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Dokumentenidentifikation DE10027586B4 04.09.2008
Titel Steuervorrichtung für gepulste Erregung
Anmelder Aisin Seiki K.K., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Honma, Chiaki, Obu, Aichi, JP;
Sugiyama, Masanori, Nishio, Aichi, JP
Vertreter Grosse, Schumacher, Knauer, von Hirschhausen, 80335 München
DE-Anmeldedatum 02.06.2000
DE-Aktenzeichen 10027586
Offenlegungstag 18.01.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.09.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.2008
IPC-Hauptklasse H02P 25/08(2006.01)A, F, I, 20071221, B, H, DE
Zusammenfassung Eine Steuervorrichtung für unterbrochene Erregung besteht aus einem ersten Schaltelement, das zwischen eine Seite einer Last und einen Anschluß eines Netzgeräts geschaltet ist, einem zweiten Schaltelement, das zwischen die andere Seite der Last und den anderen Anschluß des Netzgeräts geschaltet ist, einer Signalerzeugungsvorrichtung zur Erzeugung eines Erregungssignals, das das erste Schaltelement und das zweite Schaltelement leitend macht, um eine Steuerung der unterbrochenen Erregung der Last zu erreichen, und einer Kontrollvorrichtung zur Erzielung einer Verzögerung zwischen dem Punkt, an dem das erste Schaltmittel leitend gemacht wird, und dem Punkt, an dem das zweite Schaltmittel leitend gemacht wird, in Antwort auf das Erregungssignal. Die Kontrollvorrichtung hat eine Wechselvorrichtung zum Erreichen, daß immer nach Ablauf einer festgesetzten Zeitdauer ein zuvor leitendes Schaltelement und ein nachfolgend leitendes Schaltelement gegeneinander vertauscht werden, wobei das eine und das andere des ersten Schaltelements und des zweiten Schaltelements jeweils das zuvor leitende und das nachfolgend leitende Schaltelement darstellen.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf eine Steuervorrichtung für die gepulste Erregung einer Phasenspule eines Reluktanzmotors gerichtet, die ein erstes Schaltelement aufweist, das zwischen eine Seite der Phasenspule und einen Anschluss eines Netzgeräts geschaltet ist und ein zweites Schaltmittel, das zwischen die andere Seite der Phasenspule und den anderen Anschluss des Netzgeräts geschaltet ist. Die Schaltelemente werden in einer Unterbrechungsbetriebsart dergestalt erregt, dass beide. Schaltelemente in Synchronisation der Phasenspule zu- und weggeschaltet werden, wobei diese Vorgänge wiederholt werden. Eine solche Steuervorrichtung für gepulste Erregung wird beispielsweise benutzt, um jede einer Mehrzahl von Phasenspulen eines geschalteten Reluktanzmotors (switched- reluctance- oder SR-Motor) zu erregen.

In einer Vorrichtung zum Erregen eines SR-Motors oder in einem SR Treiber zum Schalten mehrerer (zum Beispiel 3) Phasen oder zur alternierenden Erregung und Entregung der Phasenspule jeder der mehreren Phasen zum Betrieb des SR-Motors, wird beispielsweise ein Paar Schaltelemente an gegenüberliegenden Seiten der Phasenspule bereitgestellt, und das oberseitige Schaltelement oder beide Schaltelemente werden intermittierend an- und abgeschaltet (Unterbrechungsbetrieb). Weiter wird zur Abgabe eines vorbestimmten Ausgangsdrehmoments des SR-Motors eine Menge eines Zielstrom durch die Phasenspule geschickt, derart dass die Menge durch das An- und Abschalten der Schaltelemente in alternierender Weise auf einen konstanten Wert geregelt wird. Herkömmlich ist, wenn der Schalter in Gestalt eines Isolierschicht-Bipolartransistors in die Unterbrechungsbetriebsweise gebracht wird, der entstehende elektrische Leistungsverlust des Schaltelements ein Problem, da solch ein Verlust in Wärme umgewandelt wird, die zu einem thermischen Versagen des Moduls führt.

Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat der Erfinder in der Japanischen Offenlegungsschrift Nummer JP 10337084 A eine Vorrichtung zur Verhinderung von Überhitzung vorgeschlagen, die derart arbeitet, dass die Temperatur des Schaltmoduls gemessen wird, die Geschwindigkeit der Temperaturänderung berechnet wird, die der Menge des in der Phasenspule fließenden Stroms entspricht, basierend auf diesen Variablen die momentane Temperatur in dem Schaltmodul abgeschätzt wird, und, falls der momentane Strom für zu hoch befunden wird, der durch die Phasenspule fließende Strom beschränkt wird.

