Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen wenigstens zweier,
vorzugsweise fluider Stoffe, insbesondere Duftstoffe und Ausbringen des erzeugten
Gemisches in die Umgebung bzw. auf Haut, Papier oder dergleichen Trägermedium,
insbesondere Duftträgermedium, mit einer Fördereinrichtung zum Fördern
der Stoffe und Ausbringen des Gemisches, einem Mischraum zum Erzeugen des Gemisches
aus den wenigstens zwei Stoffen und mit einer Einrichtung zum Einstellen der Stoffanteile
im Gemisch.
Stand der Technik
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE
690 06 451 T2 bereits bekannt. Bei dieser Vorrichtung erfolgt das Einstellen
der Stoffanteile im erzeugten Gemisch durch Dosierung der geförderten Menge
der jeweils zu mischenden Stoffe. Jeder zu mischende Stoff wird mit einer separaten
Pumpe in die Mischkammer der Vorrichtung befördert. Die Pumpen werden durch
Eindrücken eines Druckknopfes betätigt, welcher einen stofffördernden
Hub von Pumpkolben der Pumpen bewirkt. Der Druckknopf und die Pumpkolben sind zueinander
in der Weise angeordnet, dass vor dem Eindrücken des Druckknopfes dieser mit
einem vorgegebenen Spiel zu den Druckkolben liegt, so dass erst ab einer bestimmten
Eindrückposition des Druckknopfes eine Betätigung des Druckkolbens bzw.
der Druckkolben erfolgt.
Das Einstellen der Stoffanteile im erzeugten Gemisch erfolgt nun in
der Weise, dass das vor dem Eindrücken des Druckknopfes vorliegende Spiel veränderbar
ist, beispielsweise indem eine Beilagscheibe mit an ihrem Umfang unterschiedlicher
Dicke in den Spalt zwischen Druckknopf und Druckkolben ragt und durch Drehen der
Beilagscheibe das Spiel verändert werden kann.
Ein solcher Mechanismus zum Einstellen der Stoffanteile im erzeugten
Gemisch ist konstruktiv relativ kompliziert und herstellungstechnisch aufwändig
zu realisieren. Darüber hinaus ist aufgrund des von Hause aus vorgegebenen
Spiels zwischen dem Druckknopf und dem Pumpkolben ein exaktes Einstellen der Stoffanteile
im Gemisch auf vorgegebene Werte nur unzureichend möglich.
Eine ähnliche Vorrichtung zum Mischen wenigstens zweier Stoffe
und Ausbringen des erzeugten Gemisches in die Umgebung ist aus der DE
697 04 668 T2 bekannt. Auch bei dieser Vorrichtung erfolgt das Einstellen
der Stoffanteile im erzeugten Gemisch durch eine entsprechende Dosierung der jeweils
von der Pumpeinrichtung geförderten Stoffmenge.
Aufgabenstellung
Davon ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
mit den eingangs genannten Merkmalen vorzuschlagen, bei der das Einstellen der Stoffanteile
im erzeugten Gemisch auf konstruktiv einfache Weise und mit wenig herstellungstechnischem
Aufwand realisierbar ist. Darüber hinaus soll die Vorrichtung ein genaues Einstellen
der Stoffanteile im Gemisch ermöglichen. Ferner soll ein entsprechendes Verfahren
zum Mischen wenigstens zweier Stoffe, insbesondere Duftstoffe und Ausbringen des
erzeugten Gemisches in die Umgebung beziehungsweise auf Haut, Papier oder dergleichen
Trägermedium, insbesondere Duftträgermedium, vorgeschlagen werden.
Erfindung und vorteilhafte Wirkungen
Zur Lösung der Aufgabe wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, welche
die in Anspruch 1 genannten Merkmale aufweist. Die Vorrichtung zeichnet sich u.
a. dadurch aus, dass die Einstelleinrichtung Mittel aufweist, durch welche wenigstens
ein Zulauf in den Mischraum im Querschnitt veränderbar ist.
