Die Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf ein Verfahren zum Bestimmen
der Umgebung von Mobilfunkgeräten in einem Funk-Netzwerk.
Die Verwendung eines drahtlosen lokalen Netzwerks (WLAN) zum Erfassen
der Position eines Geräts innerhalb der Fläche, die von dem Netzwerk abgedeckt
wird (das „WiFi-Triangulationsverfahren") ist vorteilhaft, da es erlaubt,
Geräte zu lokalisieren ohne die Notwendigkeit, zusätzliche Hardware in
der Umgebung oder im Gerät selbst, das zu lokalisieren ist, zu installieren.
Das WiFi-Triangulationsverfahren beruht auf dem Charakterisieren eines jeden Ortes
durch die empfangene Signalstärke der Funk-Zugriffspunkte, die über das
Gebiet verteilt sind. Eine Kalibrierungsphase wird zuerst durchgeführt, um
die Werte der Signalstärke im ganzen Gebiet zu erfassen, in dem man die Geräte
aufzuspüren beabsichtigt. Nach der Kalibrierungsphase werden die Werte der
Signalstärken der Funk-Zugriffspunkte dazu verwendet, um die wahrscheinlichste
Position des Geräts zu finden. In einer Anwendung vergleicht das Funk-Triangulationsverfahren
zur Positionsbestimmung die gemessenen Funksignalstärken mit einer Tabelle
von Funksignalstärken und bekannten Positionen, findet den Tabelleneintrag
mit der Signalstärke, die der gemessenen Signalstärke am nächsten
kommt und bestimmt seine Position anhand des gefundenen Tabelleneintrags.
Das WiFi-Triangulationsverfahren leidet jedoch unter dem Nachteil,
dass die Signalstärke sich nicht nur als eine Funktion der Position verändert,
sondern sich auch aufgrund von vielen anderen Faktoren, zum Beispiel aufgrund von
Veränderungen in der Umgebung (wie etwa Bewegungen von Menschen oder große
Objekte) ändert. Diese Veränderungen in der Signalstärke führen
zu einer inhärenten Unzuverlässigkeit der erfassten Position; dieses Problem
kann als ein Stabilitätsproblem bezeichnet werden. Zusätzlich kann die
Ausrichtung des Mobilfunkgeräts die empfangene Signalstärke beeinflussen,
was bedeutet, dass die gleiche Position in Abhängigkeit von der Richtung, in
die das Gerät weist, zu unterschiedlichen Pegeln der Signalstärke führt;
dieses Problem kann als ein Ausrichtungsproblem bezeichnet werden.
Eine Technik zur Verbesserung der Zuverlässigkeit ist, einen
statistischen Prozess einzusetzen, um die wahrscheinlichste Position auf der Basis
einer Reihe von Stichproben des Algorithmus zur Ortsbestimmung zu finden, wobei
diese Technik jedoch eine schlechte Leistung aufweist, wenn der Benutzer in Bewegung
ist, da reale Veränderungen in der Position im Gegensatz zu den schwankenden
Fehlern der Positionserfassung auftreten. Zwei andere Techniken, RADAR (P. Bahl
und V. Padmanabhan, „RADAR: An In-Building RF-Based User Location and Tracking
System" Proc. IEEE Infocom 2000) und NIBBLE (P. Castro, P. Chiu, T. Kremenek, R.
Muntz, „A Probabilistic Room Location Service for Wireless Networked Environments",
UbiComp 2001) realisieren Systeme zur Berechnung der Position eines Mobilfunkgeräts
auf der Basis der Daten der Signalstärke. Ferner macht RADAR Gebrauch von einem
fixierten Client, um zu versuchen, die gesamten Variationen der Signalstärke
zu erfassen und zu kompensieren, dieser Ansatz kann jedoch nur Variationen der Signalstärke
in der Nachbarschaft des (der) fixierten Clients erfassen, die nicht repräsentativ
für die Veränderungen in anderen Positionen sein müssen.
Was gebraucht wird, ist ein Verfahren zum Bestimmen der Position bei
der Verwendung eines WiFi-Netzwerks, das das Stabilitätsproblem minimiert oder
verringert. Was gebraucht wird, ist ein Verfahren zum Bestimmen der Position bei
der Verwendung eines WiFi-Netzwerks, das das Ausrichtungsproblem minimiert oder
verringert.
