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Dokumentenidentifikation DE102006046568B4 04.09.2008
Titel Verfahren zum Aufbringen einer Trennmittelsuspension sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder ThyssenKrupp Gerlach GmbH, 66424 Homburg, DE
Erfinder Anstett, Jörg, 66903 Altenkirchen, DE;
Gros, Sebastian, 66901 Schönenberg-Kübelberg, DE;
Röper, Sascha, 66620 Nonnweiler, DE;
Schwingel, Frank, 66606 St. Wendel, DE;
Vollmer, Jörg, 66459 Kirkel, DE
Vertreter Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 30.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006046568
Offenlegungstag 03.04.2008
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.09.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.2008
IPC-Hauptklasse B05D 1/02(2006.01)A, F, I, 20060930, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05B 1/00(2006.01)A, L, I, 20060930, B, H, DE   B05B 1/02(2006.01)A, L, I, 20060930, B, H, DE   B05B 1/14(2006.01)A, L, I, 20060930, B, H, DE   B21J 3/00(2006.01)A, L, I, 20060930, B, H, DE   B21J 13/00(2006.01)A, L, I, 20060930, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen einer Trennmittelsuspension auf die Oberfläche eines Schmiedegesenks sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Zur Herstellung von Schmiedeteilen, beispielsweise bei der Herstellung von Kurbelwellen, werden heiße Werkstückrohlinge bei hohen Temperaturen in einer Presse zwischen Schmiedegesenken umgeformt, wobei die Schmiedegesenke durch die Materialumformung und den direkten Kontakt zu dem heißen Material stark erwärmt werden. Zur Kühlung der Schmiedegesenke und um eine problemlose Entnahme der Schmiedeformteile zu ermöglichen, werden die Oberflächen der Schmiedegesenke vor einem Schmiedevorgang mit einer Trennmittelschicht versehen. Das Trennmittel liegt üblicherweise als wässrige Lösung oder Suspension vor, wobei das verdampfende Wasser die Oberfläche kühlt und wobei auf der Oberfläche eine Trennmittelschicht, beispielsweise aus Graphit, zurückbleibt. Bei den bekannten Sprühvorrichtungen wird das flüssige Trennmittel innerhalb oder außerhalb einer Sprühdüse eines Sprühkopfes mit Pressluft zerstäubt und in Richtung der Oberfläche des Schmiedegesenkes geblasen. Eine solche Sprühvorrichtung ist aus der Druckschrift DE 44 20 679 A1 bekannt. Der Sprühvorrichtung werden das Trennmittel und Druckluft separat zugeführt, wobei das Trennmittel in der Sprühdüse von der radial zugeführten Druckluft zerstäubt und mit der Strömung der Druckluft ausgeblasen wird. Der Aufbau der Sprühvorrichtung mit separaten Zuführungen und einer Mischdüse ist aufwendig. Im Randbereich des Sprühstrahls und beim Auftreffen des Sprühstrahls auf ein Schmiedegesenk treten Verwirblungen und Ablenkungen des Druckluftstromes auf, die dazu führen, dass ein Teil des mit dem Luftstrom transportierten Trennmittels nicht auf das zu besprühende Schmiedegesenk gelangt, sondern als ungenutzter Anteil (Querspray) sich in der Umgebung des Schmiedegesenkes niederschlägt. Aufgrund der Verschmutzung des Presseninnenraumes und der Umgebung durch den Overspray sind regelmäßige Reinigungsarbeiten erforderlich. Darüber hinaus wird aufgrund des Strömungsverhaltens der Druckluft bei der bekannten Sprühvorrichtung eine ungleichmäßige Verteilung des Trennmittels beobachtet, so dass zur Gewährleistung eines ausreichenden Trennmittelfilms auf der Oberfläche eines Schmiedegesenkes ein beträchtlicher Sicherheitszuschlag bei der Festlegung der pro Sprühvorgang einzusetzenden Trennmittelmenge erforderlich ist.

