GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbauen einer sicheren Kommunikation
zwischen einem ATM-Mobilendgerät und einem ATM-Zugriffsknoten eines drahtlosen
ATM-Funkkommunikationsnetzwerks. Ferner betrifft die Erfindung eine Authentifizierungsvorrichtung
für ein solches drahtloses ATM-Funkkommunikationsnetzwerk. Die Erfindung betrifft
außerdem den ATM-Zugriffsknoten eines solchen drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerks.
Ferner betrifft die Erfindung ein ATM-Mobilendgerät, das innerhalb eines solchen
drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerks verwendbar ist.
In drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerken müssen im Allgemeinen
zwei Schritte ausgeführt werden, um ein ATM-Mobilendgerät mit einem ATM-Zugriffsknoten
zu verbinden, nämlich ein Authentifizierungsschritt, in dem eine Authentifizierungsinformation
zwischen dem Mobilendgerät und dem Zugriffsknoten ausgetauscht wird, und ein
zweiter Schritt, in welchem die drahtlose Verbindung aufgebaut wird und in welchem
ein geheimer Schlüssel vereinbart wird (welcher bei einer Verschlüsselungsprozedur
verwendet wird, um die zu sendenden Daten zu verschlüsseln), so dass die drahtlose
ATM-Verbindung einen hohen Vertraulichkeitsgrad aufweist. Der Austausch von Authentifizierungsinformation
und das Aufbauen der drahtlosen Verbindung mit dem vereinbarten Vertraulichkeitsschlüssel
erfordern den Austausch von Signalen zwischen dem Mobilendgerät und dem Zugriffsknoten
gemäß einem vordefinierten Protokoll.
Manche Protokolle ermöglichen den Austausch der gemeinsam genutzten
Authentifizierungsinformation vor dem Aufbauen der drahtlosen Verbindung mit dem
Sitzungsschlüssel. Jedoch gibt es, wie weiter unten erläutert wird, einige
Protokolle, bei denen eine Sitzung erst aufgebaut werden muss, und erst danach kann
die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation verfügbar gemacht
werden. Dieser Nachteil ist sehr erheblich, wenn zum Beispiel ein erstes Signalisierungsprotokoll
auf der drahtlosen Übertragungsstrecke zwischen dem Mobilendgerät und
dem Zugriffsknoten und ein anderes Protokoll zwischen dem Zugriffsknoten des ATM-Kommunikationsnetzwerks
und einem Zugriffsknoten anderer untereinander verbundener Festnetze verwendet wird.
Die Erfindung betrifft insbesondere die Herstellung einer sicheren
ATM-Drahtlosverbindung zwischen dem ATM-Mobilendgerät und dem ATM-Zugriffsknoten
für den Fall, dass unterschiedliche Signalisierungsprotokolle verwendet werden.
Eine solche drahtlose ATM-Verbindung ist zum Beispiel im Dokument
EP 0 813 346 zu finden.
Allgemeiner Stand der Technik
Drahtlose ATM-Systeme sind gegenwärtig sowohl innerhalb des ETSI
Projektes BRAN als auch der ATM Forum Wireless ATM Gruppe standardisiert. Beispiele
solcher drahtloser ATM-Systeme sind zum Beispiel ein ATM-Kommunikationssystem mit
drahtlosem Zugang (ATM Wireless Access Communication System, AWACS), ein drahtloses
System für gewerbliche und private Multimedia-Anwendungen (MEDIAN-Anwendung)
für Netzwerke innerhalb von Kundengebäuden, der Magic WAND Demonstrator
(Wireless ATM Network Demonstrator, drahtloser ATM-Netz-Demonstrator) für Innen-
und Außenanwendungen auf Kundengelände und in öffentlichen Netzen,
das SAMBA System, ein ATM-basiertes Mobilfunksystem wie eine Breitband-Mobilkommunikation
für Multimedia auf ATM-Basis, die vom deutschen Ministerium für Forschung
und Entwicklung unterstützt wird, oder ein Hochleistungs-Funk-Lokalnetz (High
Performance Radio Local Area Network, HIPERLAN System) usw.
Jedes der oben erwähnten drahtlosen ATM-Systeme ist für
einen anderen spezifischen Anwendungsbereich definiert. Einige von ihnen sind zum
Beispiel für drahtlose Lokalnetze (LANs) bestimmt, oder für die Erweiterung
oder den Ersatz von festen LANs. Andere Systeme sind speziell für Breitbandzugriff
bestimmt (z.B. für UMTS oder für die GSM oder GPRS Kernnetze), oder für
Punkt-zu-Mehrpunkt-Systeme.
Eine allgemeine Konfiguration von interagierenden Netzwerken, unter
denen drahtlose ATM-Systeme sind, ist in der beigefügten 1
dargestellt. Solche Systeme werden gegenwärtig in den oben erwähnten Standardisierungskomitees
untersucht. Wie in 1a zu erkennen ist, sind mehrere
unterschiedliche Typen von Netzwerken über Zugriffsknoten AN (auch Zugriffspunkte
genannt) untereinander verbunden. Das Netzwerk A kann für feste drahtlose Komponenten
vorgesehen sein, die über einen drahtlosen Kanal kommunizieren (z.B. über
feste drahtlose LANs und einen Netzzugriff über Mikrowellen-Übertragungsstrecken).
Das Netzwerk B kann Mobilfunk-Endbenutzer umfassen, die direkt mit den Festnetz-Koppelelementen
kommunizieren (z.B. digitale Zellulartelefonie, PCS, drahtloses LAN). Die Netzwerke
C, D können Mobilfunkvermittlungen mit festen Endbenutzern darstellen, wobei
die Endbenutzer eine feste Verbindung (entweder drahtgebunden oder drahtlos) mit
einer Vermittlung haben. Die Vermittlung und der Endbenutzer, als eine Einheit,
sind mobil, wobei die Vermittlung eine drahtgebundene oder drahtlose Verbindung
zu Festnetz-Koppelelementen hat (z.B. zu einem Festnetz an Bord eines Passagierflugzeugs,
eines Militärluftfahrzeugs oder Kriegsschiffes). Ferner können im Netzwerk
D Mobilfunk-Vermittlungsstellen mit Mobilfunk-Endbenutzern vorgesehen sein, d.h.
die Mobilendgeräte stellen Verbindungen mit Vermittlungen her, welche selbst
mobil sind und welche dann eine Verbindung zu einem Festnetz herstellen, wie es
z.B. bei LEO satellitengestützter Vermittlung zu Mobilstationen, drahtlosen
Endbenutzereinrichtungen; drahtloser Verbindung zu mobilen Vermittlungen auf Rettungs-
oder Militärfahrzeugen der Fall ist. Ein anderes Beispiel ist in E dargestellt,
welches als drahtlose Ad-hoc-Netzwerke zusammengefasst werden kann. Hier werden
drahtlose Netzwerke bereitgestellt, wenn kein Zugriffsknoten verfügbar ist
(z.B. Laptops, die in einer Geschäftskonferenz-Umgebung versammelt sind). Es
berücksichtigt außerdem Fälle, in denen Zugriffsknoten nicht an beliebigen
Orten angeordnet werden können und in denen Plug and Play und Netzflexibilität
wichtige Überlegungen sind (z.B. für einen Privatteilnehmer). Diese Anforderung
kann erfüllt werden, indem die Autokonfiguration eines drahtlosen ATM-Netzwerks
unterstützt wird. Es sind sowohl Mobilfunk-Endbenutzer als auch feste drahtlose
Endbenutzer möglich. Ad-hoc-Netzwerke können sich auch auf die Abdeckung
existierender Zugriffsknoten-orientierter Netzwerke mit drahtlosen Mitteln durch
Verwendung von Weiterleitungsknoten erstrecken, welche als Zwischenrelaispunkte
(Transferknoten) agieren und ATM-Pakete von einer WATM-Funkfrequenz zu einer anderen
WATM-Funkfrequenz weiterleiten. Es ist vorstellbar, dass im Anfangsstadium ein drahtloses
ATM-System eine Betriebsfrequenz von 5 GHz und eine verfügbare Benutzerdatenrate
von 25 Mbit/s verwenden wird. Die geschätzte Zellenreichweite wird zwischen
30 und 50 m in Gebäuden und 200-300 m im Freien betragen.
