| Dokumentenidentifikation |
DE112006000810T5 07.02.2008 |
| Titel |
Selbstlernendes geografiebewusstes Weiterreichverfahren und -system |
| Anmelder |
Motorola, Inc., Schaumburg, Ill., US |
| Erfinder |
Metke, Anthony R., Naperville, Ill., US; Ekl, Randy L., Lake Zurich, Ill., US |
| Vertreter |
Kuhnen & Wacker Patent- und Rechtsanwaltsbüro, 85354 Freising |
| DE-Aktenzeichen |
112006000810 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
27.03.2006 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/US2006/011081 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006110307 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
19.10.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
07.02.2008 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
07.02.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
H04Q 7/00(2006.01)A, F, I, 20060327, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
H04Q 7/20(2006.01)A, L, I, 20060327, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Mobilnetz und insbesondere
auf ein Weiterreichen (engl.: handoff) eines Mobilknotens in einem Mobilnetz.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In einem Mobilnetz kann sich ein Mobilknoten ständig von einer
Zelle, die durch einen Zugriffspunkt bedient wird, zu einer zweiten Zelle, die durch
einen anderen Zugriffspunkt bedient wird, bewegen. Um dem Mobilknoten zu ermöglichen,
ständig mit anderen Mobilknoten in Wechselwirkung zu treten, ist es wesentlich,
eine Kommunikation zwischen dem Mobilknoten und mindestens einem Zugriffspunkt in
dem Mobilnetz aufrechtzuerhalten. Das Verfahren zum Übergeben einer Kommunikationsverbindung
von einem Zugriffspunkt zu einem anderen ist als ein Weiterreichen (engl.: handoff)
bekannt.
Die üblichsten Kriterien zum Bestimmen der Notwendigkeit eines
Weiterreichens sind die Stärke des Empfangssignals (engl.: Received Signal
Strength; RSS) und/oder das Signal-Rausch-Verhältnis (engl.: Signal to Noise
Ratio; SNR). Wenn ein Mobilknoten von einer Zelle zu einer anderen wechselt, registriert
derselbe einen Abfall der RSS und/oder des SNR. Der Mobilknoten sucht dann nach
einem neuen Zugriffspunkt, der für den Mobilknoten einen Dienst in der neuen
Zelle liefern kann. Nach einem Finden des neuen Zugriffspunkts tritt der Mobilknoten
mit demselben in Wechselwirkung und verwendet dessen Dienste.
Das beschriebene Verfahren eines Weiterreichens leidet jedoch an einer
Zahl von Begrenzungen. Erstens ist das Verfahren möglicherweise nicht immer
in der Lage, ein problemloses Weiterreichen zu erreichen. Wenn beispielsweise der
Mobilknoten früh mit dem Suchen beginnt (während derselbe noch mit einem
alten Zugriffspunkt in Kontakt ist), kann derselbe einen neuen Zugriffspunkt entdecken.
Der Mobilknoten kann dann die Verbindbarkeit zu dem neuen Zugriffspunkt verlieren,
während derselbe noch in der Lage ist, mit dem alten Zugriffspunkt zu sprechen.
Der Mobilknoten muss dann erneut suchen, was in einer Verschwendung von Batterie-
und Netzressourcen resultiert. Wenn der Mobilknoten mit dem Suchen spät beginnt,
ist derselbe selbst nach einem Verlieren der Verbindbarkeit mit dem alten Zugriffspunkt
eventuell nicht in der Lage, einen neuen Zugriffspunkt zu entdecken. Dies resultiert
in Ineffizienzen bei dem Weiterreichverfahren.
Zweitens gibt es in einem Mobilnetz bestimmte Bereiche, in denen die
RSS und das SNR bei einer sehr kurzen Bewegung rasch abnehmen. In anderen Bereichen
können dieselben bei einer geradlinigen Bewegung abwechselnd abnehmen und zunehmen.
In solchen Bereichen kann die Verwendung von RSS- und SNR-Werten zum Entscheiden
der Notwendigkeit eines Weiterreichens das Verfahren ineffizient machen.
Demgemäß besteht ein Bedarf nach einem verbesserten Weiterreichverfahren
und -system.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
In den beigefügten Figuren beziehen sich gleiche Bezugsziffern
auf identische oder funktionsähnliche Elemente in sämtlichen Einzelansichten.
Dieselben sind zusammen mit der folgenden detaillierten Beschreibung in die Beschreibung
aufgenommen und bilden einen Teil derselben und dienen dazu, die Ausführungsbeispiele
weiter zu erläutern und verschiedene Prinzipien und Vorteile gemäß
der vorliegenden Erfindung zu erklären.
1 stellt ein Mobilnetz gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar.
2 ist ein Blockdiagramm eines Weiterreichverwalters
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
3 ist ein schematisches Diagramm einer Versorgungsabbildung
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
4 ist ein Flussdiagramm, das ein Weiterreichverfahren
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
darstellt.
5 ist ein Flussdiagramm, das ein Weiterreichverfahren
gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung darstellt.
