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Dokumentenidentifikation DE19703274B4 21.02.2008
Titel Kühler-Ölkühler-Anordnung für ein Kraftrad
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokyo, JP
Erfinder Hasumi, Hiroaki, Wako, Saitama, JP;
Fukunaga, Hirofumi, Wako, Saitama, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 29.01.1997
DE-Aktenzeichen 19703274
Offenlegungstag 11.09.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.02.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.02.2008
IPC-Hauptklasse F01P 11/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F01P 3/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60K 11/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kühler-Ölkühler-Anordnung für ein Kraftrad, welches mit Kühlern auf beiden Seiten eines an einem Rahmen angebrachten wassergekühlten Motors ausgestattet ist.

Krafträder mit Kühlern auf der rechten und linken Seite eines Motors sind bekannt, beispielsweise aus der japanischen offengelegten Patentschrift JP 04-292280 A.

Herkömmlicherweise ist ein luftgekühlter Ölkühler unter dem Motor eines Kraftrads angeordnet. Die Kühlleistung eines derartigen Ölkühlers ist jedoch nicht sehr hoch, weil das Vorderrad den Fahrtwind abschirmt. Wenn zudem die Vorderpartie des Rahmens durch eine Verkleidung abgedeckt ist, kann der Ölkühler, da die Verkleidung unten schmal ausgebildet ist, in Breitenrichtung des Kraftrads nicht sehr groß bemessen werden, um eine große Oberfläche zu erhalten. Eine große Abmessung des Ölkühlers in vertikaler Richtung führt daneben zu einer geringen Kühlwirkung des Motors, weil der Vorderteil des Motors dann durch den Ölkühler abgeschirmt wird.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Kühler-Ölkühler-Anordnung für ein Kraftrad anzugeben, die es ermöglicht, die Oberfläche des Ölkühlers zu vergrößern und gleichzeitig die Kühlwirkung des Motors zu verbessern.

Zur Lösung dieser Problemstellung wird eine Kühler-Ölkühler-Anordnung für ein Kraftrad vorgeschlagen, welches mit Kühlern auf beiden Seiten eines an einem Rahmen angebrachten wassergekühlten Motors ausgestattet ist, wobei die Kühler auf beiden Seiten des Motors schräg angeordnet sind und an ihren oberen Enden einen größeren Zwischenraum als an ihren unteren Enden besitzen, wobei die Vorderbereiche der Kühler über das vordere Ende des Motors überstehen und wobei ein luftgekühlter Ölkühler vor dem Motor in dem Zwischenraum zwischen den oberen Bereichen der beiden Kühler angeordnet ist.

Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung sind die beiden Kühler auf beiden Seiten des Motors schräg angeordnet, wobei der Zwischenraum zwischen ihren oberen Enden größer als der Zwischenraum zwischen ihren unteren Enden ist. Die Vorderbereiche der Kühler stehen über das vordere Ende des Motors vor. Der luftgekühlte Ölkühler ist vor dem Motor in dem oberen Zwischenraum zwischen den beiden Kühlern angeordnet, wobei er eine sich im wesentlichen in Breitenrichtung des Kraftrads erstreckende Form besitzt, um eine vergrößerte Oberfläche zu begünstigen, und wobei er wirkungsvoll in dem Raum zwischen den oberen Bereichen der beiden Kühler angeordnet ist, was die Kühlleistung des Ölkühlers verbessert. Indem der Ölkühler in dem Raum zwischen den oberen Bereichen der beiden Kühler angeordnet ist, ergibt sich unterhalb des Ölkühlers ein relativ großer Freiraum. Dieser so vor dem Motor gebildete, relativ große Freiraum verbessert die Kühlwirkung des Motors.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es stellen dar:

1 eine Seitenansicht eines Kraftrads,

2 eine Querschnittsansicht eines ausgewählten Teilbereichs bei Betrachtung längs der Linie 2-2 der 1 und

3 ein Schema eines Kühlmittelkreislaufs für Kühler.

