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Dokumentenidentifikation DE102006051374B3 26.06.2008
Titel Vorrichtung zur Reinigung und Trocknung von Reinigungsgut
Anmelder BÖWE Textile Cleaning GmbH, 86159 Augsburg, DE
Erfinder Bärnthol, Harald, 86733 Alerheim, DE;
Wittendorfer, Reiner, 86152 Augsburg, DE;
Mugrauer, Erich, 86415 Mering, DE;
Rademacher, Heinrich, 41470 Neuss, DE
Vertreter PATENTANWÄLTE CHARRIER RAPP & LIEBAU, 86152 Augsburg
DE-Anmeldedatum 27.10.2006
DE-Aktenzeichen 102006051374
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.06.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2008
IPC-Hauptklasse D06F 43/02(2006.01)A, F, I, 20070709, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D06F 25/00(2006.01)A, L, I, 20070709, B, H, DE   D06F 95/00(2006.01)A, L, I, 20070709, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Reinigungsgut, mit einem um eine Schwenkachse (1) verschwenkbaren Gehäuse (2), in dem eine Wäschetrommel (3) zur Aufnahme des Reinigungsguts um eine Drehachse (4) drehbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse (1) und die Drehachse (4) senkrecht zueinander stehen. Um das Reinigungsgut einer maschinellen Trocknung ohne Umladevorgang zuführen zu können ist nach der Erfindung eine Trocknungseinrichtung zur Trocknung des in der Wäschetrommel (3) befindlichen Reinigungsgut vorgesehen, welche eine Luftzufuhreinrichtung (5) zur Zuführung von Trocknungsluft in die Wäschetrommel (3) aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Reinigungsgut nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Vorrichtungen können bspw. als Waschmaschine, in der das Reinigungsgut mit Wasser und einem zugegebenen Waschmittel gereinigt wird oder als Textil-Reinigungsmaschine, in der das Reinigungsgut mittels eines chemischen Lösungsmittels gereinigt wird, eingesetzt werden. Aus der WO 2005/068707 A1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt. Darin ist eine Waschschleudermaschine beschrieben mit einer um eine Drehachse drehend antreibbaren Innentrommel, die in einem verschwenkbaren Trommelgehäuse so angeordnet ist, dass die Drehachse quer zur Schwenkachse verläuft, um welche das Trommelgehäuse mit der darin angeordneten Innentrommel verschwenkbar ist. Durch die Verschwenkbarkeit des Trommelgehäuses kann das Be- und Entladen der Innentrommel in unterschiedlichen Schwenkstellungen erfolgen, wodurch das Be- und Entladen vereinfacht wird. Beim Waschvorgang dreht sich die Innentrommel innerhalb des stillstehenden und wasserundurchlässigen Trommelgehäuses. Das Trommelgehäuse weist eine durch eine Tür verschließbare Öffnung auf, die mit einer Öffnung der Innentrommel korrespondiert. Zum Be- bzw. Entladen der Innentrommel kann die Tür geöffnet bzw. geschlossen werden.

Nach dem Waschvorgang wird bei der bekannten Vorrichtung das gewaschene und geschleuderte Reinigungsgut aus der Innentrommel in noch feuchtem Zustand heraus genommen um dieses gegebenenfalls einer Lufttrocknung oder einer maschinellen Trocknung in einem Trockner zu unterziehen.