6 ist ein Blockdiagramm, das eine Vorhersagematrix
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
darstellt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Die vorliegende Offenbarung ist vorgesehen, um auf eine befähigende
Art und Weise die besten Arten zum Herstellen und Verwenden verschiedener Ausführungsbeispiele
gemäß der vorliegenden Erfindung weiter zu erläutern. Die Offenbarung
ist ferner gegeben, um die Wahrnehmung und Würdigung der erfinderischen Prinzipien
und Vorteile derselben zu steigern und nicht die Erfindung auf
irgendeine Art und Weise zu begrenzen. Die Erfindung ist allein durch die beigefügten
Ansprüche, einschließlich irgendwelcher Änderungen während der
Anhängigkeit dieser Anmeldung und aller Äquivalente der erteilten Ansprüche,
definiert.
Es versteht sich ferner von selbst, dass die etwaige Verwendung von
Beziehungsausdrücken, wie erste(r) und zweite(r), obere(r) und untere(r) und
dergleichen, allein dazu dient, ein Element oder eine Handlung von einer anderen
zu unterscheiden, ohne notwendigerweise eine tatsächliche Beziehung oder Reihenfolge
zwischen solchen Elementen oder Handlungen zu erfordern oder zu beinhalten.
1 stellt ein Mobilnetz 100 gemäß
einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar. Das
Mobilnetz 100 umfasst Mobilknoten 102a, 102b,
102c und 102d und Zugriffspunkte 104a, 104b,
104c und 104d. Im Folgenden ist auf die Mobilknoten
102a, 102b, 102c und 102d als eine Mehrzahl
von Mobilknoten 102 Bezug genommen. Ferner ist auf die Zugriffspunkte
104a, 104b, 104c und 104d als eine Mehrzahl
von Zugriffspunkten 104 Bezug genommen. Das Mobilnetz 100 ist
in Zellen 106a, 106b, 106c und 106d geteilt.
Auf die Zellen 106a, 106b, 106c und 106d ist
im Folgenden als eine Mehrzahl von Zellen 106 Bezug genommen. Bezug nehmend
auf 1 können, obwohl der geografische Bereich
als ein Rechteck gezeigt ist und Zellen als Kreise gezeigt sind, sowohl der geografische
Bereich als auch die Zelle von einer beliebigen Form sein. Jede Zelle der Mehrzahl
von Zellen 106 wird durch einen der Mehrzahl von Zugriffspunkten
104 bedient. Beispielsweise liefert der Zugriffspunkt 104a einen
Kommunikationskanal zu dem Mobilknoten 102a in der Zelle 106a.
Dieser Kommunikationskanal ermöglicht dem Mobilknoten 102a, mit anderen
Mobilknoten in dem Mobilnetz 100 zu kommunizieren.
Wenn sich der Mobilknoten 102a von der Zelle 106a
zu einer Nachbarzelle, z. B. der Zelle 106b, bewegt, kann die Stärke
des Empfangssignals (RSS) des Zugriffspunkts 104a unzureichend werden,
um eine Kommunikation mit dem Mobilknoten 102a zu unterstützen. Als
ein Resultat kann der Mobilknoten 102a eine Kommunikation mit dem Zugriffspunkt
104b in der Zelle 106b einrichten. Dieses Verfahren eines Weiterreichens
des Mobilknotens 102a wird durch einen Weiterreichverwalter 108
in dem Mobilnetz 100 koordiniert. Der Weiterreichverwalter 108
koordiniert das Weiterreichen in einem geografischen Bereich 110 in dem
Mobilnetz 100. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung umfasst der geografische Bereich 110 mindestens eine Zelle der
Mehrzahl von Zellen 106. Der Weiterreichverwalter 108 kommuniziert
mit der Mehrzahl von Zugriffspunkten 104 in dem geografischen Bereich
110 durch einen Kommunikationskanal 112. Gemäß verschiedenen
Ausführungsbeispielen der Erfindung kann der Kommunikationskanal
112 ein Drahtleitungs- oder ein Drahtlos-Kommunikationskanal sein.
2 ist ein Blockdiagramm des Weiterreichverwalters
108 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung. Der Weiterreichverwalter 108 ist ein System, das einem Mobilknoten
ein Weiterreichen von einem ersten Zugriffspunkt in dem Mobilnetz 100 ermöglicht.
Der Weiterreichverwalter 108 umfasst eine Einrichtung zum Empfangen von
Informationen 202, eine Einrichtung zum Lernen 204, eine Einrichtung
zum Bestimmen 206 und eine Einrichtung zum Informieren 208.
Die Einrichtung zum Empfangen von Informationen 202 empfängt
Informationen über die Position und Bewegung der Mehrzahl von Mobilknoten
102 in dem geografischen Bereich 110. Bei einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung empfängt die Einrichtung zum Empfangen von Informationen
202 Informationen über die Geschwindigkeit der Mehrzahl von Mobilknoten
102. Die Einrichtung zum Empfangen von Informationen 202 erhält
ferner Informationen hinsichtlich einer RSS und eines Signal-Rausch-Verhältnisses
(SNR) bei jedem der Mehrzahl von Mobilknoten 102 in dem geografischen Bereich
110. Die Einrichtung zum Empfangen von Informationen 202 hält
ferner Informationen über die Position der Mehrzahl von Zugriffspunkten
104 in dem geografischen Bereich 110. Bei einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung empfängt die Einrichtung zum Empfangen von Informationen
202 Informationen über eine zweite Position für einen Mobilknoten.
Die zweite Position ist die Position, an der der Mobilknoten ein Weiterreichen durchführt.