Wie in 1a dargestellt, gibt es verschiedene
Möglichkeiten, wie mobile ATM-(Asynchronous Transfer Mode, asynchroner Transfermodus)
Netzwerke über die Zugriffsknoten AN miteinander verbunden sein können,
und da die Kommunikationsverbindungen ATM-Verbindungen sind und drahtlos sind, ist
der Sicherheitsaspekt bei einer solchen Netzwerkarchitektur eine wichtige Erwägung.
Insbesondere ist die Interoperabilität mit Sicherheitsmechanismen von anderen
Netzwerken ein wichtiger Aspekt. Auch die Einfachheit des Aufrüstens und Hinzufügens
von neuen Funktionalitäten ist sehr wichtig, insbesondere da es unmöglich
ist zu beweisen, dass irgendeines der existierenden praktischen Verschlüsselungssysteme
nicht in der Zukunft "geknackt" werden kann, aufgrund des Fortschrittes in der mathematischen
Theorie und der Entwicklung neuer, effizienterer Algorithmen.
Daher müssen, wie oben erläutert, verschiedene Schritte
ausgeführt werden, bevor eine sichere ATM-Verbindung in dem drahtlosen ATM-Kommunikationsnetzwerk
garantiert werden kann. Dies wird im Folgenden unter Bezugnahme auf 1b
und 2 erläutert.
Herkömmliche Authentifizierungsprozedur
1b zeigt eine vereinfachte Netzwerkkonfiguration nach
1a für Zwecke der Erläuterung.
1b stellt einen typischen Fall dar, wenn das drahtlose
ATM-System ein drahtloses LAN oder ein Breitband-Zugriffssystem ist, wobei es wünschenswert
ist, dass ein drahtloses ATM-Funkkommunikationsnetzwerk WATM mit einem festen Nicht-ATM-System,
zum Beispiel einem Ethernet, über Zugriffsknoten AN des WATM-Systems und des
FN-Systems verbunden wird.
Jedoch ist in 1b das Ethernet nur als
ein Beispiel für das Nicht-ATM-Festnetz dargestellt, und es kann nützlich
sein, ein allgemeines drahtloses ATM-Funkkommunikationsnetzwerk WATM über Zugriffsknoten
AN mit einem Netzwerksystem zu verbinden, wobei das Netzwerksystem verschiedene
sichere Prozeduren des Assoziationsaufbaus ausführen kann. Natürlich setzt
dies voraus, dass zwischen dem Netzwerksystem und dem WATM-System ein Signalisierungs-Gateway
angeordnet ist.
Wie in 1b ebenfalls dargestellt ist,
wird eine drahtlose Kommunikationsverbindung (Wireless Communication Connection)
WCC zwischen dem ATM-Mobilendgerät MT und dem ATM-Zugriffsknoten AN aufgebaut,
und die ATM-Signalisierung wird somit im Zugriffsknoten AN beendet. Es ist im Allgemeinen
schwierig, Dienste innerhalb des WATM-Systems zu entwickeln, wenn sich diese Dienste
auf Funktionen und Dienste in den Festnetzen stützen sollten, eben weil die
ATM-Signalisierung im Zugriffspunkt AN beendet wird.
Da der Zugriffsknoten AN offensichtlich der Eintrittspunkt in das
WATM-System ist, ist es klar, dass der Zugriffsknoten AN vor arglistigem und unbeabsichtigtem
Missbrauch geschützt werden muss, so dass nicht jeder beliebige Teilnehmer
Zugriff zu dem WATM-System haben kann. Wie oben erläutert wurde, geschieht
dies durch einen zwei Schritte umfassenden Mechanismus, nämlich einen Authentifizierungsmechanismus,
bei dem die Mobilstation MT und der Zugriffsknoten AM einander erkennen müssen,
und einen zweiten Schritt, bei dem Verschlüsselungsverfahren auf der Funkübertragungsstrecke
verwendet werden, um ein Vertraulichkeitsniveau auf der Funkübertragungsstrecke
zu gewährleisten. Auf diese Weise sollte nicht jede beliebige Teilnehmerstation
(Subscriber Station) SS, zum Beispiel vom Festnetz SN aus, einen Zugang erlangen
und in dem WATM-System unterstützt werden, sondern nur solche Teilnehmerstationen
für Mobilstationen, welche von dem WATM-System erkannt werden.
Wenn ein Mobilendgerät MT einen Zugriff zu dem WATM-System wünscht
oder eine Registrierung anfordert, können die folgenden zwei Typen von Registrierungen
unterschieden werden:
- 1. Der Zugriffsknoten AN und das ATM-Mobilendgerät MT müssen eine
geheime Authentifizierungsinformation AI besitzen, und die Authentifizierungsinformation
muss in dem Zugriffsknoten AN und in dem Mobilendgerät MT dieselbe sein. Eine
solche Authentifizierungsinformation kann typischerweise ein Authentifizierungsschlüssel
oder eine Challenge-Response-(Herausforderung-Antwort-)Information sein.
- 2. Ein ATM-Mobilendgerät MT und der Zugriffsknoten AN "kennen einander
nicht", d.h. sie können einander nicht erkennen.
In beiden Fällen müssen auf jeden Fall Kommunikationsschlüssel
(Verschlüsselungs-/Entschlüsselungs-Schlüssel) erzeugt und zwischen
dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten AN ausgetauscht werden. Diese Kommunikationsschlüssel
(Communication Keys) CK werden verwendet, um eine Vertraulichkeit der Information
zu erzielen, die auf der drahtlosen ATM-Verbindung übertragen wird. Protokolle,
welche verwendet werden, um solche Kommunikationsschlüssel CK zu erzeugen und
auszutauschen, werden im Allgemeinen "Schlüsselvereinbarungsprotokolle" genannt,
und in existierenden Netzwerken wie GSM, DECT, IS-54, IS 95 und CDPD werden sie
mit der Teilnehmerauthentifizierung kombiniert, so dass ein so genanntes "atomares
Authentifizierungs- und Schlüsselvereinbarungsprotokoll" (Atomic Authentification
and Key Agreement, AKA) geschaffen wird.
