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Dokumentenidentifikation DE102005051248B4 26.06.2008
Titel Lichteinheit, insbesondere für ein Kraftfahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Huhn, Wolfgang, 85084 Reichertshofen, DE
DE-Anmeldedatum 26.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051248
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.06.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2008
IPC-Hauptklasse F21V 29/02(2006.01)A, F, I, 20051026, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21S 8/12(2006.01)A, L, I, 20051026, B, H, DE   
IPC additional class F21Y 101/02  (2006.01)  A,  L,  N,  20051026,  B,  H,  DE
F21W 101/00  (2006.01)  A,  L,  N,  20051026,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lichteinheit, welche insbesondere für ein Kraftfahrzeug ausgebildet ist und ein Gehäuse aufweist, welches einen lichtdurchlässigen Teilbereich umfasst. In dem Gehäuse ist zumindest eine Lichtquelle an einem Trägerelement angeordnet.

Lichteinheiten für ein Fahrzeug sind in vielfältiger Weise bekannt. So sind an Kraftfahrzeugen sowohl im Bereich der Heckleuchten als auch im Bereich von Bremslichtern in vielfältiger Art und Formgebung Lichteinheiten ausgebildet. Darüber hinaus sind auch Frontscheinwerfer als Lichteinheiten an einem Kraftfahrzeug angeordnet. In neueren Kraftfahrzeugen ist es auch bekannt, dass in derartigen Lichteinheiten als Lichtquellen LEDs (Light Emitting Diode) verwendet werden.

In zunehmendem Maße werden diese LEDs anstelle der konventionellen Glühlampen eingesetzt. Diese Lichtemissionsdioden weisen im Vergleich zu Glühlampen eine längere Lebensdauer, einen besseren Wirkungsgrad bei der Umwandlung elektrischer Energie in Strahlungsenergie im sichtbaren Spektralbereich und damit verbunden eine geringere Wärmeabgabe und insgesamt geringeren Platzbedarf auf.

Aus der DE 199 22 176 C2 ist eine LED-Mehrfachanordnung für Lichteinheiten in Kraftfahrzeugen bekannt, bei der eine Mehrzahl an LEDs auf einer Hauptfläche einer Leiterplatte angeordnet sind. Darüber hinaus umfasst die Anordnung einen Kühlkörper, der mit der von den LEDs abgewandten Seite der Leiterplatte verbunden ist. Des Weiteren ist auf der dem Kühlkörper zugewandten Seite der Leiterplatte eine metallische, von den LEDs elektrisch isolierte Schicht ausgebildet, die einen Wärmeübergang zwischen der Leiterplatte und dem Kühlkörper gewährleistet. Dadurch soll erreicht werden, dass bei einer LED-Anordnung hoher Dichte die Wärmeableitung nach hinten unterstützt werden muss.

Des Weiteren ist eine Lichteinheit bekannt, wie sie in 1 in schematischer Weise gezeigt ist. Die schematische Darstellung in 1 zeigt einen Scheinwerfer 1 in einem Kraftfahrzeug. Der Scheinwerfer 1 weist ein Gehäuse auf, welches eine lichtdurchlässige Abdeckscheibe 2 umfasst. Die Abdeckscheibe 2 ist mit weiteren Gehäuseteilen 3 und 4 verbunden. Der Scheinwerfer 1 umfasst eine Lichtquelle in Form einer LED 5, welche mit ihrer Längsachse in Richtung der Abdeckscheibe 2 orientiert angeordnet ist. Dies bedeutet, die Hauptemissionsrichtung der LED 5 ist in Richtung der Abdeckscheibe 2 orientiert. Wie aus der Darstellung in 1 zu erkennen ist, ist die LED 5 von einer Struktur umgeben, welche an der Vorderseite eine Linse 6 aufweist. Darüber hinaus sind in der in 1 gezeigten Schnittdarstellung seitlich zur LED Reflektoren 7 positioniert. Während dem Betrieb der LED 5 wird von dieser eine Abwärme erzeugt, welche im Wesentlichen in den hinteren Bereich des Scheinwerfers und somit in den Bereich links von der LED 5 in der in 1 gezeigten Darstellung abgestrahlt wird. Die erzeugte Wärme wird beispielsweise durch nicht dargestellte Kühlkörper abgeführt und somit eine entsprechende Kühlung der LED 5 erreicht. Ein wesentlicher Nachteil der in 1 gezeigten Anordnung ist darin zu sehen, dass die durch die LED 5 erzeugte Wärme nicht oder nur mit sehr geringem Anteil in den Bereich der Abdeckscheibe 2 gelangt. Dadurch ist bei derartigen Scheinwerfern 1, welche als Lichtquellen LEDs aufweisen, ein wesentlicher Nachteil darin zu sehen, dass bei winterlichen Wetterbedingungen die Abdeckscheibe vereist und somit eine schlechte Lichtausbeute des Scheinwerfers 1 resultiert. Die von der LED 5 erzeugte Wärme sowie ihre Abführung innerhalb des Scheinwerfers 1 ist bei den bekannten Anordnungen derart, dass die Wärme nicht mehr ausreicht, um die Abdeckscheibe 2 bei derartigen Witterungsbedingungen so aufzuwärmen, dass die Vereisung abtaut. Die Abdeckscheibe 2 bleibt im Wesentlichen kalt, da die spektrale Strahlungsverteilung der LEDs 5 wenig Infrarotanteil zur Aufheizung des Lichtdurchtritts aufweisen.

