Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fluidpumpe, insbesondere Hochdruck-Kraftstoffpumpe
für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Eine derartige Fluidpumpe ist beispielsweise aus der DE
10 2004 048 714 A1 bekannt und umfasst ein Pumpelement in Form eines Pumpkolbens,
welcher zur Hin- und Herbewegung in Richtung einer Pumpelementachse in einem Pumpengehäuse
geführt und in dieser Richtung formschlüssig mit einem so genannten Kreuzkopf
verbunden ist, welcher ebenfalls in Richtung der Pumpelementachse im Pumpengehäuse
geführt ist und mittels welchem der Pumpkolben antreibbar ist. Zum Antrieb
des Kreuzkopfes ist ein Pleuel vorgesehen, welches einerseits an einem Exzenterabschnitt
einer um eine Drehachse drehantreibbaren Exzenterwelle und andererseits am Kreuzkopf
angelenkt ist. Die bekannte Pumpe kann als Radialkolbenpumpe mit Kurbeltrieb bezeichnet
werden, wobei der Kurbeltrieb durch die drehantreibbare Exzenterwelle mit Exzenterabschnitt,
das Pleuel und den Kreuzkopf gebildet ist. Durch die Verwendung eines separat geführten
Kreuzkopfes können vorteilhaft Querkräfte, d. h. orthogonal zur Pumpelementachse
wirkende Kräfte, vom Pumpkolben (Pumpelement) ferngehalten bzw. zumindest verringert
werden.
Es hat sich jedoch als nachteilig herausgestellt, dass derartige Querkräfte
im Pumpenbetrieb auf den Kreuzkopf ausgeübt werden, was insbesondere für
vergleichsweise hoch beanspruchte Pumpen wie z. B. eine Hochdruck-Kraftstoffpumpe
problematisch ist. Derartige Querkräfte erhöhen tendenziell die Reibung
und verringern somit die Lebensdauer der Pumpe.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Fluidpumpe
der eingangs genannten Art den Verlauf der am Antriebsorgan (z. B. Kreuzkopf) im
zyklischen Betrieb des Kurbeltriebs auftretenden Querkraft zu beeinflussen, beispielsweise
um einen reibungsbedingten Verschleiß zu verringern.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Fluidpumpe mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung.
Die erfindungsgemäße Fluidpumpe ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlenkungsstelle des Pleuels am Antriebsorgan bezüglich der Pumpelementachse
versetzt ist. Durch diesen Versatz ergibt sich, dass eine orthogonal zur Drehachse
verlaufende Verbindungslinie zwischen der Drehachse und der Anlenkungsstelle des
Pleuels am Antriebsorgan bezüglich der Pumpelementachse schräggestellt
ist.
Im Gegensatz zur bekannten Radialkolbenpumpe, bei welcher die erwähnte
Verbindungslinie parallel bzw. koaxial zur Pumpelementachse vorgesehen ist und sich
somit eine "symmetrische Querkraftcharakteristik" für die beiden Hubrichtungen
des Pumpelements ergibt, ist die Querkraftcharakteristik bei der erfindungsgemäßen
Pumpe asymmetrisch bezüglich dieser beiden Pumpenhübe. Diese Asymmetrie
ist insbesondere zur Verringerung von reibungsbedingtem Verschleiß geeignet.
Die Querkraftcharakteristik bzw. das Ausmaß der Asymmetrie dieser Charakteristik
lässt sich in gewissen Grenzen durch die konkrete Wahl der geometrischen Verhältnisse
am Kurbeltrieb einstellen.
Die Erfindung kann sehr vorteilhaft für Kraftstoffpumpen, insbesondere
Hochdruck-Kraftstoffpumpen für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen verwendet
werden. Hierbei ist insbesondere an vergleichsweise hoch belastete Hochdruck-Kraftstoffpumpen
für Speichereinspritzsysteme (z. B. "common rail") zu denken. Förderdrücke
derartiger Hochdruck-Kraftstoffpumpen liegen nicht selten in der Größenordnung
von etwa 2000 bar oder mehr, so dass in diesen Anwendungen besondere Anforderungen
an die Zuverlässigkeit und Leichtgängigkeit der im Pumpenbetrieb bewegten
Pumpenbauteile gestellt werden.
Das Pumpelement kann in an sich bekannter Weise von einem Pumpkolben
bzw. Pumpstempel gebildet sein, der mit einer zylindrischen Umfangsfläche in
einem zylindrischen Abschnitt eines Pumpenarbeitsraumes hin- und herläuft.
