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Dokumentenidentifikation DE102007007975B4 23.10.2008
Titel Verfahren und Vorrichtung zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher mit Warmluft als Primärmedium
Anmelder Pflug, Karsten, 37170 Uslar, DE;
Cella, Fred, 27711 Osterholz-Scharmbeck, DE;
Geck, Thomas, 97516 Oberschwarzach, DE;
Marttila, Raimo Juhani, Tampere, FI
Erfinder Pflug, Karsten, 37170 Uslar, DE
Vertreter Thömen und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Anmeldedatum 17.02.2007
DE-Aktenzeichen 102007007975
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.10.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.2008
IPC-Hauptklasse F24H 9/20(2006.01)A, F, I, 20070217, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F28F 27/00(2006.01)A, L, I, 20070217, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher mit Warmluft als Primärmedium nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher mit Warmluft als Primärmedium nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7.

Bekannt ist die umgekehrte Anwendung als Luftheizregister für Warmluftheizungen sowie Luft-Wasser-Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung oder zur Vorerwärmung nicht aber zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser.

So ist aus der DE 31 08 729 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Warmwassererzeugung und gleichzeitigen Klimatisierung durch Kühlluft bekannt, wobei ein Ventilator über einen Luftwasserwärmetauscher Warmluft aus der Umgebung saugt, diese über einen Kühler nach Bedarf abkühlt, die dadurch gekühlte Luft über Luftschächte ausgewählten Räumen eines Hauses zuführt und die in der Flüssigkeit gespeicherte Wärme einem Brauchwassersystem zuführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher mit Warmluft als Primärmedium zu schaffen, bei der das Sekundär-Flüssigmedium auf eine konstante Temperatur trotz unstetiger oder variierender Wärmeleistung der als Primärmedium zugeführten Warmluft erwärmt wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale dieses Anspruchs und bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7 durch die Merkmale jenes Anspruchs gelöst.

Eine Energiequelle liefert Warmluft als Primärmedium bei unstetiger bzw. variierender Wärmeleistung. Aus dem Primärmedium wird über einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher ein Sekundär-Flüssigmedium, insbesondere Heiz-, Trinkwasser oder Wasser-Glycol Gemisch so erwärmt, dass eine einstellbare Sekundär-Flüssigmedien-Temperatur eingeregelt wird. Die Regelung arbeitet leistungsabhängig, zwischen einem einstellbaren minimalen und maximalen primären Warmluftmassenstrom, wenn die primäre Warmluft-Temperatur größer als die eingestellte sekundäre Flüssigmedium-Temperatur ist und der Sollwert für die Temperatur der abfließenden Warmluft nicht überschritten wird.

Die sekundäre Flüssigmedium-Temperatur ergibt sich aus der Proportionalität zwischen Primär- und Sekundär-Massenstrom. Die Regelung dieser Temperatur erfolgt durch Variation eines oder beider Massenströme.

Über einen für die Regelung eingesetzten Regler kann

  • a) ein Sollwert der Flüssigmedium-Temperatur eingestellt werden,
  • b) der Warmluftmassenstrom zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert eingestellt werden,
  • c) der Warmluftmassenstrom in Abhängigkeit der Überschreitung eines einstellbaren Sollwertes für eine Übertemperatur der Warmluft reduziert werden,
  • d) der Warmluftmassenstrom und/oder der Flüssigmediummassenstrom in Abhängigkeit der Unterschreitung eines einstellbaren Sollwertes für die Temperaturdifferenz zwischen einer Vorlauftemperatur und einer Rücklauftemperatur des Flüssigmediums reduziert werden.

Weiterhin kann zur Prüfung einer für eine Erwärmung des Flüssigmediums ausreichenden Temperaturdifferenz zwischen der Warmluft und dem Flüssigmedium der Warmluftmassenstrom während einer Prüfphase eingeschaltet und die Warmlufttemperatur und/oder deren Anstiegsgeschwindigkeit gemessen werden.

Bei einer praktischen Ausführung ist in einer Leitung für das Primärmedium ein Temperaturfühler in Strömungsrichtung vor dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher und ein Temperaturfühler in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher angeordnet und ferner ist in einer Leitung für das Sekundärmedium ein Temperaturfühler in Strömungsrichtung vor dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher und ein Temperaturfühler in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher angeordnet ist und die Temperaturfühler sind mit dem Regler verbunden.

