Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft allgemein drahtlose Kommunikationsnetze, und
Prioritätsverbindungen, die bei Benutzern mobiler Kommunikationsvorrichtungen
eingehen.
Allgemeiner Stand der Technik
Da die Kosten von mobilen Telefondienstleistungen abgenommen haben,
nutzen mehr und mehr Menschen ihr Mobiltelefon als primäres Kommunikationsmittel.
Viele Menschen, die ihr Mobiltelefon als primäres Kommunikationsmittel nutzen,
benutzen das Mobiltelefon sehr intensiv. Dabei kann ein Prioritätsbenutzer,
beispielsweise Einsatzpersonal oder ein Familienmitglied, Schwierigkeiten beim Erreichen
eines Zielbenutzers haben, der das Mobiltelefon intensiv als primäres Kommunikationsmittel
nutzt. Wenn der Zielbenutzer an einer schon bestehenden aktiven Verbindung beteiligt
ist, ist der Prioritätsbenutzer möglicherweise nicht in der Lage, mit
dem Zielbenutzer in Kontakt zu treten. Der Prioritätsbenutzer empfängt
möglicherweise ein Besetztsignal oder eine Voicemail-Aufforderung, wenn der
Zielnutzer nicht leicht erreichbar ist. Es kann sein, dass der Zielbenutzer nicht
leicht erreichbar ist, da er beispielsweise den Anruf nicht mit der Wartefunktion
entgegennimmt, nicht über eine Wartefunktion verfügt, oder gegenwärtig
alle ihm zur Verfügung stehenden Leitungen benutzt. Um den Zielbenutzer zu
erreichen, muss der Prioritätsbenutzer zu einem späteren Zeitpunkt erneut
anrufen, oder eine Nachricht hinterlassen.
Patet et al. (US-Patentanmeldung
2002/0131397) offenbart einen Ansatz, bei dem eine drahtlose Vorrichtung
dazu in der Lage ist, Übertragungsdaten über einen Nutzkanal zu empfangen,
der in einem anderen Netz hergestellt ist, und mit der mobilen Vorrichtung direkte
Nutzkanäle herzustellen, wenn ein Datenaustausch mit hoher Bandbreite benötigt
wird, und in Notfällen eine Aufschaltungsfunktion zu aktivieren, die von dem
Verwaltungsnetz gesteuert wird. Pierce et al. (US-Patentschrift
5,666,364) offenbart eine zentrale Besetztliste zum Koordinieren des Empfangs
eingehender Verbindungen an einen Teilnehmer, der an den Verbindungsdiensten eines
separaten ersten und zweiten Kommunikationsnetzes teilnimmt. Olson (Europäische
Patentanmeldung EP 1 322 131) offenbart
ein Verfahren zum Einbeziehen einer zusätzlichen Telekommunikationsvorrichtung
in eine bestehende Verbindung zwischen einer Anzahl von Telekommunikationsvorrichtungen,
die bereits über ein Telekommunikationsnetz miteinander verbunden sind, wobei
ein Signal, das anfordert, dass die zusätzliche Telekommunikationsvorrichtung
mit einbezogen wird, über eine Kurzstreckenkommunikationsverbindung von einer
der Vorrichtungen übertragen wird.
Es besteht also Bedarf an einer Erhöhung der Erreichbarkeit eines
Zielbenutzers eines Mobiltelefons, das an einer bereits bestehenden aktiven Verbindung
beteiligt ist, durch einen Prioritätsbenutzer.
Kurzdarstellung
Die Erfindung umfasst in einer Implementierung eine Vorrichtung. Die
Vorrichtung umfasst eine Mobilvermittlungsstelle, die eine Aufschaltung durchführt,
die es einem ersten Benutzer erlaubt, mit einem zweiten Benutzer einer mobilen Kommunikationsvorrichtung
zu kommunizieren, die an einer bereits bestehenden aktiven Verbindung beteiligt
ist. Die bereits bestehende aktive Verbindung umfasst eine bereits bestehende aktive
Verbindung zwischen der mobilen Kommunikationsvorrichtung und einer oder mehreren
zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen. Die Mobilvermittlungsstelle übermittelt
eine oder mehrere Anzeigen der Aufschaltung an eine oder mehrere zusätzliche
Kommunikationsvorrichtungen.
