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Dokumentenidentifikation DE102006047540B4 09.10.2008
Titel Verbrennungsmotor
Anmelder Schano, Thomas, Dipl.-Ing., 31180 Giesen, DE
Erfinder Schano, Thomas, Dipl.-Ing., 31180 Giesen, DE
Vertreter Thömen und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Anmeldedatum 07.10.2006
DE-Aktenzeichen 102006047540
Offenlegungstag 10.04.2008
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.10.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.10.2008
IPC-Hauptklasse F02B 75/32(2006.01)A, F, I, 20061007, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aktuelle Verbrennungsmotoren arbeiten hauptsächlich mit Hubkolben, die über Pleuelstangen ihre Energie an eine Kurbelwelle weiterleiten. Die Kurbelwelle überträgt dann die Energie in Form von Rotationsenergie auf das anzutreibende System. Die Wirkungsgrade dieser Antriebsform liegen zwischen 30% für Otto-Motoren und nahezu 50% für langsam drehende Schiffsdiesel. Die Technik der Motoren hat sich in den letzten Jahrzehnten nur wenig geändert. So wird versucht über Zündzeitpunkt und Brenndaueroptimierungen den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Eine Ursache für den geringen Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren ergibt sich aus folgendem Zusammenhang: Während die Volumenänderung des Brennraums über der Zeit einer Sinusfunktion folgt, ändert sich der Druckverlauf innerhalb des Brennraums über der Zeit ab dem Zündzeitpunkt nicht mehr sinusförmig. Aus nachrichtentechnischer Sicht ist der zeitliche Verlauf der Volumenänderung des Brennraums oberwellenfrei, während der zeitliche Verlauf der Druckänderung innerhalb des Brennraums ab dem Zündzeitpunkt mit Oberwellen behaftet ist.

Da die an die Kurbelwelle abgegebene Energie dem Produkt aus Druck und Volumen proportional ist, und das Produkt zweier Schwingungsanteile mit unterschiedlicher Frequenz keine Wirkleistung erzeugt, sind die in den Oberwellen des Drucks enthaltenen Energieanteile für die Weitergabe an das Zielsystem verloren. Die Druckschwankungen, die nicht mit der Frequenz der Kurbelwelle erfolgen, werden in Form von nicht nutzbarer Energie wirkungsgradschädlich an die Umwelt abgegeben. Nachrichtentechnisch ist dieses System einer Energiequelle mit hohem Oberwellenanteil vergleichbar, die über ein extrem schmalbandiges in der Frequenz verstimmbares Bandpassfilter an das Zielsystem angekoppelt wird. Die Oberwellenanteile werden zwischen der Quelle und dem Filter vielfachreflektiert und erzeugen Verluste. Die Verluste steigen mit der Frequenz, weswegen ein niedrig drehender Schiffsdiesel auch einen relativ hohen Wirkungsgrad haben kann.

Um den Wirkungsgrad weiter zu verbessern, sind Versuche mit sogenannten Knick- und Doppelpleueln unternommen worden. Diese bilden aber einen hohen mechanischen Mehraufwand und führen nur zu geringfügigen Verbesserungen.

Bei einem aus der DE 16 599 A1 bekannten Verfahren werden Abgase eines Verbrennungsmotors über einen Wärmetauscher geführt und zur Erwärmung von Frischluft genutzt. Dadurch soll der thermische Wirkungsgrad verbessert werden.

Aus der DE 38 23 466 A1 ist eine Kraftmaschine bekannt, bei der zur Herabsetzung des Ungleichförmigkeitsgrades des Drehmoments der Maschine das Schwungrad teilweise oder ganz durch eine Gasfeder ersetzt wird.

In Gruden, D., Küper P-F.: "Energiebilanzen moderner Ottomotoren" in Automobilindustrie 4/89, Seiten 391 bis 397 werden Möglichkeiten zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Ottomotoren erörtert, und zwar Werkstoffeinfluss, Kühlungsart, Verbesserung des Arbeitsprozesses, Verringerung der Reibverluste und Ausnutzung von Verlustenergien.

