Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmepumpenvorrichtung
für Brauchwasser.
Brauchwasserwärmepumpen verwenden typischerweise die Umgebungsluft
als Energiequelle und übertragen die Nutzwärme unter Verwendung eines
Wärmetauschers und eines Verflüssigers auf ein Heizungsmedium, welches
wiederum die Wärme auf einen Brauchwasserinhalt in einem Speicher überträgt.
Aus DE 81 03 504 U1
ist eine Wärmepumpe, insbesondere zum Erwärmen von Brauchwasser durch
Wärmeentzug aus der Luft, bekannt. Der Verdampfer und der Ventilator nehmen
die volle Breite des Gehäuses ein und sind oberhalb einer im Gehäuse sitzenden
Trennwand angeordnet. Die Trennwand liegt an den Seitenwänden des Gehäuses
an, wobei sich vom Rand einer in der Decke des Gehäuses angeordneten Ansaugöffnung
bis zum unteren Rand einer in der Schmalseite des Gehäuses angeordneten Ausblasöffnung
erstreckt.
Eine Brauchwasserwärmepumpe weist typischerweise einen Wärmetauscher,
einen Verdampfer, einen Kompressor, einen Hochdruckwächter, einen Verflüssiger
sowie ein thermisches Expansionsventil auf. In dem Wärmetauscher, welcher als
ein gewendeltes Kupferrohr ausgestaltet sein kann, wird das Kältemittel enthitzt
und kondensiert. Die Wärme des Kältemittels wird somit direkt auf das
Brauchwasser übertragen, da sich der Verflüssiger im Warmwasserspeicher
befindet. Ein Lüfter transportiert die zu enthitzende und zu entfeuchtende
Luft durch den Verdampfer. Das Brauchwasser wird in einem vorzugsweise emaillierten
Stahlbehälter gespeichert, wobei die sich in dem Kältemittel befindliche
Wärme auf das Brauchwasser übertragen wird.
Während eines Zapfvorganges wird warmes Wasser aus dem Speicher
gezapft und kaltes Wasser fließt in den Speicher nach. Entsprechend der Leistung
der Wärmepumpe kann relativ viel Zeit benötigt werden, um das nachfließende
kalte Wasser wieder auf ein nutzbares Temperaturniveau zu bringen.
Derartige Brauchwasserwärmepumpen weisen jedoch oftmals zu großen
Dimensionen auf.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wärmepumpenvorrichtung
vorzusehen, welche platzsparend aufgebaut werden kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Wärmepumpenvorrichtung gemäß
Anspruch 1 gelöst.
Somit wird eine Wärmepumpenvorrichtung vorgesehen, welche eine
Lüftungswärmepumpe mit einem Abluftstutzen und einem Fortluftstutzen aufweist.
Die Wärmepumpenvorrichtung weist ferner eine Luftverteilungseinheit auf, welche
an der Lüftungswärmepumpe lösbar befestigt werden kann. Die Abluft
wird durch die Luftverteilungseinheit in den Abluftstutzen der Lüftungswärmepumpe
geleitet, und die Fortluft von dem Fortluftstutzen der Lüftungswärmepumpe
wird durch ein Fortluftrohr in der Luftverteilungseinheit nach außen geführt.
Mit einer separaten Luftverteilungseinheit kann die Lüftungswärmepumpe
an eine Vielzahl von Einbausituationen angepasst werden, ohne dass aufwändige
Abluftrohre benötigt werden.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung werden nachstehend
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert.
1 zeigt eine schematische Darstellung einer Wärmepumpe
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
2 zeigt eine schematische Darstellung eines Installationsbeispiels
der Wärmepumpe von 1 gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
3 zeigt einen Ausschnitt A von 2,
4 zeigt einen Schnitt I–I aus 3,
5 zeigt eine Frontansicht einer Wärmepumpenvorrichtung,
und
6 zeigt eine schematische Darstellung eines Installationsbeispiels
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.
