Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zum Bereitstellen und
Abrufen verfügbarer Netzwerkverbindungstypen in einem Telekommunikationsnetzwerk,
insbesondere für kabellose Telekommunikationsnetzwerke. Die Erfindung betrifft
des Weiteren einen Server, ein Informationssystem, eine Telekommunikationsvorrichtung
und einen Zugangspunkt.
Die heutigen mobilen und allgemein sämtliche Funk-Netzwerkvorrichtungen
bieten eine Vielzahl von Verbindungstypen mit einer bestimmten Vielfalt von Medien
wie beispielsweise optischen Schnittstellen und Funkschnittstellen sowie verschiedene
standardisierte Zugriffstechnologien, z. B. Bluetooth, GSM (Global System for Mobile
communications), GPRS (General Packet Radio Services), UMTS (Universal Mobile Telecommunications
System), WiFi (Wireless Fidelity), WiMAX (Worldwide Interoperability für Microwave
Access) etc.
Alle diese mobilen Vorrichtungen nutzen gemeinsame Merkmale. Innerhalb
von UMTS wählt beispielsweise die Benutzereinrichtung, in UMTS die Bezeichnung
für ein Mobiltelefon, ein Public Land Mobile Network (PLMN) und dann eine Zelle
aus, anschließend führt sie eine Standortregistrierung durch (siehe 3GPP
TS 25.304 "UE procedures in Idle Mode and Procedures für Cell Reselection in
Connected Mode". In 3GPP TS 23.122 „NAS Functions related to Mobile Station
(MS) in idle mode" sucht die Mobilstation eine geeignete Zelle des ausgewählten
PLMN aus, gibt an, dass diese Zelle verfügbare Services zur Verfügung
stellt und stimmt sie auf ihren Steuerkanal ab. Mit einer anderen Technologie, der
WiFi, ANSI/IEEE Std. 802.11, 1999 Edition „Information technology –
Telecommunications and information exchange between systems – Local and metropolitan
area networks – Specific requirements – Part 11: Wireless LAN Medium
Access Control (MAC) and Physical Layer (PHY) Specifications" werden zwei Scan-Methoden
angegeben, das aktive und das passive Scannen. IEEE 802.11b definiert weitere Details
zum Scannen auf Verbindungen, z. B. Scannen nach 13 möglichen Kanälen
in Europa, Scannen nach 11 Kanälen in den USA etc.
Die US-Patentschrift 5,950,130
beschreibt ein Verfahren zum intelligenten Roaming, wobei eine über Funk oder
über die physische Schnittstelle in den Speicher einer Mobilstation einprogrammierte
Systemzugriffsliste („System Access List", SAL) zur Auswahl eines für
den Service bevorzugten Systems verwendet wird. Beim Einschalten der Mobilstation
scannt diese zunächst das „Home"-Band und anschließend ein zweites
Band, falls im Home-Band kein Steuerkanal gefunden wurde. Wenn die Mobilstation
erkennt, dass sie sich in ihrem Home-System befindet, bleibt sie auf diesem Band
und erhält den Service vom Home-System. Wenn sich die Mobilstation nicht innerhalb
des Home-Systems befindet, wird die SAL durchsucht, um festzustellen, ob ein bevorzugtes
System im gleichen Bereich wie das aktuelle System vorliegt. Ist dies nicht der
Fall, erhält die Mobilstation den Service auf dem aktuellen System. Gibt die
SAL an, dass im gleichen Bereich wie das aktuelle System ein bevorzugtes System
vorliegt, so gibt die SAL auch die genauen Bänder an, in denen ein bevorzugtes
System zu finden ist. Die SAL kann Informationen zu den zu scannenden Kanalblöcken
umfassen. Die SAL kann die für die jeweiligen bevorzugten Bänder unterstützten
Funkschnittstellentechnologie angeben, um der Mobilstation beim Auffinden eines
Systems des jeweiligen Technologietyps zu helfen.
Für die Zusammenarbeit zwischen einem kabellosen lokalen Netzwerk
(„Wireless Local Area Network", WLAN) und UMTS enthält der UMTS-Broadcast-Kanal
Informationen zur Angabe der Verfügbarkeit des LAN-Zugriffs.
Im Allgemeinen werden Zugriffsverbindungstypen angewandt, um mit den
verschiedenen Funkzugriffstechnologien beim Scannen nach Zugriffen und Zugriffstechnologien
Schritt zu halten.
