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Dokumentenidentifikation DE102007018901A1 23.10.2008
Titel Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung aufgebrachten Codes, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Verfahren zum Versehen der Postsendung mit dem maschinenlesbaren Code
Anmelder Deutsche Post AG, 53113 Bonn, DE
Erfinder Meyer, Bernd, 53639 Königswinter, DE;
Lang, Jürgen, Dr., 51429 Bergisch Gladbach, DE
Vertreter Dr. Jostarndt & Kollegen Patentanwälte, 52074 Aachen
DE-Anmeldedatum 19.04.2007
DE-Aktenzeichen 102007018901
Offenlegungstag 23.10.2008
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.2008
IPC-Hauptklasse G06K 7/10(2006.01)A, F, I, 20070419, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06K 9/18(2006.01)A, L, I, 20070419, B, H, DE   B07C 3/14(2006.01)A, L, I, 20070419, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung aufgebrachten maschinenlesbaren Codes.
Erfindungsgemäß zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in wenigstens einem Bereich einer Oberfläche der Postsendung überprüft wird, ob mindestens zwei parallele Linien in dem Bereich der Oberfläche vorhanden sind und dass in wenigstens einem an eine der Linien angrenzenden Teilbereich des Bereichs der Oberfläche eine Erfassung von Modulen eines Data-Matrix-Codes unter Berücksichtigung der Erfassung der mindestens zwei parallelen Linien erfolgt.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die Postsendung und ein Verfahren zum Versehen der Postsendung mit dem maschinenlesbaren Code.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung aufgebrachten maschinenlesbaren Codes.

Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die Postsendung und ein Verfahren zum Versehen der Postsendung mit dem maschinenlesbaren Code.

Es ist bekannt, Postsendungen mit maschinenlesbaren Codes zu versehen. Bei den maschinenlesbaren Codes kann es sich beispielsweise um Data-Matrix-Codes handeln. Data-Matrix-Codes weisen den Vorteil auf, dass sie eine hohe Informationsdichte beinhalten und dass in ihnen enthaltene Informationen durch eine entsprechende Lesevorrichtung schnell und zuverlässig maschinell gelesen werden können.

Aus diesen Gründen werden Data-Matrix-Codes vielfach als maschinenlesbare Darstellung von Frankiervermerken eingesetzt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes bereitzustellen, wobei die in dem Code enthaltenen Informationen besonders schnell und zuverlässig ermittelt werden können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung aufgebrachten maschinenlesbaren Codes nach Anspruch 1, eine Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung nach Anspruch 4, eine Postsendung nach Anspruch 5 und ein Verfahren zum Versehen der Postsendung mit dem maschinenlesbaren Code nach Anspruch 14.

Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche, 2, 3 sowie 5 bis 13 und 15 bis 16.

Die Erfindung sieht vor, dass in wenigstens einem Bereich einer Oberfläche der Postsendung überprüft wird, ob mindestens zwei parallele Linien in dem Bereich der Oberfläche vorhanden sind und dass in wenigstens einem an eine der Linien angrenzenden Teilbereich des Bereichs der Oberfläche eine Erfassung von Modulen eines Data-Matrix-Codes unter Berücksichtigung der Erfassung der mindestens zwei parallelen Linien erfolgt.

Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Erfassung durch eine Aufnahmeeinrichtung erfolgt und dass die Postsendung gegenüber der Erfassungseinrichtung bewegt wird.

Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Erfassung der beiden parallelen Linien und der Module des Data-Matrix-Codes erfolgt, während die Postsendung gegenüber der Erfassungseinrichtung bewegt wird.

Die Erfindung eignet sich insbesondere zu einer maschinellen Erfassung eines maschinenlesbaren Codes bei einer Serienbearbeitung von Postsendungen. Eine derartige Serienverarbeitung erfolgt beispielsweise in Brief- oder Frachtsendungen und erfordert ein sicheres und zuverlässiges Erfassen einer Vielzahl von auf Postsendungen aufgebrachten maschinenlesbaren Codes.

Bevorzugte Stückzahlen verarbeiteter Postsendungen liegen zwischen 10.000 und 100.000 Postsendungen pro Stunde. Die Erfindung ermöglicht jedoch auch ein noch schnelleres Erfassen der auf den Postsendungen aufgebrachten maschinenlesbaren Codes.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit, mit der die Sendungen an der Kamera vorbeibewegt werden, ergibt sich trotz einer kurzen Belichtungszeit (oder besser Beleuchtungs-/Blitzperiode) eine leichte Verzerrung in Transportrichtung. Um das Ausmaß dieser Verzerrung in Reinform isolieren zu können, werden im Winkel von ca. 90 Grad zur Transportrichtung zwei Linien aufgebracht. Da der Informationsgehalt der Linien bekannt ist (bzw. nicht vorhanden ist), kann das Ausmaß der Verzerrung am Beispiel dieser Balken ermittelt werden.

Diese ermittelte Verzerrung in Reinform wird in invertierter Form auf den restlichen Code projiziert. Hierdurch wird die Verzerrung des Codes subtrahiert.

In einer Ausführungsform der Erfindung geschieht das Verfahren analog zu einem Verfahren der Schallauslöschung durch Gegenschall, z. B. spezielle Flug-Kopfhörer. Die Erfindung ermöglicht es, Störungen der Transportbewegung vor der Kamera zu kompensieren bzw. sogar zu eliminieren.

Die Erfindung sieht vor, mindestens zwei parallele Linien neben einem Data-Matrix-Code anzuordnen.

Die beiden parallelen Linien ermöglichen eine schnelle Feststellung, dass ein zugehöriger Data-Matrix-Code zu erfassende Informationen enthält.

Es hat sich herausgestellt, dass zwei parallele Linien bei einer graphischen Erfassung einer Sendungsoberfläche einer Postsendung besonders schnell auffindbar sind.

Durch einen Beginn eines Erfassungsvorgangs des Data-Matrix-Codes in unmittelbarer Nähe der parallelen Linien ist es möglich, das Vorhandensein eines zu erfassenden Codes besonders schnell und zuverlässig zu bemerken.

Auf diese Weise lässt sich ein zu erfassender Code wesentlich schneller und zuverlässiger erkennen, als es im Stand der Technik durch ein vollständiges Ausfüllen der linken und der unteren Kante des Data-Matrix-Codes erfolgt.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass der maschinenlesbare Code einen Data-Matrix-Code mit postalischen Informationen und mindestens zwei parallele Linien aufweist.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass der Data-Matrix-Code Module mit einer Modulstärke aufweist und dass wenigstens eine der Linien eine Breite in Modulstärke aufweist.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass sich wenigstens zwei der parallelen Linien in einem Abstand voneinander befinden, welcher der Modulstärke entspricht.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und einer ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von wenigstens einer Modulstärke befindet.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und der ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von mehr als der Modulstärke befindet.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und der ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von zwei Modulstärken befindet.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass sich zusätzlich zu dem Data-Matrix-Code mit postalischen Informationen weitere Data-Matrix-Codes auf der Postsendung befinden.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass die postalischen Informationen Versandinformationen beinhalten.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass die postalischen Informationen Frankierinformationen beinhalten.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass postalische Informationen als ein Data-Matrix-Code auf die Postsendung aufgebracht und dass in Nähe des Data-Matrix-Codes wenigstens zwei parallele Linien auf die Postsendung gedruckt werden.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass die parallelen Linien parallel zu einer in ihrer Nähe liegenden Kantenfläche des Data-Matrix-Codes aufgebracht werden.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass die Linien so aufgebracht werden, dass sie eine Länge aufweisen, welche im Wesentlichen einer Längenausdehnung einer ihnen benachbarten Randfläche des Data-Matrix-Codes entspricht.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass wenigstens ein Oberflächenbereich einer Sendungsoberfläche auf ein Vorhandensein von mindestens zwei parallelen Linien überprüft werden und dass parallel zu wenigstens einer der Linien eine Erfassung von Modulen eines Data-Matrix-Codes erfolgt.

