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Dokumentenidentifikation DE19915939B4 28.02.2008
Titel Dammbaubock mit verstellbaren Verschalungswänden
Anmelder Udo Adam Maschinenfabrik, 44805 Bochum, DE
Erfinder Krohm, Reinold, 44623 Herne, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 09.04.1999
DE-Aktenzeichen 19915939
Offenlegungstag 12.10.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2008
IPC-Hauptklasse E21D 11/12(2006.01)A, F, I, 20070615, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E21D 11/04(2006.01)A, L, I, 20070615, B, H, DE   E21D 11/10(2006.01)A, L, I, 20070615, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dammbaubock für den Einsatz im Streb-Strecken-Übergangsbereich beim Strebbau im untertägigen Bergbau mit schmalen Stützböcken beidseitig des Streckenbegleitdamms, die jeweils mit der Einfassung des Dammbaumaterials dienenden integrierten Verschalungswänden ausgerüstet und mit einer Rückeinrichtung verbunden sind. Die Erfindung betrifft außerdem einen Dammbaubock für den Einsatz im Streb-Strecken-Übergangsbereich im untertägigen Bergbau mit einer strebseitigen und einer streckenseitigen Abstützung des Dammbaumaterials sowie mit einer integrierten Verschalungswand und einer Rückeinrichtung.

Die Integration der Dammbaustofftechnik für den Übergangsbereich Streb-Strecke bei nachgefahrenen Abbaustrecken mit Bogenausbau wird bereits seit Anfang der 90er Jahre auf Schachtanlagen der Ruhrkohle AG verwirklicht. Die zum Einsatz kommenden Förderer wurden im Rollkurvenbetrieb eingesetzt. Im Zusammenhang mit der Einführung der Dammbaustofftechnik mussten damals neue Überlegungen für das Ausbauen im Strebrandbereich Platz greifen, indem der Streckenast des Strebförderers mit Rollkurven und Antrieb von einem neu konzipierten Sonderausbau nach dem Schrämwalzenfreischnitt mit dem anteiligen Ast des Strebförderers gleichzeitig vorgerückt wird. Hierzu wurden zwei ungleich breite 4-Stempelböcke und drei schmale 2-Stempelböcke an dem Förderer angeschlagen, wobei das Hangende über der Schamwalze frühzeitig mit Schiebekappen abgefangen werden musste. Der Strebbegleitdamm wurde sehr frühzeitig dicht hinter dem Förderer durch Einblasen von Baustoff hergestellt und zwar wurde er zum Übergang Streb-Strecke zwischen zwei schmalen 2-Stempelböcken mit integrierten zur Verschalung des Baustoffes dienenden Verschalungswänden positioniert, von denen die streckenseitige Verschalungswand eine dem Ausbaubogen angepasste Krümmung aufwies. Mit dieser Technik wurden für damalige Verhältnisse Spitzenvortriebsgeschwindigkeiten von 7 bis 8 m pro Tag erreicht und es erwies sich auch, dass die nachgefahrenen Strecken deutlich billiger waren, als die mit- oder vorgefahrenen Strecken bzw. für Vorleistungsstrecken im Rückbau. Nachteilig war aber der verhältnismäßig große hydraulische Ausbauaufwand mit der erforderlichen Regelungstechnik und dem Nachteil, dass es verhältnismäßig schwierig war, die vorgesehene Breite des Streckenbegleitdamms auf Dauer einzuhalten. Nachteilig ist außerdem gewesen, dass eine derartige Technik bei mit- oder vorgefahrenen Strecken nicht einsetzbar ist, insbesondere auch nicht bei normaler Übergabe des hereingewonnenen Materials zwischen Streb und Strecke. Der DE 36 35 185 A1 ist eine Gleitschalwand zu entnehmen, die zweiteilig ist und einem Stempelausbau zugeordnet ist. Hiermit ist eine Formung des gesamten Streckenbegleitdamms nicht möglich, sondern nur die Abstützung auf einer Seite. Ein frühtragender, stabiler Streckenbegleitdamm kann nicht garantiert werden und nachteilig ist weiter, dass der die Schalwand tragende Stempelausbau eine gesonderte Vorzieh- und Abspanneinheit benötigt und somit sehr aufwendig baut.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Dammbaubock zu schaffen, der im Aufbau einfach ist, den Streckenbegleitdamm bis zum ausreichenden Abbinden immer sicher stützt und formt und auch im Vorbau einsetzbar ist.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass einer der Stützböcke als mehrere in Längsrichtung positionierte hydraulische Stempel aufweisender Ausbaubock mit streckenseitiger Verschalungsplatte und der andere Stützbock als stabile, an- und abklappbar ausgebildete Verschalungswand ausgebildet sind, die auf der dem Strebförderer zugewandten Schmalseite über Querarme miteinander verbunden sind.