In 1 umfaßt eine Rahmenkonstruktion 5 eines Kraftrads ein Paar von Hauptrahmen 6, welche nach vorne hin aufwärts verlaufen und sich in seitlicher Richtung des Kraftrads nach rechts und nach links aufweiten und gekrümmt sind, ferner ein Paar von Hilfsrahmen 7 unter den Hauptrahmen 6, welche ebenfalls nach vorne hin aufwärts verlaufen und sich in seitlicher Richtung nach rechts und nach links aufweiten und gekrümmt sind, ein Kopfrohr 8, welches die vorderen Enden der beiden Hauptrahmen 6 und der beiden Hilfsrahmen 7 gemeinsam miteinander verbindet, ein Paar eines rechten und linken Verbindungsrahmens 9, welche die hinteren Enden der Hauptrahmen 6 und der Hilfsrahmen 7 miteinander verbinden, sowie eine Sitzschiene 10, welche sich nach hinten erstreckt und an ihrem vorderen Ende mit den beiden Verbindungsrahmen 9 verbunden ist.

Eine Vordergabel 12 ist so montiert, daß sie mit Hilfe eines Lenkers 11 die Bedienung erlaubt. An den unteren Enden der Vordergabel 12 ist ein Vorderrad WF gelagert. An den beiden Hauptrahmen 6 ist ein Kraftstofftank 13 angebracht. Ein Sitz 14 ist auf der Sitzschiene 10 befestigt, und die Vorderpartie des Rahmens 5 ist mit einer Verkleidung 15 abgedeckt.

Eine Antriebseinheit P mit einem Motor E und einem mit dem Motor E verbundenen Geschwindigkeitswechselgetriebe M ist an den Hauptrahmen 6 des Rahmens 5 und den Hilfsrahmen 7 angebracht. An den hinteren Enden einer Hintergabel 17, welche an ihrem vorderen Ende mittels eines an dem Geschwindigkeitswechselgetriebe M angeordneten Trägers 16 schwenkbar gelagert ist, ist ein Hinterrad WR gelagert. Zwischen der Gabel 17 und den Verbindungsrahmen 9 ist ein Dämpfer angeordnet. Von dem Geschwindigkeitswechselgetriebe M erfolgt die Kraftübertragung auf das Hinterrad WR über eine endlose Kette 19.

Der Motor E ist ein wassergekühlter V-Motor mit zwei Zylindern, welcher eine vordere Bank 20F mit einem Zylinder und einem Zylinderkopf sowie eine hintere Bank 20R mit dem anderen Zylinder und Zylinderkopf umfaßt. Die Bänke sind annähernd V-förmig angeordnet und an den Hauptrahmen 6 und den Hilfsrahmen 7 gehalten, wobei der obere Abschnitt der vorderen Bank 20F zwischen den beiden Hilfsrahmen 7 angeordnet ist und der obere Abschnitt der hinteren Bank 20R zwischen den beiden Verbindungsrahmen 9 angeordnet ist.

Aus 2 ist zu erkennen, daß die beiden Bänke 20F und 20R eine Steuerkettenkammer 22 auf einer Seite einer Verbrennungskammer 21 aufweisen, wobei diese Steuerkettenkammer 22 bei Blickrichtung nach vorne bezüglich des Kraftrads auf der linken Seite der Verbrennungskammer 21 (in 2 auf der rechten Seite) angeordnet ist und an den Hauptrahmen 6 und den Hilfsrahmen 7 gehalten ist. Bei dieser Blickrichtung auf die Kraftradvorderseite ist der Abstand LR vom rechten Ende (in 2 vom linken Ende) beider Bänke 20F, 20R zu einer Kraftradmittellinie C kleiner als der Abstand LL vom linken Ende (in 2 vom rechten Ende) beider Bänke 20F, 20R zu dieser Kraftradmittellinie C. Mit anderen Worten sind die beiden Bänke 20F, 20R gegenüber der Kraftradmittellinie C nach links versetzt angeordnet.

