Die vorliegende Erfindung betrifft das Luftschnittstellenmanagement
in der Mobilkommunikation. Es findet besonders beim Management durch Mobilgeräte
in Bezug auf die Luftschnittstelle durchgeführter Messungen Anwendung.
Die Mobilkommunikation stellt eine Zugriffstechnik für tragbare
Endgeräte („UE") zur Verfügung, um Zugriff auf die Netze ohne Einsatz
einer Drahtverbindung zu ermöglichen. Bei den heutigen Gegebenheiten kommuniziert
das UE per Funkweg mit einem oder mehreren Netzwerkzugriffspunkten, und zwar oft
aber nicht immer mit dem/den geographisch am nächsten liegenden. Eines oder
mehrere Netze stehen über die Zugriffspunkte zur Verfügung und diese Netze
können entweder drahtlos oder fest verbunden sein. Drahtlose Netze dieser Art
werden oft als „zellular" bezeichnet, wobei jeder Zugriffspunkt eine Zelle
des drahtlosen Netzes bildet. Bei Bewegung des UE kann es eine Zellengrenze überschreiten,
so dass es zu einem Wechsel des bzw. der Netzwerkzugriffspunkts(e) kommt, welche
die Übertragung zwischen dem UE und dem Netz ermöglichen.
Die UMTS-(„Universal Mobile Telecommunications System") Technologie
ist ein Entwicklungsbereich, an dem viel gearbeitet wurde. Die UMTS-Netzarchitektur
kann als zwei primäre Teile betrachtet werden, das UTRAN („UMTS Terrestrial
Radio Access Network") und das Kernnetz. Das UTRAN befasst sich mit den physikalischen
Aspekten der Bereitstellung des drahtlosen Zugriffs eines mobilen UE auf das Kernnetz,
während das Kernnetz die Vermittlung übernimmt. Damit das UE ein UMTS
benutzen kann, muss es kompatibel sein und deshalb in seiner Betriebssystemumgebung
Protokolle enthalten, welche diesen drahtlosen Zugriff unterstützen.
Mit Bezug auf die 1 setzt sich das UTRAN
aus einem Satz RNSs („Radio Network Subsystems” = Funknetzuntersysteme)
zusammen. Jedes RNS umfasst eine RNC („Radio Network Controller” =
Funknetzsteuerung) und eine oder mehrere als „Node Bs" bekannte logische
Netzknoten. Jedes Node B ist ein Netzwerkzugriffspunkt and seine dazugehörige
RNC steuert allgemein die Funkressourcen für die Bereitstellung des drahtlosen
Zugriffs über die Luftschnittstelle zwischen einem UE und dem UTRAN unter Einsatz
des Node B.
Im Lauf der Entwicklung der Mobilkommunikation wurden schon zahlreiche
Protokolle geschrieben. Viele davon sind im obengenannten Kernnetz im Einsatz. Um
das Kernnetz zu benutzen, müssen die UMTS-Netze mit den entsprechenden, von
der Kernnetzschnittstelle geforderten, Protokollen ausgestattet sein. Der hauptsächliche
Impuls der heutigen UMTS-Netze geht jedoch vom UTRAN und seinen Protokollen zur
Handhabung der verschiedenen Funk-/Luftschnittstellen zwischen den RNCs, Node Bs
und UEs aus. In einem UMTS-Netz werden in allen RNCs, Node Bs und UEs Protokollstacks
benutzt. Eines davon ist das in der RNC und im UE vorhandene Protokoll „Radio
Resource Control" (RRC = Funkressourcensteuerung).
Eine der an den UMTS-Standards arbeitenden Gruppen ist das 3rd Generation
Partnership Project („3GPP"). Ein Beispiel einer von 3GPP auf dem Internet
veröffentlichten technischen Spezifikation, die für die Ausführungsformen
dieser Erfindung relevant ist, ist folgende:
TS 25.331 (Version 6.3.0)
mit dem Titel „Technical Specification Group Radio Access Network; Radio
Resource Control (RRC); Protocol Specification".
Das RRC-Protokoll sieht eine Anzahl von Diensten zur Unterstützung
der Funk-/Luftschnittstellen vor. Um die Anschlussmöglichkeiten zu verwalten
verlangt das UTRAN von einem UE die Durchführung verschiedener Messungen in
Bezug auf Funkzellen und die Ruckmitteilung der Messwerte an das UTRAN. Dies ist
für verschiedene Aspekte der Funkressourcenverwaltung im UTRAN, wie zum Beispiel
zur Definition und/oder Modifikation der Gruppe aktiver Zellen, mit denen ein UE
eine Funkverbindung haben soll, erforderlich. Eine Liste von RRC-Diensten wird im
Abschnitt 5.1 der o.g. TS 25.331 angegeben und umfasst z.B. „UE measurement
reporting and control of the reporting” (= UE-Messwertmitteilung und Mitteilungssteuerung).
Das UTRAN kann eine Messung im UE entweder durch Senden einer Systeminformation
und/oder durch Übertragung einer Messkontrollnachricht steuern. Eine Messkontrollnachricht
kann zum Aufbau, zur Änderung oder Beendigung einer Messung durch das UE benutzt
werden und Daten einschließlich folgender umfassen:
• Messart
• Messgegenstand, z.B. zu messende Zellen
• Messwertmitteilungskriterien, insbesondere ob Mitteilungen regelmäßig
oder ereignisbedingt erfolgen sollen
Eine der durch das RRC-Protokoll unterstützten und für die
Ausführungsformen dieser Erfindung besonders interessante Messarten ist die
Mitteilung von Intrafrequenzmessungen durch das UE. Dabei handelt es sich um Messungen
an physikalischen Downlinkkanälen auf der gleichen Frequenz wie die gegenwärtig
aktive Zellengruppe und in Bezug auf eine einzige Betriebsgesellschaft. Ein Messgegenstand
entspricht einer Zelle.
Ein verbundenes und zweckbestimmt funktionierendes UE führt Messungen
in Bezug auf Zellen durch, die sich in drei sich gegenseitig ausschließende
Kategorien gliedern:
Zellen der aktiven Gruppe (active set cells):
eine Zelle oder Zellen, die gegenwärtig mit dem UE zur Unterstützung einer
Verbindung kommuniziert bzw. kommunizieren und dem Netz bekannt ist bzw. sind. Im
UMTS werden diese Zellen vom UTRAN in einer „CELL_INFO_LIST" genannten Variablen
aufgeführt
Zellen der überwachten Gruppe (monitored set cells):
Zellen einer nicht-aktiven Gruppe (non-active set cells), die dem Netz jedoch bekannt
sind. Im UMTS werden diese Zellen vom UTRAN unter „CELL_INFO_LIST" aufgeführt
Zellen der erfassten Gruppe (detected set cells):
vom UE erfasste Zellen, die dem Netz nicht bekannt sind. Diese Zellen befinden sich
weder in „CELL_INFO_LIST" noch in der aktiven Gruppe.