Durch diese Maßnahme ist ein Einstellen der Stoffanteile im erzeugten
Gemisch möglich, ohne dazu die von der Fördereinrichtung geförderte
Stoffmenge dosieren zu müssen. Insofern ist bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ein komplizierter Mechanismus zum Einstellen der Stoffanteile im Gemisch,
wie er beispielsweise bei der bekannten Vorrichtung vorgesehen ist, nicht erforderlich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann somit konstruktiv einfacher und
herstellungstechnisch mit weniger Aufwand realisiert werden. Darüber hinaus
ist dadurch ein exaktes Einstellen der Stoffanteile im Gemisch möglich, da
hierzu bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung das Einstellen der Stoffanteile
im Gemisch unabhängig von der nur unzureichend einzustellenden Förderleistung
der Fördereinrichtung vorgenommen werden kann.
Nach einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Mittel lediglich auf den Zulauf eines der zu mischenden Stoffe wirken. Hierdurch
ist die Einstelleinrichtung konstruktiv und herstellungstechnisch besonders einfach
realisierbar, weil die Einstelleinrichtung lediglich zum Verändern des Querschnittes
von nur einem einzigen Zulauf ausgebildet sein muss. Insofern ergibt sich dadurch
eine besonders kompakte Einstelleinrichtung.
Nach einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann es auch vorgesehen
sein, dass durch die Mittel die Zuläufe der wenigstens zwei zu mischenden Stoffe
im Querschnitt veränderbar sind. Hierdurch ist ein besonders genaues Einstellen
der Stoffanteile im Gemisch möglich, da sich die jeweiligen
Mengenströme der einzelnen Stoffe exakt einstellen lassen.
Dabei kann es nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein,
dass die Querschnitte der Zuläufe im Verhältnis zueinander regulierbar
sind. Hierdurch können die Stoffanteile im Gemisch verändert werden, ohne
dass dazu gleichzeitig auch der Gemischstrom verändert wird. Dies ist beispielsweise
dann erreicht, wenn in dem Maße wie der Querschnitt des Zulaufes für den
einen Stoff verringert wird, der Querschnitt für den anderen zu mischenden
Stoff vergrößert wird.
Anstelle einer Regulierung der Querschnitte im Verhältnis zueinander
kann es nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auch vorgesehen sein, dass
die Mittel derart ausgebildet sind, dass wahlweise der Querschnitt des einen Zulaufes
oder der Querschnitt des anderen Zulaufes veränderbar ist. Dadurch kann der
Mengenstrom eines der Stoffe verringert werden bzw. sogar ganz abgesperrt werden,
ohne dass es dadurch zu einer Veränderung des Querschnittes des anderen Zulaufes
kommt. Dies ist zudem auf besonders flexible Art und Weise möglich, da die
Mittel wahlweise auf den einen Zulauf oder auf den anderen Zulauf wirken.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Mittel über wenigstens ein Stellelement von Hand betätigbar sind.
Dadurch kann das Einstellen der Stoffanteile im Gemisch vom Benutzer der Vorrichtung
selbst nach seinen Wünschen eingestellt werden.
Dazu ist es von Vorteil, dass das Stellelement von außen frei
zugänglich ist, um für den Benutzer der Vorrichtung auf möglichst
einfache Weise ein Bedienen des Stellelementes zu ermöglichen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen,
dass die Mittel durch wenigstens eine Ventileinrichtung gebildet sind. Dadurch ist
das Einstellen der Stoffanteile im Gemisch auf besonders kostengünstige Art
und Weise realisierbar, da derartige Mittel allgemein bekannte und in großen
Stückzahlen auf dem Markt angebotene Bauteile sind. Dies betrifft besonders
Ventileinrichtungen, welche als Kugel-, Teller-, Schrägsitz-, Rollmembran-
oder Quetschventil ausgebildet sind.
