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Dokumentenidentifikation DE112005000893T5 26.06.2008
Titel Werkzeugfangvorrichtung und -verfahren
Anmelder Advance Manufacturing Technology, Inc., Lake Charles, La., US
Erfinder Smith, Max, H., Lake Charles, La., US;
Leeth, Douglas, B., Lake Charles, La., US;
Lemke, John, A., Lot C. Welsh, La., US
Vertreter Ackmann, Menges & Demski Patent- und Rechtsanwälte, 80469 München
DE-Aktenzeichen 112005000893
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM
WO-Anmeldetag 03.05.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/US2005/015193
WO-Veröffentlichungsnummer 2005108741
WO-Veröffentlichungsdatum 17.11.2005
Date of publication of WO application in German translation 26.06.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2008
IPC-Hauptklasse E21B 34/14(2006.01)A, F, I, 20080403, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E21B 23/00(2006.01)A, L, I, 20080403, B, H, DE   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Bohrarbeiten werden typisch ausgeführt, indem eine lange Vorrichtung aus durch Gewinde miteinander verbundenen Bohrabschnitten, ein so genannter Bohrgestängestrang, verwendet wird. Häufig wird der Bohrgestängestrang an der Oberfläche durch Ausrüstung auf dem Bohrturm gedreht, um dadurch einen Bohrmeißel zu drehen, der an einem distalen Ende an dem Bohrgestängestrang unten im Bohrloch befestigt ist. Gewicht wird hinzugefügt, üblicherweise durch Hinzufügen von schweren Muffen hinter dem Bohrmeißel, um den Bohrmeißel tiefer nach unten zu drängen, wenn der Bohrgestängestrang und der Meißel gedreht werden. Weil unterirdisches Bohren eine Menge Wärme und Bohrgut erzeugt, wenn die Formation in der Tiefe pulverisiert wird, wird Bohrflüssigkeit oder -spülung von der Oberfläche aus nach unten zu dem Bohrmeißel gepumpt.

Typisch sind Bohrgestängeabschnitte hohl und miteinander im Gewindeeingriff, so dass die Bohrungen von benachbarten Rohrabschnitten von dem Ringraum hydraulisch isoliert sind, der zwischen dem äußeren Durchmesser des Bohrgestängestranges und dem inneren Durchmesser des Bohrloches (entweder verrohrt oder wie gebohrt) gebildet ist. Die Bohrspülung wird dann typisch dem Bohrmeißel durch die Bohrung des Bohrgestängestranges zugeführt, wo ihr gestattet wird, den Bohrmeißel durch Öffnungen zu schmieren und mit jedwedem Bohrgut durch den Ringraum zurückzukehren.

Messungen des Formationsdruckes, der Formationsporosität und -permeabilität müssen häufig durchgeführt werden, bevor ein Bohrloch tiefer gebohrt wird oder bevor eine Änderung der Bohrrichtung vorgenommen wird. Häufig sind Messungen, die sich auf die Richtungsüberwachung beziehen, notwendig, um sicherzustellen, dass das Bohrloch planmäßig gebohrt wird. Vorzugsweise können diese Messungen und Arbeiten mit einer „Messen während des Bohrens" (measurement while drilling oder MWD)-Vorrichtung ausgeführt werden, wodurch die Messungen in Echtzeit an oder nahe bei dem Bohrmeißel durchgeführt und anschließend zu Bedienungspersonen an der Oberfläche durch Rohrspülungsimpulstelemetrie oder Telemetrie mittels elektromagnetischer Wellen übertragen werden. MWD-Arbeiten sind zwar die meiste Zeit möglich, manuelle Messungen sind jedoch häufig erwünscht, entweder für Überprüfungszwecke oder weil die gewünschten Messungen nicht innerhalb der Möglichkeiten des MWD-Systems, das sich gerade in dem Bohrloch befindet, durchgeführt werden können. Darüber hinaus können Messungen verlangt werden, wenn ein Bohrgestängestrang nicht in dem Bohrloch ist, z. B. während der Wiederaufwältigung oder Produktion. Aus diesem Grund werden Messungen häufig über einer „Drahtleitung" oder andere Vorrichtungen verlangt, wenn der Bohrgestängestrang nicht vorhanden ist. Verschiedene Werkzeuge, Verbindungsleitungen und Verfahren werden heutzutage auf dem Ölfeld benutzt, um Messungen oder andere Arbeiten auszuführen.

