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Dokumentenidentifikation DE102004012225B4 22.01.2009
Titel Hubsimulator
Anmelder Advics Co., Ltd., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Matsuhashi, Takaaki, Kariya, Aichi, JP
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Anmeldedatum 12.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012225
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse B60T 13/12  (2006.01)  A,  F,  I,  20051017,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse B60T 13/66  (2006.01)  A,  L,  I,  20051017,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Hubsimulator, der einen Hub eines Bremspedals so erzeugt, dass die Größe des Hubs einer Betätigungskraft des Bremspedals entspricht.

Ein aus der DE 102 14 145 A1, die der JP 2002-293 229 A entspricht, bekannter Hubsimulator 40, wie aus 5 ersichtlich ist, ist mit einem Kolben 42 und einem Zurückhalter 44a bereitgestellt, die sich als Ergebnis eines Hydraulikfluiddrucks bewegen, der einer Betätigungskraft eines Bremspedals entspricht; einem Stopper 45, der einen maximalen Bewegungsbereich des Zurückhalters 44a begrenzt, wenn ein Ansteigen des Hydraulikfluiddrucks auftritt; und einer ersten Feder 46 und einer zweiten Feder 47, die den Kolben 42 und den Zurückhalter 44a in eine Richtung zwingen, die dem Hydraulikfluiddruck entgegensteht. Die erste Feder 46 ist zwischen dem Kolben 42 und dem Zurückhalter 44a vorgesehen, und die zweite Feder 47 ist zwischen dem Zurückhalter 44a und dem Stopper 45 vorgesehen.

Außerdem bewegt sich der Kolben 42 mit dem Anwachsen des Hydraulikfluiddrucks zu einer Seite des Zurückhalters 44a, während er die erste Feder 46 zusammendrückt. Dann bewegen sich der Kolben 42 und der Zurückhalter 44a auf einstückige Weise auf eine Seite des Stoppers 45, während sie die zweite Feder 47 zusammendrücken. Wegen der Federreaktionskraft zu dieser Zeit wird ein vorbestimmtes Bremsbetätigungsgefühl an den Fahrer weitergegeben.

Darüber hinaus ist ein aus Gummi hergestellter, schockaufnehmender, elastischer Körper 90a an dem Zurückhalter 44a angebracht. Direkt bevor die erste Feder 46 vollständig zusammengedrückt ist, und direkt bevor die zweite Feder 47 vollständig zusammengedrückt ist, wird der Schock aufnehmende, elastische Körper 90a zusammengedrückt, um so gleichmäßig die allgemeine Federcharakteristik wie eine Kurve zweiter Ordnung zu ändern. Dementsprechend wird ein gewünschtes Bremsbetätigungsgefühl an den Fahrer weitergegeben.

Jedoch ist die grundlegende Simulatorcharakteristik, nämlich die Beziehung der Betätigungskraft des Bremspedals (im Folgenden als „Pedalbetätigungskraft" bezeichnet) und einem Hub des Bremspedals (im Folgenden als „Pedalhub" bezeichnet) durch entsprechende Federkonstanten der ersten Feder 46 und der zweiten Feder 47, und einem ersten Hub S1 und einem zweiten Hub S2 bestimmt, wie aus 5 ersichtlich ist. Es sollte angemerkt werden, dass der erste Hub S1 einem Abstand einer Bewegungsrichtung zwischen dem Kolben 42 und dem Zurückhalter 44a entspricht, wenn der Hydraulikfluiddruck gleich Null ist, und der zweite Hub S2 einem Abstand in der Bewegungsrichtung zwischen dem Zurückhalter 44a und dem Stopper 45 entspricht, wenn der Hydraulikfluiddruck gleich Null ist.

Es ist anzumerken, dass die Simulatorcharakteristik zwischen verschiedenen Fahrzeugbauarten variiert. Um die verlangte Charakteristik zu erhalten, gibt es Möglichkeiten, den ersten Hub S1, den zweiten Hub S2 und der Gesamthub (der S1 + S2 entspricht) zu ändern.

Mit dem oben beschriebenen, bekannten Hubsimulator 40, ist es notwendig, Abmessungsänderungen bei dem Kolben 42 oder dem Zurückhalter 44a durchzuführen, wenn der erste Hub 51 geändert wird. Bei dem Fall, dass der zweite Hub S2 geändert wird, ist es notwendig Abmessungsänderungen bei dem Zurückhalter 44a oder dem Stopper 45 durchzuführen.

Bei dem Fall, dass der Gesamthub gleich bleibt, ist es möglich, die verlangte Charakteristik nur durch das Ändern von Abmessungen des Zurückhalters 44a zu erreichen. Darüber hinaus ist es möglich, falls eine Dicke eines Basisabschnitts des Zurückhalters 44a eingestellt werden kann wie gewählt, gleichzeitig die Hübe S1 und S2 durch das einfache

Ändern der Dicke des Basisabschnitts des Zurückhalters 44a zu ändern. Jedoch wird der Zurückhalter 44a, der eine tassenartige Form aufweist, üblicherweise mittels Pressformen ausgebildet. Auf diese Weise ist eine wesentliche Änderung der Dicke des Basisabschnitts des Zurückhalters 44a unmöglich. Dementsprechend ist es bei dem Fall, bei dem beide Hübe S1 und S2 und der Gesamthub geändert werden, notwendig, Abmessungsänderungen bei beiden Teilen durchzuführen.

Es sollte angemerkt werden, dass der aus Gummi hergestellte, schockaufnehmende elastische Körper 90a so bereitgestellt ist, dass die gesamte Federcharakteristik gleichmäßig wie eine Kurve zweiter Ordnung geändert wird. Im Wesentlichen hat der schockaufnehmende, elastische Körper 90a keinen Einfluss auf das Einstellen der Hübe S1 und S2.