Eine Weiterbildung der Postsendung, des Verfahrens zum Versehen der Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, des Verfahrens zum Lesen des auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Codes und der Vorrichtung zur Bearbeitung der Postsendung sieht vor, dass die Vorrichtung ein Mittel zum Erfassen eines Vorhandenseins von wenigstens zwei parallelen Linien enthält und dass die Vorrichtung so ausgestattet ist, dass sie einen Erfassungsvorgang von Modulen des Data-Matrix-Codes in einem vorgebbaren Abstand von den Linien startet.

Dies vermeidet das in dem nachfolgenden Absatz dargestellte Problem, das bei dem Stand der Technik auftritt:

Wenn dem Post-Matrix-Code ähnliche Graphiken in der Frankierzone auftreten, wird die Erkennung des Post-Matrix-Code in einer Lesemaschine erschwert/dauert länger. Im Extremfall bringt ein Kunde bringt einen eigenen zweidimensionalen Barcode auf (z. B. zur Verwendung durch den Empfänger); und wenn die Lesemaschine diesen Code zuerst erfasst, muss sie ihn auswerten, um zu erkennen, dass dieser Code nicht der Data-Matrix-Code ist, der die postalischen Informationen enthält.

Der die postalischen Informationen enthaltende Data-Matrix-Code wird in der vorliegenden Anmeldung auch als Post-Matrix-Code bezeichnet.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung enthält vorzugsweise wenigstens eines oder besonders bevorzugt mehrere der folgenden Merkmale:

  • • Besondere Kennzeichnung des Post-Matrix-Codes durch ein Kennzeichen, das in einer Lesemaschine einfach auffindbar ist;
  • • Ein Kennzeichen wird beispielsweise durch wenigstens zwei senkrechte Linien neben dem Data-Matrix-Code gebildet.
  • • Der Frankiervermerk enthält einen Post-Matrix-Code, der zur maschinellen Auswertung herangezogen wird.
  • • Neben dem Post-Matrix-Code befinden sich in der Frankierzone weitere Angaben/Graphiken, insbesondere kundeneigene Graphiken.

Ein Modul bezeichnet die kleinste druckbare Breite bzw. Höhe (bei gegebener Druckerauflösung). Zweckmäßigerweise sind daher der Abstand der Linien und die Breite der Linien (Strichstärke) gleich groß.

Damit ein Scanner den Matrixcode umgebende Graphiken als nicht zum Code gehörig erkennt, sollten diese Graphiken einen Abstand von 2 Modulen zum Code haben. Dieser Bereich wird auch als Ruhezone bezeichnet. Daher ist es zweckmäßig, als Abstand zwischen den Linien und dem Data-Matrix-Code wenigstens zwei Module zu wählen.

Ein Einsatz von Strichen hat den Vorteil, dass sie bei einem Lesevorgang besonders gut erkennbar sind. Dies ist insbesondere bei einem Einsatz von optischer Zeichenerfassung (OCR) vorteilhaft.

Es ist besonders vorteilhaft, dass die Linien dieselbe Höhe haben wie der Data-Matrix-Code. Hierdurch ist es einfacher möglich, die Linien gegenüber sonstigen Strichen auf einer Sendungsoberfläche zu unterscheiden. Außerdem kann ein Lesegerät anhand der Höhe der Linien bzw. der Länge der Linien die Höhe des an ihnen anliegenden Data-Matrix-Codes ermitteln und so eine zielgerichtete Erfassung der Module des Data-Matrix-Codes vornehmen. Hierdurch wird der Erfassungsvorgang des Data-Matrix-Codes weiter beschleunigt.

Striche werden nicht benötigt, um die Ausrichtung des Data-Matrix-Codes o. ä. zu ermitteln; dies erfolgt beispielsweise anhand der linken und untereren Kante des Matrix-Codes, die vorzugsweise vollständig ausgefüllt sind.

Wenigstens eine der Datenspuren enthält einen Referenztakt.

Die Erfindung sieht ferner vor, eine Leseeinheit einzusetzen, die ein graphisches Abbild des maschinenlesbaren Codes erstellt.

Die Erfindung beinhaltet ferner einen Einsatz einer Datenverarbeitungseinheit, die so ausgestattet ist, dass sie einen Speicher enthält, in dem das graphische Abbild des maschinenlesbaren Codes gespeichert wird.

Die Erfindung sieht ferner vor, das gespeicherte Bild so auszuwerten, dass Unterschiede zwischen Signalintensitäten zur Ermittlung von Taktsignalen des Referenztaktes herangezogen werden.

Als Sortierinformationen könnten Informationen bezeichnet werden, die (1) eine Sonderbehandlung im Sendungsstrom ermöglichen (z. B. priorisierte Zustellung, Terminzustellung, Sonderbehandlung bestimmter Inhalte) und/oder (2) die Zustellung unterstützen (z. B. Postleitzahlen oder andere Leitcodierungen, Informationen zur Sendungssteuerung).

Als Frankierinformationen kann man solche Informationen bezeichnen, die belegen, dass eine Sendung frankiert wurde, z. B. Portowert oder Produktbezeichnung, Verweis auf Kundennummer und Auftragsnummer, eindeutige Sendungsidentifikation zur Sendungsverfolgung etc.

Der Begriff postalische Informationen beinhaltet Sortierinformationen und/oder Frankierinformationen und gegebenenfalls solche Informationen, die post-internen Zwecken zur Handhabung der Postsendung dienen.

Die Erfindung beinhaltet einen Einsatz einer Vielzahl von postalischen Informationen.

Bei den Sortierinformationen handelt es sich um Informationen, die für eine Sortierung der Postsendungen eingesetzt werden können.

Grundsätzlich können hierbei unterschiedliche Arten von Sortierinformationen eingesetzt werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Sortierinformationen sind Adressangaben eines Empfängers der Postsendung. Die Adressangaben können je nach beabsichtigtem Sortierzweck unterschiedlich ausgestattet sein.

In einfachen Ausführungsformen kann es sich bei den Adressangaben beispielsweise um eine Postleitzahl handeln.

