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Dokumentenidentifikation DE102006052576A1 15.05.2008
Titel Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Haberlach, Andreas, 37120 Bovenden, DE;
Poznanski-Eisenschmidt, Michael, 38116 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 08.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006052576
Offenlegungstag 15.05.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.2008
IPC-Hauptklasse A63B 23/00(2006.01)A, F, I, 20061108, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A63B 21/00(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   A63B 21/02(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   A63B 21/008(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   A63B 23/04(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   B60N 2/427(2006.01)A, L, I, 20061108, B, H, DE   
Zusammenfassung Um die körperliche Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes während des Aufenthaltes in dem Fahrzeug zu erhalten und/oder zu steigern, wird ein Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung vorgeschlagen, die ihrerseits innerhalb der Fahrgastzelle (1) des Fahrzeugs fest angeordnet oder anordenbar ist und eine Mehrzahl Trainingsfunktionen umfasst, die in Abhängigkeit von den zu trainierenden Körper- und/oder Muskelpartien des Körpers eines Fahrzeugführers und/oder eines Fahrgastes miteinander beliebig kombinierbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung zur Erhaltung und/oder Steigerung der körperlichen Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes während des Aufenthaltes in dem Fahrzeug gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs.

Es ist bekannt, dass bereits ein großer Teil der Menschheit einen nicht unerheblichen Teil der Lebenszeit in einem Fahrzeug, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug, einem Flugzeug oder einem Schienenfahrzeug, sei es als Fahrzeugführer oder als Fahrgast, verbringt. Durch erhöhtes Fahrzeugaufkommen und erhöhte Fahrzeugdichte ist damit zu rechnen, dass diese Zeiträume noch erheblich ansteigen.

Zwar besteht während dieser Zeiten die Möglichkeit, sich in jeglicher Art geistig zu beschäftigen, jedoch sind die Möglichkeiten einer körperlichen Betätigung bereits aus Gründen des verminderten Bewegungsraumes in einer Fahrgastzelle gewisse Grenzen gesetzt, woraus körperliche Gebrechen, wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungs- und/oder Stützapparates u. dgl. mehr resultieren können. Aus diesem Grunde appellieren Mediziner an besagte Fahrzeugführer und Fahrgäste, auch in derart beengten Verhältnissen körperliche Übungen mit oder ohne Hilfsmittel durchzuführen.

So ist beispielsweise aus der DE 87 11 789 U1 ein mobiles Kraftfahrer-Trainingsgerät bekannt, welches ein Training oberen Extremitäten gestattet. Besagtes Trainingsgerät besteht aus zwei koaxial zueinander angeordneten und an Handgriffen angreifbaren sowie relativ zueinander verdrehbaren Scheiben, die ihrerseits federbelastet sind. Gemäß der DE 20 2004 009 937 U1 wird des Weiteren vorgeschlagen, einen an sich bekannten Expander in einem Kraftfahrzeug fest zu installieren, der seinerseits dann bestimmte Zug-Übungen gestattet.

Demgegenüber ist aus der JP 09-254698 A ein mit einer Federkraft beaufschlagtes schwenkgelagertes Fußpedal bekannt, welches Muskelschwächen der Beine, Lenden und Knie verhindern und die Blutzirkulation unterstützen soll, indem das Fußpedal während des Aufenthaltes in einem Kraftfahrzeug vom Fahrzeugführer und/oder Fahrgast aktiv betätigt wird.

Die JP 09-226431 A und DE 101 50 156 C1 offenbaren dagegen Fußpedale, die ihrerseits vermittels einer elektrisch betriebenen Vibrationseinrichtung einen auf das Pedal aufgelegten Fuß in Schwingungen versetzen, wodurch die Fußsohle mittels auf dieselbe einwirkender Noppen des Pedals stimuliert bzw. einer Ermüdung des darauf aufgesetzten Fußes entgegen gewirkt werden soll.

All den vorgenannten Lösungsansätzen zur körperlichen Betätigung eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes während des Aufenthaltes im Fahrzeug ist gemein, dass diese relativ wenige Übungen gestatten bzw. auf ganz bestimmte Einzelübungen beschränkt sind.