In Jante, A,: "Einige Grundprobleme der Verbrennungsmotoren, mit Hilfe idealer Kreisprozesse beurteilt", in MTZ 27/7, 1965, Seiten 283 bis 290 werden reale und ideale Kreisprozesse bei Verbrennungsmotoren unter unterschiedlichen Lastzuständen verglichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verbrennungsmotor weitere beim Verbrennungsvorgang entstehende thermische Energieanteile zu nutzen, um den Wirkungsgrad zu steigern.

Diese Aufgabe wird bei einem Verbrennungsmotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Ausgangspunkt für die erfindungsgemäße Lösung ist die aus der Nachrichtentechnik bekannte Furieranalyse, die es ermöglicht, eine nicht sinusförmige periodische Zeitfunktion durch Furierreihenentwicklung in sinusförmige Komponenten unterschiedlicher Frequenzen zu zerlegen. Die Komponenten sind dabei eine Grundwelle und der Grundwelle überlagerte Harmonische unterschiedlicher Amplitude, deren Frequenzen ganzzahlige Vielfache der Grundwelle bilden.

Indem die Energieanteile wenigstens einer weiteren Harmonischen aufaddiert werden, können sie als zusätzliche Wirkleistung genutzt werden. Da die ersten Glieder der Furierreihenentwicklung die größte Amplitude aufweisen, während die Glieder höherer Ordnung in der Amplitude abnehmen, reicht bereits die zusätzliche Nutzung der zweiten und dritten Harmonischen für eine deutliche Wirkungsgradsteigerung aus.

Die Additionsmittel können als Planetengetriebe ausgebildet sein.

Dadurch ist es auf mechanische Weise möglich, die Getriebeübersetzung in Abhängigkeit der Kolbenposition zu verändern und so besser auf weitere Harmonische anzupassen.

Vorzugsweise umfasst der Wandler eine Kraftstoffversorgung und Zündung, einen Brennraum mit einem Hubkolben, einen mit dem Hubkolben gekoppelten bidirektionalen mechanisch-pneumatischen und/oder mechanisch-hydraulischen und/oder mechanisch-elektrischen und/oder mechanisch-magnetischen Konverter und einen mit dem Konverter gekoppelten Generator und Antrieb sowie einen Energiespeicher. Die Additionsmittel sind als Gleichrichter ausgebildet. Der Konverter, die Kraftstoffversorgung, die Zündung und die Ventile sind durch eine Steuerung gesteuert.

Da bei dieser Ausführung die massebehafteten beweglichen Teile im wesentlichen nur noch durch den Kolben gebildet sind, da Pleuel, Kurbelwelle und Schwungrad entfallen, ist die obere Grenzfrequenz des Systems deutlich höher als bei einem vergleichbaren konventionellen Verbrennungsmotor. In nachrichtentechnischer Hinsicht hat das System nicht mehr den Charakter eines schmalbandigen Filters sondern den Charakter eines Bandpasses, der Energieanteile mehrerer Harmonischen ungedämpft passieren lässt und anschließend deren Addition ermöglicht.

Durch die Zwischenschaltung des Konverters und die Speicherung der vom Generator erzeugten Energie ist eine bedarfsgerechte Energieabgabe möglich, ohne dass der Kolben eine harmonische Hubbewegung wie bei einem konventionellen Verbrennungsmotor ausführen muss. Vielmehr kann die Hubbewegung des Kolbens im "Arbeitstakt" dem zeitlichen Verlauf der Druckänderung innerhalb des Brennraums ab dem Zündzeitpunkt folgen. Unabhängig davon kann wiederum die Hubbewegung des Kolbens bei den weiteren Takten "Abgasausstoß", "Ansaugen" und "Verdichten" gesteuert durch die Steuerung erfolgen. Das Zeitverhältnis zwischen "Arbeitstakt" und den dazwischen liegenden Pausen kann auch verändert und dem Energiebedarf angepasst werden. Weiterhin ist auch eine unabhängige und damit optimierbare Steuerung der Ventile und damit deren Öffnungs- und Schließzeiten durch die Steuerung möglich.

Die Zündung kann als Selbstzündung oder Fremdzündung ausgebildet sein.

Die Auswahl richtet sich nach den genutzten Kraftstoffen, wie Gas, Benzin, Alkohol, Diesel oder Pflanzenöl.