Eine andere Implementierung der Erfindung umfasst ein Verfahren. Es
wird eine Aufschaltung durchgeführt, die es einem ersten Benutzer ermöglicht,
mit einem zweiten Benutzer einer mobilen Kommunikationsvorrichtung zu kommunizieren,
die an einer bereits bestehenden aktiven Verbindung beteiligt ist. Die bereits bestehende
aktive Verbindung umfasst eine bereits bestehende aktive Verbindung zwischen der
mobilen Kommunikationsvorrichtung und einer oder mehreren weiteren Kommunikationsvorrichtungen.
Die Mobilvermittlungsstelle übermittelt eine oder mehrere Anzeigen der Aufschaltung
an eine oder mehrere zusätzliche Kommunikationsvorrichtungen.
Beschreibung der Figuren
Merkmale von Ausführungsbeispielen der Erfindung gehen aus der
Beschreibung, den Ansprüchen und den begleitenden Figuren hervor, wobei:
1 eine Darstellung einer Implementierung einer Vorrichtung
ist, die eine Mobilvermittlungskomponente, eine Prioritätskommunikationsvorrichtung,
eine mobile Kommunikationsvorrichtung, eine oder mehrere zusätzliche Kommunikationsvorrichtungen,
ein Heimatregister und ein Besucherregister umfasst, wobei gezeigt wird, dass die
mobile Kommunikationsvorrichtung und die zusätzliche(n) Kommunikationsvorrichtung(en)
in einer bereits bestehenden aktiven Verbindung beteiligt sind.
2 ist ähnlich wie 1
und zeigt eine Verbindungsstrecke der Prioritätskommunikationsvorrichtung,
die von der bereits bestehenden aktiven Verbindung überbrückt
wird.
3 ist ähnlich 2 und
zeigt eine Verbindungsstrecke zwischen der oder den zusätzlichen mobilen Kommunikationsvorrichtungen,
die in die Warteschleife gesetzt wurde.
4 ist ähnlich wie 1
und zeigt eine Prioritätskommunikationsvorrichtung, die in Vertretung einer
weiteren Kommunikationsvorrichtung wirkt.
5 ist ein beispielhafter Teil des Nachrichtenablaufs
der Implementierung der Vorrichtung aus 1, der die
Mobilvermittlungsstelle bei einer Aufschaltung zeigt.
Detaillierte Beschreibung
Bezug nehmend auf 1, umfasst eine Vorrichtung
100 in einem Beispiel eine Mobilvermittlungskomponente 102, eine
Prioritätskommunikationsvorrichtung 104, eine mobile Kommunikationsvorrichtung
106, eine oder mehrere zusätzliche Kommunikationsvorrichtungen
108, ein Heimatregister 110, und ein oder mehrere Besucherregister
112. Die Mobilvermittlungskomponente 102 ist mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 synchronisiert. Die Mobilvermittlungskomponente 102 leitet
beispielsweise Verbindungen zu und von der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106. Die Mobilvermittlungskomponente 102 umfasst in einem Beispiel
eine Heimat-Mobilvermittlungsstelle („MSC-H") 114, und eine oder
mehrere besuchte Mobilvermittlungsstellen („MSC-V") 116, die zusammenwirken,
um Verbindungen zu und von der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 zu
leiten, wie Fachleute verstehen werden. Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 und die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 umfassen in einem
Beispiel eine Instanz eines beschreibbaren Datenspeichermediums 118, wie
hier beschrieben. Die Mobilvermittlungskomponente 102 überbrückt
und/oder unterbricht Verbindungsstrecken der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104, Verbindungsstrecken der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106, und/oder Verbindungsstrecken der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen
108, wie hier beschrieben.
Die Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 umfasst
in einem Beispiel ein Handvermittlungsendgerät, ein Einsatzpersonalendgerät
oder ein Prioritätsbenutzerendgerät. Ein Prioritätsbenutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104, beispielsweise ein Handvermittler, eine Einsatzkraft oder ein Familienmitglied,
verwendet die Prioritätskommunikationsvorrichtung 104, um mit einem
Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 zu kommunizieren.