Auf beiden Seiten der vorderen Bank 20F des Motors E ist ein Kühler 23L bzw. 23R angeordnet, die im wesentlichen die Form eines flachen Rechtecks besitzen. Die Kühler 23L, 23R sind so angeordnet, daß ihre Vorderbereiche über das vordere Ende der vorderen Bank 20F hinausragen. Sie sind geneigt oder schrägstehend angeordnet, wobei der Zwischenraum zwischen den beiden Kühlern 23L, 23R an deren oberen Enden größer als der Zwischenraum an deren unteren Enden ist. Bezüglich der Kraftradmittellinie C sind sie symmetrisch angeordnet. Die oberen Bereiche der beiden Kühler 23L, 23R sind fest an den beiden Hilfsrahmen 7 gehalten, ihre unteren Bereiche fest an einer Tragplatte 25 gehalten, welche an der Unterseite der vorderen Bank 20F befestigt ist.

Da die vordere Bank 20F des Motors E gegenüber der Kraftradmittellinie C nach links versetzt ist und die beiden Kühler 23L, 23R bezüglich der Kraftradmittellinie C symmetrisch auf beiden Seiten der vorderen Bank 20F angeordnet sind, ist der Zwischenraum zwischen dem rechten Kühler 23R und der vorderen Bank 20F größer als der Zwischenraum zwischen dem linken Kühler 23L und der vorderen Bank 20F. Zur Ausnutzung des vergleichsweise großen Zwischenraums zwischen dem rechten Kühler 23R und der vorderen Bank 20F ist ein Lüfter 24 zwischen der vorderen Bank 20F des Motors E und dem rechten Kühler 23R angeordnet. Der Lüfter 24 bläst Kühlluft von der Seite der vorderen Bank 20F her zum rechten Kühler 23R hin und ist an der Innenseite des rechten Kühlers 23R fest gehalten.

Aus 3 ist zu erkennen, daß die beiden Kühler 23L, 23R parallel mit dem Motor E verbunden sind, wobei eine von den beiden Bänken 20F, 20R des Motors E kommende Kühlflüssigkeit über ein gemeinsames Leitungsrohr 26 zum hinteren Bereich des rechten Kühlers 23R geleitet wird. Der hintere Bereich des rechten Kühlers 23R ist über ein Leitungsrohr 271 mit dem vorderen Bereich des linken Kühlers 23L verbunden, wobei ein Teil der in den hinteren Bereich des rechten Kühlers 23R eingeleiteten Kühlflüssigkeit über das Leitungsrohr 271 zum vorderen Bereich des linken Kühlers 23L geleitet wird, ohne in den rechten Kühler 23R zu fließen. Der verbleibende Teil der in den hinteren Bereich des Kühlers 23R eingeführten Kühlflüssigkeit fließt in den rechten Kühler 23R und erreicht den vorderen Bereich des Kühlers 23R, von wo er über ein Leitungsrohr 272, das zwischen dem vorderen Bereich des rechten Kühlers 23R und dem hinteren Bereich des linken Kühlers 23L eine Verbindung herstellt, zum hinteren Bereich des linken Kühlers 23L geleitet wird. Die vom Leitungsrohr 271 in den linken Kühler 23L eingeleitete Kühlflüssigkeit fließt in den Kühler 23L und erreicht den hinteren Bereich des Kühlers 23L, von wo sie über ein Leitungsrohr 28 und eine Umlaufpumpe 29 zusammen mit der durch das Leitungsrohr 272 geleiteten Kühlflüssigkeit zum Motor E zurückfließt.

In 2 ist zu erkennen, daß zwischen den beiden Kühlern 23L, 23R vor der vorderen Bank 20F des Motors E ein luftgekühlter Ölkühler 30 angeordnet ist. Um eine große Oberfläche zu begünstigen, besitzt der Ölkühler 30 eine sich in Breitenrichtung des Kraftrads erstreckende Form, wobei er in dem oberen Zwischenraum zwischen den beiden Kühlern 23L, 23R angeordnet ist, weil aufgrund der Schrägstellung der beiden Kühler 23L, 23R zwischen deren oberen Enden ein breiterer Zwischenraum als zwischen deren unteren Enden besteht. Zwischen den beiden Hilfsrahmen 7 des Rahmens 5 ist über dem Ölkühler 30 ein Halteteil 32 angeordnet, wobei eine an der Oberseite des Ölkühlers 30 vorgesehene Befestigung 31 fest an dem Halteteil 32 angebracht ist.