Aus der nächstkommenden DE 198 36 139 A1 ist ein Hubsimulator bekannt, der einen Hub eines Bremspedals erzeugt, wobei eine Größe des Hubs entsprechend einer Betätigungskraft des Bremspedals ist, aufweisend:

ein Gehäuse, einen ersten Kolben, der in einer fluiddichten Weise beweglich innerhalb des Gehäuses vorgesehen ist; eine Hydraulikdruckkammer, die an einer Endseite des ersten Kolbens ausgebildet ist, und zu der Hydraulikdruck entsprechend der Betätigungskraft des Bremspedals zugeliefert wird; einen zweiten Kolben, der an der anderen Endseite des ersten Kolbens vorgesehen ist, und der sich zusammen mit dem ersten Kolben bewegen kann; einen Stopper, der einen Bewegungsbereich des zweiten Kolbens in einer Richtung begrenzt, die eine Kapazität der Hydraulikdruckkammer erhöht; eine erste Feder, die zwischen dem ersten Kolben und dem zweiten Kolben vorgesehen ist; eine zweite Feder, die den zweiten Kolben in eine die Kapazität der Hydraulikdruckkammer verringernde Richtung drängt; wobei der zweite Kolben einen ersten Abschnitt aufweist, der über eine zwischengeschaltete Hülse in Anlage mit dem ersten Kolben sein kann, und einen zweiten, vorspringenden Abschnitt aufweist, der zu dem Stopper vorspringt, und der in Anlage mit dem Stopper sein kann; wobei der zweite Kolben aus einem Werkstoff mit sehr geringen elastischen Eigenschaften ausgebildet ist; und wobei sich der erste Kolben und der zweite Kolben gemeinsam bewegen, wenn der erste Kolben über die Hülse in Anlage mit dem zweiten Kolben ist; und wobei die Bewegung des zweiten Kolbens endet, wenn dessen vorspringender Abschnitt in Anlage mit dem Stopper ist; wobei wenn der Hydraulikdruck in der Hydraulikdruckkammer null ist, der Abstand in Bewegungsrichtung zwischen der Hülse und dem zweiten Kolben als erster Hub bezeichnet wird, der Abstand zwischen dem zweiten Kolben und dem Stopper als zweiter Hub bezeichnet wird, und eine Summe des ersten Hubs und des zweiten Hubs als Gesamthub bezeichnet wird, und wobei der erste Hub, der zweite Hub und der Gesamthub durch das Anpassen einer Höhe des vorspringenden Abschnitts des zweiten Kolbens und der Hülse zwischen erstem und zweitem Kolben geändert werden können.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Hubsimulator bereitzustellen, bei dem es möglich ist, durch das Durchführen von Abmessungsänderungen bei nur einem Teil des Hubsimulators sowohl einen Hub S1 als auch einen Hub S2 als auch einen Gesamthub zu ändern.

Diese Aufgabe wird durch einen Hubsimulator mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung kann ein erster Hub, der einem Abstand in der Bewegungsrichtung zwischen einem ersten Kolben (42) und einem zweiten Kolben (44) entspricht, wenn der Hydraulikdruck Null ist, durch das Ändern einer Höhe eines ersten vorspringenden Teils (444) geändert werden, das aus einem Werkstoff mit geringen elastischen Eigenschaften, im Folgenden „nicht elastisch" genannt, ausgebildet ist. Außerdem kann ein zweiter Hub, der einem Abstand in der Bewegungsrichtung zwischen dem zweiten Kolben und einem Stopper (45) entspricht, wenn der Hydraulikdruck Null ist, durch das Ändern einer Höhe eines zweiten vorspringenden Teils (445) geändert werden, das aus einem nicht elastischen Werkstoff ausgebildet ist.

Zusätzlich können der erste vorspringende Abschnitt und der zweite vorspringende Abschnitt eine vorspringende Form aufweisen. Dementsprechend ist es möglich, die entsprechenden Höhen der vorspringenden Abschnitte unter Einsatz eines Schneidevorgangs zu ändern. Auf diese Weise ist es in dem Fall, dass beide Hübe und der Gesamthub zu ändern sind, möglich, die Änderungsnotwendigkeit durch das einfache Ändern der Abmessungen des zweiten Kolbens zu behandeln.

Zusätzlich weist gemäß einem zweiten Gesichtspunkt der Erfindung der Stopper einen Führungsabschnitt (455) auf, der einen Bewegungsbereich des zweiten Kolbens in einer Richtung reguliert, die rechtwinklig zu einer Bewegungsrichtung des zweiten Kolbens ist. Gemäß dem Stand der Technik wird der zweite Kolben geneigt, wenn das Bewegungsausmaß des zweiten Kolbens in der Richtung rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung des zweiten Kolbens übermäßig wird. Dementsprechend wird die Simulatorcharakteristik instabil. Jedoch ist es gemäß dem zweiten Gesichtspunkt der Erfindung möglich, zu verhindern, dass dieses Problem auftritt.

Gemäß einem dritten Gesichtspunkt der Erfindung wird der Zusammenbau einer ersten Feder (46) mit einem ersten Passabschnitt (423) durch Presspassen durchgeführt. Dementsprechend ist möglich, den ersten Kolben und die erste Feder in einem Gehäuse (41) gleichzeitig zusammenzupassen, während der erste Kolben und die erste Feder sich in einem einstückigen Zustand befinden. Andererseits wird der Zusammenbau der ersten Feder mit einem zweiten Passabschnitt (444) ohne Verwendung der Presspassung durchgeführt. Auf diese Weise ist es möglich, den zweiten Passabschnitt bis zu einer Position in die erste Feder einzufügen, bei der ein anderes Ende der ersten Feder mit einer Federaufnahmefläche des zweiten Kolbens in Anlage ist, wenn der zweite Kolben folgend auf das Einpassen des ersten Kolbens und der ersten Feder in das Gehäuse eingepasst wird.

Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung verstanden werden, die mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen gemacht ist. In den Zeichnungen:

1 zeigt eine Anordnung eines Bremsgeräts, das einen Hubsimulator gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung aufnimmt;

2 ist eine Querschnittsansicht des Hubsimulators aus 1;

3 ist ein Diagramm der Simulatorcharakteristik und zeigt ein Verhältnis einer Pedalbetätigungskraft und eines Pedalhubs;

4 ist eine Querschnittsansicht des Hubsimulators gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

5 ist eine Querschnittsansicht eines bekannten Hubsimulators gemäß dem Stand der Technik.

Die vorliegende Erfindung wird außerdem mit Bezug auf die verschiedenen Ausführungsformen in den Zeichnungen beschrieben.