Ein derartiger Dammbaubock kann im Übergang Streb-Strecke auch bei vorgefahrenen oder mitgefahrenen Strecken eingesetzt werden, weil lediglich zwei schmal bauende Stütz- bzw. Ausbauböcke zum Einsatz kommen, von denen nur der eine fest zwischen Hangendem und Liegendem fixiert ist, während der andere Stützbock bzw. die Verschalungswand an- und abklappbar ist. Damit ist es zunächst einmal möglich, die Verschalungswand dicht an den vorgesehenen Streckenbegleitdamm heranzuschwenken und dort so zu fixieren, dass das eingebrachte Dammbaumaterial sicher aushärten kann. Beim Rückvorgang kann die Verschalungswand vorteilhaft abgeschwenkt werden, sodass der Rückvorgang nicht behindert wird, insbesondere ist eine Beeinträchtigung aber auch des Streckenbegleitdamms durch die vorrückenden Wände nicht zu befürchten.

Nach einer zweckmäßigen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verschalungswand und die Verschalungsplatte höhenverstellbar ausgebildet sind, wobei der Verschalungswand mindestens ein gesonderter Höhenverstellzylinder zugeordnet ist. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die Verschalungswand und die Verschalungsplatte den Gegebenheiten anzupassen und sicherzustellen, dass das eingebrachte Dammbaumaterial über die gesamte Höhe wirksam abgestützt wird.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung sieht vor, dass die Verschalungswand und die Verschalungsplatte sowie der bereits gesetzte Streckenbegleitdamm eine Füllkammer bildend angeordnet sind, die vom Strebförderer her bzw. vom Streb her befüllbar offen gehalten ist. Damit ist es möglich, das Dammbaumaterial pneumatisch oder hydraulisch einzubringen, je nach Zweckmäßigkeit, sodass ein dichter und stabiler Streckenbegleitdamm erreicht wird.

Bekannt ist es, dass die Druckfestigkeit des eingebrachten Dammbaumaterials mit der Abbindungsdauer deutlich zunimmt. So beträgt die Druckfestigkeit nach einer Stunde ungefähr 1 N/mm2 und nach drei Stunden 3,1 N/mm2, woraus deutlich wird, dass eine möglichst lange Abstützung des Streckenbegleitdamms wichtig ist. Dies wird gemäß der Erfindung erreicht, indem die Füllkammer ein der Abbindezeit des Baustoffes angepasste Standzeit des eingefassten Streckenbegleitdammes, vorzugsweise eine Standzeit von bis zu zwei Stunden gewährleistend lang bemessen ist. Nach zwei Stunden weist der Streckenbegleitdamm eine ausreichende Druckfestigkeit auf, sodass dann nach Wegschwenken der Verschalungswand der gesamte Dammbaubock vorgezogen bzw. verschoben werden kann. Der nun feststehende Streckenbegleitdamm wird dadurch nicht gefährdet.

Das Verschwenken der Verschalungswand ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung dadurch problemlos möglich, dass die den Ausbaubock und die Verschalungswand strebfördererseitig verbindenden Querarme mit der Hangendkappe und der Sohlenkappe fest und mit der Verschalungswand gelenkig verbunden sind, wobei zwischen ihnen und dem strebfördererseitigen Ende der Verschalungswand ein oder mehrere Schwenkzylinder angeordnet sind. Der Ausbaubock selbst steht aufgrund der ihm zugeordneten Stempel ausreichend fest, um die ja nicht gerade leichte Verschalungswand dann in Richtung Streckenmitte verschenken zu können. Hierzu dienen die entsprechend angeordneten Schwenkzylinder, wobei diese so geschichtet angeordnet sind, dass im Prinzip nur ein einziger Schwenkzylinder benötigt wird, da er eine Art Gabel öffnet und zwar quasi um die entsprechenden Querarme herum.

