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Dokumentenidentifikation DE102006014320B4 22.01.2009
Titel Inhibitoren der löslichen Adenylatzklase
Anmelder Bayer Schering Pharma Aktiengesellschaft, 13353 Berlin, DE
Erfinder Buchmann, Bernd, Dr., 16540 Hohen Neuendorf, DE;
Kosemund, Dirk, Dr., 99091 Erfurt, DE;
Menzenbach, Bernd, Dr., 07743 Jena, DE;
Fritsch, Martin, Dr., 10555 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 23.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006014320
Offenlegungstag 27.09.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse C07D 209/42  (2006.01)  A,  F,  I,  20060323,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse C07D 405/12  (2006.01)  A,  L,  I,  20060323,  B,  H,  DE
C07D 401/12  (2006.01)  A,  L,  I,  20060323,  B,  H,  DE
A61K 31/404  (2006.01)  A,  L,  I,  20060323,  B,  H,  DE
A61K 31/5377  (2006.01)  A,  L,  I,  20060323,  B,  H,  DE
A61K 31/4439  (2006.01)  A,  L,  I,  20060323,  B,  H,  DE
IPC additional class A61P 15/16  (2006.01)  A,  L,  N,  20060323,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Inhibitoren der löslichen Adenylatzyklase, deren Herstellung sowie deren Verwendung zur Herstellung eines Arzneimittels zur Kontrazeption.

Derzeitig stehen Frauen eine Vielzahl moderner Methoden zur Kontrazeption zur Verfügung, für die männliche Fertilitätskontrolle hingegen stehen nur sehr wenige Methoden zur Verfügung (Kondom und Sterilisation). Die Entwicklung von neuen zuverlässigen Mitteln für die männliche Fertilitätskontrolle ist zwingend notwendig. Hierbei sollte die durch eine „männliche Pille" hervorgerufene Infertilität vollständig reversibel sein und genauso wirksam wie die existierenden Methoden, die der Frau zur Verfügung stehen. Die Unfruchtbarkeit sollte relativ schnell einsetzen und möglichst lang anhaltend sein. Eine derartige Verhütungsmethode sollte keine Nebenwirkungen haben, es kann sich hierbei neben hormonellen Ansätzen auch um nicht-hormonelle Ansätze handeln. Ein möglicher Ansatzpunkt ist die Regulation der Aktivität eines Enzyms, das eine wichtige Rolle bei der Befruchtung der Eizelle spielt, die lösliche Adenylatzyklase (sAC). Dieses Enzym wird hauptsächlich in den testikulären Stammzellen exprimiert und ist in reifem Sperma vorhanden.

1999 gelang es den Autoren Levin und Buck (Proc. Natl. Acad. Sci. USA 96 (1): 79-84) eine Isoform der sAC aus den Testes der Ratte zu reinigen und zu klonieren.

Das rekombinante Enzym der Ratte kann durch Bicarbonat stimuliert werden. Mit Hilfe von Antikörpern konnte nachgewiesen werden, dass die katalytische Domäne des Enzyms in Testes, Sperma, Nieren und dem Choroid Plexus lokalisiert ist. Diese Offenbarungen sind Gegenstand der Anmeldung WO01/85753, die in den US zur Erteilung gekommen ist (US6544768).

In der WO01/21829 (Conti et al.) werden isolierte Polynukleotidesequenzen, die für die humane Isoform der sAC kodieren, isolierte sAC Polypeptide und Testsysteme beansprucht, mit deren Hilfe Substanzen identifiziert werden können, die die Aktivität der sAC inhibieren. Die Möglichkeit, diese Substanzen zu benutzen um die Anzahl der beweglichen Samenzellen reversibel zu reduzieren, sowie deren Verwendung als Mittel zur männlichen Fertilitätskontrolle, wird offenbart.

Die Gruppe von John Herr zeigte die Isolation und Charakterisierung der humanen Isoform der sAC aus Sperma. In der WO 02/20745 werden neben Nukleinsäuren, die für die sAC kodieren, auch Testsysteme beansprucht, mit deren Hilfe Substanzen identifiziert werden können, die die Expression oder die Aktivität der humanen sAC modulieren. Derartige Verbindungen könnten beispielsweise selektiv die Aktivität der sAC inhibieren, dies hätte zur Folge, dass die Samenzellen die Fähigkeit, eine Eizelle zu befruchten, verlieren. Diese Inhibitoren der sAC könnten daher als Arzneimittel für die nicht hormonelle Kontrazeption dienen.

