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Dokumentenidentifikation DE102006052090A1 08.05.2008
Titel Kabelverschraubung für geschirmte Kabel
Anmelder RST Rabe-System-Technik GmbH, 49134 Wallenhorst, DE
Erfinder Diedler, Thomas, 49565 Bramsche, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Anmeldedatum 04.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006052090
Offenlegungstag 08.05.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2008
IPC-Hauptklasse H02G 3/06(2006.01)A, F, I, 20061104, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02G 3/18(2006.01)A, L, I, 20061104, B, H, DE   H01R 13/648(2006.01)A, L, I, 20061104, B, H, DE   H01R 13/58(2006.01)A, L, I, 20061104, B, H, DE   H01R 13/52(2006.01)A, L, I, 20061104, B, H, DE   H05K 9/00(2006.01)A, L, I, 20061104, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine abgedichtete Kabelverschraubung (2) für geschirmte Kabel, mit einem rohrförmigen Doppelgewindestutzen (6) aus einem stormleitenden Material, der mit einem ersten Gewindestutzen (8) in eine Ausnehmung einer Gehäusewandung einsetzbar ist. Der Doppelgewindestutzen (6) weist einen zweiten Gewindestutzen (10) auf, auf den eine Hutmutter (12) der Kabelverschraubung (2) schraubbar ist, die mit zunehmender Verschraubung auf den zweiten Gewindestutzen (10) zumindest mittelbar den Querschnitt einer Durchgangsausnehmung (16) in einer Quetschdichtung (18) für das in die Kabelverschraubung (2) einzuführende Kabel verengt. Die Kabelverschraubung (2) umfaßt einen Kontakteinsatz (20) zur Herstellung einer niederohmschen Verbindung der Schirmung des eingeführten Kabels mit dem Doppelgewindestutzen (6). Damit die Kabelverschraubung (2) zur Einführung mehrerer geschirmter Kabel in ein Gehäuse geeignet und dabei eine gute niederohmsche Verbindung jedes einzelnen Kabelschirm mit der Gehäusewandung über die Kabelverschraubung (2) sichergestellt ist, hat die Quetschdichtung (18) mehr als eine Durchgangsausnehmung (16) zur Einführung mehrerer Kabel und der Kontakteinsatz (20) weist eine Mehrzahl von elektrisch leitenden Klemmanordnungen (28) zur jeweils einzelnen Einklemmung und niederohmschen Verbindung der offengelegten Schirm eines jeden Kabels auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kabelverschraubung für geschirmte Kabel mit einem rohrförmigen Doppelgewindestutzen aus einem stromleitenden Material und mit einem Kontakteinsatz zur Herstellung einer niederohmschen Verbindung der Schirmung eines eingeführten Kabels mit dem Doppelgewindestutzen sowie mit den weiteren Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner einen Kontakteinsatz der vorgenannten Art.

Derartige Kabelverschraubungen sind im Stand der Technik bekannt und werden als elektromagnetisch verträgliche oder kurz EMV-Kabelverschraubungen bezeichnet. Der Kontakteinsatz bildet zusammen mit dem Doppelgewindestutzen eine niederohmsche Verbindung zwischen dem Kabelschirm eines eingeführten geschirmten Kabels und der Gehäusewandung eines Gehäuses aus Metall oder metallisiertem Kunststoff, in das die Kabelverschraubung eingeschraubt wird. Gehäuse, Kabelverschraubung und Kabelschirm bilden dabei einen geschlossenen Faradayschen Käfig, der elektromagnetische Strahlungen vom Inneren des Gehäuses und des Kabels fernhält. Die Abdichtung verhindert zudem, daß Feuchtigkeit in das Gehäuseinnere eindringt.

Eine derartige EMV-Kabelverschraubung für geschirmte Kabel ist beispielsweise aus DE 195 10 896 C1 bekannt. Dabei wird der Kontakteinsatz zwischen die Schirmung eines Kabels und der Kabelisolierung geschoben. Über einen Ansatz des Kontakteinsatzes ist dieser mit dem Doppelgewindestutzen verbunden, der wiederum an der Gehäusewandung anliegt.