Auf der anderen Seite stellt der Erfinder in der Japanischen Offenlegungsschrift Nummer JP 08172793 A drei Verfahren bereit, mit denen die Zielmenge des Stroms auf konstantem Wert gehalten werden kann. Eines der Verfahren, das sogenannte weiche Unterbrechungsverfahren (soft chopping method) besteht darin, eines der Schaltelemente, die der Phasespule zugeordnet sind, alternierend an- und abzuschalten. Das zweite Verfahren, das sogenannte harte Unterbrechungsverfahren (hard. chopping method) besteht darin, alternierend eines der Schaltelemente an- und abzuschalten, synchron mit dem alternierenden An- und Abschalten des anderen. Das dritte Verfahren ist eine Kombination des weichen Unterbrechungsverfahrens und des harten Unterbrechungsverfahrens, das abhängig von dem Antriebszustand des SR-Motors eingesetzt wird.

Jedoch werden bei dem Einsatz des harten Unterbrechungsverfahrens aufgrund der Tatsache, dass eines der Schaltelemente sich unweigerlich in den Schalteigenschaften von dem anderen unterscheidet, nicht immer gleichzeitig dieselben Schaltvorgänge der Schaltelemente erreicht, obwohl die Schaltelemente durch ein gemeinsames Signal getrieben werden. Daher ist ein elektrischer Leistungsverlust oder Unterbrechungsverlust wegen des sich ergebenden Taktfehlers auf eines der Schaltelemente konzentriert.

Die Druckschrift US 5,438,498 offenbart eine Anordnung zur Ansteuerung zweier Schalter an einer Last, beispielsweise an einem Resonanzkreis. Die Ansteuersignale zur Erzeugung einer bestimmten Stromflussrichtung im Resonanzkreis sind zueinander phasenverschoben.

Es ist daher eine vordringliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Steuervorrichtung für gepulste Erregung bereitzustellen, in der die vorgenannte Unausgeglichenheit der Unterbrechungsverluste auf einen so kleinen Wert wie möglich begrenzt wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die Erfindung eine Steuervorrichtung für die gepulste Erregung einer Phasenspule eines Reluktanzmotors, wobei die Steuervorrichtung mit der Phasenspule über einen ersten Anschluss und einen zweiten Anschluss verbunden ist, und wobei: der erste Anschluss der Steuervorrichtung mit einem ersten Schaltmittel verbunden ist, das zwischen eine Seite der Phasenspule und einen Anschluss eines Netzgeräts geschaltet ist; der zweite Anschluss der Steuervorrichtung mit einem zweiten Schaltmittel verbunden ist, das zwischen die andere Seite der Phasenspule und den anderen Anschluss des Netzgeräts geschaltet ist; wobei das Steuergerät ferner umfasst: ein Signalerzeugungsmittel zur Erzeugung eines Erregungssignals für das erste und das zweite Schaltmittel, um das erste und zweite Schaltmittel leitend zu machen, um eine Steuerung der gepulsten Erregung der Phasenspule zu erreichen; und ein Kontrollmittel zur Ausgabe eines empfangenen Erregungssignals mit einer Verzögerung so, dass das erste Schaltmittel und das zweite Schaltmittel mit einer Verzögerung nacheinender leitend gemacht werden.

Vorzugsweise kann das Kontrollmittel der Steuervorrichtung ein Wechselmittel enthalten, das zum Wechseln der Reihenfolge der Erregung des ersten und zweiten Schaltmittels nach Ablauf einer festgesetzten Zeitdauer eingerichtet ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die genannten und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlicher und sind leichter ersichtlich aus der folgenden ausführlichen Darstellung einer bevorzugten beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Zusammenhang mit den zugehörigen Zeichnungen. Dabei:

1 zeigt ein Blockdiagramm einer Erregungssteuervorrichtung;

2 zeigt ein Zeitdiagramm in dem Schwingungsformen von Hauptelementen der in 1 gezeigten Vorrichtung dargestellt sind;

3(a) zeigt ein Blockdiagramm einer Verzögerungsschaltung der in 1 gezeigten Vorrichtung;

3(b) zeigt ein Blockdiagramm einer Wechselschaltung der in 1 gezeigten Vorrichtung;