Bevorzugt sollte dabei ein Mehr-Wege-Ventil, wie beispielsweise ein
Drei-Wege-Ventil, vorgesehen sein, welches speziell zum Vereinigen bzw. Mischen
mehrerer Stoffe konzipiert ist.
Es kann jedoch auch ein Zwei-Wege-Ventil eingesetzt werden, wenn nur
einer der zu mischenden Stoffe im Mengenstrom regulierbar sein soll.
Es bietet sich an, dass der Mischraum integraler Bestandteil der Ventileinrichtung
ist. Dadurch kann eine in Strömungsrichtung gesehen kompakte Vorrichtung realisiert
werden.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in Strömungsrichtung
gesehen, die Fördereinrichtung dem Mischraum nachgeschaltet ist. Dadurch kann
mittels einer einzigen Fördereinrichtung sowohl das Fördern der Stoffe
in die Mischkammer als auch das Ausbringen des erzeugten Gemisches aus der Vorrichtung
erreicht werden.
Dabei ist es vorteilhaft, dass im Strömungsweg zwischen Fördereinrichtung
und Mischraum ein Rückschlagventil angeordnet ist, welches in Richtung zum
Mischraum sperrt. Dadurch ist ein Fördern des Gemisches in Richtung zum Auslass
der Vorrichtung sichergestellt und ein Rückströmen des Gemisches in den
Mischraum und in die Zuläufe zum Mischraum vermieden.
Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Fördereinrichtung von Hand
betätigbar ist. Dadurch ist auf besonders einfache Weise ein Fördern der
Stoffe bzw. des Gemisches möglich. Darüber hinaus kann der Bediener der
Vorrichtung dadurch die zu fördernde Stoffmenge individuell auf seine Bedürfnisse
anpassen, indem er selbst bestimmen kann, wie häufig er die Fördereinrichtung
betätigt.
Dies ist auf besonders einfache Weise realisierbar, wenn die Fördereinrichtung
als Pumpe ausgebildet ist und ein Hub der Pumpe durch Drücken eines Betätigungselementes
erfolgt.
Das Prinzip der Mischung wenigstens zweier Stoffe kann auch Anwendung
finden, wenn das Fördern der Stoffe mittels Treibgas realisiert wird.
Dadurch kann beispielsweise durch einmaliges Drücken eines Betätigungselementes
ein länger andauerndes Fördern der Stoffe bzw. des Gemisches realisiert
werden. Das Ausführen von aufwändigen Pumpbewegungen zum Fördern
der Stoffe bzw. des Gemisches ist hierdurch nicht notwendig.
Es bietet sich an, dass in dem Betätigungselement die Austrittsöffnung
für das Gemisch angeordnet ist. Dadurch kann eine besonders kompakte Vorrichtung,
insbesondere im Bereich der Fördereinrichtung bzw. Pumpe, realisiert werden.
Vorzugsweise sollte dabei die Austrittsöffnung eine das Gemisch
beim Austreten aus der Vorrichtung zerstäubende Düse aufweisen, um eine
feine Verteilung des austretenden Gemisches in der Luft beziehungsweise auf dem
besprühten Trägermedium für das Gemisch zu erhalten.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Behälter
vorgesehen, welche ein Bevorraten der zu mischenden Stoffe ermöglichen.
Dabei bietet es sich an, dass die Behälter zum Aufnehmen jeweils
eines Stoffes ausgebildet sind. Dadurch ist eine einfache und kostengünstige
Herstellung des Behälters möglich.
Alternativ kann zum Bevorraten der zu mischenden Stoffe auch ein gemeinsamer
Behälter mit voneinander getrennten Kammern für die Stoffe vorgesehen
sein.
Es bietet sich an, dass der Behälter bzw. die Behälter in
Art eines Flakons ausgebildet sind. Hierdurch ist eine besonders ansprechende und
schöne Formschöpfung des Behälters bzw. der Behälter erreicht.
Die Vorrichtung bietet sich dadurch besonders für den Einsatz im kosmetischen
Bereich, beispielsweise zum Mischen und Zerstäuben von Parfum an.