Für die Zwecke der vorliegenden Beschreibung ist der Begriff „Werkzeug" allgemein zu verstehen und kann jede Art von Vorrichtung bedeuten, die nach unten in das Bohrloch geschickt wird, um irgendeine Arbeit auszuführen. Insbesondere ein Bohrlochwerkzeug kann verwendet werden, um eine Vielfalt von Vorrichtungen und Geräten zu beschreiben zum Ausführen von einer Messung, einem Service oder einer Aufgabe, welche bzw. welcher, ohne darauf beschränkt zu sein, Rohrrückgewinnung, Formationsuntersuchung, Richtungsmessung und Wiederaufwältigung beinhaltet. Darüber hinaus wird der Begriff Verbindungs-„Leitung” von einer Verlegeperson zwar häufig als ein rohrförmiges Teil zum Unterbringen von elektrischen Drähten verstanden, in der Ölfeldsprache wird er jedoch benutzt, um irgend etwas zu beschreiben, was in der Lage ist, Fluid, Kraft, Licht- oder elektrische Nachrichten von einem Ort (Oberfläche) zum anderen (unten im Bohrloch) zu übertragen. Aus diesem Grund soll der Begriff Leitung, wie er in der vorliegenden Beschreibung und in den Patentansprüchen verwendet wird, eine Drahtleitung, eine Ausdehnungsrohrleitung, eine gewendelte Rohrleitung, ein Lichtleiterkabel und alle gegenwärtigen oder zukünftige Äquivalente derselben umfassen.

Häufig gehen, während Drahtleitungs- oder andere Verbindungsleitungsarbeiten ausgeführt werden, andere Arbeiten und Operationen auf dem Bohrflur weiter. Unvermeidlich treten Unfälle auf und Gegenstände werden in das Bohrloch fallen gelassen, wo die Drahtleitungsarbeiten ausgeführt werden. Das kann das Ergebnis von menschlichem Irrtum sein (oder, unter Umständen, absichtliches Verhalten auf Seiten des Bohrpersonals) oder es kann das Ergebnis des Versagens von anderer Ausrüstung sein. Ungeachtet dessen, wie unerwünscht Objekte sind, die in das Bohrloch fallen, müssen diese wieder herausgeholt werden, da solche Gegenstände häufig jegliches Bohren, jegliche Produktion oder Messausrüstung, die unten im Bohrloch angeordnet ist, beschädigen oder funktionsunfähig machen können. Zum Herausholen dieser Gegenstände wird eine teuere und zeitraubende Fang- oder „Fishing"-Operation unternommen. Das Fangen beinhaltet das Entfalten von spezieller Ausrüstung und Personal, das unten im Bohrloch fischt, um hineingefallene Ausrüstung herauszuholen. Dieser Prozess kann vereinfacht werden, wenn genau bekannt ist, was in das Bohrloch gefallen ist, aber das ist nicht immer der Fall.

Außerdem können Gegenstände in das Bohrloch fallen, ohne dass das Personal auf dem Bohrturm den Gegenstand in dem Bohrloch überhaupt bemerkt, bis die Ausrüstung unterbrochen oder beschädigt worden ist. Unter diesen Umständen schließt sich an die aufwendige und teuere Fangexpedition häufig eine genauso teuere und zeitraubende Heraushol-, Reparatur- und Austauschprozedur an, um die beschädigte Ausrüstung in Ordnung zu bringen.