Die bereits bekannten Inhibitoren der sAC zeigen jedoch spezifische Probleme: Catecholöstrogene (T. Braun, Proc Soc Exp Biol Med 1990, 194(1): 58ff) und Gossypol (KL Olgiati, Arch Biochem Biophys 1984, 231(2): 411ff) sind inhärent toxisch, während Adenosinanaloga nur mit sehr schwacher Wirkung inhibieren (MA Brown und ER Casillas, J Androl 1984, 5: 361ff). Etwas potenter sind die Inhibitoren (IC50 ≤ 10 &mgr;M) der rekombinanten humanen sAC, die von Zippin et al. beschrieben werden (JH Zippin et al. J Cell Biol 2004, 164(4): 527ff).

Um ein Mittel für die männliche Fertilitätskontrolle zur Verfügung stellen zu können, besteht ein zunehmender Bedarf an Substanzen, die reversibel, schnell und mit gutem Erfolg zur Infertilität führen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Bereitstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I,

wobei

R1 Wasserstoff, Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls mehrfach gesättigt und gegebenenfalls mehrfach substituiert ist, oder

die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R2 Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls mehrfach gesättigt und gegebenenfalls mehrfach substituiert ist, oder

die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Acyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach substituiert sein kann, oder mit C1-C6-Alkoxy, Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder CF3 substituiert sein kann oder

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, CF3 , Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder C1-C6-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann, und

R4 und R5 gemeinsam einen 5–8 gliedrigen Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und

R6 die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Ethoxy, iso-Propoxy, Chlor, Brom, Fluor, Cyano, Methyl-sulfonyl oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten,

sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze, die die bekannten Nachteile überwinden und verbesserte Eigenschaften aufweisen, d. h. eine gute Wirksamkeit, gute Löslichkeit und Stabilität aufweisen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen inhibieren die lösliche Adenylatzyklase und verhindern so die Kapazitation des Spermiums und dienen somit der männlichen Fertilitätskontrolle.

Unter Alkyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest, wie beispielsweise Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek. Butyl, tert. Butyl, Pentyl, Isopentyl und Hexyl, zu verstehen.

Unter Alkoxy ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest, wie beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-, n-Propoxy-, iso-Propoxy-, n-Butoxy-, sec-Butoxy-, iso-Butoxy-, tert. Butyloxy-, Pentoxy-, iso-Pentoxy- und Hexoxy-, zu verstehen.

Unter Acyl ist jeweils ein geradkettiger oder verzweigter Rest, wie beispielsweise Formyl, Acetyl, Propionyl, Butyroyl, iso-Butyroyl, Valeroyl und Benzoyl zu verstehen.

Unter Cycloalkyl sind monocyclische Alkylringe wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl und Cyclohexyl zu verstehen.

Die Cycloalklyreste können anstelle der Kohlenstoffatome ein oder mehrere Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel und/oder Stickstoff enthalten. Bevorzugt sind solche Heterocycloalkyle mit 3 bis 6 Ringatomen. Unter den Ringsystemen, bei denen gegebenenfalls ein- oder mehrere mögliche Doppelbindungen im Ring enthalten sein können, sind zum Beispiel Cycloalkenyle wie Cyclopropenyl, Cyclobutenyl, Cyclopentenyl, Cyclopentadienyl, Cyclohexenyl, Cycloheptenyl zu verstehen, wobei die Anknüpfung sowohl an der Doppelbindung wie auch an den Einfachbindungen erfolgen kann.

Unter Halogen ist jeweils Fluor, Chlor, Brom oder Jod zu verstehen.

Der Arylrest umfasst jeweils 6–12 Kohlenstoffatome und kann beispielsweise benzokondensiert sein. Beispielsweise genannt seien: Phenyl, Tropyl, Cyclooctadienyl, Indenyl, Naphthyl, Biphenyl, Florenyl, Anthracenyl etc.

Der Heteroarylrest umfasst jeweils 5–16 Ringatome und kann anstelle des Kohlenstoffs ein- oder mehrere, gleiche oder verschiedene Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff im Ring enthalten, und kann mono-, bi- oder tricyclisch sein und kann zusätzlich jeweils benzokondensiert sein.