Aus der nachveröffentlichten DE 10 2004 025 623 A1 ist ein Scheinwerfer für ein Kraftfahrzeug bekannt, bei dem eine Leuchtdiode an einem Trägerteil angeordnet ist und von der Lichtquelle emittiertes Licht über einen Reflektor zum Austritt aus dem Scheinwerfer umgelenkt wird. Darüber hinaus ist ein Wärmeleitmittel vorgesehen, welches eine Mehrzahl von Kühlrippen aufweist, zwischen denen ein rückwärtig einströmender Luftstrom hindurchströmt und erwärmt an der Vorderseite in Richtung der Abdeckscheibe wieder austritt. Die von der Leuchtdiode während des Betriebs abgegebene Wärme wird an das Wärmeleitmittel abgegeben und dadurch der Luftstrom erwärmt. In einer weiteren Ausführung kann vorgesehen sein, dass ein Lüfter angeordnet ist, welcher einen auf eine Seitenwand der Lichteinheit treffenden Luftstrom erzeugt, welcher dann von dieser Seitenwand in Richtung zur Innenseite der Abdeckscheibe der Lichteinheit umgelenkt wird und dort von einem Ende zum anderen Ende parallel zur Innenseite dieser Abdeckscheibe entlang strömt.

Des Weiteren ist aus der DE 20 2005 007 501 U1 eine Kraftfahrzeugleuchte bekannt, bei der eine Mehrzahl von Lichtquellen an einem Kühlbereich eines Kühlkanals angeordnet ist. Der Kühlkanal ist nach außen hin abgeschlossen und ist mit einem flüssigen Kühlmittel gefüllt. Von den Lichtquellen erzeugte Wärme wird an diese Flüssigkeit abgegeben und über einen Transportbereich des Kühlkanals zu einem Heizbereich geführt. Dieser weist Kühlrippen auf und über einen Ventilator wird die abgegebene Wärme in einem Luftstrom zu einem oberen Randbereich einer Abdeckscheibe der Lichteinheit geführt. Von dort wird der Luftstrom dann an der Innenseite nach unten gleitend weitergeführt.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lichteinheit zu schaffen, bei der ein Lichtaustrittsbereich auch bei winterlichen Wetterbedingungen derart erwärmt werden kann, dass ein relativ hoher Anteil des von einer Lichtquelle der Lichteinheit emittierten Lichts durch den Lichtaustrittsbereich bzw. einen lichtdurchlässigen Teilbereich der Lichteinheit hindurchtreten kann.

Diese Aufgabe wird durch eine Lichteinheit, welche die Merkmale nach Patentanspruch 1 aufweist, gelöst.