Drahtleitungs(oder andere Verbindungsleitungs)-Arbeiten stellen ein spezielles Problem dar bei dem „Schützen" des Bohrloches vor Fremdobjekten. Typisch kann ein Bohrlochdeckel oder eine andere prophylaktische Vorrichtung über dem offenen Bohrloch platziert werden, aber wenn Arbeiten von statten gehen, besteht diese Möglichkeit nicht. Eine Vorrichtung, die das Eindringen von Fremdobjekten in das Bohrloch verhindert, gleichzeitig aber das Hin- und Herbewegen einer Verbindungsleitung darin erlaubt, wird benötigt.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Nachteile des Standes der Technik werden durch eine Vorrichtung überwunden, die eine Klappenbaugruppe aufweist. Die Vorrichtung wird vorzugsweise in einem rohrförmigen Strang platziert und wird eine Durchgangsbohrung aufweisen, die vorzugsweise groß genug ist, um Werkzeuge, die auf einer Verbindungsleitung angeordnet sind, durchzulassen. Die Klappenbaugruppe wird wenigstens zwei Klappenvorrichtungen aufweisen, wobei jede Klappe in der Lage ist, hoch- und runter zu gehen, wenn sie betätigt wird. In der unteren Position werden die Klappen einen ausreichenden Spalt zwischen sich haben, um den Durchtritt der Verbindungsleitung zu gestatten, werden aber den Durchtritt von Objekten verhindern, die größer als die Verbindungsleitung sind. In der offenen Position werden die Klappen den Durchtritt von Werkzeugen und anderen Objekten gestatten.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Für eine ausführlichere Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, in denen:

1 eine Schnittansicht und Profildarstellung einer Werkzeugfangvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist und

2 eine Daraufsicht auf die Werkzeugfangvorrichtung nach 1 ist und eine Klappenbaugruppe derselben ausführlicher zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

In 1, auf die zuerst Bezug genommen wird, ist eine Werkzeugfangvorrichtung 100 gezeigt. Die Werkzeugfangvorrichtung 100 umfasst vorzugsweise ein oberes Übergangsstück 102, ein unteres Übergangsstück 104, eine Verbindungsmutter 106 und ein Schnellverschraubungseinsatzstück 108. Die Werkzeugfangvorrichtung 100 ist oben auf einem Rohrstrang (nicht dargestellt) durch ein Gewindeprofil 110 der Verbindungsmutter 106 befestigt. Vorzugsweise ist die Verbindungsmutter 106 oben auf den Strang geschraubt, um geschützt zu sein, und das untere Übergangsstück 104 fasst in sie ein. Das untere Verbindungsstück 104 hat einen Sitzflansch 112, der in der mit Gewinde versehenen Verbindungsmutter 106 aufgenommen ist und oben auf dem Rohrstrang (nicht dargestellt) sitzt. Wenn das untere Verbindungsstück 104 in der Mutter 106 sitzt, wird das Schnellverschraubungseinsatzstück 108 auf dem Schaft 114 des unteren Übergangsstückes 104 nach unten geschraubt und mit einem zweiten Gewindeprofil 116 der Verbindungsmutter 106 in Eingriff gebracht. Das Schnellverschraubungseinsatzstück 108 wird vorzugsweise angezogen, bis es mit der Mutter 106 bündig und festgezogen ist durch Eingriff mit einer Feststellschraube 118 darin. Anschließend wird das obere Übergangsstück 102 (wenn es nicht bereits mit dem unteren Einsatzstück 104 eingerichtet worden ist) oben auf dem unteren Übergangsstück 104 mit einem Gewindeprofil 120 in Gewindeeingriff gebracht. Vorzugsweise hält eine elastomere (oder irgendein anderer dem Fachmann bekannter Typ) Dichtung 122 eine hydraulische Abdichtung zwischen dem oberen Übergangsstück 102 und dem unteren Übergangsstück 104 aufrecht.