Die Enden des Pleuels können jeweils mittels eines Bolzens am
Exzenterabschnitt der Exzenterwelle bzw. am Antriebsorgan angelenkt sein. Jeder
solche Bolzen kann in an sich bekannter Weise eines von zwei so genannten Pleuelaugen
des Pleuels durchsetzen. Der exzenterwellenseitige Bolzen kann hierbei z. B. von
dem Exzenterabschnitt selbst gebildet sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das
Antriebsorgan separat vom Pumpelement ausgebildet ist, etwa als Kreuzkopf wie in
der oben erwähnten DE 10 2004 048
714 A1 beschrieben. Mittels einer derartigen Konstruktion lassen sich durch
die Führung des Antriebsorgans in Richtung der Pumpelementachse auf das Pumpelement
wirkende Querkräfte vermeiden. Ein Kreuzkopf kann z. B. in einer zum Pumpenarbeitsraum
koaxialen Öffnung im Pumpengehäuse geführt sein und einen mittels
zweier Gleitlagerbuchsen gelagerten Kreuzkopfbolzen aufweisen, von welchem ein mittlerer
Bolzenabschnitt ein Pleuelauge durchsetzt. Alternativ oder zusätzlich kann
auch das Pleuelauge mit einer Gleitlagerbuchse versehen sein und/oder anstelle eines
Gleitlagers ein Wälzlager vorgesehen sein.
Das Pumpelement kann z. B. einen Pumpelementfuß aufweisen, der
zumindest in Richtung der Pumpelementachse formschlüssig mit einem separaten
Antriebsorgan (Kreuzkopf) oder einem das Antriebsorgan gelenkig mit dem entsprechenden
Pleuelende verbindenden Bolzen (z. B. Kreuzkopfbolzen) verbunden ist.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drehachse
der Exzenterwelle bezüglich der Pumpelementachse versetzt ist. Auch durch einen
solchen Versatz können die oben bereits erwähnte Schrägstellung einer
orthogonal zur Drehachse verlaufenden Verbindungslinie zwischen der Drehachse und
der Anlenkungsstelle des Pleuels am Antriebsorgan bezüglich der Pumpelementachse
und somit die damit verbundenen Vorteile erreicht werden. In einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung dieser Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Anlenkungsstelle des
Pleuels am Antriebsorgan einerseits und die Drehachse der Exzenterwelle andererseits
in verschiedenen Richtungen bezüglich der Pumpelementachse versetzt sind. In
diesem Fall addieren sich die beiden Versätze gewissermaßen zur Schaffung
einer besonders großen und dennoch bauraumsparenden Schrägstellung.
Für viele Fluidpumpen, insbesondere z. B. gängige Hochdruck-Kraftstoffpumpen
für Einspritzsysteme von Brennkraftmaschinen, wird das Pumpelement durch das
betreffende Fluid in Richtung der Pumpelementachse für die beiden Pumpelementhubrichtungen
ganz unterschiedlich belastet. Bei der Radialkolbenpumpe gemäß der oben
erwähnten DE 10 2004 048 714 A1
ist die in Richtung der Pumpelementachse wirkende Belastung des Pumpelements für
den "Pumphub" wesentlich größer als für den "Ansaughub".
In einer im Hinblick auf die Verschleißreduzierung besonders
bevorzugten Ausführungsform ist die Schrägstellung derart vorgesehen,
dass gegenüber einer Ausführung ohne Schrägstellung die auf das Antriebsorgan
wirkende mittlere und/oder maximale Querkraft während desjenigen Pumpelementhubs
reduziert ist, welcher das Pumpelement stärker belastet. In der Regel wird
der stärker belastende Pumpelementhub der "Pumphub" sein, bei welchem das zu
pumpende Fluid durch das Pumpelement im Arbeitsraum komprimiert bzw. aus dem Arbeitsraum
ausgestoßen wird. Bei dieser Ausführungsform können Querkräfte
nicht lediglich am Antriebsorgan sondern auch z. B. am Pumpelement und/oder den
Führungen dieser Komponenten im Pumpengehäuse vorteilhaft reduziert werden.
Bei der erfindungsgemäßen Pumpe kann ein und diesselbe Exzenterwelle,
gegebenenfalls auch derselbe Exzenterabschnitt, ohne weiteres zur Betätigung
mehrerer Pleuel mit jeweiligem Pumpelement vorgesehen sein ("Mehrzylinderpumpe").