Die Zündung kann auch als Laserzündung ausgeführt sein.

Hierdurch kann das Gemisch an mehreren Orten gleichzeitig gezündet werden.

Mittels der Steuerung lassen sich der Arbeitstakt und die Pausen unterschiedlich steuern.

So können z. B. die Pausen zwischen Arbeitstakten unterschiedlich lang gewählt werden, um die abgeforderte Energie bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Ein Primärenergie verzehrender Leerlauf lässt sich so einschränken oder vermeiden.

Ferner können mittels der Steuerung die Ventilöffnungspunkte der Ventile zur Erhöhung oder Reduzierung eines Füll- oder Puff-Volumens gesteuert werden.

Hierdurch lässt sich Leistungsabgabe pro Arbeitstakt verändern und bedarfsgerecht anpassen. Auch eine Reduzierung der Geräuschemission kann erreicht werden.

Mittels der Steuerung kann auch der Hub des Kolbens gesteuert werden.

Diese Art der Steuerung bietet eine weitere Möglichkeit der Beeinflussung der Leistungsabgabe pro Arbeitstakt.

Bei einer bevorzugten Ausführung kann bei einem mechanisch-magnetischen Konverter der Kolben Bestandteil eines magnetischen Kreises sein. Hierdurch kann über die Kolbenbewegung der magnetische Fluss innerhalb eines magnetischen Kreises verändert und daraus resultierend eine Spannung in Spulen induziert werden, die weitere Bestandteile des magnetischen Kreises bilden.

Alternativ kann bei einem mechanisch-magnetischen Konverter der Kolben über ein Gestänge mit einem Anker oder einer Schwingspule als Bestandteil eines magnetischen Kreises gekoppelt sein.

Dadurch werden Temperatureinflusse des Kolbens auf den magnetischen Kreis vermieden. Außerdem bestehen bei der Materialauswahl für den Kolben mehr Möglichkeiten, da keine magnetischen Eigenschaften erforderlich sind.

Ferner können mehrere Brennräume, Hubkolben, Konverter und Generatoren und Antriebe vorgesehen sein und die Konverter durch dieselbe elektrische oder elektronische Steuerschaltung gesteuert sein.

Durch die Aufteilung in mehrere Hubkolben kann unter Beibehaltung einer geringen Masse und der damit verbundenen hohen Grenzfrequenz des mechanischen Teils des Systems die Leistung gesteigert werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.

In der Zeichnung zeigen:

1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verbrennungsmotors als Blockschaltbild,

2 eine Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Vier-Takt-Motors,

3 eine Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Zwei-Takt-Motors

4 eine weitere Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Vier-Takt-Motors und

5 eine Ausführung eines Generators/Antriebs.

1 zeigt eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verbrennungsmotors als Blockschaltbild. Am Eingang befindet sich ein Wandler 10, der thermische Energie aus sich wiederholenden Verbrennungsvorgängen in eine nicht-thermische Energieform, hier in mechanische Bewegungsenergie umwandelt. Dem Wandler wird zündfähiges Gemisch zugeführt. Dies kann durch ein in einem Vergaser aufbereitetes Kraftstoff-Luft-Gemisch, das über ein Einlassventil 16 zugeführt wird, oder durch über das Einlassventil 16 zugeführte Luft und direkt eingespritzten Kraftstoff erfolgen. Verbrennungsabgase werden über ein Auslassventil 18 abgeführt. Eine Steuerung der Ventile erfolgt über eine Steuerung 15.

Dem Wandler 10 ist ein bidirektionaler Konverter 11 nachgeschaltet, der die nicht-thermische Energie, hier die mechanische Bewegungsenergie, in magnetische Energie oder umgekehrt umwandelt. Alternativ könnte der Konverter 11 auch als mechanisch-pneumatischer oder mechanisch-hydraulischer oder mechanisch-elektrischer Konverter oder einer Kombination aus einem oder mehreren dieser Konverter ausgebildet sein.