Eine erfindungsgemäße Lichteinheit weist ein Gehäuse auf, welches einen lichtdurchlässigen Teilbereich umfasst. In dem Gehäuse ist zumindest eine Lichtquelle ausgebildet, welche an einem Trägerelement angeordnet ist. Die Lichteinheit ist insbesondere für ein Kraftfahrzeug bzw. für die Anordnung in einem Kraftfahrzeug ausgebildet. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht darin, dass die erfindungsgemäße Lichteinheit eine Luftstromerzeugungseinheit aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass durch sie ein durch die beim Betrieb der Lichtquelle erzeugte Abwärme erwärmter Luftstrom erzeugbar ist. Dieser durch die Luftstromerzeugungseinheit erzeugte Luftstrom ist erfindungsgemäß durch die Anordnung des Trägerelements im Gehäuse auf den lichtdurchlässigen Teilbereich lenkbar. Bei der Erfindung wird somit die Formgebung und die Anordnung eines Trägerelements derart gestaltet, dass in Zusammenwirken mit der Lichtquelle und der Luftstromerzeugungseinheit ein erwärmter Luftstrom erzeugbar ist, welcher an die Innenseite eines Lichtaustrittsbereichs bzw. des lichtdurchlässigen Teilbereichs der erfindungsgemäßen Lichteinheit anströmt. Durch diesen erwärmten Luftstrom kann somit das Aufwärmen des lichtdurchlässigen Teilbereichs der Lichteinheit derart gewährleistet werden, dass auch bei winterlichen Wetterbedingungen ein hoher Anteil des von der Lichtquelle erzeugten und emittierten Lichts durch diesen lichtdurchlässigen Teilbereich hindurchtreten kann und somit auch bei diesen winterlichen Wetterbedingungen eine Lichteinheit mit hoher Leuchtkraft bereitgestellt werden kann. Besonders vorteilhaft ist dies dann, wenn die Lichtquelle als LED ausgebildet ist.

Zumindest eine Lichtquelle, welche bevorzugt als LED ausgebildet ist, ist an einer Seitenwand eines hohlen Trägerelements angeordnet. Das hohle Trägerelement weist zumindest an der Vorderseite eine Öffnung auf, wobei die Luftstromerzeugungsvorrichtung im Bereich der Rückseite des Trägerelements angeordnet ist. Das Trägerelement ist in dem Gehäuse derart angeordnet, dass ein durch die Luftstromerzeugungsvorrichtung erzeugter Luftstrom aus der vorderseitigen Öffnung des Trägerelements austritt und auf den lichtdurchlässigen Teilbereich gerichtet ist und dort auftrifft. In bevorzugter Weise ist somit das Trägerelement derart ausgebildet, dass quasi ein Strömungskanal in der Lichteinheit bereitgestellt ist. Durch die oben erläuterte Ausgestaltung der Lichteinheit kann somit eine platzsparende Lichteinheit realisiert werden. Darüber hinaus kann durch die Ausgestaltung des Trägerelements ein zielgerichteter und optimierter Luftstrom erzeugt werden, welcher die Abwärme der zumindest einen Lichtquelle aufnimmt und welcher durch den ausgebildeten Strömungskanal in Form des hohlen Trägerelements zielgerichtet und genau auf den lichtdurchlässigen Teilbereich der Lichteinheit gerichtet werden kann. Dadurch kann in effektiver und effizienter Weise ein Aufwärmen dieses lichtdurchlässigen Teilbereichs erreicht werden und insbesondere im Winter auf dem lichtdurchlässigen Teilbereich befindliches Eis oder Schnee oder sonstige den Lichtaustritt reduzierende oder verhindernde Verunreinigungen einfach beseitigt werden. Die Erfindung nutzt somit ohnehin beim Betrieb der Lichteinheit auftretende Bedingungen (Abwärme) um einen optimierten Betrieb der Lichteinheit insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen gewährleisten zu können.

Das hohle Trägerelement kann beispielsweise zylinderförmig ausgebildet sein. Im Querschnitt kann das Hohlprofil des Trägerelements rund, eckig, oval oder aber auch in vielfältiger sonstiger Weise ausgebildet sein.