Sollen mehrere geschirmte Kabel in eine Gehäuse eingeführt werden, sind entsprechend mehrere EMV-Kabelverschraubungen erforderlich. Hierdurch wird die Kabeleinführung in das Gehäuse insgesamt jedoch unerwünscht sperrig. Werden hingegen mehrere Kabel mit einer einzigen EMV-Kabelverschraubung der vorgenannten Art in das Gehäuse eingeführt, sind die niederohmschen Verbindungen der jeweiligen Kabelschirme mit dem Gehäuse von unzureichender, nicht gleichbleibender Qualität.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine abgedichtete Kabelverschraubung für geschirmte Kabel mit einem Kontakteinsatz der Eingangs genannten Art bereitzustellen, die zur Einführung mehrerer geschirmter Kabel in ein Gehäuse geeignet ist, wobei eine gute niederohmsche Verbindung jedes einzelnen Kabelschirms mit der Gehäusewandung über die Kabelverschraubung sichergestellt ist.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Kabelverschraubung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch einen Kontakteinsatz mit den Merkmalen des Patentanspruchs 18. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 17 beschrieben.

Erfindungsgemäß weist der Kontakteinsatz eine Mehrzahl von elektrisch leitenden Klemmanordnungen auf, die zur einzelnen Einklemmung und niederohmschen Verbindung jeweils einer offengelegten Schirmung eines Kabels ausgebildet sind. Jedem in das Gehäuse eingeführten Kabel ist somit eine eigene Klemmanordnung zugeordnet, wobei die offengelegte Schirmung kontrolliert und definiert eingeklemmt wird und somit die niederohmsche Verbindung der Schirmung über die Klemmanordnung und den Kontakteinsatz mit dem Doppelgewindestutzen und darüber mit dem Gehäuse sichergestellt ist. Hierdurch ist eine gute niederohmsche Verbindung jedes einzelnen Schirmes mit der Gehäusewandung über die Kabelverschraubung gewährleistet. Die Quetschdichtung weist zudem erfindungsgemäß mehr als eine Durchgangsausnehmung auf. Jedem einzuführenden Kabel ist dabei eine eigene Durchgangsausnehmung zugeordnet. Sind mehr Durchgangsausnehmungen vorhanden als Kabel über die Kabelverschraubung in das Gehäuse eingeführt werden, so sind die freigebliebenen Durchgangsausnehmungen mit einem Blindstopfen verschlossen. Die erfindungsgemäße Quetschdichtung gewährleistet auch bei der Einführung mehrerer Kabel über die Kabelverschraubung in das Gehäuse eine gute Abdichtung und verhindert, daß Feuchtigkeit in das Gehäuseinnere eindringt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest eine Klemmanordnung wenigstens zwei zusammenwirkende Klemmelement auf, zwischen die das einzuführende Kabel mit dessen offengelegter Schirmung klemmbar ist. Dabei ist die Klemmanordnung derart ausgebildet, daß im eingeklemmten Zustand des Kabels eine Kraft einer Bewegung der Klemmelement voneinander weg entgegenwirkt. Die Kraft wird dabei entweder von einer Feder aufgebracht, die an zumindest einem der Klemmelement angreift und dieses Klemmelement in Richtung auf das damit zusammenwirkende Klemmelement derselben Klemmanordnung kraftbeaufschlagt. Dabei kann sowohl das Klemmelement selbst als Federelement ausgebildet sein, als auch eine Feder an einem an sich starren jedoch schwenkbeweglich gelagertem Klemmelement angreifen. Die Klemmanordnung kann jedoch auch von einer Schraubklemme gebildet werden, wobei die Kraft zumindest einer Halteschraube einer Bewegung der Klemmelemente voneinander weg entgegenwirkt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie den nachfolgend beschriebenen, schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen; es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Kabelverschraubung in einer Längsschnittdarstellung,

2 den Gegenstand aus 1, jedoch zusätzlich mit angedeuteter Position der eingeführten Kabel,

3 den Gegenstand aus 1 in einer Explosionsdarstellung, die Einzelteile der Kabelverschraubung zeigend,

4 ein erfindungsgemäßer Kontakteinsatz mit eingeklemmtem Kabel in der Draufsicht,

5 ein weiterer erfindungsgemäßer Kontakteinsatz mit eingeklemmtem Kabel in dreidimensionaler Darstellung,

6 ein erfindungsgemäßer Haltebolzen in dreidimensionaler Darstellung,

7 der Haltebolzen aus 6 in der Draufsicht und

8 zwei erfindungsgemäße Federelemente in dreidimensionaler Darstellung und

9 die Federelemente aus 8 in der Draufsicht.

Nachfolgend werden gleichwirkende Elemente jeweils mit einer einheitlichen Bezugsziffer versehen.