Es bietet sich ferner an, dass der Behälter bzw. die Behälter
mit einem vorzugsweise die Einstelleinrichtung, den Mischraum und die Fördereinrichtung
aufnehmenden Gehäuse der Vorrichtung verbunden sind. Es ist dadurch die Vorrichtung
in kompakter Form realisierbar, da die zum Mischen und Ausbringen des erzeugten
Gemisches notwendigen Bauteile innerhalb des einen Gehäuses zusammengefasst
sind und davon räumlich getrennt lediglich die Bevorratung der zum Mischen
erforderlichen Stoffe in dem Behälter bzw. Behältern aufgenommen sind.
Von Vorteil ist es dabei, dass der Behälter bzw. die Behälter
am Gehäuse austauschbar gehalten sind. Dadurch ist die Lebensdauer der Vorrichtung
nicht an die in den Behältern bzw. dem Behälter bevorratete Menge an Stoff
gebunden. Wenn der Stoff verbraucht ist, kann nach dem Austauschen des entsprechenden
Behälters die Vorrichtung weiter benutzt werden.
Eine einfache Möglichkeit des Anbindens der Behälter bzw.
des Behälters an dem Gehäuse ist mittels Verschraubung erreicht.
An Stelle von austauschbaren Behältern kann es selbstverständlich
auch vorgesehen sein, dass der Behälter bzw. die Behälter mit dem Gehäuse
unlösbar verbunden sind. Hierdurch ergeben sich Kosten- und Herstellungsvorteile,
da Gehäuse und Behälter aus einem Stück hergestellt werden können.
Dies ist beispielsweise dann mit Vorteil der Fall, wenn Behälter und Gehäuse
Kunststoffteile sind und mittels Spritzgießen hergestellt werden.
Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Behälter bzw. die Behälter
unterhalb des Gehäuses angeordnet sind und zur Entnahme der Stoffe aus dem
Behälter bzw. den Behältern jeweils wenigstens eine Entnahmeleitung vorgesehen
ist. Dadurch ist ein Befördern der Stoffe auch dann möglich, wenn sich
in den Behältern nur noch wenig Flüssigkeit befindet.
Dabei bietet es sich an, dass der jeweilige Zulauf zum Mischraum ein
Rückschlagventil aufweist, welches in Richtung Behälter sperrt. Es kann
dadurch verhindert werden, dass in der Mischkammer erzeugtes Gemisch in die Behälter
zurückströmt und somit zu einer Verunreinigung der in dem Behälter
beziehungsweise den Behältern bevorrateten Stoffen führt. Weiterhin wird
eine nachfüllbare Kartusche zur Bevorratung wenigstens eines Stoffes, insbesondere
Duftstoffes beansprucht, welche als Austauschteil für die erfindungsgemäße
Vorrichtung vorgesehen ist.
Es bietet sich ferner an, dass im abgestellten Zustand der Vorrichtung
sich deren Fördereinrichtung in horizontaler Richtung erstreckt. Dadurch kann
eine in vertikaler Richtung gesehen, besonders kompakt bauende Vorrichtung realisiert
werden. Insbesondere kann auf diese Weise die Vorrichtung in handlicher Form, beispielsweise
in Art eines Feuerzeugs, realisiert werden, so dass eine Mitnahme der Vorrichtung
beispielsweise in einer Handtasche problemlos möglich ist.
Zur Bevorratung wenigstens eines der zu mischenden Stoffe, insbesondere
Duftstoffe, sind nachfüllbare Kartuschen vorgesehen, welche als Austauschteil
für die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt werden können.
Zur Lösung der Aufgabe wird ferner ein Verfahren zum Mischen
wenigstens zweier, vorzugsweise fluider Stoffe, insbesondere Duftstoffe in einem
Mischraum und Ausbringen des erzeugten Gemisches in die Umgebung bzw. auf Haut,
Papier oder dergleichen Trägermedium, insbesondere Duftträgermedium, vorgeschlagen,
bei dem die Stoffanteile im Gemisch eingestellt werden. Die Vorrichtung zeichnet
sich u. a. dadurch aus, dass zum Einstellen der Stoffanteile im Gemisch der Querschnitt
wenigstens eines Zulaufes in den Mischraum verändert wird.
