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Dokumentenidentifikation DE102004060510B4 13.03.2008
Titel Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose
Anmelder ABB Patent GmbH, 68526 Ladenburg, DE
Erfinder Zapp, Robert, Dipl.-Ing., 58579 Schalksmühle, DE
DE-Anmeldedatum 16.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004060510
Offenlegungstag 06.07.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.03.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.03.2008
IPC-Hauptklasse H01H 9/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04B 1/59(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01R 13/66(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine(n) elektrische(n) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Unter einem Schalter wird dabei auch ein Tastsensor für einen Installationsbus verstanden. Die Erfindung kann universell bei Aufputz- und Unterputz-Installationsgeräten verwendet werden.

Aus dem DE 88 07 214 U ist ein elektrisches Installationsgerät – z. B. Schalter, Taster, Steckdose usw. – mit Bezeichnungsschildern bekannt, welche in den Geräteabdeckungen oder Schaltwippen integriert oder als zusätzliche Elemente auf oder an den Geräteabdeckungen befestigt werden. Vorzugsweise ist im Abdeckrahmen ein Sichtfenster eingelassen und der Bezeichnungsschildträger ist mittels Rast- oder Klemmvorrichtung auf der Oberseite des Tragrings befestigt.

Aus der DE 202 00 066 U1 sind eine Installationsdose, insbesondere Datendose oder Patchpanel, sowie ein Verkabelungssystem bekannt. Die Installationsdose ist durch mindestens eine elektronische, berührungslos auslesbare Identifikationseinrichtung gekennzeichnet, in welcher Daten gespeichert sind, mit Hilfe derer die an der Installationsdose abrufbaren Datendienste und/oder die Belegung der Buchsen und/oder die Zuordnung der Installationsdose zu einem Datenstrang oder einer Zentrale identifizierbar sind.

Aus der DE 202 13 158 U1 ist eine Sende- und/Empfängereinheit für die drahtlose Übertragung von Signalen bei Zutrittskontrollanlagen bekannt, welche mittels eines Rahmens in einer Über- oder Unterputzdose einer Installation gehalten ist. Dabei ist eine Antenne zum Senden bzw. Empfangen von Signalen am Rahmen angebracht und folgt dabei im Wesentlichen der Außenkontur des Rahmens.

Üblicherweise wird das Installationsmaterial in größeren Anlagen über einen beschriftbaren Rahmen mit einem Papierschild gekennzeichnet, um beispielsweise die Verteilung anzugeben oder die Bezeichnung desjenigen Raumes zu benennen, in welchem das Installationsgerät montiert ist und wie er in der Verteilung oder im Installationsplan angegeben ist. Diese Kennzeichnung mittels Papier ist aufwendig, insbesondere kostenaufwendig und zeitaufwendig, da die Beschriftung (Papierschild) zunächst erstellt werden muss und anschließend auf den Schalter oder die Steckdose aufgeklebt oder in einen speziellen Rahmen eingeführt werden muss. Zudem stören Bezeichnungsschilder auch das Aussehen von sehr schön gestaltetem Installationsmaterial.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine(n) elektrischen Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose mit einer einfachen Möglichkeit der Kennzeichnung anzugeben.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die vorgeschlagene Möglichkeit der Kennzeichnung "auf elektronischem Weg" mittels Transponder wenig kostenaufwendig ist und ein Beschreiben oder Auslesen des Transponders auch mit nur geringem zeitlichem Aufwand erfolgt. Es ist das Speichern großer Datenmengen möglich. Das Design des Installationsgerätes wird in keiner Weise durch Bezeichnungsschilder gestört. Gegebenenfalls können die gespeicherten Informationen nachträglich in sehr einfacher Art und Weise in Abhängigkeit von zwischenzeitlichen Statusveränderungen geändert werden. Der Transponder selbst benötigt keinerlei eigene Energieversorgung (Batterie).

Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

1 eine prinzipielle Darstellung der Möglichkeit der Kennzeichnung eines elektrischen Installationsgerätes,

26 unterschiedliche Anwendungsbeispiele für unterschiedliche Installationsgeräte.