Aus der DE 2 449 027 A1 ist eine Waschmaschine mit Wäscheschleuder und Heißlufttrockner bekannt, welche eine Trocknungstrommel zum Trocknen von Wäschestücken und eine Waschmaschine, die mit einer Wäscheschleuder und einer gesonderten Trocknungstrommel ausgestattet ist. Zur besseren Ausnutzung der Trocknungsluft ist nach der in der DE 2 449 027 A1 beschriebenen Erfindung vorgesehen, dass ein Heißlufttrockner zum Trocknen von Kleidungsstücken verwendet wird, der ein Gestell aufweist, an dem eine um die Längsachse drehbar gelagerte zylindrische Trommel mit mindestens einer Öffnung zum Ein- und Austragen der zu trocknenden Wäschestücke angeordnet ist, wobei eine mit der Trommel in Verbindung stehende Einrichtung, die durch die Trommelluft in Umlauf setzt vorgesehen ist. In der Trommel kann das Waschgut zunächst gewaschen werden und nach Ablassen des Waschwassers wird das Waschgut in der Trommel geschleudert und schließlich kann die Trommel mit einer niedrigen Drehzahl betrieben und Heißluft durch die Trommel in Umlauf gesetzt werden, um den letzten Rest des Waschwassers aus dem Waschgut zu entfernen, so dass die Wäsche in lockerem und trockenem Zustand zurückbleibt.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine gattungsgemäße Reinigungsvorrichtung so weiter zu bilden, dass eine maschinelle Trocknung ohne Umladevorgang ermöglicht wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsbeispiele dieser Vorrichtung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen:

1: Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung;

2: Perspektivische Seitenansicht der Reinigungsvorrichtung von 1, dargestellt in der Reinigungsposition;

3: Perspektivische Rückansicht der Vorrichtung von 2;

4: Perspektivische Seitenansicht der Vorrichtung von 1 in der Entladestellung;

5: Perspektivische Seitenansicht der Vorrichtung von 1 in der Beladestellung;

6: Schematische Darstellung der Trommel der erfindungsgemäßen Waschvorrichtung in einer Seitenansicht (6a) und einer Rückansicht (6b).

Bei dem nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Reinigung von Wäsche handelt es ich um eine Textilreinigungsmaschine, in der das Reinigungsgut unter Verwendung eines chemischen Lösemittels, beispielsweise Perchlorethylen oder Kohlenwasserstofflösemittel gereinigt wird.

Die in 1 in einer Draufsicht dargestellte Textilreinigungsvorrichtung umfasst eine Reinigungseinheit 12, eine Abscheidevorrichtung 14 und eine Einrichtung 13 zur Zuführung eines chemischen Lösemittels in die Reinigungseinheit 12. Die Reinigungseinheit 12 umfasst ein um eine Schwenkachse 1 verschwenkbares Gehäuse 2 mit einer Gehäuseöffnung 31, welche durch eine verschwenkbare Tür 30 verschließbar ist. In dem Gehäuse 2 ist eine Trommel 3 zur Aufnahme des zu reinigenden Reinigungsgut drehbar gelagert. Die Trommel 3 ist an einen Drehantrieb 15 gekoppelt und wird von einem Motor 16 beim Reinigungsvorgang in Drehung versetzt. Die Trommel 3 ist bevorzugt durch eine zylindrische Metalltrommel gebildet, die an ihrer vorderen Stirnseite eine mit der Gehäuseöffnung 31 korrespondierende Be- bzw. Entlade-Öffnung aufweist. Bevorzugt weist die Metalltrommel wie in 6 gezeigt einen Zylindermantel 32 auf, in dem die Öffnungen in Form eines Lochmuster 11a eingebracht sind. Zusätzlich zu den Öffnungen im Zylindermantel können auch Öffnungen an der rückwärtigen Stirnseite 10 der Metalltrommel in Form eines Lochmusters 11b eingebracht sein.

Das Gehäuse 2, in dem die Trommel 3 angeordnet ist, ist auf einem Rahmengestell 17 schwenkbar um die Schwenkachse 1 gelagert. Zum Verschwenken des Gehäuses 2 gegenüber dem fest auf dem Boden stehenden Rahmengestell 17 ist ein hier zeichnerisch nicht dargestellter Schwenkantrieb vorgesehen.