1 zeigt eine schematische Darstellung der Wärmepumpe
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Wärmepumpe weist
einen Speicher 7 zum Speichern von Brauchwasser auf. Im Wärmeaustauscher
4, der als gewendeltes Kupferrohr ausgeführt sein kann, wird das Kältemittel
enthitzt und kondensiert. Dabei überträgt es seine Wärme auf das
Brauchwasser in dem Speicher 7. Der Kältekreis besteht aus dem Verdampfer
1, dem Kompressor 2, dem Hochdruckwächter 3, dem
Verflüssiger 4 und dem thermischen Expansionsventil 5. Der
Lüfter 6 saugt die zu enthitzende und zu entfeuchtende Luft über
den im Abluftstutzen 11 integrierten Luftfilter durch den Verdampfer
1. Die Fortluft FL verlässt die Wärmepumpe über den Fortluftstutzen
12. Das Brauchwasser wird in einem emaillierten Stahlbehälter
7 gespeichert. Der Speicher ist mit einem wärmedämmenden Material
z. B. PUR Schaum 8 zusammen mit dem Verflüssiger 4 eingeschäumt.
Ein zusätzlicher Wärmeübertrager 9 kann vorgesehen
werden, um die Wärmepumpe bei der Brauchwasserbereitung zu unterstützen,
damit bei erhöhtem Brauchwasserbedarf die Verfügbarkeit von warmer Wasser
schnell gewährleistet ist. Die Zusatzheizung kann per Tastendruck für
einen einmaligen Aufheizvorgang aktivierbar sein.
In einer besonderen Ausführung kann der zusätzliche Wärmeübertrager
ein elektrisch direkt heizendes Element und die Abluftwärmepumpe an der Wand
aufgehängt sein.
Wenn die Abluft aus Feuchträumen wie z. B. Bädern abgesaugt
wird, ist eine besonders vorteilhafte wirtschaftliche Betriebsweise der Wärmepumpe
möglich, weil die sehr feuchte und warme Luft sehr viel Energie enthält.
Außerdem wird die Bausubstanz durch die entfeuchtende Wirkung der Wärmepumpe
geschützt, was bei im Geschosswohnungsbau üblichen fensterlosen Feuchträumen
wichtig ist. Eine kostensparende Installation ist ferner dann gegeben, wenn die
Wärmepumpe direkt im Feuchtraum installiert ist und keine Rohre für die
Luftführung der Abluft AL benötigt werden. Das ist ebenfalls aus Kostengründen
für die Altbausanierung ein wichtiger Punkt. Im Geschosswohnungsbau ist es
vorteilhaft, wenn die Lüftungswärmepumpe an einen gemeinsamen Fortluftschacht
13 angeschlossen werden kann. Dazu muss der Fortluftstutzen 12
mit einer Rückschlagklappe ausgestattet sein.
An der Wärmepumpe wird ein Abluftverteiler 100 befestigt.
Die Abluft AL wird angesaugt und strömt durch den Abluftstutzen 11
durch die Abluftwärmepumpe 01 und aus dem Fortluftstutzen
12 über ein Fortluftrohr 102 nach draußen. Dieser Abluftverteiler
kann als ein Kasten ausgestaltet sein, welcher auf der Abluftpumpe befestigt werden
kann.
2 zeigt eine schematische Darstellung eins Installationsbeispieles
einer Wärmepumpe gemäß 1. Hierbei wird
die Brauchwasserwärmepumpe gemäß 1 in
einer Geschossbauwohnung eingesetzt.
Die Abluftwärmepumpe 01 saugt die Abluft über einstellbare
Abluftventile 22, 23, welche in den Wänden angeordnet sein
können, in das Gebäude. In den Zimmertüren 24 sind nicht
näher dargestellte Gitter für die Belüftung vorgesehen. Diese Gitter
können denen entsprechen, wie sie im Geschosswwohnungsbau für Gasetagenheizungen
verwendet werden. Die Luftführung LF wird beispielhaft durch die gepunkteten
Pfeile dargestellt.
Somit wird die Luftführung sowohl über die Türgitter
24 als auch über zwei Wandöffnungen 25 geführt.
Der Öffnungsquerschnitt der Wandöffnung 25 kann einstellbar sein.
3 zeigt den Abschnitt A von 2
vergrößert.
4 zeigt einen Schnitt I-I aus 3.
Über einem Deckel 30 der Abluftwärmepumpe 01 ist ein
luftdurchlässiger Verteilraum 32 angeordnet. Die Luftdurchlässigkeit
des Verteilraumes 32 wird durch im Strömungsquerschnitt veränderliche
Öffnungen 33 hergestellt. Der Verteilraum 32 erstreckt sich
in einer besonderen Ausführungsform zwischen der Raumdecke 34 und
dem Deckelblech 30.