(Erste Ausführungsform)

1 zeigt ein Bremsgerät, das einen Hubsimulator 40 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung aufnimmt. 1 zeigt einen Hydraulikkreislauf des Bremsgeräts und Verbindungen zu jedem von vier Rädern, nämlich einem linken Vorderrad FL, einem rechten Vorderrad FR, einem linken Hinterrad RL und einem rechten Hinterrad RR. Da jedoch die gleiche Anordnung und der gleiche Betrieb für jeden Abschnitt des Hydraulikkreislaufs eingesetzt wird, der die Bremshydrauliksteuerung für die entsprechenden Räder FL, FR, RL und RR durchführt, wird die hier gezeigte Erklärung nur auf das linke Vorderrad FL konzentriert. Dementsprechend wird eine Erklärung der Anordnung und des Betriebs der anderen Räder FR, RL und RR ausgelassen.

1 zeigt ein Bremspedal 10, das durch einen Insassen niedergedrückt wird, um eine Bremskraft auf das Fahrzeug anzuwenden. Ein Hubsensor 20 erfasst einen Hub des Bremspedals 10 (im Folgenden als „Pedalhub" bezeichnet), und erzeugt ein elektrisches Signal gemäß dem Pedalhub.

Ein Hauptzylinder 30 erzeugt einen Bremshydraulikdruck als Ergebnis des Niederdrückens des Bremspedals 10. Dieser Bremshydraulikdruck wird über eine Hydraulikleitung A auf den Hubsimulator 40 übertragen, der im Folgenden beschrieben wird, und über eine Hydraulikleitung B auf einen Radzylinder 40 des linken Vorderrads FL übertragen.

Ein erstes Absperrventil 80, das die Hydraulikleitung A öffnet und schließt, ist in dieser vorgesehen. Es ist anzumerken, dass das erste Absperrventil 80 ein normal geschlossenes Solenoidventil ist.

Ein zweites Absperrventil 61, das ein normalerweise offenes Solenoidventil ist, ist in der Hydraulikleitung B so vorgesehen, dass das zweite Absperrventil 61 die Hydraulikleitung B öffnet und schließt. Im Folgenden wird ein Abschnitt der Hydraulikleitung B zwischen dem zweiten Absperrventil 61 und dem Hauptzylinder 30 als "M/C-seitige Hydraulikleitung B1" bezeichnet, und ein Abschnitt der Hydraulikleitung B zwischen einem zweiten Absperrventil 61 und dem Radzylinder 50 wird als eine "W/C-seitige Hydraulikleitung B2" bezeichnet.

Ein erster Drucksensor 62, der einen Bremshydraulikdruck innerhalb der M/C-seitigen Hydraulikleitung B1 erfasst, ist in dieser vorgesehen. Dieser erste Drucksensor 62 erzeugt ein elektrisches Signal gemäß dem Bremshydraulikdruck. Zusätzlich ist ein zweiter Drucksensor 63 darin vorgesehen, der den Bremshydraulikdruck innerhalb der W/C-seitigen Hydraulikleitung B2 erfasst. Dieser zweite Drucksensor 63 erzeugt ein elektrisches Signal gemäß dem Bremshydraulikdruck.

Eine Hydraulikleitung C ist mit der W/C-seitigen Hydraulikleitung B2 verbunden. Eine Pumpe 71, ein Akkumulator 72, ein Entlastungsventil 73 und ein dritter Drucksensor 74, der einen Bremshydraulikdruck der Hydraulikleitung C erfasst, sind in der Hydraulikleitung C als Hydraulikdruckquelle 70 bereitgestellt, die einen Bremshydraulikdruck erzeugt. Der dritte Drucksensor 74 erzeugt ein elektrisches Signal gemäß dem Bremshydraulikdruck.

Die Hydraulikdruckquelle 70 nimmt unter Verwendung der durch einen elektrischen Motor angetriebenen Pumpe 71 Bremshydraulikfluid von einem nicht gezeigten Speicher des Hauptzylinders 30 auf. Das Bremshydraulikfluid, das unter einem hohen Druck zu der Hydraulikdruckquelle 70 abgegeben wird ist in dem Akkumulator 72 gespeichert. Der dritte Drucksensor 74 erfasst den Druck des Bremshydraulikfluids und reguliert ihn auf einen eingestellten Druck.

Ein Abschnitt der Hydraulikleitung C von dem dritten Drucksensor 74 zu einem Abschnitt, der mit der W/C-seitigen Hydraulikleitung B2 verbunden ist, wird im Folgendem als "Druckerhöhungshydraulikleitung C1" bezeichnet. Ein Druckerhöhungsventil 81, das dei Druckerhöhungshydraulikleitung C1 öffnet und schließt, ist innerhalb der Druckerhöhungshydraulikleitung C1 vorgesehen. Wenn das Druckerhöhungsventil 81 öffnet, wird ein Hochdruckbremshydraulikfluid von der Hydraulikdruckquelle 70 zu dem Radzylinder 50 zugeführt, wobei der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 erhöht wird. Es ist anzumerken, dass das Druckerhöhungsventil 81 ein normalerweise geschlossenes Solenoidventil ist.

Ein Abschnitt der Hydraulikleitung C des mit der W/C-seitigen Hydraulikleitung B2 zu einer Einlassseite der Hydraulikfluidquelle 70 verbundenen Abschnitts wird im Folgenden als "Druckverringerungshydraulikleitung C2" bezeichnet. Ein Druckverringerungsventil 82, das die Druckverringerungshydraulikleitung C2 öffnet und schließt, ist innerhalb der Druckverringerungshydraulikleitung C2 vorgesehen. Wenn das Druckverringerungsventil 82 öffnet, wird der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 wegen der Rückkehr des Bremshydraulikfluids innerhalb des Radzylinders 50 zu der Einlassseite der Hydraulikdruckquelle 70 oder dem Speicher des Hauptzylinders 30 verringert. Es ist anzumerken, dass das Druckverringerungsventil 82 ein normalerweise geschlossenes Solenoidventil ist.

Als nächstes wird ein Hubsimulator 40 mit Bezug auf 2 beschrieben. Es sollte angemerkt werden, dass 2 einen Zustand zeigt bei dem ein Hydraulikfluiddruck einer im Folgenden beschriebenen Hydraulikdruckkammer 43 gleich Null ist (bzw. er entspricht dem Umgebungsdruck).

Der Hubsimulator 40 ist ein Gerät, um den Pedalhub so zu erzeugen, dass eine Größe des Pedalhubs einer Betätigungskraft des Bremspedals 10 entspricht. Zusätzlich sind zwei zylindrische Löcher 411 und 412 an einem Gehäuse 41 des Hubsimulators 40 ausgebildet. Diese beiden Löcher 411 und 412 sind so ausgebildet, dass sie koaxial ausgerichtet liegen.

