Diese Erfindung bezieht sich auf Mehrfachzugriff-Kommunikationssysteme
und bezieht sich insbesondere auf eine dynamische Ressource-Zuweisung in Time-Division-Multiple-Access-Systemen.
In Multiple-Access-Wireless-Systemen, wie beispielsweise GSM, kommuniziert
eine Anzahl von mobilen Stationen mit einem Netzwerk. Die Zuweisung von physikalischen
Kommunikationskanälen zur Verwendung durch die mobilen Stationen ist festgelegt.
Eine Beschreibung des GSM Systems kann in The GSM System for Mobile Communications
von M. Mouly und M. B. Pautet, veröffentlicht 1992, mit der ISBN Referenz 2-9507190-0-7,
vorgefunden werden.
Mit der Einführung von Paketdaten-Kommunikationen über Time-Division-Multiple-Access-(TDMA)-Systeme
ist eine größere Flexibilität in der Zuweisung von Ressourcen, und
insbesondere bei der Verwendung von physikalischen Kommunikationskanälen, erforderlich.
Für Paketdatenübertragungen in General Packet Radio Systems (GPRS) stellt
eine Anzahl von Packet Data CHannels (PDCH) die physikalischen Kommunikationsverbindungen
bereit. Die Zeitteilung erfolgt durch TDMA-Frames mit einer Dauer von 4,615 ms und
jeder Frame besitzt acht aufeinanderfolgende Schlitze mit 0,577 ms. Eine Beschreibung
des GPRS Systems kann in (3GPP TS 43.064 v5.1.1) vorgefunden werden. Die Schlitze
können für eine Uplink- oder Downlink-Kommunikation verwendet werden.
Eine Uplink-Kommunikation ist eine Übertragung von der mobilen Station für
einen Empfang durch das Netzwerk, mit dem es verbunden ist. Ein Empfang durch die
mobile Station einer Übertragung von dem Netzwerk ist als Downlink beschrieben.
Um die effektivste, verfügbare Bandbreite zu benutzen, kann ein
Zugang zu Kanälen in Abhängigkeit von Änderungen in den Kanalzuständen,
der Verkehrsbelastung, des Quality of Service und der Subskriptionsklasse zugewiesen
werden. Aufgrund der sich kontinuierlich ändernden Kanalzustände und Verkehrsbelastungen
ist ein Verfahren zum dynamischen Zuweisen der verfügbaren Kanäle verfügbar.
Der Umfang an Zeit, für die die mobile Station ein Downlink empfängt
oder ein Uplink sendet, kann variiert werden, und Schlitze können entsprechend
zugewiesen werden. Die Sequenzen von Schlitzen, zugewiesen für einen Empfang
und ein Senden, das sogenannte Mehrfachschlitz-Muster, ist gewöhnlich in der
Form von RXTY beschrieben. Die zugewiesenen Empfangs-R-Schlitze sind die Nummer
X und die zugewiesenen Sende-Schlitze (T) sind die Nummer Y. Eine Anzahl von Mehrfachschlitz-Klassen,
eins bis 45, ist für eine GPRS Operation definiert, und die maximalen Uplink(Tx)
und Downlink (Rx) Schlitz-Zuweisungen sind für jede Klasse spezifiziert.