Messungen für Zellen der erfassten Gruppe werden vom UE, das
verbunden ist und sich im zweckbestimmten Zustand („CELL_DCH") befindet,
nur als Intrafrequenzmessungen mitgeteilt und werden vom UTRAN zum Beispiel zum
Konfigurieren benachbarter Zellenlisten benutzt. Erfasste Zellen können potentiell
der „CELL_INFO_LIST" und den Zellen der aktiven Gruppen zwecks darauffolgender
Überwachung hinzugefügt werden, woraufhin sie Zellen der überwachten
bzw. der aktiven Gruppe sind.
Die zu messenden Zellen können auf verschiedene Weise durch das
UTRAN bestimmt werden und werden sich für die vom UTRAN beabsichtigte Maßnahme
eignen. Das UTRAN kann bestimmen, ob Zellen der aktiven und/oder der überwachten
und/oder der erfassten Gruppe zu messen sind. Dies geschieht für ereignisbedingte
und regelmäßige Mitteilungen auf unterschiedliche Weise.
Im Fall von ereignisbedingten Mitteilungen ist es die Beschreibung
des Ereignisses (wie im Abschnitt 14.1.2 der oben genannten Spezifikation TS 25.331
dargelegt), welche dem UE sagt, welche Zellen zu messen sind. Zum Beispiel bezieht
sich die Beschreibung „Event 1 d” (= Ereignis 1d) auf aktive oder
nicht-aktive Zellen. Für die Ereignisse 1a, 1b, 1e und 1f verwendet das UTRAN
„Triggering condition 1" und „Triggering condition 2" (= Auslösebedingung
1 und 2) genannte IEs (= Informationselemente) (im Abschnitt 10.3.7.39 der TS 25.331
dargelegt), um dem UE zu sagen, welche Zellen zu messen sind.
Bei regelmäßigen Mitteilungen verwendet das UTRAN eine Kombination
von Zellenzustandsmitteilung (siehe Abschnitt 10.3.7.61 der TS 25.331) und Messgrößenmitteilung
(siehe Abschnitt 10.3.7.41 der TS 25.331), um dem UE zu sagen, welche Zellen zu
messen sind.
Falls Zellen der aktiven und/oder der überwachten Gruppe zu messen
sind, muss das UE wissen, um welche Zellen es sich handelt. Die Ausgangssituation
ist, dass das UE alle vom UTRAN in CELL_INFO_LIST aufgeführten Zellen messen
wird. Das UTRAN kann jedoch in einer Messkontrollnachricht eine Untergruppe derselben
verlangen, indem es ein Informationselement („IE") mit der Bezeichnung „Cells
for Measurement" (= zu messende Zellen) mitsendet, in dem die zu messenden Zellen
durch ihre Verwürfelungscodes angegeben sind.
Falls Zellen der erfassten Gruppe zu messen sind, stellt die Identifikation
derselben für das UE kein Problem dar, da ja das UE selbst die Zellen der erfassten
Gruppe findet.
Bei ereignisbedingten Mitteilungen weist das UTRAN das UE an, die
Intrafrequenzmessungen vorgegebener Art durch Einstellen eines Werts im IE „Intrafrequency
measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße) vorzunehmen. Der eingestellte
Wert gibt die Messung an, welche das UE bei der Erkennung eines Ereignisses anwenden
wird. Die Messungen sind allgemein dazu bestimmt, die kontinuierliche Kommunikation
mit dem UE bei Bedingungsänderungen wie z.B. Bewegung des UE oder Leistungsabnahme
eines Netzwerkzugriffspunkts zu unterstützen. Ereignisbedingte Intrafrequenzmitteilungen
können einen jeden der folgenden Punkte betreffen:
• Funkfelddämpfung
• Empfangscodestärke ("RSCP")
• Energie pro Chip
(In diesem Zusammenhang wird „Chip" bekannterweise zur Bezeichnung eines
Teil eines Kommunikationsprotokollrahmens benutzt.)
Bei regelmäßigen Mitteilungen kann das UTRAN das UE anweisen,
eine oder alle im Abschnitt 10.3.7.5 der TS 25.331 aufgeführten Messgrößen
einer Zellengruppe mitzuteilen. Dies geschieht durch Einstellen des Mitteilungsindikators
auf „TRUE" (= richtig) für eine jede mitzuteilende Messgröße.
Dabei bestimmt das IE „Intrafrequency measurement quantity" nur, wie die
Mitteilungsergebnisse zu sortieren sind.
Die Kriterien der Mitteilung regelmäßiger und ereignisbedingter
Messungen sind oben erwähnt. Regelmäßige Mitteilungen finden einfach
auf periodischer Basis statt, wobei die Ausgabe jeder Mitteilung auf keinerlei Bedingungen
beruht. Ereignisbedingte Mitteilungen werden jedoch, wie die Bezeichnung andeutet,
durch ein spezielles Ereignis ausgelöst. Beispielsweise kann vorgegeben sein,
dass ein UE bezüglich einer Zelle mitteilen soll, wenn diese Zelle in einer
gemessenen Eigenschaft eine andere Zelle übertrifft. Deshalb kann eine Zelle,
die aufgrund der Bewegung des UE eine RSCP, die höher als die einer vorhandenen
überwachten Zelle ist, an das UE zu liefern beginnt, ein Kandidat für
eine Mitteilung an das UTRAN werden, was durch das Ereignis, dass die RSCP für
die neue Zelle die RSCP der vorhandenen überwachten Zelle übertroffen
hat, ausgelöst wird. Die Mitteilung kann die tatsächlichen Messwerte für
die betroffene Zelle umfassen oder auch nicht.
Ein potentielles Problem ergibt sich, wenn das UTRAN vom UE mitzuteilende
Messungen verlangen kann, zu welchen das UE einfach nicht fähig ist. Dieses
Problem kann z.B. in Bezug auf Funkfelddämpfungsmessungen auftreten. Das UE
misst die Funkfelddämpfung, indem es die Stärke eines am UE empfangenen
Trägersignals einer Zelle misst und es von der maximalen Stärke der Zelle
abzieht. Das UE selbst kann die maximale Stärke nicht messen. Es muss die Daten
anderswo einholen und zwar gemäß der o.g. TS 25.331 vom UTRAN. Das UTRAN
gibt dem UE Daten über die maximale Stärke jeder zu meldenden Zelle, solange
dem UTRAN die entsprechenden Zellen bekannt sind. Dem UTRAN sind die Zellen der
aktiven und überwachten Gruppen bekannt, aber nicht die der erfassten Gruppe.