Aus der Druckschrift DE 33 14 960 A1 ist des Weiteren eine Einrichtung zur Erzeugung von Hohlglaskörpern bekannt, die eine Sprühvorrichtung aufweist. Die Sprühvorrichtung weist einen Einstoff-Sprühkopf mit einer Sprühdüse zur Benetzung einer Hohlglasform mit einem Trennmittel auf. Der Begriff Einstoff-Sprühkopf bezieht sich im Rahmen der Erfindung auf einen Sprühkopf, dem nur die zu zerstäubende Flüssigkeit, beispielsweise eine Trennmittellösung oder -suspension, zugeführt wird. Die Mischung mit einem weiteren Stoff, wie z. B. Druckluft ist nicht vorgesehen. Um ein Verkrusten von Trennmitteln an der Sprühdüse zu vermeiden, wird die Sprühvorrichtung in einem verhältnismäßig großen Abstand zu den Hohlglasformen angeordnet, wobei das Trennmittel zur Überbrückung des großen Abstandes mit einem hohen Druck luftfrei zerstäubt wird. Die Sprühvorrichtung ist oberhalb der zugeordneten Hohlglasform angeordnet, so dass der Sprühmittelstrahl die zu benetzende Oberfläche auch aufgrund der Gewichtskraft erreicht. Trotz der Abbremsung des Trennmittelstrahls auf dem zurückzulegenden Weg kann eine ausreichende Benetzung der im Wesentlichen zylinderförmigen Hohlglasform erreicht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufbringen einer Trennmittelsuspension auf die Oberfläche eines Schmiedegesenks anzugeben, welches eine effiziente Nutzung des Trennmittels ermöglicht.

Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Verfahren zum Aufbringen einer Trennmittelsuspension auf die Oberfläche eines Schmiedegesenks, wobei die Trennmittelsuspension ohne Druckluft mittels einer Sprühdüse eines Einstoff-Sprühkopfes auf die erhitzte Oberfläche des Schmiedegesenks aufgesprüht wird und wobei die Austrittsöffnung der Sprühdüse während der Zeit, in der keine Trennmittelsuspension versprüht wird, gegen die heiße Schmiedumgebung mit einem Abdeckelement abgedeckt wird. Durch den erfindungsgemäßen Einsatz des Einstoff-Sprühkopfes zur luftfreien, stoßweisen Zerstäubung des Trennmittels können vergleichsweise große Flächen sehr gleichmäßig besprüht werden. Durch den Wegfall von Druckluft als Trägermedium treten keine Verwirblungen oder Ablenkungen auf, so dass der nutzlos versprühte Anteil des Trennmittels, der zur Verunreinigung des Presseninnenraums und der Umgebung beiträgt (Querspray), gering ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen, da die Zuführung von teurer Druckluft nicht erforderlich ist, die Kosten für die Reinigung der Gesenkschmiedevorrichtung und die Filterung der Abluft reduziert werden können und der Trennmittelverbrauch geringer ist. Darüber hinaus gewährleistet der gleichmäßige Auftrag des Trennmittels auf die Oberfläche des Schmiedegesenkes eine hohe Qualität der in einer Schmiedegesenkvorrichtung erzeugten Schmiedeformteile. Die Sprühdüse des Einstoff-Sprühkopfs wird erfindungsgemäß vor und unmittelbar nach der luftfreien Zerstäubung des Trennmittels verdeckt und dadurch vor der von dem Schmiedegesenk abgestrahlten Wärme geschützt, so dass ein Eintrocknen von Trennmittel im Bereich der Sprühdüse und ein Verkrusten der Sprühdüse verhindert werden kann.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Sprühdüse automatisch unmittelbar nach dem Zerstäuben einer für die Benetzung des Schmiedegesenks vorgesehenen Trennmittelmenge abgedeckt. Zur Abdeckung wird im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorzugsweise ein Abdeckelement verwendet, welches mit einer Schwenkbewegung, einer Drehbewegung oder einer Schiebebewegung in die Verschlussposition gebracht wird. Um ein automatisches Öffnen und Schließen zu ermöglichen, kann das Abdeckelement beispielsweise mechanisch mit der Schmiedevorrichtung gekoppelt sein oder auch an eine gemeinsame elektronische Steuereinrichtung angeschlossen sein, wobei das Abdeckelement beispielsweise von einer Stellmotoreinrichtung betätigt werden kann.

In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Sprühdüse zur Vermeidung von Ablagerungen mit einer Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser oder Lösungsmittel, gespült wird, wobei das Reinigungsmittel durch separate Leitungen zu- und abgeführt wird. Die Spülung erfolgt dabei üblicherweise in größeren Zeitintervallen. Im Rahmen der Erfindung kann jedoch auch bei jedem Schmiedevorgang während der Abdeckung der Sprühdüse eine Spülung erfolgen.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit zumindest einem Sprühkopf, der an eine Trennmittelzuleitung für eine Trennmittelsuspension angeschlossen ist und eine Sprühdüse aufweist. Erfindungsgemäß ist der Sprühkopf ein Einstoff-Sprühkopf, der ohne Druckluft einen Sprühkegel erzeugt, wobei dem Einstoff-Sprühkopf ein Abdeckelement zugeordnet ist, welches während einer Sprühpause vor die Sprühdüse des Einstoff-Sprühkopfes bewegbar ist und welches die Sprühdüse gegen eine heiße Schmiedeumgebung abschirmt. Die Sprühdüse kann dabei vorzugsweise als Kegeldüse ausgeführt sein.

