PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004057908B4 26.06.2008
Titel Anzeigevorrichtung mit einem Flüssigkristalldisplay
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Eigenstetter, Peter, 93093 Donaustauf, DE;
Federl, Claus, 93080 Pentling, DE;
Koch, Harald, 93059 Regensburg, DE;
Kraus, Johannes, 93152 Nittendorf, DE;
Reichert, Joachim, 93047 Regensburg, DE;
Teichmann, Klaus, 93358 Train, DE
DE-Anmeldedatum 30.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004057908
Offenlegungstag 08.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.06.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2008
IPC-Hauptklasse G09F 9/35(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung mit einem Flüssigkristalldisplay. Aus dem Stand der Technik sind Anzeigevorrichtungen bekannt, die eine Flüssigkristallanzeige (LCD) und einen Kunststoffhalter aufweisen, wobei die Flüssigkristallanzeige in dem Kunststoffhalter angeordnet ist. Die Flüssigkristallanzeige weist eine erste Glasplatte mit einer Anzeigefläche und eine zweite Glasplatte auf, zwischen denen eine Flüssigkristallsubstanz angeordnet ist. Die erste Glasplatte weist Glaskanten auf, die die erste Glasplatte begrenzen. Die erste Glasplatte weist eine Anzeigefläche und Seitenflächen auf, die sie begrenzen. Der Kunststoffhalter weist Führungsflächen zur Führung der ersten Glasplatte auf. Diese Führungsflächen sind meist parallel zu den Seitenflächen der ersten Glasplatte im eingebauten Zustand der ersten Glasplatte zur Führung der ersten Glasplatte angeordnet. Da eine genaue Positionierung der Flüssigkristallanzeige in dem Kunststoffhalter gewünscht wird, müssen die Toleranzen der einzelnen Bauteile sehr klein gewählt werden, so dass es bei der Montage der Flüssigkristallanzeigen in dem Kunststoffhalter oder beim Transport der Anzeigevorrichtung zu Verkantungen der Bauteile untereinander kommen kann und die Glasplatte der Flüssigkristallanzeige derart belastet wird, dass Beschädigungen auftreten können.

Die DE 101 46 593 A1 beschreibt eine Anzeigevorrichtung, bei der die Glasplatte derart auf eine Folie aufgeklebt ist, dass die Folie an mindestens einem Seitenrand über die Glasplatte hinausragt. Die Glaskanten selbst werden nicht mit dieser Folie versehen. Vielmehr führt die Seitenfläche der Folie die Anzeigevorrichtung in der Art einer Schublade und verhindert so, dass die Glaskanten mit einer Führungsfläche in Berührung treten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Beschädigung der Glasplatten und der gesamten Flüssigkristallanzeige auch bei engen Toleranzen zu verhindern. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Glaskanten der ersten Glasplatte im Bereich zwischen der Seitenfläche der Glasplatte und der Führungsfläche des Kunststoffhalters mit einem Bezug versehen sind. Hierdurch wird verhindert, dass sich die scharfen Glaskanten der Glasplatte in den Kunststoff einschneiden und dadurch verkanten können. Die Flüssigkristallanzeige kann ohne Verkantung die vorgesehene Position innerhalb des Kunststoffhalters einnehmen. Es können sämtliche Glaskanten mit einem Bezug versehen sein. Es reicht aber aus, wenn die Glaskanten nur in dem Bereich mit einem Bezug versehen sind, in dem sie ansonsten mit den Führungsflächen des Kunststoffhalters in Kontakt treten könnten. Der Bezug kann als Folie oder sonstige Beschichtung realisiert sein. Denkbar sind beispielsweise selbstklebende Metallfolien aus Aluminium oder Kupfer oder Kunststofffolien in Form von Polymidklebebändern oder entsprechend ausgestalteten Schrumpffolien. Als Bezug eignen sich auch aushärtende Lacke und Vergussmassen. Diese sind insbesondere in den Ecken der Anzeigefläche vorteilhaft, wenn die erste Glasplatte um 90 Grad versetzten Führungsflächen geführt werden soll. Die Erfindung lässt weitere Ausgestaltungen zu. Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren für besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

1 die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung,

2 den Schnitt A aus 1,

3 den Teilausschnitt B aus 2,

4 einen anderen möglichen Teilausschnitt,

5 eine Ansicht der ersten Glasplatte.

Die erfindungsgemäße Anzeigevorrichtung in 1 weist eine Flüssigkristallanzeige 1 und eine Halter 2 auf. Die Flüssigkristallanzeige 1 weist eine erste Glasplatte 3 und eine zweite Glasplatte 4 auf, wobei die beiden Glasplatten 3, 4 jeweils in ihrer Grundfläche rechteckförmig ausgestaltet sind. Die zweite Glasplatte 4 weist einen seitlichen Überstand mit elektrischen Anschlüssen 5 auf, die seitlich neben der ersten Glasplatte 3 zu sehen sind. Der Halter 2 weist Führungsflächen 6 und Anschläge 7 auf. Auf der ersten Glasplatte ist eine Klebefolie 8 derart befestigt, dass sie die Kanten der ersten Glasplatte 3 von den Führungsflächen 6 des Kunststoffhalters 2 trennt.