Ein erster Kolben 42, der allgemein säulenförmig und der aus einem nicht elastischen Werkstoff wie zum Beispiel S45C Stahl ausgebildet ist, ist gleitbar in dem ersten Loch 411 bereitgestellt. Es ist anzumerken, dass eine elastische Verformung des nicht elastischen Werkstoffs wie sie in dieser Beschreibung beschrieben ist, wesentlich kleiner ist als die von Gummi. Dementsprechend kann der nicht elastische Werkstoff, wie zum Beispiel Metall, steifes Kunstharz oder Ähnliches aus einer praktischen Perspektive als Äquivalent zu einem steifen Körper betrachtet werden.

Eine Dichtung 421, die innerhalb einer inneren Randoberfläche des ersten Lochs 411 und einer äußeren Randoberfläche des ersten Kolbens 42 abdichtet, ist für den ersten Kolben 42 bereitgestellt. Diese Dichtung 421 ist aus zum Beispiel Ethylenpropylendienmonomer-(EPDM)Gummi ausgebildet.

Die Hydraulikdruckkammer 43 ist zwischen einem Basisabschnitt des ersten Kolbens 42 und einer Endoberfläche des ersten Kolbens 42 ausgebildet. Die Anordnung ist so, dass Bremshydraulikdruck von dem Hauptzylinder 30 über die Hydraulikleitung A zu der Hydraulikdruckkammer 43 übertragen wird.

Ein zylindrischer, zweiter Kolben 44, mit einem Flanschabschnitt 441, der im Folgenden beschrieben wird, ist in dem zweiten Loch 412 so vorgesehen, dass der Kolben 44 der anderen Endoberfläche des ersten Kolbens 42 gegenüberliegt. Wenn sich der erste Kolben 42 zusammen mit dem Anwachsen des Bremshydraulikdrucks in einer Richtung X bewegt, die die Kapazität der Hydraulikdruckkammer 43 erhöht (im Folgenden als „Kapazitätserhöhungsrichtung X" bezeichnet), bewegt sich der zweite Kolben 44 einstückig mit dem ersten Kolben 42 von einem Zeitpunkt, bei dem der erste Kolben 42 mit dem zweiten Kolben 44 in Anlage ist.

Der zweite Kolben 44 ist aus einem nicht elastischen Werkstoff hergestellt. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn der Werkstoff des zweiten Kolbens zum Beispiel ein Metall S15C Stahl oder ein hartes Kunstharz wie zum Beispiel Polyacetal (POM), Polybuthylenterephtalat (PBT) oder Polyphenylensulfid (PPS) ist. Zusätzlich ist es außerdem bevorzugt, wenn diese harten Kunstharze ein Verstärkungsmittel wie zum Beispiel Glasfasern enthalten. In diesem Fall ist es wünschenswert, wenn der Inhalt des Verstärkungsmittels ungefähr 30% beträgt.

Ein allgemein zylindrischer Stopper 45, der aus einem nicht elastischen Werkstoff wie Aluminium ausgebildet ist, ist in einem Öffnungsabschnitt des zweiten Lochs 412 so vorgesehen, dass er der anderen Endoberfläche des zweiten Kolbens 44 gegenüber liegt. Dieser Stopper 45 reguliert einen Bewegungsbereich des zweiten Kolbens 44 in der Kapazitätserhöhungsrichtung X. Ein O-Ring 451, der zum Beispiel aus Ethylenpropylendienmonomer-(EPDM)Gummi ausgebildet ist, ist an einem äußeren Randabschnitt des Stoppers 45 vorgesehen. Ein Zurückhaltering 452, der das Herausrutschen des Stoppers 45 stoppt, ist an einem Endabschnitt des Stoppers 45 bereitgestellt. Das zweite Loch 412 ist über ein Durchloch 413 zu der Umgebung offen, und ein wasserdichtes Rohr 414, das den Eintritt von Wasser in das zweite Loch 412 blockiert, ist an diesem Durchloch 413 angepasst.

Eine erste Feder 46, die den ersten Kolben 42 in eine die Kapazität der Hydraulikdruckkammer 43 verringernde Richtung Y (im Folgenden als "Kapazitätsverringerungsrichtung Y" bezeichnet) zwingt, ist zwischen dem ersten Kolben 42 und dem zweiten Kolben 44 vorgesehen. Die erste Feder 46 ist zum Beispiel eine zylindrische, spiralige Kompressionsfeder, die aus einem Federstahl hergestellt ist.

Eine zweite Feder 47, die den zweiten Kolben 44 in die Kapazitätsverringerungsrichtung Y zwingt, ist zwischen dem zweiten Kolben 44 und dem Stopper 45 vorgesehen. Diese zweite Feder 47 ist zum Beispiel eine zylindrische, spiralige Kompressionsfeder, die aus einem Federstahl hergestellt ist. Außerdem weist die zweite Feder 47 eine Federkonstante auf, die unterschiedlich zu der der ersten Feder 46 ist. Insbesondere ist die Federkonstante der zweiten Feder 47 eingestellt, größer zu sein als die Federkonstante der ersten Feder 46 (zum Beispiel ungefähr 10 mal so groß).

Die Endoberfläche des ersten Kolbens 42, die dem zweiten Kolben 44 gegenüberliegt, ist mit einer Federaufnahmeoberfläche 422 bereitgestellt, die ein Ende der ersten Feder 46 stützt; und mit einem zylindrischen, ersten Passabschnitt 423, der einen Bewegungsbereich der ersten Feder 46 in der radialen Richtung reguliert und auf dessen Ende die erste Feder 46 gepasst ist. Die äußere Durchmesserabmessung des ersten Passabschnitts 423 ist eingestellt größer zu sein, als der innere Durchmesserabschnitt der ersten Feder 46, wenn die erste Feder 46 sich in einem nicht-zusammengedrückten Zustand befindet. Dementsprechend ist die erste Feder 46 mittels Presspassung an dem ersten Passabschnitt 423 angebaut.

Der zweite Kolben 44 weist den Flanschabschnitt 441 auf, der scheibenförmig ist. Dieser Flanschabschnitt 441 ist an einem axialen Mittelabschnitt des zweiten Kolbens 44 positioniert.

Eine Federaufnahmefläche 442 ist an einer Seite des Flanschabschnittes 441 bereit gestellt und stützt das andere Ende der ersten Feder 46. Eine Federaufnahmefläche 443 an der anderen Seite des Flanschabschnitts 441 stützt ein Ende der zweiten Feder 47.

