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Dokumentenidentifikation DE10007019B4 22.01.2009
Titel Reifenfüllstation und Verfahren zur Reifenfüllung
Anmelder Schenck RoTec GmbH, 64293 Darmstadt, DE
Erfinder Ronge, Heinz, 64367 Mühltal, DE;
Rogalla, Martin, 64297 Darmstadt, DE;
Lipponer, Georg, 64673 Zwingenberg, DE
Vertreter Patentanwälte Haar & Schwarz-Haar, 61231 Bad Nauheim
DE-Anmeldedatum 16.02.2000
DE-Aktenzeichen 10007019
Offenlegungstag 23.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse B60S 5/04  (2006.01)  A,  F,  I,  20051017,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse B60C 25/132  (2006.01)  A,  L,  I,  20051017,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Reifenfüllstation, der aus einer Radfelge und einem auf die Radfelge montierten Reifen bestehende Rad/Reifenanordnungen über eine Transporteinrichtung zuführbar sind, mit einer Reifenfüllglocke, die mit einer Seitenfläche des Reifens zusammenwirkt, mit einer mit der gegenüberliegenden Seitenfläche der Rad/Reifenanordnung zusammenwirkenden Lager- und Dichteinrichtung und mit einer Einrichtung mittels der Rad/Reifenanordnung und Transporteinrichtung quer zur Transportebene relativ zueinander bewegbar sind.

Bei der Serienfertigung von Kraftfahrzeugen werden Radfelgen und Reifen von unterschiedlichen Lagerstellen mittels geeigneter Fördereinrichtungen einer Reifenmontagestraße zugeführt, bei der der Reifen auf der Radfelge montiert und danach der gewünschte Reifendruck mittels Druckluftfüllung hergestellt wird. Anschließend wird das so fertiggestellte Rad z. B. auf Laufeigenschaften oder Unwuchten geprüft und in der Regel noch ausgewuchtet. Das fertige Rad wird nun von der Reifenmontagestraße der Montagelinie für das Komplettfahrzeug zugeführt.

Eine Reifenfüllstation der eingangs genannten Art ist aus der US 4,947,919 A bekannt. Das Reifenmontier- und füllsystem nach dieser Veröffentlichung weist im wesentlichen eine Montagestation, eine Fördereinrichtung und eine Reifenfüllstation auf. In der Montagestation wird der Reifen auf die Radfelge montiert und in drucklosem Zustand über die Fördereinrichtung der Reifenfüllstation zugeführt. Die Fördereinrichtung besteht aus zwei Ketten, auf denen die Rad/Reifenanordnung mit den Reifenseitenflächen aufliegt. In der Reifenfüllstation wird die Fördereinrichtung abgesenkt, so daß die Rad/Reifenanordnung mit Seitenflächen auf einer Auflageplatte aufliegt. Oberhalb der anderen gemäß 5 oberen Seite der Rad/Reifenanordnung ist eine Reifenfüllglocke angeordnet, die zum Reifenfüllvorgang abgesenkt wird und mit ihrem Rand die Reifenseitenwand von der Felge wegdrückt, so daß ein ringförmiger Raum zwischen Reifenseitenwand und Radfelge entsteht, über den die Druckluftfüllung des Reifens erfolgt. Die Druckluft strömt von der in der Auflageplatte angeordneten Druckluftquelle über den abgedichteten Felgeninnenraum in die Füllglocke und von dort über den Ringraum ins Reifeninnere und bewegt schließlich die Reifenseitenwand unter Schließung des Ringraumes in Anlagen an die Felge. Diese bekannte Reifenfüllstation ist für Reifenmontagestraßen nicht geeignet, auf denen Räder stark unterschiedlicher Reifen- und/oder Felgengrößen montiert werden sollen, da durch den durch die Fördereinrichtung begrenzten Durchmesser der Auflageplatte bzw. durch den Durchmesser der Füllglocke Felgen- oder Reifen größerer Durchmesser nicht ohne weiteres montiert bzw. gefüllt werden können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung sowie ein Verfahren zur Reifenfüllung zu schaffen, welche für unterschiedlichste Radmodelle bzw. Radgrößen auch im Mixbetrieb in automatisierten Anlagen verwendbar sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Patentanspruch 1 angegebene Reifenfüllstation und das in Patentanspruch 11 angegebenen Verfahren gelöst.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß der Anwendungsbereich von Reifenfülleinrichtungen dadurch zu erweitern ist, daß bei dichtringlosen Fülleinrichtungen die Abmessungen der Lager- und Dichtfläche für die Rad/Reifenanordnung bzw. die Füllglockenabmessungen unabhängig von den Abmessungen der Transporteinrichtung gewählt werden können. Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Dichtfläche und die Füllglocke mehrteilig zu gestalten, so daß diese im Durchmesser unabhängig von Ausgestaltung und Abmessung der Transporteinrichtung werden. Beim dichtringlosen Reifenfüllen ergibt sich auch in Hinblick auf bekannte Paletten-Transportsysteme, bei der jeder Rad/Reifenanordnung eine eigene Transportpalette zugeordnet ist, eine gravierende Kosten- und Taktzeitersparnis.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Transporteinrichtung zwei beiderseits der Radmitte angeordnete Transportmittel zur Abstützung der Rad/Reifenanordnung aufweist und daß die Auflageplatte zumindest ein zentrales, zwischen den Transportmitteln angeordnetes Teil aufweist sowie zumindest ein Teil, das seitlich an das zentrale Teil dichtend anlegbar ist. Diese Ausgestaltung ist konstruktiv einfach und kostengünstig herstellbar.