Die Lichtquelle ist in bevorzugter Weise in einer Öffnung einer Seitenwand des Trägerelements angeordnet und zwar derart, das die Längsachse der Lichtquelle im Wesentlichen vertikal zur Längsachse des Trägerelements orientiert ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Längsachse der Lichtquelle um einen Winkel &agr; gegenüber der Längsachse des Trägerelements geneigt ist, wobei der Winkel &agr; bevorzugt zwischen 30° und 100°, noch bevorzugter zwischen 50° und 100°, noch bevorzugter zwischen 80° und 100° und insbesondere etwa 90° ist. In bevorzugter Weise ist dabei die Längsachse des Trägerelements im Wesentlichen horizontal orientiert. Wesentlich für die Erfindung ist, dass die Anordnung des Trägerelements sowie die daran angeordnete Lichtquelle derart in dem Gehäuse vorgegeben ist, dass eine optimale und möglichst effektive Aufwärmung des lichtdurchlässigen Teilbereichs der Lichteinheit gewährleistet werden kann und darüber hinaus das von der Lichtquelle erzeugte und emittierte Licht in einfacher und aufwandsarmer Weise aus der Lichteinheit ausgestrahlt werden kann.

In bevorzugter Weise ist benachbart zur Lichtquelle ein Reflektorelement an der Seitenwand des Trägerelements angeordnet. Dadurch kann erreicht werden, dass das von der Lichtquelle emittierte Licht in Richtung des lichtdurchlässigen Teilbereichs reflektiert wird und somit ein möglichst hoher Anteil des emittierten Lichts aus der Lichteinheit ausgekoppelt werden kann.

In bevorzugter Weise weist die Lichteinheit eine Mehrzahl an Lichtquellen auf, welche an Seitenwänden des Trägerelements angeordnet sind. Die Mehrzahl an Lichtquellen ist bevorzugt symmetrisch zueinander an der Umfangsfläche des Trägerelements angeordnet. Die Anordnung ist dabei bevorzugt derart, dass die Anzahl der Lichtquellen im Hinblick auf die erforderliche Lichtausbeute optimiert werden kann, wobei gleichzeitig die Formgestaltung und die Ausmaße des Trägerelements minimiert werden können.

In besonders vorteilhafter Weise ist das Trägerelement im Bereich der vorderseitigen Öffnung verjüngt ausgebildet. So kann das Trägerelement beispielsweise bei einer zylindrischen Ausgestaltung im Bereich der vorderseitigen Öffnung konisch zulaufen. Dies ermöglicht eine besonders präzise Richtungssteuerung des austretenden Luftstroms.

Das Trägerelement kann an der Rückseite eine weitere Öffnung aufweisen, wobei im Bereich dieser rückwärtigen Öffnung die Luftstromerzeugungsvorrichtung angeordnet sein kann. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Luftstromerzeugungsvorrichtung unmittelbar angrenzend an diese rückwärtige Öffnung angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich die Luftstromerzeugungsvorrichtung zumindest teilweise von dieser rückwärtigen Öffnung in den Innenbereich des hohlen Trägerelements hinein erstreckt. Ebenso kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Luftstromerzeugungsvorrichtung beabstandet zu dieser rückwärtigen Öffnung des Trägerelements angeordnet ist. Die Ausgestaltung und Anordnung dieser Luftstromerzeugungsvorrichtung im Bereich der rückwärtigen Öffnung des Trägerelements kann in vielfältiger Weise erfolgen und im Hinblick auf eine möglichst effiziente Erzeugung des Luftstroms ausgerichtet sein.