Die Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 wirkt mit der Mobilvermittlungskomponente
102 zusammen, um es dem Prioritätsbenutzer zu ermöglichen, mit
dem Zielbenutzer zu kommunizieren. Beispielsweise umfasst die Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 eine Verbindungsstrecke 120 zur Mobilvermittlungskomponente
102. Die Mobilvermittlungskomponente 102 überbrückt
und/oder unterbricht die Verbindungsstrecke 120 mit anderen Verbindungsstrecken,
wie hier beschrieben.
Die Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 sendet in
einem Beispiel einen Berechtigungscode an die Mobilvermittlungskomponente
102. Die Mobilvermittlungskomponente 102 führt eine Aufschaltung
durch, um es dem Prioritätsbenutzer zu ermöglichen, durch Verwendung des
Berechtigungscodes mit dem Zielbenutzer zu kommunizieren. Beispielsweise führt
die Mobilvermittlungskomponente 102 die Aufschaltung bei Empfang und/oder
Bestätigung des Berechtigungscodes durch. In einem Beispiel umfasst der Berechtigungscode
eine oder mehrere ISDN-Benutzerteil-(„ISUP")-Nachrichten, beispielsweise
eine Erstadressnachricht (Initial Address Message – „IAM"). Die Erstadressnachricht
umfasst in einem Beispiel einen Handvermittlungsdienste-Informationsparameter, beispielsweise
einen speziellen Bearbeitungstyp. Die Mobilvermittlungskomponente 102 verwendet
den Handvermittlungsdienste- Informationsparameter, um die Aufschaltung durchzuführen.
In einem anderen Beispiel umfasst der Berechtigungscode eine gewählte Nummer.
Beispielsweise verwendet die Mobilvermittlungskomponente 102 eine Prioritätsnummer,
die von dem Prioritätsbenutzer gewählt wird, um die Aufschaltung durchzuführen.
Die Prioritätsnummer kann während einer Sprachspeicheraufforderung oder
einem Besetztsignal gewählt werden. In einem anderen Beispiel umfasst der Berechtigungscode
eine Anruferkategorie, wie z.B. den ISUP-Anruferkategorie-Parameter. Die Mobilvermittlungskomponente
102 verwendet eine Liste von ISUP-Anruferkategorien, die als Prioritätsbenutzer
bezeichnet sind, welche mit Aufschaltungsprivilegien ausgestattet sind. In einem
weiteren Beispiel verwendet die Mobilvermittlungskomponente 102 eine Liste
von Prioritätsbenutzern, die vom Zielbenutzer bezeichnet werden, um zu bestimmen,
dass die eingehende Verbindung von einem Prioritätsbenutzer stammt. Die Mobilvermittlungskomponente
102 vergleicht einen Identifikator des Prioritätsbenutzers, beispielsweise
eine Anrufernummer, mit der Liste der Prioritätsbenutzer, um zu bestimmen,
ob die eingehende Verbindung von einem Prioritätsbenutzer stammt.
Die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 umfasst in einem
Beispiel ein Mobiltelefon und/oder einen persönlichen digitalen Assistenten.
Der Zielbenutzer verwendet die mobile Kommunikationsvorrichtung 106, um
Telefonverbindungen und/oder Daten zu senden und zu empfangen. Die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 wirkt mit der Mobilvermittlungskomponente
102 zusammen, um es dem Zielbenutzer zu ermöglichen, mit dem Prioritätsbenutzer
und/oder weiteren Benutzern der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen
108 zu kommunizieren. Beispielsweise umfasst die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 eine Verbindungsstrecke 122 an die Mobilvermittlungskomponente
102. Die Mobilvermittlungskomponente 102 überbrückt
und/oder unterbricht die Verbindungsstrecke 122 mit anderen Verbindungsstrecken,
wie hier beschrieben.
Die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 übermittelt
in einem Beispiel eine oder mehrere bandinterne und/oder bandexterne Anzeigen an
den Zielbenutzer, wie hier beschrieben. Beispielhafte bandinterne Anzeigen umfassen
Anzeigen, die über einen Sprachkanal an die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 gesendet werden, z.B. Hintergrundrauschen oder Töne. Beispielhafte
bandexterne Anzeigen umfassen Anzeigen, die über einen Datenkanal an die mobile
Kommunikationsvorrichtung 106 gesendet werden, z.B. eine Vibrationsaufforderung
oder ein Aufleuchten der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106.