Ein kompakte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich dadurch, daß das seitlich anlegbare Teil aus einer Stellung zwischen den Transportmitteln in die Anlagestellung bewegbar ist, da hier die Verschiebung bzw. Verschwenkung quer zur Transportrichtung von innen nach außen erfolgt.

Eine erfindungsgemäße Ausgestaltung, bei der vorzugsweise zwei weitere Teile seitlich neben den Transportmitteln angeordnet sind und quer zur Transportrichtung in die Anlagestellung bewegbar sind, hat den Vorteil, daß nur zwei Dichtfugen zwischen den Teilen der Lager- und Dichteinrichtung vorhanden sind und ein einfacher Verschiebevorgang in einer Ebene erfolgt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Reifenfüllringe konzentrisch angeordnet und gegeneinander in Achsrichtung verschiebbar sind. Eine derartige Anordnung ermöglicht eine ineinander geschachtelte Bauweise der Füllringe und damit eine kompakte Ausführung mit einem weiten Arbeitsbereich.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.

Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematisierte Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Reifenfüllstation,

2 eine weitere schematisierte Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Reifenfüllstation mit einer Rad/Reifenanordnung unterschiedlicher Größe

3 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Reifenfüllstation in schematisierter Schnittdarstellung.

Der in 1 dargestellten Reifenfüllstation wird eine Rad-/Reifenanordnung 1 über eine Transporteinrichtung 2 zugeführt und auf einer Lager- und Dichteinrichtung 3 gelagert. Der Reifenfüllvorgang erfolgt als Druckluftfüllung über die mit 4 bezeichnete Reifenfüllglocke. Der Reifenfüllstation vorgeschaltet ist eine Reifenmontierstation, in der der Reifen 1a in bekannter Weise auf die Radfelge 1b aufgebracht wird und danach als Rad/Reifenanordnung 1 in drucklosem Zustand zur Reifenfüllstation transportiert und nach dem Aufblasen von dort weitertransportiert wird. Die Stationen können als einzelne Module jeweils ein Maschinengestell aufweisen, es kann jedoch auch ein gemeinsames Maschinengestell für verschiedene Stationen vorgesehen sein.

Die Reifenfüllstation ist in der 1 und auch in der 3 jeweils als Halbschnitt in zwei verschiedenen Arbeitsphasen dargestellt. In der rechten Hälfte der Darstellung ist jeweils die Transportphase dargestellt, während in der linken Hälfte der Darstellung die Reifenfüll- bzw. Aufblasphase dargestellt ist.