Die Einrichtung 13 zur Zuführung des chemischen Lösemittels umfasst einen oder mehrere Lösemitteltanks 18. Die Lösemitteltanks 18 stehen über eine Lösemittelleitung 19 mit dem Innern des Gehäuses 2 in Verbindung. Über die Lösemittelleitung 19 kann Lösemittel in das Innere des Gehäuses 2 eingeleitet werden. Die Einrichtung 13 zur Zuführung eines chemischen Lösemittels verfügt ferner über eine Destillationseinrichtung 20, in der ein Kondensator 21 und ein Destillations-Wasserabscheider 22 angeordnet sind. In der Destillationseinrichtung 20 ist wenigstens ein Schleuderfilter 23 zur mechanischen Filterung des Lösemittels vorgesehen.

Zur Trocknung des in der Trommel 3 befindlichen Reinigungsguts ist eine Trocknungseinrichtung vorgesehen, mit der Trocknungsluft in die Trommel 3 geleitet werden kann. Die Trocknungseinrichtung umfasst einen Trocknungsluftschacht 24 und eine Luftzufuhreinrichtung 5. Die Luftzufuhreinrichtung 5 ist von einer Luftzufuhrleitung 6 und einer Luftabfuhrleitung 7 gebildet. Die Luftzufuhrleitung 6 steht an ihrem einen Ende mit dem Trocknungsluftschacht 24 und an ihrem anderen Ende mit einem Lufteinlassstutzen 8 des Gehäuses 2 in Verbindung. Die Luftabfuhrleitung 7 steht an ihrem einen Ende mit einem Luftauslassstutzen 9 am Gehäuse 2 und an ihrem anderen Ende mit dem Trocknungsluftschacht 24 in Verbindung. An dem Ende, an dem die Luftabfuhrleitung 7 mit dem Trocknungsluftschacht 24 in Verbindung steht, ist in der Luftabfuhrleitung 7 ein Nadelfänger 25 vorgesehen. Der Trocknungsluftschacht 24 ist an einen Trocknungsventilator 26 und bevorzugt zusätzlich an eine Aktivkohleanlage 27 gekoppelt. Die Textilreinigungsmaschine verfügt ferner über eine Abscheidevorrichtung 14, in der das in der Trocknungsluft enthaltene Lösemittel abgeschieden und zur weiteren Verwendung rückgewonnen wird.

In dem Luftauslassstutzen 9 oder am Übergang zwischen dem Luftauslassstutzen 9 und der daran angeflanschten Luftabfuhrleitung 7 ist ein Flusensieb bzw. ein Flusenfilter 33 angeordnet.

Die Luftzufuhrleitung 6, durch welche Trocknungsluft aus dem Luftschacht 24 mittels des Ventilators 26 durch den Lufteinlassstutzen 8 in das Gehäuse 2 geblasen wird, weist eine Rohrleitung aus einem starren Rohr 6b und ein daran befestigtes flexibles Schlauchelement 6a auf. Bei dem starren Rohr 6b handelt es sich um ein bevorzugt lösemittelbeständiges Metallrohr, bspw. aus Edelstahl. Das flexible Schlauchelement 6a ist bevorzugt aus einem lösemittelbeständigen Kunststoff, beispielsweise aus einem beschichteten Polyestergewebe gebildet. Bevorzugt handelt es sich bei dem flexiblen Schlauchelement 6a um einen Kunststoffschlauch mit einem wendelförmig in die Wandung eingebetteten Metalldraht (bevorzugt einem Edelstahldraht). Solche Kunststoffschläuche sind als Spiralschläuche bekannt. Ebenso wie die Zufuhrleitung 6 umfasst auch die Luftabfuhrleitung 7 eine Rohrleitung aus einem starren Rohr 7b und ein daran befestigtes flexibles Schlauchelement 7a. Das starre Rohr 7b ist bevorzugt ein Metallrohr, insbesondere aus Edelstahl und das flexible Schlauchelement 7a wird ebenso wie bei der Luftzufuhrleitung 6 bevorzugt von einem lösemittelbeständigen Kunststoffschlauch gebildet. Auch hier wird bevorzugt ein Kunststoffschlauch aus einem beschichteten Polyestergewebe mit einem wendelförmig in die Wandung eingebetteten Metalldraht (Spiralschlauch) verwendet.

