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Dokumentenidentifikation DE102006005453B4 13.03.2008
Titel Schrumpfbare Folienverpackung
Anmelder Beiersdorf AG, 20253 Hamburg, DE
Erfinder Rüster, Stefan, 22607 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 03.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006005453
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.03.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.03.2008
IPC-Hauptklasse B65D 71/08(2006.01)A, F, I, 20060203, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65B 17/02(2006.01)A, L, I, 20060203, B, H, DE   B65B 27/00(2006.01)A, L, I, 20060203, B, H, DE   
Zusammenfassung Schrumpfbare Folienverpackung zur Verpackung von einen oder mehreren Waren (1), wobei eine aus mindestens einer schrumpfbaren Folie bestehende Manschette um den oder die Waren gelegt wird und diese anschließend geschrumpft wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette mindestens einen Folienabschnitt (21, 22) aus schrumpfbarem Material aufweist, wobei jeder Folienabschnitt über zwei randständige Flächenabschnitte (2.1, 2.2; 2.1, 2.2, 2.3, 2.4) zwischen zwei Seitenflächen (31, 32) gehalten wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Folienverpackung für Gegenstände aller Art, bei der um den oder die Gegenstände eine Manschette aus schrumpfbarer Kunststofffolie gelegt und diese anschließend geschrumpft ist, wobei Seitenflächen bzw. Werbeflächen (englisch. Crowner) den eingepackten Gegenstand einrahmen

Aus der GB 2 281 731 sind Schrumpffolienverpackungen bekannt, die aus einem schrumpfbaren Folienstreifen gebildet werden, der vor dem Schrumpfvorgang, dem so genannten Einschrumpfen, an seinen offenen Enden zusammengeklebt wurde.

Aus der US 3,424,306 ist eine Schrumpffolienverpackung bekannt, die neben der ummantelnden Folie auch eine flächige Erweiterung aufweist, die als Anfasser oder Beschriftungsfläche dienen kann.

Aus der US 3,912,079 ist eine blisterartige Umverpackung bekannt, in der der zu verpackende Gegenstand mehrseitig von einem mehrfach gefalteten Kartonzuschnitt umgeben ist.

Neben der normalen Bündelung von einer Vielzahl von Gegenständen zum Transport werden Schrumpffolienverpackungen zunehmend zur Bündelung von Promotion- oder Aktionsartikeln verwendet. Dabei werden meist zwei Gegenstände, die gleicher oder unterschiedlicher Art sein können mittels Schrumpffolie gebündelt und so dem Konsumenten als eine Einheit angeboten. Die zum Einschrumpfen verwendeten Folienmaterialien sind im Allgemeinen aus durchsichtigen oder zumindest transparenten Material, so dass der Verbraucher den Inhalt auch im eingeschrumpften Zustand erkennen kann.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, dass dem Konsumenten keine zusätzliche Information über das Bündelangebot gegeben werden kann, außer die Informationen werden direkt auf der Schrumpffolie angebracht und überdecken damit das innenliegende Produkt.

Eine weitere gebräuchliche Art zur Verpackung von Waren, insbesondere kleinteiliger Waren, ist die Verpackung in Blisterverpackungen. Blisterverpackungen bestehen aus einer tiefgezogenen Blisterfolie und einer Blisterkarte, die gleichzeitig Informationsträger ist. Die Blisterfolie wird zuerst tiefgezogen, danach wird das Produkt in die entstandene Ausformung eingelegt, um dann im Anschluss durch die Blisterkarte verschlossen zu werden.

Flächen für Zusatzinformationen lassen sich bei Blisterverpackungen in beliebiger Größe anbringen, da der Blister inmitten der Informationsträger angeordnet ist.

Blisterverpackungen haben den Nachteil, da meist mehr Material eingesetzt werden muss als nötig, um eine ausreichende Stabilität zu erreichen. Auch ist der Verpackungsvorgang an sich schwieriger als bei einer Schrumpfverpackung, da verschiedenen Falt- und Schließvorgänge im Prozess bewerkstelligt werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Schrumpffolienverpackung zur Verfügung zu stellen, die den zuvor genannten Nachteilen abhilft, also bei einzeln oder gebündelt verpackten Waren eine Zusatzinformation so anzubringen, dass die auf den Waren angebrachten Informationen nicht überdeckt werden und der Verpackungsprozess möglichst einfach erfolgt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine schrumpfbare Folienverpackung, gemäß Anspruch 1, wobei die Seitenfläche einen Rahmen um die eingeschweißte Ware bildet.

Die erfindungsgemäße Ausführungsform trägt zwei Seitenflächen, die sich je nach dem wie die Folienabschnitte dimensioniert sind, nicht gegenüberstehen müssen. Die beiden Seitenflächen können auch oberhalb und/oder unterhalb der O-förmigen Manschette miteinander verbunden sein, jedoch muss diese Verbindung in der Lage sein, die beim Schrumpfvorgang auftretende Abstandsänderung aufzunehmen. Die kann zum Beispiel durch eine geeignete Faltung erfolgen. Gezielte Faltungen erhält man beim Schrumpfen automatisch, wenn die Verbindungsfläche entsprechend durch Prägung, Perforation oder Falzung geschwächt ist.