In einem GPRS System wird ein Zugang zu einem gemeinsam geteilten
Kanal mittels eines Uplink Status Flag (USF), übertragen auf dem Downlink,
zu jeder kommunizierenden Mobilstation (MS) gesteuert. In einem GPRS sind zwei Zuweisungsverfahren
definiert, die sich in der Konvention dadurch unterscheiden, welche Uplink-Schlitze
beim Empfang eines USF verfügbar gemacht werden. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf ein bestimmtes Zuweisungsverfahren, in dem eine gleiche Anzahl
"N" von PDCH's, wobei ein "PDCH" ein Paar von Uplink- und Downlink-Schlitzen entsprechend
zueinander auf einer 1-1 Basis darstellt, für eine potenzielle Verwendung durch
die MS zugewiesen wird. Die Uplink-Schlitze, die für eine tatsächliche
Benutzung durch eine bestimmte, mobile Station, gemeinsam den Uplink-Kanal teilend,
verfügbar sind, sind in dem USF angegeben. Das USF ist ein Daten-Element, das
dazu geeignet ist, 8 Werte V0–V7 heranzuziehen, und ermöglicht, dass
Uplink-Ressourcen unter bis zu 8 mobilen Einheiten zugewiesen werden, wobei jede
mobile Einheit einen dieser 8 Werte als "gültig" erkennt, d.h. eine ausschließliche
Benutzung der Ressourcen dieser mobilen Einheit überträgt. Eine bestimmte
mobile Station kann einen unterschiedlichen USF-Wert an jedem der Schlitze, zugewiesen
zu dieser mobilen Station, erkennen. In dem Fall des erweiterten, dynamischen Zuweisungsverfahrens
wird, zum Beispiel, ein Empfang eines gültigen USF in dem Schlitz 2 des vorliegenden
Frames die tatsächliche Verfügbarkeit zum Senden von Sende-Schlitzen 2...N
in dem nächsten TDMA-Frame oder einer Gruppe von Frames anzeigen, wobei N die
Zahl von zugewiesenen PDCHs ist. Allgemein findet, für ein gültiges USF,
empfangen an einem Empfängerschlitz n, ein Senden in dem nächsten Sende-Frame
an Sendeschlitzen n, n+1 et seq. zu der zugewiesenen Zahl von Schlitzen (N) statt.
Für das erweiterte, dynamische Zuweisungsverfahren, wie es derzeit definiert
ist, sind diese zugewiesenen Schlitze immer aufeinanderfolgend.
Die mobile Station ist nicht in der Lage, augenblicklich von einem
Empfangszustand zu einem Sendezustand, oder vice versa, umzuschalten, und die Zeit,
die zu diesen Rekonfigurationen zugeordnet ist, ist als eine Turnaround- bzw. Umlauf-Zeit
bekannt. Es ist auch für die mobile Station notwendig, während sie sich
in einem Paket-Übertragungsmodus befindet, Nachbarzellen-Messungen durchzuführen.
Die mobile Station muss kontinuierlich alle Broadcast Control Channel
(BCCH) Träger, wie dies durch die BA(GPRS) Liste angegeben ist, und den BCCH
Träger der bedienenden Zelle überwachen. Eine Messprobe eines empfangenen
Signalpegels wird bei jedem TDMA Frame, an zumindest einem der BCCH Trägern,
durchgeführt. (3GPP TS 45.008v5 10.0). Die Turnaround- und Messzeiten, garantiert
durch das Netzwerk für eine mobile Station, hängen von der Mehrfachschlitz-Klasse
ab, mit der die mobile Einheit eine Übereinstimmung beansprucht (3GPP TS 45.002v5.9.0
Annex B).
Die Nachbarzellen-Messungen werden vor einer Rekonfiguration von einem
Empfang zu einem Senden oder vor einer Rekonfiguration von einem Senden zu einem
Empfang vorgenommen.
Eine mobile Station, die in einem erweiterten, dynamischen Zuweisungsmodus
arbeitet, muss eine Uplink-Übertragung in dem Tx Zeitschlitz entsprechend zu
dem Rx Zeitschlitz, in dem das erste, gültige USF erkannt ist, beginnen. Das
bedeutet, dass dabei eine festgelegte Beziehung in der Zeitabstimmung einer Downlink-Zuweisungs-Signalisierung
und eines darauf folgenden Uplink-Sendens vorhanden ist. Aufgrund der physikalischen
Grenzen von einzelnen, mobilen Sendeempfänger-Stationen sind einige erwünschte
Mehrfachschlitz-Konfigurationen nicht zur Benutzung verfügbar.
Diese Einschränkungen verringern die Verfügbarkeit von Schlitzen
für ein Uplink-Senden, wodurch der Fluss von Daten und die Flexibilität
eines Ansprechens auf sich ändernde Bedingungen verringert wird. Dabei ist
deshalb ein Erfordernis vorhanden, ein Verfahren zu schaffen, mit dem die Verwendung
von diesen Mehrfachschlitz-Konfigurationen, die derzeit nicht für Extended
Dynamic Allocation verfügbar sind, ermöglicht wird.