Als nächstes wird die Wirkungsweise dieses Ausführungsbeispiels erläutert. Der Lüfter 24 ist zwischen dem auf der rechten Seite der vorderen Bank 20F des wassergekühlten Motors E angeordneten Kühler 23R und der Bank 20F angeordnet, um Kühlluft von der Seite der vorderen Bank 20F her zum Kühler 23R zu blasen. Nach außen hin ist der Lüfter 24 durch den Kühler 23R abgeschirmt. Demgemäß wird der Kühler 23R ohne Beeinträchtigung des Aussehens selbst dann wirksam gekühlt, wenn der Motor E bei niedriger Fahrgeschwindigkeit oder im Leerlauf betrieben wird. Warme bzw. heiße Luft wird vom rechten Kühler 23R nach außen abgegeben, wobei nahe der vorderen Bank 20F des Motors E angeordnete Zusatzaggregate wirksam vor thermischen Schäden geschützt sind. Auf einen Fahrer wirkt sich dies nur wenig aus. Unannehmlichkeiten wird er nicht verspüren.

Weil die Kühler 23L, 23R auf beiden Seiten der vorderen Bank 20F des wassergekühlten Motors E schräg angeordnet sind mit einem größeren Zwischenraum zwischen den oberen Enden dieser Kühler 23L, 23R als zwischen deren unteren Enden, kann der luftgekühlte Ölkühler, der zur Begünstigung einer großen Oberfläche eine sich in Breitenrichtung des Kraftrads erstreckende Form besitzt, wirkungsvoll in dem Raum zwischen den oberen Bereichen der beiden Kühler 23L, 23R angeordnet werden, wobei der Ölkühler 30 durch Kühlluft wirksam gekühlt wird, welche von dem Lüfter 24 erzeugt wird. Indem der Ölkühler 30 in dem oberen Zwischenraum zwischen den beiden Kühlern 23L, 23R angeordnet ist, ergibt sich ein relativ großer Freiraum unter dem Ölkühler 30. Dieser so vor der vorderen Bank 20F des Motors E gebildete, relativ große Freiraum begünstigt die wirksame Kühlung der vorderen Bank 20F.

Um die Oberfläche eines Ölkühlers zu vergrößern und gleichzeitig die Kühlwirkung eines Motors zu verbessern, wird bei einem Kraftrad, das mit Kühlern auf der rechten und linken Seite eines an einem Rahmen angebrachten wassergekühlten Motors ausgestattet ist, vorgeschlagen, daß die beiden Kühler auf beiden Seiten des Motors geneigt angeordnet sind, wobei zwischen deren oberen Enden ein größerer Zwischenraum als zwischen deren unteren Enden besteht und wobei die vorderen Bereiche der Kühler über das vordere Ende des Motors hinaus vorstehen. Der luftgekühlte Ölkühler ist dabei in dem oberen Zwischenraum zwischen den beiden Kühlern vor dem Motor angeordnet.


Anspruch[de]
Kühler-Ölkühler-Anordnung für ein Kraftrad, welches mit Kühlern (23L, 23R) auf beiden Seiten eines an einem Rahmen (5) angebrachten wassergekühlten Motors (E) ausgestattet ist, wobei die Kühler (23L, 23R) auf beiden Seiten des Motors (E) schräg angeordnet sind und an ihren oberen Enden einen größeren Zwischenraum als an ihren unteren Enden besitzen, wobei die Vorderbereiche der Kühler (23L, 23R) über das vordere Ende des Motors (E) überstehen und wobei ein luftgekühlter Ölkühler (30) vor dem Motor (E) in dem Zwischenraum zwischen den oberen Bereichen der beiden Kühler (23L, 23R) angeordnet ist.






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