Die Einrichtung zum Lernen 204 bildet die Informationen,
die durch die Einrichtung zum Empfangen von Informationen 202 empfangen
werden, auf den geografischen Ort der jeweiligen Mobilknoten ab, um eine Versorgungsabbildung
zu bilden. Eine Versorgungsabbildung ist in Verbindung mit 3
im Detail beschrieben. Der Weiterreichverwalter 108 lernt unter Verwendung
der abgebildeten Informationen die Versorgungsfähigkeiten der Mehrzahl von
Zugriffspunkten 104 in dem geografischen Bereich 110. Die abgebildeten
Informationen werden dann durch die Einrichtung zum Bestimmen 206 verwendet,
um einen zweiten Zugriffspunkt, zu dem ein Mobilknoten ein Weiterreichen durchführen
wird, zu bestimmen. Die Einrichtung zum Informieren 208 informiert dann
den Mobilknoten über den zweiten Zugriffspunkt. Bei einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung informiert die Einrichtung zum Informieren
208 den Mobilknoten über die vorhergesagte Position, z. B. die Weiterreichposition,
und den vorhergesagten Zeitpunkt, z. B. den Weiterreichzeitpunkt, für das Weiterreichen.
Der Weiterreichverwalter 108 kann beispielsweise basierend
auf den abgebildeten Informationen vorhersagen, dass der Mobilknoten 102a
nach einem vorhergesagten Zeitraum ein Weiterreichen zu einem zweiten Zugriffspunkt,
z. B. dem Zugriffspunkt 104b, durchführen wird. Die Einrichtung zum
Informieren 208 informiert dann den Mobilknoten 102a und den Zugriffspunkt
104b über das bevorstehende Weiterreichen.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung informiert
die Einrichtung zum Informieren 208 den Zugriffspunkt 104b, um
Netzressourcen für das vorhergesagte Weiterreichen zu reservieren. Bei einem
anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung leitet die Einrichtung
zum Informieren 208 eine Kontextübertragung ein. Das Einleiten einer
Kontextübertragung erlaubt, dass Dienste, die bereits bei dem ersten Zugriffspunkt,
z. B. dem Zugriffspunkt 104a, eingerichtet wurden, bei dem Zugriffspunkt
104b fortgesetzt werden. Dieselbe kann dann dem Mobilknoten 102a
notwendige Informationen, wie das Frequenzband, das Modulationsverfahren, das Funkfeuerintervall
und dergleichen, über den Zugriffspunkt 104b liefern. Diese Informationen
helfen dem Mobilknoten 102a, den Zugriffspunkt 104b zu suchen
und eine Kommunikation mit demselben einzurichten.
3 ist ein schematisches Diagramm einer Versorgungsabbildung
300 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung. Der Weiterreichverwalter 108 ist mit Koordinaten, die die Grenze
des geografischen Bereichs 110 definieren, konfiguriert. Gemäß
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung teilt der Weiterreichverwalter
108 den geografischen Bereich 110 in eine Mehrzahl von Mikrozellen
302. Jeder der Mehrzahl von Mobilknoten 102 sendet die geografischen
Koordinaten seiner Position und des Zugriffspunkts, mit dem derselbe verbunden ist,
zu dem Weiterreichverwalter 108. Der Weiterreichverwalter 108
bestimmt für jeden Mobilknoten basierend auf den empfangenen geografischen
Koordinaten die Mikrozelle, in der sich der Mobilknoten befindet. Wie aus dem Stand
der Technik bekannt ist, kann jeder Mobilknoten über eine von vielen Einrichtungen,
wie durch Verwenden eines GPS-Empfängers, einer Triangulation und dergleichen,
seine geografischen Koordinaten seiner Position lernen.
Der Mobilknoten 102b läuft beispielsweise auf einem
Weg 304 durch die Mikrozellen 302a, 302b, 302c
und so weiter. Der Weiterreichverwalter 108 bildet einen Zugriffspunkt,
der für den Mobilknoten 102b in diesen Mikrozellen eine Versorgung
liefert, auf die jeweilige Mikrozelle ab. Dieses Abbilden resultiert in der Versorgungsabbildung
300, wobei jede der Mehrzahl von Mikrozellen 302 mindestens einem
Zugriffspunkt zugeordnet ist, wobei der Zugriffspunkt eine Versorgung für die
Mobilknoten in dieser Mikrozelle liefert. In 3 bezeichnet
beispielsweise die Zahl „1" einen ersten Zugriffspunkt, der eine Versorgung
für Mikrozellen 302a, 302b, 302c, 302d
und 302e liefert. Ferner bezeichnet die Zahl „2" einen zweiten Zugriffspunkt,
der eine Versorgung für andere Mikrozellen liefert, und die Zahl „4"
bezeichnet einen anderen Zugriffspunkt, der eine Versorgung für andere Mikrozellen
liefert.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung hat
die Versorgungsabbildung 300 einen RSS-Anzeiger für jeden der Zugriffspunkte,
die der Mehrzahl von Mikrozellen 302 zugeordnet sind. Bei einem anderen
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung berücksichtigt die Versorgungsabbildung
300 Faktoren, wie den Zustand der Batterie, die das Verhalten der Mobilknoten
beeinflussen können. Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung wird die vollständige Abbildungstabelle 300 über einen
längeren Zeitraum aufgebaut.
