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Dokumentenidentifikation DE102004028759B4 19.06.2008
Titel Strömungssensor
Anmelder Buck, Robert, 88142 Wasserburg, DE
Erfinder Buck, Robert, 88142 Wasserburg, DE;
Schocker, Berthold, 88069 Tettnang, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr & Eggert, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 16.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028759
Offenlegungstag 05.01.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.06.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.06.2008
IPC-Hauptklasse G01F 1/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E03B 7/07(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F24D 19/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Strömungssensor, für strömende Medien, mit einem zylindrischen Gehäuse und mit einem in dem Gehäuse angeordneten Sensorelement, wobei das Gehäuse vorzugsweise ein Außengewinde aufweist und in eine Wandung bzw. einen Anschlußstutzen eines Rohres einschraubbar ist, wobei ein in das strömende Medium hineinragender Hubkörper vorgesehen ist, der an dem Gehäuse beweglich geführt ist und in Abhängigkeit von der Strömung des zu überwachenden Mediums gegen die Federkraft eines zwischen dem Gehäuse und dem Hubkörper angeordneten Federelements bewegbar ist, und wobei das Sensorelement ein von der Position des Hubkörpers abhängiges Signal erzeugt.

Eingangs ist gesagt worden, daß die Erfindung einen Strömungssensor betrifft. Ein derartiger Strömungssensor kann auch als Strömungswächter oder als Strömungsmeßgerät bezeichnet werden. Im Rahmen der Erfindung wird unter einem Strömungssensor sowohl ein Strömungswächter verstanden, mit dem lediglich das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein einer bestimmten Strömung festgestellt wird, als auch ein Strömungsmeßgerät, bei dem ein Strömungswert gemessen wird; bei dem also ein dem Strömungswert entsprechender Meßwert gewonnen werden kann.

Bekannte Strömungswächter bzw. Strömungsmeßgeräte arbeiten häufig nach dem kalorimetrischen Prinzip. Dazu weisen die Strömungssensoren in der Regel mindestens ein Temperaturmeßelement und ein Heizelement auf. Im allgemeinen arbeitet man mit einer Differenztemperaturmessung. Ein erstes Temperaturmeßelement mißt die eigentliche Meßtemperatur, wobei sich die Meßtemperatur aus der Heizleistung des Heizelements, der Temperatur des strömenden Mediums und der strömungsabhängigen Wärmetransportkapazität des strömenden Mediums ergibt. Weiter mißt im allgemeinen ein zweites Temperaturmeßelement eine Referenztemperatur, wobei jedoch die Funktion des zweiten Temperaturmeßelements auch von dem Heizelement übernommen werden kann. Bei einem Strömungssensor nach dem kalorimetrischen Prinzip stellen das Temperaturmeßelement und das Heizelement das bzw. die eingangs genannten Sensorelemente dar. Derartige Strömungssensoren sind – insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Näherungsschaltern – relativ teuer.

Sensoren, die zur Überwachung eines Mediums bzw. der Eigenschaft eines Mediums, wie z. B. des Druckes einer Flüssigkeit oder eines Gases, dienen, insbesondere Strömungssensoren, weisen meist ein zylindrisches Gehäuse auf, wobei das Gehäuse zum einen, wie bei allen Sensoren, zum Schutz des Sensors und der dazu gehörenden Elektronik, zum anderen aber auch zum sicheren und dauerhaften Anschluß an das das Medium führende Rohr bzw. den Behälter dient. Die Sensoren sind entweder zum Anschluß an separate Auswerteelektroniken vorgesehen, oder mit der Auswerteelektronik als kompakte Einheit zusammengefaßt. Insbesondere derartige Kompaktgeräte, bestehen meist aus mindestens zwei Teilen, einem Unterteil und einem Oberteil, wobei das Unterteil mit dem das Medium führenden Behälter oder Rohr verbunden ist und deshalb häufig auch als Prozeßanschluß bezeichnet wird.