Das obere Übergangsstück 102 ist vorzugsweise so konfiguriert, dass Drahtleitungswerkzeuge (oder Werkzeuge, die auf irgend einer Form von dem einschlägigen Fachmann bekannter „Leitung" angeordnet sind) wahlweise durch es Hindurchtreten können. Das obere Übergangsstück 102 hat vorzugsweise auch ein mit Gewinde versehenes äußeres Profil 124 an seinem oberen Ende zur Verbindung mit anderen Gewindevorrichtungen. Es wird bevorzugt (aber nicht verlangt), dass das innere Gewindeprofil 110 der Verbindungsmutter 106 dem äußeren Gewindeprofil 124 des oberen Übergangsstückes 102 entspricht, so dass eine Gewindeverbindung in einem Rohrstrang (nicht dargestellt) getrennt und eine Werkzeugfangvorrichtung 100 dazwischen eingefügt werden kann. Das obere Übergangsstück 102 hat vorzugsweise auch eine innere radiale Dichtung 126, so dass die Werkzeugfangvorrichtung 100 ein Dichtungsprofil an einer mit ihr verbundenen Vorrichtung abdichtend erfassen kann. Das obere Übergangsstück 102 hat eine innere Bohrung 128, die in einen inneren Hohlraum 130 mündet, in welchem das untere Übergangsstück 104 aufgenommen ist. Das untere Übergangsstück 104 hat vorzugsweise eine innere Bohrung 132, die sich von dem oberen Übergangsstück 102 aus durch den Schaft 114 hindurch und an dem Sitzflansch 112 vorbei bis zu einer darunter angebrachten Vorrichtung erstreckt.

Gemäß den 1 und 2, auf die nun gemeinsam Bezug genommen wird, ist in dem Hohlraum 130 des oberen Übergangsstückes 102 und oben auf einem oberen Ende 134 des unteren Übergangsstückes 104 eine Klappenbaugruppe 150 untergebracht. Die Klappenbaugruppe 150 umfasst vorzugsweise ein Paar Klappen 152, die durch mehrere Haltefedern 154 in einer unteren oder geschlossenen Position gehalten werden. Die Klappen 152 der Baugruppe 150 dienen dazu zu verhindern, dass irgendetwas, was größer als eine Verbindungsleitung ist, zwischen ihnen hindurchgeht, wobei die Verbindungsleitung durch einen Klappenspalt 140 hindurchgehen kann, wenn sich die Klappen 152 in der unteren Position befinden. Wenn die Klappen 152, wie dargestellt, in der unteren oder geschlossenen Position sind, wird irgend etwas, das durch die Bohrung 128 des oberen Übergangsstückes 102 (oder durch irgend eine Bohrung darüber) nach unten fällt, durch die Klappen 152 aufgehalten und wird nicht in der Lage sein, sich durch die Bohrung 132 des unteren Übergangsstückes oder zu irgend einem Ort darunter weiterzubewegen. Die Klappen 152 schützen unten im Bohrloch Ausrüstung und Arbeiten vor Beschädigungen (oder kostspieligen Serviceunterbrechungen), die aus dem zufälligen Hineinfallen eines Objekts in das Bohrloch resultieren können.