Die Transporteinrichtung weist zwei in der horizontalen Transportebene verlaufende zueinander beabstandete Transportmittel 5', 5'' auf, die z. B. als Transportketten oder -riemen ausgebildet und an dem Maschinengestell 9 gelagert sind. Die Transportmittel 5', 5'' verlaufen beiderseits der Drehachse der Rad/Reifenanordnung 1, wobei diese Achse vertikal zur Transportebene verläuft. Das heißt mit anderen Worten, daß die Rad/Reifenanordnung 1 liegend transportiert und behandelt wird.

In der Transportphase liegt die Rad/Reifenanordnung 1 mit diametral gegenüberliegenden Felgenseitenflächen auf den beiden Transportmitteln 5', 5'' auf. Es kann auch vorgesehen werden, daß die Rad/Reifenanordnung 1 mit diametral gegenüberliegenden Reifenseitenflächen auf den beiden Transportmitteln 5', 5'' aufliegt. In einem Hubschrittverfahren wird die Rad/Reifenanordnung 1 in angehobenem Zustand in die Reifenfüllstation transportiert bis sie zentrisch unter der Reifenfüllglocke 4 liegt und dann durch Absenken der Transporteinrichtung 2 auf den zentralen plattenförmigen Teil 10 einer Lager- und Dichteinrichtung 3 aufgebracht. Die Transporteinrichtung 2 bzw. die beiden Transportmittel 5', 5'' werden bis zum vollständigen Eintauchen in Aufnahmeräume 11, 11'' des Maschinengestells 9 abgesenkt.

Die Lager- und Dichteinrichtung 3 ist mehrteilig aufgebaut und weist den zentralen plattenförmigen Teil 10 auf, der sich am Maschinengestell 9 abstützt und dessen Erstreckung in Transportrichtung größer ist als der Durchmesser der Auflagefläche der größten zu füllenden Rad/Reifenanordnung 1. Hierdurch ist eine stabile Lagerung der Rad/Reifenanordnung 1 auf dem zentalen Teil 10 gegeben. Die Lager- und Dichteinrichtung 3 weist zwei weitere plattenförmige Teile 10, 10'' auf, die während der Transportphase zu beiden Seite der Bewegungsbahn der Transporteinrichtung 2 angeordnet sind, wie dies aus der rechten Hälfte der 1 ersichtlich ist. Nach dem Absenken der Transporteinrichtung 2 werden diese beiden seitlichen Teile 10', 10'' in der Lagerebene quer zur Transportrichtung auf dem Maschinengestell 9 über die abgesenkten Transportmittel 5', 5'' hinweg aufeinander zu bis zur jeweiligen Anlage am zentralen Teil 10 verschoben; diese Stellung ist aus der linken Hälfte der 1 ersichtlich. Die aneinander liegenden Bereiche 10, 10, 10'' der Lager- und Dichteinrichtung 3 sind mit Dichtvorrichtungen versehen, in der dargestellten Ausführungsform in Form von einander zugeordneten Vorsprüngen und Vertiefungen. Es können jedoch auch elastische Dichtvorrichtungen wie Dichtschnüre oder dergleichen verwendet werden, die in Nuten der Teile 10, 10', 10'' angeordnet sind. Die beiden seitlichen Teile 10', 10'' sind wie das zentrale Teil 10 in der Draufsicht rechteckförmig und haben die gleiche Erstreckung längs der Transportrichtung wie das zentrale Teil 10. Es kann jedoch auch vorgesehen werden, die Lager- und Dichteinrichtung 3 in Draufsicht als Kreisfläche auszubilden; die beiden seitlichen Teile 10, 10'' sind dann in Draufsicht kreisabschnittsförmig. Die Erstreckung der Lager- und Dichteinrichtung 3 in der Lagerebene quer zur Transportrichtung ist größer als der Durchmesser der Auflagefläche der größten zu füllenden Rad/Reifenanordnung. Es liegt im Rahmen der Erfindung, auch nur ein seitliches Teil vorzusehen und das zentrale Teil 10 in der Lagerebene verschiebbar zu gestalten. Das seitliche Teil wird bis zur Anlage an das zentrale Teil 10 quer zur Transportrichtung verschoben und dann mit diesem gemeinsam weiter verschoben bis die Trennfuge mittig zwischen den Transportmitteln 5', 5'' liegt.