Sofern ein Schrumpftunnel vorhanden ist, kann so eine einfache blisterähnliche Verpackung bereitgestellt werden, die materialsparend und einfach herzustellen ist.

Die Seitenflächen können z.B. durch Bedrucken nahezu beliebig gestaltet werden. Durch Konturstanzung kann die Seitenfläche in nahezu beliebige, für den Kunden ansprechende, Formen gebracht werden.

Eine O-förmige Manschette mit seitlich abstehender Seitenfläche lässt sich erfindungsgemäß auch durch Einklemmen der Randbereiche der schrumpfbaren Folienabschnitte zwischen zwei Materialstreifen, die die Seitenfläche bilden, erreichen.

Im einfachsten Fall wird hierzu ein rechteckiger Folienstreifen im Randbereich von einem v-förmig gefalteten Materialstreifen umschlossen und durch Zusammenklammern festgehalten. Anschließend kann der gebildete Folienzylinder über die zu verpackende Ware gestülpt und durch Wärmeeinwirkung geschrumpft werden. Die Ware wird so fest von der Folie umschossen, wobei die Seitenfläche von der Ware absteht.

Es ist auch im Sinne der Erfindung, anstelle des rechteckigen Folienstreifens anders geformte Folienstreifen zu verwenden, je nach dem wie die einzupackende Ware geformt ist. Zum Einpacken von Flaschen, die im Bodenbereich einen größeren Durchmesser aufweisen als im Halsbereich haben sich trapezförmige Folienabschnitte bewährt, wobei die kürzere der beiden parallelen Kanten im Bereich des geringeren Durchmessers, also am Hals der Flasche, zu liegen kommt.

Erfindungsgemäß können auch schlauchförmige Folienabschnitte in der Art verwendet werden, dass bei einem flach gefalteten Schlauch ein Teil seiner Längsseitenfläche zwischen zwei Materialstreifen oder einem gefalteten Materialstreifen eingeklemmt wird und der Rest die zylindrische Hülle bildet, wobei deren Durchmesser geringer ist als der ursprüngliche Durchmesser des schlauchförmigen Folienabschnitts.

In diese O-förmige Manschetten werden die zu bündelnden Gegenstände eingeführt und mittels Wärmeeinwirkung eingeschrumpft. Durch die wirkende Schrumpfzugkraft in der Manschette wird die Seitenfläche (Werbe- bzw. Informationsfläche) selbsttätig aufgerichtet, so dass er in einem Winkel von 45° bis 135° vom Bündel absteht.

Bei symmetrischen Gegenständen, wie zum Beispiel bei Flaschen oder Sprühdosen, steht die Seitenfläche nahezu senkrecht von der Oberfläche des Bündels ab.

Die Seitenfläche kann bei der Massenverpackung leicht an das Bündel angelegt werden, so dass Platz sparend eine Vielzahl von Bündeln in größere Gebinde, wie z.B. Versandkartons, eingebracht werden können. Nach der Entnahme und Einstellung in ein Verkaufsregal richtet sich die Seitenfläche wieder selbsttätig auf.

Im Sinne der Erfindung ist es auch, die schrumpfbare Folienverpackung als Rollenware vorzukonfektionieren, dadurch erhältlich, dass ein nahezu endloser Folienstreifen mit seinen gegenüberliegenden Längsseiten zwischen zwei nahezu endlose Materialstreifen oder in einem V-förmig gefalteten Materialstreifen gelegt und fixiert wird. Auf dem selben Wege ist auch die beidseitig mit Seitenflächen versehene Ausführungsform herstellbar, wobei hierzu zwei Folienstreifen übereinander gelegt werden und diese beidseitig an ihren Längskanten zwischen je zwei nahezu endlose Materialstreifen oder je in einem V-förmig gefalteten Materialstreifen gelegt und fixiert werden. Analog lässt sich Rollenware aus schlauchförmigem Folienmaterial gewinnen.

Diese Rollenware lässt sich in herkömmlicher Weise in kontinuierlichen Verfahren, wie zum Beispiel in der DE 35 39 141 wiedergeben, verarbeiten.

Erfindungsgemäß ist es auch, die Längsseiten der schrumpfbaren Folienabschnitte bzw. die Längsseiten der schrumpfbaren Folienbahn nicht mit den Seitenflächen zu verklammern, sondern z.B. mittels Verschweißen, Ultraschallverschweißen, Prägung (Formschluss), Verklebung oder Faltung zu befestigen.

Als Material für den Folienabschnitte eignen sich alle schrumpfende Materialien, insbesondere Kunststoffe wie z.B. PVC, PET, OPP, PS oder PE. Die Schrumpfeigenschaft wird meist durch Reck- bzw. Streckvorgänge am Rohmaterial erreicht.