Allgemein gibt es zwei Kategorien von AKA-Protokollen, welche verwendet
werden können, um die Kommunikation zwischen dem ATM-Mobilendgerät MT
und dem ATM-Zugriffsknoten AN aufzubauen. Dabei umfasst die erste Kategorie zum
Beispiel die Verwendung des Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch-(Diffie-Hellman
Encrypted Key Exchange, DH-EKE) Protokolls oder des Simple Key Exponential Key Exchange
(SPEKE) Protokolls (siehe z.B. Referenz [1]: B. Schneier, "Applied Cryptography,
Second Edition, Wiley, 1992" und Referenz [2]: D. Jablon "Strong Password only Authenticated
Key Exchange, ACM Computer Communication Review, Oktober 1996"). Ein typisches Flussdiagramm,
das zeigt, wie eine sichere Kommunikation zwischen einem ATM-Mobilendgerät
MT und einem ATM-Zugriffsknoten AN eines drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerks
WATM unter Verwendung dieser Art von Protokollen erreicht wird, ist in
2 dargestellt.
In 2 tauschen das Mobilendgerät
MT und der Zugriffsknoten AN, nach dem Starten der Aufbauprozedur in Schritt ST1,
in Schritt ST2 Authentifizierungsinformation aus. In Schritt ST3 wird geprüft,
ob das Mobilendgerät MT und der Zugriffspunkt AN einander erkennen, d.h. ob
der Zugriffsknoten AN eine Authentifizierungsinformation gespeichert hat, welche
mit derjenigen übereinstimmt, die von dem Mobilendgerät MT gesendet wird.
Wenn dies nicht der Fall ist, "N" in Schritt ST3, wird der Austausch von Authentifizierungsinformation
in Schritt ST2 wiederholt. Falls das Mobilendgerät MT und der Zugriffspunkt
AN dieselbe Authentifizierungsinformation verwenden, "J" in Schritt ST3, dann vereinbaren
das MT und der Zugriffsknoten AN in Schritt ST4 einen geheimen Schlüssel (unter
Verwendung des AKA Protokolls). Wenn MT/AN in Schritt ST4 einen geheimen Sitzungsschlüssel
(Kommunikationsschlüssel oder Schlüssel) vereinbart haben, dann ist eine
sichere drahtlose ATM-Kommunikationsverbindung WCC hergestellt worden, und in Schritt
ST5 kann das übliche Kommunikations-Signalisierungsprotokoll für die Informationsübertragung
eingerichtet werden. Die Aufbauprozedur ist mit Schritt ST6 beendet.
Daher wird unter Verwendung des herkömmlichen Diffie- oder Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch-(Diffie-Hellman
Encrypted Key Exchange, DH-EKE) Protokolls oder des Simple Key Exponential Key Exchange
(SPEKE) Protokolls die Authentifizierungsinformation AI tatsächlich festgestellt,
bevor das AKA Protokoll vollendet wird. Es gibt jedoch eine zweite Kategorie von
AKA Protokollen, bei denen die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation
nicht verfügbar ist, bevor die drahtlose Kommunikationsverbindung WCC auf der
Basis der vereinbarten Sitzungsschlüssel aufgebaut wird. Das heißt, die
Verwendung von Protokollen der zweiten Kategorie bedeutet, dass die gemeinsam genutzte
Authentifizierungsinformation erst verfügbar wird, nachdem die sichere Kommunikationsverbindung
aufgebaut worden ist.
Wie in 1b dargestellt, wird die Situation
sogar noch schwieriger, wenn unterschiedliche Signalisierungsprotokolle auf der
drahtlosen ATM-Kommunikationsverbindung WCC zwischen dem Mobilendgerät MT und
dem Zugriffsknoten AN (d.h. eine WATM Signalisierung) und zwischen dem Zugriffsknoten
AN des WATM-Netzwerks und den Zugriffsknoten AN der Festnetze SN, zum Beispiel eine
Internet-Signalisierung oder eine UMTS-Signalisierung, verwendet werden. Das heißt,
wenn der Zugriff des AN des WATM-Kommunikationsnetzwerks genügend flexibel
sein sollte, um eine Verbindung zu anderen Signalisierungsprotokollen (zum Beispiel
Internet-Signalisierung oder UMTS-Signalisierung) herzustellen, dann müssen
in Abhängigkeit von dem verwendeten Protokoll zwischen dem ATM-System und dem
Festnetz FN möglicherweise verschiedene Authentifizierungsprozeduren oder verschiedene
AKA Protokolle verwendet werden. Daher muss möglicherweise manchmal das AKA
Protokoll der Kategorie 1 verwendet werden, und manchmal muss möglicherweise
das AKA Protokoll der Kategorie 2 verwendet werden. Somit ist in einigen Fällen
die Authentifizierungsinformation eventuell nicht verfügbar, bevor die verschlüsselte
ATM Drahtlos-Kommunikationsverbindung aufgebaut wird.
Kurzdarstellung der Erfindung
Wie oben beschrieben, besteht das Problem beim Aufbauen von drahtlosen
ATM-Kommunikationsverbindungen zwischen einem ATM-Mobilendgerät und einem ATM-Zugriffsknoten
im Wesentlichen darin, dass entweder verschiedene Arten von AKA Protokollen zu dem
Zugriffsknoten eingerichtet werden müssen, oder dass tatsächlich die Authentifizierungsinformation
nicht verfügbar ist, bevor das AKA-Protokoll vollendet wird.
Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren,
eine Authentifizierungsvorrichtung, einen ATM-Zugriffsknoten, ein ATM-Mobilendgerät
sowie ein ATM-Kommunikationssystem bereitzustellen, in welchen eine sichere Kommunikation
zwischen einem ATM-Mobilendgerät und einem ATM-Zugriffsknoten aufgebaut werden
kann.
Eine sichere Kommunikation ist vorzugsweise sogar dann aufzubauen,
falls die Authentifizierungsinformation nicht verfügbar ist, wenn das Protokoll
vollendet wird, oder falls mehrere unterschiedliche AKA Protokolle an dem Zugriffsknoten
verwendet werden müssen, oder falls Sicherheitsmechanismen anderer Verbundnetze
verwendet werden müssen.
Lösung der Aufgabe
Im Wesentlichen wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Aufbauen
einer sicheren Kommunikation zwischen einem ATM-Mobilendgerät und einem ATM-Zugriffsknoten
eines drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerks gelöst, welches den Schritt
des Aufbauens einer drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung zwischen dem ATM-Mobilendgerät
und dem ATM-Zugriffsknoten ohne eine vorherige Durchführung einer Authentifizierungsinformations-Überprüfungsprozedur
umfasst, wobei ein Informationsaustausch auf der drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung
unter Verwendung eines geheimen Kommunikationsschlüssels durchgeführt
wird, welcher durch den ATM-Zugriffsknoten und das ATM-Mobilendgerät vereinbart
ist.
Ferner wird diese Aufgabe durch eine Authentifizierungsvorrichtung,
insbesondere für ein drahtloses ATM-Funkkommunikationsnetzwerk, gelöst,
welche umfasst: ein Authentifizierungsinformations-Speichermittel zum Speichern
mehrerer Authentifizierungsinformationen, wobei jede einem jeweiligen ATM-Mobilendgerät
entspricht, welches durch ein drahtloses ATM-Funkkommunikationsnetzwerk bedient
wird, und ein Authentifizierungsinformations-Übertragungsmittel zum Ausgeben
einer Authentifizierungsinformation in Reaktion auf einen Empfang einer Authentifizierungsinformations-Anforderung
von einem ATM-Mobilendgerät, nachdem eine drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung
zwischen dem anfordernden ATM-Mobilendgerät und dem ATM-Zugriffsknoten unter
Verwendung eines geheimen Kommunikationsschlüssels aufgebaut wurde, welcher
durch den ATM-Zugriffsknoten und das ATM-Mobilendgerät vereinbart ist.