Vor diesem Hintergrund ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung zur Erhaltung und/oder Steigerung der körperlichen Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes zu schaffen, welches hinsichtlich durchführbarer Übungen verbessert ist, respektive eine Vielzahl von Übungen gestattet, aus denen der Fahrzeugführer und/oder Fahrgast wählen kann.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Hauptanspruchs, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnehmbar sind.

Ausgehend von einem Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung zur Erhaltung und/oder Steigerung der körperlichen Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes während des Aufenthaltes in dem Fahrzeug, wird die Aufgabe gelöst, indem die zumindest eine Trainingsvorrichtung innerhalb der Fahrgastzelle des Fahrzeugs fest angeordnet oder anordenbar ist und eine Mehrzahl Trainingsfunktionen umfasst, die in Abhängigkeit von den zu trainierenden Körper- und/oder Muskelpartien des Körpers eines Fahrzeugführers und/oder eines Fahrgastes miteinander beliebig kombinierbar sind.

Gemäß einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung, kann die zumindest eine Trainingsvorrichtung durch einen Fahrzeugsitz mit zumindest einem durch einen Fahrzeugführer und/oder Fahrgast gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbaren beweglichen Element gebildet sein. Das bewegliche Element kann zum einen durch zumindest eine Konsole für untere Extremitäten gebildet sein, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung mittels zumindest einer unteren Extremität gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist. Hierbei kann der Konsole ein Mittel zur Festlegung der zumindest einen unteren Extremität an der Konsole zugeordnet sein. Zum anderen kann das bewegliche Element durch zumindest eine Armstütze und/oder ein integrales Bauteil derselben gebildet sein, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung mittels der oberen Extremität gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar sind. Ebenso kann das bewegliche Element auch durch den Fahrzeugsitz selbst gebildet sein, der ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung gegen einen adäquaten Widerstand aus der Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist. Ferner kann das bewegliche Element durch die Rückenlehne des Fahrzeugsitzes gebildet ist, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist, wobei auch hier ein Mittel zur Festlegung des Körpers des Fahrzeugführers oder Fahrgastes an der Rückenlehne vorgesehen sein kann.

Die Erfindung kann ferner zumindest eine Trainingsvorrichtung umfassen, die ihrerseits an der Fahrzeugkarosserie festgelegt und durch ein axial gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbares Pedal für die unteren Extremitäten eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes gebildet ist. Dem Pedal kann vorteilhafterweise ein Mittel zur Festlegung eines Fußes an dem Pedal zugeordnet sein, wodurch gestattet ist, dass das Pedal gegen den adäquaten Widerstand axial vor- und/oder zurück bewegbar ist.

Die Erfindung kann des Weiteren zumindest eine Trainingsvorrichtung umfassen, die ihrerseits durch ein an der Fahrzeugkarosserie festgelegtes und axial gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbares und von einem Fahrzeugführer und/oder Fahrgast an einem Handgriff angreifbares Gestänge gebildet ist. Das Gestänge kann somit gegen den adäquaten Widerstand axial vor- und/oder zurück bewegbar sein.

Wie die Erfindung weiter vorsieht, kann der Widerstand gegen die Betätigung der beweglichen Elemente des Fahrzeugsitzes und/oder des Pedals und/oder des Gestänges durch das Eigengewicht derselben und/oder durch ein separates System zur Kraftaufbringung bewirkt sein.

Fernerhin ist dem Fahrzeug eine Trainingsvorrichtung zuordenbar, welche einen Formkörper mit einer manuell verformbaren Masse zum Arm- und/oder Beintraining umfasst, die ihrerseits sowohl bei Zug als auch bei Druck einen adäquaten Widerstand aufbringt. Diese Trainingsvorrichtung kann fest und/oder lösbar am Fahrzeug angeordnet sein. Weiter ist vorgesehen, dass die manuell verformbare Masse aus Kunststoff besteht und von einer Kunststoffhaut umschlossen ist, die ihrerseits Mittel zur Befestigung des Formkörpers an Gliedmaßen aufweist. Besagte Mittel zur Befestigung können durch Gurte, Klettbänder o. dgl. und/oder durch eine Formgebung einer im Befestigungsbereich weitestgehend starr ausgebildeten Kunststoffhaut gebildet sein.