Alternativ dazu kann der Verteilraum 32 als zweigeteiltes
Bauteil ausgeführt sein, um eine einfache Montage zu gewährleisten. Die
Trennlinie verläuft beispielsweise entlang der Linie 35. Zwischen
der Raumdecke 34 und der Begrenzung des Verteilraumes kann ein Dichtelement
angeordnet sein. Im Bereich des Abluftstutzens ist eine Ausssparung 36
vorgesehen, die eine Filterschublade 37 zum Luftfilterwechsel freimacht.
Das Fortluftrohr 38 verläuft innerhalb des Verteilraums
32 und kann gedämmt ausgestaltet sein, um Kondensatanfall zu verhindern.
Das Fortluftrohr 38 kann in einem gemeinsamen Schacht 39 zusammen
mit mehreren über die einzelnen Stockwerke eines Gebäudes verteilten Abluftgeräten
angeordnet sein.
Um eine Rückströmung der Fortluft innerhalb einzelner Geräte
untereinander zu verhindern, wird im Fortluftstutzen eine Rückschlagklappe
40 angeordnet.
In einer weiteren besonderen Ausführung ist der Verteilraum
32 zweigeteilt an der Unterseite entlang des Deckelblechs 30 offen
und an der Oberseite 34 geschlossen.
Die Abluftwärmepumpe 01 ist über den Verteilraum
32 mit einem gemeinsamen Schacht 39 gekoppelt. In dem Verteilraum
32 sind Öffnungen 33 vorgesehen, welche die Luftdurchlässigkeit
des Verteilraums 32 beeinflussen können. Im Bereich des Fortluftstutzens
der Abluftwärmepumpe 01 ist eine Rückschlagklappe 40
vorgesehen. Der Abluftstutzen 12 ist über das Fortluftrohr
38 mit dem gemeinsamen Schacht 39 gekoppelt. Im Bereich des Abluftstutzens
11 ist eine herausnehmbare Filterschublade vorgesehen.
5 zeigt eine Frontalanicht einer Abluftwärmepumpe
gemäß 3. Wie bereits in 4
gezeigt, wird der Verteilraum 42 auf der Abluftwärmepumpe
01 befestigt.
6 zeigt eine schematische Darstellung eines Installationsbeispiels.
Hierbei werden mehrere Lüftungswärmepumpen in verschiedenen Geschosswohnungen
angeordnet, wobei die verschiedenen Lüftungswärmepumpen über einen
gemeinsamen Fortluftschacht 39 verfügen.
Durch die Ausgestaltung des Verteilraumes wird die Fortluft in einem
abgeschlossenen Rohr im Bereich des Abluftverteilers geführt. Die Abluftöffnungen
können an verschiedenen Stellen des Abluftkastens bzw. des Verteilraumes derart
angeordnet sein, dass sie entsprechend den jeweiligen Einbauanforderungen beispielsweise
herausgebrochen bzw. herausnehmbar ausgestaltet sind.
Durch die Abluftöffnung kann gleichzeitig ein Filterwechsel einer
Filterkassette zugängig gemacht werden. Der Abluftkasten bzw. der Verteilraum
kann zweiteilig ausgestaltet sein und ist vorzugsweise horizontal auseinandernehmbar,
wobei die beiden Halbschalen über Nuten und Feder zusammensteckbar sind. Durch
eine unterschiedliche Ausgestaltung des Abluftkastens bzw. des Verteilraumes können
verschiedene Einbausituationen berücksichtigt werden. Der Abluftkasten bzw.
der Verteilraum kann beispielsweise aus Styropor bestehen und kann nach dem Einbau
tapeziert bzw. verputzt werden.
Somit wird ein Abluftkasten mit einem Fortluftanschluss und einem
Abluftanschluss vorgesehen, welcher variable Anschlussmöglichkeiten aufweist.
Diese Anschlussmöglichkeiten können vorzugsweise heraustrennbar ausgestaltet
sein.
Der Abluftkasten kann neben Styropor auch aus Blech, Kunststoff etc.
hergestellt werden.
Mit der Wärmepumpe gemäß der Erfindung kann auch die
in Feuchträumen erhöhte Anforderung an die installierten Geräte im
Hinblick auf den Spritzwasserschutz z.B. IP X4 sichergestellt werden. Somit wird
neben der Fortluftführung auch die Abluftführung mit einem Rohr ausgestaltet,
damit kein Spritzwasser über den Abluftstutzen in das Gerät gelangt.