Der zweite Kolben 44 weist einen zylindrischen, ersten vorspringenden Abschnitt 444 auf, der von dem Flanschabschnitt 441 zu einer Seite des ersten Kolbens 42 vorspringt und der mit einer Spitzenfläche des Passabschnitts 423 des ersten Kolbens 42 in Anlage sein kann; und einen zylindrischen, zweiten vorspringenden Abschnitt 445, der von dem Flanschabschnitt 441 zu einer Seite des Stoppers 45 vorspringt und der mit einer Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 (später im Detail beschrieben) des Stoppers 45 vorspringt.

Es ist anzumerken, dass bei einem Zustand, bei dem der Hydraulikfluiddruck Null ist, ein Bewegungsrichtungsabstand S1 zwischen der Spitzenfläche des Passabschnitts 423 des ersten Kolbens 42 und einer Spitzenfläche des ersten vorspringenden Abschnitts 444 des zweiten Kolbens 44 einem ersten Hub S1 entspricht. Zusätzlich entspricht bei einem Zustand, bei dem der Hydraulikfluiddruck Null ist, ein Bewegungsrichtungsabstand S2 zwischen einer Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 44 und der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 des Stoppers 45 einem zweiten Hub S2.

Der erste vorspringende Abschnitt 444 des zweiten Kolbens 44, an dem das andere Ende der ersten Feder 46 angepasst ist, reguliert einen Bewegungsbereich der ersten Feder 46 in der radialen Richtung. Der erste vorspringende Abschnitt 444 entspricht einem zweiten Passabschnitt gemäß der Erfindung. Die äußere Durchmesserabmessung des ersten vorspringenden Abschnitts 444 ist eingestellt, kleiner zu sein als die innere Durchmesserabmessung der ersten Feder 46, wenn die erste Feder 46 sich in einem nicht zusammengedrückten Zustand befindet. Dementsprechend wird der Zusammenbau der ersten Feder 46 mit dem ersten vorspringenden Abschnitt 444 ohne Verwendung von einer Presspassung durchgeführt.

Eine Endoberfläche des Stoppers 45, die dem zweiten Kolben 44 gegenüberliegt, ist so ausgebildet, um aufzuweisen: eine Federaufnahmefläche 453, die das andere Ende der zweiten Feder 47 stützt; die Bewegungsbereichregulierungsfläche 454, die mit dem spitzen Ende des zweiten vorspringen Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 444 in Anlage sein kann; und einen zylindrischen Führungsabschnitt 455, der zu einer Seite des zweiten Kolbens 44 von der Federaufnahmefläche 453 und der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 vorspringt. Der zweite vorspringe Abschnitt 445 des zweiten Kolbens 44 ist auf eine gleitbare Weise innerhalb eines inneren Randabschnitts des Führungsabschnitts 455 eingefügt. Dementsprechend reguliert der Führungsabschnitt 455 einen Bewegungsbereich des zweiten Kolbens 44 in einer Richtung, die mit Bezug auf die Bewegungsrichtung des zweiten Kolbens 44 rechtwinklig ist.

Als nächstes wird eine Erklärung bezüglich des Verfahrens zum Zusammenbau des Hubsimulators 40 gegeben. Zuerst wird die Feder 46 an den ersten Passabschnitt 423 des ersten Kolbens 43 so pressgepasst, dass der erste Kolben 42 und die erste Feder 46 einstückig ausgebildet sind. Der erste Kolben 42 und die erste Feder 46 in diesem einstückigen Zustand werden dann in das erste Loch 411 des Gehäuses 41 eingepasst. Als nächstes wird der zweite Kolben 44, die zweite Feder 47 und der Stopper 45 in das zweite Loch 412 des Stoppers 45 eingefügt und dann wird der Zurückhaltering 452 eingepasst.

Während des Zusammenbaus werden die erste Feder 46 und der erste Passabschnitt 423 durch Presspassung zusammengebaut. Auf diese Weise ist es möglich, gleichzeitig den ersten Kolben 42 und die erste Feder 46 in das Gehäuse 41 einzupassen, während der erste Kolben 42 und die erste Feder 46 sich in dem einstückigen Zustand befinden. Andererseits wird der Zusammenbau der ersten Feder 46 und des ersten vorspringenden Abschnitts 444 von dem zweiten Kolben 44 durchgeführt, ohne eine Presspassung zu verwenden. Dementsprechend ist es möglich, wenn der zweite Kolben 44 eingepasst wird, nachdem der erste Kolben 42 und die erste Feder 46 in das Gehäuse 41 eingepasst wurden, den ersten vorspringenden Abschnitt 444 in die erste Feder 46 so weit einzufügen, wie eine Position, bei der das andere Ende der ersten Feder 46 mit der Federaufnahmefläche 442 des zweiten Kolbens 44 in Anlage ist.

Als nächstes wird eine Erklärung betreffend den Betrieb des Bremsgeräts mit der oben beschriebenen Anordnung gegeben.

Zuerst wird der Betrieb von Teilen, mit Ausnahme des Hubsimulators 40 mit Bezug auf 1 erklärt. Wenn das Bremspedal zu einem Zeitpunkt niedergedrückt wird, bei dem es keine Abnormalität bei dem Bremsgerät gibt, erfasst der Hubsensor 20, dass das Bremspedal 10 niedergedrückt wurde, und das zweite Absperrventil 61 wird geschlossen, um so die Hydraulikleitung B zu schließen.

Dann wird ein Sollwert für den anzuwendenden Bremshydraulikdruck auf den Radzylinder 50, ausgehend von dem Signal des Hubsensors 20 und des ersten Drucksensors 62 berechnet. Die Steuerung wird dann so durchgeführt, dass der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 gleich dem Sollwert wird, wobei sowohl die Pumpe 71 als auch das Druckerhöhungsventil 81 angetrieben werden und das Druckverringerungsventil 82 betätigt wird. Genauer wird die Steuerung des Bremshydraulikdrucks des Radzylinders 50 so ausgeführt, dass: der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 durch das Öffnen des Druckerhöhungsventils 81 erhöht wird; der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 durch das Öffnen des Druckverringerungsventils 82 verringert wird; und der Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 durch das Schließen von sowohl dem Druckerhöhungsventil 81 als auch dem Druckverringerungsventil 82 beibehalten wird.