Nicht dargestellt ist eine Ausgestaltung, bei der anstelle seitlicher Teile 10, 10'' zentral zwischen den Transportmitteln 5', 5'' liegende Teile vorgesehen sind, die dann seitlich nach außen verschoben werden und zur Ausbildung einer ebenen Dichtfläche in die Lager- und Dichtebene bewegt werden. Auch eine Schwenkbewegung der Teile aus dem zentralen Bereich heraus liegt im Rahmen der Erfindung.

Die in 1 dargestellte Reifenfüllglocke ist mehrteilig ausgebildet und weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei axial zueinander verschiebliche Reifenfüllringe 4a, 4i unterschiedlichen Durchmessers auf, die jeweils mit ihrem Rand zur Reifenfüllung in Anlage an die Reifenseitenwand gebracht werden und diese Reifenseitenwand von der Felge 1b wegdrücken, so daß ein ringförmiger Raum 12 zwischen Reifen 1a und Radfelge 1b entsteht, über den die Druckluftfüllung des Reifens erfolgt. Die Reifenfüllglocke 4 ist dazu insgesamt, d. h. mit ihren beiden Reifenfüllringen 4a, 4i relativ zur Rad/Reifenanordnung 1 beispielsweise fluidbetätigt bewegbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Reifenfüllglocke 4 aus ihrer Stellung während der Transportphase (rechte Hälfte der Darstellung), in der die Ränder der beiden Reifenfüllringe 4a, 4i etwa auf gleicher Höhe sind, in die Reifenfüllstellung abgesenkt (linke Hälfte der Darstellung), wobei zusätzlich noch der innere Reifenfüllring 4i gegenüber dem äußeren Reifenfüllring 4a zur Rad/Reifenanordnung 1 hin verschoben ist. Hierzu ist der innere Reifenfüllring 4i mit einem Kolben 6 verbunden, der fluidbetätigt verschiebbar ist. Der äußere Reifenfüllring 4a ist mit einem konzentrisch zu ihm angeordneten Gehäuse verbunden, in dem der Kolben 6 fluidbetätigt verschiebbar ist. Über eine zentrale Bohrung 7 in diesem Kolben 6 wird die von einer Druckluftquelle, beispielsweise einem Druckluftbehälter über eine Leitung 8 herangeführte Druckluft dem Innenraum der Reifenfüllglocke 4 zugeführt, wie dies durch die Pfeile in der Darstellung angedeutet ist. Es kann jedoch die Druckluftzuführung in den Innenraum der Reifenfüllglocke 4 auch durch Druckluftzufuhr von unten durch die Dichtfläche oder seitlich an der Füllglocke erfolgen.

In der linken Hälfte der 1 ist die Reifenfüllposition dargestellt; die Rad/Reifenanordnung 1 liegt auf der aus ihren Teilflächen 10, 10', 10'' zusammengesetzten Lager- und Dichteinrichtung 3 auf, wobei die Reifenseitenwand den Innenraum abdichtend auf der zusammengesetzten Dichtfläche 10, 10', 10'' aufliegt. Der Rand des inneren Reifenfüllrings 4i hat die Reifenseitenwand abgehoben. Über die zentrale Bohrung 7 erfolgt die Druckluftfüllung, wobei der Innenraum der Reifenfüllglocke 4, der Reifeninnenraum und die Dichtfläche 10, 10', 10'' der Lager- und Dichteinrichtung 3 einen gegenüber der Umgebung abgeschlossenen Raum definieren. Im Verlauf des Füllvorgangs wird durch den Druckaufbau auch die obere Reifenseitenwand gegen die vom inneren Reifenfüllring 4i ausgeübte Kraft unter Verschiebung des inneren Reifenfüllrings 4i nach oben gegen das Felgenhorn gepreßt. Die Reifenfüllglocke 4 fährt anschließend in ihre während des Transports der Rad/Reifenanordnung 1 vorgesehene Stellung, die seitlichen Teile 10', 10'' der Lager- und Dichteinrichtung 3 werden auseinandergefahren, die Transporteinrichtung 2 angehoben und das gefüllte Rad, das auf den Transportmitteln 5, 5'' aufliegt, weiter transportiert. Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Reifenfüllstation mit der erfindungsgemäßen mehrteiligen Reifenfüllglocke als Einzelmaschine auszubilden, der die Rad/Reifenanordnungen manuell statt mittels einer Transporteinrichtung zugeführt und entnommen werden; dabei kann die mehrteilige Ausführung der Auflageplatte entfallen.