Die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 und die Mobilvermittlungskomponente
102 wirken in einem Beispiel zusammen, um eine Benutzerschnittstelle für
den Zielbenutzer bereitzustellen. Die Benutzerschnittstelle ermöglicht es dem
Zielbenutzer, eine oder mehrere Bezeichnungen für Prioritätsbenutzer einzugeben,
die eine Aufschaltung auslösen können. Beispielsweise verwendet der Zielbenutzer
die Benutzerschnittstelle, um Familienmitglieder und enge Freunde als Prioritätsbenutzer
zu bezeichnen. In einem weiteren Beispiel umfasst die Mobilvermittlungskomponente
102 eine Liste zusätzlicher Prioritätsbenutzer, beispielsweise
Handvermittler und Einsatzpersonal, für Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106. Beim Empfang einer eingehenden Verbindung für den Zielbenutzer
der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 bestimmt die Mobilvermittlungskomponente
102, ob die eingehende Verbindung von einem Prioritätsbenutzer stammt.
Die zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen 108 umfassen
in einem Beispiel öffentliche Telefonnetz-(„PSTN")-Endgeräte, Internetprotokoll-(„IP")-Telefonvorrichtungen
und/oder andere mobile Kommunikationsvorrichtungen. Die zusätzliche Kommunikationsvorrichtung
108 wirkt mit der Mobilvermittlungskomponente 102 zusammen, um
es dem zusätzlichen Benutzer der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtung
108 zu ermöglichen, mit dem Zielnutzer zu kommunizieren. Beispielsweise
umfasst die zusätzliche Kommunikationsvorrichtung 108 eine Verbindungsstrecke
124 zu der Mobilvermittlungskomponente 102. Die Mobilvermittlungskomponente
102 überbrückt und/oder unterbricht die Verbindungsstrecke
124 mit anderen Verbindungsstrecken, wie hier beschrieben.
Das Heimatregister 110 und die Besucherregister
112 wirken zusammen, um einen Verbindungsweg für die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 zu bestimmen. Während sich die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 durch die Versorgungsbereiche verschiedener Mobilvermittlungsstellen
bewegt, beispielsweise der Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 und der besuchten
Mobilvermittlungsstellen 116, geben die Mobilvermittlungsstellen die Synchronisierung
mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 weiter. Die Mobilvermittlungskomponente
102 führt eine Identifizierung der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106. Die Identifizierung umfasst in einem Beispiel eine Mobilstations-ID,
beispielsweise eine Mobilidentifikatornummer (Mobile Identifier Number –
„MIN"), eine internationale Mobilteilnehmeridentität (International
Mobile Subscriber Identity – „IMSI"), oder eine internationale Roaming-Mobilidentifikatornummer
(International Roaming Mobile Identifier Number – „IRM"). In einem
Beispiel, in dem die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 mit der Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 synchronisiert ist, bestimmt das Heimatregister 110 durch
Verwenden des Identifikators eine vorübergehende Lokalverzeichnisnummer (Temporary
Local Directory Number „TLDN") für die mobile Kommunikationsvorrichtung
106. In einem anderen Beispiel, in dem die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 mit einer besuchten Mobilvermittlungsstelle 116 synchronisiert
ist, wirken das Heimatregister 110, das Besucherregister 112 und
die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 zusammen, um durch Verwenden des
Identifikators die TLDN für die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 zu bestimmen, wie Fachleute verstehen werden.
Es soll nun zur Veranschaulichung eine erläuternde Beschreibung
eines beispielhaften Betriebs der Vorrichtung 100 gegeben werden. Bezug
nehmend auf 1 ist ein Zielnutzer einer mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 an einer bereits bestehenden aktiven Verbindung mit einem oder mehreren
zusätzlichen Benutzern der zusätzlichen Vorrichtungen 108 beteiligt.
Die Mobilvermittlungskomponente 102 bedient die mobile Kommunikationsvorrichtung
106. Die Mobilvermittlungskomponente 102 überbrückt
beispielsweise eine Verbindungsstrecke 122 der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 mit einer oder mehreren Verbindungsstrecken 124 der zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtungen 108 für die bereits bestehende aktive
Verbindung.