An den Wandler 11 schließt sich ein Generator/Antrieb 12 an. Im Falle eines mechanisch-magnetischen Konverters 11 erzeugt der Generator aus der Änderung eines Magnetfeldes elektrische Energie und der Antrieb umgekehrt aus elektrischer Energie ein Magnetfeld, das wiederum den Konverter 11 umgekehrt ansteuert und magnetische Energie in mechanische umwandelt. Die Steuerung des Konverters 11 und des Generators/Antriebs 12 erfolgt ebenfalls über die Steuerschaltung 15.

Dem Generator/Antrieb 12 folgt eine Additionsschaltung 13, die als Gleichrichter ausgebildet ist und ein Speicher 14 für elektrische Energie. Die Bidirektionalität ist erforderlich, um die Ver- und Entsorgungsprozesse sowie die Verdichtung des Wandlers 10 zu veranlassen.

2 zeigt eine Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Vier-Takt-Motors. In der Darstellung ist ein Kolben 108 mit seinen Dichtringen 107 dargestellt. Der Kolben 108 dichtet einen Brennraum 106 ab und ist Teil eines ferromagnetischen Systems aus einer Hauptspule 101, einer einen magnetischen Schluss bildenden Zylinderwand 109 und einer Ansaugspule 111.

Zündfähiges Gemisch gelangt über ein Einlassventil 104 in den Brennraum 106. Alternativ kann über das Einlassventil 104auch Luft und durch Direkteinspritzung Kraftstoff in den Brennraum 106 gelangen. Die Abgase werden über ein Auslassventil 105 ausgestoßen. Ein Rückraum 114 des Kolbens gegenüber dem Brennraum 106 wird über eine Öffnung 110 entlüftet, so dass der Rückraum 114 nahezu immer den Umgebungsdruck hat. Die Zylinderwand 109 ist gleichzeitig Begrenzung des Brennraums und Teil des ferromagnetischen Systems. Teile eines Zylinderkopfes 113 sind aus dia- oder paramagnetischem Material.

Im Bereich der Ansaugspule 111 wird der magnetische Kreis mittels magnetischen Widerstanden 112 geschwächt. Ein Zylinderfuß 115 mit der Ausgleichöffnung 110 ist ebenfalls nicht ferromagnetisch. Im Ansaugtakt öffnet das Einlassventil 104, das Auslassventil 105 ist geschlossen. Der Kolben 108 wird durch ein von der Ansaugspule 111 erzeugtes Magnetfeld in Richtung Zylinderfuß 115 gezogen, wobei sich der Brennraum 106 durch die Ansaugöffnung 103 mit zündfähigem Gemisch oder Luft, der durch Direkteinspritzung Kraftstoff zugeführt wird, füllt.

Nachdem der Kolben 108 den Zylinderfuß 115 erreicht hat und der Brennraum 106 mit zündfähigem Gemisch oder Luft gefüllt ist, schließt das Einlassventil 104. Im Falle, dass nur Luft über das Einlassventil einströmt, wird später vor oder nach der Verdichtung Kraftstoff direkt eingespritzt. Das Magnetfeld in der Ansaugspule 111 wird ab- und das Magnetfeld in der Hauptspule 101 eingeschaltet. Der Kolben 108 wird Richtung Zylinderkopf 113 gezogen und verdichtet dabei das zündfähige Gemisch oder die Luft im Brennraum 106.

Nach der Verdichtung zündet das Gemisch selbständig, bzw. wird durch eine geeignete Einrichtung gezündet. Mit erfolgter Zündung wird der Strom durch die Hauptspule 101 abgeschaltet. Das durch die Verbrennung erhitzte Gas expandiert den Brennraum 106 und treibt den Kolben 108 in Richtung Zylinderfuß 115. Die durch die Bewegung des Kolbens 108 im noch vorhandenen Magnetfeld induzierte Spannung treibt einen Strom in einen „Sekundärkreis".

Am Ende der Brennphase erreicht der Kolben 108 den Zylinderfuß 115. Das Auslassventil 105 wird geöffnet. Durch erneutes Einschalten des Magnetfeldes in der Hauptspule 101 wird der Kolben 108 in Richtung Zylinderkopf 113 bewegt und die Abgase entweichen durch einen Auspuff 102 aus dem Brennraum 106. Mit dem Schließen des Auslassventils 105 ist der Ausgangszustand wieder hergestellt und ein neuer Ansaugtakt kann stattfinden.