Schließlich können ein oder mehrere Sensoren vorgesehen sein, die in Verbindung mit einer elektronischen Auswerte-, Regel- und Steuereinheit es gestatten, das Training nach Trainingsdauer, -umfang, -häufigkeit, -belastung, -dichte u. dgl. mehr zu steuern und/oder die aufbringbaren Widerstände zu regeln und/oder Leistungen in Watt und/oder Kalorien zu berechnen, die Trainingsdaten für eine oder mehrere Personen zu speichern und/oder Trainingswerte über eine Anzeigeeinrichtung, wie einem Monitor, einem Drucker o. a. auszugeben.

Die vorstehenden Trainingsvorrichtungen eignen sich nicht nur für diverse Landfahrzeuge, wie beispielsweise Personen- oder Lastkraftwagen sowie Schienenfahrzeuge, sondern können auch in Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugen ihre Verwendung finden.

Das vorgeschlagene, mit zumindest einer, eine Mehrzahl Trainingsfunktionen umfassenden Trainingsvorrichtung ausgestattete Fahrzeug hat im Hinblick auf herkömmliche mehrere Vorteile. So schafft ein derartig ausgestattetes Fahrzeug für den Fahrzeugführer und/oder den Fahrgast attraktive Bewegungsanreize, um unterschiedlichste Muskelgruppen des Körpers zu stimulieren bzw. abwechselnd zu kontrahieren und zu entspannen. Durch geeignete Übungen ist insbesondere eine verbesserte Durchblutung der Extremitäten zu verzeichnen, welches in nachhaltiger Weise beispielsweise Lymphödemen und Thrombosen vorbeugt bzw. dieselben vermindert. Durch den Einsatz einer Auswerte-, Regel- und Steuereinheit in Form beispielsweise eines Mikrochips lassen sich in Verbindung mit einer entsprechenden Sensorik die unterschiedlichsten Trainingsprogramme kreieren, indem beispielsweise gestattet ist, zwischen Herz-Kreislauf-, Fettreduzierungs- und Muskelaufbautraining zu variieren, welches wiederum mit einem zusätzlichen Kalorienabbau, empfundener „frischer" Energie statt Müdigkeit und Trägheit sowie einem Stressabbau einhergehen kann.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

1 die Fahrgastzelle eines erfindungsgemäß ausgestatteten Kraftfahrzeugs in der Seitenansicht mit einer integrierten Trainingsvorrichtung gemäß einer ersten Ausgestaltungsvariante,

2 die Trainingsvorrichtung nach 1 in einer Draufsicht,

3 ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel der Trainingsvorrichtung,

4 die Fahrgastzelle eines Personenkraftwagens in der Seitenansicht mit integrierten Trainingsvorrichtungen in zwei weiteren Ausgestaltungsvarianten, und

5 eine dritte Ausgestaltungsvariante einer geeigneten Trainingsvorrichtung in einer Einzelansicht.

1 zeigt danach den Vorderwagen eines Kraftfahrzeugs mit sich anschließender Fahrgastzelle 1, in welcher bekanntermaßen ein oder mehrere Fahrzeugsitze 2 angeordnet sind.

Im Hinblick auf eine Erhaltung und/oder Steigerung der körperlichen Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes ist innerhalb der Fahrgastzelle 1 des Kraftfahrzeugs eine Trainingsvorrichtung fest angeordnet, welche eine Mehrzahl von Trainingsfunktionen umfasst, die in Abhängigkeit von den zu trainierenden Körper- und/oder Muskelpartien des Körpers des Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes miteinander beliebig kombinierbar sind.

Vorliegend ist die Trainingsvorrichtung durch den Fahrzeugsitz 2 gebildet, welcher zumindest ein bewegliches Element aufweist, das durch den Fahrzeugführer und/oder Fahrgast gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist.

Im Besonderen sind in 1 und 2 als bewegliche Elemente zwei Konsolen 3a, 3b für die unteren Extremitäten des Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes gezeigt, die ihrerseits ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung mittels der unteren Extremitäten gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar sind.

Als Ausgangsstellung können beispielsweise eine nicht näher gezeigte, in den Fahrzeugsitz 2 eingeschobene Stellung, eine angeklappte oder auch wie vorliegend gezeigt eine herausgeschobene weitestgehend horizontale Stellung der Konsole 3a, 3b dienen.