4 ist ein Flussdiagramm, das ein Weiterreichverfahren
gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
darstellt. Bei einem Schritt 402 empfängt der Weiterreichverwalter
108 Informationen über die Position und Bewegung der Mehrzahl von
Mobilknoten 102 in dem geografischen Bereich 110. Zusätzlich
könnte der Weiterreichverwalter in Verbindung mit den vorhergehenden Informationen
zusätzlich Informationen bezüglich der Zeit, zu der die Positions- und
Bewegungsmessung vorgenommen wurde, empfangen. Bei einem solchen Ausführungsbeispiel
können die Informationen einen Zeitstempel aufweisen. Bei einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann der Weiterreichverwalter 108 ferner Informationen
über die Geschwindigkeit der Mehrzahl von Mobilknoten 102 in dem geografischen
Bereich 110 empfangen.
Bei einem Schitt 404 lernt der Weiterreichverwalter
108 die Versorgungsfähigkeiten der Mehrzahl von Zugriffspunkten
104 in dem geografischen Bereich 110. Bei einem Ausführungsbeispiel
erfolgt dies durch Abbilden der empfangenen Informationen auf die Position des Mobilknotens.
Bei einem Schritt 406 bestimmt der Weiterreichverwalter 108 einen
zweiten Zugriffspunkt, z. B. den Zugriffspunkt 104b, zu dem ein Mobilknoten,
z. B. der Mobilknoten 102a, ein Weiterreichen durchführen wird. Diese
Bestimmung erfolgt unter Verwendung der abgebildeten Informationen. Bei einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung erfolgt die Bestimmung des zweiten Zugriffspunkts unter Verwendung
einer Vorhersagematrix. Die Vorhersagematrix eines Ausführungsbeispiels der
vorliegenden Erfindung ist in Verbindung mit 6 im Detail
beschrieben.
Bei einem Schritt 408 informiert der Weiterreichverwalter
108 den Mobilknoten 102a über den Zugriffspunkt
104b. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung leitet
der Weiterreichverwalter 108 dann eine Kontextübertragung ein. Der
Weiterreichverwalter 108 informiert ferner den Mobilknoten 102a
über das Frequenzband, das Modulationsverfahren, das Funkfeuerintervall und
dergleichen, um dem Mobilknoten 102a zu erlauben, mit dem zweiten Zugriffspunkt,
z. B. dem Zugriffspunkt 104b, zu kommunizieren.
5 ist ein Flussdiagramm, das ein Weiterreichverfahren
gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung darstellt. Bei einem Schritt 502 empfängt der Weiterreichverwalter
108 die Informationen über die Position und Bewegung von jedem der
Mehrzahl von Mobilknoten 102, die in dem geografischen Bereich
110 anwesend sind. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung empfängt der Weiterreichverwalter 108 Informationen über
die Geschwindigkeit von jedem der Mehrzahl von Mobilknoten 102 in dem geografischen
Bereich 110. Der Weiterreichverwalter 108 kann ferner Informationen
hinsichtlich der RSS und/oder des SNR bei jedem der Mehrzahl von Mobilknoten
102 empfangen. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
verfolgt der Weiterreichverwalter 108 die Informationen über eine
zweite Position eines Mobilknotens. Die zweite Position bezeichnet die Position,
an der ein Mobilknoten in dem geografischen Bereich 110 entscheidet, selbst
oder über ein anderes Verfahren, das den Weiterreichverwalter nicht betrifft,
ein Weiterreichen durchzuführen. Der Weiterreichverwalter 108 empfängt
die Informationen periodisch durch Verwenden eines Protokolls zwischen jedem der
Mehrzahl von Mobilknoten 102 und dem Weiterreichverwalter 108.
Das Protokoll kann beispielsweise aufweisen, dass jeder der Mehrzahl von Mobilknoten
102 periodisch eine Aktualisierung zu dem Weiterreichverwalter
108 sendet, wobei die Aktualisierung die aktuelle Position des Mobilknotens
und möglicherweise andere Parameter, wie die Geschwindigkeit, die RSS und das
SNR des Mobilknotens, aufweist. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung kann die Häufigkeit der Aktualisierungen abhängig von dem Wert
und/oder der Änderungsrate der Parameter variieren. Die Häufigkeit der
Aktualisierungen kann ferner durch den Weiterreichverwalter 108 beeinflusst
werden.
Bei einem Schritt 504 lernt der Weiterreichverwalter
108 durch Halten von Informationen über die Position von jedem der
Mehrzahl von Zugriffspunkten 104 die Versorgungsfähigkeiten von jedem
der Mehrzahl von Zugriffspunkten 104 in dem geografischen Bereich
110. Bei einem Schritt 506 baut der Weiterreichverwalter
108 unter Verwendung der empfangenen Informationen die Versorgungsabbildung
300 auf (wie in Verbindung mit 3 beschrieben).