Zur Rückgewinnung des beim Reinigungsvorgang verwendeten Lösemittels ist das Innere des Gehäuses 2 über eine Lösemittelabfuhrleitung 28 und dem Nadelfänger 25 mit der Lösemittelleitung 19 verbunden. Mittels der an den Trocknungsluftschacht 24 gekoppelten Aktivkohleanlage 27 wird das Lösemittel adsorbiert und einer Wiederverwendung zugeführt. Hierzu ist eine Lösemittelleitung 28' vorgesehen, in der eine Pumpe 29 angeordnet ist, welche das zurückgewonnene Lösemittel in den Lösemitteltanks 18 zurück pumpt.

Die vorbeschriebene Reinigungsvorrichtung wird wie folgt verwendet: Zum Beladen der Reinigungseinheit 12 mit dem zu reinigenden Reinigungsgut wird das Gehäuse 2 in die in 5 gezeigte Beladestellung geschwenkt. In dieser Beladestellung weist die durch die Tür 30 verschließbare Öffnung 31 schräg nach oben, im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa unter einem spitzen Winkel von ca. 15°–30° zur Lotrechten. Die Beladestellung kann auch von der in 5 dargestellten Beladestellung leicht abweichen. Die Beladestellung ist jedoch in jedem Fall so ausgewählt, dass das zu reinigende Reinigungsgut durch eine Bedienperson 29 leicht von oben bzw. schräg von oben in die Trommel 3 gebracht werden kann. Nach dem Beladen der Trommel 3 mit dem zu reinigenden Reinigungsgut wird die Öffnung 31 im Gehäuse 2 durch die Tür 30 lösemitteldicht verschlossen und das Gehäuse 2 wird in die in

2 gezeigte Reinigungsposition verschwenkt. In dieser Reinigungsposition liegt die Drehachse 4, um welche die Trommel 3 drehbar ist, zusammen mit der Schwenkachse 1 in der horizontalen Ebene. Die Schwenkachse 1 kann jedoch in anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsbeispielen in der Reinigungsposition auch in einer anderen Ebene liegen als die Drehachse 4. Beim Beladen ist es zur Erzielung einer kompakteren Füllung vorteilhaft, die Trommel 3 mit geringer Geschwindigkeit zu drehen.

Während des Reinigungsvorgangs wird über die Lösemittelzufuhrleitung 19 Lösemittel aus der Einrichtung 13 in das Innere des lösemitteldicht verschlossenen Gehäuses 2 geleitet. Im Innern des Gehäuses 2 dreht sich die von dem Motor 16 angetriebene Trommel 3.

Nach Beendigung des Reinigungsvorgangs beginnt der Trocknungsvorgang. Hierzu wird bei geschlossener Türe 30 Trocknungsluft mittels des Ventilators 26 aus dem Trocknungsluftschacht 24 durch die Luftzufuhrleitung 6 in das Innere des Gehäuses 2 geblasen. Im Innern des Gehäuses 2 strömt die Trocknungsluft durch die Lochmuster-Öffnungen im Zylindermantel 15 der Trommel 3, wie in 6 schematisch dargestellt. Die Trocknungsluft durchströmt die Trommel 3 in diagonaler Richtung bzw. schräg zur Drehachse 4, wie in 6 schematisch dargestellt, von einem Bereich e, in dem die Trocknungsluft in die Trommel 3 einströmt zu einem Bereich a, aus dem die Trocknungsluft wieder aus der Trommel 3 hinaus strömt. Da bevorzugt auch die rückseitige Stirnseite 10 der Trommel 3 über Öffnungen verfügt, kann die Trocknungsluft auch über diese rückseitigen Öffnungen aus der Trommel 3 hinaus strömen.