WLANs, wie in WO-A-03/021851
beschrieben, können nicht nur für die Kommunikation, sondern auch zum
Bestimmen der Position von Mobilfunkgeräten eingesetzt werden, indem die Signalstärken
von vielen festen Basisstationen analysiert werden. Dies ist vorteilhaft, da keine
zusätzliche Hardware in der Umgebung eingesetzt werden muss und die Mobilfunkgeräte,
deren Positionen gemessen werden, nur eine Funknetzwerkkarte benötigen. Jedoch
ist dieses Verfahren zum Bestimmen der Position wegen der laufenden Änderungen
in der Signalstärke des Netzwerks aufgrund der Umgebungsfaktoren (zum Beispiel
durch Menschen verursacht, die sich im Gebäude fortbewegen) inhärent unzuverlässig.
Ein Mobilfunkgerät, das diese Probleme überwindet, umfasst nach einem
Aspekt der Erfindung einen Ausrichtungsdetektor zum Bestimmen der Ausrichtung des
Mobilfunkgeräts, einen Bewegungsdetektor (wie etwa einen Beschleunigungsmesser)
zur Erfassung der Bewegung des Mobilfunkgeräts, einen Speicher zum Speichern
der Kalibrierungsdaten für die Funksignalstärke und der Kalibrierungsdaten
für die Ausrichtung, die eine Liste von Funksignalstärken, Ausrichtungen
und bekannten Positionen enthalten, ein Positionserfassungsmodul zum Messen einer
Funksignalstärke und – gesteuert durch die Ausrichtung des Mobilfunkgeräts
– zum Ermitteln der Position eines Mobilfunkgeräts mit Bezug auf die
Kalibrierungsdaten für die Funksignalstärke und der Kalibrierungsdaten
für die Ausrichtung und ein Positionskorrekturmodul zum Anwenden einer statistischen
Korrektur auf die gemessene Funksignalstärke, die vom Positionserfassungsmodul
ermittelt wird, wenn der Bewegungsdetektor erfasst, dass das Mobilfunkgerät
sich weniger stark bewegt als eine Schwellengröße.
Es können verschiedene statistische Korrekturalgorithmen verwendet
werden. Ein beispielhafter Algorithmus umfasst das Berechnen nach einem beweglichen
Ausschnitt von N Stichproben der Signalstärke, worin M Stichproben der N Stichproben
eine gemessene Signalstärke über einem vorgegebenen Wert und von einer
Mindestzahl von X Funkbasisstationen einen Mittelwert und eine Standardabweichung
der Signalstärken für jede der X Funkbasisstationen besitzen. Wenn der
Bewegungsdetektor in der Lage ist, die Richtung der Bewegung oder die Geschwindigkeit
der Bewegung zu erfassen, kann das Positionserfassungsmodul, indem es auf die erfasste
Richtung der Bewegung reagiert, die nächste Position des Mobilfunkgeräts
vorhersagen.
Nach einem anderen Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zum
Bestimmen einer Position eines Mobilfunkgeräts:
das Messen der Funksignalstärke eines jeden empfangenen Funksignals aus dem
Netzwerk an einer oder mehreren Ausrichtungen des Mobilfunkgeräts,
das Messen der Ausrichtung des Mobilfunkgeräts,
das Erfassen der Bewegung des Mobilfunkgeräts,
das Anwenden einer statistischen Korrektur auf die gemessene Funksignalstärke,
wenn das Mobilfunkgerät sich weniger bewegt als eine Schwellengröße
und
das Bestimmen der Position des Mobilfunkgeräts mit Bezug auf die Daten für
die Kalibrierung der Funksignalstärke und die Daten für die Ausrichtung,
die eine Liste von Funksignalstärken, Ausrichtungen und bekannten Positionen
enthalten.
Es folgt die Beschreibung eines Beispiels eines Mobilfunkgeräts
und eines Verfahrens nach der Erfindung mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen,
die Folgendes zeigen:
1 ist ein Blockdiagramm eines Mobilfunkgeräts
zur Bestimmung der Position, und
2 stellt die Erfassung der zukünftigen Position
eines Mobilfunkgeräts dar.