In einer nicht differenzdruckbehafteten Leitung für das Primärmedium kann ein als Ventilator ausgebildetes Stellglied angeordnet sein, dessen Steuereingang mit dem Regler verbunden ist.

In einer differenzdruckbehafteten Leitung für das Primärmedium kann ein als Drosselklappe ausgebildetes Stellglied angeordnet sein, dessen Steuereingang mit dem Regler verbunden ist.

In einer nicht differenzdruckbehafteten Leitung für das Sekundärmedium kann ein als Pumpe ausgebildetes Stellglied angeordnet sein, dessen Steuereingang mit dem Regler verbunden ist.

In einer differenzdruckbehafteten Leitung für das Sekundärmedium kann ein als steuerbares Ventil ausgebildetes Stellglied angeordnet sein, dessen Steuereingang mit dem Regler verbunden ist.

Vorzugsweise sind der Regler, der Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher, die Temperaturfühler und die Stellglieder als komplette Baugruppe ausgeführt und weisen Anschlüsse für den Zu- und Ablauf des Primärmediums und des Sekundärmediums auf. Bei der Installation sind diese Anschlüsse nur noch mit Anschlössen des Warmlufterzeugers und Leitungen des Heiz- und/oder Trinkwassersystems zu verbinden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sin. Darin zeigen:

1 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher als nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite und nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite,

2 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher als nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite und differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite,

3 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher als differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite und nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite und

4 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher als differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite und differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite,

1 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 als nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite 12 und nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite 14. Als Stellglieder sind auf der Primärseite 12 in einer Leitung 16 für die Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 ein steuerbarer Ventilator 18 und auf der Sekundärseite 14 in einer Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 eine steuerbare Pumpe 22 angeordnet. Der Ventilator 18 und die Pumpe 22 sind so in einem thermisch weniger stark belasteten Bereich der jeweiligen Leitung 16, 20 angeordnet. Der Ventilator 18 und die Pumpe 22 sind mittels eines Reglers 24 über Steuereingänge steuerbar.

Eine Regelung erfolgt in Abhängigkeit von Temperaturen auf der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 jeweils vor und hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10. Dazu sind Temperaturfühler in den Leitungen 16, 20 angeordnet, und zwar ein erster Temperaturfühler 26 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10, ein zweiter Temperaturfühler 28 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Ventilator 18, ein dritter Temperaturfühler 30 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 und ein vierter Temperaturfühler 32 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor der Pumpe 22. Alternativ kann der erste Temperaturfühler als Temperaturfühler 26' auch am Ausgang eines Warmlufterzeugers 34 angeordnet sein.

Diese Vorrichtung eignet sich für die Einbindung in Anlagen, die Warmluft und Heiz- bzw. Trinkwasser ohne Differenzdruck bereitstellen. Beispiele sind:

  • – Primär – Warmlufterzeuger ohne internen oder nachgeschalteten Ventilator.
  • – Sekundär – Puffer- oder Trinkwasserspeicher, hydraulische Weichen, drucklose Verteiler.

Bei dem Blockschaltbild gemäß 1 wird aus einem Warmlufterzeuger 34 warme Zuluft von einem Ventilator 18 durch den Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 gesaugt und abgekühlt als Abluft dem Warmlufterzeuger 34 zurückgeführt.

Von dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 wird die entzogene Wärmeleistung über das von der Pumpe 22 angesaugte ausgekühlte Rücklaufwasser eines externen Wärmeverbrauchers abgegeben und das so erwärmte Vorlaufwasser dem Wärmeverbraucher wieder zugeführt.

Durch Leistungsregelung des Ventilators 18 und der Pumpe 22 werden der primäre Warmluftstrom und der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom so geregelt, dass die mittels des Temperaturfühlers 30 gemessene Vorlauftemperatur des Heiz- oder Trinkwassers einen einstellbaren Sollwert einhält.

Überschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Ventilatorleistung und somit der primäre Warmluftstrom reduziert und ferner wird vom Regler 24 die Pumpenleistung und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom erhöht, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

Unterschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Ventilatorleistung und somit der primäre Warmluftstrom erhöht und ferner wird vom Regler 24die Pumpenleistung und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom reduziert, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

2 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 als nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite 12 und differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite 14. Als Stellglieder sind auf der Primärseite 12 in einer Leitung 16 für die Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 ein steuerbarer Ventilator 18 und auf der Sekundärseite 14 in einer Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 ein steuerbares Ventil 36 angeordnet. Der Ventilator 18 und das Ventil 36 sind so in einem thermisch weniger stark belasteten Bereich der jeweiligen Leitung 16, 20 angeordnet. Der Ventilator 18 und das Ventil 36 sind mittels eines Reglers 24 über Steuereingänge steuerbar.