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen weiter beschrieben. Es stellen dar:
1 eine Darstellung zur Veranschaulichung eines Kurbeltriebs
einer Fluidpumpe mit Schrägstellung einer Verbindungslinie zwischen einer Exzenterwellenachse
und einer Pleuelanlenkungsstelle an einem Pumpelement bzw. einem mit dem Pumpelement
verbundenen Antriebsorgan,
2 eine Darstellung zur Veranschaulichung eines Versatzes
einer Pleuelanlenkungsstelle an einem Kreuzkopf bezüglich einer Pumpelementachse,
und
3 den Verlauf einer vom Pumpelement bzw. Antriebsorgan
für den Kurbeltrieb gemäß 1 wirkenden
Querkraft in Abhängigkeit von einer Winkelstellung des Kurbeltriebs während
des Pumphubs.
1 veranschaulicht einige für das Verständnis
der Erfindung wesentliche Komponenten einer Kraftstoffpumpe mit einem Pumpkolben
12, welcher zur Hin- und Herbewegung (vgl. Pfeil 14) in Richtung
einer Pumpelementachse 16 in einem (nicht dargestellten) Pumpengehäuse
geführt ist.
Die Länge des Pfeils 14 in 1
entspricht etwa dem im Pumpbetrieb vom Pumpkolben 12 zwischen einem oberen
Totpunkt und einem unteren Totpunkt vollführten Kolbenhub. Die obere Totpunktstellung
des Pumpkolbens 12 ist in 1 gestrichelt eingezeichnet.
Die in 1 obere Stirnfläche des zylindrisch
ausgebildeten Pumpkolbens 12 begrenzt einen (nicht dargestellten) Arbeitsraum,
der in an sich bekannter Weise über ein Einlassventil mit einer Niederdruck-Kraftstoffpassage
und über ein Auslassventil mit einer Hochdruck-Kraftstoffpassage in Verbindung
steht. Bei einer Bewegung des Kolbens 12 nach oben ("Pumphub") wird der
im Arbeitsraum befindliche Kraftstoff über das Auslassventil in eine Hochdruck-Kraftstoffpassage
gefördert, wohingegen bei der entgegengesetzten Kolbenbewegung ("Ansaughub")
neuer Kraftstoff aus der Niederdruck-Kraftstoffpassage in den Arbeitsraum gefördert
wird.
Die in 1 eingezeichnete Pumpelementachse
16 verläuft durch das Zentrum des (hier: kreisförmigen) Pumpelementquerschnitts.
Im Pumpenbetrieb wird der Pumpkolben 12 durch einen mit diesem
verbundenen und ebenfalls in Richtung der Pumpelementachse
16 geführten Kreuzkopf angetrieben, von welchem in 1
lediglich ein Kreuzkopfbolzen 20 symbolisiert ist.
Der Kreuzkopfbolzen 20 bzw. eine durch diesen definierte
Kreuzkopfbolzenachse bildet eine Anlenkungsstelle, an welcher ein oberes Ende einer
Pleuelstange 22 gelenkig mit dem Kreuzkopf verbunden ist.
Das untere Ende der Pleuelstange 22 ist um eine Anlenkungsachse
24 herum schwenkbar an einem Exzenterabschnitt einer um eine Exzenterdrehachse
28 drehantreibbaren Exzenterwelle angelenkt.
Die Exzenterwelle mit dem Exzenterabschnitt, die diesen Abschnitt
mit dem Kreuzkopf verbindende Pleuelstange 22 sowie der Kreuzkopf selbst
bilden somit einen Kurbeltrieb, der bei einer Drehung der Exzenterwelle um die Drehachse
28 diese Drehbewegung in die Hin- und Herbewegung 14 des Kolbens
12 wandelt.
Bei der Drehung der Exzenterwelle um die bezüglich des Pumpengehäuses
feststehende Drehachse 28 vollführt die Anlenkungsachse
24 eine Kreisbewegung entlang eines in 1 eingezeichneten
Kurbelkreises 30. In 1 sind ferner orthogonal
zur Drehachse 28 verlaufende Koordinatenachsen x (parallel zur Pumpelementachse
16) und y (orthogonal zur Pumpelementachse 16) eingezeichnet.
In diesem Koordinatensystem ergeben sich die Koordinaten der Anlenkungsachse
24 als x = –r cos(phi) und y = r sin(phi), wobei r den Abstand der
Pleuelanlenkungsachse 24 von der Exzenterdrehachse 28 ("Kurbelradius")
und phi den in 1 ebenfalls eingezeichneten Winkel der
Anlenkungsachse 24 entlang des Kurbelkreises 30 ("Kurbelwinkel")
bezeichnen.