Im vorliegenden Dokument bezeichnet der Begriff „Verbindungstyp"
jede Art von Standard für Zugriffstechnologie, unabhängig von der Bandbreite,
dem Medium, d. h. Funk-, Infrarot- oder optischer Übertragung, der Codierung,
der Technologie etc. Der Begriff „Zugangspunkt" bezeichnet jede Art von Zugangseinheit,
die eine Netzwerkverbindung bietet, beispielsweise eine Basisstation, einen Knoten
B, einen WiFi-Zugangsknoten, einen Bluetooth-Knoten etc.
In Zukunft müssen die Mobilvorrichtungen mit einer wachsenden
Anzahl verfügbarer Zugriffstypen Schritt halten. Die heutigen Mobilvorrichtungen
unterstützen sogar eine Vielfalt von Zugriffstechnologien. Bei der Anwendung
der oben beispielhaft beschriebenen derzeitigen Scan-Lösung muss die Mobilvorrichtung
beispielsweise den mit diesen verschiedenen Funktechnologien verfügbaren Senderbereich
scannen. Dieses Scannen der einzelnen Funkschnittstellen ist zeit- und energieaufwändig,
was zu einer Verringerung der verfügbaren Bereitschaftsdauer und der Sprechdauer
akkubetriebener Mobiltelefone führt.
Eine Mobileinheit, ein Server und ein Verfahren zum Bereitstellen
von Informationen ist in der United States Patentschrift US2004/0185850
beschrieben. Hier ermöglicht eine Mobileinheit die Kommunikation mithilfe einer
Vielzahl von Kommunikations-Subsystemen. Ein Abschnitt zur Ermittlung der Nutzbarkeit
ermittelt die Nutzbarkeit der Vielzahl von Kommunikations-Subsystemen am momentanen
Standort der Mobileinheit entsprechend der Stärke des elektrischen Feldes eines
Wireless LAN und der Stärke des elektrischen Feldes eines Mobileinheit-Telefonnetzes.
Ein Abschnitt zur Auswahl eines Kommunikations-Subsystems wählt ein Kommunikations-Subsystem
aus, wobei der momentane Standort mit höchster Genauigkeit hinsichtlich der
als nutzbar erkannten Kommunikations-Subsysteme ermittelt werden kann.
Das Problem ist ein schnelles und effektives Abrufen der verfügbaren
Zugriffstechnologien an einem bestimmten Standort.
Dieses Problem wird gelöst durch ein Verfahren zum Abrufen verfügbarer
Netzwerkverbindungstypen, die innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks an einem
bestimmten Standort verfügbar sind und die durch Zugangspunkte über eine
Telekommunikationsnetzwerkvorrichtung bereitgestellt werden, wobei ein Zugangspunkt
einem Informationssystem Informationen über seinen Senderbereich und seinen
Verbindungstyp bereitstellt; die verfügbaren Netzwerkverbindungstypen an einem
bestimmten Standort werden in einem Informationssystem gespeichert, die Telekommunikations-Netzwerkvorrichtung
richtet mindestens eine Verbindung zu diesem Informationssystem ein und fragt auf
verfügbare Netzwerkverbindungstypen mit diesem bestimmten Standort ab.
Darüber hinaus wird das Problem gelöst durch ein Verfahren
zur Bereitstellung verfügbarer Netzwerkverbindungstypen innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks
an einem bestimmten Standort mithilfe von Zugangspunkten, wobei ein Zugangspunkt
seinen Standort und seinen bereitgestellten Verbindungstyp in einem Informationssystem
bereitstellt zum Abrufen verfügbarer Netzwerkverbindungstypen für einen
bestimmten Standort.
Darüber hinaus wird das Problem gelöst durch ein Informationssystem,
das einen Server umfasst mit Mitteln zum Speichern verfügbarer Netzwerkverbindungstypen
pro Standort und zum Abrufen und Bereitstellen verfügbarer Netzwerkverbindungstypen
innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks entsprechend den oben beschriebenen
Verfahren.
Ein Zugangspunkt mit Mitteln zum Bereitstellen seines Standorts in
entsprechender Weise löst das Problem und stellt seinen Verbindungstyp einem
Informationssystem zur Verfügung zum Abrufen der verfügbaren Netzwerkverbindungstypen
für einen bestimmten Standort.
Außerdem wird das Problem gelöst durch eine Telekommunikationsvorrichtung
mit Mitteln zum Abrufen verfügbarer Netzwerkverbindungstypen, die innerhalb
eines Telekommunikationsnetzwerks an einem bestimmten Standort verfügbar sind.