Das Verschieben des Dammbaubocks in Längsrichtung des Streckenbegleitdammes erfolgt zweckmäßigerweise dadurch, dass der Sohlenkappe und/oder dem Fuß der Verschalungswand eingelagerte, hydraulische mit dem Strebförderer verbundene Rückzylinder zugeordnet sind, die die Rückeinrichtung bilden. Diese Rückzylinder sind versteckbar mit dem Strebförderer verbunden, sodass sie jeweils auch bei nicht rechtwinklig liegendem Strebförderer ihre Funktion ausüben können.

Der Ausbaubock bzw. der gesamte Dammbaubock kann wirksam bezüglich der Streckenlängsachse und auch des Strebes je nach Bedarf ausgerichtet werden, da der Ausbaubock und zwar dessen Sohlen- und/oder Hangendkappe mit Steuerungszylindern zum Ausrichten gegenüber dem Randschild des Schildausbaus ausgerüstet sind. Somit kann der Ausbaubock im Bereich der Sohle oder der Firste schräg gestellt oder eben gerade gestellt werden, er kann aber auch bezüglich seiner Rückrichtung korrigiert werden. Indem der Ausbaubock über die Steuerungszylinder mit dem Randschild verbunden sein kann, ist die Möglichkeit gegeben, auch bei geneigten Strecken ein Abrutschen des Ausbaubocks oder des gesamten Dammbaubockes sicher zu verhindern.

Bei schwierigen Verhältnissen kann es zweckmäßig sein, den Streckenbegleitdamm zusätzlich durch feste Stützen abzusichern, was gemäß der Erfindung dadurch erreicht wird, dass der Füllkammer verlorener Ausbau in Form von Holzstempeln oder Baustoffstützen zugeordnet ist, der zwischen Verschalungswand und Verschalungsplatte fixiert angeordnet ist. Die genaue Anordnung der Baustoffstützen oder Holzstempel wird durch Fixierung ermöglicht, wozu unterschiedliche Stützaggregate an der Verschalungswand und auch der Verschalungsplatte angeordnet sein können. Diese sind zweckmäßigerweise in die Wände integriert.

Zur Erleichterung des Transportes eines derartigen Dammbaubockes ist vorgesehen, dass die Verschalungswand und auch die Verschalungsplatte in der Länge ein- oder mehrfach vertikal teilbar ausgebildet sind. Dabei sollten die beiden Wände im Bereich der vertikalen Teilung zweckmäßig gelenkig miteinander verbunden sein, sodass sie geklappt transportiert werden können. Natürlich ist es auch denkbar, die einzelnen Wand- bzw. Plattenteile getrennt zu transportieren und dann vor Ort so miteinander zu verbinden, dass sie die notwendige Stützkraft gegenüber dem Dammbaumaterial aufbringen.