1, 2 und 3 zeigen eine erfindungsgemäße Kabelverschraubung 2 in einer Längsschnittdarstellung, wobei in 2 zusätzlich die Position der in die Kabelverschraubung 2 eingeführten Kabel 4 dargestellt ist und 3 die Kabelverschraubung 2 in einer Explosionsdarstellung zeigt. Die Kabelverschraubung 2 weist einen rohrförmigen Doppelgewindestutzen 6 aus einem stromleitenden Material mit einem ersten Gewindestutzen 8 und einem zweiten Gewindestutzen 10 auf. Der erste Gewindestutzen 8 ist in eine Ausnehmung einer in den Figuren nicht dargestellten Gehäusewandung eines Gehäuses einsetzbar. Eine Hutmutter 12 ist auf den zweiten Gewindestutzen 10 schraubbar, die mit zunehmender Verschraubung mittelbar über einen Klemmkäfig 14 den Querschnitt von Durchgangsausnehmungen 16 in einer Quetschdichtung 18 für in die Kabelverschraubung 2 eingeführte Kabel 4 verengt. Zudem kann die Kabelverschraubung 2 einen in den Zeichnungen nicht dargestellten Verdrehschutz gegen ein Verdrehen der eingeführten Kabel 4 beim Anziehen oder Lösen der Hutmutter 12 aufweisen.

Die Kabelverschraubung 2 weist zudem einen Kontakteinsatz 20 zur Herstellung einer niederohmschen Verbindung einer Schirmung 22 eines jeden eingeführten Kabels 4 mit dem Doppelgewindestutzen 6 auf.

4 zeigt einen erfindungsgemäßen Kontakteinsatz 20 mit insgesamt sechs Klemmanordnungen 28 und einem die Klemmanordnungen 28 haltenden Haltebolzen 30 in der Draufsicht. Die Klemmanordnungen 28 weisen jeweils zwei Klemmelement 32, 34 auf, die im Ausführungsbeispiel spiegelsymmetrisch zueinander geformt sind. Jedem in das Gehäuse einzuführenden Kabel 4 ist eine eigene Klemmanordnung 28 zugeordnet. Eine modifizierte Ausgestaltung des Kontakteinsatzes 20 ist in 5 dreidimensional dargestellt.

Der Kontakteinsatz 20 ist auf der der Quetschrichtung 18 abgewandten Seite auf einer elektrisch leitendenden Schulter 36 des Doppelgewindestutzens 6 abgestützt, wie aus 1 bis 3 ersichtlich. Hierdurch wird ein Herausfallen des Kontakteinsatzes 20 aus dem ersten Gewindestutzen 8 verhindert. Der Haltebolzen 30 ist einenends mit einem Stempel 38 versehen, wobei der Stempel 38 bedingt durch die elastische Ausbildung der Quetschdichtung 18 den Kontakteinsatz 20 ebenfalls elastisch lagert und an die Schulter 36 drückt. Hierdurch ist stets eine niederohmsche Verbindung des Kontakteinsatzes 20 zur Schulter 36 des Doppelgewindestutzen 6 sichergestellt. Die Verbindung wird weiter dadurch verbessert, daß der Umfang des Kontakteinsatzes 20, in 1 und 2 veranschaulicht durch die Länge des Doppelpfeiles 39, bei einem in die Klemmanordnung 28 eingelegten Kabel 4 vergrößert ist und die das Kabel 4 haltende Klemmanordnung 28 seitlich an die Innenseite 41 des Doppelgewindestutzen 6 gedrückt wird.

Die Klemmelemente 32, 34 werden in dem Ausführungsbeispiel jeweils von Federelementen 32, 34 gebildet. Dabei sind die Federelemente 32, 34 in ihrer die Schirmung 22 einklemmenden Position (wie in 2 dargestellt) jeweils in Richtung auf das andere Federelement 34, 32 der gleichen Klemmanordnung 28 kraftbeaufschlagt. Die Schirmung 22 wird dadurch stets mit gleichbleibender Kraft festgehalten. Die Federkraft ist über die Wahl der Ausgestaltung der Federelemente 32, 34 einstellbar.

Jeweils zwei Federelemente 32, 34 bilden eine einstückige Spange 40, wobei die Federelemente 32, 34 einer Spange 40 zu unterschiedlichen aber benachbarten Klemmanordnungen 28 gehören, wie aus 4 und 5 sowie 8 und 9 ersichtlich. Durch diese Ausgestaltung ist die Montage der Federelemente 32, 34 deutlich erleichtert. Es können jedoch auch mehr als zwei Klemmelemente 32, 34 einstückig miteinander verbunden sein (in den Figuren nicht dargestellt). Insbesondere können alle Federelemente 32, 34 eines Kontakteinsatzes 20 aus einem zusammenhängenden Metallstreifen geformt sein. Hierdurch kann die Montage weiter vereinfacht werden.

