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Dokumentenidentifikation DE102007012024A1 29.05.2008
Titel Hörtrainingsgerät und dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen
Anmelder Sorg Hörsysteme Hörgeräte-Akustik GmbH, 74523 Schwäbisch Hall, DE
Erfinder Sorg, Reinhard, 74523 Schwäbisch Hall, DE
Vertreter Patentanwälte Ilberg und Weißfloh, 01309 Dresden
DE-Anmeldedatum 06.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007012024
Offenlegungstag 29.05.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.2008
IPC-Hauptklasse G09B 5/02(2006.01)A, F, I, 20070306, B, H, DE
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hörtrainingsgerät und ein dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen und eine Möglichkeit zur Erhöhung der Akzeptanz von Hörsystemen beim Menschen zu schaffen.
Das Hörtrainingsgerät besteht aus einem Trainingshörsystem mit einem schwebenden Ohrpassstück. Weiterhin besitzt das Trainingshörsystem einen Knowles-Filter, also einen mechanischen Filter zur Glättung im Hörgerätewinkel.
Weiterhin gehört zum Hörtrainingsgerät ein CD-Player mit einer Hörtrainings-CD, wobei diese CD für den Nutzer bzw. Trainierenden nicht auswechselbar ist.
Das Verfahren gliedert sich in einen Trainingsintervall als Regenerationstraining unter Nutzung des Hörtrainingsgerätes mit einer schrittweisen Verstärkung und einer schrittweisen Anhebung der MPO-Werte. Ein zweiter Trainingsintervall und ein Intervall der vergleichenden Hörsystemanpassung mit zwei technisch unterschiedlichen, jedoch dem Kunden angepassten Hörsystemen schließt sich an, wobei ein Hörsystem dem Trainingshörsystem ähnlich ist und das zweite Hörsystem technisch andersartig aufgebaut ist.
Das Anwendungsgebiet der Erfindung betrifft das Fachgebiet der Hörgeräteakustiker.

Beschreibung[de]

Hörtrainingsgerät und dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen insbesondere zur Verbesserung der Hörergebnisse der Träger von Hörsystemen und der Akzeptanz zu Hörsystemen.

Hörtrainingsgeräte zur Verbesserung der Hörleistung von Menschen und/oder zur Verbesserung der Akzeptanz von Hörsystemen sind nicht bekannt. Die Anpassung der Hörsysteme an den einzelnen Träger mit einer nachfolgenden Optimierung der Einstellung des Hörsystems durch den Hörgeräteakustiker ist bekannt, wird jedoch noch nicht in allen Fällen laut 'Stiftung Warentest' test 07/2006 vorgenommen.

Einfach Hörtrainingsmethoden ohne Einsatz technischer Hilfsmittel sind bereits bekannt. So wurde z. B. in der Zeitschrift 'Apotheken Umschau' vom 15.09.2006 Seite 15 ein einfaches Hörtraining veröffentlicht. Sicherlich lässt sich hierdurch eine bessere Einstimmung eines Menschen auf Hörprobleme erzielen. Eine generelle Verbesserung von Hörergebnissen bei Menschen mit Schwerhörigkeit ist kaum zu erwarten. Eine Erreichung einer verbesserten Akzeptanz von Hörsystemen kann damit jedoch nicht erreicht werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hörtrainingsgerät und ein dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen und eine Möglichkeit zur Erhöhung der Akzeptanz von Hörsystemen beim Menschen zu schaffen.