Durch eine besondere Ausbildung der Lagerungen besagter beweglicher Konsolen 3a, 3b können in weiten Grenzen eine Vielzahl von Freiheitsgraden gestattet sein oder werden.

So können die Konsolen 3a, 3b Lagerungen aufweisen, die ihrerseits lineare Verschiebungen (Richtungspfeile „A") und/oder Schwenkbewegungen um eine Querachse oder eine Hochachse (Richtungspfeile „B1", „B2") und/oder auch Drehbewegungen um eine Längsachse (nicht näher dargestellt) gestatten.

Derartige Lagerungen sind einschlägig bekannt und können beispielsweise an sich bekannte und demgemäß nicht näher gezeigte Linearführungen, Kugel- bzw. Kardangelenke und/oder anderer geeignete an sich bekannter Lagermittel umfassen. Die realisierten Freiheitsgrade können einzeln oder in ihrer Gesamtheit manuell oder halb- oder vollautomatisch beliebig absperrbar sein, wodurch eine Beschränkung auf bestimmte ausgewählte Übungen gestattet ist. Ebenso kann durch eine solche Maßnahme die Durchführung von Übungen gänzlich unterbunden werden, welches sich während bestimmter Risiko- oder Gefahrensituationen oder bestimmter, die volle Aufmerksamkeit des Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes erfordernden Situationen erforderlich machen kann.

Die erforderliche Kraft, die ihrerseits den Widerstand entgegen der Bewegungsrichtung der unteren Gliedmaßen aufbringt, kann zum einen durch das Eigengewicht des beweglichen Elementes, vorliegend der Konsole 3a, 3b bewirkt sein. In Kombination damit oder in Alleinstellung kann jedoch auch ein an sich bekanntes separates Kraftaufbringungssystem vorgesehen sein (nicht näher dargestellt).

So ist es denkbar, die Konsole 3a, 3b beispielsweise federbelastet auszubilden. Ebenso ist es denkbar, ein rein mechanisch, ein hydraulisch, ein pneumatisch, ein elektrisch oder ein elektromechanisch betriebenes Kraftaufbringungssystem vorzusehen. Auch Reibkräfte können bei der Erzeugung eines adäquaten Widerstandes von besonderer Bedeutung sein.

Mittels der Konsolen 3a, 3b sind beispielsweise folgende Übungen gestattet:

  • – Füße strecken-beugen,
  • – Hüften strecken-beugen
  • – Knie strecken-beugen
  • – Beine schließen-öffnen
  • – Gesäß drehen nach links, nach rechts

Als zweckmäßig werden des Weiteren Mittel 4 zur Festlegung der unteren Extremitäten an der jeweiligen Konsole 3a, 3b angesehen, die ihrerseits durch einfache Gurte mit beispielsweise Klettverschluss oder andere geeignete Aufnahmen, wie Auswölbungen oder Öffnungen in der Konsole 3a, 3b bewerkstelligbar sind.

Die 2 und 3 zeigen ein weiteres im Sinne der Erfindung bewegliches Element in Form einer Armstütze 5, die ihrerseits über mehrere Freiheitsgrade, einen adäquaten Widerstand überwindend, geschwenkt bzw. gedreht werden kann (vgl. Richtungspfeile „C1"-2, „C2"-3). Des Weiteren ist ein integrales Bauteil 6 der Armstütze 5 gezeigt, welches gegriffen und unter Überwindung eines adäquaten Widerstandes in Längsrichtung aus derselben heraus und/oder in dieselbe hinein verschiebbar ist (vgl. Richtungspfeil „D" in 3).

Auch hier können sämtliche bereits oben aufgezeigten Maßnahmen zur Lagerung und Erzeugung eines adäquaten Widerstandes zur Anwendung kommen.

Mit einer solchen Armstütze 5 lassen sich Übungen, wie Schwenken nach oben, nach unten und/oder zur Seite, ggf. schräg zur Seite, sowie Verschiebung nach vorn und hinten einfach bewerkstelligen.