Eine Besonderheit des Kurbeltriebs besteht darin, dass eine orthogonal
zur Drehachse 28 verlaufende, also in der Zeichenebene von 1
verlaufende Verbindungslinie 32 zwischen der Drehachse 28 und
dem die obere Pleuelanlenkungsstelle bildenden Kreuzkopfbolzen 20 bezüglich
der Pumpelementachse 16 schräggestellt ist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Schrägstellung
dadurch realisiert, dass der Kreuzkopfbolzen 20 in y-Richtung gegenüber
der Pumpelementachse 16 versetzt angeordnet bzw. "deachsiert" ist und die
Drehachse 28 der Exzenterwelle in entgegengesetzter Richtung (negative
y-Richtung) bezüglich der Pumpelementachse 16 versetzt angeordnet
ist.
In 1 ist der Versatz (Deachsierung) des
Kreuzkopfbolzens 20 mit d1 und der Versatz der Exzenterwellenachse
28 mit d2 bezeichnet.
Im dargestellten Beispiel ist der Versatz d2 etwa so groß wie
der Versatz d1. Ganz allgemein hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn
das Verhältnis d1/d2 im Bereich von 0,5 bis 1,5 liegt (weiter bevorzugt im
Bereich von 0,5 bis 1,0).
Unabhängig davon ist es günstig, wenn die "bezogene Exzentrität",
definiert als das Verhältnis zwischen dem "Gesamtversatz" (zwischen dem Kreuzkopfbolzen
20 und der Drehachse 28) d1 + d2 und der Pleuellänge l, im
Bereich von 0,01 bis 0,1 liegt (weiter bevorzugt im Bereich von 0,02 bis 0,08).
Dies insbesondere für Kurbeltriebe, bei denen das Verhältnis zwischen
Kurbelradius r und Pleuellänge l im Bereich von 0,05 bis 0,15 liegt.
2 zeigt eine konkrete Realisierung des Versatzes d1.
Aus dieser detaillierteren Darstellung geht die gegenseitige Lage des Kreuzkopfbolzens
20, des Kreuzkopfes 18 und des Pumpkolbens 12 deutlicher
hervor.
Der mit dem Pumpkolben 12 verbundene Kreuzkopf
18 kann z. B. eine zylindrische Umfangsfläche aufweisen, mittels welcher
der Kreuzkopf 18 gleitbeweglich koaxial zum Pumpkolben 12 in einer
Gehäuselaufbuchse geführt ist. Abweichend davon könnte die Führung
des Kreuzkopfes 18 in Richtung der Pumpelementachse 16 selbstverständlich
auch in anderer Weise vorgesehen sein, etwa durch in dieser Richtung im Pumpengehäuse
verlaufende Führungsnuten, in welche entsprechende Führungsabschnitte
des Kreuzkopfes 18 eingreifen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der 1
und 2 wird die Schrägstellung der Verbindungslinie
32 zwischen Exzenterwellendrehachse 28 und oberer Pleuelanlenkungsstelle
20 bezüglich der Pumpelementachse 16 zum Zwecke einer Verringerung
des im Pumpenbetrieb sich ergebenden Verschleißes genutzt. Dieser vorteilhafte
Effekt im Vergleich zur herkömmlichen Anordnung (ohne Schrägstellung)
wird nachfolgend anhand des Diagramms von 3 näher
erläutert.
3 ist eine Auftragung der auf den Kreuzkopfbolzen
20 wirkenden Querkraft Fy in Abhängigkeit von dem Kurbelwinkel phi
während des "Pumphubs", bei welchem also der Pumpkolben 12 ausgehend
von seinem unteren Totpunkt zu seinem oberen Totpunkt bewegt wird.
Die durch das vom Kolben 12 zu verdrängende Fluid auf
den Kolben einwirkende Kolbenkraft (in negativer x-Richtung) sei beispielhaft zu
8,5 kN angenommen. Die sich sodann in Abhängigkeit vom Kurbelwinkel phi ergebende
Querkraft Fy wurde unter Berücksichtigung beispielhafter Werte für den
Kurbelradius r (3 mm) und die Pleuellänge l (38 mm) anhand einer einfachen
trigonometrischen Berechnung ermittelt.
Ein Querkraftverlauf Fy(phi), der sich im herkömmlichen Fall,
d. h. ohne Versatz (d1 = d2 = 0) ergeben würde, ist in der Figur als Querkraftverlauf
40 (dünne Linie) eingezeichnet.
Zu Beginn des Pumphubs (phi = 0°) verläuft das Pleuel in
x-Richtung, so dass durch die in negativer x-Richtung auf den Pumpkolben
12 wirkende Kolbenkraft keine Querkraftkomponente erzeugt wird. Im weiteren
Verlauf des Pumphubs steht das Pleuel zunehmend schräg bezüglich der x-Richtung,
so dass eine betragsmäßig zunehmende Querkraft Fy entsteht, die in negativer
y-Richtung orientiert ist und bei phi = 90° ein Maximum von etwa 0,7 kN erreicht.