Das Hörtrainingsgerät und das dazugehöriges Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen zeichnet sich dadurch aus, dass es das Sprachverstehen im Störfall optimal fördert. Die häufigste Ursache für eine Schwerhörigkeit ist das Absterben von Haarsinneszellen im Innenohr. Hierdurch verringert sich das Auflösungsvermögen des Ohrs. Die Schädigung des Innenohrs verursacht degenerative Abbauprozesse in den teilen des zentralen Nervensystems, die für die Verarbeitung der akustischen Informationen verantwortlich sind. Diese Degenerationserscheinungen beeinträchtigen das Verstehen von Sprache im Störschall mit Hörsystemen. Diesem Umstand wird bei der klassischen Hörgeräte-Anpassung keine Rechnung getragen. Das Regenerationstraining als Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vor der vergleichenden Hörsystemanpassung durchgeführt. Hierdurch wird eine Verbesserung der zentralen Informationsverarbeitung im Gehirn eingeleitet, indem vorhandene Nervenzellen ihre verkümmerten Nervenzellenkontakte regenerieren. Dies erfolgt dadurch, weil sie durch das Hörtraining optimal angeregt werden. Wenn der Kunde die anschließende Hörsystemanpassung durchführt, wird seine innerohrbedingte Schwerhörigkeit durch das Hörsystem kompensiert. Der neu wahrgenommene Schall kann durch das zuvor durchgeführte Training nun besser vom Gehirn verarbeitet werden, wodurch dem Kunden die Möglichkeit gegeben wird, verschiedene Techniken objektiv zu beurteilen, denn die Qualität der Technik kann vom Kunden nur dann objektiv beurteilt werden, wenn der wahrgenommene Schall auch richtig verarbeitet wird. In sehr vielen Fällen geht eine Schwerhörigkeit mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber lauten Tönen einher. Hierdurch wird das Restdynamikfeld von unten, geringer Schalldruck, durch die Hörminderung und von oben, hoher Schalldruck, durch die Lautheitsempfindlichkeit, verschobene Unbehaglichkeitsschwelle, eingegrenzt. Dies limitiert den optimalen Einsatz der Hörsystemtechnik, da stärker als nötig komprimiert werden muss. Hieraus resultiert weniger natürlicher Klang des verstärkten Schalls und geringeres Sprachverstehen im Störschall. Diesem Umstand wird in der herkömmlichen Hörsystemanpassung ebenfalls keine Rechnung getragen. Sowohl während des ersten Trainingsintervalls, des Regenerationstrainings, als auch während der Optimierungsphase wird die Unbehaglichkeitsschwelle aktiv in Richtung der eines normal Hörenden verschoben. Dies geschieht durch Verschiebung des MPO-Wertes bei Auswertung entsprechender Messwerte. Hierdurch wird das Restdynamikfeld nach oben erweitert, wodurch besseres Sprachverstehen im Störfall erreicht werden kann, begründet durch geringere Kompression.

Durch das erfindungsgemäße Trainingshörsystem wird außerdem eine größere Akzeptanz für Hörsysteme beim Menschen geschaffen, die erstmalig ein Hörsystem benutzen.

Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Hörtrainingsgeräts sind in den Ansprüchen 2 bis 4 aufgeführt und des Verfahrens in den Ansprüchen 6 bis 8. Bei der Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 besitzt das Trainingshörsystem des Hörtrainingsgerätes zwei leicht auswechselbare, unterschiedliche Schlauchsystem-Ohrpassstück-Kombinationen und zwar ein Paar Standardschläuche und ein Paar Libby-Schläuchen. Die Standardschläuche werden beim Alltagsprogramm genutzt. Für das Training werden die Libby-Schläuche benutzt. Hierdurch wird im vergleich zur Verwendung von Standardschläuchen bei gleicher Geräteeinstellung ein deutlich besseres Sprachverständnis im Störschall während des Trainings erreicht. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 3 besitzt der CD-Player eine nicht auswechselbare Hörtrainings-CD. Hierdurch wird ein Austausch der CD durch den Trainierenden verhindert. Nach Anspruch 4 besitzt das Hörtrainingsgerät eine Hörtrainings-CD, die in 14 Übungsabschnitte mit jeweils drei Unterabschnitten, bestehend aus einem Abschnitt zum Sprachverstehen im Störschall, einem Abschnitt zum Konzentrationstraining und einem Abschnitt zum Training des akustischen Kurzzeitgedächtnisses aufgegliedert ist. Diese Aufteilung entspricht 14 Tages-Trainingseinheiten mit jeweils drei Untereinheiten. Die Weiterbildung des Verfahrens nach Anspruch 6 dass nach Ablauf des zweiten Trainingsintervalls und der vergleichenden Hörsystemanpassung und nach der Auswahl eines Hörsystems durch den Kunden als endgültiges Hörsystem eine Optimierungsphase mit Reprogrammierung des Hörsystems erfolgt. Mit der Angleichung der Unbehaglichkeitsschwelle des Kunden an die Unbehaglichkeitsschwelle eines normal Hörenden über die Regulierung des MPO-Wertes und der Durchführung einer weiteren Optimierung der Verstärkung unter gleichzeitiger Fortsetzung eines Hörtrainings, z. B. mit Hörbüchern mit Störschall unterlegt, wird eine sehr gute Anpassung des durch den Kunden mit Hilfe des Hörgeräteakustikers ausgesuchten Hörsystems erreicht. Nach Anspruch 7 werden unter Nutzung der Hörtrainings-CD des Hörtrainigsgerätes die Übungsunterabschnitte über den Tag verteilt durchgeführt. Bei der Weiterbildung des Verfahrens nach Anspruch 8 ist eine konkrete und optimale Wochenzahl für den Trainingsverlauf festgelegt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Das Hörtrainingsgerät zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen besteht aus einem Trainingshörsystem mit einem schwebenden Ohrpassstück. Das Ohrpassstück besitzt also bei der Benutzung des Trainingshörsystems keine Berührung zwischen Ohrpassstück und Gehörgang. Weiterhin besitzt das Trainingshörsystem einen Knowles-Filter, also einen mechanischen Filter zur Glättung im Hörgerätewinkel. Weiterhin gehört zum Hörtrainingsgerät ein CD-Player mit einer Hörtrainings-CD, wobei diese CD für den Nutzer bzw. Trainierenden nicht auswechselbar ist. Das Trainingshörsystem des Hörtrainingsgerätes besitzt vorteilhaft zwei leicht auswechselbare, unterschiedliche Schlauchsystem-Ohrpassstück-Kombinationen, und zwar ein Paar Standardschläuche und ein Paar Libby-Schläuche. Die Standardschläuche werden für das Alltagsprogramm eingesetzt, die Libby-Schläuche für das Trainingsprogramm. Hierdurch wird im Vergleich zur Verwendung der Standardschläuche bei gleicher Geräteeinstellung ein deutlich besseres Sprachverständnis im Störschall während des Trainings erreicht.

Die Hörtrainings-CD des Hörtrainigsgerätes ist in 14 Übungsabschnitte für ein 14-tägiges Training mit jeweils drei Unterabschnitten, bestehend aus einem Unterabschnitt zum Sprachverstehen im Störschall, einem Unterabschnitt zum Konzentrationstraining und einem Unterabschnitt zum Training des akustischen Kurzzeitgedächtnisses aufgegliedert, wobei die Unterabschnitte über den Tag verteilt durchgeführt werden sollen.

Das Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen wird erst nach den üblichen hörgeräteakustischen Untersuchungen und Handlungen eines Hörgeräteakustikers, wie Durchführung der Audiometrie, Ermittlung der Unbehaglichkeitsschwelle, Interpretation des Hörverlustes, Abnahme der Ohrformen, Ermittlung der Art und des Umfangs der Schwerhörigkeit, persönliche Beratungen des Kunden usw. eingeleitet und gliedert sich in einen Trainingsintervall als Regenerationstraining unter Nutzung des Hörtrainingsgerätes mit einer schrittweisen Verstärkung und einer schrittweisen Anhebung der MPO-Werte (most pressure Output) des Trainingshörgerätes durch den Hörgeräteakustiker bei Einsatz des Trainingshörsystems mit den Ohrpassstücken mit Standardschläuchen für das Alltagsprogramm und bei Einsatz der Ohrpassstücke mit Libby-Schläuchen für das Trainingsprogramm mit dem CD-Players mit der Hörtrainings-CD. Mit diesem vorteilhafterweise 14 Tage dauernden Regenerationstraining und der schrittweisen Erhöhung der Verstärkung und der MPO-Werte soll bereits in diesem Intervall die Unbehaglichkeitsschwelle und damit die Lautstärke-Akzeptanz verschoben werden. Hierdurch wird erreicht, dass das Restdynamikfeld erweitert wird, wodurch weniger Kompression erforderlich ist und somit ein möglichst natürliches Klangbild durch geringe Verzerrung und somit ein besseres Sprachverstehen im Störschall erreicht werden soll.