Das Trägerelement kann derart angeordnet sein, dass der aus der vorderseitigen Öffnung austretende Luftstrom im Wesentlichen gleichmäßig nach allen Seiten an der Innenseite des lichtdurchlässigen Teilbereichs entlang strömt. Dadurch kann ermöglicht werden, dass im Wesentlichen der gesamte lichtdurchlässige Teilbereich in etwa gleichmäßig aufgewärmt wird und somit quasi der gesamte Flächenbereich des lichtdurchlässigen Teilbereichs für einen optimalen Lichtdurchtritt bereitgestellt werden kann. Der lichtdurchlässige Teilbereich der Lichteinheit ist in bevorzugter Weise ein Abdeckglas bzw. eine Abdeckscheibe eines Scheinwerfers. Die Lichteinheit kann insbesondere ein Frontscheinwerfer für ein Kraftfahrzeug sein. Anzumerken ist, dass die Lichteinheit nicht nur für ein Kraftfahrzeug vorgesehen sein kann, sondern in ihrer Allgemeinheit für eine Vielzahl von Verwendungen vorgesehen sein kann. Beispielsweise kann die Lichteinheit auch für einen Scheinwerfer eines Motorrades eingesetzt werden. Ebenso kann die erfindungsgemäße Lichteinheit jedoch auch für Luftfahrzeuge, Seefahrzeuge und weitere Landfahrzeuge vorgesehen sein. Auch nicht fahrzeuggebundene Verwendungen, wie beispielsweise Lichteinheiten an Gebäuden, Strahlern, wie Flutlichtanlagen oder aber auch Leuchttürmen, welche insbesondere winterlichen Wetterbedingungen ausgesetzt sein können, können mit einer erfindungsgemäßen Lichteinheit ausgerüstet werden.

Auch die Verwendung als Frontscheinwerfer in einem Kraftfahrzeug ist nicht beschränkt. So kann die Lichteinheit beispielsweise auch als Nebelscheinwerfer oder in einer Heckleuchte oder in einer Bremslichtleuchte in einem Kraftfahrzeug vorgesehen sein.

Die Luftstromerzeugungsvorrichtung ist in vorteilhafter Weise als elektrischer Lüfter ausgebildet.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Schnittdarstellung einer bekannten Lichteinheit in einem Kraftfahrzeug; und

2 eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Lichteinheit.

In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

In 2 ist in vereinfachter Darstellung eine Querschnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Lichteinheit gezeigt. Die Lichteinheit ist im Ausführungsbeispiel als Scheinwerfer 1, insbesondere als Frontscheinwerfer, in einem Kraftfahrzeug ausgebildet. Der Scheinwerfer 1 weist ein Gehäuse auf, welches als geschlossenes oder aber auch als zumindest teilweise offenes ausgebildet sein kann. Im Ausführungsbeispiel gemäß 2 sind lediglich die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Merkmale des Scheinwerfers 1 gezeigt. Gemäß der Darstellung in 2 weist der Scheinwerfer 1 einen lichtdurchlässigen Teilbereich auf, welcher im Ausführungsbeispiel als Abdeckscheibe 2 ausgebildet ist. Die Abdeckscheibe 2 ist mit weiteren Gehäuseteilen 3 und 4 verbunden.

Darüber hinaus umfasst der Scheinwerfer 1 eine Mehrzahl an Lichtquellen, welche im Ausführungsbeispiel als LEDs 5a bis 5d ausgebildet sind. Wie in 2 zu erkennen ist, sind diese LEDs 5a bis 5d an einer Seitenwand eines hohlen Trägerelements 8 angeordnet. Das Trägerelement 8 ist im Ausführungsbeispiel zylinderförmig ausgebildet und weist eine Öffnung 8a an der Vorderseite sowie eine Öffnung 8b an der Rückseite auf. Wie zu erkennen ist, ist das hohle Trägerelement 8 im Ausführungsbeispiel im Bereich der Vorderseite verjüngt ausgebildet und läuft zur vorderseitigen Öffnung 8a konisch zu.

Wie in 2 zu erkennen ist, sind die im Ausführungsbeispiel sechs LEDs 5a bis 5d an gegenüberliegenden Bereichen der zylinderförmigen Umfangsfläche des Trägerelements 8 angeordnet. In der Umfangsfläche bzw. den Seitenwänden des Trägerelements 8 sind dabei Öffnungen ausgebildet derart, dass sich jede der LEDs 5a bis 5d sowohl in den Innenraum des hohlen Trägerelements 8 als auch aus der Seitenwand bzw. der Umfangsfläche des Trägerelements 8 heraus erstreckt.

Im Ausführungsbeispiel sind die LEDs 5a bis 5d derart an der Umfangsfläche des Trägerelements 8 angeordnet, dass die Längsachsen (vertikale Richtung in 2) der LEDs 5a bis 5d im Wesentlichen senkrecht auf der Längsachse (horizontale Orientierung) des hohlen Trägerelements 8 steht. Die Hauptemissionsrichtung des von den LEDs 5a bis 5d emittierten Lichts ist somit im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Trägerelements 8 orientiert. Im Ausführungsbeispiel sind die LEDs 5a bis 5d aufgrund der zylinderförmigen Ausgestaltung des Trägerelements 8 mit ihren Längsachsen radial angeordnet.