Somit tritt ein Problem auf, wenn das UTRAN fähig ist, die Mitteilung von Funkfelddämpfungsmessungen
für Zellen der erfassten Gruppe zu verlangen.
Das UE ist gegen bestimmte Umstände geschützt. Es ist zum
Beispiel zur Feststellung fähig, dass ihm Daten fehlen, die es empfangen muss
um zu antworten. In diesem Fall stell das UE eine Variable „CONFIGURATION_INCOMPLETE"
(= unvollständige Konfiguration) auf „TRUE" ein und teilt keine Messwerte
mit, sondern sendet eine Mitteilung „MesurementControlFailure" (= Messkontrollstörung)
an das UTRAN zurück. Dazu kommt es, wenn das IE „measurement command"
(= Messbefehl) auf „setup" (= Aufbau) gestellt ist und ein weiteres IE eines
vorgegebenen Satzes von IEs fehlt. Zum Beispiel könnte im Fall einer ereignisbedingten
Messung die Messkontrollnachricht vom UTRAN die Ereignisparameter nicht angeben.
Damit befasst sich der Abschnitt 8.6.7.16 der TS 25.331.
Das UE ist ferner im Fall von Auslöseereignissen geschützt,
bei denen die UTRAN-Messkontrollnachricht eine Funkfelddämpfungsmessung befehlen
würde aber das IE „Triggering condition 2” (= Auslöseereignis
2) möglicherweise auf Einbeziehung von Zellen der erfassten Gruppe eingestellt
ist. Zwei relevante Auslöseereignisse sind:
„Event 1a" (= Ereignis 1a): ein primärer CPICH (Pilotgleichkanal) tritt
in den Mitteilungsbereich ein
„Event 1e" (= Ereignis 1e): ein primärer CPICH wird besser als eine
Absolutschwelle
Die hier angewandte Terminologie wie „primärer CPICH",
Messgrößen und die Identität eines Ereignisses sollen die in der
TS 25.331, sowie in den grundlegenden 3GPP-Unterlagen wie die TR 21.905: „Vocabulary
for 3GPP Specifications" (= Vokabular für 3GPP-Spezifikationen) oder anderen
Bezugnahmen der TS 25.331 dargelegten Bedeutungen haben. Soweit der Zusammenhang
nichts anderes vorgibt, funktionieren die in dieser Beschreibung erwähnten
Geräte entsprechend dieser Spezifikationen.
Allgemein wird der Pilotgleichkanal im UMTS zur Ermöglichung
der Kanaleinschätzung benutzt. Es handelt sich um einen physikalischen Kanal,
der durch zwei oder mehrere Antennen (im Falle einer Downlink-Sendediversität)
übertragen werden könnte. Der primäre CPICH benutzt einen speziellen
Kanalübertragungscode und bekommt den primären Verwürfelungscode
zugeteilt. Er ermöglicht dem UE den Kanalausgleich, um eine Phasenreferenz
mit einem Synchronisationskanal zu erreichen, sowie Einschätzungen hinsichtlich
der Stärkesteuerung. Den sekundären CPICH wird eine unterschiedliche Codekombination
zugeordnet.
Das UE entdeckt das Problem durch die Kombination von dem auf Funkfelddämpfung
eingestellten IE „Intra-frequency measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße)
und der Auslösebedingung 2 mit Zellen der erfassten Gruppe. Es schützt
sich durch Einstellen der Variablen „CONFIGURATION_INCOMPLETE" auf „TRUE"
in Bezug auf die entsprechende Messkontrollnachricht und Übertragung einer
„MeasurementControlFailure"-(= Messkontrollstörung) Nachricht zurück
zum UTRAN. Diese Situation wird unter Abschnitt 8.6.7.16 der TS 25.331 behandelt.
Im Fall der Auslöseereignisse 1a und 1e ist es unter diesen Umständen
klar, dass hier ein Konflikt vorliegen könnte. Dies ergibt sich aus der ausdrücklichen
Kombination von Funkfelddämpfungsmessungen und Zellen der erfassten Gruppe.
Des Weiteren sind die Ereignisse selbst für Zellen, die wahrscheinlich Zellen
der erfassten Gruppe sind, relevant. Das heißt, dass in der Praxis Zellen der
aktiven und überwachten Gruppen bereits über der Absolutschwelle und in
einem vorgegebenen Mitteilungsbereich liegen dürften. Es wurde jedoch zwischenzeitlich
erkannt, dass es sich dabei nicht um die einzigen Situationen handelt, in denen
das UE nicht geschützt ist aber es sein soll.
ALLGEMEINES
Gemäß eines ersten Aspekts der Ausführungsformen dieser
Erfindung ist ein Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz
bei der von Mobilendgeräten durchgeführten netzbasierten Kontrolle von
Messungen in Bezug auf Zellen des Netzes vorgesehen,
wobei das Gerät ferner einen Konfliktdetektor zum Erfassen von inhaltlichen
Konflikten in den vom Netz erzeugten Messkontrollnachrichten umfasst, um Endgeräten
zu befehlen, Funkfelddämpfungsmesswerte zwecks Anwendung bei der genannten
Kontrolle zu melden,
wobei der Konfliktdetektor dazu ausgelegt ist, einen derartigen Konflikt zu erfassen,
wenn der Inhalt
eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n)
der zu messenden Zelle allein durch diese Identität bestimmt wird und Zellen
der erfassten Gruppe umfasst oder
die regelmäßige Messung einer Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.
Das heißt unter a) oben (sic), dass die Kategorie(n) der zu messenden
Zellen am UE nur von einem Wert in einem IE, das dem UE die Ereignisidentität
gibt, bestimmt werden kann bzw. können. Das UE braucht keine weiteren Werte,
um über die Zellenkategorie vollständig angewiesen zu sein.
Die entsprechende(n) Zellenkategorie(n), von denen eine oder mehrere
angegeben sein könnten, sind die gemäß TS 25.331 zur Verfügung
stehenden: Zellen der aktiven, überwachten oder erfassten Gruppe und Untergruppen
davon.