Die Aufgabe wird außerdem durch einen ATM-Zugriffsknoten eines
drahtlosen ATM-Funkkommunikationsnetzwerks zum Aufbauen einer sicheren drahtlosen
ATM-Kommunikationsverbindung zu einem ATM-Mobilendgerät gelöst, wobei
der ATM-Zugriffsknoten umfasst: ein Aufbaumittel zum Aufbauen einer drahtlosen ATM-Kommunikationsverbindung
zu dem ATM-Mobilendgerät, ohne zuvor eine Authentifizierungsinformations-Überprüfungsprozedur
durchzuführen, ein Geheimkommunikationsschlüssel-Speichermittel zum Speichern
eines geheimen Kommunikationsschlüssels, welcher durch das ATM-Mobilendgerät
und den ATM-Zugriffsknoten zur Durchführung von drahtlosen ATM-Kommunikationen
verwendet wird.
Ferner wird die Aufgabe durch ein ATM-Mobilendgerät zum Aufbauen
einer sicheren Kommunikation zu einem ATM-Zugriffsknoten eines drahtlosen ATM-Kommunikationsnetzwerks
gelöst, welches umfasst: ein Aufbaumittel zum Aufbauen einer drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung
zu dem ATM-Zugriffsknoten, ohne zuvor eine Authentifizierungsinformations-Überprüfungsprozedur
durchzuführen, ein Geheimkommunikationsschlüssel-Speichermittel zum Speichern
eines geheimen Kommunikationsschlüssels, welcher durch das ATM-Mobilendgerät
und den ATM-Zugriffsknoten zur Durchführung von drahtlosen ATM-Kommunikationen
verwendet wird.
Schließlich wird die Aufgabe auch durch ein drahtloses ATM-Kommunikationsnetzwerk
nach Anspruch 32 gelöst.
Die Grundidee der Erfindung besteht darin, ein vom Benutzer gewähltes
Vertraulichkeitsniveau auf der Funkübertragungsstrecke durch das Aufbauen einer
sicheren Assoziation zwischen dem WATM-Zugriffsknoten und dem drahtlosen ATM-Mobilendgerät
zu gewährleisten, ohne eine Authentifizierung als einen ersten Schritt zu verwenden.
Das heißt, gemäß der Erfindung wird eine drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung
durch das Vereinbaren eines geheimen Kommunikationsschlüssels
CK zwischen dem ATM-Zugriffsknoten und dem ATM-Mobilendgerät hergestellt, wobei
keine Authentifizierungsinformations-Überprüfungsprozedur zuvor durchgeführt
wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung ist, dass, sobald die sichere drahtlose
ATM-Funkkommunikationsverbindung zwischen dem Mobilendgerät und dem Zugriffsknoten
hergestellt worden ist, das Mobilendgerät versucht, die geheime gemeinsam genutzte
Authentifizierungsinformation durch Verwendung einer Kommunikation mit Protokollen
höherer Ebene von einer Authentifizierungsvorrichtung zu erhalten, die in dem
drahtlosen ATM-Kommunikationsnetzwerk vorgesehen ist oder in einem Netzwerk vorgesehen
ist, welches mit dem Zugriffsknoten (mit welchem das Mobilendgerät die sichere
verschlüsselte Kommunikationsübertragungsstrecke aufgebaut hat) über
einen Signalisierungspfad verbunden ist. Diese Authentifizierungsvorrichtung umfasst
ein Authentifizierungsinformations-Suchmittel zum Speichern mehrerer Authentifizierungsinformationen,
wobei jede einem jeweiligen ATM-Mobilendgerät entspricht, welches durch das
drahtlose ATM-Funkkommunikationsnetzwerk bedient wird. Wenn die ATM-Kommunikationsverbindung
aufgebaut worden ist, fordert das Mobilendgerät eine Authentifizierungsinformation
von dieser Authentifizierungsvorrichtung an, und erst dann wird eine Authentifizierungsprozedur
an dem Zugriffsknoten mit der von der Authentifizierungsvorrichtung zur Verfügung
gestellten Authentifizierungsinformation durchgeführt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist, dass das Mobilendgerät
die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation von der Authentifizierungsvorrichtung
innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls oder innerhalb eines Zeitintervalls,
welches zwischen dem Mobilendgerät und dem Zugriffsknoten ausgehandelt worden
ist, empfangen muss. Falls das Mobilendgerät die geheime gemeinsam genutzte
Authentifizierungsinformation innerhalb dieses Zeitintervalls empfängt, dann
authentifiziert es sich entweder selbst an dem Zugriffsknoten, oder diese Aufgabe
wird von der Authentifizierungsvorrichtung übernommen, welche die Authentifizierungsinformation
ursprünglich zur Verfügung gestellt hat.
Falls die Zeit abläuft, d.h. falls das Mobilendgerät sich
nicht innerhalb des vordefinierten Zeitintervalls an dem Zugriffsknoten authentifizieren
kann, wird die bereits aufgebaute drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung unterbrochen
(geschlossen), und Informationen, die das Mobilendgerät (welches erfolglos
eine Authentifizierung versucht hat) betreffen, werden in dem Zugriffsknoten gespeichert.
Vorzugsweise werden, wenn dasselbe Mobilendgerät bereits eine vorbestimmte
Anzahl von erfolglosen Versuchen einer Authentifizierung unternommen hat, weitere
Zugriffsanforderungen von diesem Mobilendgerät von dem Zugriffsknoten sofort
zurückgewiesen.
Vorzugsweise kann, bevor die Authentifizierungsprozedur an dem Zugriffsknoten
durchgeführt wird, das Mobilendgerät (der Benutzer) einen vorbestimmten
Kommunikationsschlüssel (Vertraulichkeitsniveau) wählen, der bei der drahtlosen
ATM-Kommunikationsverbindung zu verwenden ist. Somit kann der Benutzer oder die
Benutzeranwendung selbst den Grad der Vertraulichkeit wählen, welchen er bzw.
sie für die drahtlose Kommunikationsverbindung wünscht.
Falls die Authentifizierungsvorrichtung sich in dem WATM-System befindet
oder Teil desselben ist, wird ein Signalisierungspfad über den Zugriffsknoten
zu der Authentifizierungsvorrichtung hergestellt, um die Authentifizierungsinformation
anzufordern. Diese Information wird dann vorzugsweise über die bereits aufgebaute
verschlüsselte Kommunikationsübertragungsstrecke zurück zu dem Mobilendgerät
übertragen.
Falls die Authentifizierungsvorrichtung sich in einem anderen Netzwerk
befindet, das über eine Kommunikationsübertragungsstrecke mit dem Zugriffsknoten
verbunden ist, oder wenn sie Teil eines solchen Netzwerks ist, wird in Abhängigkeit
vom Typ des WATM-Netzwerks und vom Typ des mit ihm verbundenen Netzwerks ein Signalisierungspfad
über den Zugriffsknoten zu der Authentifizierungsvorrichtung aufgebaut, um
die Authentifizierungsinformation anzufordern. Vorzugsweise wird diese Authentifizierungsinformation
ebenfalls über den bereits aufgebauten (verschlüsselten) Kommunikationskanal
zurück zu dem Mobilendgerät übertragen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Verbesserungen der
Erfindung sind aus den abhängigen Ansprüchen ersichtlich. Im Folgenden
wird die Erfindung unter Bezugnahme auf ihre vorteilhaften Ausführungsformen
und die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
In den Zeichnungen zeigen:
1a eine prinzipielle Übersicht über mögliche
Netzwerkkonfigurationen, die ein drahtloses ATM-Netzwerk beinhalten;
1b ein Beispiel, in dem ein drahtloses ATM-System WATM
über Zugriffsknoten AN mit einem Festnetz FN verbunden ist;
2 ein herkömmliches Verfahren zum Aufbauen einer
sicheren Kommunikation zwischen einem ATM-Mobilendgerät und einem ATM-Zugriffsknoten;
3 eine Authentifizierungsvorrichtung SSD, einen Zugriffsknoten
AN und ein Mobilendgerät MT gemäß der Erfindung;
4 ein prinzipielles Flussdiagramm des Verfahrens gemäß
der Erfindung;
5 ein detaillierteres Flussdiagramm des Aufbauens einer
sicheren Kommunikation gemäß der Erfindung.