In 1 ist eine prinzipielle Darstellung der Möglichkeit der Kennzeichnung eines elektrischen Installationsgerätes dargestellt. Es ist ein mit einem Transponder 2 versehenes elektrisches Installationsgerät 1 zu erkennen, wobei ein derartiger Transponder 2 ein mikroelektronischen Schaltkreis mit einer Empfangs-/Sendeantenne 3, einer Steuerlogik und einem Mikrochip als Daten- und Energiespeicher ist. Es handelt sich dabei um einen Radio Frequency Identification Transponder, kurz RFID Transponder. Die Übertragungsfrequenz für derartige RFID Transponder beträgt beispielsweise 13,56 MHz. Die Empfangs-/Sendeantenne 3 ist vorzugsweise als Rahmenantenne ausgebildet. Über eine bidirektionale Funk-Kommunikationsstrecke 6 ist eine drahtlose Kommunikation zwischen dem Transponder 2 und einem Schreib-/Lesegerät 4 (PDA, Notebook) mit Empfangs-/Sendeantenne 5 möglich. Eine direkte Sichtverbindung zwischen Transponder und Schreib-/Lesegerät ist dabei entbehrlich. Es handelt sich um einen rein passiven Transponder (ohne eigene Energieversorgung), so dass eine Reichweite zwischen Transponder und Schreib-/Lesegerät von etwa 50 cm empfehlenswert ist. Das RFID-System funktioniert auch dann einwandfrei, wenn sich mehrere Transponder unterschiedlicher Installationsgeräte gleichzeitig im Datenübertragungsbereich eines Schreib-/Lesegerätes 4 befinden.

Der Transponder 2 kann in unterschiedlicher Art und Weise an dem (der) elektrischen Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose befestigt sein:

  • • Gemäß 2 ist der Transponder 2 mit Empfangs-/Sendeantenne (Rahmenantenne) 3 an der Rückseite einer Abdeckung 7 einer Unterputz-Steckdose befestigt.
  • • Gemäß 3 ist der Transponder 2 mit Empfangs-/Sendeantenne 3 (Rahmenantenne) auf einem Tragring 8 eines Steckdosen-Einsatzes befestigt. Vorzugsweise ist der Tragring 8 aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial und nicht wie üblich aus einem elektrisch leitfähigen Metall ausgebildet. Auf diese Weise werden Kommunikationsprobleme aufgrund von Abschirmeffekten wirksam verhindert.
  • • Gemäß 4 ist der Transponder 2 mit Empfangs-/Sendeantenne 3 (Rahmenantenne) auf einem Tragring 9 eines Unterputz-Aktors/Sensors (Schaltaktor oder Dimmaktor oder Jalousieaktor) befestigt. Vorzugsweise ist der Tragring 9 aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial und nicht wie üblich aus einem elektrisch leitfähigen Metall ausgebildet. Auf diese Weise werden Kommunikationsprobleme aufgrund von Abschirmeffekten wirksam verhindert.
  • • Gemäß 5 ist der Transponder 2 mit Empfangs-/Sendeantenne 3 (Rahmenantenne) an der Rückseite eines Abdeckrahmens 10 eines Unterputz-Schalters oder einer Unterputz-Steckdose befestigt.
  • • Gemäß 6 ist der Transponder 2 mit Empfangs-/Sendeantenne 3 (Rahmenantenne) an der Rückseite eines Unterputz-Tastsensors 11 (angeschlossen an einen Installationsbus, wie beispielsweise EIB) befestigt.

Bei allen Anwendungsbeispielen kann die Befestigung von Transponder 2 und Empfangs-/Sendeantenne 3 beispielsweise durch Einspritzen (Kunststoffspritzen) oder Aufkleben erfolgen. Soll bei den Installationsgeräten mit Tragring ein metallischer Tragring eingesetzt werden, ist die Empfangs-/Sendeantenne 3 (Rahmenantenne) innerhalb des durch den Tragring umschlossenen Bereiches angeordnet, wobei ein räumlicher Abstand zum Tragring eingehalten wird, um Abschirmeffekte zu unterbinden.

