (42) im Wesentlichen
vertikal von der genannten Basiswand (43) aufragt.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die piezoelektrische Anordnung (17) eine Mehrzahl von piezoelektrischen
Elementen (45) enthält, welche mechanisch mit der genannten Basiswand
(43) gekoppelt sind, wobei die piezoelektrischen Elemente (45)
durch vorbestimmte Anregungssignale angeregt werden, so dass sie eine elliptische
Bewegung (46) der aufragenden Wand (42) vorgeben.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rotoranordnung (19) eine Rotorscheibe (51) enthält,
welche mechanisch mit der aufragenden Wand (42) gekoppelt ist, so dass
sie einer Drehbewegung unterzogen wird.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungsübertragungseinrichtung (14) ein Bewegungsübertragungselement
(29) enthält, welches wirkungsmäßig mit der Rotorwelle (27)
und dem beweglichen Kontakt (12) verbunden ist, so dass es eine Bewegung
auf den beweglichen Kontakt (12) überträgt.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungsübertragungseinrichtung (14) folgendes enthält:
eine Welle (52), welche mechanisch mit der Rotorscheibe (51) verbunden
ist;
einen Nocken (53), welcher mechanisch fest auf die genannte Welle (52)
gesetzt ist, wobei der Nocken (53) mechanisch mit dem beweglichen Kontakt
(12) so zusammenwirkt, dass er eine Bewegung auf den beweglichen Kontakt
(12) überträgt.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass er Federmittel (54) enthält, welche mechanisch zwischen den beweglichen
Kontakt (12) und den feststehenden Kontakt (11) gesetzt sind,
wobei die Federmittel (54) so angeordnet sind, dass sie während des
Schließvorganges des Niederspannungsschütz (10) zusammengedrückt
werden.
Niederspannungschütz (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungsübertragungseinrichtung (14) folgendes enthält:
eine Welle (52), welche mechanisch mit der Rotorscheibe (51) verbunden
ist;
ein Ritzel (56), welches mechanisch feststehend auf die genannte Welle
(52) gesetzt ist, wobei das Ritzel (56) mechansich mit einer Zahnstange
(57) zusammenwirkt, welche mit dem beweglichen Kontakt (12) in
Verbindung steht, so dass eine Bewegung auf den beweglichen Kontakt (12)
übertragbar ist.
Niederspannungsschütz (10) nach einem oder mehreren der
vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen oder mehrere
elektrische Pole aufweist, von denen jeder mindestens einen feststehenden Kontakt
(11) und einen beweglichen Kontakt (12) aufweist.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch (10), dadurch
gekennzeichnet, dass es sich um einen dreipoligen Schütz handelt.
Niederspannungsschütz (10) nach Anspruch (10), dadurch
gekennzeichnet, dass es sich um einen vierpoligen Schütz handelt.
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