Je nach Gegebenheiten kann es ausreichen, wenn nur eine Abstützung in Form einer veränderbaren Verschalungswand ausgebildet ist. Hierzu sieht die Erfindung vor, dass die Verschalungswand der streckenseitigen Abstützung als höhenverstellbare Platte ausgebildet und über eine Bodenplatte verfügt, auf der den Stellwinkel der Verschalungswand ändernde Stellzylinder schräg gestellt Bodenplatte und Verschalungswand verbindend angeordnet sind. Hierzu wird also die Verschalungswand gezielt über die Stellzylinder schräg gestellt vormontiert und dann je nach Bedarf entsprechend weit an den geplanten Streckenbegleitdamm herangeschwenkt. Hier erübrigt sich in der Regel eine dem Ausbaubogen angepasste Formgebung, weil als Verschalungswand auch insbesondere bei einer teleskopierbaren Ausbildung eine Anpassung ermöglicht wird. Über die Stellzylinder kann die Verschalungswand sicher verschwenkt werden, insbesondere weil die Stellzylinder sich auf der stabilen Bodenplatte abstützen, die gemäß einer Weiterbildung der Erfindung über einen Stellzylinder mit dem Streckenförderer verbunden ist, vorzugsweise im Bereich der Rückeinrichtung. Dadurch können wiederum entsprechende Korrekturen zur Lage des Streckenförderers vorgenommen werden bzw. zum Verlauf der Streckenachse.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Dammbaubock geschaffen ist, der unter verschiedensten Voraussetzungen einsetzbar ist, insbesondere auch im Vorbau oder auch in mit Ankerausbau versehenen Strecken sowie bei mitgefahrenen Strecken. Auf jeden Fall ist aber der zum Einsatz kommende Dammbaubock sehr einfach und zweckmäßig aufgebaut und es ist die Sicherheit gegeben, dass der schon zum Teil ausgehärtete Streckenbegleitdamm durch den vorrückenden Dammbaubock nicht beeinträchtigt wird, weil die Verschalungswand an- und abklappbar ausgebildet ist. Dies wird besonders einfach und zweckmäßig dadurch erreicht, dass der als Ausbaubock ausgebildete Stützbock zwischen Hangendem und Liegendem so fixiert ist, dass er das notwendige Widerlager für die verschwenkte bzw. verschwenkende Verschalungswand darstellt. Verschalungswand und Verschalungsplatte des Ausbaubocks werden zweckmäßig so miteinander verbunden, dass sie den Schwenkvorgang ermöglichen und begünstigen, ohne dabei das Einfüllen des Dammbaumaterials in die entsprechende Füllkammer zu behindern.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf den Streb-Strecken-Übergang bei einer Ankerstrecke,

2 einen Querschnitt durch diesen Bereich,

3 einen Querschnitt durch einen Streb-Strecken-Übergangsbereich mit einer vereinfachten streckenseitigen Abstützung und

4 eine Draufsicht auf den Streb-Strecken-Übergangsbereich gemäß 3.

Eine besonders zweckmäßige Ausbildung des Dammbockes 13 zeigt 1 in Draufsicht und 2 im Schnitt, wobei der im Streb 12 eingesetzte Schildausbau mit 1 bezeichnet ist. Das Flöz 11 wird von einem zu dem Strebförderer 2 triebstockgeführten Schrämwalzenlader 5 im Rückbauverfahren in Abbaurichtung hereingewonnen, wobei der Strebförderer 2 das aufgeladene Haufwerk in Förderrichtung über einen Seitenaustrag oder Kreuzrahmen 4 auf den Streckenförderer 3 übergibt, der mit einem bestimmten Abstand aus der Streckenmitte am strebabgewandten Saum der Ankerstrecke bzw. der vorgefahrenen Strecke 10 liegt und das Fördergut in Richtung des Pfeils durch einen hier nicht dargestellten Schlagwalzenbrecher auf die nachgeschalteten Gurtförderer transportiert.

Im Streb 12 wird der aus einer Vielzahl von Rinnenschüssen bestehende Strebförderer 2 sofort nach Durchfahrt des Schrämwalzenladers 5 mit Hilfe der Vorrückzylinder 9 des die Anlage schützenden Schildausbaus 1 in Form einer Rückschleife an die Abbaufront gerückt und nachfolgend werden in Nachbarschaftsabstützung die einzelnen Schildeinheiten des Schildausbaus 1 sofort nachgezogen oder je nach Ausbautechnik deren Schiebekappen ausgefahren, um schädliche Ausbauverspätungen zu vermeiden, wobei das hinter dem Schildausbau 1 liegende abgebaute Bruch- bzw. Versatzfeld 6 liegt.

Um zu verhindern, dass durch Konvergenzen und Gebirgsdruck im Bereich der Streböffnung im Übergangsbereich Streb-Strecke, insbesondere an der Saumkante die Dachschichten des Hangenden aufgelockert und zerstört werden, wobei schlimmsten Falls Kluftkörper hereinbrechen können, wird unmittelbar dicht hinter dem Strebförderer 2 ein frühtragender Streckenbegleitdamm 8 aus Dammbaumaterial 8' eingebracht. Es ist bekannt, dass die Endkonvergenz vermindert werden kann, wenn an Stelle von spättragenden Holzkösten frühtragende Streckenbegleitdämme 8 aus schnellhärtendem Dammbaumaterial eingeblasen oder eingefördert werden, wodurch ein erfolgreicher Einsatz des Ankerausbaus in Abbaustrecken des Steinkohlenbergbaus erst richtig möglich wird.