Mit anderen Worten, das Problem wird gelöst durch die Zusammenarbeit,
d. h. das Abrufen einer Liste verfügbarer Zugriffstechnologien, d. h. der verfügbaren
Verbindungstypen für einen bestimmten geografischen Standort oder eine bestimmte
Position über ein von der Technologie unabhängiges System, das durch eine
verteilte Datenbank realisiert werden kann.
Eine mobile Zugriffsvorrichtung erfordert mindestens eine Verbindung
eines ersten anfänglichen Typs, z. B. GPRS, zum Informationssystem. Die Positionsinformationen
der Mobilvorrichtung werden dem Informationssystem zur Verfügung gestellt.
Diese Informationen können vom GPS (Global Positioning System) dargestellt
werden oder als Attribut der anfänglichen Verbindung, z. B. als Zellennummer
des GPRS-Netzwerks. Das Informationssystem ruft potenzielle Zugriffstechnologien
ab, d. h. Verbindungstypen, die von anderen (verfügbaren) Zugangspunkten, die
die angegebene Position abdecken, bereitgestellt wurden.
Jeder Zugangspunkt, beispielsweise eine Basisstation, ein Knoten B,
ein Mobil-Relais etc., kann die Datenbank des Informationssystems mit seinem Standort,
seinem Senderbereich und/oder den abgedeckten Standorten, den unterstützten
Zugriffstechnologien und optional weiteren Parametern über die Zugriffstechnologien
aktualisieren. Diese Aktualisierungen werden einheitlich als (potenzielle) Verbindungstypen
behandelt.
Zusätzliche Parameter können beispielsweise Informationen
über verwendete Frequenzen, Kanäle, Verteilungs-Codes, Kennungen für
Broadcast-Kanäle etc. umfassen.
Die Form einer Abfrage ist eventuell nicht strikt auf den Standort
bzw. die Position bezogen, sondern kann allgemeiner gehalten sein, d. h. sie kann
alle Verbindungstypen innerhalb eines bestimmten Bereichs finden, z. B. einen benachbarten
Standort, oder sie kann alle Verbindungstypen finden, bei denen ein Schnittbereich
mit dem momentanen (anfänglichen) Zugangspunkt besteht.
Die Antwort kann eine Liste von potenziell an diesem Standort verfügbaren
Funkzugriffstechnologien umfassen sowie optional die oben beschriebenen zusätzlichen
Parameter.
Diese Informationen können für das Mobilitätsmanagement
und für Entscheidungen bei der Übergabe genutzt werden.
Bevorzugt werden effiziente verteilte Datenbanken als Informationssysteme
zum Speichern der Informationen zum Verbindungstyp pro Standort verwendet. Die Datenbankstruktur
(bzw. das Schema) zeigt die physische Anordnung (Standortanordnung) bevorzugt homomorph
an.
In einer speziellen Umsetzung dieser Erfindung kann das Domain-Name-System
(DNS) als Datenbank verwendet werden, wobei die geografische Position oder sogar
der Senderbereich als Domain-Name präsentiert wird. Ein Endgerät oder
Netzwerkelement kann die verfügbaren Zugangspunkte nach Domain-Namen kennzeichnen
entsprechend der (angegebenen) geografischen Position.
Dementsprechend ist es eine Aufgabe und ein Vorteil der vorliegenden
Erfindung, den Scan-Aufwand zum Ermitteln aller möglichen Zugriffstechnologien,
d. h. das Durchsuchen aller Frequenzen, das Ausprobieren verschiedener Parameter-Sets
etc., was einen hohen Zeit- und Energieaufwand mit sich bringt, zu vermeiden.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist das effiziente
Abrufen durch Unterteilen der gesamten Informationen zur globalen Abdeckung –
eines großen Informationsbereichs – in kleine lokale Teile mit Informationen
zur näheren Umgebung. Die somit erzielte Skalierbarkeit und die Gesamtleistung
des Systems kann bei Verwendung verteilter Datenbanken sogar noch verbessert werden.
Mindestens eine Verbindung zum Netzwerk ist zur Nutzung der Datenbank erforderlich.
Eine solche Verbindung kann sogar standardisiert werden, um sämtliche Scan-Vorgänge
zu umgehen.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die Einförmigkeit
des Ansatzes, d. h. seine Eignung für die Vielfalt der bekannten kabellosen
Zugriffsnetzwerktypen. Sie gilt für alle Arten von kabellosen Verbindungstechnologien
und -typen.