Dadurch ist ein Einstellen der Stoffanteile im Gemisch in einfacher
Weise möglich. Auch kann das Einstellen der Stoffanteile im Gemisch exakt vorgenommen
werden, da hierzu das Einstellen Stoffanteile unabhängig von der nur unzureichend
zu regulierenden Förderleistung einer zum Fördern der Stoffe vorgesehenen
Fördereinrichtung vorgenommen werden kann.
Ausführungsbeispiele
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung dreier
Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen
und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller
Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung
in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
1 ein mögliches Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung als Querschnittsdarstellung,
2 ein weiters Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in Seitenansicht mit Zuführung und Gehäuse in Schnittdarstellung,
3 das Ausführungsbeispiel gemäß
2 als Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A
gemäß 2,
4 das Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß
2 als Querschnittsdarstellung und
5A bis 5C ein weiteres
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der die
Einstelleinrichtung jeweils in anderer Betriebsstellung vorliegt, dargestellt im
Längsschnitt.
1 zeigt – in schematischer Darstellung –
ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 1 zum Mischen wenigstens
zweier, vorzugsweise fluider Stoffe 2, 3 und Ausbringen des erzeugten
Gemisches in die Umgebung bzw. auf Haut, Papier oder dergleichen Wirkstoffträgermedium.
Bei den Stoffen 2, 3 handelt es sich beispielsweise um Parfums
und andere Duftstoffe fluider Art.
Unter Fluiden werden im Sinne der vorliegenden Erfindung Produkte
verstanden, welche dünnflüssig genug sind, um gefördert werden zu
können. Dabei kann es sich auch um Cremes, Pasten usw. handeln. Als Stoffe
können auch Feststoffe in Form von Pulvern eingesetzt werden, welche in einem
Gas getragen förderbar sind.
Die Vorrichtung 1 weist eine Fördereinrichtung
4 zum Fördern der Stoffe 2, 3 und Ausbringen des
Gemisches auf. Ferner weist die Vorrichtung 1 einen Mischraum
5 zum Erzeugen des Gemisches aus den wenigstens zwei Stoffen
2, 3 sowie eine Einrichtung 6 zum Einstellen der Stoffanteile
in dem Gemisch auf.
Es ist vorgesehen, dass die Einstelleinrichtung 6 mit Mitteln
7 versehen ist, durch welche wenigstens ein Zulauf 8,
9 in den Mischraum 5 im Querschnitt veränderbar ist. Bevorzugt
sind dazu die Mittel 7 derart ausgebildet, dass durch Verändern der
Querschnittsfläche der Zuläufe 8, 9 der Zulauf
8 für den einen Stoff 2 und der Zulauf 9 für
den anderen Stoff 3 im Verhältnis zueinander regulierbar sind. Dadurch
kann sich der Bediener der Vorrichtung in individueller Weise eine eigene Mischung
aus den Stoffen 2, 3 zusammenstellen. Dies bietet sich besonders
an, wenn es sich bei den Stoffen um Parfums handelt. Da Parfums üblicherweise
für den Endkunden nur in fertigen Mischungen angeboten werden, kann der Bediener
mittels der Vorrichtung in einfacher Weise eine individuelle Mischung zusammenstellen,
insofern also eine eigene Duftkomposition erzeugen.
Dazu sind die Mittel 7 über wenigstens ein Stellelement
10 von Hand betätigbar, wobei das Stellelement 10 zudem von
außen frei zugänglich ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß 1
sind die Mittel durch wenigstens eine Ventileinrichtung 7, vorzugsweise
ein 3-Wege-Ventil, gebildet. Als Ventileinrichtung 7 können dabei
Kugel-, Teller-, Schrägsitz-, Rollmembran- oder Quetschventile zum Einsatz
kommen.