Die in 2 dargestellte Reifenfüllstation entspricht der in 1 dargestellten Reifenfüllstation. Anstelle der in 1 dargestellten Rad/Reifenanordnung 1 ist hier jedoch eine Rad/Reifenanordnung 1 mit deutlich größeren Abmessungen zur Füllung vorgesehen, beispielsweise die eines 18'' Rades anstelle einer Rad/Reifenanordnung eines 13'' Rades wie in 1. Dargestellt ist die Reifenfüllposition, in der der wegen der größeren Reifenabmessungen eingesetzte äußere Reifenfüllring 4a größeren Durchmessers die Seitenfläche des Reifens 1a' unter Bildung eines Ringspalts von der Felge 1b' weggedrückt hat. Wegen der größeren Felgenbreite H ist der innere Füllreifenfüllring 4i, der bei diesen Abmessungen zur Füllung nicht eingesetzt wird, mittels Fluidbetätigung des Kolbens 6 soweit wie erforderlich in den Innenraum des äußeren Reifenfüllrings 4a eingezogen; er liegt somit nicht an der Rad/Reifenanordnung 1' an und ermöglicht eine ungehinderte Druckluftzufuhr von der zentralen Bohrung 7 im Kolben 6 ins Reifeninnere. Aus der 2 ist ersichtlich, daß die Lager- und Dichteinrichtung 3 aus den Teilen 10, 10' und 10'' so bemessen ist, daß auch die Reifen 1a' große 18'' Räder dichtend auf der Fläche der Lager- und Dichteinrichtung 3 aufliegen.

In der 3 ist eine Ausführungsform der Erfindung in zwei Halbschnitten dargestellt, bei der die Transporteinrichtung 2 zwecks Lagerung der Rad/Reifenanordnung 1 zum Füllvorgang nicht abgesenkt wird. Mittels eines Hubkolbens 15, an dessen Ende das zentrale Teil 10 der Lager- und Dichteinrichtung 3 angeordnet ist, wird die Rad/Reifenanordnung 1 angehoben bis die beiden plattenförmigen Teile 10', 10'' der Lager- und Dichteinrichtung 3 über die Bewegungsbahnen der Transportmittel 5', 5''in Anlage an den zentralen Teil 10 wegbewegt werden können. In Aufbau und Funktionsweise entspricht die Ausführungsform nach der 3 ansonsten der Reifenfüllstation nach 1.

Bei allen dargestellten Ausgestaltungen kann in der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellter Weise das zentrale Teil der Lager- und Dichteinrichtung einen Zentrieransatz aufweisen, der mit einer Öffnung in der Radfelge zwecks zentrierter Aufnahme der Rad/Reifenanord-nung auf der Lager- und Dichteinrichtung zusammenwirkt.