Auslöseereignisse, deren Identität eine die zu messenden
Zellen der erfassten Gruppe umfassende(n) Zellenkategorie oder -kategorien derartig
angibt – in der TS 25.331 als Ereignisse 1c und 1d beschrieben – sind
ein erstes Ereignis, bei dem eine nicht-aktive primäre Pilotgleichkanalzelle
besser als eine aktive primäre Pilotgleichkanalzelle wird, und ein zweites
Ereignis, bei dem es zu einen Wechsel der besten Zelle kommt. Beide Ereignisse können
bei erfassten Zellen vorkommen und deshalb zum Konflikt führen, gegen welchen
das UE zu schützen ist.
Der Konfliktdetektor kann dazu ausgelegt sein, entweder nur einen
der unter a) und b) oben (sic) dargelegten Fälle oder alle davon zu erfassen.
Bei bekannten Geräten, die der gültigen Version (6.3.0) der TS 25.331
entsprechen, sind die Endgeräte bei jedem dieser Fälle ungeschützt.
Bei den unter „a)" oben beschriebenen Auslöseereignissen
ist bei weitem nicht so klar, dass die undurchführbare Kombination von Funkfelddämpfungsmessungen
und Zellen der erfassten Gruppe auftritt als bei den oben erwähnten Ereignissen
1a und 1e. Die Ereignisse 1a und 1e werden die ausdrückliche Kombination der
Auslösebedingung 2 und der auf Funkfelddämpfung gestellten Intrafrequenzmessgröße
aufweisen. Im Gegensatz dazu benutzen die Auslöseereignisse 1c und 1d keine
Werte für Auslösebedingungen in der Messkontrollnachricht und befassen
sich speziell mit Änderungen in Bezug auf aktive Zellen und beste Zellen, von
denen weder die einen noch die anderen eng mit Zellen der erfassten Grippe verwandt
sind. Es gibt jedoch Fälle, bei denen Auslöseereignisse des Typs 1c und
1d Funkfelddämpfungsmessungen für Zellen der erfassten Gruppe veranlassen
könnten. Zum Beispiel könnte das UTRAN sich einer erfassten Zelle unbewusst
sein, weil sie neu ist und die UTRAN-Datenbank noch nicht aktualisiert wurde. Eine
Zelle kann zum Beispiel nach einer Gerätestörung wieder zurück „online"
gekommen sein. Eine neue Zelle der erfassten Grippe kann trotzdem stark sein und
sollte deshalb an das UTRAN gemeldet werden, insbesondere wenn sie besser als eine
vorhandene Zelle der aktiven Grippe ist (Ereignis 1c) oder besser als alle Zellen
(Ereignis 1d).
Im Fall von den wie unter „b)" oben dargelegten regelmäßigen
Messungen ist es wiederum weniger einfach, einen potentiellen Konflikt zu entdecken,
als bei Auslöseereignissen des Typs Ereignis 1a und Ereignis 1e. Es gibt zwei
Informationselemente, bei denen die in der Messkontrollnachricht vorhandenen Werte
zu einem Konflikt führen könnten. Es handelt sich um das im Abschnitt
10.2.7.61 der TS 25.311 beschriebene IE „Reporting Cell Status" (= Zellenzustandsmitteilung)
und das im Abschnitt 10.2.7.5 der TS 25.331 beschriebene IE „Cell Reporting
Quantities" (= Zellenmeldegrößen), die durch das IE „Intra-frequency
Reporting Quantity" (= Intrafrequenzmeldegröße), das im Abschnitt 10.3.7.41
der TS 25.331 beschrieben ist, abgebildet werden.
In einer ersten Ausführung kann das Gerät für den Einbau
in einem Endgerät ausgelegt sein. In diesem Fall kann es beispielsweise mit
einem Empfänger zum Empfang von Messkontrollnachrichten vom Netz zum Einsatz
bei der genanten Kontrolle verknüpft sein. In dieser Ausführung kann das
Gerät ferner einen Konfliktansprechmechanismus umfassen, der dazu ausgelegt
ist, eine Reaktion des Endgeräts auf eine mit dem erfassten Inhalt verbundene
Messkontrollnachricht zu sperren.
In einer zweiten Ausführung kann das Gerät für den
Einbau im Netz ausgelegt sein. In diesem Fall kann es beispielsweise mit einem Generator
von Messkontrollnachrichten verknüpft sein. In dieser Ausführung kann
das Gerät ferner einen Konfliktansprechmechanismus umfassen, der dazu ausgelegt
ist, die Übertragung an das Endgerät einer mit dem erfassten Inhalt verbundenen
Messkontrollnachricht zu sperren.
Das Sperren durch den Konfliktansprechmechanismus kann in Bezug auf
eine gesamte Messkontrollnachricht durch Sperren ihrer Übertragung oder durch
Sperren der Reaktion des Endgeräts darauf geschehen. Um einen erfassten Konflikt
zu umgehen, kann das Sperren als Alternative die Änderung des Inhalts entweder
einer erfassten Messkontrollnachricht oder einer daraufhin erstellten Messwertmitteilung
umfassen. Die letztere Alternative wird bevorzugt, da es die Mitteilung von mindestens
einigen Messwerten in Bezug auf eine erfasste Messkontrollnachricht ermöglicht,
anstatt jegliche Mitteilung als Reaktion auf die Nachricht zu sperren.
Der Einsatz eines Konfliktdetektors gemäß einer Ausführungsform
dieser Erfindung ermöglicht den Schutz des UE in mehreren Fällen, die
ansonsten ein potentielles Problem aufwerfen, wenn das UTRAN in der Lage ist, für
Zellen der erfassten Gruppe zu meldende Funkfelddämpfungsmessungen zu befehlen.
Die für die Ausführungsformen dieser Erfindung relevanten
Auslöseereignisse werden als Mitteilungsereignisse „1C" und „1D"
in den Abschnitten 14.1.2.3 bzw. 14.1.2.4 der TS 25.331 beschrieben:
„Event 1c" (= Ereignis 1c): ein nicht-aktiver primärer CPICH wird besser
als ein aktiver primärer CPICH
„Event 1d": Wechsel der besten Zelle
Der Begriff „beste Zelle" tritt im folgenden Beispiel auf.
Wenn das UTRAN zum Aufbauen oder Ändern regelmäßiger Messungen eine
Messkontrollnachricht an das UE sendet, kann es dem UE sagen, was für jede
relevante Zelle zu messen ist, indem es Werte in ein IE namens "Reporting quantity"
(= Meldegröße) gibt. Das UE meldet die Messungen als Liste der Zellen
und Werte für jede Größe in einem IE namens „Measured results"
(= Messergebnisse) in Messwertmitteilungen an das UTRAN zurück. Bei Intrafrequenzmessungen
gibt die Liste die Werte der Messgröße der Reihenfolge nach an, wobei
die erste angegebene Zelle die „best cell" (= beste Zelle) ist. Beispielsweise
hat bei der Frequenzduplexsignalisierung („FDD") die beste Zelle den höchsten
Wert, wenn die Messgröße die Energie pro Chip („Ec/No") oder RSCP
ist. Andererseits hat die beste Zelle den geringsten Wert, wenn die Messgröße
„Pathloss" (= Funkfelddämpfung) ist.