Beispielsweise seien genannt:

Thienyl, Furanyl, Pyrrolyl, Oxazolyl, Imidazolyl, Pyrazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Oxadiazolyl, Triazolyl, Thiadiazolyl, etc. und Benzoderivate davon, wie z. B. Benzofuranyl, Benzothienyl, Benzooxazolyl, Benzimdazolyl, Indazolyl, Indolyl, Isoindolyl, etc; oder Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Triazinyl, etc. und Benzoderivate davon wie z. B. Chinolyl, Isochinolyl, etc; oder Azocinyl, Indolizinyl, Purinyl, etc. und Benzoderivate davon; oder Chinolinyl, Isochinolinyl, Cinnolinyl, Phthalazinyl, Chinazolinyl, Chinoxalinyl, Naphthyridinyl, Pteridinyl, Carbazolyl, Acridinyl, Phenazinyl, Phenothiazinyl, Phenoxazinyl, Xanthenyl, Oxepinyl, etc.

Der Heteroarylrest kann jeweils benzokondensiert sein. Beispielsweise seien als 5-Ringheteroaromaten genannt: Thiophen, Furan, Oxazol, Thiazol, Imidazol, Pyrazol und Benzoderivate davon und als 6-Ring-Heteroaromaten Pyridin, Pyrimidin, Triazin, Chinolin, Isochinolin und Benzoderivate.

Unter Heteroatomen sind Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefel-Atome zu verstehen.

Ist eine saure Funktion enthalten, sind als Salze die physiologisch verträglichen Salze organischer und anorganischer Basen geeignet, wie beispielsweise die gut löslichen Alkali- und Erdalkalisalze sowie N-Methyl-glukamin, Dimethylglukamin, Ethyl-glukamin, Lysin, 1,6-Hexadiamin, Ethanolamin, Glukosamin, Sarkosin, Serinol, Tris-hydroxy-methyl-amino-methan, Aminopropandiol, Sovak-Base, 1-Amino-2,3,4-butantriol.

Ist eine basische Funktion enthalten, sind die physiologisch verträglichen Salze organischer und anorganischer Säuren geeignet wie Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Zitronensäure, Weinsäure u. a.

Besonders bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel (I), wobei

R1 Wasserstoff, Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, oder die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R2 Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, oder die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, CF3 , Cyano, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder C1-C3-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R4 und R5 gemeinsam einen 5–8 gliedrigen Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und

R6 die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Ethoxy, iso-Propoxy, Chlor, Brom, Fluor, Cyano, Methyl-sulfonyl oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.

Ebenfalls bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Alkyl, CF3, Cyano, Brom, oder die Gruppe -OCF3, -SO2-CH3,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, CF3 , Cyano, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder C1-C3-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R6 die Gruppe C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl, in der C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Chlor, Fluor, Cyano oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.

Ebenfalls bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Alkyl, CF3, Cyano, Brom, oder die Gruppe -OCF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder zweifach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, Acetyl, Methoxy, Ethoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NHR5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder zweifach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C3-Alkyl, Acetyl, Methoxy, Ethoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NHR5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl,

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R6 die Gruppe C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl, in der C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Chlor, Fluor, Cyano oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.

Ebenfalls bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 tertiär Butyl, iso-Propyl, iso-Butyl, sek. Butyl, Cyano, Brom, oder die Gruppe -O-CF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht,

R3 die Gruppe

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff oder die Gruppe -(CH2)m-N-(CH3)2, -(CH2)2-CH3, -(CH2)2-NH-COCH3, -(CH2)-CHCH3-OH, -(CH2)2-O-CH3, -(CH2)2-OH, -CHCH3-CH2-OH, wobei m = 1–3 ist,
R6 Methyl, Ethyl, Propyl, 2-Methoxy-ethyl, -CH2-CF3, -(CH2)2-CF3 und Benzyl,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.

Ebenfalls bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel I in der

R1 Wasserstoff,

R2 tertiär Butyl, iso-Propyl, iso-Butyl, sek. Butyl, Cyano, Brom, oder die Gruppe -O-CF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht,

R3 die Gruppe

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff oder die Gruppe, -(CH2)-CHCH3-OH, -(CH2)2-O-CH3, -CHCH3-CH2-OH,
R6 Methyl, Ethyl, Propyl, 2-Methoxy-ethyl, -CH2-CF3, -(CH2)2-CF3 und Benzyl,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.