Eine Regelung erfolgt in Abhängigkeit von Temperaturen auf der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 jeweils vor und hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10. Dazu sind Temperaturfühler in den Leitungen 16, 20 angeordnet, und zwar ein erster Temperaturfühler 26 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10, ein zweiter Temperaturfühler 28 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Ventilator 18, ein dritter Temperaturfühler 30 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 und ein vierter Temperaturfühler 32 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Ventil 36. Alternativ kann der erste Temperaturfühler als Temperaturfühler 26' auch am Ausgang eines Warmlufterzeugers 34 angeordnet sein.

Diese Vorrichtung eignet sich für die Einbindung in Anlagen, die Warmluft ohne Differenzdruck und Heiz- bzw. Trinkwasser mit Differenzdruck bereitstellen. Beispiele sind:

  • – Primär – Warmlufterzeuger ohne internen oder nachgeschalteten Ventilator.
  • – Sekundär – differenzdruckbehaftete Heizkreise oder Verteiler.

Bei dem Blockschaltbild gemäß 2 wird aus einem Warmlufterzeuger 34 warme Zuluft von einem Ventilator 18 durch den Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 gesaugt und abgekühlt als Abluft dem Warmlufterzeuger 34 zurückgeführt.

Von dem Luft-Wasser Wärmetauscher 10 wird die entzogene Wärmeleistung über das von einer externen Pumpe 38 über ein steuerbares Ventil 36 angesaugte ausgekühlte Rücklaufwasser eines externen Wärmeverbrauchers abgegeben und das so erwärmte Vorlaufwasser einem Wärmeverbraucher wieder zugeführt.

Durch Leistungsregelung des Ventilators 18 und Beeinflussung der Ventilstellung des steuerbaren Ventils 36 werden der primäre Warmluftstrom und der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom so geregelt, dass die am dritten Temperaturfühler 30 gemessene Vorlauftemperatur des Heiz- oder Trinkwassers einen einstellbaren Sollwert einhält.

Überschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Ventilatorleistung und somit der primäre Warmluftstrom reduziert und ferner wird vom Regler 24 das steuerbare Ventil 36 weiter geöffnet und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom erhöht, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

Unterschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Ventilatorleistung und somit der primäre Warmluftstrom erhöht und ferner wird vom Regler 24 das steuerbare Ventil 36 geringer geöffnet und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom reduziert, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

3 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 als differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite 12 und nicht differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite 14. Als Stellglieder sind auf der Primärseite 12 in einer Leitung 16 für die Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 eine steuerbare Drosselklappe 40 und auf der Sekundärseite 14 in einer Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 eine steuerbare Pumpe 22 angeordnet. Die Drosselklappe 40 und die Pumpe 22 sind so in einem thermisch weniger stark belasteten Bereich der jeweiligen Leitung 16, 20 angeordnet. Die Drosselklappe 40 und die Pumpe 22 sind mittels eines Reglers 24 über Steuereingänge steuerbar.

Eine Regelung erfolgt in Abhängigkeit von Temperaturen auf der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 jeweils vor und hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10. Dazu sind Temperaturfühler in den Leitungen 16, 20 angeordnet, und zwar ein erster Temperaturfühler 26 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10, ein zweiter Temperaturfühler 28 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung hinter der Drosselklappe 40, ein dritter Temperaturfühler 30 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 und ein vierter Temperaturfühler 32 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor der Pumpe 22. Alternativ kann der erste Temperaturfühler als Temperaturfühler 26' auch am Ausgang eines Warmlufterzeugers 34 angeordnet sein.

Diese Vorrichtung eignet sich für die Einbindung in Anlagen, die Warmluft mit Differenzdruck und Heiz- bzw. Trinkwasser ohne Differenzdruck bereitstellen. Beispiele sind:

  • – Primär – Warmlufterzeuger mit internem oder nachgeschaltetem Ventilator Ventilator.
  • – Sekundär – Puffer- oder Trinkwasserspeicher, hydraulische Weichen, drucklose Verteiler.