Ein zweiter Trainingsintervall und ein Intervall der vergleichenden Hörsystemanpassung mit zwei technisch unterschiedlichen, jedoch dem Kunden angepassten Hörsystemen schließt sich an, wobei ein Hörsystem dem Trainingshörsystem ähnlich ist und das zweite Hörsystem technisch andersartig aufgebaut ist und auch weiterhin das Trainingsprogramm mit dem CD-Player mit der Hörtrainings-CD neben dem Alltagsprogramm genutzt wird. Im weiteren Verlauf der vergleichenden Hörsystemanpassung wird bei Folgeterminen beim Hörgeräteakustiker das vom Kunden als schlechter eingestufte Hörsystem durch ein anderes ausgetauscht. So vergleicht der Kunde die Technik eines anderen Hörsystems immer gegen das ihm am besten erscheinende Hörsystem, bis er seine Wahl getroffen hat.

Nach Ablauf des zweiten Trainingsintervalls und der vergleichenden Hörsystemanpassung und nach der Auswahl eines Hörsystems durch den Kunden als endgültiges Hörsystem empfiehlt sich eine Optimierungsphase mit Reprogrammierung des Hörsystems mit der Angleichung der Unbehaglichkeitsschwelle des Kunden an die Unbehaglichkeitsschwelle eines normal Hörenden über die Regulierung des MPO-Wertes und eine weitere Optimierung der Verstärkung unter gleichzeitiger Fortsetzung eines Hörtrainings, z. B. mit CD-Hörbüchern mit Störschall unterlegt.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Verfahrens auf der Grundlage einer konkreten Wochenaufteilung insbesondere zur Aktivierung und Stärkung vorhandener Nervenzellkontakte im Hörbereich wird im Folgenden beschrieben. Das Verfahren ist hierbei auf insgesamt dreißig Wochen begrenzt. Ab der einunddreißigsten Woche, also nach Ablauf des eigentlichen Verfahrens, schließt sich aller sechs Monate ein Wartungstermin mit Hörsystem-Funktionsprüfungen und weiteren Standardwartungsarbeiten eines Hörgeräteakustikers an. In der ersten Woche wird Art und Umfang der Schwerhörigkeit des Kunden ermittelt, die Ohrabformungen werden vorgenommen und es erfolgt die Herstellung des schwebenden Ohrpassstückes. Außerdem erfolgt eine Umgebungsschallanalyse. In der zweiten Woche erfolgt die Anpassung des schwebenden Ohrpassstückes und des Trainingshörsystems, die Auswertung der Umgebungsschallanalyse und eines Wortverständnistests. Der Kunde absolviert zu Hause mit einem Trainingshörsystem ein Sieben-Tage-Aktivierungs-Trainingsprogramm mit Hilfe des CD-Players mit der Hörtrainings-CD mit der Zielstellung einer Aktivierung und Stärkung der vorhandenen Nervenzellkontakte. Diese Hörtrainings-CD besitzt unter anderem einem Abschnitt zum Sprachverstehen im Störschall mit einer ständigen Zunahme des Störschalls. Nach dieser Woche erfolgt ein Erfahrungsaustausch zwischen Hörgeräteakustiker und dem Kunden mit einer Nachjustierung der Hörsysteme. In der dritten Woche absolviert der Kunde zu Hause ein Sieben-Tage-Regenerations-Trainingsprogramm mit Hilfe des CD-Players mit der Hörtrainings-CD als Training zur Konzentration und des Gedächtnisses. Defekte Nervenzellen werden hierbei zur Regeneration ihrer Kontaktstellen angeregt. Ab der vierten Woche wird durch den Kunden zu Hause das Regenerations-Trainingsprogramm bis zur dreißigsten Woche fortgeführt, wobei in der vierten bis sechsten Woche ein vergleichendes Probetragen von verschiedenen Hörsystemen im Wochenturnus erfolgt. Ab der vierten Woche ist bei einem ordnungsgemäßen Training eine beginnende Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz zu erwarten. In der siebenten bis zehnten Woche beginnt eine erste Optimierungsphase zur Stabilisierung des Hörvermögens unter Nutzung von Hörbüchern auf CD. Es wird eine weitere Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz und Anregung der Nervenzellen zur Regeneration ihrer Kontaktstellen erreicht. In der elften bis achtzehnten Woche erfolgt eine zweite Optimierungsphase zur Verbesserung der Hörqualität mit der Zielstellung, dass weitere Nervenzellenkontakte ausgebildet werden. In der zwölften Woche erfolgt die letzte Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz. Es wird ein verbessertes Sprachverstehen in geräuschvoller Umgebung erreicht. Die Lautstärkeakzeptanz wird der eines normal Hörenden immer ähnlicher. In der neunzehnten bis dreißigsten Woche erfolgt eine dritte Optimierungsphase zur Verfeinerung des Hörsinns. Diese Optimierungsphasen nutzen ebenfalls die Hörbücher auf CD, die entsprechende Abschnitte zum Sprachverstehen im Störschall mit einer ständigen Zunahme des Störschalls, einem Abschnitt zum Konzentrationstraining und einem Abschnitt zum Training des akustischen Kurzzeitgedächtnisses besitzen.