In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Trennmittelzuleitung als Trägerrohr ausgeführt ist, wobei der zumindest eine Einstoff-Sprühkopf besonders bevorzugt an einer Wand des Trägerrohrs angeordnet ist. Typischerweise sind zur Zerstäubung des Trennmittels mehrere entlang des Trägerrohrs angeordnete Einstoff-Sprühköpfe vorgesehen.

Im Rahmen der Erfindung können bekannte Einstoff-Sprühköpfe (Airless-Sprühköpfe) eingesetzt werden, die beispielsweise in zugeordnete Bohrungen des Trägerrohrs eingeschraubt sind. Im Rahmen einer bevorzugten Weiterbildung der beschriebenen Ausgestaltung ist als Abdeckelement ein das Trägerrohr und den zumindest einen Einstoff-Sprühkopf umgebendes Außenrohr mit einer dem Sprühkopf zugeordneten Öffnung vorgesehen. Dabei können Trägerrohr und Außenrohr einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen und konzentrisch angeordnet sein, wobei der Einstoff-Sprühkopf durch eine Verdrehung des Trägerrohres und/oder des Außenrohres um die gemeinsame Längsachse durch die zugeordnete Öffnung freigebbar oder durch das Außenrohr abdeckbar ist. Darüber hinaus kann die zumindest eine Sprühdüse von der zugeordneten Öffnung auch durch eine Bewegung des Außenrohres gegenüber dem Trägerrohr in Längsrichtung freigegeben werden. Die Querschnittsgeometrie des Trägerrohres und des Außenrohres können beliebig festgelegt werden, wobei jedoch von der Kreisform abweichende Querschnitte, insbesondere rechteckförmige Querschnitte bevorzugt sind. Um die Sprühdüse freizulegen, wird eines der beiden Rohre festgehalten und das andere Rohr so bewegt, dass die zugeordnete Öffnung vor der Sprühdüse angeordnet ist. Zur luftfreien Zerstäubung des Trennmittels wird dann typischerweise von einem an die Trennmittelzuleitung angeschlossenen Druckerzeuger ein Druckimpuls erzeugt. Zur Druckerzeugung können beispielsweise Kolben und/oder Membranen eingesetzt werden. Nach der vorzugsweise stoßweisen Zerstäubung werden das Außenrohr und das Trägerrohr so gegeneinander bewegt, dass der Einstoff-Sprühkopf bzw. die Einstoff-Sprühköpfe der Sprühvorrichtung von dem Außenrohr abgedeckt sind. Zwischen dem Außenrohr und dem Trägerrohr, die vorzugsweise aus Metall gefertigt sind, kann ein den gebildeten Zwischenraum überbrückendes Zwischenelement, vorzugsweise ein Kunststoffrohr oder ein Kunststoffprofil, angeordnet sein. Das Zwischenelement ermöglicht eine Abdichtung und Führung von Außenrohr und Trägerrohr.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist als Abdeckelement für den zumindest einen Einstoff-Sprühkopf eine dem Sprühkopf zugeordnete schwenkbare Klappe vorgesehen, wobei die Klappe zum Abdecken der Sprühdüse des Einstoff-Sprühkopfes eine Verschlusskappe aufweist.

Um auch langfristig die Ansammlung von Ablagerungen und eine Verkrustungen an der zumindest einen Sprühdüse zu vermeiden, kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung der Sprühdüse mit einer Reinigungsflüssigkeit vorgesehen ist. Bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der die Reinigungsvorrichtung derart in die Sprühvorrichtung integriert ist, dass eine Umspülung der Sprühdüse im abgedeckten Zustand erfolgt. So können beispielsweise bei einer Ausgestaltung der Sprühvorrichtung mit einem Trägerrohr, einem Zwischenelement und einem Außenrohr in dem Zwischenelement Kanäle vorgesehen sein, durch die die Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser oder Lösungsmittel, geleitet werden kann, wobei die zumindest eine Sprühdüse im abgedeckten Zustand umspült wird. Vorzugsweise sind Leitungen zur Zu- und Abfuhr des Reinigungsmittels für die Spülung der Sprühdüse bzw. der Sprühdüsen vorgesehen, die separat angeordnet sind oder entweder in das Abdeckelement oder in das Trägerrohr integriert sein können.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch, teilweise im Schnitt:

1a eine erfindungsgemäße Sprühvorrichtung mit freigegebenen Sprühdüsen;

1b die Vorrichtung gemäß 1a, wobei die Sprühdüsen abgedeckt sind;

2a eine alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung mit freiliegenden Sprühdüsen;

2b die Ausgestaltung gemäß 2a mit abgedeckten Sprühdüsen;

3a3c eine weitere alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung;

4 eine Weiterbildung der Vorrichtung gemäß 1b.