Jede Klemmanordnung 28 weist im Ausführungsbeispiel einen seitlichen Einfuhrschlitz 42 auf, durch den ein festzulegendes Kabel 4 in Einführrichtung – dargestellt durch einen Pfeil 44 – in einen Kabelfestlegungsbereich 46 eingeführt wird. Der Kabelfestlegungsbereich 46 weist dabei eine an das dort festzulegende Kabel 4 mit offener Schirmung 22 angepaßte Form auf. Die Federelemente 32, 34 sind z.B. im Kabelfestlegungsbereich 46 voneinander weggebogen, wobei die Biegungen eine an den Querschnitt der Schirmung 22 angepaßten Radius aufweisen. Hierdurch ist der Kontakt zwischen Schirmung 22 und Klemmelementen 32, 34 weiter verbessert.

Der Abstand A zwischen den zwei Federelementen 32, 34 einer Klemmanordnung 28 im Kabelfestlegungsbereich 46 ist größer als der geringste Abstand B der Federelemente 32, 34 im Bereich des seitlichen Einführungsschlitzes 42. Hierdurch ist sichergestellt, daß ein zwischen die Klemmelemente 32, 34 eingeklemmtes Kabel 4 nicht ungewollt aus der Klemmanordnung 28 herausrutschen kann.

Die Einführungsschlitze 42 der Klemmanordnungen 28 verjüngen sich jeweils in Einführrichtung 44. Hierdurch ist eine leichtere Einführung des Kabels 4 in die Klemmanordnung 28 möglich. Die Einführschlitze 42 erleichtern zudem die Festlegung einer nur partiell im Bereich des Kontakteinsatzes 20 offengelegten Schirmung 22, wie in 2 dargestellt. Die Klemmelemente 32, 34 einer Klemmanordnung 28 müssen dabei zur Einführung des Kabels 4 mit dessen Schirmung 22 weniger weit voneinander beabstandet werden, als wenn kein Einführungsschlitz 42 vorhanden wäre und ein Kabel 4 mit nur partiell offengelegter Schirmung 22 von oben eingesteckt werden müßte. Die Einführung des Kabels 4 mit nur partiell offengelegter Schirmung 22 in ein Gehäuse ist oft erwünscht, da hierdurch Kurzschlüsse verhindert werden, die von einer offengelegten Schirmung 22 im Gehäuseinneren ausgelöst werden könnten.

Der Winkel &agr; zwischen dem Anfangsbereich 47 der Klemmelemente 32 einer Klemmanordnung 28 und der Einführrichtung 44 des einzuführenden Kabels 4 durch den Einführungsschlitz 42 dieser Klemmanordnung 28 ist größer als 90 Grad. Insbesondere bei der Ausbildung der Federelemente 32, 34 als Spangen 40 kann hierdurch die Verletzungsgefahr für eine Bedienperson sowie die Gefahr einer Beschädigung der offengelegten Schirmung 22 beim Einführen der Kabel 4 in die Klemmanordnung 20 verringert werden.

6 und 7 zeigen den erfindungsgemäßen Haltebolzen 30 in dreidimensionaler Darstellung bzw. in der Draufsicht. Der Haltebolzen 30 weist an dessen dem Stempel 38 abgewandten Ende 48 eine Mehrzahl von Schlitzen 50 auf, die zu diesem Ende 48 und zur Seite 52 des Haltebolzens 30 hin offen sind. Wie aus 4 und 5 ersichtlich, sind die Klemmelemente 32, 34 in den Schlitzen 50 gehalten. Dabei werden die Klemmelemente 32, 34 in den Schlitzen 50 bevorzugt, z.B. mit Hilfe einer Lötung, Klebung, Verklemmung, Verkeilung oder dergleichen, fixiert. Die Schlitze 50 sind im Querschnitt des Haltebolzens 30 radial zueinander angeordnet und jeweils miteinander verbunden, wie aus 6 ersichtlich. Dabei sind die Schlitze 50 gleichmäßig verteilt zueinander angeordnet. Um die Montage der Klemmelemente 32, 34 in die Schlitze 50 zu erleichtern, weist der Haltebolzen 30 an dessen dem Stempel 38 abgewandten Ende 48 eine Bohrung 54 auf, deren Durchmesser größer ist als die Dicke des Schlitzes 50. Die Bohrung 54 verbindet dabei die Schlitze 50 miteinander und ist in der Mitte des Querschnitts des Haltebolzens 30 angeordnet. Selbstverständlich kann die Bohrung 54 auch durchgehend sein, der Haltebolzen 30 somit kostengünstig von einem Rohr gebildet werden.