Bei einem zweiten Aspekt der Ausführungsformen dieser Erfindung
ist ein Verfahren zum Management einer Luftschnittstelle für den Einsatz in
der netzbasierten Kontrolle von durch Mobilendgeräte in Bezug auf Zellen des
Netzes durchgeführte Messungen vorgesehen, wobei das Verfahren folgende Schritte
umfasst:
(i) Überwachung des Inhalts von Messkontrollnachrichten zur Übertragung
durch das Netz an das Endgerät;
(ii) Konflikterfassung im genannten Inhalt; und
(iii) Sperren der Übertragung einer zu einem entdeckten Konflikt führenden
Messkontrollnachricht oder Ansprechen darauf,
wobei der genannte Konflikt entdeckt wird, wenn der Inhalt oder potentielle Inhalt
Folgendes vorschreibt:
eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n)
der zu messenden Zellen allein durch die genannte Identität bestimmt wird bzw.
werden und das Auslöseereignis Zellen der erfassten Gruppe umfasst, oder
regelmäßiges Messen in Bezug auf eine Zelle der erfassten Gruppe.
Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Ausführungsformen dieser
Erfindung werden in der folgenden Beschreibung der Ausführungsformen
dieser Erfindung und/oder in den beiliegenden Patentansprüchen dargelegt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Im Folgenden wird nur beispielsweise ein erfindungsgemäßes
Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz in Endgeräten
mit Bezug auf die folgenden Figuren beschrieben. Es zeigen:
1 ein schematisches Blockdiagramm eines Endgeräte
unterstützenden UMTS-Mobilfunknetzes, in dem das Gerät für das Luftschnittstellenmanagement
zum Einsatz kommen könnte;
2 ein schematisches Blockdiagramm eines eventuell in
Bezug auf das Netz der 1 vorhandenen Protokollstacks
zur Unterstützung des Geräts für das Luftschnittstellenmanagement;
3 ein Blockschaltbild der Bauteile des in einem UE
vorhandenen Geräts für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz im
Netz der 1;
4 ein Blockschaltbild der Bauteile des im UTRAN vorhandenen
Geräts für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz im Netz der
1; und
5 ein Blockschaltbild der Bauteile eines Konfliktdetektors
zum Einsatz in einem Gerät für das Luftschnittstellenmanagement, das zur
Anwendung in Verbindung mit dem UTRAN oder dem UE geeignet ist.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Mit Bezug auf die 1 und wie vorstehend
beschrieben hat ein UMTS-Mobilfunknetz üblicherweise zwei primäre Teile,
das UTRAN 100 und das Kernnetz 105. Das UTRAN 100 pflegt
die physikalischen Aspekte der Bereitstellung des Funkzugriffs eines mobilen UE
130 auf das Kernnetz 105 und das Kernnetz liefert die Vermittlung.
Das UTRAN 100 und das Kernnetz kommunizieren miteinander durch eine als
„I," bekannte Schnittstelle 110.
Das UTRAN 100 setz sich aus einer Gruppe von RNSs („Radio
Network Subsystems” (= Funknetzuntersysteme)) zusammen. Jedes RNS umfasst
eine RNC („Radio Network Controller” = Funknetzsteuerung)
115 und eine oder mehrere als „Node Bs" bekannte logische Netzknoten
120. Die RNC 115 sorgt ähnlich der Steuerung in GSM-(Globales
System für Mobilkommunikation)Netzen für Funktionalität und jedes
Node B 120 ist der Zugriffspunkt einer Zelle 125 gleich der Basisstation
in GSM-Netzen. Die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Geräten werden
folgendermaßen bezeichnet:
RNC 115 – RNC 115: „Iur"
RNC 115 – Node B 120: „Iub"
Node B 120 – UE 130 „Uu"
Mit Bezug auf die 2 sind Standardprotokollstacks
für den Einsatz in einem UMTS-kompatiblen UE 130 und im UTRAN
100 entwickelt worden. Zu ihrer Beschreibung sind veröffentlichte
technische Spezifikationen einschließlich der oben erwähnten TS 25.331
erhältlich. Das UE 130 und die RNC 115 werden entsprechend
dem RRC-Protokoll 200 gebaute Einheiten umfassen. Node B 120 hat
keine Funktionen, für welche das Protokoll relevant wäre. In den Protokollstacks
des UE 130 und des UTRAN 100 befindet sich die RRC 200
nur in der Steuerebene knapp über dem Protokoll Radio Link Control („RLC")
(= Funkverbindungsteuerung). Somit werden dem RRC-Protokoll 200 nur Steuerdaten
unterworfen.
1. AUSFÜHRUNGSFORM: KONFLIKTLÖSUNG AM UE 130
Mit Bezug auf die 3 ist in einer ersten
Ausführungsform dieser Erfindung in das UE 130 ein Gerät für
das Luftschnittstellenmanagement 300 eingebaut, welches folgende Funktionsblöcke
umfasst:
das Messgerät 305 zum Empfang von Messkontrollnachrichten
315 vom UTRAN 100, zur Durchführung entsprechender regelmäßiger
und ereignisbedingter Messungen und zur Lieferung von Messwert- (oder „MeasurementControlFailure"
(= Messkontrollstörung)) Mitteilungen 320 an das UTRAN 100;
den Ereignisdetektor 310 zur Verarbeitung der durch regelmäßige
Messungen gesammelte Zellenmessdaten 325, um ein Ereignis, das eine oder
mehrere ereignisbedingte Messungen erfordert, zu erfassen; und
die Konflikterfassung und -steuerung 335 zur Verarbeitung eingehender Messkontrollnachrichten
315 um einen Konflikt zwischen dem Inhalt verschiedener IEs darüber
zu erfassen und zu lösen.
Die diese Funktionsblöcke unterstützenden Daten sind in
einem Datenspeicher 330 des UE 130 gespeichert. Diese Daten sind
in vier Kategorien aufgeteilt: der Inhalt laufender Messkontrollnachrichten
315; Messwerte für laufende regelmäßige Messungen; Regeln
zur Konflikterkennung und -steuerung; und Ereigniserkennung.