Vorteil eines Sensors mit einem zwei- oder mehrteiligen Gehäuse ist es, daß bei einem Defekt des Sensors bzw. der Elektronik lediglich das Oberteil des Gehäuses ausgewechselt werden muß, ohne daß durch Auswechseln des Prozeßanschlusses in den laufenden Prozeß eingegriffen werden muß.

Nachteilig bei den zuvor beschriebenen Sensoren, insbesondere bei einem Strömungssensor, ist es – unabhängig davon, ob das Gehäuse ein- oder zweiteilig ausgeführt ist –, daß zum Anschluß des Sensors bzw. des Prozeßanschlusses des Sensors in bestehenden Anlagen eine Rohrleitung aufgetrennt und ein T-Stück zur Aufnahme des Sensors eingebaut werden muß. Diese Vorgehensweise ist dann besonders nachteilig, wenn die Verwendung eines Strömungssensors nur mit relativ geringen Kosten verbunden sein soll. Dies ist beispielsweise bei der Wasserversorgung in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus der Fall. Eine zentrale Wasserversorgungsanlage in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus besteht in der Regel aus einem Warmwasserkreislauf, mit einem Warmwasserspeicher, einem Kaltwasserzulauf und einer Warm- und Kaltwasserleitung mit mehreren Zapfstellen (z. B. in den Bäder, der Küche und den Toiletten).

Eine derartige häusliche Wasserversorgungsanlage ist beispielsweise aus der DE 32 42 491 C2 bekant. Die Wasserversorgungsanlage weist einen Warmwasserspeicher, eine daran angeschlossene Zirkulationsleitung mit mehreren Zapfstellen und einen Kaltwasserzulauf auf, wobei im Kaltwasserzulauf ein Rückschlagventil eingebaut ist. In der Rücklaufleitung der Zirkulationsleitung ist eine Pumpvorrichtung eingebaut, die über einen in der Vorlaufleitung der Zirkulationsleitung eingebauten Strömungssensor und über einen in der Rücklaufleitung eingebauten Temperatursensor ein- und ausschaltbar ist.

Ein eingangs beschriebener Strömungssensor ist aus der DE 21 46 115 B2 bekannt. Bei dem bekannten Strömungssensor ist innerhalb eines Rohres ein Reed-Kontakt als Sensorelement vorgesehen, der mit am Meßkörper angeordneten Magneten zusammenwirkt. Die Magnete sind dabei als Ringmagnete ausgebildet, so daß sie den Reed-Kontakt konzentrisch umgeben.

Die DE 298 23 702 U1 offenbart ebenfalls einen Strömungssensor für strömende Medien, wobei der dort beschriebene Strömungssensor ein spezielles Kunststoffgehäuse mit einem rohrförmigen Strömungsraum und einem ebenfalls rohrförmigen, unter einem Winkel von ca. 45° dazu angeordneten Meßraum aufweist. Innerhalb des Meßraums ist ein Träger mit einem darin angeordneten Permanentmagneten beweglich angeordnet, der ebenfalls mit einem als Reedschalter ausgebildeten Sensor zusammenwirkt. Die Verwendung eines Reed-Kontaktes hat jedoch den Nachteil, daß die Genauigkeit nicht besonders groß ist, insbesondere eine relativ große Hysterese existiert und eine relativ große Auslenkung des Meßkörpers erforderlich ist, damit es zu einem Schaltvorgang des Reed-Kontaktes kommt.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Strömungssensor zur Verfügung zu stellen, der möglichst kostengünstig hergestellt werden kann, so daß der Strömungssensor auch im privaten Bereich, insbesondere innerhalb einer zentralen Warmwasserversorgungsanlage eines Ein- oder Mehrfamilienhauses eingesetzt werden kann. Darüber hinaus soll der Strömungssensor eine möglichst hohe Meßgenauigkeit aufweisen.