Diese und viele weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung
sind für den Fachmann aus den Zeichnungen und den folgenden Beschreibungen
ersichtlich, wobei gilt:
1 ist eine schematische Darstellung einer Zugriffsnetzwerkumgebung,
die Zugriffsknoten und eine Telekommunikationsvorrichtung gemäß der Erfindung
zeigt.
2 zeigt eine schematische Darstellung der gemäß
dem Verfahren der Erfindung im Informationssystem gespeicherten Informationen.
3 zeigt eine schematische Darstellung der relevanten
Informationen für die Telekommunikationsvorrichtung gemäß der Erfindung.
4 zeigt die Zusammenarbeit gemäß dem Verfahren
zur Bereitstellung der verfügbaren Netzwerkverbindungstypen innerhalb eines
Telekommunikationsnetzwerks gemäß der Erfindung.
5 zeigt die Zusammenarbeit gemäß dem Verfahren
zum Abrufen der verfügbaren Netzwerkverbindungstypen innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks
gemäß der Erfindung.
Für den Fachmann ist klar, dass die folgende Beschreibung der
vorliegenden Erfindung lediglich als Illustration zu verstehen ist und in keiner
Weise eine Einschränkung der Erfindung darstellt. Weitere Ausführungsformen
der Erfindung erschließen sich dem Fachmann aus der Untersuchung der enthaltenen
Beschreibungen.
1 zeigt eine schematische Darstellung eines (Funk-)Zugriffsnetzwerks
mit den fünf Zugangsknoten N1, ..., N5 zweier Typen, jeweils
als Quadrate dargestellt. Jeder Zugangsknoten N1, ..., N5 zeigt der Einfachheit
halber einen entsprechenden elliptischen Senderbereich C1, ..., C5, der als gestrichelte
Ellipse und als mit seinem Zugangsknoten verbunden dargestellt ist. Die Figur zeigt
außerdem eine Telekommunikationsvorrichtung M, z. B. eine Mobilvorrichtung.
Die Mobilvorrichtung liegt innerhalb des Senderbereichs eines bestimmten Subsets
der Zugangsknoten, insbesondere von N5, N2 und N3. Sie liegt außerhalb des
Senderbereichs von N1 und N4.
Wenn sich die Mobilvorrichtung innerhalb des Senderbereichs eines
Zugangsknotens befindet, kann sie mit diesem Zugangsknoten eine Verbindung aufbauen.
Zur Erkennung eines erreichbaren Zugangsknotens muss dieser Zugangsknoten einen
Senderbereich aufweisen, der die Position der Mobilvorrichtung überlappt bzw.
abdeckt.
Gemäß dem Stand der Technik wird dieser Schritt durch Scannen
der Kommunikationsmedien auf bestimmte Signale erzielt.
2 zeigt eine Darstellung der in 1
gezeigten Informationen zum Senderbereich. Der Einfachheit halber wurde für
den Senderbereich ein zweidimensionales kartesisches Koordinatensystem zugrunde
gelegt. Jedes beliebige (gleichförmige) Koordinatensystem, das die physische
Topologie des Zugangspunkt-Senderbereichs widerspiegelt, kann zu diesem Zweck verwendet
werden. Das gezeigte Koordinatensystem umfasst zwei Achsen, die Längsachse
LO und die Querachse (Breite) LA. Für das Arbeitsprinzip spielt es keine Rolle,
ob das UTM-Gitter (Universal Transverse Mercator) die intuitive grafische Position
darstellt oder nicht.
Die Figur zeigt eine diskrete Darstellung des Senderbereichs. Jeder
der Senderbereiche C1, ..., C5 versorgt ein Set von Feldern. Das Feld, in dem sich
die Mobilvorrichtung M befindet, ist durch ein Quadrat in Fettschrift dargestellt.
Die relevante Information für das Abrufverfahren ist, dass dieses Feld von
C3, C2 und C5 versorgt wird.
Eine einfache Form des Informationssystems gemäß der Erfindung
kann durch das folgende Schema einer relationalen Datenbank umgesetzt werden:
Senderbereich (Länge, Breite, Verbindungstyp)
Die Längs- und Querachse bilden ein kartesisches Koordinatensystem,
d. h. eine einfache Topologie (aus einer Kombination von Gittern). Der Verbindungstyp
kann dagegen komplexer sein und beispielsweise Informationen zu Technologie, Frequenzen,
Kalibrierung, Bandbreite, Dienstgüte, Zugangsknoten-Kennungen, Übergabesteuerung
etc. umfassen.