Zweckmäßig ist es, bei vorbauartiger Nutzung von geankerten Abbaustrecken nach Durchgang des ersten Strebes einen frühtragenden Streckenbegleitdamm 8 einzubringen, um das durch den Abbau weggenommene Widerlager des geankerten Streckenmantels zu ergänzen und die Konvergenz sowie die damit verbundene Scherbeanspruchung der Anker durch Schichtenverschiebungen ausreichend klein zu halten.

Je Meter Damm wird bei einer Breite von etwa 0,7facher Flözmächtigkeit etwa 1-2 m3 Baustoff benötigt, wobei beim pneumatischen Hinterfüllen bei akzeptabler Staubentwicklung ausreichende Dammqualitäten erreicht werden. Die Gefahr des Abrutschens der Saumsicherung kann bei festem Nebengestein durch eine Verbreiterung des Streckenbegleitdamms 8 erreicht werden. Bei Baustoffmischungen aus Naturanhydrit und Elektrofilterasche liegen die Erfahrungen vor, dass der Baustoff nach einer Abbindedauer von ca. 45 Min. erstarrt. Die Haftung der Baustoffkomponenten unter einander ist sehr groß, sodass ohne Abstützung der Böschung regelrechte Saumversatzrippen von 60 cm Breite und 1,3 m Höhe geblasen werden können. Die Druckfestigkeit des Baustoffs liegt nach einer Abbindedauer von einer Stunde bei 1 N/mm2, nach drei Stunden bei 3,1 N/mm2, nach fünf Stunden bei 5,7 N/mm2, nach 24 Stunden bei 18,5 N/mm2 und nach sieben Tagen bei 37,9 N/mm2.

Der zum Einblasen des Dammbaumaterials 8' konzipierte Dammbaubock 13 besteht aus einem über drei hydraulische Stempel, 14, 14' höhenverstellbaren schmalen als Ausbaubock 13'''' bestehenden Stützbock 13'. Dieser Ausbaubock 13'''' ist mit einer strebseitigen Verschalungsplatte 13'' ausgerüstet und weist zur benachbarten letzten Schildeinheit bzw. zum Randschild 7 hin einen Wartungsweg 21 auf, um notwendige Reparaturen einfach durchführen zu können.

Hangend- und Sohlenkappe 27, 28 des Ausbaubocks 13'''', der das Einbrechen von Hangendschichten der Saumkante im Strebrandbereich verhindert, weisen je einen rechtwinklig angestellten Querarm 18 auf, an dem die über hydraulische Höhenverstellzylinder 20 ebenfalls höhenverstellbare streckenseitige Verschalungswand 15 horizontal verschwenkbar gelagert ist und zwar um das Gelenk 18'. Diese Verschalungswand 15 stellt praktisch den Stützbock 13''' dar, der mit dem Stützbock 13' den Dammbaubock 13 bildet.

Die Verschwenkung der Verschalungsplatte 15 erfolgt über einen oder auch zwei hydraulische Schwenkzylinder 16, die am strebförderseitigen Ende 16'' und zwar an der Schmalseite 16' des Ausbaubockes und dem der streckenseitigen Verschalungswand 15 angeschlagen sind und bewirken, dass bei gesetztem Festlager in Form des Ausbaubockes 13'''' die streckenseitige Verschalungswand 15 abdichtend an den Saum bzw. den bereits eingeblasenen Teil des Streckenbegleitdammes 8 geklappt oder aber für den Rückvorgang und einen Winkel einen Freilaufkonus bildend von diesem abgeklappt werden kann. Die strebseitige und die streckenseitige Verschalungswand 15 bzw. Verschalungsplatte 13'' bilden eine ca. sieben Meter lange Füllkammer 19, in die das Dammbaumaterial 8' von der Strebfördererseite pneumatisch oder auch hydraulisch dicht und fest eingebracht wird.

Das Hebelverhältnis von Kraft- und Schwenkarm der streckenseitigen Verschalungswand 15 beträgt in erster Annahme 1:7, d. h. bei einer Druckkraft nur eines Schwenkzylinders 16 der Größe D140/80 wird der Schwanz der Verschalungswand 15 bei einem Betriebsdruck von 300 bar noch mit einem Andruck von 67 kN abdichtend gegen den Saum geklappt und dort angepresst.