In 2 erkennt man, dass die Klebefolie 8 auf der ersten und zweiten Glasplatte derart befestigt ist, dass die Kanten der ersten Glasplatte nicht mit der Führungsfläche 6 des Kunststoffhalters 2 in Kontakt kommen können. Hierdurch wird vermieden, dass sich die scharfen Glaskanten der Glasplatte in die Führungsfläche 6 einschneiden können. Hierdurch werden ein Verkanten der Glasplatte und damit eine eventuelle Beschädigung während der Montage oder der Benutzung der Anzeige in einer bewegten Umgebung, beispielsweise in einem Kraftfahrzeug, verhindert. In 2 erkennt man weiterhin eine Leiterplatte LP, auf der der Kunststoffhalter 2 und Leuchtdioden LED angeordnet sind. Die Leuchtdioden LED dienen zur Durchleuchtung der Flüssigkristallanzeige 1. Es sind auch andere Beleuchtungsvorrichtungen, wie Glühbirnen oder Leuchtstofflampen, möglich.

In 3 erkennt man noch, dass zwischen der ersten Glasplatte 3 und der zweiten Glasplatte 4 ein Flüssigkristall 9 vorhanden ist. Die für die Flüssigkristallanzeige erforderlichen Elektroden und sonstigen Bauteile sind nicht dargestellt. Die Glaskanten der ersten Glasplatte 3 werden wirkungsvoll durch die Klebefolie 8 daran gehindert, sich in die Führungsflächen 6 des Kunststoffhalters 2 einzuschneiden. Die Klebefolie 8 wird auch auf den Oberflächen der Glasplatten der ersten Glasplatte 3 und der zweiten Glasplatte 4 weitergeführt, damit eine wirksame Befestigung der Klebefolie 8 gewährleistet ist.

In einem zweiten Ausführungsbeispiel in 4 besitzen die erste Glasplatte 3 und die zweite Glasplatte 4 im Bereich einer Führungsfläche 6 die gleichen Ausmaße, so dass die Klebefolie 8 auch die Kanten der zweiten Glasplatte 4 davor schützt, sich in die Führungsfläche 6 einzuschneiden und zu verkanten.

In 5 ist die erste Glasplatte 3 mit der Anzeigefläche AF und Glaskanten 3a und Seitenflächen 3b dargestellt. Die Dicke d der ersten Glasplatte 3 ist nicht proportional richtig dargestellt. In Wirklichkeit ist sie wesentlich geringer. So beträgt die Dicke der ersten und zweiten Glasplatte beispielsweise 1,0 oder sogar 0,7 mm. Durch ein Eintauchen der Ecken der Anzeigefläche wird erreicht, dass zwei benachbarte Seitenflächen der Flüssigkristallanzeige 1 gleichzeitig mit einem Bezug versehen sind. Hierdurch können besonders gut bei einem Halter Führungsflächen realisiert werden, die um 90 Grad versetzt angeordnet sind und so eine Führung für zwei benachbarte Seitenflächen bieten.


Anspruch[de]
Anzeigevorrichtung, die eine Flüssigkristallanzeige (1) und einen Kunststoffhalter (2) aufweist, wobei die Flüssigkristallanzeige (1) in dem Kunststoffhalter (2) angeordnet ist, wobei die Flüssigkristallanzeige (1) eine erste Glasplatte (3) und eine zweite Glasplatte (4) aufweist, zwischen denen eine Flüssigkristallsubstanz (9) angeordnet ist, wobei die erste Glasplatte (3) Glaskanten (3a) aufweist, die die erste Glasplatte (3) begrenzen und die Glaskanten (3a) die Anzeigefläche und Seitenflächen der ersten Glasplatte (3) begrenzen und wobei der Kunststoffhalter (2) Führungsflächen (6) zur Führung der ersten Glasplatte (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Glaskanten (3a) der ersten Glasplatte (3) im Bereich zwischen der Seitenfläche (3b) und der Führungsfläche (6) mit einem Bezug versehen sind. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glaskanten (3a) nur im Bereich zwischen der jeweiligen Glaskante (3a) und der ihr zugeordneten Führungsfläche (6) mit einem Bezug versehen sind. Anzeigevorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug als Folie realisiert ist. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie als Metallfolie ausgestaltet ist. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie als Kunststofffolie ausgestaltet ist. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezug als Lack oder Vergussmasse ausgestaltet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com