In 2 sind z. B. zwei Arten von Zugangsknoten
durch unterschiedliche Formen dargestellt, etwa Rechtecke für UMTS und Rauten
für Bluetooth.
3 zeigt die lokale relevante Informationszuordnung
(MAP), d. h. den Teil der Informationen, die für das Feld X relevant sind,
in dem sich die Mobilvorrichtung M befindet.
Ein entsprechender Datenbankausschnitt könnte wie folgt aussehen:
Länge
Breite
Verbindungstyp
X.x
Y.y
WiFi, N2
X.x
Y.y
WiMAX, N5
X.x
Y.y
WiMAX, N3
4 zeigt die Zusammenarbeit gemäß dem Verfahren
zur Bereitstellung verfügbarer Netzwerkverbindungstypen innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks
gemäß der Erfindung, d. h. wie die Informationen in die Datenbank gelangen.
Natürlich handelt es sich dabei entweder um feste Informationen, die beispielsweise
über einen Netzplan bereitgestellt werden, oder die Informationen werden von
den Zugangsknoten dynamisch bereitgestellt, beispielsweise wenn diese online gehen.
Der Wartungsaufwand wird dadurch erheblich verringert, und die Konsistenz des Informationssystems
wird verbessert. Darüber hinaus werden dadurch mobile Zugangspunkte ermöglicht.
Wann immer sich Informationen zum Zugangspunkt ändern, beispielsweise der Senderbereich
durch Ortswechsel oder Ausfälle, muss der Zugangspunkt eine Aktualisierung
bzw. Wartung des Informationssystems durchführen, damit die Datenbank konsistent
und fehlerfrei bleibt.
Die Figur zeigt die drei Zugangsknoten N2, N3 und N5 der Umgebung
im Mittelpunkt und einen Datenbank-Server RIS, der die lokale relevante Informationszuordnung
(MAP) speichert. Jeder der Zugangsknoten stellt in einem ersten Schritt 0, 0' und
0'' Informationen zu seinem Senderbereich und seinem Verbindungstyp zur Verfügung.
5 zeigt die Zusammenarbeit gemäß dem Verfahren
zum Abrufen der verfügbaren Verbindungstypen innerhalb eines Telekommunikationsnetzwerks
gemäß der Erfindung. Die Mobilvorrichtung M fordert in einem ersten Schritt
das Abrufen über einen ersten Zugangsknoten N5 an, beispielsweise durch Bereitstellen
seiner Position X. Dieser Zugangsknoten leitet die Anfrage an das Informationssystem
RIS bzw. konkret an einen zuständigen Server des Informationssystems weiter
(2). Dieser Server, d. h. das Informationssystem RIS, antwortet (3
oder 4) über den Zugangsknoten N5 mit den Verbindungstypen, die an
der Position X für die Mobilvorrichtung zur Verfügung stehen.
Danach hat die Mobilvorrichtung Informationen über alle verfügbaren
Verbindungstypen – ohne dass hierzu ein Scannen erforderlich war.
In einer speziellen Implementierung dieser Erfindung kann das Domain
Name System (DNS) als Datenbank verwendet werden. Die geografische Position des
Senderbereichs, die beispielsweise über GPS abgerufen wurde, kann in einen
Domain Name oder in ein Set von Domain-Namen umgewandelt werden.
Ein mögliches Beispiel einer solchen Umwandlung wäre:
UMT Position North 49°0'1''/East 9°12'2'' umwandeln in N.49.0.1.E.9.12.2
oder in N.1.0.49.E.2.12.9, um durch Angabe der signifikanten Ziffern vor den weniger
signifikanten Ziffern die Kennungssuche zu unterstützen.
Ebenso können zwei Punkte Rechtecke im Senderbereich kennzeichnen.
Ein Endgerät kann anschließend mit diesem Domain-Namen eine
Abfrage durchführen und das Rechteck angeben, das die dargestellte geografische
Position des Endgeräts umfasst. Der Domain-Name-Server kann anschließend
eine Liste von Ressourcen-Datensätzen mit den verfügbaren (Funk-)Technologien
für den angegebenen geografischen Standort zurückgeben.
Jeder Datensatz kann unterschiedliche Informationsfelder wie Funktechnologie,
die verwendeten Frequenzbänder und/oder Kanäle, den Namen des Netzbetreibers
und weitere Informationen enthalten. Das DNS-System kann entweder manuell oder automatisch
ausgefüllt werden, wobei z. B. jeder Zugangspunkt die Daten in das DNS-System
einträgt.