Da ein Bedarf besteht, eine möglichst weitgehende Sortierung der Postsendungen zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, weitere Informationen in die Adressangaben einzubringen und diese somit als Sortierinformation zu nutzen.

Insbesondere können so Straßennamen, Straßenabschnitte und/oder Hausnummern beziehungsweise Hausnummernbereiche als Sortierinformationen eingesetzt werden.

Die Sortierinformationen können zusätzlich oder an Stelle der genannten Informationen weitere Informationen enthalten.

Dabei kann es sich auch um eine Identifikationsangabe, insbesondere eine Identifikationsnummer, handeln.

Die Erfindung beinhaltet mehrere Vorteile.

Insbesondere ist der eingesetzte Code klein und sicher.

Außerdem ist der Code sicher und schnell aufzubringen. Ferner kann er gleichfalls schnell und sicher gelesen werden.

Durch den Einsatz eines Referenztaktes ist es möglich, den Code fehlerkorrigierend auszugestalten.

Insbesondere lassen sich hierdurch die folgenden Fehler korrigieren:

  • a. Auslöschungen (Falten, verwischte Signale),
  • b. stochastische Fehler (Verschmutzung),
  • c. systematische Fehler (Ausfall eines Dots, periodisch).

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, der erfindungsgemäßen Vorrichtung und der erfindungsgemäßen Postsendung zeichnet sich dadurch aus, dass in den Code zusätzliche Informationen eingebracht werden, die eine Fehlerkorrektur ermöglichen.

Hierbei ist es besonders zweckmäßig, dass ein Reed-Solomon-Fehlerkorrekturverfahren eingesetzt wird.

Die erfindungsgemäße Gestaltung der Codes lässt sich sowohl als Weiterentwicklung bekannter Codes als auch bei der Neuentwicklung von Codes einsetzen.

Nachfolgend wird ein besonders bevorzugter Einsatz der Erfindung in der Bearbeitung von Postsendungen in Briefzentren beziehungsweise Frachtzentren dargestellt. Hierbei werden üblicherweise mehrere 10.000 Postsendungen innerhalb einer Stunde sortiert.

Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Abbildungen.

Kurze Darstellung der Abbildungen

Von den Abbildungen zeigt:

1 eine erfindungsgemäße Postsendung (Fensterbriefumschlag DIN lang mit Frankierelementen in der Frankierzone);

2 eine Anordnung des erfindungsgemäßen Data-Matrix-Codes auf einer Postsendung (Strukturierter Aufbau der Frankierelemente in der Frankierzone);

3 Beispiele zur Darstellung einer in der Nähe des Data-Matrix-Codes aufbringbaren Marke (Fläche des Frankierelements "Marke");

4 graphische Gestaltung des Data-Matrix-Codes mit zwei parallelen Linien (Layout Post-Matrix-Code);

5 einen Bereich einer Oberfläche einer Postsendung mit einem graphischen Motiv und einem erfindungsgemäßen Data-Matrix-Code;

6 einen Bereich einer Oberfläche einer Postsendung mit einer Klarschriftdarstellung von Zusatzleistungen;

7 einen Bereich einer Oberfläche der Postsendung in einer besonders kompakten Form;

8 eine Anordnung des Data-Matrix-Codes in einem Lesebereich einer Postsendung (Strukturierter Aufbau der Frankierelemente über der Anschrift im Verschiebungsbereich des Fensters);

9 graphische Anordnung des Data-Matrix-Codes in einem Anschriftenfeld (Vermerk in der Anschriftenzone mit Matrixcode 26×26);

10 graphische Anordnung des Data-Matrix-Codes in einem Anschriftenfeld (Vermerk in der Anschriftenzone mit Matrixcode 22×22);

Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Abbildungen.

In den Abbildungen wird der Einsatz der Erfindung bei der Kennzeichnung von Postsendungen mit einem maschinenlesbaren Code und bei einer nachfolgenden Lesung des maschinenlesbaren Codes mit Gewinnung abrechnungsrelevanter und/oder sortierrelevanter Informationen am Beispiel einer Briefsortieranlage beschrieben.

Insbesondere eignet sich die Erfindung für einen Einsatz zur massenweisen Kennzeichnung von Postsendungen sowie der gleichfalls massenweisen Sortierung von Postsendungen in einem Briefzentrum beziehungsweise einem Paketzentrum.

Es ist jedoch gleichfalls möglich, wenigstens einen der Bearbeitungsschritte in einer kleineren Anlage durchzuführen.

Beispielsweise ist es möglich, den Code mit einer Frankiermaschine zu erzeugen.

Ferner ist es möglich, den Code mit einem Drucker zu erzeugen, wobei der Drucker an ein Computersystem angeschlossen ist.

Es ist besonders vorteilhaft, den Code und weitere Angaben – insbesondere eine Empfängeradresse in Klarschrift – in einem einheitlichen Bearbeitungsvorgang zu drucken.

Ebenso ist es möglich, die Bearbeitung der Postsendungen in einer für kleinere Sendungsmengen gedachten Vorrichtung durchzuführen, beispielsweise für eine interne Postverteilung innerhalb eines Unternehmens.

Die Erfindung wird vorzugsweise bei Codes eingesetzt, die als zweidimensionaler Data-Matrix-Code (2D-Code) gestaltet sind.

Mit dem zweidimensionalen Data-Matrix-Code (2D-Code) kann im Vergleich zu eindimensionalen Barcodes (1D-Code) die Informationsdichte pro Fläche deutlich erhöht werden.

Der Data-Matrix-Code existiert in verschiedenen Code-Schemata oder "Symbologien" („ECC n", n = 0 bis 200; ECC = Error Checking and Correction Algorithm). Das am sichersten lesbare Codeschema ist das Schema ECC 200. Die Größe des quadratischen – bei bestimmten Seitenverhältnissen auch nur rechteckigen – Codefeldes wird dabei aus einer großen Auswahlmenge bestimmt, die Symbol-Elemente sind quadratisch oder rund. Dieser Data-Matrix-Code ist bei ISO, International Organization for Standardization, Genf genormt in ISO/IEC 16022:2000 und ISO/IEC 24720:2006 und in weiteren Normen für Anwendungen beschrieben, wie beispielsweise in DIN-Normen und DIN-EN-Normen. Diese Normen sind industrieweit verbindlich.

Beim Data-Matrix-Code sind die Informationen sehr kompakt in einer quadratischen oder rechteckigen Fläche als Muster von Punkten codiert. Der Data-Matrix-Code enthält redundante Daten, so dass beispielsweise durch die verwendete Reed-Solomon-Fehlerkorrektur (ECC 200) bis zu 25% der Fehler in den einzelnen Elementen automatisch korrigiert werden können (wenn beispielsweise Teile des Codes überdeckt oder zerstört wurden).

Beim Lesen eines Data-Matrix-Codes wird eine Anordnung von Punkten innerhalb einer Berandung (finder pattern) und im Raster der Matrix ermittelt. Die Punkte sind vorzugsweise schwarze oder weiße Kästchen, die aneinander anschließen, oder runde Punkte mit Lücken dazwischen. Hierdurch wird das Erkennen der Information deutlich sicherer und der Code in der Ausdehnung erheblich kompakter.