Eine weitere Möglichkeit der körperlichen Betätigung ist gestattet, wenn, wie in 2 gezeigt, der Fahrzeugsitz 2 selbst um eine Hochachse 6 gegen einen adäquaten Widerstand gedreht werden kann (vgl. Richtungspfeil „E"). Auch kann es angezeigt sein, den gesamten Fahrzeugsitz 2 (Richtungspfeil „F1") oder die Rückenlehne 7 (Richtungspfeil „F2") gegen einen adäquaten Widerstand um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar auszubilden, wodurch insbesondere ein Training der Rücken- und Gesäßmuskulatur gestattet ist (3). Ggf. können bei derartigen Übungen Mittel 8 zur Festlegung des Körpers respektive Oberkörpers des Fahrzeugführers oder Fahrgastes an der Rückenlehne 7 vorgesehen sein.

Durch die beliebige Kombination all der vorstehend skizzierten Merkmale zur Ausbildung des Fahrzeugsitzes 2 mit beweglichen Elementen ist eine vielseitig verwendbare Trainingsvorrichtung geschaffen, die allein nach Kundenwunsch bereits beim Hersteller des Fahrzeugs oder Fahrzeugsitzes 2 Berücksichtigung finden kann und in der Endmontage des Fahrzeugs keines besonderen Montageaufwandes bedarf.

Das Ausführungsbeispiel nach 4 umfasst Trainingsvorrichtungen, die ihrerseits als separate Anbau- bzw. Einbauteile in der Fahrgastzelle an der Fahrzeugkarosserie festgelegt und von einem Fahrzeugführer und/oder einem Fahrgast betätigbar ausgebildet sind.

Demnach ist im Hinblick auf ein beabsichtigtes Training der unteren Extremitäten äußerst schematisch ein axial gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbares Pedal 9 dargestellt.

Das Pedal 9 ist vorliegend über ein Gestänge 10 mit einer Kolben-Zylinder-Einheit 11 wirkverbunden, wobei durch den im Zylinder 12 axial geführten Kolben 13 zwei Kammern 14, gebildet werden, die ihrerseits mit einem Strömungsmedium 15 gefüllt sind, welches infolge der Bewegung des Kolbens 13 durch nicht näher gezeigte Öffnungen im Kolben 13 und/oder der Zylinderwandung hindurch strömen kann und einen bestimmten Strömungswiderstand bewirkt.

Der Strömungswiderstand kann beispielsweise durch eine gestattete Variierung des Querschnittes besagter Öffnungen variabel sein.

Ein Mittel 16 zur Festlegung des Fußes am Pedal 9, wie beispielsweise ein Gurt, ist notwendig, da gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine wechselnde axiale Bewegungsrichtung des Gestänges 10 für die Funktion dieser Trainingsvorrichtung unabdingbar ist (vgl. Richtungspfeil „G1").

Sicherlich sind im Sinne der Erfindung auch andere an sich bekannte Maßnahmen zur Erzeugung eines Widerstandes gegen die axiale Bewegung des Pedals 9, wie beispielsweise Federelemente, denkbar und demgemäß durch die Erfindung mit erfasst.

Fernerhin kann besagtes Pedal 9 schwenkbeweglich nach Art einer Wippe am Gestänge 10 befestigt sein, wodurch zum einen eine ergonomisch günstige Pedalbetätigung gestattet ist. Zum anderen kann das Pedal 9 bzw. deren Schwenkachse derart kraftbelastet ausgebildet sein, dass gegen die Schwenkbewegung ein Widerstand aufgebracht wird, welches relativ einfach z. B. mittels Federkraft bewerkstelligbar ist. Durch diese Maßnahme ist eine weitere Möglichkeit der körperlichen Ertüchtigung durch Fußbetätigung gestattet (vgl. Richtungspfeil „H").

Bezeichnenderweise ermöglicht das Pedal 9 Trainingsmöglichkeiten der unteren Extremitäten. Sollen obere Extremitäten trainiert werden, kann eine solcherart ausgebildete Trainingsvorrichtung vom unteren Fahrgastzellenbereich respektive Fußbereich in den oberen Fahrgastzellenbereich, beispielsweise in den Bereich einer Frontablage 17 verlegt oder zusätzlich in demselben angeordnet werden, wobei dann lediglich das Pedal 9 durch einen Handgriff 18 ausgetauscht wird (vgl. Richtungspfeil „G2").