Die EP-A-1248479 offenbart
ein Kommunikationsverfahren für eine dynamische Zuweisung von Uplink-Zeitschlitzen
zu einer mobilen Station gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist eine Aufgabe dieser Erfindung, die Einschränkungen, die
eine erweitere, dynamische Zuweisung beschränken, mit einem minimalen Effekt
auf das existierende Prescript, zu verringern. Dies kann durch Andern der festgelegten
Beziehung in dem Zeitpunkt einer Downlink-Zuweisungs-Signalisierung und eines darauf
folgenden Uplink-Sendens für bestimmte Klassen einer mobilen Station erreicht
werden.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Steuern von Uplink-Paketdaten-Übertragungen
und der Betriebsweise einer mobilen Station gemäß dem Verfahren, wie es
in den beigefügten Ansprüchen angegeben ist, angegeben.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben, in denen:
1 stellt die GPRS TDMA Frame-Struktur dar, die die
Nummerierungskonvention, verwendet für Uplink-(UL)- und Downlink-(DL)-Zeitschlitze,
darstellt,
2 stellt eine 4 Slot Steady State Allocation R1T4 nach
dem Stand der Technik dar,
3 stellt eine 5 Slot Steady State Allocation R1T5,
nicht zugelassen im Stand der Technik, dar,
4 stellt eine 5 Slot Steady State Allocation R1T5,
ermöglicht durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung, dar,
5 stellt ein verschobenes USF, angewandt auf eine Klasse
7 MS mit 3 Uplink-Schlitzen, die zugewiesen sind, dar,
6 stellt eine Klasse 7 MS mit 2 Uplink-Schlitzen, die
zugeordnet sind, dar,
7 zeigt ein Flussdiagramm für die Ausführung
eines verschobenen USF in einer mobilen Station,
8 stellt ein Senden von einem Uplink-Schlitz zu fünf
Uplink-Schlitzen für eine Klasse 34 MS dar,
9 stellt ein Senden von vier zu fünf Uplink-Schlitzen
für eine Klasse 34 MS dar.
In dieser Ausführungsform wird die Erfindung bei einem GPRS drahtlosen
Netzwerk, das entsprechend den Standards, die auf Mehrfachschlitz-Klassen anwendbar
sind, arbeitet, angewandt. In 1 ist die GPRS
TDMA Frame-Struktur dargestellt und zeigt die Nummerierungskonvention, verwendet
für Uplink-(Tx)- und Downlink-(Rx)-Zeitschlitze. Es sollte angemerkt werden,
dass in der Praxis Tx relativ zu Rx aufgrund einer Zeitpunktvorverlegung (Timing
advance – TA) vorverschoben sein kann, obwohl dies nicht in der Darstellung
gezeigt ist. Demzufolge kann, in der Praxis, der Umfang an Zeit zwischen der ersten
Rx und der ersten Tx eines Frames um einen Bruchteil eines Schlitzes gegenüber
dem dargestellten Wert von 3 Schlitzen aufgrund der Zeitpunktvorverlegung verringert
werden.
Zwei aufeinanderfolgende TDMA Frames sind, mit Downlink-(DL)- und
Uplink-(UL)-Schlitzen identifiziert, getrennt dargestellt. Die Schlitzpositionen
innerhalb des ersten Frames sind mit den Ziffern 0 bis 7 dargestellt, wobei die
Sende- und Empfangsschlitze um einen Bereich von drei Schlitzen versetzt sind. Dies
entspricht der Konvention, dass der erste Sende-Frame in einem TDMA dem ersten Empfangs-Frame
um einen Versatz von 3 nachläuft (demzufolge kann ein gewöhnliches GSM
mit einem einzelnen Schlitz als ein besonderer Fall angesehen werden, in dem nur
1 Schlitz eines Sendens und eines Empfangens verwendet wird).
Die verbleibenden Figuren stimmen mit der Darstellung der
1 überein, allerdings ist die Schlitz-Nummerierung
zur besseren Deutlichkeit entfernt worden. Die schattierten Schlitze sind solche,
die für die bestimmten Zustände zugewiesen sind, und die Pfeilangaben
zeigen die anwendbaren Messungs- und Turnaround-Intervalle an. Die doppelt schraffierten
Schlitze zeigen einen Empfang eines gültigen USF und den Zeitschlitz, in dem
dieses USF empfangen ist, an. Wie vorstehend erwähnt ist, werden Beschränkungen
durch das Erfordernis auferlegt, Messungs- und Turnaround-Schlitze zuzulassen, und
die Vorschrift für diese 3GPP TS 45.002 Annex B schränkt eine dynamische
Zuweisung ein, wie dies in Tabelle 1 dargestellt ist.