Ein Prioritätsbenutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 versucht, eine Verbindung herzustellen, beispielsweise eine über
Verbindungsstrecke 120 eingehende Verbindung zu dem Zielbenutzer der mobilen
Kommunikationsvorrichtung 106. Die Mobilvermittlungskomponente
102 verwendet einen Berechtigungscode, um zu bestimmen, dass die eingehende
Verbindung von einem Prioritätsbenutzer stammt. Fachleute werden auch zu anderen
Mittel gelangen, die anzeigen, dass die eingehende Verbindung von einem Prioritätsbenutzer
stammt.
Unter Hinwendung zu 2 führt die
Mobilvermittlungskomponente 102 in einem Beispiel dann, wenn bestimmt wurde,
dass die eingehende Verbindung von einem Prioritätsbenutzer stammt, eine Aufschaltung
durch, um es dem Prioritätsbenutzer zu ermöglichen, mit dem Zielbenutzer
zu kommunizieren. Beispielsweise überbrückt die Mobilvermittlungskomponente
102 die Verbindungsstrecke 120 der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 mit den Verbindungsstrecken 122 und 124 der mobilen
Kommunikationsvorrichtung 106 und der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtung
108. Der Prioritätsbenutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 kann dann mit dem Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 kommunizieren. Die Mobilvermittlungskomponente 102 erlaubt
es in einem Beispiel dem Prioritätsbenutzer, dem Zielbenutzer und dem zusätzlichen
Benutzer, miteinander zu kommunizieren.
Die Mobilvermittlungskomponente 102 überträgt in
einem Beispiel eine oder mehrere Anzeigen der Aufschaltung zum Zielbenutzer der
mobilen Kommunikationsvorrichtung 106. In einem weiteren Beispiel wirkt
die Mobilvermittlungskomponente 102 mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 zusammen, um die Anzeigen an den Zielbenutzer zu übermitteln.
In einem anderen Beispiel übermittelt die Mobilvermittlungskomponente
102 eine oder mehrere Anzeigen an den Zielbenutzer und an einen oder mehrere
zusätzliche Benutzer. Die Anzeigen umfassen in einem Beispiel eine Eingangsanzeige
und eine Ausgangsanzeige. Beispielsweise übermittelt die Mobilvermittlungskomponente
102 zu Beginn einer Aufschaltung die Eingangsanzeige, und übermittelt
die Ausgangsanzeige am Ende der Aufschaltung. In einem anderen Beispiel umfassen
die Anzeigen einen Hintergrundton. Beispielsweise wirkt die Mobilvermittlungskomponente
102 mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 zusammen, um
einen Hintergrundton für die Dauer der Aufschaltung abzuspielen. In einem weiteren
Beispiel umfassen die Anzeigen periodische Anzeigen. Beispielsweise übermittelt
die Mobilvermittlungskomponente 102 die periodischen Anzeigen für
die Dauer der Aufschaltung in vorbestimmten Intervallen.
Die Anzeigen umfassen in einem Beispiel eine oder mehrere bandinterne
Anzeigen und/oder eine oder mehrere bandexterne Anzeigen. Beispielhafte bandinterne
Anzeigen umfassen Tonanzeigen, beispielsweise den Hintergrundton, der für die
Dauer der Aufschaltung abgespielt wird. Beispielhafte bandexterne Anzeigen umfassen
Vibrationen und/oder Leuchtanzeigen der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106. Die Mobilvermittlungskomponente 102 verwendet in einem Beispiel
eine Blank-und-Burst-Signalisierung, um bandexterne Anzeigen an die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 und/oder die zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen
108 zu übermitteln.
Unter Hinwendung auf 3 überbrückt
die Mobilvermittlungskomponente 102 in einem anderen Beispiel die Verbindungsstrecke
120 der Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 mit der Verbindungsstrecke
122 der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106, und setzt für
die Dauer der Aufschaltung eine oder mehrere der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen
108 in die Warteschleife. Beispielsweise unterbricht die Mobilvermittlungskomponente
102 für die Dauer der Aufschaltung vorübergehend die Verbindungsstrecken
124 der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen 108 von
der Verbindungsstrecke 122 der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106. Die Mobilvermittlungskomponente 102 übermittelt in einem
Beispiel eine oder mehrere Anzeigen der Aufschaltung an die zusätzlichen Kommunikationsvorrichtungen
108. Wenn die bereits bestehende aktive Verbindung eine Konferenzverbindung
zwischen der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 und mehreren zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtungen 108 umfasst, können die zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtungen 108 in einem Beispiel weiterhin miteinander
kommunizieren, während sie von der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 getrennt sind.