Die folgenden Verbindungen entsprechend der vorliegenden Erfindung sind ganz besonders bevorzugt:

  • 1. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid
  • 2. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid
  • 3. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid
  • 4. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid
  • 5. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(pyridin-4-yl)-amid
  • 6. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid
  • 7. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid
  • 8. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid
  • 9. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid
  • 10. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid
  • 11. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid
  • 12. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid
  • 13. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid
  • 14. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-fluor-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid
  • 15. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-fluor-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid
  • 16. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-methoxy-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid
  • 17. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-methoxy-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel II,

worin R1, R2, R3 und R6 die oben angegebenen Bedeutungen haben und R7 ein Wasserstoff oder ein C1-C6-Akylrest sein kann, bevorzugt ist Wasserstoff, der Methyl- oder Ethyl-Rest, mit einem Amin der allgemeinen Formel III
worin R4 und R5 die oben angegebene Bedeutung aufweist, nach dem Fachmann bekannten Methoden umsetzt und gegebenenfalls benötigte Schutzgruppen anschließend gespalten werden.

Für den Fall, dass R7 gleich Wasserstoff ist, kann die Umsetzung zunächst durch Aktivierung der Säurefunktion erfolgen, hierbei wird beispielsweise zunächst die Carbonsäure der allgemeinen Formel II in Gegenwart eines tertiären Amins, wie beispielsweise Triethylamin, mit Chlorameisensäureisobutylester in das gemischte Anhydrid überführt. Die Umsetzung des gemischten Anhydrids mit dem Alkalisalz des entsprechenden Amins erfolgt in einem inerten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, wie beispielsweise Tetrahydrofuran, Dimethoxyethan, Dimethylformamid, Hexamethylphosphorsäuretriamid, bei Temperaturen zwischen –30°C und +60°C, vorzugsweise bei 0°C bis 30°C.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Carbonsäure der allgemeinen Formel II durch Reagenzien wie beispielsweise HOBt oder HATU zu aktivieren. Die Umsetzung der Säure erfolgt z. B. mit HATU in einem inerten Lösungsmittel wie beispielsweise DMF in Gegenwart des entsprechenden Amins der allgemeinen Formel III und einem tertiären Amin wie beispielsweise Ethyldiisopropylamin bei Temperaturen zwischen –50 und +60°C, vorzugsweise bei 0°C bis 30°C.

Für den Fall, dass R6 gleich C1-C6-Alkyl ist, kann beispielsweise auch eine direkte Amidolyse des Esters mit dem entsprechenden Amin eventuell unter zu Hilfenahme von Aluminiumtrialkyl-Reagenzien, vorzugsweise Aluminiumtrimethyl, durchgeführt werden.

Die als Ausgangsmaterialien dienenden Verbindungen der allgemeinen Formel II können beispielsweise hergestellt werden, in dem man in an sich bekannter Weise die Nitrogruppe in den bekannten Indolestern IV

worin R7 ein C1-C6-Alkylrest, vorzugsweise ein Methyl- oder Ethylrest ist, in einer Wasserstoffatmosphäre oder einer Wasserstoffquelle wie beispielsweise Ammoniumformiat in Gegenwart eines Pd-Katalysators zunächst zur Aminofunktion reduziert und anschließend dieses Amin mit einem Halogenid der allgemeinen Formel V
worin R1 und R2 die oben angegebenen Bedeutungen aufweisen und Hal für ein Halogen, vorzugsweise Fluorid, Chlorid oder Bromid steht, in Gegenwart einer Base wie beispielsweise Pyridin, Diisopropylethylamin, Triethylamin oder Kaliumcarbonat zu den Verbindungen der allgemeinen Formel VI umsetzt

Die Ester der allgemeinen Formel VI werden dann in der 3-Position beispielsweise mittels Iod, NBI, NBS oder auch CuBr2 halogeniert und somit die Verbindungen der allgemeinen Formel VII erhalten

worin R1, R2 und R7 die oben angegebenen Bedeutungen aufweisen.

Anschließend werden diese Ester in Gegenwart einer Base wie beispielsweise Diisopropylethylamin, Kaliumcarbonat oder Cäsiumcarbonat in Aceton oder Tetrahydrofuran mit dem Halogenid der allgemeinen Formel VIII

worin R6 die oben angegebenen Bedeutung aufweist, und Hal für ein Halogen, vorzugsweise Iodid, Chlorid oder Bromid steht, zu den Verbindungen der allgemeinen Formel IX umgesetzt

Die Ester der allgemeinen Formel IX werden dann in der 3-Position in einer Pd-katalysierten Reaktion mit Boronsäurederivaten der allgemeinen Formel X

worin R3 die oben angegebene Bedeutung aufweist, gegebenenfalls nach Abspaltung benötigter Schutzgruppen in R6, gegebenenfalls gefolgt von einer Verseifung beispielsweise mit Natronlauge in die Verbindungen der allgemeinen Formel II überführt