3 zeigt eine Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Zwei-Takt-Motors. In der Darstellung ist ein Kolben 208 mit seinen Dichtringen 207 dargestellt. Der Kolben 208 dichtet einen Brennraum 206 ab und ist Teil eines ferromagnetischen Systems aus einer Hauptspule 201, einer einen magnetischen Schluss bildenden Zylinderwand 209 und einer Ansaugspule 211.

Zündfähiges Gemisch gelangt über ein Einlassventil 217 in eine Vorverdichtungskammer 214. Alternativ kann über das Einlassventil 217 auch Luft in die Vorverdichtungskammer 214 gelangen, wobei im letzteren Fall durch Direkteinspritzung Kraftstoff in den Brennraum 206 gespritzt wird. Abgase werden über einen Auspuff 218 ausgestoßen. Zwischen der Vorverdichtungskammer 214 und dem Brennraum 206 befindet sich ein Überströmkanal 216, über den durch den Kolben 208 bei einer Abwärtsbewegung zündfähiges Gemisch oder Luft aus der Vorverdichtungskammer 214 in den Brennraum 206 gedrückt wird. Die Zylinderwand 209 ist gleichzeitig Begrenzung des Brennraums und Teil des ferromagnetischen Systems. Teile eines Zylinderkopfes 213 sind aus dia- oder paramagnetischem Material. Im Bereich der Ansaugspule 211 wird der magnetische Kreis mittels magnetischen Widerstanden 212 geschwächt.

Zur Ausführung des Ansaug- und Verdichtungstakts wird das Magnetfeld in der Hauptspule 201 eingeschaltet. Der Kolben 208 wird in Richtung Zylinderkopf 213 gezogen. Gleichzeitig öffnet das Einlassventil 217. Im unteren Bereich des Zylinders wird zündfähiges Gemisch oder Luft in die Vorverdichtungskammer 214 gesaugt, während im Brennraum 206 befindliches zündfähiges Gemisch oder Luft, das bzw. die durch einen vorangehenden Takt in den Brennraum gelangte, verdichtet wird.

Nach der Verdichtung folgt der Arbeits- und Auspufftakt, wobei das Gemisch zuerst selbständig zündet, bzw. wird durch eine geeignete Einrichtung gezündet wird und das durch die Verbrennung erhitzte Gas den Brennraum 206 expandiert und den Kolben 208 in Richtung Zylinderfuß 215 treibt. Gegen Endes Arbeitstaktes wird zündfähiges Gemisch oder Luft durch den Kolben 208 aus der Vorverdichtungskammer 214 verdrängt und gelangt durch den Überströmkanal 216 in den Brennraum 206.

Gleichzeitig werden dabei Abgase aus dem Brennraum 206 in den Auspuff 218 gedrückt.

Mit erfolgter Zündung wird der Strom durch die Hauptspule 201 abgeschaltet. Die durch die Bewegung des Kolbens 208 im noch vorhandenen Magnetfeld induzierte Spannung treibt einen Strom in einen „Sekundärkreis".

Bei der Zwei-Takt-Version wird eine Spule 211, die den Kolben 208 in Richtung Zylinderfuß 115 zieht, nur zum Starten bestromt. Im regulären Betrieb wird die Spule 211 nicht benötigt, da der Kolben 208 aus seiner Position in der Nähe des Zylinderkopfes 213 stets durch expandierendes Gas in Richtung Zylinderfuß 115 getrieben wird.

4 zeigt im Unterschied zu 2 eine Ausführung eines Wandlers mit einem mechanisch-magnetischen Konverter nach Art eines Vier-Takt-Motors, jedoch mit einem Magnetsystem aus einer Spulenkombination 322 mit einem Anker 320. Dabei ist der Anker 320 mit dem Kolben 308 gekoppelt. Der Kolben 308 selbst und die Zylinderwand 321 sind hier nicht Bestandteil des Magnetsystems.