Um im Falle eines etwaigen Frontalcrashes ein Eindringen des Gestänges 10 samt Pedal 9 oder Handgriff 18 in die Fahrgastzelle 1 zu vermeiden, weist dasselbe eine Sollbruchstelle oder ein anderes an sich bekanntes geeignetes Mittel auf (nicht näher dargestellt).

5 zeigt schließlich eine Trainingvorrichtung, welche einen Formkörper 19 mit einer manuell verformbaren Masse 20 zum Arm- und/oder Beintraining umfasst, die ihrerseits sowohl bei Zug als auch bei Druck einen adäquaten Widerstand aufbringt.

Der Formkörper 19 kann sowohl fest als auch lösbar an der Fahrzeugkarosserie, beispielsweise mittels Klettschlussmittel auf dem Teppichboden der Fahrgastzelle 1 festlegbar, oder auch rein mobil ausgebildet sein.

Die verformbare Masse 20 des Formkörpers 19 besteht gemäß einer bevorzugten Ausführungsform aus Kunststoff und ist von einer Kunststoffhaut 21 umschlossen, die ihrerseits Mittel 22 zur Befestigung des Formkörpers 19 an Gliedmaßen aufweist.

Die Mittel 22 zur Befestigung können, wie vorliegend gezeigt, durch Klettbänder gebildet sein. Selbstverständliche sind jedwede anderen geeigneten Mittel, wie z. B. Gurte oder auch eine besondere Formgebung einer im Befestigungsbereich weitestgehend starr ausgebildeten Kunststoffhaut 21, durch die Erfindung ebenfalls mit erfasst (nicht näher gezeigt).

Als besonders zweckmäßig und zeitgemäß wird für sämtliche vorstehenden Trainingsvorrichtungen angesehen, wenn ein oder mehrere an sich bekannte Sensoren 23, wie beispielsweise Zug-, Druck- oder auch Wärmesensoren, die ihrerseits, wie in 5 beispielhaft gezeigt, die Verformungsenergie der verformbaren Masse 20 des Formkörpers 19 erfassen, vorgesehen werden.

Bzgl. der erfassten Werte werden Signale generiert, die wiederum über Kabel 24 oder drahtlos einer nicht näher gezeigten elektronischen Auswerte-, Regel- und Steuereinheit zur Verfügung gestellt werden und es gestatten, mittels einer entsprechenden Software der elektronischen Auswerte-, Regel- und Steuereinheit das Training nach Trainingsdauer, -umfang, -häufigkeit, -belastung, -dichte u. dgl. mehr personenbezogen zu steuern. Auch ist es zweckmäßig, die aufbringbaren (adäquaten) Widerstände nach Kundenwunsch regelbar zu gestalten und Leistungen in Watt und/oder Kalorien zu berechnen sowie die Trainingsdaten für eine oder mehrere Personen zu speichern und Trainingswerte über eine Anzeigeeinrichtung, welches ein Monitor oder auch ein Drucker sein kann, ausgebbar zu gestalten.

Vorstehende Ausführungsbeispiele betreffen Landfahrzeuge, vorliegend Kraftfahrzeuge. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf besagte Landfahrzeuge, wozu u. a. auch Schienenfahrzeuge gehören, sondern umfasst sämtliche Arten von Fahrzeugen, nämlich Land-, Wasser-, Luft- und auch Raumfahrzeuge.

1
Fahrgastzelle
2
Fahrzeugsitz
3a, b
Konsolen
4
Mittel zur Festlegung
5
Armstütze
6
integrales Bauteil (Armstütze 5)
7
Rückenlehne
8
Mittel zur Festlegung
9
Pedal
10
Gestänge
11
Kolben-Zylinder-Einheit
12
Zylinder
13
Kolben
14
Kammern
15
Strömungsmedium
16
Mittel zur Festlegung
17
Fondsblage
18
Handgriff
19
Formkörper
20
verformbare Masse
21
Kunststoffhaut
22
Mittel zur Befestigung
23
Sensor
24
Kabel
„A"-„H”
Richtungspfeile