Besonders gut als Material für die Folienabschnitte geeignet sind PVC-Folien oder biaxial orientierte Polyolefinfolien, wobei eine Querschrumpfung im Bereich von 45 % +/– 5% und eine Längsschrumpfung im Bereich von 12% +/– 2% vorteilhaft ist.

Wichtig für die Erfindung ist, dass die Schrumpfung ausreicht, die Ware sicher festzuhalten und gegebenenfalls die notwendige Kraft für das Aufrichten der Seitenfläche bereit zu stellen.

Für die Seitenfläche lassen sich insbesondere Zuschnitte aus Karton, dickerem Papier, Kunststofffolien, Metallfolien oder dünne Metallbleche verwenden. Besonders ansprechend ist es, wenn die Oberflächen der Seitenfläche metallisiert, lackiert und/oder bedruckt sind.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur näher erläutert.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend Beschriebene und in den Zeichnungen Gezeigte beschränkt und viele Modifikationen sind denkbar, ohne eine Abweichung vom Umfang der beigefügten Ansprüche darzustellen.

1
Ware
21, 22
rechteckige Folienabschnitt aus schrumpfbarem Material
2.1, 2.2, 2.3, 2.4
Randbereich der Folienanschnitte (21, 22)
31, 32
Seitenflächen (plan)
35
Einfaltung

1 zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäß eingeschrumpfte Ware (1). Diese Ausführungsform weist ein Seitenflächenpaar (31, 32) auf. Die Seitenflächen weisen einen Ausschnitt auf, in dem die Ware gehalten wird, wobei jeweils ein Folienabschnitt auf der Vorder- (21) und Rückseite (22) der Ware zu liegen kommt und die Folienabschnitte wie gehabt im Randbereich zwischen vorderer Seitenfläche 31) und hinterer Seitenfläche (32) im Bereich der Teilflächen (2.1, 2.2, 2.3, 2,4) eingeklemmt werden. Zum Ausgleich der beim Schrumpfen auftretenden Abstandsänderung weisen die Seitenflächen im Verbindungsbereich je eine Einfaltung (35) auf.


Anspruch[de]
Schrumpfbare Folienverpackung zur Verpackung von einen oder mehreren Waren (1), wobei eine aus mindestens einer schrumpfbaren Folie bestehende Manschette um den oder die Waren gelegt wird und diese anschließend geschrumpft wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette mindestens einen Folienabschnitt (21, 22) aus schrumpfbarem Material aufweist, der über zwei randständige Flächenabschnitte (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) durch Einklemmen zwischen zwei Materialstreifen, die die Seitenflächen (31, 32) bilden, gehalten wird, wobei mindestens eine der Seitenflächen (31, 32) eine Ausstanzung aufweist, in der die Ware platziert wird und die mindestens eine Seitenfläche (31, 32) im geschrumpften Zustand die Ware an mindestens drei Seiten einrahmt, wobei zum Ausgleich der beim Schrumpfen auftretenden Abstandsänderung die Seitenflächen (31, 32) im Verbindungsbereich zwischen den Seitenflächenbereichen, in denen die randständigen Flächenabschnitte (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) gehalten werden, je eine Einfaltung (35) aufweisen. Schrumpfbare Folienverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienabschnitt (21) aus einem Kunststoff besteht. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienabschnitt zumindest ein Teil eines Folienschlauches darstellt. Schrumpfbare Folienverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienabschnitt ein extrudierter Folienschlauch ist. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienabschnitt (21) aus einer Polyolefinfolie, insbesondere einer biaxial orientierten Polyolefinfolie besteht. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung des Folienabschnittes (21, 22) zwischen den Seitenflächen (31, 32) im Bereich der Flächenabschnitte (2.1, 2.2; 2.3, 2.4) durch Verkleben, Verschweißen, Ultraschallverschweißen, Prägung (Formschluss), Klammerung und/oder Faltung erfolgt. Schrumpfbare Folienverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche nach dem Schrumpfprozess in einem Winkel von 45° bis 135° von der Oberfläche der Folienverpackung, insbesondere des Folienabschnittes (21, 22), absteht. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche (31, 32) metallisiert und/oder bedruckt ist. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche (31, 32) durch Konturstanzung konturiert wurde. Schrumpfbare Folienverpackung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette aus zwei Folienabschnitten (21, 22) gebildet wird, wobei jeder Folienabschnitt über zwei randständige Flächenabschnitte (2.1, 2.2, 2.3, 2.4) verfügt und wobei jeweils ein Flächenabschnitt (2.1, 2.2) des Folienabschnittes (21) mit einem Flächenabschnitt (2.3, 2.4) des Folienabschnittes (22) zwischen je zwei Seitenflächen (31, 32) befestigt ist. Schrumpfbare Folienverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienabschnitte (21, 22) eine unterschiedliche Breite aufweisen.






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