Der Data-Matrix-Code besteht vorzugsweise aus vier oder fünf Hauptkomponenten:

1. Die zwei Paare fester durchgehender oder unterbrochener Kanten als Begrenzungslinien ('finder pattern')

Die festen Begrenzungslinien dienen zur Abgrenzung. Sie wird für die Aufrichtung und Entzerrung des Data-Matrix-Codes verwendet, so dass jeder Lesewinkel möglich ist. Bei größeren Codes kommen auch so genannte Ausrichtungsbalken (alignment pattern) zum Einsatz.

2. Die den geschlossenen Kanten gegenüberliegende Ecke

Diese Ecke erlaubt das schnelle Erkennen der Codeschemata. Beim Codeschema ECC 200 mit einer geraden Anzahl Zeilen und Spalten ist das Element in der oberen rechten Ecke stets weiß. Bei den anderen genormten Codeschemata mit einer ungeraden Zeilen- und Spaltenzahl ist das Element in der oberen rechten Ecke stets schwarz.

3. Der Datenbereich

Dieser Datenbereich enthält die eigentliche binäre Information in codierter Form. Je nach Größe der Matrix definiert sich damit auch die Anzahl der möglichen Informationen.

4. Die 'Ruhezone'

Diese leere Zone (quiet zone) umgibt den Data-Matrix-Code. Sie enthält keinerlei Informationen oder Muster. Die Breite der Ruhezone beträgt mindestens eine Spalte bzw. eine Zeile und wird zur Abgrenzung von anderen optischen Bildelementen der Umgebung benötigt.

5. Die 'Hilfslinien'

Diese paarweise Kombination durchgehender und unterbrochener Linien in beiden Richtungen waagerecht und senkrecht (alignment pattern) erleichtern die Bildauswertung. Sie unterteilen große Datenfelder in gleich große Teile. Jedes Teilfeld kann wie ein einzelner Data-Matrix-Code ausgewertet werden.

Mit dem Data-Matrix-Code 144×144 ECC 200 (zuzüglich finder pattern und alignment pattern) lassen sich bis zu 1558 Byte (mit 8 Bit/Byte), mithin 3116 Ziffern (3,5 Bit) oder 2335 ASCII-Zeichen und Sonderzeichen mit einem erweiterten Zeichensatz (7 Bit) kodieren.

1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Postsendung.

Es handelt sich hierbei um eine schematisierte Darstellung, bei der der als Post-Matrix-Code bezeichnete Data-Matrix-Code als eine schwarze Fläche dargestellt ist.

Zwischen dem erfindungsgemäßen Data-Matrix-Code und Randbereichen der Sendung befinden sich weitere graphische Informationen. Hierdurch ist es möglich, eine weitgehende Ausnutzung bedruckbarer Bereiche mit dem Vorteil zu verbinden, dass der erfindungsgemäße Data-Matrix-Code von den Randflächen der Postsendung einen vorgebbaren Mindestabstand, vorzugsweise in der Größenordnung zwischen 0,5 cm und 5 cm, aufweist. Hierdurch wird ein Erkennen des Data-Matrix-Codes verbessert. Dies ist insbesondere bei solchen Postsendungen vorteilhaft, welche eine Krümmung in Randbereichen aufweisen, wie es beispielsweise bei sehr prall gefüllten Postsendungen vorkommen kann.

Die Data-Matrix-Codes eignen sich insbesondere für eine maschinenlesbare Darstellung von Frankierinformationen. Hierbei können sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Frankierverfahren eingesetzt werden. Beispiele besonders bevorzugter Ausführungsformen digitaler Frankierverfahren sind die nachfolgenden digitalen Frankierverfahren der Deutschen Post AG:

  • • Digitalmarke,
  • • eBriefmarke,
  • • Frankierservice,
  • • FRANKIT,
  • • DV-Freimachung,
  • • Infopost mit Premiumadress.

Struktur

Der Vermerk in der Frankierzone besteht aus acht Frankierelementen, die in den beiden nachfolgenden Abbildungen farbig dargestellt sind.

In 2 sind die Frankierelemente vergrößert dargestellt.

2 zeigt einen Ausschnitt aus der in 1 dargestellten Oberfläche der Postsendung.

Der in 2 dargestellte Ausschnitt zeigt eine Anordnung des Data-Matrix-Codes in einem Druckbereich.

Der Druckbereich ist mehrteilig aufgebaut. Ein linker Bereich ermöglicht es, Informationen über Zusatzleistungen anzuordnen. Dieser Bereich enthält beispielsweise ein Zustell-Kennzeichen, eine Darstellung auswählbarer Premiumleistungen im Klartext – beispielsweise durch einen diese darstellenden Buchstaben.

So ist es beispielsweise möglich, ein Einschreiben mit dem Buchstaben R zu kennzeichnen. Weitere Zusatzinformationen können in eine Zusatzzone des Kundenbereichs bzw. des Premiumleistungsbereichs aufgebracht werden.

Rechts neben dem Kundenbereich bzw. Premiumleistungsbereich des Druckbereichs befindet sich ein Frankierbereich.

Der Frankierbereich weist in seinem oberen Ende eine graphische Darstellung auf, beispielsweise eine Marke des die Postsendung befördernden Logistikunternehmens. Eine Anordnung der Marke in diesem Bereich ist mit mehreren Vorteilen verbunden. Zum einen ist die Marke hierdurch für einen Absender oder Empfänger der Postsendung besonders gut erkennbar. Ferner wird durch die Anordnung der Marke in diesem Bereich ein Mindestabstand zwischen einer oberen Sendungskante der Postsendung und dem Data-Matrix-Code erzielt.

Unterhalb der Marke befindet sich der erfindungsgemäße Data-Matrix-Code. Dieser Code wird in der Abbildung als Post-Matrix-Code bezeichnet, weil er postalische Informationen, insbesondere Frankierinformationen, beinhaltet.

Links neben dem Data-Matrix-Code befinden sich zwei parallele Linien mit gleicher Höhe wie der Data-Matrix-Code. Die beiden parallelen Linien sind vorzugsweise parallel zu der Ausrichtung des Frankierbereichs angeordnet und ermöglichen so eine weitere Verbesserung der Auffindbarkeit des rechts neben ihnen befindlichen Data-Matrix-Codes.

Es ist besonders vorteilhaft, dass eine äußere der parallelen Linien so verläuft, dass sie sich in einer Verlängerung eines Druckbereichs von anderen Bestandteilen des Frankierbereichs, insbesondere des Druckbereichs für die Marke, befindet. Hierdurch kann die Auffindbarkeit der Linie und damit die Auffindbarkeit des neben ihr angeordneten Data-Matrix-Codes weiter verbessert werden.

Der Aufbau des Data-Matrix-Codes und der links neben ihm angeordneten parallelen Linien wird in 4 näher dargestellt.

2 zeigt eine Anordnung des erfindungsgemäßen Data-Matrix-Codes auf einer Postsendung anhand eines strukturierten Aufbaus der Frankierelemente in der Frankierzone.