Prinzip der Erfindung
Wie weiter oben erläutert, besteht einer der großen Nachteile
der existierenden geheimnisbasierten AKA Protokolle darin, dass die gemeinsam genutzte
Authentifizierungsinformation zwischen dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten
AN aufgebaut werden muss, bevor das Protokoll vollendet wird. Wenn jedoch unterschiedliche
Signalisierungsprotokolle auf der drahtlosen Übertragungsstrecke zwischen dem
Mobilendgerät MT und den Zugriffsknoten AN (WATM-Signalisierung) und zwischen
dem Zugriffsknoten AN und anderen Festnetzknoten (z.B. Internet-Signalisierung)
verwendet werden, dann könnte der Aufbau von gemeinsam genutzten geheimen Kenntnissen
vor einer sicheren Assoziation äußerst schwierig sein. Dies trifft auch
zu, wenn der Zugriffsknoten AN nicht mit einem festen ATM-Netzwerk verbunden ist.
In einem solchen Fall könnten einige Protokolle verwendet werden (z.B. Diffie-Hellman),
um eine zeitweilige sichere Assoziation zwischen AN und NT herzustellen, d.h. um
gemeinsam genutzte geheime Schlüssel für eine Verschlüsselung der
Funkübertragungsstrecke einzurichten. Nach dem Einrichten eines sicheren Kanals
könnte eine reguläre Ende-zu-Ende-Authentifizierung erfolgen.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren festgelegt, welches
ein vom Benutzer gewähltes Vertraulichkeitsniveau auf der Funkübertragungsstrecke
gewährleistet, indem eine sichere Assoziation zwischen dem WATM-Zugriffspunkt
und dem drahtlosen WATM-Endgerät ohne irgendeine Authentifizierung beim ersten
Durchgang aufgebaut wird. Nachdem die sichere Assoziation hergestellt worden ist,
zum Beispiel unter Verwendung einer unauthentifizierten Variante des herkömmlichen
Protokolls, versucht das Mobilendgerät MT, die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation
zu erhalten, indem es mit einer Authentifizierungsvorrichtung (auch Sicherheitsserver
genannt) in dem WATM-Netzwerk (oder in Wirklichkeit in einem damit verbundenen Festnetz)
über eine Kommunikationskanal-(Signalisierungskanal-)Aufbaumittel eines Protokolls
einer höheren Ebene kommuniziert. Die Übertragung der Authentifizierungsinformation
findet dann über den bereits aufgebauten verschlüsselten Kommunikationskanal
statt.
Falls das Mobilendgerät die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation
innerhalb eines vordefinierten oder ausgehandelten Zeitintervalls erhält, führt
es selbst eine Authentifizierung an dem Zugriffsknoten AN durch. Diese Authentifizierungsprozedur
kann unter Verwendung entweder einer authentifizierten Variante des flexiblen AKA
Protokolls oder anderer Mechanismen bewerkstelligt werden. Andernfalls läuft
der entsprechende Zeitgeber im Zugriffsknoten AN ab, und der Zugriffsknoten AN schließt
die drahtlose Verbindung zum Mobilendgerät MT. Angriffe von arglistigem und
unbeabsichtigtem Missbrauch können bis zu einem gewissen Grad verhindert werden,
indem die MAC-Adresse oder andere geeignete Informationen über das Mobilendgerät
MT in dem Zugriffspunkt AN gespeichert werden. Nach N erfolglosen Versuchen des
Verbindungsaufbaus werden weitere Zugriffsanforderungen von diesem Mobilendgerät
MT umgehend durch den Zugriffsknoten AN zurückgewiesen.
Während alle AKA Protokolle nach dem Stand der Technik eine Authentifizierungsprozedur
verwenden, bevor die eigentliche drahtlose ATM-Kommunikationsverbindung aufgebaut
wird, beruht daher eines der Grundprinzipien der Erfindung auf der Idee, zuerst
die drahtlose ATM-Kommunikation zwischen dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten
AN aufzubauen, indem ein gemeinsamer Kommunikationsschlüssel zur Verschlüsselung
ausgewählt und vereinbart wird, und erst danach möglicherweise eine Authentifizierung
durchzuführen.
Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf 3
Ausführungsformen des Mobilendgeräts MT, des Zugriffsknotens AN und der
Authentifizierungsvorrichtung des WATM-Systems, das eine solche Funktion ausführt,
beschrieben. Es versteht sich, dass 3 im Prinzip
1b entspricht, d.h. mehrere Mobilendgeräte MT
sind mit einem drahtlosen ATM-System verbunden, und es soll eine drahtlose sichere
ATM-Kommunikationsverbindung WCC zwischen den Mobilendgeräten MT und dem Zugriffsknoten
AN aufgebaut werden.
Ausführungsform des Mobilendgerätes MT/des Zugriffsknotens AN
Im Folgenden werden die Funktionen, die von dem Mobilendgerät
MT und dem Zugriffsknoten AN gemäß der Erfindung, die in 3
dargestellt sind, ausgeführt werden, unter Bezugnahme auf das in
4 dargestellte Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung
beschrieben.
In 3 umfasst das ATM-Mobilendgerät
MT ein Aufbaumittel MT-SET zum Aufbauen einer drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung
WCC zu dem ATM-Zugriffsknoten AN. Ebenso umfasst der Zugriffsknoten
AN ein Aufbaumittel AN-SET zum Aufbauen der drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung
WCC zu dem ATM-Mobilendgerät MT. In dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten
AN speichert ein jeweiliges Geheimkommunikationsschlüssel-(CK) Speichermittel
CK-MEM einen geheimen Kommunikationsschlüssel CK, der von dem ATM-Mobilendgerät
MT und dem ATM-Zugriffsknoten AN verwendet wird, um drahtlose ATM-Kommunikationen
auszuführen. Nach dem Starten der Aufbauprozedur in Schritt S1 in
4 sendet das Aufbaumittel MT-SET des Mobilendgerätes
MT eine Aufbauanforderung an den Zugriffsknoten AN mittels eines Protokolls, um
eine sichere Assoziation, d.h. eine sichere drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung
WCC zu dem Aufbaumittel AN-SET des Zugriffsknotens AN aufzubauen. Wie aus
1 ersichtlich ist, ist keine Authentifizierungsprozedur vor oder
nach der Aufbauprozedur in S2 vorhanden. Das heißt, in Schritt S2 wird eine
voll funktionsfähige (d.h. für eine Datenübertragung verwendbare)
und verschlüsselte drahtlose ATM-Funkkommunikations-Übertragungsstrecke
aufgebaut, welche einen geheimen Kommunikationsschlüssel CK (d.h. einen Schlüssel
zur Herstellung eines Vertraulichkeitsniveaus oder zur Verschlüsselung) verwendet,
welcher von dem ATM-Mobilendgerät MT und dem ATM-Zugriffsknoten AN für
das Durchführen drahtloser ATM-Kommunikationen vereinbart worden ist.