1a zeigt einen Endabschnitt einer Sprühvorrichtung 1 zum Aufbringen eines Trennmittels, insbesondere einer wässrigen Trennmittelsuspension, auf die Oberfläche eines Schmiedegesenkes. Die Sprühvorrichtung umfasst zwei Sprühköpfe 4, die an eine als Trägerrohr 2 ausgebildete Trennmittelzuleitung angeschlossenen sind und jeweils eine Sprühdüse 3 aufweisen. Die lediglich ausschnittsweise dargestellte Sprühvorrichtung 1 kann mit einer Mehrzahl von vorzugsweise äquidistant angeordneten Sprühköpfen 4 bestückt sein. Die Sprühköpfe sind als Einstoff-Sprühköpfe 4 mit jeweils einer Vollkegeldüse als Sprühdüse 3 zur luftfreien Zerstäubung des durch die Trennmittelzuleitung geförderten Trennmittels ausgebildet. Die Trennmittelzuleitung ist als zylinderförmiges Trägerrohr 2 ausgeführt, wobei die Einstoff-Sprühköpfe 4 in die Wand des Trägerrohrs 2 eingeschraubt sind und wobei das Trägerrohr 2 endseitig von einem Deckel 5 verschlossen ist. Das Trägerrohr 2 und die Einstoff-Sprühköpfe 4 sind von einem Außenrohr 6 als Abdeckelement umgeben, wobei das Außenrohr 6 Öffnungen 7 aufweist, die den Einstoff-Sprühköpfen 4 zugeordnet sind. 1a zeigt die Sprühvorrichtung 1 während eines Sprühvorganges, wobei die Öffnungen 7 die Einstoff-Sprühköpfe 4 freigeben. Zwischen dem Trägerrohr 2 und dem Außenrohr 6, die vorzugsweise aus Metall bestehen, ist ein Kunststoffrohr 8 zur Abdichtung und zur gegenseitigen Führung von Trägerrohr 2 und Außenrohr 6 angeordnet. Unmittelbar nach dem Sprühvorgang wird das Außenrohr 6 gegenüber dem Trägerrohr 2 um die gemeinsame Längsachse verdreht, wodurch, wie in 1b dargestellt, die Einstoff-Sprühköpfe 4 vor einer Wärmeeinstrahlung geschützt sind.

2a und 2b zeigen eine alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung 1, wobei das Trägerrohr 2 und das Außenrohr 6 einen von der Kreisform abweichenden, z. B. rechteckigen Querschnitt aufweisen und wobei zwischen dem Trägerrohr 2 und dem Außenrohr 6 ein Kunststoffprofil 9 angeordnet ist. Während eines Sprühvorganges sind die Einstoff-Sprühköpfe 4 der Sprühvorrichtung 1 von den Öffnungen 7 des Außenrohres 6 freigegeben. Das Abdecken der Einstoff-Sprühköpfe 4 erfolgt dann durch eine Verschiebung des Außenrohres 6 gegenüber dem Trägerrohr 2 in Längsrichtung.

Eine weitere alternative Ausgestaltung der Sprühvorrichtung 1 mit schwenkbaren Klappen 10 als Abdeckelementen ist in 3a bis 3c dargestellt. Die Einstoff-Sprühköpfe 4 sind in ein Trägerrohr 2 mit quadratischem Querschnitt eingeschraubt, wobei die Klappen 10 über Gelenkstifte 11 und Halteelemente 12 an dem Trägerrohr 2 befestigt sind. Sämtliche Klappen 10 einer Sprühvorrichtung 1 sind über eine Steuerstange 13 verbunden, die gegenüberliegend von Verschlusskappen 14 angeordnet ist. Durch eine Bewegung der Steuerstange 13 werden die Verschlusskappen 14 um die Gelenkstifte 11 gedreht und die Einstoff-Sprühköpfe 4 von den Verschlusskappen 14 freigegeben bzw. abgedeckt. 3a zeigt die Sprühvorrichtung 1 mit geöffneten und die 3b mit geschlossenen Verschlusskappen 14. 3c zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A der 3b, wobei der Einstoff-Sprühkopf 4 mit einer Vollkegeldüse als Sprühdüse 3 im Schnitt dargestellt ist.