Wir bieten Lösungen sowohl für das Stabilitätsproblem
als auch für das Ausrichtungsproblem an, indem wir einem Mobilfunkgerät
kostengünstige Sensoren hinzufügen. Mit Bezug auf 1
umfasst ein Mobilfunkgerät 100 (welches ein Mobiltelefon, ein PDA
oder ein anderes Mobilfunkgerät sein kann) ein Positionserfassungsmodul zur
Ermittlung der Position eines Mobilfunkgeräts. Ein Bewegungsdetektor wie etwa
ein Beschleunigungsmesser 28 erfasst die Daten und gibt sie an das Positionserfassungsmodul
24 weiter, wenn sich das Mobilfunkgerät bewegt. Der Kompass
20 erfasst die Ausrichtung des Mobilfunkgeräts 100 und liefert
diese Daten an das Positionserfassungsmodul 24. Das Positionserfassungsmodul
empfängt Netzwerkfunksignale von den Funkbasisstationen, die in dem Gebiet
senden, über eine Antenne 22 und misst ihre Funksignalstärke.
Die Daten der Signalstärke werden mit den Kalibrierungsdaten, die im Speicher
26 abgelegt sind, verglichen. Die Kalibrierungsdaten enthalten eine Liste
von Daten über die Funksignalstärken und über Positionen. Die Kalibrierungsdaten
können auch Daten über die Ausrichtung, das heißt, über die
Ausrichtung der einzelnen gespeicherten Werte der Signalstärken, enthalten.
Stabilität
Die Bestimmung der Position unter Verwendung gespeicherter Kalibrierungsdaten
ist wegen der Veränderungen in den Umgebungsbedingungen, auf die die Nutzer
von Mobilfunkgeräten keinen Einfluss nehmen können, inhärent instabil.
Da die Nutzer von Mobilfunkgeräten keine Kontrolle über die Umgebungsfaktoren
besitzen, ist es schwierig, große Verbesserungen in der Zuverlässigkeit
der rohen Positionsdaten, die aus einem Vergleich einer gemessenen Signalstärke
mit den Signalstärken, die in einer Kalibrierungsphase aufgezeichnet wurden,
abgeleitet werden, zu erreichen. Die Leistung kann verbessert werden, indem geändert
wird, wie die Messungen der rohen Signalstärke verwendet werden, insbesondere,
indem die rohen Positionsdaten auf der Basis zusätzlicher Daten bearbeitet
werden. Im Besonderen bedient sich das Mobilfunkgerät 100 eines Bewegungsdetektors
(der in diesem Falle ein Beschleunigungsmesser ist), um die Bewegung eines Mobilfunkgeräts
zu erfassen. Es können auch andere Sensoren, die die Bewegung erfassen können,
eingesetzt werden. Es stehen (mindestens) zwei Wege zu Verfügung, wie der Bewegungssensor
eingesetzt werden kann.
In diesem Verfahren befassen wir uns nur damit, ob sich das Mobilfunkgerät
stärker bewegt als ein bestimmter Wert (ein beliebiger vorgegebener Schwellenwert)
oder nicht. Wir nehmen an, dass ein tragbares Gerät oft leicht aufgrund von
versehentlichen Bewegungen (wie etwa einem Herumzappeln) des Anwenders bewegt wird
und deswegen definieren wir einen Grenzschwellenwert, unter dem wir kleine Bewegungen
ignorieren. Der Bewegungssensor soll in dieser Ausführung nur damit befasst
sein, einen Boole'schen Wert auszugeben, der angibt, wenn sich eine Bewegung oberhalb
des Schwellenwerts ereignet oder nicht. Dadurch können wir uns erlauben, weniger
teure, aber weniger empfindliche Sensoren einzusetzen, als sie für eine Bewegungserfassung
in einem feineren Raster erforderlich wären.
Der Boole'sche Wert des Bewegungsdetektors 28 wird dazu verwendet,
um die Art zu bestimmen, in der die rohen Positionsdaten durch das Positionserfassungsmodul
behandelt werden. Im ersten Fall bewegt sich das Mobilfunkgerät nicht. Wenn
sich das Mobilfunkgerät nicht bewegt, können wir verschiedene
statistische Algorithmen anwenden, um zu versuchen, fehlerhafte Positionsschätzungen
zu erfassen und zu entfernen, indem wir wissen, dass sich die reale Position des
Mobilfunkgeräts nicht geändert hat. Ist das System einmal stabilisiert,
ist es nicht nötig, die Position nochmals zu prüfen (oder sie kann auf
einer niedrigeren Frequenz geprüft werden), bis eine Bewegung erfasst wird.