In Schritt S2 kann ein Geheimschlüssel-Auswahlmittel MT-SEL des
Mobilendgerätes MT vorzugsweise einen von mehreren geheimen Kommunikationsschlüsseln
CK vordefinieren oder wählen, die in dem Geheimkommunikationsschlüssel-Speichermittel
CK-MEM in dem Mobilendgerät MT gespeichert sind. Das heißt, in Schritt
S2 kann der Benutzer oder die Benutzeranwendung ein gewünschtes Vertraulichkeitsniveau
auf der drahtlosen ATM-Funkkommunikationsverbindung WCC vordefinieren.
Zuerst kann in Schritt S2 ein vom Benutzer gewähltes Vertraulichkeitsniveau
vorzugsweise auf der Funkübertragungsstrecke durch das Aufbauen einer sicheren
Assoziation zwischen dem WATM-Zugriffsknoten AN und dem drahtlosen ATM-Mobilendgerät
ohne eine Authentifizierung im ersten Durchgang gewährleistet werden. Somit
erfordert, im Gegensatz zu den AKA Protokollen der Kategorie 1, das in
4 veranschaulichte Protokoll nicht den Aufbau einer
gemeinsam genutzten Authentifizierungsinformation zwischen dem Mobilendgerät
MT und dem Zugriffsknoten AN vor der Vollendung des Protokolls. Die Prozedur ist
auch auf Protokolle der Kategorie 2 anwendbar, da erneut keine Notwendigkeit besteht,
die geheime gemeinsam genutzte Authentifizierungsinformation aufzubauen, bevor die
Sicherheitsassoziation (d.h. der Schlüssel für die Verschlüsselung)
aufgebaut wird. Somit unterscheidet sich die Prozedur in 4
ihrem Wesen nach von dem, was oben für die Aufbauprotokolle der Kategorie 1
und der Kategorie 2 beschrieben wurde, da eine Vereinbarung einer Authentifizierungsinformation
nicht notwendig ist, bevor die funktionsfähige drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung
WCC aufgebaut wird.
Nach Schritt S2 kann in Schritt S6 umgehend das eigentliche Kommunikationsprotokoll
für die Informationsübertragung zwischen MT/AN eingerichtet werden, wonach
die Aufbauprozedur in Schritt S7 beendet wird.
Einbeziehung der Authentifizierungsinformation
Obwohl keine Notwendigkeit besteht, eine Authentifizierung vor dem
Aufbau des Kommunikationskanals WCC in 3,
4 durchzuführen, kann vorzugsweise eine solche
Authentifizierungsprozedur nach Schritt S2 ausgeführt werden, wie in dem Flussdiagramm
in 5 detaillierter dargestellt ist.
Um diese Authentifizierungsprozedur zu realisieren, umfasst das drahtlose
ATM-Netzwerk WATM (oder ein beliebiges damit verbundenes Nicht-ATM- oder ATM-Festnetz)
vorzugsweise eine Authentifizierungsvorrichtung SSD, die einen Authentifizierungsinformationsspeicher
AI-MEM zum Speichern mehrerer Authentifizierungsinformationen AI umfasst, von denen
jede einem jeweiligen ATM-Mobilendgerät MT entspricht, das von dem drahtlosen
ATM-Funkkommunikationsnetzwerk bedient wird. Ferner umfasst die Vorrichtung SSD
ein Authentifizierungsinformations-Sendemittel TR zum Ausgeben einer Authentifizierungsinformation
AI in Reaktion auf das Empfangen einer Authentifizierungsinformationsanforderung
AI-RQST von einem ATM-Mobilendgerät MT, nachdem die drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung
WCC zwischen dem ATM-Mobilendgerät MT und dem ATM-Zugriffsknoten AN aufgebaut
worden ist.
Anstatt nur Authentifizierungsinformation zwischen MT und AN auszutauschen,
fordert ein Authentifizierungsmittel MT-AN des Mobilendgeräts MT in Schritt
S3 eine Authentifizierungsinformation von der Authentifizierungsvorrichtung SSD
(im Weiteren auch Sicherheitsserver genannt) des WATM-Netzwerks (oder des damit
verbundenen Festnetzes FN) über Protokolle höherer Schichten an. Diese
Anforderungsmeldung ist in 3 mit AI-RQST bezeichnet.
In Reaktion auf die Anforderungsmeldung AI-RQST liest der Sicherheitsserver SSD
aus dem Speicher AI-MEM eine Authentifizierungsinformation aus, die dem Mobilendgerät
MT entspricht, das diese Information angefordert hat. Falls das anfordernde Mobilendgerät
MT ein zugelassenes (angemeldetes) Mobilendgerät MT ist, dann müsste der
Sicherheitsserver SSD einen Eintrag für dieses Mobilendgerät MT
in dem Speicher AI-MEM haben.
In Reaktion auf eine solche Anforderung AI-RQST wird das Mobilendgerät
MT an dem Zugriffsknoten AN authentifiziert. Dies kann entweder erfolgen, indem
der Sicherheitsserver SSD die angeforderte Authentifizierungsinformation AI direkt
zu dem Zugriffsknoten AN sendet, oder alternativ dazu dadurch, dass der Sicherheitsserver
SSD die Authentifizierungsinformation AI zu dem Mobilendgerät MT über
den bereits hergestellten sicheren (verschlüsselten) Kommunikationskanal WCC
sendet. An dem Mobilendgerät wird die Authentifizierungsinformation AI in einem
Authentifizierungsinformations-Empfangsmittel MT-RM empfangen.
Nachdem die sichere Kommunikationsverbindung WCC zwischen dem Mobilendgerät
MT und dem Zugriffsknoten AN hergestellt worden ist, kann nun Authentifizierungsinformation
AI, die von einer innerhalb des WATM-Systems oder sogar in einem damit verbundenen
Netzwerk befindlichen Authentifizierungsvorrichtung SSD zur Verfügung gestellt
worden ist, in einer sicheren oder verschlüsselten Art und Weise über
die Kommunikationsverbindung WCC zurück zu dem Mobilendgerät MT übertragen
werden.
Danach führt das Mobilendgerät MT selbst die Authentifizierungsprozedur
mit dem Zugriffsknoten AN durch, indem es die empfangene Authentifizierungsinformation
AI zu dem Zugriffsknoten AN überträgt. In beiden Szenarien wird das ATM-Mobilendgerät
MT an dem ATM-Zugriffsknoten mittels der Übertragung der Authentifizierungsinformation
AI authentifiziert, welche das ATM-Mobilendgerät MT an dem ATM-Zugriffsknoten
AN identifiziert. Daher führt, wenn ein Authentifizierungsinformations-Empfangsmittel
AI-RM in dem Zugriffsknoten AN eine Authentifizierungsinformation AI empfängt,
ein Authentifizierungsmittel AN-RN in diesem ATM-Zugriffsknoten AN die Authentifizierung
des ATM-Mobilendgerätes MT durch, wenn die empfangene Authentifizierungsinformation
AI eine solche ist, welche das anfordernde ATM-Mobilendgerät MT als ein zugelassenes
ATM-Mobilendgerät MT identifiziert.