Die zuvor genannte Aufgabe ist bei dem eingangs beschriebenen Strömungssensor dadurch gelöst, daß das Sensorelement als induktiver Näherungsschalter ausgebildet ist, daß das zum Hubkörper weisende Ende des Gehäuses einen Führungsbolzen aufweist und daß zumindest das – im eingebauten Zustand – aus dem Inneren des Rohres weisende Ende des Hubkörpers hülsenförmig ausgebildet ist, so daß der Hubkörper auf dem Führungsbolzen geführt ist, so daß der Hubkörper durch eine Strömung des zu überwachenden Mediums in Richtung des induktiven Näherungsschalters bewegt wird, wodurch sich der Abstand zwischen dem Hubkörper und dem induktiven Näherungsschalter verringert, was bei einem vorgegebenen Abstand ein Schaltsignal des induktiven Näherungsschalters und damit dessen Strömungssensors auslöst.

Durch die Anordnung des in das strömende Medium hineinragenden, beweglich auf dem Führungsbolzen des Gehäuses geführten Hubkörpers, dessen Position ein Maß für die zu überwachende Strömung darstellt, kann ein sehr einfacher Strömungssensor realisiert werden. Das Sensorelement ist dabei durch einen in dem Gehäuse angeordneten induktiven Näherungsschalter realisiert, der in Abhängigkeit von der Position des Hubkörpers ein Schaltsignal ausgibt. Derartige induktive Näherungsschalter werden seit Jahrzehnten millionenfach im industriellen Bereich eingesetzt, so daß je nach konkretem Anwendungsfall eine Vielzahl unterschiedlicher induktiver Näherungsschalter, mit unterschiedlichen Durchmessern und unterschiedlichen Schaltabständen zur Verfügung stehen.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Strömungssensors weist der Hubkörper einen umlaufenden Bund auf, wobei der Bund so ausgebildet ist, daß der Strömungssensor zusätzlich die Funktion eines Rückschlagventils aufweist. Dadurch kann der erfindungsgemäße Strömungssensor einfach anstelle eines in einer Wasserversorgungsanlage vorhandenen Rückschlagventils in den für das Rückschlagventil bereits vorgesehenen Anschlußstutzen eines Rohres, insbesondere des Kaltwasserzulaufs, eingeschraubt werden. Damit entfällt das bei der Verwendung von kalorimetrischen Strömungssensoren notwendige Einfügen eines T-Stückes in die bestehende Rohrleitung zum Anschluß des Strömungssensors. Da der Strömungssensor gleichzeitig auch als Rückschlagventil dient, sind keine Änderungen in den Rohrleitungen erforderlich; der Strömungssensor ersetzt einfach das Rückschlagventil und liefert darüber hinaus noch eine Aussage über die Strömung des Mediums, d. h. des Wassers, in der Leitung.

Um auch bei relativ kleinen Strömungen einen ausreichend großen Hub des Hubkörpers zu erreichen, der dann auch mit einem einfachen berührungslosen Näherungsschalter detektiert werden kann, ist vorzugsweise vorgesehen, daß zwischen dem – im eingebauten Zustand – in das Rohr ragenden Ende des Hubkörpers und dem umlaufenden Bund ein zylindrischer Abschnitt am Hubkörper ausgebildet ist. Dadurch wird erreicht, daß das in das Rohr ragende Ende des Hubkörpers – im Unterschied zu einem normalen Rückschlagventil – nicht als flacher Teller ausgebildet ist. Durch die Ausbildung eines zylindrischen Abschnittes, der im eingebauten Zustand des Strömungssensors in den Ventilsitz im Rohr hineinragt, wird bereits bei sehr geringen Strömungen ein ausreichend großer Hub des Hubkörpers erreicht.