Bei einem Schritt 508 erzeugt und hält der Weiterreichverwalter
108 eine Verlaufstabelle bzw. Geschichtstabelle für jeden der Mehrzahl
von Mobilknoten 102 in dem geografischen Bereich 110. Die Verlaufstabelle
zeigt die Orte an, die durch jeden der Mehrzahl von Mobilknoten 102 in
dem geografischen Bereich 110 zuletzt besucht wurden. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Zahl von Orten, die in der Verlaufstabelle gehalten werden, fest. Alternativ
kann die Zahl von Orten, die in der Verlaufstabelle gehalten werden, basierend auf
der Zahl von alternativen Wegen, die der Mobilknoten auf einer gegebenen Route nehmen
kann, variieren. Die Zahl von Orten, die in der Verlaufstabelle gehalten werden,
kann ferner basierend auf der Granularität der Versorgungsabbildung variieren.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die Zahl von Orten,
die für jeden der Mehrzahl von Mobilknoten 102 in der Verlaufstabelle
angezeigt werden, mindestens zwei. Jedes Mal, wenn ein Mobilknoten Informationen
über seinen Ort zu dem Weiterreichverwalter 108 sendet, wird die Verlaufstabelle
aktualisiert und der älteste Ort für den Mobilknoten in der Verlaufstabelle
gelöscht. Die Informationen über andere Orte werden ferner verschoben,
und der aktuelle Ort des Mobilknotens wird der Verlaufstabelle hinzugefügt.
Wenn ein Mobilknoten 102b beispielsweise auf dem Weg
304 durch die Mikrozellen 302a, 302b, 302c und
dann zu 302d läuft, wird die Verlaufstabelle diesen Satz von Mikrozellen
in einer Reihe, die dem Mobilknoten 102b entspricht, haben. Die Zahl von
Orten, die in der Verlaufstabelle angezeigt sind, ist hier vier. Der Mobilknoten
102b bewegt sich dann zu einer Mikrozelle 302e. Der Weiterreichverwalter
108 entfernt den ältesten Ort, z. B. die Mikrozelle 302a,
aus der Verlaufstabelle. Der Weiterreichverwalter 108 markiert die anderen
drei Mikrozellen als die vorhergehenden Orte des Mobilknotens 102b. Der
Weiterreichverwalter 108 markiert dann die Mikrozelle 302e als
den aktuellen Ort des Mobilknotens 102b. Bei einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung erfolgt jedes Mal, wenn von einem Mobilknoten in dem
geografischen Bereich 110 Informationen empfangen werden, ein Aktualisieren
der Verlaufstabelle.
Bei einem Schritt 510 bestimmt der Weiterreichverwalter
108 einen zweiten Zugriffspunkt, zu dem ein Mobilknoten, beispielsweise
der Mobilknoten 102a, ein Weiterreichen durchführen wird. Bei verschiedenen
Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung verwendet der Weiterreichverwalter
108 eine Vorhersagematrix zum Bestimmen des zweiten Zugriffspunkts, der
Weiterreichposition und des Weiterreichzeitpunkts. Die Vorhersagematrix ist in Verbindung
mit 6 detailliert beschrieben. Der Weiterreichverwalter
108 sagt ferner eine Weiterreichposition und einen Weiterreichzeitpunkt
vorher. Die Weiterreichposition ist die Position, für die vorhergesagt wird,
dass ein Weiterreichen auftritt. Der Weiterreichzeitpunkt ist der
Zeitpunkt, zu dem ein Auftreten eines Weiterreichens vorhergesagt wird. Die Weiterreichposition
und der Weiterreichzeitpunkt können basierend auf Standardverfahren den Ort
und den Zeitpunkt, bei dem/zu dem Messungen empfangen wurden, berücksichtigend
berechnet werden. Wenn beispielsweise, wie im Vorhergehenden erwähnt ist, der
Weiterreichverwalter 108 den Zeitpunkt zusammen mit empfangenen Informationen
über eine Position und Bewegung von dem Mobilknoten empfangen hat, könnte
der Weiterreichverwalter 108 die Weiterreichposition und den Weiterreichzeitpunkt
aus den empfangenen Informationen berechnen. Bei einem Schritt 512 informiert
der Weiterreichverwalter 108 den Mobilknoten 102a über den
zweiten Zugriffspunkt. Der Weiterreichverwalter 108 kann den Mobilknoten
102a ferner über die Weiterreichposition und den Weiterreichzeitpunkt
informieren.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung leitet
der Weiterreichverwalter 108 eine Kontextübertragung ein. Derselbe
kann ferner den Mobilknoten 102a über das Frequenzband, das Modulationsverfahren,
das Funkfeuer-Intervall und dergleichen informieren, um dem Mobilknoten
102a zu erlauben, mit dem zweiten Zugriffspunkt zu kommunizieren.
6 stellt eine Vorhersagematrix 600 gemäß
einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar. Der
Weiterreichverwalter 108 erzeugt und aktualisiert unter Verwendung der
Informationen aus der Verlaufstabelle die Vorhersagematrix 600. Die Vorhersagematrix
600 wird zum Bestimmen eines zweiten Zugriffspunkts, zu dem ein Mobilknoten,
beispielsweise der Mobilknoten 102a, ein Weiterreichen durchführen
wird, verwendet. Die Vorhersagematrix 600 umfasst eine Mehrzahl von Reihen.
Jede Reihe enthält einen Satz von vorhergehenden Orten. Jede Reihe hat ferner
einen vorhergesagten Ort, der die Mikrozelle angibt, in die ein Mobilknoten eintreten
kann, wenn derselbe den Satz von vorhergehenden Orten durchlaufen hat. Jede Reihe
spezifiziert ferner eine Häufigkeit, die die Wahrscheinlichkeit eines Eintretens
des Mobilknotens in die vorhergesagte Mikrozelle ist.