Wenn das Öffnen der Klappen 152 der Baugruppe 150 erwünscht ist, wird ein Hydraulikzylinder 160, der mit einer Hub-T-Stange 156 verbunden ist, betätigt, wodurch die Klappen 152 vorübergehend angehoben werden und Gegenständen, die größer als die Verbindungsleitung sind, hindurchzugehen gestattet wird. Die Betätigung des Zylinders 160 treibt die T-Stange 156 nach oben, wodurch Stellantriebsarme 158, die mit den Klappen 152 verbunden sind, nach oben gedrückt und gedreht werden. Wenn das Objekt, das die Klappenbaugruppe 150 passieren soll, die Klappen 152 passiert hat, wird der Zylinder 160 inaktiviert, und Federn 154 schließen die Klappen 152, um den Zugang zu der Bohrung 132 darunter wieder zu blockieren. Es ist zwar ein Hydraulikzylinder 160 gezeigt, der die Klappenbaugruppe 150 öffnet und schließt, dem Fachmann dürfte jedoch klar sein, dass verschiedene andere Vorrichtungen verwendet werden können, um diese Aufgabe zu erfüllen, einschließlich, ohne darauf beschränkt zu sein, Elektromotoren und Pneumatikzylindern. Der Hydraulikzylinder 160 ist vorzugsweise als eine gewöhnliche Vorrichtung konstruiert, eine, die einen Hydraulikkolben 162 enthält, der mit einer Stange 164 verbunden ist, die angehoben wird, wenn der Druck über einen Kanal 166 erhöht wird. Vorzugsweise ist eine Feder 168 gegen die Aufwärtsbewegung des Kolbens 162 vorgespannt, so dass die Stange 164 zurück in ihre ursprüngliche Position abgesenkt wird, wenn der Druck in dem Kanal 166 abgesenkt wird. Wenn die Klappen 152 geöffnet werden sollen, wird der Druck in dem Kanal 166 erhöht, wodurch die Stange 164 nach oben getrieben und dadurch die T-Stange 156 angehoben wird. Die T-Stange 156 drückt dadurch die Stellantriebsarme 158, die mit den Klappen 152 über Stangen 170 verbunden sind, nach oben und dreht diese. Die Stangen 170 werden durch die Klappen 152 erfasst und weisen flache Profile auf, die an entsprechende Profile der Klappen 152 an einer Schnittstelle 172 angepasst sind. Darüber hinaus werden die Stangen 170 vorzugsweise in ihrer Lage gehalten und sind durch Stangenanschlussstücke 174 von der Werkzeugfangvorrichtung 100 hydraulisch isoliert. O-Ringdichtungen 176, 178 isolieren die Stangenanschlussstücke 174 von der Werkzeugfangvorrichtung 100 und von den Stangen 170. Schließlich ist ein entfernbarer Verschleißring 190 vorzugsweise in einer Buchse 192 jeder Klappe 152 angebracht, um die Klappe 152 vor Abrieb und Verschleiß durch fortgesetzten Reibkontakt mit der durch sie hindurch verlaufenden Verbindungsleitung zu schützen.

Der Verschleißring 190 kann aus irgendeinem dem einschlägigen Fachmann bekannten Material sein, er ist aber vorzugsweise der Einfachheit halber als ein Rundmaterialstück aufgebaut. Durch die Wahl eines Rund-„Stab"-Materials für den Verschleißring 190 wird das Herstellen der Klappen 152 vereinfacht. Zum Herstellen der Buchsen 192 für die Rundstabmaterialverschleißringe 190 innerhalb der Klappen 152 wird durch diese ein kreisförmiges Standardloch gebohrt, und das „Loch” wird schräg zugeschnitten, indem ein Teil desselben entfernt wird, wodurch eine C-förmige Buchse 192 zurückbleibt, um einen Stabmaterialverschleißring 190 aufzunehmen. Der Verschleißring 190 kann aus verschiedenen Materialien mit verschiedener Härte aufgebaut sein, je nach der Philosophie des Benutzers. Wenn z. B. die Verbindungsleitung vor Verschleiß von den Klappen 152 her geschützt werden soll, kann für den Verschleißring 190 ein weiches Material ausgewählt werden, wodurch der Verschleißring 190 die Vorrichtung wird, die geopfert wird. Alternativ kann, wenn der Verschleiß an der Verbindungsleitung kein Problem ist, der Verschleißring 190 als ein hartes Material wie Hartmetall und gehärteter Stahl ausgebildet sein, um zu gewährleisten, dass der Verschleißring 190 langlebig ist und selten ausgetauscht werden muss.