Die Vorrichtung ist in der Weise aufgebaut, dass in Strömungsrichtung
11 gesehen, die Fördereinrichtung 4 dem Mischraum
5 nachgeschaltet ist. Im Strömungsweg zwischen Fördereinrichtung
4 und Mischraum 5 ist ein Rückschlagventil 12 angeordnet,
welches in Richtung zum Mischraum 5 sperrt.
Die Fördereinrichtung 4 ist von Hand betätigbar
und als Pumpe ausgebildet, wobei ein Hub der Pumpe 4 durch Drücken
eines Betätigungselements 13 erfolgt. In dem Betätigungselement
13 befindet sich die Austrittsöffnung 14 für das Gemisch,
welche bevorzugt eine das Gemisch beim Austreten aus der Vorrichtung 1
zerstäubende (nicht dargestellte) Düse aufweist.
Das Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß
1 weist ferner für die zu mischenden Stoffe
2, 3 jeweils einen Vorratsbehälter 15,
15' auf, welche bevorzugt in Art eines Flakons ausgebildet sind.
Die Behälter 15, 15' sind dabei mit einem Gehäuse
16 der Vorrichtung 1 verbunden, in welchem vorzugsweise die Einstelleinrichtung
6, der Mischraum 5 und die Fördereinrichtung 4 aufgenommen
sind. Die Behälter 15, 15' sind unterhalb des Gehäuses
16 angeordnet, wobei bevorzugt der Boden der jeweiligen Behälter
15, 15' gleichzeitig auch die Stellfläche zum Abstellen der
gesamten Vorrichtung 1 bildet.
Die Behälter 15, 15' sind vorliegend am Gehäuse
16 austauschbar mittels Verschraubung gehalten. In die Behälter
15, 15' ragt jeweils eine Entnahmeleitung 17, welche
mit dem jeweiligen Zulauf 8, 9 der Ventileinrichtung
6 verbunden ist. Die Entnahmeleitungen 17 erstrecken sich dabei
vorzugsweise bis in Bodennähe der Behälter 15, 15'.
In den Zuläufen 8, 9 zum Mischraum
5 ist jeweils ein Rückschlagventil 18 vorgesehen, welches
in Richtung des Behälters 15, 15' sperrt.
Die Behälter 15, 15' sind als nachfüllbare
Kartusche ausgebildet, welche als Austauschteil in der Vorrichtung 1 zum
Einsatz kommt.
Die 2, 3
und 4 zeigen – in schematischer Darstellung
– eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1 in verschiedenen Ansichten. Bauteile, welche mit denen der Ausführungsform
gemäß 1 identisch sind, sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Insofern wird auf die Beschreibung zu 1
verwiesen.
Die Vorrichtung 1 gemäß der 2
bis 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform
gemäß 1 unter anderem dadurch, dass die Einstelleinrichtung
6 Mittel 7' aufweist, durch welche lediglich der eine Zulauf
9 im Querschnitt veränderbar ist. Insofern wirken die Mittel
7' lediglich auf einen der zu mischenden Stoffe 2, 3.
Darüber hinaus ist bei der Vorrichtung 1 gemäß der
2 bis 4 eine Einrichtung
4' zum Fördern der Stoffe 2, 3 vorgesehen, welche
sich im abgestellten Zustand der Vorrichtung 1 horizontal erstreckt. Unter
abgestelltem Zustand ist vorliegend zu verstehen, dass die Vorrichtung
1 mit ihrer Standfläche 22 auf einem Boden abgestellt ist.
Die Fördereinrichtung 4' der Ausführungsform gemäß
der 2 bis 4 ist auf einer
Grundplatte 19 angeordnet. Bevorzugt sind auch die Fördereinrichtung
4', der Mischraum 5, die beiden Rückschlagventile
18 sowie die Einstellmittel 7' auf der Grundplatte 19
angeordnet. Um die Stoffe 2, 3, aus den Behältern
15, 15' zu der horizontal angeordneten Fördereinrichtung
zuführen können, weisen die Entnahmeleitungen 17 einen Bogen
bzw. Knick auf.