4(a) zeigt ein Zeitdiagramm in dem Unterbrechungsverluste in Schaltelementen der in 1 gezeigten Vorrichtung in einer früheren Hälfte eines Erregungswinkelbereichs schematisch veranschaulicht sind;

4(b) zeigt ein Zeitdiagramm in dem Unterbrechungsverluste in Schaltelementen der in 1 gezeigten Vorrichtung in einer späteren Hälfte eines Erregungswinkelbereichs schematisch veranschaulicht sind;

5(a) zeigt ein Zeitdiagramm in dem Unterbrechungsverluste in Schaltelementen schematisch veranschaulicht sind, unter der Annahme, daß im Unterbrechungsverlust zwischen den Schaltelementen kein Unterschied besteht;

5(b) zeigt ein Zeitdiagramm in dem Unterbrechungsverluste in Schaltelementen schematisch veranschaulicht sind, unter der Annahme, daß im Unterbrechungsverlust zwischen den Schaltelementen eine sehr großer Unterschied besteht;

Ausführliche Darstellung der Erfindung

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend ausführlich mit Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben.

Mit Bezug auf die 1 und 2 ist zuerst ein Blockdiagramm einer Erregungssteuerung für eine Phasenspule 1 eines geschalteten Reluktionsmotors, oder SR-(switched reluctance)Motors (nicht gezeigt) dargestellt. Ein Anschluß der Phasenspule 1 ist über einen Isolierschicht-Bipolartransistor (IGBT) 4 als oberem Transistor mit einer Spannungsleitung 2 höherer Spannung eines Netzgeräts elektrisch verbunden, während der andere Anschluß der Phasenspule 1 über einen Isolierschicht-Bipolartransistor (IGBT) 5 als unterem Transistor mit einer Spannungsleitung 3 niedrigerer Spanunung des Netzgeräts elektrisch verbunden ist. Eine Diode 6 ist zwischen einen Emitter des Transistors 4 und der niedrigeren Spannungsleitung 3 des Netzgeräts geschaltet. Eine Diode 7 ist zwischen einen Kollektor des Transistors 5 und der höheren Spannungsleitung 2 des Netzgeräts geschaltet. Somit fließt ein elektrischer Strom durch die Phasenspule 1, wenn die Transistoren 4 und 5 gleichzeitig angeschaltet sind. Ein Elektrischer-Strom-Sensor 8 liefert ein Stromsignal S1, das die Menge elektrischen Stroms repräsentiert, die durch die Phasenspule 1 fließt, und versorgt damit einen Komparator 14.

Auf der Grundlage eines Signals S4a eines Rotor-Winkelstellungs-Senors 10, das eine Rotor-Winkelstellung des SR-Motors repräsentiert, erzeugt eine Erzeugungsschaltung für ein elektrisches Stromssignal 9 als Antwort auf die durch den Rotor-Winkelstellungs-Sensor 10 bestimmte Winkelstellung des Rotors ein Signal S3, das einen Maßstab des an die Phasenspule 1 anzulegenden elektrischen Stroms darstellt. Die Erzeugungsschaltung für ein elektrisches Stromssignal 9 versorgt mit diesem Signal S3 eine Addierschaltung 13.

Ein Erregungstaktschaltung 19 erzeugt ein zweiwertiges Signal S4, das entweder durch den Pegelwert H (High, hoch) oder den Pegelwert L (low, niedrig) repräsentiert wird.

Solange die Winkelstellung des Rotors in einem Erregungswinkelbereich zwischen Beginn und Beendigung der Erregung der Phasenspule 1 liegt, wobei diese jeweils durch ein Winkel-An-Signal S4b, beziehungsweise ein Winkel-Aus-Signal S4c erkannt werden, liefert die Schaltung 19 ein Signal S4 mit hohem Pegelwert H. Solange sich der Rotor innerhalb einer ersten Vierteldrehung (0°–45°) befindet, liefert die Schaltung 19 ein Signal mit niedrigem Pegelwert L, es sei denn die Winkelposition des Rotors fällt in den Erregungswinkelbereich. In einer zweiten Vierteldrehung des Rotors bleibt das Signal S4 auf niedrigem Pegelwert L. In einer dritten Vierteldrehung des Rotors bleibt das Signal S4 auf hohem Pegelwert H.