In den nachfolgenden Abschnitten werden die Inhalte der acht Frankierelemente beschrieben.

Der für die Wiedergabe einer Marke – insbesondere der Marke eines die Postsendung befördernden Logistikunternehmens vorgesehene Druckbereich – nachfolgend Markenbereich genannt – weist eine Fläche von mehreren mm2 auf. Im dargestellten beispielhaften Fall handelt es sich um eine Fläche der Größe 35 mm × 7 mm.

3 zeigt Beispiele zum Bedrucken des Markenbereichs mit einer Marke eines Logistikunternehmens und veranschaulicht so die Fläche des Frankierelements "Marke".

Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform des Markenbereichs beträgt die Fläche zur Darstellung der Marke beispielsweise 7 mm × 35 mm.

  • • Logo des Logistikunternehmens mit schwarzer Schrift auf weißem Grund. Bei dieser Variante stellt die linke Kante des Großbuchstabens "D" aus "Deutsche Post" auch die linke Kante des Logos dar. Im Vergleich zur nachfolgenden Variante sind der Schriftzug "Deutsche Post" und das Posthorn folglich größer skaliert.
  • • Logo des Logistikunternehmens mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund. Bei dieser Variante stellt die linke Kante des gelben Rahmens die linke Kante des Logos dar. Im Vergleich zur zuvor beschriebenen Variante sind der Schriftzug "Deutsche Post" und das Posthorn folglich kleiner skaliert.

Für alle Frankierarten soll es möglich sein, zwischen beiden Logos zu wählen.

Die Integration anderer Logos ist bei Bedarf möglich.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines Post-Matrix-Codes ist in 4 dargestellt. Diese Ausführungsform zeigt einen zweidimensionalen Barcode – Data-Matrix-Code – und zwei Linien.

Der Data-Matrix-Code enthält die für die jeweilige Frankierart erforderlichen Informationen in digitaler, maschinenlesbarer Form.

Die Modulgröße kann zwischen einem oberen und einem unteren Wert variieren. Obwohl große Variationsbreiten möglich sind, sind geringe Variationsbreiten der Modulgröße bevorzugt, weil hierdurch die Erkennung der Module einfacher und zuverlässiger erfolgt. Insbesondere ist es zweckmäßig, dass die Variation der Modulgröße deutlich geringer ist als die Modulgröße selbst, um eine versehentliche Erfassung eines großen Moduls als zwei kleine Module zu vermeiden. In bekannten Bearbeitungseinheiten von Postsendungen ist eine Variation der Modulgröße von 0,4 mm bis 0,6 mm besonders bevorzugt.

Es ist jedoch gleichfalls möglich, eine geringere Variationsbreite, beispielsweise zwischen 0,4233 mm und 0,508 mm zu wählen. Bei der Festlegung der Modulgröße muss die Auflösung des verwendeten Druckers beachtet werden. Ein Modul muss immer aus einem ganzen Vielfachen von physischen Druckpunkten eines Druckers ("dot") bestehen. Bei einer üblichen Druckerauflösung von 300 dpi (dots per inch; 1 Inch = 25,4 mm) ist ein einzelner Druckpunkt 0,084666 mm groß. Fünf dieser Druckpunkte ergeben in der Breite den Wert 0,4233 mm. Sechs Druckpunkte ergeben in der Breite 0,508 mm. Zur Gewährleistung hoher Kantenschärfe muss daher bei einer Druckauflösung entweder die Modulgröße 0,4233 mm oder die Modulgröße 0,508 mm verwendet werden. Jeder Wert dazwischen würde im Druckbild eine "ausgefranste" Kante verursachen, die zu Fehlern bei der Erkennung führen kann.

An der linken oberen Ecke des Matrixcodes befindet sich der Ursprung des Frankiervermerks. Bei veränderlichen Größen ist der Matrixcode an dieser Ecke verankert und vergrößert sich folglich nach rechts und nach unten. Die weiter rechts stehenden und die weiter unten stehenden Frankierelemente behalten ihren relativen Abstand zum Rand des Matrixcodes bei und verändern somit ihre absolute Lage im Frankiervermerk.

Produktbezeichnung

Produktbezeichnungen werden rechts neben dem Matrixcode aufgeführt. Der Bereich zur Anbringung der Produktbezeichnung umfasst zwei Zeilen. In der Regel wird nur die erste Zeile benötigt. Bei bestimmten Produkten sind beide Zeilen erforderlich. Zur Veranschaulichung der Wirkung von neuartigen Produktnamen werden in den Abbildungen teilweise auch abweichende Namen verwendet.

Nummern- und Datumszeilen

Im Bereich der zwei Nummern- und Datumszeilen werden in Abhängigkeit von der Frankierart und der Nutzung von Zusatzleistungen Angaben zum Kunden, zum vorliegenden Auftrag, zum verwendeten Frankiersystem, zur Identifikation der einzelnen Sendung und zur Absicherung gegenüber der Vorhersagbarkeit von Identcodes gemacht. Außerdem wird ebenfalls in Abhängigkeit zur Frankierart die Postleitzahl und das Darum aufgedruckt.

Zur Beschreibung der Inhalte der Nummern- und Datumszeile werden Elemente verwendet, die in spitzen Klammern dargestellt erläutert werden.

Folgende Elemente werden verwendet:

  • • <Seriennummer>
  • • <Kundennummer>
  • • <TransaktionsSendung>
  • • <Auftrag>
  • • <Datum>
  • • <Monat>
  • • <Gültigkeit>

Die Elemente sind so angeordnet, dass feste Angaben in der ersten und veränderliche Angaben in der zweiten Zeile stehen.

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für FRANKIT:

<Seriennummer>

<TransaktionsSendung>

<Datum>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für die Digitalmarke:

<Seriennummer>

<TransaktionsSendung>

<Gültigkeit>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für die eBriefmarke:

<Seriennummer>

<TransaktionsSendung>

<Gültigkeit>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für die DV-Freimachung (komplett) (empfohlen für alle Brief-Sendungen; erforderlich für BZL und Dienstleistungen, die auf der Sendungs-ID beruhen):

<Kundennummer>

<AuftragTransSendung> <Datum>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für die DV-Freimachung (verkürzt) (für Infobrief/Infopost ausreichend, für Brief nur dann möglich, falls keine zusätzlichen Services genutzt werden sollen):

<Kundennummer>

<Auftrag> <Monat>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für Infopost Premiumadress (komplett) (empfohlene Version):

<Kundennummer>

<AuftragTransSendung> <Datum>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für Infopost Premiumadress (verkürzt)

<Kundennummer>

<Auftrag> <Monat>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für den Frankierservice

<Kundennummer>

<AuftragTransSendung> <Datum>

Aufbau der Nummern- und Datumszeilen für Infopost mit Auftragsnummer:

<Kundennummer>

<Auftrag> <Monat>

Zustellzeichen

Im Frankierelement "Zustellkennzeichen" werden die Zustellkennzeichen bei Einschreiben, Nachnahmesendungen und Premiumadress-Leistungen in Form von Großbuchstaben genannt.