Wie zuvor bereits ausgeführt, kann der erfindungsgemäße Strömungssensor besonders vorteilhaft in einer Wasserversorgungsanlage in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus an der Position eines Rückschlagventils eingesetzt werden. Daher betrifft die Erfindung neben dem zuvor beschriebenen Strömungssensor auch eine Anordnung zur Strömungsüberwachung in einer Wasserversorgungsanlage in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus, mit einem erfindungsgemäßen Strömungssensor, wobei die Wasserversorgungsanlage zumindest einen Kaltwasserzulauf, einen Brauchwasserspeicher und einen Warmwasserkreislauf mit einer Warmwasserleitung und mehreren Zapfstellen aufweist, und wobei im Kaltwasserzulauf ein Ventilsitz ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß ist nun der einen Hubkörper mit einem umlaufenden Bund und einen zylindrischen Abschnitt aufweisende Strömungssensor im Kaltwasserzulauf anstelle des Rückschlagventils angeordnet, wobei der zylindrische Abschnitt des Hubkörpers in den Ventilsitz hineinragt, wenn keine Strömung ansteht, und wobei der Durchmesser des umlaufenden Bundes etwas größer und der Durchmesser des Abschnitts etwas kleiner als die Öffnung des Ventilsitzes ist, so daß zwischen dem zylindrischer Abschnitt und dem Ventilsitz ein Spalt vorhanden ist. Wie zuvor bereits ausgeführt, entfällt dadurch die nachträgliche Anordnung eines T-Stückes innerhalb einer bestehenden Rohrleitung. An der Stelle des für den Brauchwasserspeicher vorgeschriebenen Rückschlagventils kann einfach der Strömungssensor eingesetzt werden, da dieser die Funktion des Rückschlagventils ebenfalls übernimmt.

Da bei einem Ein- oder Mehrfamilienhaus die Leitungswege zwischen dem zumeist im Keller angeordneten Warmwasserspeicher und den einzelnen Zapfstellen relativ groß sind, weist die Wasserversorgungsanlage in der Regel eine Zirkulationspumpe und eine Zirkulationsleitung auf. Die Zirkulationsleitung sorgt dabei dafür, daß bei eingeschalteter Zirkulationspumpe permanent warmes Wasser an den Stichleitungen zu den einzelnen Zapfstellen ansteht.

Durch die Verwendung einer Zirkulationspumpe und einer Zirkulationsleitung wird der Komfort bei der Benutzung einer Warmwasserversorgungsanlage deutlich erhöht, da das gewünschte warme Wasser sehr kurzfristig nach dem Öffnen der Zapfstelle zur Verfügung steht. Dieser Vorteil wird jedoch durch den erhöhten Verbrauch an elektrischer Energie für die Zirkulationspumpe und insbesondere durch erhöhte Wärmeverluste in den Warmwasserleitungen erkauft. Um diese Verluste zu verringern, sind verschiedene Maßnahmen bekannt, eine "bedarfsorientierte" Steuerung der Zirkulationspumpe zu realisieren. Die einfachste und in der Praxis am häufigsten angewandte Maßnahme besteht in der Verwendung einer einfachen Zeitschaltuhr, wodurch erreicht wird, daß die Zirkulationspumpe zumindest während der Nacht ausgeschaltet bleibt. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Strömungssensors kann darüber hinaus eine Steuerung der Zirkulationspumpe realisiert werden, bei der – durch das Schaltsignal des Strömungssensors initiiert – die Zirkulationspumpe nur bei einer Wasserentnahme, d. h. bei einer Strömung in einer Wasserleitung, eingeschaltet wird.