Es sollte angemerkt werden, dass bei dem Fall, bei dem ein Blockieren des Fahrzeugrad während des Bremsens wahrscheinlich auftreten kann, ein sogenanntes Antiblockierbremsen durchgeführt wird. Es wird nämlich die Steuerung des Bremshydraulikdrucks des Radzylinders 50 so durchgeführt, dass zuerst das Druckverringerungsventil 82 geöffnet wird, um den Bremshydraulikdruck des Radzylinders 50 zu verringern, wobei die Fahrzeugradblockierung, die wahrscheinlich auftreten kann, vermieden wird. Darauffolgend wird die Steuerung der Betätigung des Druckerhöhungsventils 81 und des Druckverringerungsventils 82 so durchgeführt, dass eine Rutschrate der Fahrzeugräder FL, FR, RL und RR sich innerhalb eines vorbestimmten Bereichs befindet.

Wenn das Niederdrücken des Bremspedals 10 aufgehoben wird, erfasst der Hubsensor 20, dass das Niederdrücken des Bremspedals 10 aufgehoben wurde, und das zweite Absperrventil 61 wird geöffnet, um so die Hydraulikleitung B zu öffnen.

Als nächstes wird der Betrieb des Hubsimulators 40 mit Bezug auf die 2 und 3 erklärt.

Es ist anzumerken, dass 3 ein Simulatorcharakteristikdiagramm ist, das ein Verhältnis der Pedalbetätigungskraft und des Pedalhubs zeigt.

Wenn das Bremspedal 10 zu einem Zeitpunkt niedergedrückt wird, bei dem es keine Abnormalität in dem Bremsgerät gibt, erfasst der Hubsensor 20 zuerst, dass das Bremspedal 10 niedergedrückt wurde, und das erste Absperrventil 80 des Hubsimulators 40 wird geöffnet, um so die Hydraulikleitung A zu öffnen. Auf diese Weise wird der Bremshydraulikdruck von dem Hauptzylinder 30 über die Hydraulikleitung A auf die Hydraulikdruckkammer 43 übertragen.

Der zu der Hydraulikdruckkammer 43 übertragene Hydraulikdruck wirkt auf den ersten Kolben 42, um den ersten Kolben 42 in die Kapazitätserhöhungsrichtung X zu zwingen. Gemeinsam mit dem Anwachsen des Bremshydraulikdrucks widersteht dann der erste Kolben 42 der Federkraft der ersten Feder 46 und der zweiten Feder 47 und bewegt sich in die Kapazitätserhöhungsrichtung X.

Wenn der erste Kolben 42 sich während des Zeitraums in die Kapazitätserhöhungsrichtung X bewegt, bis die Spitzenfläche des Passabschnitts 423 des ersten Kolbens 42 mit der Spitzenfläche des ersten vorspringenden Abschnitts 444 des zweiten Kolbens 44 in Anlage ist, wird die erste Feder 46, die die kleine Federkonstante aufweist, vorwiegend zusammengedrückt. Wie aus 2 ersichtlich ist, ist entsprechend ein Änderungsausmaß des Pedalhubs mit Bezug auf ein Änderungsausmaß der Pedalbetätigungskraft groß.

Von dem Zeitpunkt, bei dem der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 miteinander in Anlage sind, bis zu dem Zeitpunkt, bei dem die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 44 mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 des Stoppers 45 in Anlage ist, bewegen sich der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 als eine einstückige Einheit. Zu diesem Zeitpunkt wird die zweite Feder 47 zusammengedrückt, die die große Federkonstante aufweist. Dementsprechend ist das Änderungsausmaß des Pedalhubs mit Bezug auf das Änderungsausmaß der Pedalbetätigungskraft klein, wie aus 3 ersichtlich ist.

Außerdem ändert sich der Pedalhub nicht, sogar wenn die Pedalbetätigungskraft ansteigt, sobald die Spitzenfläche des zweiten vorspringen Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 44 mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 des Stoppers 45 in Anlage ist.

Wenn der zweite Kolben 44 sich bewegt, wird der zweite vorspringe Abschnitt 445 des zweiten Kolbens 45 durch den Führungsabschnitt 455 des Stoppers 45 geführt. Dementsprechend wird der Bewegungsbereich des zweiten Kolbens 44 in der Richtung rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung des zweiten Kolbens 44 reguliert, und die Neigung des zweiten Kolbens 44 verhindert. Auf diese Weise ist die Simulatorcharakteristik stabil.

Mit dem Hubsimulator 40 ist es möglich, den ersten Hub S1 durch das Ändern einer Höhe h1 des ersten vorspringenden Abschnitts 444 von der Federaufnahmefläche 442 zu ändern, die eine der Federaufnahmeflächen des zweiten Kolbens 44 ist. Es ist anzumerken, dass z. B., falls die Höhe h1 des ersten vorspringenden Abschnitts 444 größer gemacht wird, so dass der erste Hub S1 kleiner wird, die Simulatorcharakteristik die durch die punktierte Linie in 3 bezeichnete wird.

Darüber hinaus ist es möglich, den zweiten Hub S2 durch das Ändern einer Höhe h2 des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 von der Federaufnahmefläche 443 zu ändern, die die andere Federaufnahmefläche des zweiten Kolbens 44 ist. Es ist anzumerken, das z. B., falls die Höhe h2 des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 größer gemacht wird, so dass der zweite Hub S2 kleiner wird, die Simulatorcharakteristik die wird, die durch die strichpunktierte Linie in 3 bezeichnet ist.

Außerdem ist es leicht möglich, die Höhen h1 und h2 für jeden vorspringenden Abschnitt unter Verwendung eines Schneidvorgangs unabhängig zu ändern, da der erste vorspringende Abschnitt 444 und der zweite vorspringende Abschnitt 445 eine vorspringende Form aufweisen. In dem Fall, dass beide Hübe S1 und S2 und der Gesamthub zu ändern sind, ist es dementsprechend möglich, die Änderungsnotwendigkeit durch das einfache Durchführen von Abmessungsänderungen an dem zweiten Kolben 44 zu behandeln.

Als nächstes wird mit Bezug auf 1 die Betätigung des Bremsgerätes bei dem Fall erklärt, dass eine Abnormalität auftritt. Z. B. werden bei dem Fall, dass eine Abnormalität, wie z. B. ein Zusammenbruch der Hydraulikdruckquelle 70, aufgetreten ist, das erste Absperrventil 80, das Druckerhöhungsventil 81 und das Druckverringerungsventil 82 geschlossen, und das zweite Absperrventil 61 wird geöffnet. Wenn das Bremspedal 10 in diesem Zustand niedergedrückt wird, wird ein Bremshydraulikdruck von dem Hauptzylinder 30 über die Hydraulikleitung B zu dem Radzylinder 50 zugeführt, und es ist möglich, eine normale Bremsung durchzuführen.