Premiumleistungen Klartextzeile

Im Frankierelement "Premiumleistungen Klartextzeile" werden die zutreffenden Premiumleistungen genannt. Bei Kombinationen von Premiumleistungen korrespondiert die Reihenfolge der Texte mit der Reihenfolge der Zustellkennzeichen.

Zusatzzonen

Im Frankierelement Zusatzzonen, aufgeteilt in rechts und links, können bei bestimmten Frankierarten zusätzliche form- und inhaltsfreie Informationen dargestellt werden.

Anwendungsbeispiele sind Hotline-Telefonnummer, Internetadresse oder anlassbezogene Texte.

Möglich ist der Einsatz von Zusatzzonen bei Digitalmarke, DV-Freimachung und eBriefmarke. Bei FRANKIT bestimmt die Drucktechnologie die Einsatzbedingungen.

5 zeigt eine besonders bevorzugte Anordnung des erfindungsgemäßen Data-Matrix-Codes in einem Oberflächenbereich einer Postsendung.

Der Data-Matrix-Code sowie die neben ihm angeordneten parallelen Linien weisen die zuvor anhand von 4 erläuterte Struktur auf.

Oberhalb des Data-Matrix-Bereichs befindet sich der anhand von 3 erläuterte Markenbereich.

Rechts neben dem Data-Matrix-Code befindet sich ein Bereich zu einem Ausdruck von Produkt-, Nummern- und Datumsinformationen. Diese Informationen werden beispielsweise in Klarschrift gedruckt, wie es nachfolgend anhand der 6 bis 7 dargestellt wird.

Links neben dem Data-Matrix-Code und/oder links neben dem Markenbereich befindet sich ein frei bedruckbarer Bereich.

Nachfolgend sind Beispiele für die Digitalmarke dargestellt (6 bis 7)

6: Digitalmarke mit Zusatzleistungen

7: Digitalmarke in einer besonders kompakten Form.

Struktur

Der Vermerk in der Anschriftenzone besteht aus sechs Frankierelementen, die in 8 dargestellt sind.

In der 8 sind die Frankierelemente vergrößert dargestellt. Durch zwei gegeneinander verschobene Fenster-Konturen wird ein Verrutschen im Briefumschlag veranschaulicht.

Dieses Beispiel erläutert einen weiteren Vorteil der zuvor dargestellten Anordnung des Data-Matrix-Codes. Durch eine Einfügung eines Bereichs oberhalb des Data-Matrix-Codes ist es möglich, den Inhalt des Data-Matrix-Codes auch dann zu ermitteln, wenn das in dem Fensterbriefumschlag befindliche Schreiben verrutscht ist.

8: Strukturierter Aufbau der Frankierelemente über der Anschrift im Verschiebungsbereich des Fensters

In den nachfolgenden Abschnitten werden die Inhalte der sieben Frankierelemente beschrieben.

Marke (optional)

Im Markenbereich wird bei Verwendung in Deutschland der Schriftzug "Deutsche Post" mit Posthorn gemäß Corporate Design abgebildet. Die Integration anderer Logos ist bei Bedarf möglich.

Inder Startphase wird voraussichtlich nur eine Variante mit schwarzer Schrift auf weißem Grund verwendet, die statisch vermaßt ist.

Dieses Frankierelement kann entfallen, wenn das Logo des Logistikunternehmens im Rahmen eines Hinweises auf die Frankierung im Fenster auf der Briefhülle abgedruckt wird und keine Zusatzleistungen genutzt werden. In diesem Fall bleibt das Frankierelement "Marke" leer.

Post-Matrix

Das Frankierelement "Post-Matrix" besteht wie beim Frankiervermerk in der Frankierzone aus einem zweidimensionalen Barcode des Code-Typs Data-Matrix-Code und zwei Linien. Der Matrixcode enthält die für die jeweilige Frankierart erforderlichen Informationen in digitaler, maschinenlesbarer Form.

Die Modulgröße kann theoretisch zwischen 0,4233 mm und 0,508 mm variieren. Bei der Festlegung der Modulgröße muss die Auflösung des verwendeten Druckers beachtet werden. Ein Modul muss immer aus einem ganzen Vielfachen von physischen Druckpunkten eines Druckers ("dot") bestehen. Bei einer üblichen Druckerauflösung von 300 dpi (dots per inch; 1 Inch = 25,4 mm) ist ein einzelner Druckpunkt 0,084666 mm groß. Fünf dieser Druckpunkte ergeben in der Breite den Wert 0,4233 mm. Sechs Druckpunkte ergeben in der Breite 0,508 mm. Zur Gewährleistung hoher Kantenschärfe muss daher bei dieser Druckauflösung entweder die Modulgröße 0,4233 mm oder die Modulgröße 0,508 mm verwendet werden. Jeder Wert dazwischen würde im Druckbild eine "ausgefranste" Kante verursachen, die zu Fehlern bei der Erkennung führen kann.

Bei der DV-Freimachung ist die Modulgröße unter Beachtung der verfügbaren Druckauflösung gewählt.

An der linken unteren Ecke des Matrixcodes befindet sich der Ursprung des Frankiervermerks. Bei veränderlichen Größen ist der Matrixcode an dieser Ecke verankert und vergrößert sich folglich nach rechts und nach oben. Die weiter rechts stehenden und die weiter oben stehenden Frankierelemente behalten ihren relativen Abstand zum Rand des Matrixcodes bei und verändern somit ihre absolute Lage im Frankiervermerk.

Die Unterkante des Matrixcodes hat einen Abstand von 1 mm zur darunter liegenden Textzeile (erste Anschriftenzeile).

Produktbezeichnung

Produktbezeichnungen werden links neben dem Matrixcode unterhalb von der Marke/Posthorn aufgeführt. Der Bereich zur Anbringung der Produktbezeichnung umfasst zwei Zeilen. In der Regel wird nur die erste Zeile benötigt. Bei bestimmten Produkten sind beide Zeilen erforderlich.

Um eine Beeinträchtigung einer Anschriftenlesung zu vermeiden, ist es vorteilhaft, dass Produktbezeichnungen bei Frankierungen in der Anschriftenzone keine Ziffern enthalten. Eine Differenzfrankierung wie bei der Digitalmarke ist folglich an dieser Stelle weniger vorteilhaft.

Datum und Nummern

Im Bereich des Datums und der Nummern werden in Abhängigkeit von der Frankierart und der Nutzung von Zusatzleistungen Angaben zum Kunden, zum vorliegenden Auftrag, zum verwendeten Frankiersystem, zur Identifikation der einzelnen Sendung und zur Absicherung gegenüber der Vorhersagbarkeit von Identcodes gemacht. Außerdem wird ebenfalls in Abhängigkeit zur Frankierart die Postleitzahl und das Datum aufgedruckt.