Die 4 zeigt eine Weiterbildung der Sprühvorrichtung 1 gemäß der 1b, wobei in dem Kunststoffrohr 8 in Längsrichtung verlaufende Kanäle 15 angeordnet sind, welche die Einstoff-Sprühköpfe 4 verbinden. Während die Sprühköpfe 4 von dem Außenrohr 6 abgedeckt sind, kann zur Reinigung der Sprühdüsen 3 eine Reinigungsflüssigkeit, beispielsweise Wasser oder Lösungsmittel, durch die von den Kanälen 15 gebildete Reinigungsvorrichtung geleitet werden. Zur Ableitung der Reinigungsflüssigkeit ist dabei an dem endseitigen Deckel 5 ein Anschluss 16 mit einer Leitung 17 vorgesehen. Der gegenüberliegende Anschluss zur Zuleitung der Reinigungsflüssigkeit ist nicht dargestellt.


Anspruch[de]
Verfahren zum Aufbringen einer Trennmittelsuspension auf die Oberfläche eines Schmiedegesenks, wobei die Trennmittelsuspension ohne Druckluft mittels einer Sprühdüse (3) eines Einstoff-Sprühkopfes (4) auf die erhitzte Oberfläche des Schmiedegesenks aufgesprüht wird und wobei die Austrittsöffnung der Sprühdüse während der Zeit, in der keine Trennmittelsuspension versprüht wird, gegen die heiße Schmiedeumgebung mit einem Abdeckelement abgedeckt wird. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Sprühdüse (3) automatisch unmittelbar nach dem Zerstäuben einer für die Benetzung des Schmiedegesenks vorgesehenen Suspensionsmenge abgedeckt wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Abdeckung der Sprühdüse (3) ein Abdeckelement verwendet wird, welches mit einer Schwenkbewegung, einer Drehbewegung oder Schiebebewegung in die Verschlussposition gebracht wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Sprühdüse (3) während der Abdeckung mit einer Reinigungsflüssigkeit gespült wird, die in separaten Leitungen zu- und abgeführt wird. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit zumindest einem Sprühkopf, der an eine Trennmittelzuleitung für eine Trennmittelsuspension angeschlossen ist und eine Sprühdüse (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprühkopf ein Einstoff-Sprühkopf (4) ist, der ohne Druckluft einen Sprühkegel erzeugt, und dass dem Einstoff-Sprühkopf (4) ein Abdeckelement zugeordnet ist, welches während einer Sprühpause vor die Sprühdüse (3) bewegbar ist und die Sprühdüse (3) gegen eine heiße Schmiedeumgebung abschirmt. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse (3) als Kegeldüse ausgeführt ist. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennmittelzuleitung als Trägerrohr (2) ausgeführt ist, wobei der zumindest eine Einstoff-Sprühkopf (4) an einer Wand des Trägerrohrs (2) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Abdeckelement ein das Trägerrohr (2) und den zumindest einen Einstoff-Sprühkopf (4) umgebendes Außenrohr (6) mit einer dem Sprühkopf (4) zugeordneten Öffnung (7) vorgesehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerrohr (2) und das Außenrohr einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen und konzentrisch angeordnet sind, und dass der Einstoff-Sprühkopf (4) durch Verdrehen des Trägerrohres (2) und/oder des Außenrohres (6) um die gemeinsame Längsachse durch die zugeordnete Öffnung (7) freigebbar oder durch das Außenrohr (6) abdeckbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerrohr (2) und das Außenrohr (6) vorzugsweise einen von der Kreisform abweichendem Querschnitt aufweisen, und dass der Einstoff-Sprühkopf (4) durch Verschieben des Außenrohres (6) gegenüber dem Trägerrohr (2) in Längsrichtung durch die zugeordnete Öffnung (7) freigebbar oder durch das Außenrohr (6) abdeckbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenrohr (6) und dem Trägerrohr (2) ein Kunststoffrohr (8) oder ein Kunststoffprofil (9) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Leitungen (17) zur Zu- und Abfuhr eines Reinigungsmittels für die Spülung der Sprühdüse (3) vorgesehen sind. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen (17) separat angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen (17) in das Abdeckelement integriert sind. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen (17) in das Trägerrohr (2) integriert sind.






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