Gemäß dieser Ausführungsform ist es möglich, beide Hübe S1 und S2 und den gesamten Hub durch das Ändern der Höhe h1 des ersten vorspringenden Abschnitts 444 und die Höhe h2 des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 44 anzupassen. Auf diese Weise ist es möglich, die Änderungsanforderung durch das einfache Durchführen einer Abmessungsänderung an dem zweiten Kolben 44 durchzuführen, sogar bei dem Fall, dass beide Hübe S1 und S2 und der gesamte Hub zu ändern sind.

Wie aus 5 ersichtlich ist, ist bei dem bekannten Hubsimulator 40 zusätzlich der Schock aufnehmende elastische Körper 90a zwischen dem Kolben 42 und dem Zurückhalter 44a und zwischen dem Zurückhalter 44a und dem Stopper 45 gelagert. Dementsprechend kann ein Problem auftreten, bei dem entsprechende Hübe S1 und S2 wegen Verschleiß oder plastischer Verformung des Schock aufnehmenden elastischen Körpers 90a auftreten. Im Gegensatz dazu ist bei dem Hubsimulator 40 dieser Aufführungsform ein Schock aufnehmender, elastischer Körper nicht zwischen dem ersten Kolben und dem zweiten Kolben 44 oder zwischen dem zweiten Kolben 44 und dem Stopper 45 gelagert. Dementsprechend werden die entsprechenden Hübe S1 und S2 keiner Veränderung ausgesetzt.

Darüber hinaus wird der zweite vorspringende Abschnitt 445 des zweiten Kolbens 44 durch den Führungsabschnitt 455 des Stoppers 45 geführt. Auf diese Weise wird der Bewegungsbereich des zweiten Kolbens 44 in der Richtung rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung des zweiten Kolbens 44 reguliert und die Neigung des zweiten Kolbens 44 wird verhindert. Dementsprechend ist die Simulatorcharakteristik stabil.

Zusätzlich wird die erste Feder 46 mittels Presspassung mit dem ersten Passabschnitt 423 zusammengebaut. Auf diese Weise ist es möglich, gleichzeitig den ersten Kolben 42 und die erste Feder 46 in das Gehäuse zu passen, während sie in einem einstückigen Zustand sind. Andererseits wird der Zusammenbau der ersten Feder 46 mit dem ersten vorspringenden Abschnitt 444 des zweiten Kolbens 44 durchgeführt, ohne dass eine Presspassung verwendet wird. Deswegen ist es möglich den ersten vorspringenden Abschnitt 444 in die erste Feder 46 bis zu der Position einzufügen, bei der das andere Ende der ersten Feder 46 in Anlage mit der Federaufnahmefläche 442 des zweiten Kolbens 44 ist, wenn der zweite Kolben 44 folgend auf das Passen des ersten Kolbens 42 und der ersten Feder 46 in das Gehäuse 41 gepasst wird.

(Zweite Ausführungsform)

4 zeigt den Hubsimulator 40 gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform mit Bezug auf die Tatsache, dass erste und zweite Schock aufnehmende elastische Körper 90 und 100 bereit gestellt sind. Es sollte angemerkt werden, dass strukturelle Teile der zweiten Ausführungsform, die die gleichen sind wie die der ersten Ausführungsform, mit den gleichen Bezugszeichen oder Buchstaben bezeichnet sind, und deren Erklärung ausgelassen ist.

Wie aus 4 ersichtlich ist, ist ein Loch 424 in einer Seite des ersten Passabschnitts 423 des ersten Kolbens 42 ausgebildet. Der erste Schock aufnehmende, elastische Körper, der zylindrisch ist, wird in dieses Loch eingefügt. In einem Zustand, bei dem der Hydraulikfluiddruck Null ist, springt ein Ende des ersten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 90 zu einer Seite des zweiten Kolbens 44 von dem Loch 424 vor.

Der zweite Schock aufnehmende, elastische Körper 100, der zylindrisch ist, ist einem äußeren Randbereich des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 42 vorgesehen. Bei einem Zustand, bei dem der Hydraulikfluiddruck Null ist, springt ein Ende des zweiten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 100 weiter zu einer Seite der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 des Stoppers 45 vor, als die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445.

Der erste Schock aufnehmende, elastische Körper 90 und der zweite Schock aufnehmende, elastische Körper 100 sind aus einem Werkstoff ausgebildet, der eine elastische Verformung aufweist, die im Wesentlichen größer ist als die von Metall oder hartem Kunstharz. Insbesondere sind die elastischen Körper 90 und 100 aus einem Gummi, nämlich z. B. aus Ethylenpropylendienmonomer(EPDM)-Gummi ausgebildet.

Wenn sich der erste Kolben 42 in der Kapazitätserhöhungsrichtung X bewegt, kommt mit der obigen Anordnung der erste Schock aufnehmende, elastische Körper in Anlage mit dem ersten vorspringenden Abschnitt 444 des zweiten Kolbens 44, bevor der erste Kolben 42 und der zweiten Kolben 44 miteinander in Anlage kommen. Dementsprechend wird der erste Schock aufnehmende, elastische Körper 90 zusammengedrückt. Außerdem wird zu dem Zeitpunkt, bei dem der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 in Anlage kommen, der gesamte erste Schock aufnehmende, elastische Körper 90 vollständig in das Loch 424 eingefügt. Auf diese Weise erhöht sich die Last nicht, die auf den ersten Schock aufnehmenden, elastischen Körper 90 wirkt, sogar wenn die Pedalbetätigungskraft ansteigt, nachdem der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 miteinander in Anlage gekommen sind.

Wenn der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 weiter in die Kapazitätserhöhungsrichtung X bewegt werden, kommt der zweite Schock aufnehmende, elastische Körper 100 in Anlage mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454, bevor die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 des zweiten Kolbens 44 in Anlage mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 des Stoppers 45 kommt. Dementsprechend wird der zweite, Schock aufnehmende, elastische Körper 100 zusammengedrückt. Darüber hinaus wird zu dem Zeitpunkt, bei dem die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 in Anlage mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 kommt, ein Ende des zweiten, Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 100 soweit zurückgeschoben, wie die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445. Dementsprechend erhöht sich die Last nicht, die auf den zweiten Schock aufnehmenden, elastischen Körper 100 wirkt, sogar wenn die Pedalbetätigungskraft ansteigt, nachdem die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 in Anlage mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 gekommen ist.