Eine Generatorschaltung 11 zur Erzeugung einer ansteigenden Sägezahnschwingung erzeugt ein ansteigendes Sägezahnschwingungssignal S5 mit konstanter Periode und Amplitude und ein Unterbrechungskriteriumsignal S6 in Synchronisation mit dem ansteigenden Sägezahnschwingungssignal S5. Das Taktsignal S6 hat die Gestalt eines zweiwertigen Signals, das immer wenn eine feststehende Zeitdauer einer Periode verstrichen ist, momentan ein hohen Pegelwert H annimmt. Mit anderen Worten, für jede einzelne Periode weist das Taktsignal S6 eine momentane Änderung in der Reihenfolge niedriger Pegel L, hoher Pegel H und niedriger Pegel L auf. Das Unterbrechungskriteriumsignal S6 hat eine Periode, die gleich einer Periode einer Frequenz ist, die etwas oberhalb der menschlichen Hörspektrum liegt. Eine Inverterschaltung 12 ist so ausgelegt, daß sie ein absteigende Sägezahnschwingungssignal S7 durch Invertierung des ansteigenden Sägezahnschwingungssignals S5 ausgibt. Eine Addierschaltung erzeugt ein berichtigtes Kriteriumssignal S8 durch überlagern des Kriteriumsstromsignals S3 mit dem absteigenden Sägezahnschwingungssignal S7.

Die Vergleichsschaltung 14 führt einen Vergleich zwischen dem elektrischen Stromsignal S1 und dem berichtigten Kriteriumsstromsignal S8 durch. Die Vergleichsschaltung liefert ein zweiwertiges Signal S9 derart, daß wenn das Ergebnis eines solches Vergleichs ergibt, daß das Signal S1 kleiner (bzw. nicht kleiner) als das Signal S8 ist, das Signal S9 eine hohen Pegelwert H (bzw. einen niedrig Pegelwert L) aufweist.

Das zweiwertige Signal S9 wird einem der Eingänge eines UND-Gatters 15 eingespeist und wird außerdem nach einer Invertierung durch einen Inverter 16 einem Eingang CLK eines Flip-Flops 17 zugeführt. An dem anderen Eingang des UND-Gatters 15 wird das Signal S4 zugeführt. Das UND-Gatter 15 gibt ein zweiwertiges Signal S10 aus, das einem Eingang eines UND-Gatters 18 eingespeist wird. An dem anderen Eingang des UND-Gatters 18 wird ein zweiwertiges Signal S11 zugeführt, das von einem invertiertem Ausgang des Flip-Flops 17 ausgegeben wird. Der andere Eingang des Flip-Flops 17 nimmt das Unterbrechungskriteriumsignal S6 auf. Das zweiwertige Signal, das der invertierte Ausgang des Flip-Flops 17 ausgibt, wechselt von hohem Pegelwert H zu niedrigem Pegelwert L als Reaktion auf ein Abfallen des Signals S9, und wechselt von niedrigem Pegelwert L zu hohem Pegelwert H als Reaktion auf ein Ansteigen des Signals S6. Solange das Signal S11 auf hohem Pegel H ist, nimmt das vom UND-Gatter 18 ausgegebene zweiwertige Signal S12 einen hohen Pegel H bzw. einen niedrigen Pegel L an, wenn das zweiwertige Signal S10 auf einem hohen Pegel H bzw. einem niedrigen Pegel L ist.

Das UND-Gatter 18 gibt ein zweiwertiges Signal S12 als Errregunggesignal aus, das bei hohem Pegel H bzw. bei niedrigem Pegel L eine bestehende Erregung (ON) bzw. keine Erregung (OFF) der Phasenspule 1 angibt. Das Errregungsanzeigesignal S12 wird einer Verzögerungsschaltung 21 eingespeist sowie einer Wechselschaltung 22 einer Verzögerungskontrollvorrichtung 20.

In der vorliegenden Ausführungsform hat, wie in 3(a) gezeigt, die Verzögerungsschaltung 21 die Gestalt eines seriellen Schieberegisters in dem vier Flip-Flops 21a, 21b, 21c und 21d, die mit einem Taktimpulssignal in Synchronisation arbeiten, in Reihe verbunden sind. Die Verzögerungsschaltung 21 ist so ausgelegt, daß sie ein verzögertes Signal S12d ausgibt, das eine Verzögerung von 3 mal Tc erfahren hat, wobei Tc eine Periode des Taktpulssignals darstellt, wobei das Signal S12 die Flip-Flops 21a, 21b, 21c und 21d dieser Reihenfolge durchläuft.