Tabelle 1
Mehrfachschlitz-Klasse
Maximale Anzahl von Schlitzen
Minimale Anzahl von Schlitzen
Rx
Tx
Summe
Tta
Ttb
Tra
Trb
7
3
3
4
3
1
3
1
34
5
5
6
2
1
1
1
39
5
5
6
2
1
1+to
1
45
6
6
7
1
1
1
to
- Tta ist die Zeit, die für die MS benötigt wird, um eine
Signalpegelmessung einer benachbarten Zelle durchzuführen und um bereit zu
werden, um zu senden.
- Ttb ist die Zeit, die für die MS benötigt wird, um bereit
zu werden, um zu senden.
- Tra ist die Zeit, die für die MS benötigt wird, um eine
Signalpegelmessung einer benachbarten Zelle durchzuführen und bereit zu werden,
um zu empfangen.
- Trb ist die Zeit, die für die MS benötigt wird, um bereit
zu werden, um zu empfangen.
Es sollte angemerkt werden, dass in der Praxis die Zeiten Tta
und Ttb durch einen Bruchteil eines Schlitzes aufgrund einer Zeitpunktvorverlegung
verringert werden können.
t0 ist ein Zeitpunktvorverlegungs-Offset von einer Periode
mit 31 Symbolen.
In 2 ist eine Bereitschafts-Zustand-Einzel-Downlink-
und eine 4 Uplink-Schlitz-Zuweisung für eine Klasse 34 mobile Station dargestellt.
Die Turnaround- und Messungsperioden für diese Klasse sind in Tabelle 1 als
Tra, Trb und Ttb, jeweils mit einem Schlitz, und Tta mit zwei Schlitzen, dargestellt.
Diese Perioden können für diese Zuweisung dann angenommen werden, wenn
ein gültiges USF in einem Zeitschlitz 0 empfangen ist.
Wenn sich die Zuweisung von Uplink-Schlitzen auf fünf erstreckt,
entsteht allerdings eine Einschränkung, wie sie in der Darstellung der
3 angegeben ist, die für eine Klasse 34 mobile
Station mit einer Zuweisung eines Downlink- und fünf Uplink-Schlitzen gilt.
Die Einschränkung tritt an der Position, angegeben mit "A", auf, da keine Zeit
für das Umschalten von einem Senden zu einem Empfangen (Trb) zugelassen wird.
In dem Downlik-Zeitschlitz 0 wird ein gültiges USF empfangen und die folgenden
zwei Schlitze dienen für Tta. Gemäß der Erfindung besitzt, für
diese Ausführungsform, die mobile Einheit Uplink-Schlitze, die in einer gewöhnlichen
Art und Weise zugeordnet sind, und zwar über die Benutzung von USF_TN0...USF_TN7
Informationselementen in Packet Uplink Assignment und Packet Timeslot Reconfigure
Nachrichten. Das Netzwerk sendet das USF allerdings für sowohl
erste als auch zweite, zugeordnete Zeitschlitze auf dem Downlink PDCH, zugeordnet
zu dem zweiten, zugewiesenen Zeitschlitz. Es wird als Beispiel eine Klasse 34 MS
mit einer Zuweisung von 5 Uplink-Schlitzen (TN0–TN4), wie dies vorstehend
diskutiert ist, wobei das Netzwerk USF_TN0 auf Zeitschlitz 1, im Gegensatz zu Zeitschlitz
0, sendet, betrachtet. Diese Anordnung ist in 4 dargestellt,
wo gesehen werden kann, dass Schlitze, markiert mit "B" und "C", für die Turnaround-Zeiten
Tra und Trb jeweils vorgesehen sind.