Inhalt laufender Messkontrollnachrichten 315
Die 3GPP-Spezifikationen bestimmen diesbezüglich eine globale
Variable, nämlich die im Abschnitt 13.4.12 der TS 25.331 beschriebene „Measurement_Identity"
(= Messidentität). Diese Variable speichert die im UE 130 konfigurierten
Messungen. Die Informationen werden direkt von den eingehenden Messkontrollnachrichten
gespeichert (und können ferner Informationen, die an das Endgerät in „System
Information Blocks" (= Systeminformationsblöcke) („SIBS") geliefert
werden, enthalten). Das UE 130 braucht dann zum Lesen des entsprechenden
IE nur zu wissen, ob eine Messung regelmäßig ist oder welches Ereignis
relevant ist.
Messwerte
Im verbundenen Zustand CELL_DCH, wenn kein Befehl vom UTRAN
100 vorliegt, wird das UE 130 als Hintergrundaktivität die
Zellen abtasten. Das heißt, dass es eine beschränkte Anzahl Messungen
vornehmen wird, aber die Messwerte nicht an das UTRAN 100 meldet. Das UTRAN
100 überträgt eine Messkontrollnachricht, um dem UE
130 die Durchführung bestimmter Messungen und die Mitteilung bestimmter
durch die Messungen erhaltene Werte und/oder Ereignisse zu befehlen.
Eine Messkontrollnachricht kann z.B. für Planungszwecke einfach
eine regelmäßige Mitteilung befehlen. Die regelmäßige Mitteilung
kann z.B. jeden zweiten Tag stattfinden, aber das UE 130 kann während
dieser Zeit eine Anzahl an Werten gemessen haben. Die Werte werden wie im Abschnitt
8.6.7.2 der TS 25.331 dargelegt gefiltert, so dass der an das UTRAN 100
mit der Messwertmitteilung gemeldete Wert durch vorhergehende Messungen beeinflusst
sein kann. Die Messwerte werden im UE 130 gespeichert um beispielsweise im Fall
einer Störung in einem Systemteil eine gewisse Rücksetzung zu ermöglichen
und auch zwecks Erfassung eines Ereignisses.
Wenn eine Messkontrollnachricht eine ereignisbedingte Mitteilung befohlen
hat, sind immer noch regelmäßige Messungen erforderlich, um Ereignisse
zu erfassen. Die Messwerte dieser regelmäßigen Messungen sind zu speichern
und dann zur Erfassung von Ereignissen, wie z.B. wenn die Messwerte einer Zelle
diejenigen einer anderen übertreffen, durch den Ereignisdetektor
310 des UE 130 auszuwerten. Obschon diese regelmäßigen
Messwerte gespeichert werden, werden sie nicht an das UTRAN 100 gemeldet.
Bei einem Ereignis, das nicht in einer Messkontrollnachricht 315 spezifiziert
ist, wird das Ereignis anstelle der regelmäßigen Messungen gemeldet. Das
UE 130 überträgt eine Mitteilung mit dem Ereigniskennzeichen
(1a oder 1c etc.) und den relevanten Zellenverwürfelungscodes. Die Mitteilung
muss nicht unbedingt tatsächliche Messwerte enthalten, obschon das UTRAN
100 dies spezifizieren kann. Falls das UTRAN 100 dies tatsächlich
spezifiziert, würde das UE 130 auch das IE „Measured Results"
(= Messergebnisse) mit der Ereignismitteilung übertragen.
Regeln für die Konflikterkennung und -steuerung
Die Betriebsregeln für die Konflikterkennungs- und -steuerungsfunktion
335 können durch verschiedene Softwareverfahren ausgedrückt werden,
die Funktionen werden jedoch folgende sein. Ein Konflikt zwischen Werten für
IEs in einer eingehenden Messkontrollnachricht 315 („set up”
oder „modify" (= aufbauen oder ändern)) muss erkannt und auch gelöst
werden. Somit können erstens Anwendungsregeln für die Bearbeitung von
Werten in eingehenden Messkontrollnachrichten vorgesehen werden, um folgende Tabelle
(Tabelle 1) zu erstellen und dann durch Auswertung der Tabelle potentielle Konfliktwerte
zu erfassen.
Zellen der aktiven GruppeZellen der überwachten GruppeZellen der erfassten GruppeRegelmäßig111*Ereignis 1a111Ereignis 1b110Ereignis 1c111*Ereignis 1d111*Ereignis 1e111Ereignis 1f110
Tabelle 1: Anforderung für Funkfelddämpfungsmessungen an
Zellen der erfassten Gruppe.
Das Problem triff nur bei Funkfelddämpfungsmessungen auf und
die Tabelle enthält somit nur Daten für Messkontrollnachrichten, wenn
das IE „Intra-frequency measurement quantity" (= Intrafrequenzmessgröße)
auf „pathloss" (= Funkfelddämpfung) für die ergebnisbedingte Mitteilung
gestellt ist und der Indikator für die Funkfelddämpfungsmitteilung auf
„TRUE" für erfasste Zellen zwecks regelmäßiger Mitteilungen
gestellt ist. Zur Auswertung der Tabelle kann eine Regel einfach nach dem auftretenden
Problem suchen, wenn eine „1" in der Spalte Zellen der erfassten Gruppe in
der Messartzeile „regelmäßig", Ereignis 1c oder Ereignis 1d erscheint,
wie in der Tabelle mit einem Stern gekennzeichnet.
Konflikterfassung und -steuerungsfunktion 335
(Das Messgerät 305 und der Ereignisdetektor
310 funktionieren auf bekannte Weise und sind deshalb hier nicht näher
beschrieben.)
Die im Datenspeicher 330 gespeicherten Regeln zur Anwendung
bei der Ergänzung and Auswertung der Tabelle werden in der Praxis durch die
Abläufe der Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 335 durchgeführt.
Wenn durch den Einsatz eines wie in der Tabelle 1 dargestellten Mechanismus
ein Problem entdeckt wird, kann dieses auf unterschiedliche Weise gelöst werden.
Bei einem ersten Ansatz der Konfliktsteuerung wird die Reaktion des
UE 130 auf eine Messkontrollnachricht vollständig gesperrt. Das kann
durch einen bekannten Mechanismus des UE 130 geschehen, bei dem das UE
130 eine Variable „CONFIGURATION_INCOMPLETE" (= unvollständige
Konfiguration) auf „TRUE" (= richtig) stellt und die Messwerte nicht mitteilt.
Stattdessen überträgt es eine Mitteilung "MeasurementControlFailure" (=
Messkontrollstörung) 320.