Anspruch[de]
Abgedichtete Kabelverschraubung (2) für geschirmte Kabel (4), mit einem rohrförmigen Doppelgewindestutzen (6) aus einem stromleitenden Material, der mit einem ersten Gewindestutzen (8) in eine Ausnehmung einer Gehäusewandung einsetzbar ist und der einen zweiten Gewindestutzen (10) aufweist, auf den eine Hutmutter (12) der Kabelverschraubung (2) schraubar ist, die mit zunehmender Verschraubung auf den zweiten Gewindestutzen (10) zumindest mittelbar den Querschnitt einer Durchgangsausnehmung (16) in einer Quetschdichtung (18) für das in die Kabelverschraubung (2) einzuführende Kabel (4) verengt und mit einem Kontakteinsatz (20) zur Herstellung einer niederohmschen Verbindung der Schirmung (22) des eingeführten Kabels (4) mit dem Doppelgewindestutzen (6), dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschdichtung (18) mehr als eine Durchgangsausnehmung (16) zur Einführung mehrerer Kabel (4) hat und der Kontakteinsatz (20) eine Mehrzahl von elektrisch leitenden Klemmanordnungen (28) zur jeweils einzelnen Einklemmung und niederohmschen Verbindung der offengelegten Schirmung (22) eines jeden Kabels (4) aufweist. Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Klemmanordnung (28) wenigstens zwei zusammenwirkende Klemmelemente (32, 34) aufweist, zwischen die das einzuführende Kabel (4) mit dessen offengelegter Schirmung (22) klemmbar ist, wobei die Klemmanordnung (28) derart ausgebildet ist, daß im eingeklemmten Zustand des Kabels (4) eine Kraft einer Bewegung der Klemmelemente (32, 34) voneinander weg entgegenwirkt. Kabelverschraubung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Klemmanordnung (28) einen seitlichen Einfuhrschlitz (42) aufweist. Kabelverschraubung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakteinsatz (20) auf der der Quetschdichtung (18) abgewandten Seite auf einer elektrisch leitenden Schulter (36) der Kabelverschraubung (2) abgestützt ist. Kabelverschraubung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakteinsatz (20) einen Haltebolzen (30) mit einem daran einenends angeordneten Stempel (38) aufweist, wobei der Stempel (38) den Kontakteinsatz (20) an der Quetschdichtung (18) abstützt. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der Klemmelemente (32, 34) von einem Federelement (32, 34) gebildet ist, das in Richtung auf das damit zusammenwirkende Klemmelement (32, 34) kraftbeaufschlagt ist. Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltebolzen (30) an dessen dem Stempel (38) abgewandten Ende (48) eine Mehrzahl von Schlitzen (50) aufweist, die zu diesem Ende (48) und zur Seite (52) des Haltebolzens (30) hin offen sind und in denen die Klemmelemente (32, 34) gehalten sind. Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (50) im Querschnitt des Haltebolzens (30) radial zueinander angeordnet und jeweils miteinander verbunden sind. Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltebolzen (30) an dessen dem Stempel (38) abgewandten Ende (48) eine Bohrung (54) aufweist, deren Durchmesser größer ist als die Dicke der Schlitze (50) und die die Schlitze (50) miteinander verbindet. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Federlementen (32, 34) einstückig miteinander verbunden sind. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Federelemente (32, 34) eine einstückige Spange (40) bilden. Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente (32, 34) einer Spange (40) zu unterschiedlichen aber benachbarten Klemmanordnungen (28) gehören. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A) zwischen einem Federelement (32, 34) einer Klemmanordnung (28) und dem mit diesem zusammenwirkenden Klemmelement (34, 32) derselben Klemmanordnung (28) in einem Kabelfestlegungsbereich (46) größer ist als deren geringster Abstand (B) im Bereich des seitlichen Einführschlitzes (42). Kabelverschraubung (2) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kabelfestlegungsbereich (46) eine an das dort festzulegende Kabel (4) mit offener Schirmung (22) angepaßte Form aufweist. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Einführungsschlitz (42) zumindest einer Klemmanordnung (28) in Einführrichtung (44) verjüngt. Kabelverschraubung (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel &agr; zwischen dem Anfangsbereich (44) eines Klemmelements (32, 34) einer Klemmanordnung (28) und der Einführrichtung (44) des einzuführenden Kabels (4) durch den Einführungsschlitz (42) dieser Klemmanordnung (28) größer als 90 Grad ist. Kabelverschraubung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Klemmanordnung (28) von einer Schraubklemme gebildet wird. Kontakteinsatz (20) nach einem der vorgenannten Ansprüche.






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