5 zeigt eine Ausführung eines Generators/Antriebs. Der Generator ist durch die Hauptspule 101, L1 mit den Schaltern S1, S3, S5, S7 gebildet. Die Schalter s3, S5, S7 dienen als Additionsmittel. Der Antrieb ist durch die Ansaugspule 111, L2 in Verbindung mit den Schaltern S2, S4, S6, S8 gebildet. Der Generator/Antrieb ist außerdem an einen elektrischen Speicher C1 angeschlossen, an dem bereits eine Gleichspannung anliegt.

Zunächst sind die Schalter S1 und S2 offen und die Spulen 101, L1 und 111, L2 spannungsfrei. Nach Schließen der Schalters S2 und S6 fließt Strom durch die Ansaugspule 111, L2 und zieht den Kolben 108 zum Ansaugen von zündfähigem Gemisch oder Luft in Richtung Zylinderfuß 115 (Ansaugtakt).

Anschließend werden die Schalter S2 und S6 geöffnet und die Schalter S1 und S5 geschlossen. Nun fließt Strom durch die Hauptspule 101, L1 und zieht den Kolben 108 zum Verdichten von zündfähigem Gemisch oder Luft in Richtung Zylinderkopf 113 (Verdichtungstakt).

Mit erfolgter Zündung werden die Schalter S1 und S5 geöffnet und die Schalter S3 und S7 geschlossen. Durch den in Richtung zum Zylinderfuß 115 getriebenen Kolben 108 wird dabei eine Spannung in der Hauptspule 101, L1 induziert, die einen Stromfluss über die Schalter S3 und S7 sowie eine Verbindungsleitung veranlasst und den Speicher C1 auflädt (Arbeitstakt).

Danach werden die Schalter S3 und S7 geöffnet und erneut die Schalter S1 und S5 geschlossen. Der Strom durch die Hauptspule 101, L1 zieht den Kolben 108 zum Ausstoßen des verbrannten Gases in Richtung Zylinderkopf 113 (Ausstoßtakt). Danach werden die Schalter S1 und S5 wieder geöffnet. Anschließend kann ein weiterer Ansaugtakt eingeleitet werden.


Anspruch[de]
Verbrennungsmotor mit einem Wandler, der thermische Energie aus sich wiederholenden Verbrennungsvorgängen in eine nicht-thermische Energieform umwandelt und wenigstens auf eine Harmonische der sich wiederholenden Verbrennungsvorgänge abgestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandler oder zusätzliche Wandler auch auf wenigstens eine weitere Harmonische der sich wiederholenden Verbrennungsvorgänge abgestimmt ist und dass über Additionsmittel die in den Harmonischen enthaltene Energie aufaddiert wird. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Additionsmittel als Planetengetriebe ausgebildet sind. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandler eine Kraftstoffversorgung und Zündung, einen Brennraum mit einem Hubkolben, einen mit dem Hubkolben gekoppelten bidirektionalen mechanisch-pneumatischen und/oder mechanisch-hydraulischen und/oder mechanisch-elektrischen und/oder mechanisch-magnetischen Konverter und einen mit dem Konverter gekoppelten Generator und Antrieb sowie einen Energiespeicher umfasst, dass die Additionsmittel als Gleichrichter ausgebildet sind und dass der Konverter, die Kraftstoffversorgung, die Zündung und die Ventile durch eine Steuerung gesteuert sind. Verbrennungsmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündung als Selbstzündung oder Fremdzündung ausgebildet ist. Verbrennungsmotor nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündung als Laserzündung ausgebildet ist. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerung der Arbeitstakt und die Pausen unterschiedlich gesteuert sind. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerung die Ventilöffnungspunkte der Ventile zur Erhöhung oder Reduzierung eines Füll- oder Puff-Volumens gesteuert sind. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerung der Hub des Kolbens gesteuert ist. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem mechanisch-magnetischen Konverter der Kolben Bestandteil eines magnetischen Kreises ist. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem mechanisch-magnetischen Konverter der Kolben über ein Gestänge mit einem Anker oder einer Schwingspule als Bestandteil eines magnetischen Kreises gekoppelt ist. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Brennräume, Hubkolben, Konverter und Generatoren und Antriebe vorgesehen sind und die Konverter durch dieselbe Steuerung gesteuert sind.






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