Jeder der LEDs 5a bis 5d ist ein Reflektorelement 7a bis 7d zugeordnet. Wie dazu aus 2 zu entnehmen ist, sind die Reflektorelemente 7a bis 7d jeweils benachbart zu den zugeordneten LEDs 5a bis 5d an den Seitenwänden bzw. der Umfangsfläche des Trägerelements 8 angeordnet. Die Anordnung der LEDs 5a bis 5d sowie die zugeordneten Reflektorelemente 7a bis 7d ist dabei derart über die Umfangsfläche des Trägerelements 8 verteilt, dass das jeweils von den LEDs 5a bis 5d erzeugte Licht in optimaler und effizienter Weise in Richtung der Abdeckscheibe 2 reflektiert wird. Die Reflektoren 7a bis 7d sind dabei bevorzugt versetzt zueinander angeordnet.

Wie des Weiteren der 2 zu entnehmen ist, weist der Scheinwerfer 1 eine Lufterzeugungsvorrichtung auf, welche im Ausführungsbeispiel als ein elektrischer Lüfter 9 ausgebildet ist. Wie in 2 zu erkennen ist, ist der elektrische Lüfter 9 im Bereich der rückwärtigen Öffnung 8b derart angeordnet, dass er sich zumindest teilweise in den Innenraum des hohlen Trägerelements 8 erstreckt. Im Ausführungsbeispiel ist der elektrische Lüfter 9 bündig an der Innenseite des Trägerelements 8 angeordnet. Der elektrische Lüfter 9 umfasst ein Lüfterrad (nicht näher gekennzeichnet), welches mit einer Drehachse 9a verbunden ist, welche kalte Luft 10 in den Innenraum des Trägerelements 8 befördert. Durch die LEDs 5a bis 5d wird im Betrieb eine Abwärme erzeugt, welche in den Innenraum des Trägerelements 8 befördert wird. Der von dem elektrischen Lüfter 9 erzeugte Luftstrom wird durch die Abwärme der LEDs 5a bis 5d erwärmt und tritt an der vorderseitigen Öffnung 8a des Trägerelements 8 aus. Die Anordnung und Ausbildung des Trägerelements 8 ist im Ausführungsbeispiel derart, dass der aus der Öffnung 8a austretende Luftstrom auf die Innenseite 21 der Abdeckscheibe 2 gerichtet ist. Wie durch die Pfeildarstellungen in 2 gekennzeichnet ist, wird dieser erwärmte Luftstrom derart auf die Innenseite 21 gerichtet, dass er in bevorzugter Weise in alle Raumrichtungen bevorzugt im Wesentlichen gleichmäßig über diese Innenseite 21 strömt. Dadurch kann ein relativ gleichmäßiges Aufwärmen der Abdeckscheibe 2 erreicht werden, wodurch sich insbesondere bei winterlichen Wetterbedingungen ein Abschmelzen von Schnee und/oder Eisrückständen auf der Außenseite 22 der Abdeckscheibe 2 erreichen lässt. Somit kann gewährleistet werden, dass auch bei derartigen winterlichen Wetterbedingungen der Anteil des durch die Abdeckscheibe 2 hindurchtretenden Lichts, welches von den LEDs 5a bis 5d erzeugt wird, nicht durch derartige Vereisungen oder Schneeablagerungen reduziert wird.

Es kann auch vorgesehen sein, dass im Innenraum des Trägerelements 8 Kühlrippen angeordnet sind, durch welche ein Wärmetransport durchgeführt werden kann. Die Kühlrippen können dabei an bestimmten vorgebbaren Positionen an den Innenseiten des Trägerelements 8 lokal angeordnet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass sich die Kühlrippen über die gesamte Länge an der Innenseite des Trägerelements 8 erstrecken. Die oben angegebenen Ausgestaltungen der Kühlrippen im Innenraum des Trägerelements 8 sind ebenfalls lediglich beispielhaft und können in vielfältiger Ausgestaltung im Hinblick auf Anordnung und Formgebung variiert werden.