Der komplette Dammbaubock 13 ist mit einer aus zwei in der Sohlenkappe 28 eingelagerten, hydraulischen Rückzylinder 30 bestehenden Rückeinrichtung 17 an einer Anschlagseite 23 des Strebförderers 2 über einen Lochleiter veränderlich versteckbar angeschlagen und bewirkt den Vorschub des Strebförderendteils mit oder ohne Fesselung des Streckenförderers 3.

Die Länge der Füllkammer 19 und der Hub der Rückeinrichtung 17 sind auf die Abbindezeit des Baustoffes abgestimmt, d. h. der komplette Dammbaubock 13 wird erst dann nachgezogen, wenn die Festigkeit des in die Füllkammer 19 eingeblasenen Dammbaumaterials 8' es zulässt. Dabei wird die streckenseitige Verschalungswand 15 mit Hilfe des Schwenkzylinders 16 vom Saum abgeklappt, sodass sich beim nachziehenden Vorschub des Dammbaubocks 13 die Verschalungswände 15 leicht vom vorläufigen Ende des Streckenbegleitdamms 8 lösen. Der komplette Dammbaubock 13 kann mit Hilfe von hydraulischen Steuerungszylindern 24, die vorzugsweise im Bereich der Sohlen- und/oder Hangendkappe 27, 28 des Ausbaubocks 13'''' integriert sind, seitlich ausgerichtet und verschoben werden, indem sich diese Steuerungszylinder 24 gegen den Randschild 7 des Strebausbaus 1 abstützen.

Sollte trotz des Ausbaubockes 13'''' die Saumkante im Strebrandbereich ausbautechnisch augrund geologischer Imponderabilien nicht gehalten werden können, so ist in Weiterentwicklung der vorliegenden Erfindung vorgesehen, in die Füllkammer 19 des Dammbaubockes 13 vor dem Einblasen des Dammbaumaterials 8' Holzstempel oder Baustoffstützen 22 zu setzen, die als immerwährend stützendes und stabilisierendes Element in eingehüllter Weise den eingeblasenen Streckenbegleitdamm 8 verstärken.

Aus Transportgründen und zur Überbrückung von welligen Streckensohlen ist der Ausbaubock 13'''' bzw. der gesamte Dammbaubock 13 mit der strebseitigen Verschalungswand 15 in der Länge vertikal gelenkig geteilt.

Die beschriebenen Einzelheiten sind den 1 und 2 zu entnehmen, wobei durch die Unterteilung des Streckenbegleitdamms in die Abschnitte 31, 32, 33 und 34 angedeutet ist, dass Abschnitte mit unterschiedlicher Druckfestigkeit vorhanden sind, wobei der Abschnitt 31 nach zwei Stunden Standzeit aus dem Schutz des Dammbaubockes 13 entlassen wird. Die Abschnitte 32 haben beispielsweise sechs Stunden bzw. Abschnitt 3 zehn Stunden und Abschnitt 34 vierzehn Stunden Standzeit hinter sich.

Die Rückeinrichtung 17 ist übrigens in den Fuß 29 der Verschalungswand 15 integriert und in die Sohlenkappe 28 des Ausbaubocks 13''''.

Die 3 und 4 zeigen eine insofern andere Ausführungsform, als hier eine nur streckenseitige Abstützung 40 verwirklicht ist, während strebseitig der in der Zwischenzeit gefallene Bruch die Begrenzung des Streckenbegleitdammes 8 darstellt. Streckenseitig ist die Abstützung 40 vorgesehen, die aus der Verschalungswand sowie der Bodenplatte 41 besteht. Diese beiden Platten werden über Stellzylinder 42 jeweils den Notwendigkeiten entsprechend geneigt angeordnet, wobei über den Höhenverstelizylinder 20 eine Anpassung an die Höhe des Flözes 11 vorgenommen werden kann. Die 3 verdeutlicht, dass die Strecke 10 in Ankerausbau 44 aufgefahren ist, wobei sich die beschriebene streckenseitige Abstützung 40 zusätzlich über Stellstützzylinder 43 am Streckenförderer 3 abstützt. 4 zeigt eine Draufsicht der Darstellung nach 3, wobei deutlich wird, dass auch hier die beiden Teile des streckenseitigen Abstützung 40 über Gelenke 45 so miteinander verbunden sind, dass bei Bedarf, insbesondere beim Transport ein Zusammenlegen möglich wird.