Jedes Mal, wenn die Verlaufstabelle aktualisiert wird, durchsucht
der Weiterreichverwalter 108 die Reihen der Vorhersagematrix
600 nach dem Satz von vorhergehenden Orten. Die Verlaufstabelle wird beispielsweise
basierend auf den Informationen, die von dem Mobilknoten 102b empfangen
werden, aktualisiert. Die Mikrozellen 302b, 302c und
302d werden als der Satz von vorhergehenden Orten für den Mobilknoten
102b der Verlaufstabelle hinzugefügt. Die Mikrozelle 302e
wird als der aktuelle Ort der Verlaufstabelle hinzugefügt. Nun durchsucht der
Weiterreichverwalter 108 die vorhandenen Reihen der Vorhersagematrix
600 nach dem Satz von vorhergehenden Orten, die durch den Mobilknoten
102b berichtet wurden. Basierend auf dem Resultat der Suche kann der Weiterreichverwalter
108 eine der folgenden Tätigkeiten durchführen.
Wenn der Satz von vorhergehenden Orten nicht in den existierenden
Reihen existiert, wird eine neue Reihe mit diesem Satz von vorhergehenden Orten
der Vorhersagematrix 600 hinzugefügt. Der aktuelle Ort des Mobilknotens
102b, z. B. die Mikrozelle 302e, wird ferner als der vorhergesagte
Ort in der Vorhersagematrix 600 gespeichert. Die Häufigkeit des Eintretens
eines Mobilknotens in die Mikrozelle 302e, wenn derselbe dem Satz von vorhergehenden
Orten gefolgt ist, ist eins.
Wenn für den Satz von vorhergehenden Orten ein einzelner Eintrag
in der Vorhersagematrix 600 existiert und der vorhergesagte Ort die Mikrozelle
302e ist, werden in der Vorhersagematrix 600 keine Änderungen
vorgenommen. Die Häufigkeit bleibt ebenfalls unverändert.
Wenn für den Satz von vorhergehenden Orten ein einzelner Eintrag
in der Vorhersagematrix 600 existiert, jedoch der vorhergesagte Ort eine
andere Mikrozelle als die Mikrozelle 302e ist, wird eine neue Reihe hinzugefügt.
Die neuen Häufigkeiten für diese beiden Reihen werden unter Verwendung
bereits bekannter Verfahren, wie eines gewichteten Mittelns, berechnet.
Wenn in der Vorhersagematrix 600 mehrere Einträge für
den Satz von vorhergehenden Orten existieren und der vorhergesagte Ort für
einen derselben die Mikrozelle 302e ist, wird keine neue Reihe hinzugefügt,
und die existierende Häufigkeiten werden neu berechnet.
Wenn für die mehreren Einträge keiner der vorhergesagten
Orte die Mikrozelle 302e enthält, wird eine neue Reihe mit diesem
vorhergesagten Ort hinzugefügt, und die Häufigkeiten werden neu berechnet.
Während eines Bestimmens eines vorhergesagten Orts für einen
Mobilknoten vergleicht der Weiterreichverwalter 108 die älteren Orte
des Mobilknotens mit den existierenden Reihen in der Vorhersagematrix
600. Wenn ein entsprechender Eintrag existiert, bestimmt der Weiterreichverwalter
108 die vorhergesagte Mikrozelle und die Wahrscheinlichkeit eines Bewegens
des Mobilknotens in die vorhergesagte Mikrozelle. Derselbe verwendet dann die Versorgungsabbildung,
um einen zweiten Zugriffspunkt zu bestimmen, der einen Dienst in der vorhergesagten
Mikrozelle liefert. Wenn ein anderer Zugriffspunkt einen Dienst in der vorhergesagten
Mikrozelle liefert, reserviert der Weiterreichverwalter 108 die Ressourcen
bei dem zweiten Zugriffspunkt und informiert den Mobilknoten, dass
ein Weiterreichen bevorsteht. Bei dem Fall mehrerer Möglichkeiten kann der
Weiterreichverwalter 108 alle oder einen Teilsatz der vorhergesagten Zugriffspunkte
benachrichtigen, um die Ressourcen für das Weiterreichen zu reservieren. Bei
einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann der Teilsatz durch
Auswählen lediglich derjenigen, die eine größere als eine bestimmte
Wahrscheinlichkeitsschwelle haben, bestimmt werden. Derselbe kann dann den Mobilknoten
benachrichtigen, dass ein Weiterreichen zu einem der vorhergesagten Zugriffspunkte
bevorsteht.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann
der Weiterreichverwalter 108 einen Mobilknoten anweisen, seinen Ort öfters
zu berichten, während sich der Mobilknoten dem Rand seiner aktuellen Mikrozelle
nähert. Dies kann der Weiterreichverwalter 108 in Fällen tun,
bei denen die Zahl von vorhergesagten Zugriffspunkten mehr als eins ist. Dies hilft
dem Weiterreichverwalter 108, den zweiten Zugriffspunkt mit einer höheren
Genauigkeit festzustellen.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung können
zusätzliche Informationen in der Vorhersagematrix 600 hinzugefügt
werden, um den Weiterreichverwalter 108 bei der Berechnung von Häufigkeiten
zu unterstützen. Beispielsweise kann durch Hinzufügen von Mobilknoten-Identifizierungsinformationen,
z. B. einer Modellnummer oder einer Seriennummer des Mobilknotens, zu der Versorgungsabbildung
und der Vorhersagematrix eine Vorhersagegenauigkeit verbessert werden. Ein Hinzufügen
solcher Identifizierungsinformationen würde eine getrennte Bestimmung von Systemversorgungsfähigkeiten
für jedes Mobilmodell und/oder für spezifische, durch ihre Seriennummer
identifizierte Mobilvorrichtungen erlauben. Die Vorhersagegenauigkeit kann zusätzlich
durch Hinzufügen von Rohzählungen eines Weiterreichens, nicht nur Mittelwerten
von Weiterreichvorgängen, einer Zeit zwischen Weiterreichvorgängen, einer
Verweildauer eines Mobilknotens in einer Mikrozelle und anderen ähnlichen solchen
Faktoren verbessert werden.