Wie in 3(b) gezeigt, enthält die Wechselschaltung 22 ein UND-Gatter 22a eines ersten Ausgabesystems (A-System) und ein UND-Gatter 22e eines zweiten Ausgabesystems (B-System) zur Auswahl des Erregungssignals S12, sowie ein UND-Gatter 22b in dem ersten Ausgabesystem und ein UND-Gatter 22d in dem zweiten Ausgabesystem zur Auswahl des Verzögerungssignals S12d, ein ODER-Gatter 22c, das eine Logik-Addition der Ausgaben der entsprechenden UND-Gatter 22a und 22b des ersten Ausgabesystems ausführt, und ein ODER-Gatter 22f, das eine Logik-Addition der Ausgaben der entsprechenden UND-Gatter 22d und 22e des zweiten Ausgabesystems ausführt. Abhängig von dem von einer Taktschaltung 23 ausgegebene Signal S13 wird bestimmt, welches UND-Gatter in jedem Ausgabesystem aktiviert wird.

Die Taktschaltung 23 erzeugt ein Wechselsignal S13, das immer dann zwischen niedrigem Pegel L und hohem Pegel H umwechselt, wenn das Winkelstellungssignal S4a, das eine Pegeländerung des Sägezahnschwingungssignals anzeigt, dessen Periode mit einer Vierteldrehung des Rotors zusammenfällt, einen Mittelwert der entsprechenden Pegel, der durch die Formel (S4b + S4c)/2 gegeben ist, kreuzt.

Somit werden in einer früheren Hälfte des Erregungswinkelbereichs der Phasenspule 1, in dem sich das Signal S4 fortdauernd auf hohem Pegel H befindet, die UND-Gatter 22a und 22d der Wechselschaltung 22 jeweils unmittelbar in einen Gatter-An Zustand gebracht, wenn das Wechselsignal S13 hohen Pegel H annimmt. Die Ausgabe des ODER-Gatters 22c, das heißt ein Erregungssignal S12A zum Transistor 4, wird das Erregungssignal S12 selbst, während die Ausgabe des ODER-Gatters 22f, das heißt ein Erregungssignal S12B zum Transistor 5, das verzögerte Signal S12d wird.

In einer späteren Hälfte des Erregungswinkelbereichs der Phasenspule 1, während der sich das Signal S4 fortdauernd auf hohem Pegel H befindet, werden die UND-Gatter 22b und 22d der Wechselschaltung 22 jeweils unmittelbar in einen Gatter-An Zustand gebracht, wenn das Wechselsignal S13 niedrigen Pegel L annimmt. Die Ausgabe des ODER-Gatters 22c, das heißt ein Erregungssignal S12A zum Transistor 4, wird das verzögerte Signal S12d, während die Ausgabe des ODER-Gatters 22f, das heißt ein Erregungssignal S12B zum Transistor 5, das Erregungssignal S12 selbst wird.

Daher besteht in dem ganzen Erregungswinkelbereich der Phasenspule 1, während dem das Signal S4 auf hohem Pegel H bleibt, zwischen den Erregungssignalen S12A und S12B, die den jeweiligen Transistoren 4 und 5 zugeführt werden, eine Zeit- oder Phasendifferenz von etwa 3 Perioden, entsprechend der Zeitverzögerung des verzögerten Signals S12d relativ zu dem Erregungssignal S12. Dies führt dazu, daß Unterbrechungsverluste den Transistoren 4 und 5 abwechselnd zugewiesen werden während alternierendes An (ON) und Aus (OFF) wiederholt wird, mit dem Ergebnis, daß ein partieller Temperaturanstieg in einem Umschaltmodul beschränkt werden kann, wodurch eine Zerstörung der Transistoren verhindert wird.

Weiter gilt, daß in der früheren Hälfte des Erregungswinkelbereichs der Phasenspule 1, obwohl die Umschaltung oder abwechselnde An/Aus Wiederholung des Transistors 4 in Synchronisation mit dem Erregungssignal S12 erfolgt, die Umschaltung des Transistors 5 gegenüber der Umschaltung des Transistors 4 um etwa 3 Tc verzögert ist, und der Unterbrechungsverlust, der durch einen schattierte Bereich im jeweiligen Transistordiagramms dargestellt wird, ein Verhalten wie in 4(a) gezeigt aufweist.

Auf der anderen Seite ist in der späteren Periodenhälfte die Umschaltung des Transistors 4 gegenüber dem Erregungssignal S12 verzögert, während die Umschaltung des Transistors 5 in Synchronisation mit dem Erregungssignal S12 erfolgt, und der Unterbrechungsverlust jedes der Transistoren 4 und 5 ein Verhalten wie in 4(b) gezeigt aufweist.