Gemäß dieser Ausführungsform ist es wegen der Wirkung des ersten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 90 und des zweiten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 100 möglich, die gesamte Federcharakteristik gleichmäßig wie eine Kurve zweiter Ordnung zu ändern. Dementsprechend ist es möglich, dem Fahrer ein gewünschtes Bremsbetätigungsgefühl zu vermitteln.

Wie aus 5 ersichtlich ist, ist bei dem bekannten Hubsimulator 40 der Schock aufnehmende, elastische Körper 90a zwischen dem Kolben 42 und dem Zurückhalter 44a und zwischen dem Zurückhalter 44a und dem Stopper 45 gefügt. Auf diese Weise erhöht sich mit dem Ansteigen der Pedalbetätigungskraft eine Last, die wegen des Schock aufnehmenden, elastischen Teils 90a wirkt.

Entsprechend ist die Simulatorcharakteristik einer Änderung wegen Verschleiß oder plastischer Verformung des Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 90a ausgesetzt, die wahrscheinlicher auftreten.

Im Gegensatz dazu steigt bei dem Hubsimulator 40 dieser Ausführungsform, sogar wenn die Pedalbetätigungskraft ansteigt, nachdem der erste Kolben 42 und der zweite Kolben 44 miteinander in Anlage gekommen sind, die Last nicht an, die wegen des ersten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 90 wirkt. Darüber hinaus erhöht sich die Last nicht, die wegen des zweiten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 100 wirkt, sogar wenn die Pedalbetätigungskraft ansteigt, nachdem die Spitzenfläche des zweiten vorspringenden Abschnitts 445 in Anlage mit der Bewegungsbereichregulierungsfläche 454 gekommen ist.

Entsprechend ist es bei dieser Ausführungsform schwierig, dass Verschleiß oder eine elastische Verformung des ersten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 90 und des zweiten Schock aufnehmenden, elastischen Körpers 100 auftritt. Auf diese Weise bietet diese Ausführungsform den Vorteil, dass es für die Simulatorcharakteristik schwierig ist, sich zu ändern.


Anspruch[de]
Hubsimulator, der einen Hub eines Bremspedals (10) erzeugt, wobei eine Größe des Hubs entsprechend einer Betätigungskraft des Bremspedals ist, aufweisend:

ein Gehäuse (41);

einen ersten Kolben (42), der in einer fluid-dichten Weise beweglich innerhalb des Gehäuses (41) vorgesehen ist;

eine Hydraulikdruckkammer (43), die an einer Endseite des ersten Kolbens ausgebildet ist, und zu der Hydraulikdruck entsprechend der Betätigungskraft des Bremspedals zugeliefert, wird;

einen zweiten Kolben (44), der an der anderen Endseite des ersten Kolbens vorgesehen ist, und der sich zusammen mit dem ersten Kolben bewegen kann;

einen Stopper (45) der einen Bewegungsbereich des zweiten Kolbens in einer Richtung (X) begrenzt, die eine Kapazität der Hydraulikdruckkammer erhöht;

eine erste Feder (46), die zwischen dem ersten Kolben und dem zweiten Kolben vorgesehen ist;

eine zweite Feder (47), die den zweiten Kolben in eine die Kapazität der Hydraulikdruckkammer verringernde Richtung (Y) drängt, wobei

der zweite Kolben einen ersten vorspringenden Abschnitt (444) aufweist, der zu dem ersten Kolben vorspringt und der in Anlage mit dem ersten Kolben sein kann, und einem zweiten vorspringenden Abschnitt (445), der zu dem Stopper vorspringt, und der in Anlage mit dem Stopper sein kann, wobei ein Abschnitt des zweiten Kolbens, der den ersten vorspringenden Abschnitt und den zweiten vorspringenden Abschnitt aufweist, aus einem Werkstoff mit sehr geringen elastischen Eigenschaften ausgebildet ist, und

wobei sich der erste Kolben und der zweite Kolben gemeinsam bewegen, wenn sich der erste Kolben in Richtung (X) bewegt und in Anlage mit dem ersten vorspringenden Abschnitt ist, und wobei die Bewegung des zweiten Kolbens endet, wenn der zweite vorspringende Abschnitt in Anlage mit dem Stopper ist, wobei,

wenn der Hydraulikdruck in der Hydraulikdruckkammer null ist, der Abstand in Bewegungsrichtung zwischen dem ersten Kolben und dem zweiten Kolben als erster Hub bezeichnet wird, der Abstand in der Bewegungsrichtung zwischen dem zweiten Kolben und dem Stopper als zweiter Hub bezeichnet wird, und eine Summe des ersten Hubs und des zweiten Hubs als Gesamthub bezeichnet wird, und wobei

der erste Hub, der zweite Hub und der Gesamthub durch das Anpassen einer Höhe des ersten vorspringenden Abschnitts (444) und des zweiten vorspringenden Abschnitts (445) des zweiten Kolbens geändert werden können.
Hubsimulator gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff mit sehr geringen elastischen Eigenschaften entweder Metall oder hartes Kunstharz ist. Hubsimulator gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopper einen Führungsabschnitt (455) aufweist, der die radiale Bewegung des zweiten Kolbens begrenzt. Hubsimulator gemäß einem der Ansprüche von 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

die erste Feder und die zweite Feder spiralförmige Druckfedern sind,

der erste Kolben einen ersten Passabschnitt (423) hat, an den ein Ende der ersten Feder angepasst ist, wobei der erste Passabschnitt eine Bewegung der Feder in radialer Richtung begrenzt,

der zweite Kolben einen zweiten Passabschnitt (444) hat, an dem das andere Ende der ersten Feder angepasst ist, wobei der zweite Passabschnitt die Bewegung der ersten Feder in radialer Richtung begrenzt,

die erste Feder an den ersten Passabschnitt mittels einer Presspassung gepasst wird, und die erste Feder an dem zweiten Passabschnitt ohne Presspassung gepasst wird.
Hubsimulator gemäß einem der Ansprüche von 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkonstante der ersten Feder unterschiedlich zu der Federkonstante der zweiten Feder ist.






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