Zur Beschreibung der Inhalte diese Bereichs werden Elemente verwendet, die in spitzen Klammern dargestellt sind. Folgende Elemente werden verwendet:

  • • <Seriennummer>
  • • <Kundennummer>
  • • <TransaktionsSendung>
  • • <Auftrag TransSendung>
  • • <Auftrag>
  • • <Datum>
  • • <Monat>

Aufbau von Datum und Nummern für die DV-Freimachung (komplett) Die nachfolgenden drei Angaben sind nur dann erforderlich, falls Premiumleistungen gewünscht werden, die auf der Sendungsidentität basieren (z. B. Einschreiben). Ansonsten entfallen sie ersatzlos:

  • • <Datum>
  • • <Kundennummer>
  • • <Auftrag TransSendung>

Aufbau von Datum und Nummern für die DV-Freimachung (verkürzt) Als Alternative zu den oben genannten Angaben (komplett) sind die verkürzten Angaben dann möglich, wenn Premiumleistungen gewünscht werden, die auch ohne Sendungsidentität genutzt werden können (z. B. Premiumadress). Ansonsten entfallen sie ersatzlos)

  • • <Monat>
  • • <Kundennummer>
  • • <Auftrag>

    Aufbau von Datum und Nummern für die PC-Frankierung:
  • • <Datum>
  • • <Seriennummer>
  • • <TransaktionsSendung>

    Aufbau von Daten und Nummern für Infopost Premiumadress (komplett) (empfohlene Version):
  • • <Datum>
  • • <Kundennummer>
  • • <Auftrag TransSendung>

    Aufbau von Datum und Nummern für Infopost Premiumadress (verkürzt)
  • • <Monat>
  • • <Kundennummer>
  • • <Auftrag>

Zustellkennzeichen

Im Frankierelement "Zustellkennzeichen" werden die Zustellkennzeichen bei Einschreiben, Nachnahmesendungen und Premiumadress-Leistungen in Form von Großbuchstaben genannt.

Premiumleistungen Klartextzeile

Premiumleistungen im Klartext werden nicht im Frankiervermerk aufgeführt. Im Gesamtprozess ist es daher beim Scanvorgang vor der Zustellung (Scan- und Druckstation SDS) erforderlich, die zu erbringenden Zusatzleistungen im Klartext auszudrucken.

Vermaßung und Beispiele

Vermerke in der Anschriftenzone sind in Abhängigkeit vom verwendeten Matrixcode wie folgt aufgebaut und vermaßt:

9: Vermerk in der Anschriftenzone mit Matrixcode 26×26 und

10: Vermerk in der Anschriftenzone mit Matrixcode 22×22

7 und 9 zeigen eine schematische Darstellung eines auf einem Schreiben angeordneten erfindungsgemäßen Frankiervermerks. Wie bei dieser Ausführungsform erkennbar ist, ist hierbei der Data-Matrix-Code auch dann lesbar, wenn das in einem Fensterbriefumschlag angeordnete Schreiben gegenüber einer Soll-Position verrutscht ist. Hierdurch ist der dargestellte Frankiervermerk – im dargestellten Fall eine PC-Frankierung – weiterhin in einer Bearbeitungseinheit oder durch eine Leseeinrichtung lesbar.

Die Erfindung kann auch bei einer Integration von Symbolen eingesetzt werden.

Nachfolgend wird der Begriff "Symbol" zur Darstellung eines Elements aus der Menge aller darstellbaren Zeichen mit der gewählten Symbologie dargestellt.

Die Menge der darstellbaren Zeichen wird auch mit Alphabet bezeichnet. Jedes Symbol benötigt in einer binären Darstellung eine feste Anzahl Bits, diese wird durch die Anzahl möglicher Symbole im Alphabet festgelegt.

Nachfolgend wird eine erfindungsgemäße Codierung mit einem Einsatz von Symbolen mit 6 Bit dargestellt.

Diese Symbole bilden dann die Grundlage für die Fehlerkorrektur. D. h. es werden nicht einzelne Bits korrigiert, sondern immer ganze Symbole mit 6 Bit. Das Alphabet umfasst hier also 64 Symbole.

Mit Spur wird eine Lesezeile bei einem Code, der aus mehreren übereinander angeordneten Zeilen besteht, bezeichnet.

Wie bei einem Tonband passiert der Code den feststehenden Lesekopf, so dass die Abtastung spurweise erfolgt.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass ein beweglicher Lesekopf in Längsrichtung des Codes gegenüber dem Code bewegt wird.

Dadurch, dass erfindungsgemäß zuvor aufgenommene Abbilder des maschinenlesbaren Codes ausgewertet werden, ist auch eine Erfassung des Codes in einem einzelnen Arbeitsschritt möglich. Dies lässt sich beispielsweise unter Einsatz von Bildgebungsmitteln erreichen, die sonst in anderen technischen Gebieten, beispielsweise der Digitalfotografie oder dem digitalen Kopieren eingesetzt werden.

Bei der Auswahl des Codes sollte darauf geachtet werden, dass er möglichst gut zu den erwarteten Fehlerstrukturen passt. Die verschiedenen Fehlersituationen sind beispielsweise:

  • – schlechter Druck
  • – Untergrund, der die Lesung behindert
  • – Nachträgliche Veränderung (Verschmutzung, Beschriftung)
  • – Abdeckungen/Auslöschungen z. B. durch Falten
  • – usw.

Erfindungsgemäß ist es möglich, eine vollständige Fehlerkorrektur des erfindungsgemäßen Codes zu erzielen.

Entscheidend ist der Anteil von Nutzinformationen innerhalb des Codes.

Verwendet wird vorzugsweise eine Reed-Solomon Fehlerkorrektur auf Symbolen mit beispielhaft 6 Bit. Dabei wurden in die Rechnung Start/Stopp beziehungsweise Synchronisationszeichen einbezogen, da diese ebenfalls die Lesesicherheit durch Hinzufügen von Redundanz erhöhen. Im Schnitt wird eine Coderate von vorzugsweise mindestens 20% verwendet. Es ist noch vorteilhafter, eine Coderate von wenigstens 30% einzusetzen, wobei bei einer Coderate von wenigstens 40% weitere Verbesserungen erzielt werden. Die dargestellten Ausführungsbeispiele beziehen sich auf eine besonders bevorzugte Coderate von etwa 46%.

Ein besonders bevorzugter Code enthält Nutzinformationen 42 Bit/98 Bit Code = 42,9%, darin sind 2 × 2 Bit Start/Stopp enthalten.

Mit dieser Einstellung werden die Korrekturmöglichkeiten wie folgt quantifiziert:

Max. Korrektur fehlerhafter Symbole 4 (3)

Max. Korrektur gelöschter Bars 8 (7)

Korrektur Bündelfehler Bars 10 (7)

Korrektur Bündellöschungen Bars 22 (19)

In Klammern die Werte für 7 Fehlerkorrektursymbole.

Insbesondere bei der Korrektur von Bündelfehlern und Bündellöschungen (beides Burstfehler) werden 3 Bars mehr korrigiert. Burstfehler, d. h. fehlerhafte bzw. zusammenhängende Bars, sind z. B. bei Falten zu erwarten.

Es ist möglich, eine Fehlerkorrektur entsprechend der UPU Spezifikation mit den nachfolgend dargestellten bevorzugten Anpassungen einzusetzen.