Eine Zuweisung durch das Netzwerk von 4 Uplink-Schlitzen zu der MS
wird durch das Senden von USF_TN1 auf Zeitschlitz 1 signalisiert. Die Zeichen der
zwei Signale USF_TN0 und USF_TN1 müssen sich unterscheiden und müssen
durch die mobile Station unterscheidbar sein.
Es ist nicht notwendig, zusätzliche Informationselemente hinzuzufügen,
um anzuzeigen, wenn der Shifted USF Mechanismus verwendet werden soll, wie dies
implizit in den Zeitschlitz-Zuweisungen für die bestimmte Mehrfachschlitz-Klasse
der mobilen Station vorgenommen wird. Deshalb würde kein Erhöhen in dem
Signalisierungs-Overhead erforderlich sein. Unter Bezugnahme auf 5
wird ein anderes Beispiel einer Zuweisung, ermöglicht durch Ausführen
eines verschobenen USF, in 5 dargestellt. Die Anwendung
ist eine Klasse 7 MS mit drei Uplink-Schlitzen, die zugewiesen sind. Das USF auf
dem Downlink-Schlitz 1, zuweisend die 3 Uplink-Schlitze, zeigt an, dass
der erste Uplink-Schlitz, der verfügbar ist, Uplink-Schlitz 0, im Gegensatz
zu dem gewöhnlichen Schlitz 1, ist. Dies dient für die Ttb und
Tra Perioden (wie dies durch Tabelle 1 erforderlich ist) und wie dies in
5 bei D und E, jeweils, angegeben ist. Die Zuweisung
würde nicht zuvor verfügbar für den Wunsch einer ausreichenden Periode
für Tra gewesen sein.
Die 2 Schlitz-Zuweisung, dargestellt in 6,
kehrt den normalen Betrieb um, d.h. das USF wird nicht verschoben. Dabei sind keine
physikalischen Beschränkungen in normalen Zuweisungen für diese 2 Schlitz-Anordnung
der 6 vorhanden, und das Standard USF in dem Zeitschlitz
1 weist Uplink-Schlitze, beginnend mit Uplink-Schlitz-Nummer 1, zu.
Alternativ kann es passend sein, eine positive Signalisierung der
Verschiebung in der Position der Uplink-Zuweisung anzuwenden, und eine Ausführung
eines verschobenen USF in einer mobilen Station, die mit einer erweiterten, dynamischen
Zuweisung arbeitet, ist in 7 dargestellt. Es sollte
angemerkt werden, dass die Angaben (2) in 7
explizit (d.h. zusätzliche Signalisierung) oder implizit (automatisch für
eine bestimmte Mehrfachschlitz-Klassen-Konfiguration) sein können. Wie
7 zeigt, empfängt die mobile Station bei
1 eine Zuweisung von Uplink-Ressourcen und USF's von dem Netzwerk. Falls
bei 2 eine Anzeige, ein verschobenes USF zu verwenden, erfasst wird, dann
wird, für das erste USF, der zweite Downlink-Schlitz überwacht (3),
wobei ansonsten der erste Downlink-Schlitz überwacht wird (4). In
jedem Fall werden, wenn ein gültiges USF bei 5 empfangen worden ist,
dann Uplink-Übertragungen in dem ersten Uplink-Schlitz von der mobilen Station
(6) eingeleitet. Wenn kein gültiges USF bei 5 empfangen worden
ist, dann wird der zweite Downlink-Schlitz für ein zweites USF bei
7 überwacht, und falls es gültig ist (8), dann werden
die Uplink-Übertragungen in dem zweiten Uplink-Schlitz (9) eingeleitet.
In den Beispielen, die in den 2 bis
6 dargestellt sind, befinden sich die Zuweisungen in
einem Bereitschaftszustand, so dass die Zuweisungen, die dargestellt sind, von Frame
zu Frame beibehalten werden. Die Erfindung ist nicht auf Bereitschafts-Zuweisungen
beschränkt und kann auch dabei angewandt werden, Uplink-Ressourcen zu steuern,
die sich von einem Frame zu einem anderen ändern.