Ein beispielhafter statistischer Algorithmus verwendet einen beweglichen
Ausschnitt der letzten N Stichproben der Signalstärke. Wenn innerhalb des Ausschnitts
mindestens M Stichproben eine ausreichende Qualität besitzen (ein Signal, das
von einer Mindestzahl von X Funkbasisstationen empfangen wurde), dann wird der Mittelwert
und die Standardabweichung für jede Funkbasisstation berechnet. Stichproben,
die weiter als das Y-fache der Standardabweichung vom Mittelwert entfernt sind,
werden verworfen, und die übrigen Stichproben werden dazu verwendet, einen
neuen Mittelwert zu berechnen. Diese und ähnliche Techniken können die
Genauigkeit der Positionsbestimmung verbessern, wenn der Benutzer sich lange genug
an einer Position aufhält, um einige Stichproben von dieser Position aufzunehmen.
Wenn der Benutzer sich jedoch fortwährend bewegt, dann sind die Ergebnisse
dieses Prozesses voraussichtlich schlechter als das Schätzen der Position auf
der Basis der momentanen Signalstärke.
Im Fall des einfachen binären Bewegungsdetektors greifen wir
auf das Schätzen der Position allein auf der Basis der momentanen Signalstärke
zurück, wenn der Benutzer in Bewegung ist.
Wenn der Bewegungsdetektor 28 ein weiterentwickelter Detektor
ist, wenn zum Beispiel der Detektor 28 in der Lage ist, die Richtung der
Bewegung und wahlweise die Geschwindigkeit oder die Beschleunigung in dieser Richtung
zu erfassen, können zusätzliche Daten ermittelt werden. Wenn das Mobilfunkgerät
100 nicht in Bewegung ist (innerhalb der spezifizierten Grenzen), dann
wird der gleiche Ansatz wie oben angewendet. Wenn das Mobilfunkgerät
100 in Bewegung ist, dann gibt es verschiedene Vorgehensweisen, die genutzt
werden könnten, um die Genauigkeit des Ortsbestimmungssystems zu verbessern,
wenn ein wenig grundlegende Kenntnis des umgebenden Raums vorhanden ist. Zum Beispiel
soll nun die nächste Position des Mobilfunkgeräts unter Verwendung von
Richtung, Geschwindigkeit und den/der vorherigen Position(en) vorhergesagt werden.
Wenn die Vorhersage mehrdeutig ist, dann können die Ergebnisse des Vorhersagealgorithmus
zum Bewerten der Ergebnisse aus dem Positionsschätzer im Funknetzwerk verwendet
werden. Vorhergesagte Positionen, die nicht in der Richtung der Bewegung liegen,
können ausgeschlossen werden. 2 stellt die Verwendung
der Richtungsdaten zum Herausfiltern möglicher Positionen dar, die vom Positionsschätzer
zurückgegeben werden. Mit Bezug auf die 2 steht
ein Benutzer 50 im Korridor eines Gebäudes, in dem es 6 mögliche
Positionen gibt. Der Bewegungsdetektor erfasst, dass sich der Benutzer
50 nach Westen bewegt. Mögliche zukünftige Positionen sind durch
einen Haken gekennzeichnet. Man kann sehen, dass der Benutzer 50 in einer
der Positionen 52, 54 oder 56 sein kann. Die möglichen
Positionen 62, 64, 66, 68 und 70 können
ausgeschlossen werden, da sie nicht in der Richtung der Bewegung liegen
Orientierung
Der Unterschied der Signalstärke aufgrund der Ausrichtung des
Mobilfunkgeräts verursacht zwei Probleme. Erstens muss in der Kalibrierungsphase
die Signalstärke bei verschiedener Ausrichtung erfasst werden. Das ist zeitaufwändig,
aber möglich, und die Kalibrierungssoftware könnte zum Beispiel den Benutzer
über eine Menüsteuerung anleiten, durch die Kompasspunkte und für
jede Position zu schalten, um das Einlesen der Daten nach Norden, Osten, Süden
und Westen vorzunehmen. Zweitens kann während des Gebrauchs (Ortsbestimmung,
Schätzung) die Ausrichtung des Geräts die empfangene Signalstärke
beeinflussen. Wenn es erhebliche Unterschiede zwischen den Ausrichtungen gibt (was
in der Praxis beobachtet wurde), dann kann eine Mehrdeutigkeit zwischen Positionen
auftreten.