Gleichgültig, wohin das Authentifizierungsinformations-Sendemittel
AI-TR des Sicherheitsservers SSD die Authentifizierungsinformation AI sendet, kann
daher eine Authentifizierungsprozedur in Schritt S5 immer erfolgreich durchgeführt
werden, wenn die Authentifizierungsinformation AI eine solche ist, welche von dem
Zugriffsknoten AN erkannt wird. Das heißt, ein Authentifizierungsmittel MT-AN
des ATM-Mobilendgerätes kann eine Authentifizierungsinformations-Anforderungsmeldung
AI-RQST in Schritt S3 in 5 zu der Authentifizierungsvorrichtung
SSD des Netzwerks senden, und ein Authentifizierungsinformations-Empfangsmittel
MT-RM empfängt diese Authentifizierungsinformation AI von dieser Authentifizierungsvorrichtung
SSD des Netzwerks in Reaktion auf die Anforderungsmeldung. Alternativ dazu führt
das Authentifizierungsmittel AN-AM des Zugriffsknotens die Authentifizierung auf
der Basis der Authentifizierungsinformation durch, die es direkt von dem Sicherheitsserver
empfängt.
Vorzugsweise kann, nachdem der Zugriffsknoten AN den Aufbau der drahtlosen
Kommunikationsverbindung WCC zu dem mobilen Endgerät MT beendet hat, in Schritt
S2 in 5 ein Zeitgeber TMR in dem Zugriffsknoten AN
eingestellt werden. Vorzugsweise legt der Zeitgeber TMR in AN ein vorbestimmtes
Zeitintervall fest, in welchem ein Empfang einer Authentifizierungsinformation durch
AI-RM in AN erwartet wird. Daher wird unabhängig davon, ob die Authentifizierungsinformation
AI von dem Sicherheitsserver SSD oder dem Mobilendgerät MT selbst gesendet
wird, in Schritt S4 durch den Zeitgeber TMR in AN eine Bestimmung vorgenommen, ob
die Authentifizierungsinformation AI in einem vorbestimmten Zeitintervall empfangen
worden ist. Falls Sie empfangen worden ist, "J" in Schritt S4 in 5,
dann kann in Schritt S5 die normale Authentifizierungsprozedur durchgeführt
werden. Im Falle "N" in Schritt S4 läuft der auf die Eingabe der Authentifizierungsinformation
von MT (direkt oder über SSD) wartende Zeitgeber TMR in AN ab. In diesem Falle
wird die zuvor aufgebaute drahtlose ATM-Kommunikationsverbindung WCC in Schritt
S8 von einem Unterbrechungsmittel INT in AN geschlossen.
Vorzugsweise speichert ein Kennungsspeicher ID-MEM eine Kennungsinformation
II, MAC des ATM-Mobilendgerätes MT, dessen Kommunikationsverbindung WCC gelöst
(geschlossen) worden ist. Die Kennungsinformation kann zum Beispiel die MAC-Adresse
des anfordernden Mobilendgerätes MT sein (MAC: Mobile Access Code, Mobilfunk-Zugangscode).
Ferner kann, wenn der Zugriffsknoten AN erkennt, dass das gegenwärtig
eine Authentifizierung anfordernde Mobilendgerät MT bereits früher versucht
hat, eine Kommunikation zu dem Zugriffsknoten AN aufzubauen, in Schritt S10 auch
die Anzahl der Versuchswiederholungen MTr mit einer maximalen Anzahl von Versuchswiederholungen
N verglichen werden. Wenn dasselbe Mobilendgerät MT eine Authentifizierung
mehr als N mal angefordert hat, dann wird in Schritt S11 ein Sperrmittel AN-INBT
des Zugriffsknotens alle weiteren Aufbauanforderungen von diesem Mobilendgerät
MT vollständig sperren oder zurückweisen, wonach die Prozedur in Schritt
S12 beendet wird.
Das Unterbrechungsmittel INT in dem ATM-Zugriffsknoten AN ist für
das Schließen einer bereits aufgebauten sicheren drahtlosen Funkkommunikation
WCC verantwortlich, wenn das Authentifizierungsinformations-Empfangsmittel
AI-RM die Authentifizierungsinformation von MT nicht innerhalb des vorbestimmten
Zeitintervalls empfängt, das durch den Zeitgeber TMR in AN festgelegt wird.
Im Falle "N" in Schritt S10 kehrt die Prozedur zurück zu Schritt S2, um den
Aufbau einer Kommunikationsverbindung WCC in Schritt S2 erneut zu ermöglichen.
Vorzugsweise umfasst auch das ATM-Mobilendgerät MT einen Zeitgeber
TMR, und falls nach dem Senden der Authentifizierungsinformations-Anforderungsmeldung
AI-RQST nicht innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls eine Authentifizierungsinformation
von der Authentifizierungsvorrichtung oder dem Sicherheitsserver SSD des Netzwerks
empfangen wird, schließt ein Unterbrechungsmittel MT-IM dieses ATM-Mobilendgeräts
MT selbst die aufgebaute drahtlose ATM-Funkkommunikationsverbindung WCC. Der Grund
dafür ist, dass zu diesem Zeitpunkt kaum zu erwarten ist, dass der Sicherheitsserver
SSD des WATM-Systems eine Authentifizierungsinformation zurücksenden wird,
d.h. dass es kaum wahrscheinlich ist, dass das Mobilendgerät MT wirklich eine
gültige Anmeldung für das Aufbauen von Kommunikationsverbindungen in dem
WATM-Kommunikationssystem hat.
Vorzugsweise umfasst das ATM-Mobilendgerät MT außerdem ein
automatisches Wiederholungsmittel MT AUTO zum automatischen Wiederholen eines Aufbauversuches
nach einem vorbestimmten Zeitintervall. Das heißt, sogar bevor der Sicherheitsserver
SSD eine negative Antwort zurücksendet, d.h. dass keine Authentifizierungsinformation
in dem Speicher AI-MEM für das gegenwärtig rufende Mobilendgerät
MT gefunden werden kann, kann das Mobilendgerät MT automatisch erneut den Aufbau
einer Kommunikationsverbindung WCC zu dem Zugriffsknoten AN anfordern.
Falls das Mobilendgerät MT eine vorbestimmte Anzahl von wiederholten
Aufbauanforderungen ausgeführt hat, die von einem Zähler MT-CNT gezählt
werden, dann sperrt ein Sperrmittel MT-INHB des Mobilendgerätes MT alle weiteren
Aufbauanforderungen nach einer vorbestimmten Anzahl N von Versuchen.
Daher kann nicht nur der Zugriffsknoten AN weitere Aufbauanforderungen
durch dasselbe Mobilendgerät MT zurückweisen, sondern auch das Mobilendgerät
MT selbst kann entscheiden und erkennen, dass der Sicherheitsserver SSD tatsächlich
keine Informationen irgendwelcher Art gespeichert hat, die darauf hindeuten würden,
dass das gegenwärtig rufende Mobilendgerät MT ein Mobilendgerät ist,
welches für drahtlose ATM-Verbindungen zu dem Zugriffsknoten AN registriert
worden ist.
Daher kann das obige neue Protokoll wie folgt zusammengefasst werden
(siehe auch 5):
- S2: Eine sichere Assoziation (eine sichere Kommunikationsverbindung WCC) zwischen
dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten AN ohne irgendeine Authentifizierungsprozedur
aufbauen; einen Zeitgeber TMR im Zugriffsknoten starten.