Ebenso kann vorgesehen sein, dass das Trägerelement 8 im Bereich der Vorderseite zumindest eine weitere Öffnung aufweist, so dass zumindest zwei Öffnungen in Richtung der Innenseite 21 der Abdeckscheibe 2 orientiert sind. Die zumindest zwei Öffnungen in der Vorderseite des Trägerelements 8 können dabei horizontal und/oder vertikal zueinander versetzt angeordnet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die dann zumindest zwei Öffnungen im Bereich der Vorderseite des Trägerelements 8 derart ausgebildet sind, dass die aus den beiden Öffnungen austretenden Luftströme mit unterschiedlichen Winkeln aus diesen beiden Öffnungen austreten. Dadurch kann gegebenenfalls eine nochmalige Verbesserung des Abtauens der Abdeckscheibe 2 erreicht werden. Darüber hinaus können durch eine derartige Mehrzahl an Öffnungen besonders kritische Stellen der Abdeckscheibe 2 schnell und zuverlässig gereinigt, insbesondere enteist, insbesondere für einen optimalen Lichtaustritt aus dem Scheinwerfer 1 präpariert werden.


Anspruch[de]
Lichteinheit, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Gehäuse, welches einen lichtdurchlässigen Teilbereich (2) aufweist, wobei in dem Gehäuse zumindest eine Lichtquelle (5a bis 5d) an einem Trägerelement (8) angeordnet ist, und durch eine Luftstromerzeugungsvorrichtung (9) ein durch die beim Betrieb der Lichtquelle (5a bis 5d) erzeugte Abwärme erwärmter Luftstrom (11) erzeugbar ist, welcher durch die Anordnung des Trägerelements (8) im Gehäuse auf den lichtdurchlässigen Teilbereich (2) lenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Lichtquelle (5a bis 5d) an einer Seitenwand des hohlen Trägerelements (8) angeordnet ist, welches hohle Trägerelement (8) zumindest an der Vorderseite eine Öffnung (8a) aufweist und im Bereich der Öffnung (8a) verjüngt ausgebildet ist, und die Luftstromerzeugungsvorrichtung (9) im Bereich der Rückseite des hohlen Trägerelements (8) angeordnet ist und das Trägerelement (8) in dem Gehäuse derart angeordnet ist, dass ein durch die Luftstromerzeugungsvorrichtung (9) erzeugter Luftstrom aus der vorderseitigen Öffnung (8a) des Trägerelements (8) austritt und auf den lichtdurchlässigen Teilbereich (2) gerichtet ist. Lichteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (5a bis 5d) in einer Seitenwandöffnung des Trägerelements (8) angeordnet ist derart, dass die Längsachse der Lichtquelle (5a bis 5d) im Wesentlichen vertikal zur Längsachse des Trägerelements (8) orientiert ist. Lichteinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zur Lichtquelle (5a bis 5d) ein Reflektorelement (7a bis 7d) an der Seitenwand des Trägerelements (8) angeordnet ist. Lichteinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement (7a bis 7d) derart angeordnet ist, dass es das von der Lichtquelle (5a bis 5d) emittierte Licht in Richtung des lichtdurchlässigen Teilbereichs (2) reflektiert. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl an Lichtquellen (5a bis 5d) an Seitenwänden des Trägerelements (8) angeordnet ist insbesondere symmetrisch an der Umfangsfläche des Trägerelements (8) angeordnet ist. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (8) an der Rückseite eine Öffnung (8b) aufweist und im Bereich der rückwärtigen Öffnung (8b) die Luftstromerzeugungsvorrichtung (9) angeordnet ist. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (8) derart angeordnet ist, dass der aus der vorderseitigen Öffnung (8a) austretende Luftstrom (11) nach allen Seiten an der Innenseite (21) des lichtdurchlässigen Teilbereichs (8) ausströmt. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der lichtdurchlässige Teilbereich eine Abdeckscheibe (8) ist. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche als Scheinwerfer (1), insbesondere Frontscheinwerfer für ein Kraftfahrzeug ausgebildet ist. Lichteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle als LED (5a bis 5d) ausgebildet ist.






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