Beispiele von Übertragungen sind in den 8
und 9 dargestellt. Diese Figuren stellen jeweils vier
aufeinanderfolgende Frames dar, sind allerdings für die Darstellung aufgeteilt
worden. 8 stellt das Senden von einer Uplink-Schlitz-Zuweisung
zu fünf Uplink-Schlitz-Zuweisungen, für eine mobile Einheit einer Klasse
34, dar. Die ersten (oberen) zwei Frames stellen einen Bereitschafts-Zustandsbetrieb
mit einem Schlitz dar und die nächsten (unteren) zwei Frames stellen die Übergangs-Frames
dar. Für diesen Übergang wird die Schlitzstelle des USF geändert.
9 stellt den Übergang von vier Uplink-Schlitzen
zu fünf Uplink-Schlitzen für eine mobile Einheit einer Klasse 34 dar.
Die ersten zwei Frames stellen einen Bereitschafts-Zustandsbetrieb mit vier Schlitzen
dar und die nächsten zwei Frames stellen Übergangs-Frames dar. Für
diesen Übergang ist die USF-Schlitzstelle konstant, allerdings wird der Wert
des USF geändert.
Um die Erfindung in einem GPRS auszuführen, kann, zum Beispiel,
eine Tabelle (Tabelle 2) für ein MS vom Typ 1 ausgeführt werden, um eine
erweiterte, dynamische Zuweisung zu ermöglichen, und zwar unter Verwendung
der Prinzipien nachfolgend:
In dem Fall einer erweiterten, dynamischen Zuweisung ist es für
die MS erwünscht, in der Lage zu sein, bis zu "ihrer physikalischen Schlitz-Grenze
zu senden", genauer gesagt sollte die MS in der Lage sein, die maximale Anzahl von
Schlitzen, die entsprechend der Einschränkung ihrer Mehrfachschlitz-Klasse
möglich ist, zu senden, während fortgeführt wird, den USF-Wert auf
exakt einem Schlitz zu empfangen und zu decodieren und Messungen durchzuführen.
Falls es nicht möglich ist, eine Mehrfachschlitz-Konfiguration zu definieren,
die dem MS ermöglicht, "bis zu deren physikalischer Schlitz-Grenze zu senden",
und zwar unter Verwendung von Tra, allerdings es unter Verwendung von
Tta möglich sein würde, dann sollte Tta verwendet
werden.
Falls es nicht möglich ist, eine Mehrfachschlitz-Konfiguration
für eine erweiterte, dynamische Zuweisung zu definieren, die der MS ermöglicht,
"bis zu deren physikalischer Schlitz-Grenze zu senden", es allerdings, unter Verwendung
des Mechanismus des verschobenen USF, möglich wäre, dann soll das verschobene
USF verwendet werden. In diesem Fall wird Tra als die erste Präferenz
verwendet, wenn dies allerdings nicht möglich ist, wird Tta als
eine zweite Präferenz verwendet.
Tabelle 2
mittlerer Zugangsmodus
Nr. von Schlitzen
Tra soll gelten
Tta soll gelten
anwendbare Mehrfachschlitz-Klassen
Anmerkung
Uplink, Ext. Dynamic
1–3
Ja
–
1–12,
19–45
4
Nein
Ja
33–34,
38–39,
43–45
2
5
Ja
–
34, 39
5
5
Nein
Ja
44–45
2, 4
6
Nein
Ja
45
5
Down + up, Ext. Dynamic
d + u = 2 – 4
Ja
–
1–12,
19–45
d + u = 4, d > 1
Ja
–
8–12,
19–45
d = 1, u = 4
Nein
Ja
30–45
2
d + u = 6, d > 1
Ja
30–45
2, 3
d = 1, u = 5
Ja
34, 39
5
d + u = 7, d > 1
Nein
Ja
40–45
2, 4
d = 1, u = 6
Nein
Ja
45
5
Anmerkung 1 Normale Messungen sind nicht möglich
(siehe 3GPP TS 45.008).
Anmerkung 2 Normale BSIC Decodierung ist nicht möglich (siehe 3GPP TS 45.008).
Anmerkung 3 TA-Offset, erforderlich für Mehrfachschlitz-Klassen 35–39.
Anmerkung 4 TA-Offset, erforderlich für Mehrfachschlitz-Klassen 40–45.
Anmerkung 5 Vorgang eines verschobenen USF soll gelten (siehe 3GPP TS 44.060)