Obwohl die Einführung einer Verzögerung zwischen den Umschaltvorgängen der Transistoren 4 und 5 mit unterschiedlichen Umschaltcharakteristiken insofern unbefriedigend ist, als in den Unterbrechungsverlusten zwischen den Transistoren 4 und 5 ein unausgeglichener Zustand besteht, wird in jeder Vierteldrehung des SR-Motors oder in einer festgelegten Zeitdauer die Unausgeglichenheit im Mittelpunkt des Erregungswinkelbereichs derart umgeschaltet, daß derjenige der Transistoren 4 und 5, der höheren Unterbrechungsverlust hatte zu dem Transistor mit niedrigerem Unterbrechungsverlust wird, während der andere Transistor derjenige mit höherem Unterbrechungsverlust wird. Dadurch wird eine weitere Angleichung der Unterbrechungsverluste zwischen den Transistoren 4 und 5 erreicht, mit dem Ergebnis, daß die Unausgeglichenheit der Unterbrechungsverluste zwischen den Transistoren 4 und 5 weiter kleiner und kleiner wird.

Die vorgehenden, durch die gegenwärtige Erfindung erreichten Vorteile werden aus der folgenden Beschreibung mit Bezug auf 5(a) und 5(b) offenbar. Genauer gesagt wird eine Zeitreihenkombination der in den 4(a) und 4(b) jeweils gezeigten Zeitdiagramme einer Zeitreihenkombination der jeweils in den 5(a) und 5(a) gezeigten Zeitdiagramme sehr ähnlich. Da 5(a) einen idealen Zustand zeigt, in dem kein Unterschied des Unterbrechungsverlusts zwischen den Schaltelementen auftritt, liefert die vorliegende Erfindung eine beträchtliche Verbesserung des Unterbrechungsverlusts zwischen den Schaltelementen.

Die vorgehenden Vorteile der gegenwärtigen Erfindung werden auch aus einem Vergleich mit dem in 5(b) gezeigten Zustand offenbar, der Unterbrechungsverluste in den jeweiligen Schaltelementen zeigt, die extrem differieren, und einer konventionellen Steuervorrichtung für unterbrochene Erregung entsprechen, die durch die Verzögerungskontrollvorrichtung 20 aus dem Diagramm von 1 gebildet sein kann.

Die Erfindung ist somit mit Bezug auf eine spezifisches Ausführungsbeispiel gezeigt und beschrieben worden. Es sollte sich jedoch von selbst verstehen, daß die Erfindung durch die Einzelheiten der dargestellten Strukturen nicht beschränkt ist, sondern daß Änderungen und Abwandlungen vorgenommen werden können ohne aus der Reichweite der nachfolgenden Ansprüche zu gelangen.


Anspruch[de]
Steuervorrichtung für die gepulste Erregung einer Phasenspule eines Reluktanzmotors, wobei die Steuervorrichtung mit der Phasenspule über einen ersten Anschluss und einen zweiten Anschluss verbunden ist, und wobei:

der erste Anschluss der Steuervorrichtung mit einem ersten Schaltmittel verbunden ist, das zwischen eine Seite der Phasenspule und einen Anschluss eines Netzgeräts geschaltet ist;

der zweite Anschluss der Steuervorrichtung mit einem zweiten Schaltmittel verbunden ist, das zwischen die andere Seite der Phasenspule und den anderen Anschluss des Netzgeräts geschaltet ist;

wobei das Steuergerät ferner umfasst:

ein Signalerzeugungsmittel zur Erzeugung eines Erregungssignals für das erste und das zweite Schaltmittel, um das erste und zweite Schaltmittel leitend zu machen, um eine Steuerung der gepulsten Erregung der Phasenspule zu erreichen; und

ein Kontrollmittel zur Ausgabe eines empfangenen Erregungssignals mit einer Verzögerung so, dass das erste Schaltmittel und das zweite Schaltmittel mit einer Verzögerung nacheinender leitend gemacht werden.
Steuervorrichtung für die gepulste Erregung nach Anspruch 1, in der das Kontrollmittel ein Wechselmittel enthält, das zum Wechseln der Reihenfolge der Erregung des ersten und zweiten Schaltmittels nach Ablauf einer festgesetzten Zeitdauer eingerichtet ist.






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