Nach Montage des elektrischen Installationsgerätes erfolgt das Beschreiben (Einlesen) von Informationen in den Speicher des Transponders 2 unter Einsatz eines Schreib/Lesegerätes 4. Beispielsweise sind folgende Informationen einlesbar:

  • • Bezeichnung (Identitäts-Kennzeichnung) gemäß Installationsplan,
  • • Gerätename,
  • • Adresse des Gerätes im Bussystem,
  • • Bezeichnung des Raumes, in welchem sich das Installationsgerät befindet.

Das Auslesen von Daten des Transponders 2 erfolgt, indem zunächst ein entsprechendes Funksignal vom Schreib-/Lesegerät 4 an den Transponder 2 abgesandt wird. Hierdurch wird der Energiespeicher des Transponders 2 aufgeladen, worauf die gewünschten Daten per Funk an das Schreib-/Lesegerät 3 abgestrahlt werden.

Beim Beschreiben (Einlesen) und Auslesen wird die für den Transponder 2 erforderliche Energie aus dem vom Schreib-/Lesegerät 4 abgestrahlten Funksignal gewonnen.

Vorstehend wird erläutert, dass der Hauptzweck des Transponders 2 darin besteht, Daten (Informationen) nach beendeter Montage des Installationsgerätes 1 auslesbar abzuspeichern. Darüber hinaus kann der Transponder 2 des elektrischen Installationsgerätes 1 bereits vor erfolgter Montage vorteilhaft mit folgenden Informationen beschrieben sein:

  • • Art des elektrischen Installationsgerätes,
  • • Preis des Installationsgerätes,
  • • kennzeichnende Artikel-Nummern,
  • • Hersteller,
  • • vorgesehener Transportweg.

1
Elektrisches Installationsgerät
2
Transponder
3
Empfangs-/Sendeantenne
4
Schreib-/Lesegerät
5
Empfangs-/Sendeantenne
6
bidirektionale Funk-Kommunikationsstrecke
7
Abdeckung einer Unterputz-Steckdose
8
Tragring eines Steckdosen-Einsatzes
9
Tragring eines Unterputz-Aktors/Sensors (Schaltaktor oder Dimmaktor oder Jalousieaktor)
10
Abdeckrahmen eines Unterputz-Schalters oder einer Unterputz-Steckdose
11
Unterputz-Tastsensor


Anspruch[de]
Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Baukomponte des elektrischen Installationsgeräts (1) – wie insbesondere Abdeckung, Abdeckrahmen oder Tragring – ein Radio Frequency Identification (RFID) Transponder (2) befestigt ist,

– welcher bereits vor erfolgter Montage mit Informationen betreffend die Art des elektrischen Installationsgerätes, die kennzeichnende Artikelnummer und den Hersteller beschrieben ist,

– wobei nach beendeter Montage mittels eines Schreib-/Lesegerätes (4) ein Beschreiben mit gewünschten Daten sowie bedarfsweise ein Auslesen dieser Daten erfolgt.
Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite einer Abdeckung (7) einer Unterputz-Steckdose ein Transponder (2) befestigt ist. Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Tragring (8) eines Steckdosen-Einsatzes ein Transponder (2) befestigt ist. Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Tragring (9) eines Unterputz-Aktors/Sensors (Schaltaktor oder Dimmaktor oder Jalousieaktor) ein Transponder (2) befestigt ist. Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite eines Abdeckrahmens (10) eines Unterputz-Schalters oder einer Unterputz-Steckdose ein Transponder (2) befestigt ist. Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite eines Unterputz-Tastsensors (11) ein Transponder (2) befestigt ist. Elektrische(r) Schalter oder Taster oder Dimmer oder Steckdose nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangs-/Sendeantenne (3) des Transponders (2) als Rahmenantenne ausgebildet ist.






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