Bei einem zweiten Ansatz könnte das UE 130 eine Messkontrollnachricht
annehmen aber sie nur auf aktive und/oder überwachte Zellen anwenden. Um dies
zu ermöglichen, hat die Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion
335 die Auswirkung der Messkontrollnachricht durch effektive Anwendung
eines Filters zum Herausfiltern der Zellen der erfassten Gruppe zu modifizieren,
bevor das UE 130 die entsprechenden Messungen vornimmt. Zellen der erfassten
Gruppe sind dem UE 130 natürlich bekannt und identifiziert, indem
sie nicht in „CELL_INFO_LIST stehen, wodurch ein derartiger Filter einfach
einzusetzen ist.
Bei regelmäßigen Messungen spezifiziert die Messkontrollnachricht,
wie im Abschnitt 10.3.7.41 der TS 25.331 dargelegt, die erforderlichen Messungen
für die Zellen der erfassten Gruppe getrennt von denen für die Zellen
der aktiven und überwachten Gruppe. Wenn der Indikator für die Funkfelddämpfungsmitteilung
bei einer empfangenen Messkontrollnachricht auf „TRUE" (= richtig) gestellt
ist, kann die Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 335 Mitteilungen
über Funkfelddämpfungsmessungen für erfasste Zellengruppen selektiv
sperren, indem sie stattdessen einen Wert „FALSE" (= falsch) für den
im Datenspeicher 330 gespeicherten Indikator der Funkfelddämpfungsmitteilung
einstellt.
2. AUSFÜHRUNGSFORM: KONFLIKTLÖSUNG IM UTRAN 100
In Bezug auf die 4 kann der potentielle
Konflikt auch im UTRAN 100 gelöst werden. Dabei befindet sich die
Konflikterfassungs- und -steuerungsfunktion 435 neben dem Messkontrollnachrichtengenerator
405 und überwacht die erzeugten Nachrichten vor deren Übertragung.
Bei dieser Anordnung kommen die gleichen Konfliktsteuerungsdaten
340 und Erfassungsverfahren zur Anwendung, aber anstelle des Sperrens von
Rückmitteilungen am UE 130 werden die Messkontrollnachrichten
315 vor der Übertragung gestoppt oder modifiziert.
KONFLIKTERFASSUNGS- UND -STEUERUNGSFUNKTION 335, 435
Bezug nehmend auf die 4 und
5 umfasst ein Konfliktdetektor 335,
435 zum Einsatz entweder am UTRAN 100 oder am UE 130
einen Eingang zu einem Werteprozessor 500 für Messkontrollnachrichten
315, entweder vor der Übertragung durch das UTRAN 100 oder
beim Empfang am UE 130. Der Werteprozessor 500 erstellt eine Anforderungstabelle
entsprechend der obigen Tabelle 1 unter Anwendung eines Tabellenaufbaus und Ergänzungsregeln
zur Verarbeitung von Werten einer Messkontrollnachricht 315 zu dem im Datenspeicher
330, 430 entweder am UTRAN 100 oder UE 130 gespeicherten
Tabellenaufbau. Falls die vollständige Tabelle einen Konflikt anzeigt, Rist
der Konfliktdetektor 335, 435 unter Anwendung der im Datenspeicher
330, 430 gespeicherten Lösungsregeln eine entsprechende Lösung
aus.
Der entsprechende Lösungsmechanismus kann einer der oben beschriebenen
Ansätze sein, unter Einsatz von
• einem Erzeuger von Messkontrollstörungsmitteilungen
505 gemäß der vorhandenen UE-Technik
• einem Filter 510, um dem UE 130 das Herausfiltern
erfasster Zellen vor Anwendung einer empfangenen Messkontrollnachricht
315 zu befehlen
• einem Indikatoränderungsmechanismus 515, um einen Wert
„TRUE" mit „FALSE" für den relevanten Indikator für Funkfelddämpfungsmitteilung
zu überschreiben. Dies könnte entweder am UTRAN 100 oder am UE
130 geschehen
• einem Messkontrollnachricht-Änderungs- oder -Sperrmechanismus
520, um dem UTRAN 100 das Ändern oder Sperren einer Messkontrollnachricht
315 vor der Übertragung zu befehlen.
Der Konfliktdetektor 335, 435 has deshalb einen
Eingang zum Werteprozessor 500 für Messkontrollnachrichten
315 und einen Ausgang 525 zur Kommunikation mit dem UTRAN
100 oder UE 130 zwecks Lösung eines erfassten Konflikts durch
einen der obengenannten Mechanismen.
NACHRICHTENSTROM: EREIGNIS VOM TYP 1C
Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung
zur Erfassung eines Ereignisses vom Typ 1C könnte folgende Reihenfolge von
Nachrichtenübergaben stattfinden:
NACHRICHTENSTROM: EREIGNIS VOM TYP 1D
Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung
zum Erfassen eines Ereignisses vom Typ 1D könnte folgende Reihenfolge von Nachrichtenübergaben
stattfinden:
UTRAN UE ZELLEN
Es ist offensichtlich, dass der Nachrichtenstrom in diesem Fall ähnlich
dem des Falls von Ereignis 1c ist, aber die Messwertmitteilung anders ist.
NACHRICHTENSTROM: REGELMÄSSIGE MITTEILUNG
Beim Einsatz einer betrieblichen Ausführungsform dieser Erfindung
zum Mitteilen regelmäßiger Messungen könnte folgende Reihenfolge
von Nachrichtenübergaben stattfinden:
Im Vorstehenden hat das UTRAN 100 nur die Messgröße
"pathloss" (= Funkfelddämpfung) angegeben. Es könnte auch möglich
sein, dass es in der gleichen Mitteilung andere Messgrößen angibt. In
diesem Fall könnte in der Praxis die Messwertmitteilung in
der obigen letzten Zeile die "Zelle C" umfassen, jedoch nur bezüglich der anderen
Messgrößen.