Anspruch[de]
Fahrzeug mit zumindest einer Trainingsvorrichtung zur Erhaltung und/oder Steigerung der körperlichen Fitness eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes während des Aufenthaltes in dem Fahrzeug, wobei die Trainingsvorrichtung innerhalb der Fahrgastzelle (1) des Fahrzeugs fest angeordnet oder anordenbar ist und eine Mehrzahl Trainingsfunktionen umfasst, die in Abhängigkeit von den zu trainierenden Körper- und/oder Muskelpartien des Körpers eines Fahrzeugführers und/oder eines Fahrgastes miteinander beliebig kombinierbar sind. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Trainingsvorrichtung durch einen Fahrzeugsitz (2) mit zumindest einem durch einen Fahrzeugführer und/oder Fahrgast gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbaren beweglichen Element gebildet ist. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element durch zumindest eine Konsole (3a, 3b) für untere Extremitäten gebildet ist, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung mittels zumindest einer unteren Extremität gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Konsole (3a, 3b) ein Mittel (4) zur Festlegung der zumindest einen unteren Extremität an der Konsole (3a, 3b) zugeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element durch zumindest eine Armstütze (5) und/oder ein integrales Bauteil (6) derselben gebildet ist, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung mittels der oberen Extremität gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar sind. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element durch den Fahrzeugsitz (2) selbst gebildet ist, der ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung gegen einen adäquaten Widerstand aus der Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Element durch die Rückenlehne (7) des Fahrzeugsitzes (2) gebildet ist, welche ausgehend von einer bestimmten Ausgangs- respektive Normalstellung gegen einen adäquaten Widerstand aus ihrer Ausgangsstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbar ist. Fahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehne (7) ein Mittel (8) zur Festlegung des Körpers des Fahrzeugführers oder Fahrgastes an derselben zugeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Trainingsvorrichtung durch ein an der Fahrzeugkarosserie festgelegtes und axial gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbares Pedal (9) für die unteren Extremitäten eines Fahrzeugführers und/oder Fahrgastes gebildet ist. Fahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Pedal (9) ein Mittel (16) zur Festlegung eines Fußes an dem Pedal (9) zugeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Trainingsvorrichtung durch ein an der Fahrzeugkarosserie festgelegtes und axial gegen einen adäquaten Widerstand aus einer Ausgangs- respektive Normalstellung heraus und/oder in dieselbe hinein bewegbares und von einem Fahrzeugführer und/oder Fahrgast an einem Handgriff (18) angreifbares Gestänge (10) gebildet ist. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand gegen die Betätigung der beweglichen Elemente des Fahrzeugsitzes (2) und/oder des Pedals (9) und/oder des Gestänges (10) durch das Eigengewicht derselben und/oder durch ein separates System zur Kraftaufbringung bewirkt ist. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fahrzeug eine Trainingsvorrichtung zuordenbar ist, welche einen Formkörper (19) mit einer manuell verformbaren Masse (20) zum Arm- und/oder Beintraining umfasst, die ihrerseits sowohl bei Zug als auch bei Druck einen adäquaten Widerstand aufbringt. Fahrzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trainingsvorrichtung fest und/oder lösbar am Fahrzeug angeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die manuell verformbare Masse (20) aus Kunststoff besteht. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die manuell verformbare Masse (20) von einer Kunststoffhaut (21) umschlossen ist, die ihrerseits Mittel (22) zur Befestigung des Formkörpers (19) an Gliedmaßen aufweist. Fahrzeug nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (22) zur Befestigung durch Gurte, Klettbänder o. dgl. und/oder durch eine Formgebung einer im Befestigungsbereich weitestgehend starr ausgebildeten Kunststoffhaut (21) gebildet ist. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Sensoren (23) vorgesehen sind, die in Verbindung mit einer elektronischen Auswerte-, Regel- und Steuereinheit es gestatten, das Training nach Trainingsdauer, -umfang, -häufigkeit, -belastung, -dichte u. dgl. mehr zu steuern und/oder die aufbringbaren Widerstände zu regeln und/oder Leistungen in Watt und/oder Kalorien zu berechnen, die Trainingsdaten für eine oder mehrere Personen zu speichern und/oder Trainingswerte über eine Anzeigeeinrichtung, wie einem Monitor, einem Drucker o. a. auszugeben. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug ein Land-, Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeug ist.






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