An der Oberseite des Gehäuses 2 ist der Luftauslassstutzen 9 angeordnet, an den die Luftabfuhrleitung 7 angeflanscht ist. Die Trocknungsluft strömt durch den Luftauslassstutzen 9 schließlich in die Luftabfuhrleitung 7 und durch den Nadelfänger 25 in den Trocknungsluftschacht 24 zurück. Bei der vorzugsweise vorgesehenen Kopplung des Trocknungsluftschachts 24 an die Aktivkohleanlage 27 kann das in der Trocknungsluft enthaltene Lösemittel noch besser aus dieser abgeschieden und einer Wiederverwendung zugeführt werden.

Um eine möglichst effiziente Durchströmung der Trocknungsluft durch die Trommel 3 zu gewährleisten sind die Öffnungen im Zylindermantel 32 der Trommel 3 bevorzugt in Form eines Lochmusters 11a wie in 6 gezeigt angeordnet. Bei diesem Lochmuster 11a nimmt die Anzahl der Löcher pro Fläche (also die Lochdichte) von dem Bereich e, in dem die Trocknungsluft vorne in die Trommel 3 einströmt zu dem hinteren Bereich a, aus dem die Trocknungsluft herausströmt, zu. Alternativ kann auch bei gleich bleibender Lochdichte die Größe der Löcher in dem Zylindermantel 32 von vorne (also dem Bereich e) nach hinten (also zu dem Bereich a) zunehmen. Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass die Luftzufuhrleitung 6 unterhalb der Luftabfuhrleitung 7 in das Gehäuse 3 mündet, wie insbesondere aus 2 ersichtlich. Bevorzugt mündet die Luftzufuhrleitung 6 etwa in der Mitte oder leicht darüber in das Gehäuse 2 und die Luftabfuhrleitung 7 mündet an dessen Oberseite in das Gehäuse 2. Bei der Anordnung des zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels mündet die Luftzufuhrleitung 6 nahe der Vorderseite in das Gehäuse 2 und die Luftabfuhrleitung 7 mündet nahe der Rückseite auf dessen Oberseite in das Gehäuse 2. Dadurch wird eine Strömung der Trocknungsluft schräg bzw. diagonal durch die Trommel 3 erreicht, wodurch eine effiziente Trocknung der sich in der Trommel 3 befindlichen Reinigungsguts gewährleistet wird. Während des Trocknungsvorgangs dreht sich nämlich die Trommel 3 und das sich darin befindliche Reinigungsgut fällt beim Drehen in etwa im höchsten Punkt innerhalb der Trommel 3 aufgrund der Schwerkraft von oben nach unten und damit durch den schräg bzw. diagonal zur Drehachse 4 durch die Trommel 3 strömenden Trocknungsluftstrom.

Aufgrund der flexiblen Schlauchelemente 6a und 7a, die in der Luftzufuhrleitung 6 und der Luftabfuhrleitung 7 angeordnet sind, kann das Gehäuse 2 um die Schwenkachse 1 in die jeweilige Schwenkposition verschwenkt werden, ohne dass die Luftzufuhreinrichtung 5 von dem Gehäuse 2 abgekoppelt werden müsste. Die Trocknung des Reinigungsguts kann daher sehr effizient maschinell ohne Umladung und unmittelbar an den Reinigungsvorgang anschließend in der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung durchgeführt werden.

Nach Beendigung des Trocknungsvorgangs wird das Gehäuse 2 in die in 4 dargestellte Entladeposition verschwenkt. In dieser Entladeposition zeigt die Drehachse 4 schräg nach unten und die sich in der Trommel 3 befindliche Reinigungsgut kann – bevorzugt bei sich langsam drehender Trommel 3 – von unten her aus der Trommel 3 entnommen oder in einen Behälter oder auf ein Transportband geworfen werden.