Aus der vorausgehenden Offenbarung sollte deutlich sein, dass die
Erfindung ein Weiterreichverfahren bereitstellt, das aufgrund der Koordination,
die durch den Weiterreichverwalter 108 geliefert wird, ein problemloses
Weiterreichen ermöglicht. Der Weiterreichverwalter 108 erfordert ferner
eine sehr geringe Konfiguration und Wartung. Derselbe ist selbstlernend und aktualisiert
sich periodisch mit Änderungen der Versorgungsfähigkeiten bzw. Abdeckungsfähigkeiten
der existierenden Zugriffspunkte. Das Weiterreichverfahren ist zusätzlich skalierbar,
da in einem Mobilnetz 100 eine beliebige Zahl von Weiterreichverwaltern,
jeweils mit einem begrenzten Steuerbereich, implementiert werden kann. In dem Fall
eines Versagens des Weiterreichverwalters 108 können die Mobilknoten
ferner auf die herkömmlichen Weiterreicheinrichtungen zurückfallen.
Es ist offensichtlich, dass das hierin beschriebene Weiterreichverfahren
einen oder mehrere herkömmliche Prozessoren und einzigartige gespeicherte Programmanweisungen,
die den einen oder die mehreren Prozessoren steuern, um einige, die meisten oder
alle der hierin beschriebenen Funktionen zu implementieren, in sich aufweisen kann;
als solche können die Funktionen zum Lernen von Versorgungsfähigkeiten
und zum Bestimmen eines Zugriffspunkts als Schritte eines Verfahrens interpretiert
werden. Alternativ könnten die gleichen Funktionen durch eine Zustandsmaschine,
die keine gespeicherten Programmanweisungen hat, bei der jede Funktion oder einige
Kombinationen bestimmter Teile der Funktionen als eine benutzerdefinierte Logik
implementiert sind, implementiert sein. Es könnte eine Kombination der zwei
Lösungsansätze verwendet sein. Somit wurden hierin Verfahren und Einrichtungen
zum Durchführen dieser Funktionen beschrieben.
Während im Vorhergehenden die Prinzipien der Erfindung in Verbindung
mit spezifischen Vorrichtungen beschrieben wurden, versteht es sich von selbst,
dass diese Beschreibung lediglich beispielhaft und nicht als eine Begrenzung des
Schutzbereichs der Erfindung erfolgt.
Diese Offenbarung soll näher ausführen, wie verschiedene
Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung zu gestalten und zu verwenden
sind, und nicht den wahren, beabsichtigten, angemessenen Schutzbereich und Geist
derselben begrenzen. Die vorhergehende Beschreibung soll nicht erschöpfend
sein oder die Erfindung auf die offenbarten genauen Formen begrenzen. Modifikationen
oder Variationen sind im Lichte der vorhergehenden Lehren möglich. Das Ausführungsbeispiel
wurde gewählt und beschrieben, um die beste Darstellung der Prinzipien der
Erfindung und der praktischen Anwendung derselben zu liefern, um durchschnittlichen
Fachleuten zu ermöglichen, die Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen
und mit verschiedenen Modifikationen, die für die beabsichtigte besondere Verwendung
passend sind, zu benutzen. Alle solchen Modifikationen und Variationen liegen innerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung, der durch die beigefügten Ansprüche,
die während der Anhängigkeit dieser Patentanmeldung geändert werden
können, und alle Äquivalente derselben bestimmt ist, wenn dieselben gemäß
der Breite, die dieselben angemessen, gesetzesmäßig und billigerweise
beanspruchen können, interpretiert werden.
Zusammenfassung
Selbstlernendes geografiebewusstes Weiterreichverfahren und -system
Es ist ein selbstlernendes geografiebewusstes Weiterreichverfahren
und -system offenbart. Das System umfasst einen Weiterreichverwalter (108),
der Informationen über eine Position und Bewegung der Mobilknoten (102a,
102b, 102c und 102d), die in dem Mobilnetz (100)
anwesend sind, empfängt. Der Weiterreichverwalter lernt die Versorgungsfähigkeiten
der Zugriffspunkte (104a, 104b, 104c und 104d)
in dem Mobilnetz. Derselbe bestimmt dann basierend auf den gelernten Versorgungsfähigkeiten
einen zweiten Zugriffspunkt, zu dem ein Mobilknoten ein Weiterreichen durchführen
wird. Der Weiterreichverwalter informiert dann den Mobilknoten über den zweiten
Zugriffspunkt.