Dies erfolgt beispielhaft durch das nachfolgend dargestellte Fehlerkorrekturverfahren: Fehlerkorrekturverfahren: Reed-Solomon Galoir-Feld: GF(64) = GF (26) Primitives Polynom: p(x) = x6 + x + 1 Generator-Polynom: g(x) = &Pgr;8 i=1(x + &agr;i) Generator-Element: &agr; = 000010 = 2

Der Codeaufbau erfolgt systematisch analog zu UPU.

Es ist jedoch gleichfalls möglich, alternative Fehlerkorrekturverfahren einzusetzen.

Nachfolgend werden derartige alternative Fehlerkorrekturverfahren erläutert: Zwei wichtige Codearten sind der Blockcode und der Faltungscode. Im vorstehenden Kapitel wurde den Anforderungen gemäß ein Blockcode zur Fehlerkorrektur ausgewählt.

Beim Blockcode werden die Eingangsdaten in Blocks der Länge m aufgeteilt (m = Anzahl der Symbole) und nach jedem Block werden k Redundanzbits hinzugefügt, somit beträgt die neue Blocklänge n = m + k Bit. Die Coderate R ist definiert als Verhältnis der Informationsbits m zur Gesamtblocklänge n. Blockcodes eignen sich somit zur Korrektur von Symbolfehlern.

Der Faltungscode hingegen "verschmiert" die Eingangsdaten über mehrere Ausgangsbits. Die Eingangsdaten werden dazu in ein Schieberegister eingelesen und die Ausgangsdaten durch die Kombination verschiedener Abgriffe am Register erzeugt. Die Coderate R ist hier definiert als Quotient der m auf einmal eingelesenen Bits zu den n auf einmal ausgelesenen Bits. Durch diese Art der Codierung sind Faltungscodes dazu geeignet, einzelne Bitfehler zu korrigieren.

Faltungscodes sind Binärcodes, bei denen die Eingangsbits über mehrere Ausgangsbits "verschmiert" werden. Bei der Endcodierung werden die Eingangsdaten in ein Schieberegister gelesen und die Ausgangsdaten durch Kombinationen von Abgriffen ermittelt (meistens sind es Exor-Verknüpfungen).

Mit der Länge S des Schieberegisters ergibt sich eine Speichertiefe von S mal m = 3. Die Beeinflussungslänge dagegen beträgt K = (S + 1) mal m = 4. Die Anordnungen der Abgriffe bei den Codern werden häufig durch Generatorpolynome oder als Oktanzahl angegeben.

Eine Möglichkeit, um die Effizienz von Codes zu erhöhen, liegt darin, verschiedene Codes miteinander zu verketten. Der erste Code wird äußerer Code, der zweite innerer Code genannt.

Wird zum Beispiel als äußerer Code ein Blockcode und als innerer Code ein Faltungscode gewählt, so kann der innere Code einzelne Bitfehler korrigieren und der äußere kleinere Burstfehler. Um auch längere Burstfehler korrigieren zu können, schaltet man zwischen die beiden Coder einen Interleaver.

Es ist vorteilhaft, die Codierung in dem jeweiligen Einsatzfall in Abhängigkeit von den zu erwartenden Fehlern zu wählen.

Dementsprechend ist auch die dargestellte Reed-Solomon-Codierung lediglich beispielhaft zu verstehen und kann in jedem Einzelfall durch ein anderes Fehlerkorrekturverfahren ersetzt werden.

Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen eine Anordnung von zwei parallelen Linien neben dem Data-Matrix-Code. Diese dargestellte Ausführungsform ist aus den anhand der Abbildungen erläuterten Gründen besonders vorteilhaft.

Die Erfindung beinhaltet jedoch auch Ausführungsformen mit einer anderen Anzahl Linien. Insbesondere ist es möglich, anstelle der dargestellten beiden Linien drei oder mehr Linien einzusetzen. Der Fachmann erkennt jedoch, dass er die zuvor dargestellten Vorteile der leichtern Erkennbarkeit bereits bei zwei parallelen Linien erzielen kann.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • - ISO/IEC 16022:2000 [0089]
  • - ISO/IEC 24720:2006 [0089]


Anspruch[de]
Verfahren zum Erfassen eines auf einer Postsendung aufgebrachten maschinenlesbaren Codes, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem Bereich einer Oberfläche der Postsendung überprüft wird, ob mindestens zwei parallele Linien in dem Bereich der Oberfläche vorhanden sind und dass in wenigstens einem an eine der Linien angrenzenden Teilbereich des Bereichs der Oberfläche eine Erfassung von Modulen eines Data-Matrix-Codes unter Berücksichtigung der Erfassung der mindestens zwei parallelen Linien erfolgt. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung durch eine Aufnahmeeinrichtung erfolgt und dass die Postsendung gegenüber der Erfassungseinrichtung bewegt wird. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der beiden parallelen Linien und der Module des Data-Matrix-Codes erfolgt, während die Postsendung gegenüber der Erfassungseinrichtung bewegt wird. Vorrichtung zur Bearbeitung einer Postsendung mit einem Mittel zum Erfassen eines auf der Postsendung aufgebrachten maschinenlesbaren Codes, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Mittel zum Erfassen eines Vorhandenseins von wenigstens zwei parallelen Linien enthält und dass die Vorrichtung so ausgestattet ist, dass sie einen Erfassungsvorgang von Modulen des Data-Matrix-Codes in einem vorgebbaren Abstand von den Linien startet. Postsendung mit einem auf der Postsendung befindlichen maschinenlesbaren Code, dadurch gekennzeichnet, dass der maschinenlesbare Code einen Data-Matrix-Code mit postalischen Informationen und mindestens zwei parallele Linien aufweist. Postsendung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Data-Matrix-Code Module mit einer Modulstärke aufweist und dass wenigstens eine der Linien eine Breite in Modulstärke aufweist. Postsendung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens zwei der parallelen Linien in einem Abstand voneinander befinden, welcher der Modulstärke entspricht. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und einer ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von wenigstens einer Modulstärke befindet. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und der ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von mehr als der Modulstärke befindet. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Data-Matrix-Code und der ihm am nächsten liegenden Linie ein Abstand von zwei Modulstärken befindet. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich zusätzlich zu dem Data-Matrix-Code mit postalischen Informationen weitere Data-Matrix-Codes auf der Postsendung befinden. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die postalischen Informationen Versandinformationen beinhalten. Postsendung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die postalischen Informationen Frankierinformationen beinhalten. Verfahren zum Versehen einer Postsendung mit einem maschinenlesbaren Code, dadurch gekennzeichnet, dass postalische Informationen als ein Data-Matrix-Code auf die Postsendung aufgebracht und dass in Nähe des Data-Matrix-Codes wenigstens zwei parallele Linien auf die Postsendung gedruckt werden. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelen Linien parallel zu einer in ihrer Nähe liegenden Kantenfläche des Data-Matrix-Codes aufgebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Linien so aufgebracht werden, dass sie eine Länge aufweisen, welche im Wesentlichen einer Längenausdehnung einer ihnen benachbarten Randfläche des Data-Matrix-Codes entspricht.






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