Bei dem Blockschaltbild gemäß 3 wird aus einem Warmlufterzeuger 34 warme Zuluft von einem externen Ventilator 42 über eine Drosselklappe 40 durch einen Luft-Wasser Wärmetauscher 10 gesaugt und abgekühlt als Abluft dem Warmlufterzeuger 34 zurückgeführt.

Von dem Luft-Wasser Wärmetauscher 10 wird die entzogene Wärmeleistung über das von der Pumpe 22 angesaugte ausgekühlte Rücklaufwasser eines externen Wärmeverbrauchers abgegeben und das so erwärmte Vorlaufwasser einem Wärmeverbraucher wieder zugeführt.

Durch Beeinflussung der Drosselkappenstellung der Drosselklappe 40 und eine Leistungsregelung der Pumpe 22 werden der primäre Warmluftstrom und der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom so geregelt, dass die am dritten Temperaturfühler 30 gemessene Vorlauftemperatur des Heiz- oder Trinkwassers einen einstellbaren Sollwert einhält.

Überschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Drosselkappenstellung in Richtung stärkere Drosselung verändert und somit der primäre Warmluftstrom reduziert und ferner wird vom Regler die Pumpenleistung und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom erhöht, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

Unterschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Drosselkappenstellung in Richtung geringere Drosselung verändert und somit der primäre Warmluftstrom reduziert und ferner wird vom Regler die Pumpenleistung und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom reduziert, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

4 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur direkten Aufheizung von Heiz- oder Trinkwasser durch einen Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 als differenzdruckbehaftetes System auf der Primärseite 12 und differenzdruckbehaftetes System auf der Sekundärseite 14. Als Stellglieder sind auf der Primärseite 12 in einer Leitung 16 für die Warmluft in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 eine steuerbare Drosselklappe 40 und auf der Sekundärseite 14 in einer Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 ein steuerbares Ventil 36 angeordnet. Die Drosselklappe 40 und Ventil 36 sind so in einem thermisch weniger stark belasteten Bereich der jeweiligen Leitung 16, 20 angeordnet. Die Drosselklappe 40 und das Ventil 36 sind mittels eines Reglers 24 über Steuereingänge steuerbar.

Eine Regelung erfolgt in Abhängigkeit von Temperaturen auf der Primärseite 12 und der Sekundärseite 14 jeweils vor und hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10. Dazu sind Temperaturfühler in den Leitungen 16, 20 angeordnet, und zwar ein erster Temperaturfühler 26 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung vor dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10, ein zweiter Temperaturfühler 28 auf der Primärseite 12 in der Leitung 16 für Warmluft in Strömungsrichtung hinter der Drosselklappe 40, ein dritter Temperaturfühler 30 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Wasser-Wärmetauscher 10 und ein vierter Temperaturfühler 32 auf der Sekundärseite 14 in der Leitung 20 für Heiz- oder Trinkwasser in Strömungsrichtung vor dem Ventil 36. Alternativ kann der erste Temperaturfühler als Temperaturfühler 26' auch am Ausgang eines Warmlufterzeugers 34 angeordnet sein.

Diese Vorrichtung eignet sich für die Einbindung in Anlagen, die Warmluft und Heiz- bzw. Trinkwasser mit Differenzdruck bereitstellen. Beispiele sind:

  • – Primär – Warmlufterzeuger mit internem oder nachgeschaltetem Ventilator Ventilator.
  • – Sekundär – differenzdruckbehaftete Heizkreise oder Verteiler.

Bei dem Blockschaltbild gemäß 4 wird aus einem Warmlufterzeuger 34 warme Zuluft von einem externen Ventilator 42 über eine Drosselklappe 40 durch einen Luft-Wasser Wärmetauscher 10 gesaugt und abgekühlt als Abluft dem Warmlufterzeuger 34 zurückgeführt.

Von dem Luft-Wasser Wärmetauscher 10 wird die entzogene Wärmeleistung über das von einer externen Pumpe 38 über das steuerbare Ventil 36 angesaugte ausgekühlte Rücklaufwasser eines externen Wärmeverbrauchers abgegeben und das so erwärmte Vorlaufwasser einem Wärmeverbraucher wieder zugeführt.

Durch Beeinflussung der Drosselkappenstellung und der Ventilstellung werden der primäre Warmluftstrom und der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom so geregelt, dass die am dritten Temperaturfühler 30 gemessene Vorlauftemperatur des Heiz- oder Trinkwassers einen einstellbaren Sollwert einhält.

Überschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Drosselkappenstellung in Richtung stärkere Drosselung verändert und somit der primäre Warmluftstrom reduziert und ferner wird vom Regler 24 das steuerbare Ventil 36 weiter geöffnet und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom erhöht, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.

Unterschreitet die Vorlauftemperatur den eingestellten Sollwert, wird vom Regler 24 die Drosselkappenstellung in Richtung geringere Drosselung verändert und ferner wird vom Regler 24 das steuerbare Ventil 36 geringer geöffnet und somit der sekundäre Heiz- oder Trinkwasserstrom reduziert, bis die Vorlauftemperatur dem Sollwert entspricht.


Anspruch[de]
Verfahren zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums, insbesondere Heizmedium oder Trinkwasser, durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) mit Warmluft als Primärmedium, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flüssigmedium-Temperatur durch Regelung eines Warmluftmassenstroms höherer Temperatur als des Wertes der Flüssigmedium-Temperatur und/oder durch Regelung eines Flüssigmediummassenstroms nach der Abweichung zwischen einem Sollwert und einem Istwert der Flüssigmedium-Temperatur eingestellt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, so dass ein Sollwert der Flüssigmedium-Temperatur eingestellt wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Warmluftmassenstrom zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert eingestellt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Warmluftmassenstrom in Abhängigkeit der Überschreitung eines einstellbaren Sollwertes für eine Übertemperatur der austretenden Warmluft bzw. Abluft reduziert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Warmluftmassenstrom und/oder der Flüssigmediummassenstrom in Abhängigkeit der Unterschreitung eines einstellbaren Sollwertes für die Temperaturdifferenz zwischen einer Vorlauftemperatur und einer Rücklauftemperatur des Flüssigmediums reduziert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung einer für eine Erwärmung des Flüssigmediums ausreichenden Temperaturdifferenz zwischen der Warmluft und dem Flüssigmedium der Warmluftmassenstrom während einer Prüfphase eingeschaltet und die Warmlufttemperatur und/oder deren Anstiegsgeschwindigkeit gemessen wird. Vorrichtung zur direkten Aufheizung eines Sekundär-Flüssigmediums, insbesondere Heizmedium oder Trinkwasser, durch einen Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) mit Warmluft als Primärmedium, dadurch gekennzeichnet, dass ein Regler (24) vorgesehen ist, mit dem eine Flüssigmedium-Temperatur durch Regelung eines Warmluftmassenstroms höherer Temperatur als des Wertes der Flüssigmedium-Temperatur und/oder durch Regelung eines Flüssigmediummassenstroms nach der Abweichung zwischen einem Sollwert und einem Istwert der Flüssigmedium-Temperatur einstellbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Leitung (16) für das Primärmedium ein Temperaturfühler (26) in Strömungsrichtung vor dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) und ein Temperaturfühler (28) in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) angeordnet ist und dass ferner in einer Leitung 20 für das Sekundärmedium ein Temperaturfühler (30) in Strömungsrichtung hinter dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) und ein Temperaturfühler (32) in Strömungsrichtung vor dem Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10) angeordnet ist und dass die Temperaturfühler (26, 28, 30, 32) mit dem Regler (24) verbunden sind. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer nicht differenzdruckbehafteten Leitung (16) für das Primärmedium ein als Ventilator (18) ausgebildetes Stellglied angeordnet ist, dessen Steuereingang mit dem Regler (24) verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer differenzdruckbehafteten Leitung (16) für das Primärmedium ein als Drosselklappe (40) ausgebildetes Stellglied angeordnet ist, dessen Steuereingang mit dem Regler (24) verbunden ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einer nicht differenzdruckbehafteten Leitung (20) für das Sekundärmedium ein als Pumpe (22) ausgebildetes Stellglied angeordnet ist, dessen Steuereingang mit dem Regler (24) verbunden ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einer differenzdruckbehafteten Leitung (20) für das Sekundärmedium ein als steuerbares Ventil (36) ausgebildetes Stellglied angeordnet ist, dessen Steuereingang mit dem Regler (24) verbunden ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler (24), der Luft-Flüssigmedium-Wärmetauscher (10), die Temperaturfühler (26, 28, 30, 32) und die Stellglieder (18; 40, 22; 36) als komplette Baugruppe ausgeführt sind und Anschlüsse für den Zu- und Ablauf des Primärmediums und des Sekundärmediums aufweisen.






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