Im einzelnen gibt es nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen Strömungssensor auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen auf die dem Patentanspruchs 1 nachgeordneten Patentansprüche sowie auf die Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen

1 ein Ausführungsbeispiel eines Strömungssensors, eingebaut in einer Wasserleitung einer Wasserversorgungsanlage, bei keiner Strömung,

2 den Strömungssensor gemäß 1, bei Beginn der Wasserentnahme,

3 den Strömungssensor gemäß 1, bei voller Wasserentnahme,

4 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strömungssensors, eingebaut in einer Wasserleitung, bei keiner Wasserentnahme,

5 den Strömungssensor gemäß 4, bei beginnender Wasserentnahme,

6 den Strömungssensor gemäß 4, bei voller Wasserentnahme,

7 eine alternative Ausgestaltung eines Strömungssensors gemäß 1 und

8 eine alternative Ausgestaltung eines Strömungssensors gemäß 4.

Die Figuren zeigen verschiedene Ausführungsformen eines Strömungssensors 1, der ein zylindrisches Gehäuse 2 aufweist, wobei an dem Gehäuse 2 ein Abschnitt mit einem Außengewinde 3 ausgebildet ist, mit dem der Strömungssensor 1 in einem Anschlußstutzen 4 eines Rohres 5 eingeschraubt ist.

Den in den Figuren dargestellten unterschiedlichen Ausführungsformen des Strömungssensors 1 ist gemeinsam, daß jeweils ein in das strömende Medium hineinragender Hubkörper 6 vorgesehen ist, der beweglich an dem Gehäuse 2 geführt ist und in Abhängigkeit von der Strömung 7 des zu überwachenden Mediums – in den 3 und 6 durch einen Pfeil dargestellt – in Richtung des Gehäuses 2 gedrückt wird. Hierbei wird der Hubkörper 6 gegen die Federkraft eines zwischen dem Gehäuse 2 und dem Hubkörper 6 angeordneten Federelements 8 ausgelenkt.

Die Position des Hubkörpers 6, die ein Maß für die Strömung 7 des zu überwachenden Mediums darstellt, wird von einem in dem Gehäuse 2 angeordneten Sensorelement ausgewertet. Im einfachsten Fall wird dabei nur das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein einer bestimmten Strömung 7 überwacht. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, das Sensorelement so auszubilden, daß der tatsächliche Strömungswert gemessen wird.

Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den 1 bis 7 ist am Hubkörper 6 ein umlaufender Bund 9 derart ausgebildet, daß der Strömungssensor 1 bei Einbau in einem entsprechenden, einen Ventilsitz 10 aufweisenden, Rohrstück 5, zusätzlich die Funktion eines Rückschlagventils aufweist. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Dichtigkeit ist dabei vor dem Bund 9 noch ein Dichtungsring 11 angeordnet. Zwischen dem – im eingebauten Zustand – in das Innere des Rohres 5 weisenden Ende des Hubkörpers 6 und dem umlaufenden Bund 9 bzw. dem Dichtungsring 11 weist der Hubkörper 6 einen zylindrischen Abschnitt 12 auf, der in den Ventilsitz 10 hineinragt, wenn keine Strömung 7 ansteht. Der Durchmesser des zylindrischen Abschnitts 12 ist dabei etwas kleiner als die Öffnung 13 des Ventilsitzes 10, so daß zwischen dem zylindrischen Abschnitt 12 und dem Ventilsitz 10 ein ringförmiger Spalt 14 vorhanden ist.