Unter Hinwendung auf 4 umfasst die Vorrichtung
100 in einem Beispiel ferner eine zusätzliche Kommunikationsvorrichtung
402. Der Prioritätsbenutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 wirkt in einem Beispiel in Vertretung eines Benutzers der zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtung 402. Beispielsweise versucht der Benutzer der
zusätzlichen Kommunikationsvorrichtung 402, eine eingehende Verbindung
zu dem Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 herzustellen.
Der Zielbenutzer beantwortet den eingehenden Anruf nicht, und der Benutzer der zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtung 402 stellt mit dem Prioritätsbenutzer der
Prioritätskommunikationsvorrichtung 104, beispielsweise einem Handvermittler,
eine Sekundärverbindung her. Der Handvermittler der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 sendet eine Anfrage für eine Aufschaltung an die Mobilvermittlungskomponente
102. Während der Aufschaltung unterrichtet der Prioritätsbenutzer
der Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 den Zielbenutzer von dem
eingehenden Anruf von dem Benutzer der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtung
402. In einem Beispiel unterbricht der Zielbenutzer die bereits bestehende
aktive Verbindung und empfängt den eingehenden Anruf des Benutzers der zusätzlichen
Kommunikationsvorrichtung 402. In einem anderen Beispiel leitet der Handvermittler
der Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 eine Überbrückung
zwischen der Sekundärverbindung und der Verbindungsstrecke 120 ein.
Der Benutzer der zusätzlichen Kommunikationsvorrichtung 402 kann dann
mit dem Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 kommunizieren.
Unter Hinwendung auf 5 umfasst ein Nachrichtenablauf
502 in einem Beispiel eine beispielhafte Aufschaltung. Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 und die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 wirken zusammen,
um Verbindungen zu und von der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 zu
leiten. Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 empfängt Verbindungsanfragen
für die mobile Kommunikationsvorrichtung 106. Die besuchte Mobilvermittlungsstelle
116 ist mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106 synchronisiert.
Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 leitet Verbindungen für die
mobile Kommunikationsvorrichtung 106 über die besuchte Mobilvermittlungsstelle
116, wie Fachleute verstehen werden.
Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 empfängt eine
Verbindungsanfrage (SCHRITT 1), beispielsweise eine Erstadressnachricht
(„IAM") für eine Prioritätsverbindung von der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104. Die IAM-Nachricht umfasst eine Anrufempfängernummer, die der
Mobilverzeichnisnummer („MDN") der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 entspricht. Die IAM-Nachricht umfasst ferner einen Handvermittlungsdienste-Informationsparameter,
der anzeigt, dass der Benutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 ein Prioritätsbenutzer ist.
Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 bestimmt eine Mobilidentifikatornummer
(„MIN") der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106. Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 identifiziert die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 mit
Hilfe des Heimatregisters 110. Beispielsweise verwendet die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 die MIN, um vom Heimatregister 110 einen Standort der mobilen
Kommunikationsvorrichtung 106 und/oder eine Weiterleitung an diese anzufordern
(SCHRITT 2). Das Heimatregister 110 tritt in Kontakt mit dem Besucherregister
112, in dem die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 zuletzt registriert
war, um die Weiterleitung zu der mobilen Kommunikationsvorrichtung 106
anzufordern (SCHRITT 3). Das Besucherregister 112 fordert von
der besuchten Mobilvermittlungsstelle 116 eine vorübergehende Lokalverzeichnisnummer
(„TLDN") für die mobile Kommunikationsvorrichtung 106 an (SCHRITT
4). Die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 bestimmt die TLDN
für die mobile Kommunikationsvorrichtung 106, und sendet die TLDN
an das Besucherregister 112. Das Besucherregister 112 gibt die
TLDN an das Heimatregister 110 zurück (SCHRITT 6). Das Heimatregister
110 gibt die TLDN an die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 zurück
(SCHRITT 7), wie Fachleute verstehen werden.
Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 sendet eine Verbindungsanfrage,
beispielsweise eine IAM, an die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 (SCHRITT
8). Die IAM umfasst die TLDN und den Handvermittlungsdienste-Informationsparameter.