Anspruch[de]
Hörtrainingsgerät zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen, dadurch gekennzeichnet, dass das Hörtrainingsgerät aus einem Trainingshörsystem mit einem schwebenden Ohrpassstück, also einem Ohrpassstück, welches bei der Benutzung des Trainingshörsystems keine Berührung zwischen Ohrpassstück und Gehörgang zulässt, und einem Knowles-Filter im Hörgerätewinkel des Trainingshörsystems, und aus einem CD-Player mit einer Hörtrainings-CD besteht. Hörtrainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingshörsystem des Hörtrainingsgerätes mit zwei leicht auswechselbaren, unterschiedlichen Schlauchsystem-Ohrpassstück-Kombinationen und zwar einem Paar Standardschläuchen und einem Paar Libby-Schläuchen, versehen ist. Hörtrainingsgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der CD-Player mit einer nicht auswechselbaren Hörtrainings-CD bestückt ist. Hörtrainingsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hörtrainings-CD des Hörtrainingsgerätes in 14 Übungsabschnitte mit jeweils drei Unterabschnitten, bestehend aus einem Unterabschnitt zum Sprachverstehen im Störschall mit einer ständigen Zunahme des Störschalls, einem Unterabschnitt zum Konzentrationstraining und einem Unterabschnitt zum Training des akustischen Kurzzeitgedächtnisses aufgegliedert ist. Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen, dadurch gekennzeichnet, dass nach den üblichen hörgeräteakustischen Untersuchungen und Handlungen eines Hörgeräteakustikers, wie Audiometrie, Abnahme der Ohrform, Ermittlung der Art und des Umfangs der Schwerhörigkeit und persönliche Beratungen, sich nach einem Trainingsintervall als Regenerationstraining unter Nutzung des Hörtrainingsgerätes mit einer schrittweisen Verstärkung und einer schrittweisen Anhebung der MPO-Werte des Trainingshörgerätes durch den Hörgeräteakustiker bei Einsatz des Trainingshörsystems mit den Ohrpassstücken mit Standardschläuchen für das Alltagsprogramm und bei Einsatz der Ohrpassstücke mit Libby-Schläuchen für das Trainingsprogramm mit Hilfe des CD-Players mit der Hörtrainings-CD, sich ein zweiter Trainingsintervall und ein Intervall der vergleichenden Hörsystemanpassung mit zwei technisch unterschiedlichen, jedoch dem Kunden angepassten Hörsystemen anschließt, wobei ein Hörsystem dem Trainingshörsystem ähnlich ist und das zweite Hörsystem technisch andersartig aufgebaut ist und auch weiterhin das Trainingsprogramm mit dem CD-Player mit der Hörtrainings-CD neben dem Alltagsprogramm genutzt wird. Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach Ablauf des zweiten Trainingsintervalls und der vergleichenden Hörsystemanpassung und nach der Auswahl eines Hörsystems durch den Kunden als endgültiges Hörsystem eine Optimierungsphase mit Reprogrammierung des Hörsystems mit der Angleichung der Unbehaglichkeitsschwelle des Kunden an die Unbehaglichkeitsschwelle eines normal Hörenden über die Regulierung des MPO-Wertes und eine weitere Optimierung der Verstärkung unter gleichzeitiger Fortsetzung eines Hörtrainings, z. B. mit CD-Hörbüchern mit Störschall unterlegt, erfolgt. Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hörtrainings-CD des Hörtrainigsgerätes nach Anspruch 4 mit ihren 14 Übungsabschnitten mit den jeweiligen drei Unterabschnitten pro Tag, bestehend aus dem Unterabschnitt zum Sprachverstehen im Störschall, dem Unterabschnitt zum Konzentrationstraining und dem Unterabschnitt zum Training des akustischen Kurzzeitgedächtnisses, über den Tag verteilt angehört und somit das Training über den Tag verteilt durchgeführt wird. Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens im Störschall mit Hörsystemen nach Anspruch 5 bis 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass sich das Verfahren auf insgesamt dreißig Wochen begrenzt und ab der einunddreißigsten Woche aller sechs Monate ein Wartungstermin mit Hörsystem-Funktionsprüfungen und weiteren Standardwartungsarbeiten und nach jeweils 12 Monaten sich ein erneuter Hörtest anschließt,