Übersetzung der Figuren
Figure 1Figur 1UEEndgerätNode BNetzknotenCNKernnetzRNCFunknetzsteuerungFigure 2Figur 2UEEndgerätNode BNetzknotenRNCFunknetzsteuerungControl PlaneKontrollebeneUser PlaneBenutzerebeneRRCFunkressourcensteuerungFigure 3Figur 3Measured cell dataZellenmessdatenMeasurement apparatusMessgerätEvent detectorEreignisdetektorControl message data:Kontrollnachrichtdaten:TypeTypMeasurementMessungCELL_INFO_LISTZelleninformationslisteTriggering conditionAuslösebedingungPeriodical measurementsRegelmäßige MessungenConflict detection and controlKonflikterfassung und -steuerungConflict control 340:Konfliktsteuerung 340:Table structureTabellenaufbauTable completion rulesTabellenergänzungsregelnResolution rulesLösungsregelnEvent recognitionEreigniserkennungMeasurementControlFailure messages andMesskontrollstörungsnachrichten undmodified measurement reports to UTRANgeänderte Messwertmitteilungen an UTRANMeasurement control messages fromMesskontrollnachrichten vom UTRANUTRANFigure 4Figur 4Measurement Control Message GeneratorErzeuger MesskontrollnachrichtenConflict control 340:Konfliktsteuerung 340:Table structureTabellenaufbauTable completion rulesTabellenergänzungsregelnResolution rulesLösungsregelnConflict detection and controlKonflikterfassung und -steuerungMeasurement reports from UEMesswertmitteilungen vom UEMeasurement control messages to UEMesskontrollnachrichten an das UEFigure 5Figur 5Measurement control messagesMesskontrollnachrichtenValues ProcessorWerteprozessorMeasurement control failure report generatorErzeuger MesskontrollstörungsmitteilungenFilter "detected cells""erfasste Zellen" filternAmend pathloss reporting indicatorIndikator Funkfelddämpfungsmitteilung ändernAmend or block measurement control messageMesskontrollnachricht ändern oder sperrenConflict control 340:Konfliktsteuerung 340:Table structureTabellenaufbauTable completion rulesTabellenergänzungsregelnResolution rulesLösungsregeln
Anspruch[de]
Gerät für das Luftschnittstellenmanagement zum Einsatz bei
der von Mobilendgeräten (130) durchgeführten netzbasierten Kontrolle
von Messungen in Bezug auf Zellen (125) des Netzes (100,
105),
dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät ferner einen Konfliktdetektor
(335, 435) zum Erfassen von inhaltlichen Konflikten in den vom
Netz (100, 105) erzeugten Messkontrollnachrichten (315)
umfasst, um Endgeräten (130) zu befehlen, Funkfelddämpfungsmesswerte
zwecks Anwendung bei der genannten Kontrolle zu melden,
wobei der Konfliktdetektor (335, 435) dazu ausgelegt ist, einen
derartigen Konflikt zu erfassen, wenn der Inhalt
eine Identität für ein Auslöseereignis umfasst, für welches
die Kategorie(n) der zu messenden Zelle (125) allein durch diese Identität
bestimmt wird und Zellen der erfassten Gruppe umfasst oder
die regelmäßige Messung einer Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.Gerät nach Anspruch 1, wobei das Gerät ferner einen Empfänger
(300) zum Empfang von Messkontrollnachrichten (315) vom Netz (100,
105) zur Anwendung bei der genannten Kontrolle umfasst.Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Gerät
ferner einen Generator (405) zum Erzeugen der Messkontrollnachrichten (315)
vom Netz (100, 105) zur Anwendung bei der genannten Kontrolle
umfasst.Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Auslöseereignis,
dessen Identität durch den genannten Inhalt vorgeschrieben ist, eine besser
als eine aktive primäre Steuerkanalzelle werdende nicht aktive primäre
Steuerkanalzelle umfasst.Gerät gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
ein Auslöseereignis, dessen Identität durch den genannten Inhalt vorgeschrieben
ist, einen Wechsel der besten Zelle umfasst.Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Gerät
ferner einen Konfliktansprechmechanismus (335, 435) zum Reagieren
auf einen erfassten Konflikt umfasst.Gerät nach Anspruch 6, bei dem der Konfliktansprechmechanismus
(335, 435) dazu ausgelegt ist, als Reaktion auf einen erfassten
Konflikt die Messwertmitteilung vom Endgerät (130) an das Netz (100,
105) zu sperren.Gerät nach Anspruch 7, bei dem das genannte Sperren die Messwertmitteilungssperrung
durch das Endgerät (130) in Bezug auf eine gesamte erfasste Messkontrollnachricht
(315) umfasst.Gerät nach Anspruch 7, bei dem als Reaktion auf eine erfasste Messkontrollnachricht
(315) das genannte Sperren die Mitteilungssperrung eines oder mehrerer
ausgewählter Messwerte durch das Endgerät (130) umfasst.Gerät nach Anspruch 7, bei dem der Konfliktansprechmechanismus
(335, 435) dazu ausgelegt ist, als Reaktion auf einen erfassten
Konflikt die Übertragung einer Messkontrollnachricht (315) durch das
Netz (100, 105) an das Endgerät (130) zu sperren.Gerät nach Anspruch 10, bei dem das genannte Sperren das Sperren
der Übertragung einer gesamten erfassten Messkontrollnachricht
(315) umfasst.Gerät nach Anspruch 10, bei dem das genannte Sperren die Sperrrung
der Anweisung eines oder mehrerer ausgewählter Messwerte durch das Endgerät
(130) in einer erfassten Messkontrollnachricht (315) umfasst.Verfahren zum Management einer Luftschnittstelle für den Einsatz
in der netzbasierten Kontrolle von durch Mobilendgeräten (130) in
Bezug auf Zellen (125) des Netzes (100, 105) durchgeführten
Messungen, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
Überwachung des Inhalts von Messkontrollnachrichten (315) zur Übertragung
durch das Netz (100, 105) an das Endgerät (130);
Konflikterfassung im genannten Inhalt; und
Sperren der Übertragung einer zu einem erfassten Konflikt führenden Messkontrollnachricht
(315) oder Ansprechen darauf,
wobei der genannte Konflikt erfasst wird, wenn der Inhalt
eine Identität für ein Auslöseereignis, für welches die Kategorie(n)
der zu messenden Zellen (125) allein durch die genannte Identität
bestimmt wird und Zellen der erfassten Gruppe umfasst, oder
regelmäßiges Messen in Bezug auf eine Zelle der erfassten Gruppe vorschreibt.Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die
Mitteilung der Messwerte durch das Endgerät (130) an das Netz (100,
105) als Reaktion auf eine zu einem erfassten Konflikt führende Messkontrollnachricht
(315) zu sperren.Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die
Mitteilung eines oder mehrerer ausgewählter Messwerte durch das Endgerät
(130) an das Netz (100, 105) als Reaktion auf eine zu
einem erfassten Konflikt führende Messkontrollnachricht (315) zu sperren.Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, die
Übertragung durch das Netz (100, 105) einer zu einem erfassten
Konflikt führenden Messkontrollnachricht (315) an das Endgerät
(130) zu sperren.Verfahren nach Anspruch 13, welches ferner den Schritt umfasst, den
Inhalt einer zu einem erfassten Konflikt führenden Messkontrollnachricht (315)
vor Übertragung durch das Netz (100, 105) an das Endgerät
(130) zu modifizieren.