Die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 bestätigt der Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 und der Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 den Empfang
der Verbindungsanfrage (SCHRITTE 9 und 10). Beispielsweise sendet
die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 eine Adresse-vollständig-Nachricht
(Address Complete Message – „ACM") an die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114, und die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 leitet die ACM
an die Prioritätskommunikationsvorrichtung 104 weiter, wie Fachleute
verstehen werden.
Die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 führt eine
Aufschaltung durch, um es dem Prioritätsbenutzer der Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 zu ermöglichen, mit dem Zielbenutzer der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106 zu kommunizieren (SCHRITT 11). Beispielsweise überbrückt
die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 die Verbindungsstrecke
120 (1 bis 4)
und die Verbindungsstrecke 122 (1 bis
4), um die Prioritätsverbindung herzustellen.
Die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 sendet in einem Beispiel ein Leuchtsignal
an die mobile Kommunikationsvorrichtung 106, um dem Zielbenutzer eine Aufschaltung
anzuzeigen.
Beim Überbrücken der Verbindungsstrecken 120 und
122 sendet die besuchte Mobilvermittlungsstelle 116 eine Bestätigung
der Überbrückung an die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 (SCHRITT
12). Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114 sendet eine Bestätigung
der Überbrückung an die Prioritätskommunikationsvorrichtung
104 (SCHRITT 13). Wenn die Kommunikation zwischen dem Zielbenutzer
und dem Prioritätsbenutzer beendet ist, gibt die besuchte Mobilvermittlungsstelle
116 die Prioritätsverbindung frei (SCHRITT 14).
In einem anderen Beispiel ist die mobile Kommunikationsvorrichtung
106 mit der Heimat-Mobilverbindungsstelle 114 synchronisiert.
Das Heimatregister 110 bestimmt die TDLN für die mobile Kommunikationsvorrichtung
106, weshalb die SCHRITTE 3 bis 6 wegfallen. Die Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 kommuniziert direkt mit der mobilen Kommunikationsvorrichtung
106, anstatt eine Weiterleitung über die besuchte Mobilvermittlungsstelle
116 durchzuführen, weshalb die SCHRITTE 8, 9 und
12 wegfallen, und SCHRITT 11 von der Heimat-Mobilvermittlungsstelle
114 ausgeführt wird, wie Fachleute verstehen werden.
Die Vorrichtung 100 umfasst in einem Beispiel mehrere Komponenten,
z.B. eine oder mehrere elektronische Komponenten, Hardwarekomponenten, und Computersoftwarekomponenten.
Eine Anzahl dieser Komponenten kann in der Vorrichtung 100 kombiniert oder
unterteilt werden. Eine beispielhafte Komponente von Vorrichtung 100 verwendet
und/oder umfasst einen Satz und/oder eine Serie von Computerbefehlen, die in einer
beliebigen Programmiersprache geschrieben oder implementiert sind, wie Fachleute
verstehen werden.
Die Vorrichtung 100 verwendet in einem Beispiel ein oder
mehrere computerlesbare Signalträgermedien. Beispiele eines computerlesbaren
Signalträgermediums für die Vorrichtung 100 umfassen die beschreibbaren
Datenspeichermedien 118 der Heimat-Mobilvermittlungsstelle 114
und der besuchten Mobilvermittlungsstelle 116. Beispielsweise umfasst das
computerlesbare Signalträgermedium für die Vorrichtung 100 ein
magnetisches, elektrisches, optisches, biologisches oder atomisches Datenspeichermedium
oder mehrere davon. In einem Beispiel umfasst das computerlesbare Signalträgermedium
ein moduliertes Trägersignal, das über ein Netz übertragen wird,
das die Vorrichtung 100 umfasst oder mit ihr gekoppelt ist, z.B. ein Telefonnetz,
ein lokales Netz („LAN"), das Internet oder ein drahtloses Netz, oder mehrere
davon.
Die hier beschriebenen Schritte oder Operationen sind nur beispielhaft.
Es können viele Variationen dieser Schritte oder Operationen vorliegen. Beispielsweise
können die Schritte in einer anderen Reihenfolge ausgeführt werden, oder
es können Schritte hinzugefügt, ausgelassen oder modifiziert werden.