In der zweiten Hälfte des Pumphubs verringert sich der Winkel zwischen der
Pleuelerstreckung und der x-Richtung wieder, so dass die Querkraft Fy betragsmäßig
wieder abnimmt und bei phi = 180° wieder den Wert 0 annimmt. Zusammenfassend
ergibt sich im herkömmlichen Fall betragsmäßig eine maximale Querkraft
von etwa 0,7 kN und eine mittlere Querkraft von etwa 0,4 kN.
Für den erfindungsgemäßen Fall der in 1
veranschaulichten Schrägstellung der Verbindungslinie zischen der Drehachse
28 und dem Kreuzkopfbolzen 20, beispielhaft mit d1 + d2 = 1,6
mm angenommen, ergibt sich für die Querkraft Fy der in 3
zum Vergleich eingezeichnete Querkraftverlauf 42 (dicke Linie). Zu Beginn
des Pumphubs (phi ungefähr 0°) steht das Pleuel geringfügig derart
schräg zur x-Richtung, dass sich eine Querkraft Fy in positiver y-Richtung
von etwa 0,4 kN ergibt. Im weiteren Verlauf des Pumphubs verringert sich der Winkel
zwischen dem Pleuel und der x-Richtung zunehmend, wird bei einem Kurbelwinkel phi
von etwa 30° zu 0 und wechselt dann das Vorzeichen. Bei einem Kurbelwinkel
von etwa 90° ergibt sich wieder ein lokales Maximum der (betragsmäßigen)
Querkraft Fy von etwa 0,3 kN. In der zweiten Hälfte des Pumphubs nimmt die
Querkraft Fy wieder ab, wird bei einem Kurbelwinkel phi von etwa 150° wieder
0 und steigt dann mit umgekehrtem Vorzeichen im letzten Viertel des Pumphubs wieder
auf einen Wert von etwa 0,4 kN an. Zusammenfassend ergibt sich im erfindungsgemäßen
Fall betragsmäßig eine maximale Querkraft von etwa 0,4 kN und eine mittlere
Querkraft von etwa 0,2 kN.
Durch die gemäß der Erfindung vorgesehene Schrägstellung
der Verbindungslinie 32 zwischen Exzenterdrehachse 28 und oberer
Pleuelanlenkungsstelle 20 wird somit die Querkraftbelastung am Antriebsorgan
(Kreuzkopf) während des Pumphubs verringert, was wiederum einen verringerten
Verschleiß und eine erhöhte Lebensdauer der Pumpe mit sich bringt.
In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass bei der erfindungsgemäßen
Gestaltung der Winkel des Pleuels gegenüber der Pumpelementachse (x-Richtung)
im Ansaughub zwar sowohl im Mittel als auch hinsichtlich des Maximums größere
Werte annimmt. Dies ist jedoch hinsichtlich der resultierenden Querkraft Fy in der
Praxis nicht relevant, da die in x-Richtung während des Ansaughubs auf den
Pumpkolben wirkende Kolbenkraft zumeist wesentlich (etwa um einen Faktor 102
bis 103) geringer als die entsprechende Kolbenkraft im Pumphub ist. Mit
anderen Worten kommt es in der Praxis im Wesentlichen lediglich darauf an, die Querkraftbelastung
während des Pumphubs zu verringern, was durch die erfindungsgemäße
Schrägstellung der Verbindungslinie 32 zwischen Drehachse
28 und oberer Anlenkungsstelle 20 sehr effektiv gelingt. Die damit
verbundene Erhöhung der Querkraftbelastung während des Ansaughubs kann
in Kauf genommen werden.
Die bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel angegebenen
Zahlenwerte sind selbstverständlich lediglich beispielhaft zu verstehen und
können in der Praxis weitreichend modifiziert werden.
Was die im Ausführungsbeispiel veranschaulichte Querkraftverringerung
im Pumphub anbelangt, so ist es ganz allgemein bevorzugt, wenn der Kurbeltrieb derart
ausgebildet ist, dass die (für eine konstante Kolbenkraft in x-Richtung berechnete)
Querkraft Fy während des Pumphubs zwei Mal das Vorzeichen wechselt und insbesondere
für beide Querkraftrichtungen betragsmäßig wenigstens annähernd
gleiche Maximalkräfte resultieren. Bevorzugt liegt z. B. der Wert einer der
beiden Maximalkräfte innerhalb eines +/-20%-Intervalls (weiter bevorzugt +/-10%-Intervall)
um den Wert der anderen Maximalkraft.