Ist keine Strömung 7 vorhanden, was in den 1, 4 und 7 dargestellt ist, so wird der Hubkörper 6 aufgrund der Federkraft des Federelements 8 gegen den Ventilsitz 10 gedrückt, wobei der ringförmige Spalt 14 durch den Dichtungsring 11 verschlossen ist. Beim Anstehen einer geringen Strömung 7, wie dies in den 2 und 5 dargestellt ist, wird der Hubkörper 6 durch die Strömung 7 entgegen der Federkraft des Federelements 8 zum Gehäuse 2 gedrückt. Das strömende Medium kann dann durch den Spalt 14 in der vorgegebenen Richtung durch das Rohr 5 strömen. Hierbei wird durch die Ausbildung des in den Ventilsitz 10 hineinragenden zylindrischen Abschnitts 12 erreicht, daß auch bei einer relativ geringen Strömung 7 der dadurch verursachte Hub 15 des Hubkörpers 6 ausreichend groß ist, so daß er von dem in dem Strömungssensor 1 angeordneten Sensorelement detektiert werden kann. Durch eine entsprechende Wahl der Länge des zylindrischen Abschnitts 12, des Spaltes 14 sowie eine entsprechende Dimensionierung des Federelements 8 kann dabei der bei einer bestimmten Strömung 7 auftretende Hub 15 eingestellt werden. Durch eine entsprechende Einstellung des Hubes 15 bei einer bestimmten Strömung 7 ist somit eine Anpassung an die Eigenschaften des verwendeten Sensorelements, insbesondere an den Schaltpunkt des Sensorelements, möglich.

Wie aus den Figuren unmittelbar ersichtlich, weist das in das Innere des Rohres 5 weisende Ende des Hubkörpers 6 eine konisch zulaufende Spitze 16 auf. Durch die Wahl der Spitze 16 kann dabei ebenfalls eine Einstellung des Hubes 15 und damit auch des Schaltpunktes des Sensorelements erfolgen. Wie den 3 und 6 entnommen werden kann, ist der Hubkörper 6 so dimensioniert, daß bei maximaler Strömung 7 die Öffnung 13 nahezu vollständig freigegeben ist, so daß der Durchfluß des strömenden Mediums nahezu ungehindert erfolgen kann. Darüber hinaus kann den Figuren entnommen werden, daß beim Auftreten einer Strömung entgegen der in den 3 und 6 eingezeichneten Richtung der Strömungssensor 1 als Rückschlagventil fungiert. Durch die Federkraft des Federelements 8 wird der Hubkörper 6 mit seinem Bund 9 bzw. dem Dichtungsring 11 gegen den Ventilsitz 10 gedrückt, so daß kein Medium in entgegengesetzter Richtung – bei der Darstellung gemäß den Figuren von oben – durch das Rohr 5 fließen kann.

Die Ausführungsformen des Strömungssensors 1 gemäß den 1 bis 3 und 7 einerseits sowie gemäß den 4 bis 6 und 8 andererseits, unterscheiden sich durch die Verwendung unterschiedlicher Sensorelemente. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den 1 bis 3 und 7 ist als Sensorelement ein Magnetschalter 17 vorgesehen, der in einer entsprechenden Bohrung im Gehäuse 2 eingeschraubt ist. Zur Betätigung des Magnetschalters 17 ist in dem gegenüberliegenden Ende 18 des Hubkörpers 6 ein Permanentmagnet 19 angeordnet. Bei den Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Strömungssensors 1 gemäß den 4 bis 6 und 8 ist als Sensorelement ein induktiver Näherungsschalter 20 vorgesehen, der ebenfalls in einer entsprechenden Bohrung in dem Gehäuse 2 befestigt ist.

Bei dem in den 1 bis 3 dargestellten Strömungssensor 1 ist in dem Gehäuse 2 – im zum Hubkörper 6 weisenden Ende – eine Bohrung 21 ausgebildet, in der das einen entsprechenden Außendurchmesser aufweisende zylindrische Ende 18 des Hubkörpers 6 geführt ist. Im Unterschied dazu ist bei den in den 4 bis 8 dargestellten Strömungssensoren 1 das zum Hubkörper 6 weisende Ende des Gehäuses 2 als Führungsbolzen 22 ausgebildet, auf dem der Hubkörper 6 geführt ist. Hierzu ist der Hubkörper 6 gemäß den 4 bis 6 und 8 hülsenförmig ausgebildet. Bei dem Strömungssensor 1 gemäß 7, bei dem das Gehäuse 2 ebenfalls einen Führungsbolzen 22 aufweist, ist in dem Hubkörper 6 eine korrespondierende Bohrung 23 vorgesehen. Eine derartige Bohrung 23 ist auch bei dem Hubkörper 6 des erfindungsgemäßen Strömungssensors 1 gemäß 8 ausgebildet, wobei hier der Führungsbolzen 22 am Gehäuse 2 zwei, einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisende Abschnitte aufweist.