Die Einstellmittel 7' der Vorrichtung 1 gemäß
der 2 bis 4 sind als Quetschventil
ausgebildet. Natürlich können auch andere Ventileinrichtungen, insbesondere
Zwei-Wege-Ventile, hierzu eingesetzt werden.
Die 5A bis 5C
zeigen – in schematischer Darstellung – ein weiteres Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Bezugszeichen, welche mit
denen der vorhergehenden Ausführungsbeispiele identisch sind, sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Insofern wird auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen.
Die Vorrichtung 1 gemäß der 5A
bis 5C unterscheidet sich von der Ausführungsform
gemäß der 1 unter anderem dadurch, dass Einstellmittel
vorgesehen sind, durch welche die im Querschnitt veränderbaren Zuläufe
8, 9 der zwei zu mischenden Stoffe 2, 3 wahlweise
regulierbar sind. Hierzu sind die Mittel 7'' als Ventileinrichtung in Art
einer Quetschventileinrichtung ausgebildet mit einem Stellglied 20, welches
über das Stellelement 10 mittels der Stelleinrichtung 6 in
verschiedene Betriebsstellungen bewegbar bzw. verschiebbar ist.
Das Feststellglied 20 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
der 5A bis 5C zwischen
den Zuläufen 8, 9 angeordnet. Dabei weist das Stellglied
20 eine derartige Abmessung auf, das in der Ausgangsstellung weder der
Zulauf 8 noch der Zulauf 9 im Querschnitt verändert wird,
wie in 5A dargestellt ist. Bei Betätigung der
Einstelleinrichtung 6 kann das Stellglied 20 wahlweise entweder
in Richtung zur Zuleitung 8 oder in Richtung zur Zuleitung 9 bewegt,
vorzugsweise verschoben werden, so dass der Querschnitt eines der beiden Zuläufe
8, 9 durch Quetschen verringert wird. Dabei kann mit entsprechender
Betätigung der Einstelleinrichtung 6 bzw. des Stellelementes
10 die Quetschung des jeweiligen Zulaufes 8 bzw. 9 bis
zur vollständigen Absperrung des jeweiligen Zulaufes 8 bzw.
9 erfolgen.
Um ein Ausbiegen der jeweiligen Zuleitung 8 bzw.
9 während Betätigung der Einstelleinrichtung 6 zu vermeiden,
ist auf den Außenseiten, also in der dem Stellglied 20 jeweils gegenüberliegenden
Seite der Zuleitung 8 bzw. 9, ein ortsfestes Gegenelement
21 vorgesehen, so dass der jeweilige Zulauf 8 bzw. 9
zwischen Stellglied 20 und Gegenelement 21 zu liegen kommt.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nicht nur
ein Mischen und Zerstäuben von Parfum möglich. Das erfindungsgemäße
Prinzip kann auch eingesetzt werden, wenn andere Kosmetika, zum Beispiel Cremes
oder Gels ausgebracht werden sollen, die aus wenigstens zwei zu mischenden Stoffen
bestehen und das Mischungsverhältnis für den Endanwender einstellbar sein
soll.
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Stoff
- 3
- Stoff
- 4, 4'
- Fördereinrichtung, Pumpe
- 5
- Mischraum
- 6
- Einstelleinrichtung
- 7, 7', 7''
- Mittel, Ventileinrichtung
- 8
- Zulauf
- 9
- Zulauf
- 10
- Stellelement
- 11
- Strömungsrichtung
- 12
- Rückschlagventil
- 13
- Betätigungselement
- 14
- Austrittsöffnung
- 15, 15'
- Behälter
- 16
- Gehäuse
- 17
- Entnahmeleitung
- 18
- Rückschlagventil
- 19
- Grundplatte
- 20
- Stellglied
- 21
- Gegenelement
- 22
- Standfläche