- S3/S4: Falls das Mobilendgerät MT eine geheime gemeinsam genutzte Authentifizierung
innerhalb des vorbestimmten Zeitintervalls über den verschlüsselten Kommunikationskanal
WCC erhält, dann findet die Authentifizierung statt. Falls nicht, unterbricht
oder schließt das Unterbrechungsmittel INT des Zugriffsknotens in Schritt S8
die bereits aufgebaute Kommunikationsverbindung WCC.
- S5: Entweder authentifiziert sich das Mobilendgerät MT selbst an dem Zugriffsknoten
AN, oder der Sicherheitsserver, d.h. die Authentifizierungsvorrichtung SSD authentifiziert
das Mobilendgerät an dem Zugriffsknoten AN. Falls keine Zeitabschaltung durch
den Zeitgeber TMR in dem Zugriffsknoten AN oder den Zeitgeber TMR in dem Mobilendgerät
MT erfolgt, wird in Schritt S6 das allgemeine Kommunikationsprotokoll für eine
Informationsübertragung zwischen MT und AN eingerichtet.
Industrielle Anwendbarkeit
Wie oben erläutert, wird ein sicherer Aufbau einer Kommunikationsverbindung
zwischen MT und AN selbst dann durchgeführt, wenn keine Authentifizierung in
dem ersten Durchlauf vorgenommen werden kann, wie unter Bezugnahme auf
4 erläutert wurde. Eine Authentifizierung wird
entweder zwischen MT und AN oder zwischen der Authentifizierungsvorrichtung SSD
und AN durchgeführt. Dies ist zum Beispiel in einem drahtlosen ATM-Mobilendgerät
ohne Hardwareunterstützung zum Speichern einer Authentifizierungsinformation
(z.B. eine SIM-Karte) nützlich.
Durch das Vorsehen des Kommunikationsschlüsselspeichers CK-MEM
kann der Benutzer des Mobilendgeräts MT oder tatsächlich die Benutzeranwendung
selbst ein vom Benutzer gewähltes Vertraulichkeitsniveau ohne nachfolgende
Authentifizierung festlegen, um z.B. den Zugriff von Mobilendgeräten MT auf
Netzwerke in halböffentlichen Bereichen (z.B. Flughäfen) zu ermöglichen.
Zuerst kann zum Beispiel eine Benutzeranwendung wie etwa ein Programm, das auf einem
Laptop läuft – ohne eine Hardwareunterstützung zum Speichern einer
Authentifizierungsinformation wie etwa eine SMI-Karte – eine Authentifizierungsinformation
von einem Sicherheitsserver SSD anfordern, und wenn zuvor eine Registrierung einer
solchen Authentifizierungsinformation in dem Speicher AI-MEM des Sicherheitsservers
SSD vorgenommen worden ist, dann wird ein Zugriff des Mobilendgerätes MT auf
das Netzwerk gestattet.
Ferner ist anzumerken, dass die Authentifizierungsvorrichtung
SSD nicht unbedingt ein Teil des WATM-Systems sein muss. Sie kann auch ein Teil
des damit verbundenen ATM-Festnetzes sein, welches in 2
dargestellt ist. Jedoch kann die Vertraulichkeit der Benutzerdaten auf der drahtlosen
ATM-Funkverbindung WCC selbst dann garantiert werden, wenn das Festnetz erst nach
dem Aufbau der Sicherheits-Assoziation einbezogen wird, zum Beispiel wenn die Authentifizierungsinformation
von einem Sicherheitsserver SSD des Festnetzes angefordert wird und danach –
auf eine sichere, verschlüsselte Art und Weise – über den sicheren
Kommunikationskanal zurück zu dem Mobilendgerät übertragen wird.
Somit kann ein Sicherheitsdienst SSD für WATM-Systeme implementiert
werden, welcher in einer Nicht-ATM-Festnetzumgebung verwendet werden kann, d.h.
wenn ATM-Rufe nur auf der drahtlosen Funkübertragungsstrecke in dem WATM-System
verwendet werden, während in dem Festnetz eine gewöhnliche digitale Übertragung
verwendet wird. Erneut kann, da die Vertraulichkeit auf der drahtlosen Kommunikationsverbindung
WCC sichergestellt ist, die Authentifizierungsinformation angefordert und von einem
beliebigen Sicherheitsserver SSD geliefert werden, welcher sich sogar in der Festnetzumgebung
befindet. Das bedeutet, dass die Übertragung der Authentifizierungsinformation
auf einer drahtlosen ATM-Kommunikationsverbindung stattfindet, welche bereits durch
den vereinbarten ausgewählten geheimen Schlüssel CR gesichert ist.
Jedoch können das Verfahren, die Authentifizierungsvorrichtung,
das Mobilendgerät und der Zugriffsknoten auch in Fällen verwendet werden,
in denen ein ATM-basiertes Festnetz Sicherheitsdienste über der ATM-Schicht
implementiert. Das bedeutet, wenn das Festnetzsystem ebenfalls ein ATM-basiertes
Festnetz ist, wird zuerst der Kommunikationskanal WCC mit seinem Vertraulichkeitsniveau
zwischen dem Mobilendgerät MT und dem Zugriffsknoten AN des drahtlosen ATM-Systems
aufgebaut (oder in Wirklichkeit zu einem Zugriffsknoten AN des ATM-basierten Festnetzes),
und danach wird der (sichere) Austausch von Authentifizierungsinformation durchgeführt.
Zum Anfordern und Empfangen der Authentifizierungsinformation von einem Sicherheitsserver
SSD des ATM-basierten Festnetzes wird vorzugsweise ein separater Signalisierungskanal
von dem Zugriffsknoten AN des WATM-Systems zu dem Zugriffsknoten AN des ATM-basierten
Festnetzes verwendet.
Die vorliegende Erfindung gewährleistet Vertraulichkeit in unterschiedlichen
drahtlosen ATM-Systemen, welche an private und/oder betriebliche und/oder öffentliche
Umgebungen oder sogar gemischte Umgebungen angepasst sind. Da der Kommunikationskanal
WCC vor einer möglichen Authentifizierungsprozedur aufgebaut wird, wird der
wesentliche Vorteil bewirkt, dass auf Sicherheitsmechanismen innerhalb des WATM-Systems
oder sogar auf Sicherheitsmechanismen von möglichen damit verbundenen Festnetzen
(Nicht-ATM oder ATM) über die gesicherte Übertragungsstrecke WCC zugegriffen
werden, oder dass die Sicherheitsmechanismen sogar kombiniert werden können,
um eine Sicherheitsarchitektur zu schaffen, welche ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau
bietet. Da das Mobilendgerät MT Zugriff auf die Sicherheitsfunktionen hat,
die sich anderswo in einem verbundenen Netzwerk befinden, kann eine Sicherheitsarchitektur
geschaffen werden, welche flexibler ist und welche ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau
bieten kann.
Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf ihre Ausführungsformen
und die Zeichnungen beschrieben wurde, um darzustellen, was gegenwärtig als
die beste Form der Erfindung betrachtet wird, ist klar, dass für Fachleute
in Anbetracht der obigen technischen Lehren verschiedene Modifikationen und Varianten
möglich sein werden. In den Ansprüchen dienen Bezugszahlen nur Zwecken
der Klarheit und schränken den Schutzbereich der Erfindung nicht ein. In den
Zeichnungen bezeichnen dieselben oder ähnliche Bezugszahlen dieselben oder
ähnliche Teile oder Schritte.