Zum Austausch eines verstopften Flusensiebs bzw. Flusenfilters 33 wird das Gehäuse 2 in die Beladeposition geschwenkt. In dieser Position befindet sich der Luftauslassstutzen 9, in dem das Flusensieb bzw. der Flusenfilter 33 angeordnet ist, auf einer für die Bedienperson 29 ohne Hilfsmittel (insbesondere ohne Leiter) erreichbaren Höhe, so dass ein einfaches Wechseln des Flusensieb bzw. Flusenfilters 33 ermöglicht wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Reinigung von Reinigungsgut, mit einem um eine Schwenkachse (1) verschwenkbaren Gehäuse (2), in dem eine Wäschetrommel (3) zur Aufnahme des Reinigungsguts um eine Drehachse (4) drehbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse (1) und die Drehachse (4) senkrecht zueinander stehen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trocknungseinrichtung zur Trocknung des in der Wäschetrommel (3) befindlichen Reinigungsgut vorgesehen ist, welche eine Luftzufuhreinrichtung (5) zur Zuführung von Trocknungsluft in die Wäschetrommel (3) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhreinrichtung (5) wenigstens eine Luftzufuhrleitung (6) und wenigstens eine Luftabfuhrleitung (7) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Luftzufuhrleitung (6) und die oder jede Luftabfuhrleitung (7) jeweils mit einem am Gehäuse (2) angeordneten Lufteinlassstutzen (8) bzw. einem am Gehäuse (2) angeordneten Luftauslassstutzen (9) verbunden sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Luftzufuhrleitung (6) und die oder jede Luftabfuhrleitung (7) jeweils eine Rohrleitung aufweist, die zumindest in einem Bereich durch ein flexibles Schlauchelement (6a bzw. 7a) gebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprache 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Luftzufuhrleitung (6) und/oder die oder jede Luftabfuhrleitung (7) jeweils aus einer Rohrleitung mit einem starren Rohr (6b, 7b) und einem daran befestigten flexiblen Schlauchelement (6a, 7a) gebildet sind. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitungen der oder jeder Luftzufuhrleitung (6) und der oder jeder Luftabfuhrleitung (7) einschließlich des flexiblen Schlauchelements (6a, 7a) lösemittelbeständig sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den flexiblen Schlauchelementen (6a, 7a) um Schläuche aus einem beschichteten Polyestergewebe handelt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den flexiblen Schlauchelementen (6a, 7a) um Kunststoffschläuche mit einem wendelförmig in die Wandung eingebetteten Metalldraht, insbesondere aus Edelstahl, handelt. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsluft durch die Luftzufuhreinrichtung (5) so in die Trommel (3) eingeführt wird, dass sie diese im wesentlichen diagonal oder schräg zur Drehachse (4) durchströmt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhrleitung (6) unterhalb der Luftabfuhrleitung (7) in das Gehäuse (2) mündet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftabfuhrleitung (7) an der Oberseite des Gehäuses (2) angeflanscht ist. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Trommel (3) um eine gelochte Metalltrommel handelt. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalltrommel in ihrem Zylindermantel (32) ein Lochmuster (11a) aufweist, wobei die Lochdichte und/oder die Lochgröße von dem Bereich (e), in dem die Trocknungsluft in die Trommel (3) strömt zu dem Bereich (a), aus dem diese aus der Wäschetrommel (3) hinaus strömt zunimmt. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (3) an ihrer vorderen Stirnseite eine verschliessbare Be- und Entladeöffnung (12) aufweist und an ihrer hinteren Stirnseite (10) geschlossen ist. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Stirnseite (10) der Trommel (3) Öffnungen, welche bevorzugt durch ein Lochmuster (11b) gebildet sind, aufweist, durch welche die Trocknungsluft heraus strömen kann. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Einrichtung (13) zur Zuführung eines chemischen Lösemittels in die Trommel (3) und eine Abscheidevorrichtung (14) zum Abscheiden des in der Trocknungsluft enthaltenen Lösemittels umfasst. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Luftauslassstutzen (9) oder am Übergang zwischen dem Luftauslassstutzen (9) und der daran angeflanschten Luftabfuhrleitung (7) ein Flusensieb bzw. Flusenfilter (33) angeordnet ist.






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