Anspruch[de]
Reifenfüllstation, der aus einer Radfelge (1b, 1b') und einem auf die Radfelge (1 b, 1b') montierten Reifen (1a, 1a') bestehende Rad/Reifenanordnungen (1, 1') über eine Transporteinrichtung (2) zuführbar sind, mit einer Reifenfüllglocke (4), die mit einer Seitenfläche des Reifens (1a, 11a') zusammenwirkt, mit einer mit der gegenüberliegenden Seitenfläche der Rad/Reifenanordnung (1, 1') zusammenwirkenden Lager- und Dichteinrichtung (3) und mit einer Einrichtung mittels der Rad/Reifenanordnung (1, 1') und Transporteinrichtung (2) quer zur Transportebene relativ zueinander bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager- und Dichteinrichtung (3) als mehrteilige Auflageplatte ausgebildet ist, deren Teile zum Reifenfüllvorgang gegeneinander dichtend anlegbar sind und daß die Reifenfüllglocke (4) zumindest zwei Füllringe (4a, 4i) unterschiedlichen Durchmessers aufweist. Reifenfüllstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (2) zwei beiderseits der Radmitte angeordnete Transportmittel (5', 5'') zur Abstützung der Rad/Reifenanordnung (1, 1') aufweist und daß die Auflageplatte zumindest ein zentrales, zwischen den Transportmitteln (5', 5'') angeordnetes Teil (10) aufweist sowie zumindest ein Teil, das seitlich an das zentrale Teil (10) dichtend anlegbar ist. Reifenfüllstation nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das seitlich anlegbare Teil aus einer Stellung zwischen den Transportmitteln (5', 5'') in die Anlagestellung bewegbar ist. Reifenfüllstation nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise zwei weitere Teile (10', 10'') seitlich neben den Transportmitteln (5', 5'') angeordnet sind und quer zur Transportrichtung in die Anlagestellung bewegbar sind. Reifenfüllstation nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (2) gegenüber dem zentralen Teil (10) der Auflageplatte und der Rad/Reifenanordnung (1, 1') verschiebbar ist. Reifenfüllstation nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Teil (10) der Auflageplatte zusammen mit der Rad/Reifenanordnung (1, 1') gegenüber der Transporteinrichtung (2) verschiebbar ist. Reifenfüllstation nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen der Auflageplatte Dichtvorrichtungen wie Dichtlippen aufweisen. Reifenfüllstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllringe (4a, 4i) konzentrisch angeordnet und gegeneinander in Achs-richtung verschiebbar sind. Reifenfüllstation nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse der Rad/Reifenanordnung (1, 1') vertikal liegt. Reifenfüllstation nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Reifenfüllstation Teil eines Reifenmontagesystems und/oder einer Räderauswuchtanlage mit die Transporteinrichtung portalartig umgebenden Meß- und/oder Bearbeitungsstationen ist. Verfahren zur Reifenfüllung eines auf einer Radfelge (1b, 1b') montierten Reifens (1a, 1a') in einer Reifenfüllstation, bei dem die Rad/Reifenanordnung (1, 1') von einer Transporteinrichtung (2) in die Reifenfüllstation transportiert und dort gelagert wird, nach Lagerung der Rad/Reifeneinheit (1, 1') die Transporteinrichtung (2) und die Rad/Reifenanordnung (1, 1') senkrecht zur Transportebene voneinander wegbewegt werden, nach der Wegbewegung mehrere Dichtflächen zu einer Dichtfläche zusammengefügt werden, eine Seitenfläche der Rad/Reifenanordnung (1, 1') an der Dichtfläche abgedichtet wird, mittels einer mehrere Füllringe (4a, 4i) aufweisenden Reifenfüllglocke (4) an der anderen Seitenfläche ein ringförmiger Zugang zwischen Reifen (1a, 1a') und Radfelge (1b, 1b') zur Füllung des Reifens (1a, 1a') mit Druckluft hergestellt wird, wobei ein Füllring der Füllglocke (4) entsprechend dem Reifendurchmesser zum Einsatz ausgewählt wird, die Druckluftfüllung erfolgt, nach erfolgter Reifenfüllung die Dichtflächen getrennt und Transporteinrichtung (2) und Rad/Reifenanordnung (1, 1') zum Weitertransport wieder in Kontakt gebracht werden und die Rad/Reifenanordnung (1, 1') danach von der Transporteinrichtung (2) aufgenommen und weitertransportiert wird. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Wegbewegung die Transporteinrichtung (2) abgesenkt wird und Dichtflächen über die ursprüngliche Bewegungsbahn der Transporteinrichtung (2) hinweg bis zur dichtenden Anlage verschoben werden. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Wegbewegung die Rad/Reifenanordnung (1, 1') über die Bewegungsbahn der Transporteinrichtung (2) angehoben wird und in dieser Höhe angeordnete Dichtflächen bis zur dichtenden Anlage verschoben werden.






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