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| Anspruch[de] |
Verfahren zum Ermöglichen, dass ein Mobilknoten ein Weiterreichen
von einem ersten Zugriffspunkt in einem Mobilnetz durchführt, wobei das Mobilnetz
eine Kommunikation zwischen einer Mehrzahl von Mobilknoten ermöglicht, mit
folgenden Schritten:
a. Empfangen von Informationen über eine Position und eine Bewegung jedes Mobilknotens,
der in dem Mobilnetz anwesend ist;
b. Lernen von Versorgungsfähigkeiten einer Mehrzahl von Zugriffspunkten in
dem Mobilnetz, wobei die Informationen über die Position und die Bewegung jedes
Mobilknotens zum Lernen der Versorgungsfähigkeiten benutzt werden;
c. Bestimmen eines zweiten Zugriffspunkts basierend auf den Versorgungsfähigkeiten
der Mehrzahl von Zugriffspunkten in dem Mobilnetz; und
d. Informieren des Mobilknotens über den zweiten Zugriffspunkt, wobei der Mobilknoten
ein Weiterreichen zu dem zweiten Zugriffspunkt durchführt.
Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Informationen über die Bewegung
des Mobilknotens Informationen über eine Geschwindigkeit des Mobilknotens aufweisen.
Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit folgenden Schritten:
a. Empfangen von Informationen über eine zweite Position des Mobilknotens,
wobei der Mobilknoten entscheidet, bei der zweiten Position ein Weiterreichen durchzuführen;
und
b. Abbilden der Informationen über die zweite Position des Mobilknotens auf
einen geografischen Ort des Mobilknotens.
Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit folgenden Schritten:
a. Empfangen einer Information über die Stärke des Empfangssignals (RSS)
und das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) des Mobilknotens; und
b. Abbilden der Information über die RSS und das SNR des Mobilknotens auf einen
geografischen Ort des Mobilknotens.
Verfahren nach Anspruch 1, ferner mit folgenden Schritten:
a. Vorhersagen mindestens entweder einer Weiterreichposition oder eines Weiterreichzeitpunkts,
wobei der Mobilknoten bei der Weiterreichposition und zu dem Weiterreichzeitpunkt
ein Weiterreichen zu dem zweiten Zugriffspunkt durchführt; und
b. Informieren des Mobilknotens über mindestens entweder die Weiterreichposition
oder den Weiterreichzeitpunkt.
Verfahren zum Ermöglichen, dass ein Mobilknoten ein Weiterreichen
von einem ersten Zugriffspunkt in einem Mobilnetz durchführt, wobei das Mobilnetz
eine Kommunikation zwischen einer Mehrzahl von Mobilknoten ermöglicht, mit
folgenden Schritten:
a. Empfangen einer Information über eine Position und eine Bewegung jedes Mobilknotens,
der in dem Mobilnetz anwesend ist;
b. Lernen von Versorgungsfähigkeiten einer Mehrzahl von Zugriffspunkten in
dem Mobilnetz, wobei die Information über die Position und die Bewegung jedes
Mobilknotens zum Lernen der Versorgungsfähigkeiten benutzt wird;
c. Aufbauen einer Versorgungsabbildung basierend auf den Versorgungsfähigkeiten
der Mehrzahl von Zugriffspunkten in dem Mobilnetz;
d. Aufrechterhalten einer Verlaufstabelle für jeden Mobilknoten, der innerhalb
des Mobilnetzes anwesend ist;
e. Bestimmen eines zweiten Zugriffspunkts basierend auf der Verlaufstabelle; und
f. Informieren des Mobilknotens über den zweiten Zugriffspunkt, wobei der Mobilknoten
ein Weiterreichen zu dem zweiten Zugriffspunkt durchführt.
Verfahren nach Anspruch 6, ferner mit folgenden Schritten:
a. Empfangen einer Information über eine zweite Position des Mobilknotens,
wobei der Mobilknoten entscheidet, bei der zweiten Position ein Weiterreichen durchzuführen;
und
b. Abbilden der Information über die zweite Position des Mobilknotens auf einen
geografischen Ort des Mobilknotens.
Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Aufbauen der Versorgungsabbildung
folgende Schritte aufweist:
a. Teilen des Mobilnetzes in eine Mehrzahl von Mikrozellen;
b. Abbilden jedes Mobilknotens in eine Mikrozelle; und
c. Abbilden jeder Mikrozelle auf mindestens einen Zugriffspunkt,
wobei der mindestens eine Zugriffspunkt eine Versorgung für den Mobilknoten,
der in der Mikrozelle anwesend ist, liefert.
Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Aufrechterhalten der Verlaufstabelle
folgende Schritte aufweist:
a. Aktualisieren der Verlaufstabelle basierend auf den Informationen, die von jedem
Mobilknoten empfangen werden; und
b. Aktualisieren einer Vorhersagematrix basierend auf der Verlaufstabelle.
Verfahren nach Anspruch 6, ferner mit folgenden Schritten:
a. Vorhersagen mindestens entweder einer Weiterreichposition oder eines Weiterreichzeitpunkts
basierend auf der Vorhersagematrix, wobei der Mobilknoten bei der Weiterreichposition
und zu dem Weiterreichzeitpunkt ein Weiterreichen zu dem zweiten Zugriffspunkt durchführt;
und
b. Informieren des Mobilknotens über mindestens entweder die Weiterreichposition
oder den Weiterreichzeitpunkt.
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