Anspruch[de]
Strömungssensor für strömende Medien, mit einem zylindrischen Gehäuse (2) und mit einem in dem Gehäuse (2) angeordneten Sensorelement, wobei das Gehäuse (2) ein Außengewinde (3) aufweist und in eine Wandung bzw. einen Anschlußstutzen (4) eines Rohres (5) einschraubbar ist,

wobei ein in das strömende Medium hineinragender Hubkörper (6) vorgesehen ist, der an dem Gehäuse (2) beweglich geführt ist und in Abhängigkeit von der Strömung (7) des zu überwachenden Mediums gegen die Federkraft eines zwischen dem Gehäuse (2) und dem Hubkörper (6) angeordneten Federelements (8) bewegbar ist, und wobei das Sensorelement ein von der Position des Hubkörpers (6) abhängiges Signal erzeugt,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Sensorelement als induktiver Näherungsschalter (20) ausgebildet ist,

daß das zum Hubkörper (6) weisende Ende des Gehäuses (2) einen Führungsbolzen (22) aufweist und daß zumindest das – im eingebauten Zustand – aus dem Inneren des Rohres (5) weisende Ende (18) des Hubkörpers (6) hülsenförmig ausgebildet ist, so daß der Hubkörper (6) auf dem Führungsbolzen (22) geführt ist,

so daß der Hubkörper (6) durch eine Strömung des zu überwachenden Mediums in Richtung des induktiven Näherungsschalters (20) bewegt wird, wodurch sich der Abstand zwischen dem Hubkörper (6) und dem induktiven Näherungsschalter (20) verringert, was bei einem vorgegebenen Abstand ein Schaltsignal des induktiven Näherungsschalters (20) und damit des Strömungssensors auslöst.
Strömungssensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubkörper (6) einen umlaufenden Bund (9) aufweist, wobei der Bund (9) so ausgebildet und angeordnet ist, daß der Strömungssensor (1) zusätzlich die Funktion eines Rückschlagventils aufweist. Strömungssensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem – im eingebauten Zustand – in das Innere des Rohres (5) weisenden Ende des Hubkörpers (6) und dem umlaufenden Bund (9) ein zylindrischer Abschnitt (12) am Hubkörper (6) ausgebildet ist. Strömungssensor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das – im eingebauten Zustand – in das Innere des Rohres (5) weisenden Ende des Hubkörpers (6) eine konisch zulaufende Spitze (16) aufweist. Anordnung zur Strömungsüberwachung in einer Wasserversorgungsanlage in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus, mit einem Strömungssensor (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Wasserversorgungsanlage zumindest einen Kaltwasserzulauf, einen Brauchwasserspeicher und einen Warmwasserkreislauf mit einer Warmwasserleitung und mehrere Zapfstellen aufweist, und wobei im Kaltwasserzulauf ein Ventilsitz (10) ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet,

daß der Strömungssensor (1) im Kaltwasserzulauf anstelle eines Rückschlagventils angeordnet ist,

wobei der zylindrische Abschnitt (12) des Hubkörpers (6) in den Ventilsitz (10) hineinragt, wenn keine Strömung (7) ansteht, und

wobei der Durchmesser des umlaufenden Bundes (9) etwas größer und der Durchmesser des Abschnitts (12) etwas kleiner als die Öffnung (13) des Ventilsitzes (10) ist, so daß zwischen dem zylindrischer Abschnitt (12) und dem Ventilsitz (10) ein Spalt (14) vorhanden ist.
Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt (14) weniger als 1 mm, insbesondere zwischen 0,2 mm und 0,5 mm beträgt.






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