Diese Sachverhalte können behandelt werden, indem das Mobilfunkgerät
100 mit einem Ausrichtungsdetektor wie etwa einem elektrischen Kompass
20 erweitert wird. Elektrische Kompasse können sehr klein sein und
würden daher die Größe oder das Gewicht des Mobilfunkgeräts
100 nicht stark vergrößern. Das Hinzufügen eines derartigen
Sensors würde die folgenden Vorteile aufweisen. Wenn das Mobilfunkgerät
100 zum Ausführen der Kalibrierung verwendet wird, würde der
elektrische Kompass die automatische Kennzeichnung der Richtungsdaten während
der Kalibrierung liefern. Im normalen Gebrauch (d.h. die Positionsbestimmung des
Mobilfunkgeräts) könnte die Genauigkeit der geschätzten Positionen
verbessert werden, indem zuerst nur aufgezeichnete Signalstärken, die in der
gleichen Ausrichtung aufgenommen wurden, berücksichtigt werden, und erst wenn
keine gute Übereinstimung gefunden wird, könnte die Suche ausgeweitet
werden, um dann andere Ausrichtungen zu berücksichtigen (das könnte nützlich
sein, wenn nicht alle Positionen in allen Ausrichtungen kalibriert wurden). Das
würde die Geschwindigkeit des Positionsschätzers erhöhen, da es nur
wenige Tupel von Signalstärken zu berücksichtigen gäbe, und es würde
die Genauigkeit verbessern, da die Positionen mit ähnlichen Signalstärken
ausgeschlossen werden könnten, wenn die Ähnlichkeit nur für abweichende
Ausrichtungen auftritt. Wenn zum Beispiel der Punkt A nach Norden die gleichen Eigenschaften
der Signalstärke aufweist wie der Punkt B nach Osten, dann würde es kein
Problem darstellen, da Punkt B nach Osten nicht berücksichtigt werden würde,
wenn das Mobilfunkgerät nach Norden zeigt.
Das Mobilfunkgerät und das Verfahren der Erfindung behandeln
die Probleme der Schwankungen in der Netzwerksignalstärke. Das Hinzufügen
von kleinen, kostengünstigen Bewegungsdetektoren (wie etwa ein Beschleunigungsmesser)
und elektrischen Kompassen zum Mobilfunkgerät sollte die Größe, die
Kosten oder den Stromverbrauch des Mobilfunkgeräts nicht bemerkenswert erhöhen.
Im Gegensatz zu Ansätzen der herkömmlichen Technik, die auf den Einsatz
eines zweiten Client angewiesen sind, um die Anderungen der Signalstärke abzustimmen,
stützt sich unser Ansatz darauf, mehr Daten über den Status des Clients
zu erfassen und diese zu verwenden, um die Positionsschätzungen des Ortsbestimmungssystems
zu verbessern. Die folgenden Vorteile können erreicht werden: alle Daten sind
lokal – die Sensoren werden direkt vom Mobilfunkgerät gelesen und daher
ist – anders als beim Ansatz von RADAR – keine Kommunikation mit einem
anderen Client erforderlich; unser Ansatz geht nicht von der Annahme aus, dass die
Schwankungen, die bei einem Client auftreten, die gleichen sind, die bei einem anderen
Client in einer möglicherweise unterschiedlichen Position auftreten; durch
die Nutzung der Ausrichtungsdaten können wir die möglicherweise grollen
Schwankungen in der Signalstärke aufgrund der Ausrichtung beherrschen –
keiner der Ansätze der herkömmlichen Technik erfüllt dieses. Unser
Ansatz bietet eine einfache und kostengünstige Erweiterung von bestehenden
Funknetzwerken, die das Hinzufügen von Sensoren (z.B. Bewegungsdetektoren,
Beschleunigungsmesser) umfasst, um zusätzliche Eingaben für den Ortsbestimmungsalgorithmus
zu liefern, und die es den Geräten erlaubt, die zukünftigen Positionen
auf der Basis der aktuellen Bewegung, der aktuellen Richtung oder des Fehlens derselben
vorherzusagen. Dieser Ansatz bietet den Vorteil, dass keine zusätzliche Infrastruktur
zur Umgebung hinzugefügt werden muss und dass Geräte ohne diese zusätzlichen
Sensoren das Ortsbestimmungssystem – wenngleich mit einer geringeren Leistung
– weiterhin nutzen können.