Anspruch[de]
Dammbaubock für den Einsatz im Streb-Strecken-Übergangsbereich beim Strebbau im untertägigen Bergbau mit schmalen Stützböcken (13', 13''') beidseitig des Streckenbegleitdamms (8), die jeweils mit der Einfassung des Dammbaumaterials (8') dienenden integrierten Verschalungswänden (13'', 15) ausgerüstet und mit einer Rückeinrichtung (17) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Stützböcke (13') als mehrere in Längsrichtung positionierte hydraulische Stempel (14, 14') aufweisender Ausbaubock (13'''') mit streckenseitiger Verschalungsplatte (13'') und der andere Stützbock (13''') als stabile, an- und abklappbar ausgebildete Verschalungswand (15) ausgebildet sind, die auf der dem Strebförderer (2) zugewandten Schmalseite (16') über Querarme (18) miteinander verbunden sind. Dammbaubock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschalungswand (15) und die Verschalungsplatte (13'') höhenverstellbar ausgebildet sind, wobei der Verschalungswand (15) mindestens ein gesonderter Höhenverstellzylinder (20) zugeordnet ist. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschalungswand (15) und die Verschalungsplatte (13'') sowie der bereits gesetzte Streckenbegleitdamm (8) eine Füllkammer (19) bildend angeordnet sind, die vom Strebförderer (2) her befüllbar offen gehalten ist. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkammer (19) ein der Abbindezeit des Baustoffes angepasste Standzeit des eingefassten Streckenbegleitdammes, vorzugsweise eine Standzeit von bis zu zwei Stunden gewährleistend lang bemessen ist. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die den Ausbaubock (13'''') und die Verschalungwand (15) strebfördererseitig verbindenden Querarme (18) mit der Hangendkappe (27) und der Sohlenkappe (28) fest und der mit der Verschalungswand (15) gelenkig verbunden sind, wobei zwischen ihnen und dem strebfördererseitigen Ende (16'') der Verschalungswand (15) ein oder mehrere Schwenkzylinder (16) angeordnet sind. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sohlenkappe (28) und/oder dem Fuß (29) der Verschalungswand (15) eingelagerte, hydraulische mit dem Strebförderer (2) verbundene Rückzylinder (30) zugeordnet sind, die die Rückeinrichtung (17) bilden. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausbaubock (13'''') und zwar dessen Sohlen (28) und/oder Hangendkappe (27) mit Steuerungszylindern (24) zum Ausrichten gegenüber dem Randschild (7) des Schildausbaus (1) ausgerüstet ist. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkammer (19) verlorener Ausbau in Form von Holzstempeln oder Baustoffstützen (22) zugeordnet ist, der zwischen Verschalungswand (15) und Verschalungsplatte (13'') fixiert angeordnet ist. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschalungswand (15) und auch die Verschalungsplatte (13'') in der Länge ein- oder mehrfach vertikal teilbar ausgebildet sind. Dammbaubock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wände (13'', 15) im Bereich der vertikalen Teilung gelenkig miteinander verbunden sind. Dammbaubock für den Einsatz im Streb-Strecken-Übergangsbereich im untertägigen Bergbau mit einer strebseitigen und einer streckenseitigen Abstützung (40) des Dammbaumaterials (8') sowie mit einer integrierten Verschalungswand (15) und einer Rückeinrichtung (17), dadurch gekennzeichnet, dass die Verschalungswand (15) der streckenseitigen Abstützung (40) als höhenverstellbare Platte ausgebildet und über eine Bodenplatte (41) verfügt, auf der den Stellwinkel der Verschalungswand (15) verändernde Stellzylinder (42) schräg gestellt Bodenplatte (41) und Verschalungswand (15) verbindend angeordnet sind. Dammbaubock nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (41) über einen Stellzylinder (43) mit dem Streckenförderer (3) verbunden ist, vorzugsweise im Bereich der Rückeinrichtung (17).






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