wobei in der ersten Woche Art und Umfang der Schwerhörigkeit ermittelt wird, die Ohrabformungen und die Herstellung des schwebenden Ohrpassstückes und eine Umgebungsschallanalyse erfolgt,

in der zweiten Woche die Anpassung des schwebenden Ohrpassstückes und des Trainingshörsystems, die Auswertung der Umgebungsschallanalyse und eines Wortverständnistests erfolgt und der Kunde zu Hause mit einem Trainingshörsystem ein Sieben-Tage-Aktivierungs-Trainingsprogramm mit Hilfe des CD-Players mit der Hörtrainings-CD absolviert,

in der dritten Woche der Kunde zu Hause ein Sieben-Tage-Regenerations-Trainingsprogramm mit Hilfe des CD-Players mit der Hörtrainings-CD zur Verbesserung der Konzentration und des Gedächtnisses absolviert und eine Nachjustierung des Trainingshörsystems erfolgt,

ab der vierten Woche das Regenerations-Trainingsprogramm bis zur dreißigsten Woche durch den Kunden zu Hause fortgeführt wird, wobei in der vierten bis sechsten Woche ein vergleichendes Probetragen von verschiedenen-Hörsystemen im Wochenturnus und eine beginnende Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz erfolgt,

in der siebenten bis zehnten Woche eine erste Optimierungsphase zur Stabilisierung des Hörvermögens unter Nutzung von Hörbüchern und eine weitere Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz erfolgt,

in der elften bis achtzehnten Woche eine zweite Optimierungsphase zur Verbesserung der Hörqualität erfolgt, wobei in der zwölften Woche die letzte Verbesserung der Lautstärkeakzeptanz erfolgt,

und in der neunzehnten bis dreißigsten Woche eine dritte Optimierungsphase zur Verfeinerung des Hörsinns erfolgt.






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