Es ist zwar eine bevorzugte Ausführungsform für den Verriegelungsmechanismus der Werkzeugfangbaugruppe 100 gezeigt, dem einschlägigen Fachmann ist jedoch klar, dass Abweichungen von der beschriebenen speziellen Ausführungsform trotzdem im Schutzbereich und in der Lehre der Erfindung, wie sie beansprucht ist, bleiben.

Zusammenfassung

Beschrieben sind eine Vorrichtung (100) und ein Verfahren zum Verhindern, dass unerwünschte Objekte (nicht dargestellt) durch einen Rohrstrang (nicht dargestellt) hindurchgehen, wenn eine Verbindungsleitung (nicht dargestellt) darin angeordnet ist. Die Vorrichtung (100) und das Verfahren umfassen eine Klappenbaugruppe (150) zum wahlweisen Öffnen und Schließen, wenn Objekte (nicht dargestellt), die größer als die Verbindungsleitung (nicht dargestellt) sind, durch sie hindurchgehen sollen.


Anspruch[de]
Vorrichtung, angeordnet in einem Rohrstrang, zum Steuern des Zugangs zu einem Bohrloch und zum Durchlassen einer Verbindungsleitung, mit einem Hauptkörper, der eine Durchgangsbohrung hat, die groß genug ist, um Werkzeuge durchzulassen, welche auf der Verbindungsleitung angeordnet sind;

einer Klappenbaugruppe, die in der Bohrung enthalten ist und eine erste Klappe und eine zweite Klappe aufweist, von denen jede eine erste Position und eine zweite Position hat;

wobei die Klappen so konfiguriert sind, dass sie den Durchgang von Objekten durch die Bohrung verhindern, wenn sie in der ersten Position sind;

wobei die Klappen so konfiguriert sind, dass sie den Durchgang und die Manipulation der Verbindungsleitung in der Bohrung gestatten, wenn sie in der ersten Position sind;

wobei die Klappen so konfiguriert sind, dass sie den Durchgang der Objekte durch die Bohrung gestatten, wenn sie in der zweiten Position sind; und

einem Stellantrieb, der so konfiguriert ist, dass er die Klappen wahlweise aus der ersten Position in die zweite Position verstellt, wenn die Objekte durch die Bohrung hindurchgehen sollen.
Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Hauptkörper weiter eine Verbindung mit dem Rohrstrang an einem oberen Ende und an einem unteren Ende aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Klappen Verschleißringe aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Verschleißringe mit einer Härte ausgestattet sind, die kleiner ist als die der Verbindungsleitung. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Verschleißringe aus Messing sind. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Verschleißringe mit einer Härte ausgestattet sind, die größer als die der Verbindungsleitung ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Verschleißringe aus gehärtetem Stahl sind. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Verschleißringe aus Hartmetall sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Stellantrieb ein Hydraulikzylinder ist. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei der Hydraulikzylinder eine Feder aufweist zum Vorspannen eines darin untergebrachten Kolbens in einen unbetätigten Zustand. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Stellantrieb ein Elektromotor ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Stellantrieb ein Pneumatikzylinder ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Stellantrieb Elektromagnete aufweist. Verfahren zum Verhindern des Durchgangs von Objekten durch einen rohrförmigen Körper, während sich eine Verbindungsleitung durch diesen hindurch erstreckt, wobei das Verfahren beinhaltet:

Öffnen einer Klappenbaugruppe, um den Durchgang von Werkzeugen zu gestatten, die an einem distalen Ende der sich durch diese hindurch erstreckenden Verbindungsleitung angeordnet sind, wobei die Klappenbaugruppe eine erste Klappe und eine zweite Klappe aufweist;

Hindurchführen der Verbindungsleitung mit darauf angeordneten Werkzeugen durch den rohrförmigen Körper; und

Schließen der Klappenbaugruppe, wobei die erste und die zweite Klappe der Klappenbaugruppe zwischen sich einen Spalt bilden, um der Verbindungsleitung den Durchgang zu gestatten.






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