Alternativ bestände auch die Möglichkeit, die Ester der allgemeinen Formel VII zunächst in der 3-Position in einer Pd-katalysierten Reaktion mit den Boronsäurederivaten der allgemeinen Formel X

worin R3 die oben angegebene Bedeutung aufweist, in die Verbindungen der allgemeinen Formel XI zu überführen
worin R1, R2, R3 und R7 die oben angegebenen Bedeutungen haben und anschließend den N-Alkylierungsschritt in Gegenwart einer Base wie beispielsweise Diisopropylethylamin, Kaliumcarbonat oder Cäsiumcarbonat in Aceton oder Tetrahydrofuran und dem Halogenid der allgemeinen Formel VIII
worin R6 die oben angegebene Bedeutung aufweist, und Hal für ein Halogen, vorzugsweise Iodid, Chlorid oder Bromid steht, gegebenenfalls nach Abspaltung benötigter Schutzgruppen in R6, gegebenenfalls gefolgt von einer Verseifung beispielsweise mit Natronlauge zu den Verbindungen der allgemeinen Formel II durchzuführen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen inhibieren die lösliche Adenylatzyklase, worauf auch deren Wirkung zum Beispiel bei der männlichen Fertilitätskontrolle beruht.

Adenylatzyklasen sind die Effektormoleküle für einen der am meist genutzten Signaltransduktionswege, sie synthetisieren das second messenger Molekül zyklisches Adenosinmonophosphat (cAMP) aus Adenosintriphosphat (ATP) unter Abspaltung von Pyrophosphat (PP). cAMP vermittelt zahlreiche zelluläre Antworten für eine Vielzahl von Neurotransmittern und Hormonen. Die lösliche, spermienspezifische Adenylatzyklase (sAC, humane mRNA-Sequenz (GenBank) NM_018417, humanes Gen ADCY X) ist eine von zehn beschriebenen Adenylatzyklasen im menschlichen Genom. sAC zeigt dabei einige spezifische Eigenschaften, die sie von den anderen Adenylatzyklasen unterscheidet. sAC wird, im Gegensatz zu allen anderen Adenylatzyklasen, durch die Konzentration an Bicarbonat im sie umgebenden Medium stimuliert und nicht durch G-Proteine. sAC besitzt keine Transmembranregionen in ihrer Aminosäuresequenz, sie ist nicht durch Forskolin inhibierbar, ist durch Mangan viel stärker stimulierbar als durch Magnesium, und zeigt nur geringe Sequenzhomologien zu den anderen Adenylatzyklasen (≤ 26% Identität der katalytischen Domänen I und II der sAC mit anderen Adenylatzyklasen auf Aminosäureebene).

Spezifische, Mangan-abhängige Aktivität von sAC wurde zuerst von T. Braun et al. (1975, PNAS 73: 1097ff) in Rattentestis und Spermien beschrieben. N. Okamura et al. (1985, J. Biol. Chem 260(17): 9699ff) zeigten, dass es sich bei der Substanz, die die Aktivität der sAC in Eberseminalflüssigkeit stimuliert um Bicarbonat handelt. Ebenfalls konnte gezeigt werden, dass nur in Rattentestis und Spermien, aber nicht in anderen Geweben, Bicarbonat -stimulierbare AC-Aktivität nachgewiesen werden kann. sAC wurde von der Gruppe Buck und Levin aus Rattentestis gereinigt und erstmalig sequenziert (J. Buck et al. 1999 PNAS 96: 79ff, WO 01/85753). Die zu erwartenden Eigenschaften (z. B. Bikarbonat- und Magnesiumstimulierbarkeit) wurden am rekombinant exprimierten Protein bestätigt (Y. Chen et al. 2000 Science 289: 625ff).

Daten zur Verteilung der sAC mRNA und zu Bicarbonat -stimulierbarer sAC Aktivität lassen auf eine Testis- und Spermienspezifische Expression des Enzyms schließen (ML Sinclair et al. 2000 Mol Reprod Develop 56: 6ff; N Okamura et al. 1985 J. Biol. Chem 260(17): 9699ff; J. Buck et al. 1999 PNAS 96: 79ff). Im Hoden wird sAC mRNA dabei nur in späteren Stadien, der sich zu Spermien entwickelnden Keimzellen, exprimiert, nicht aber in somatischen Zellen (ML Sinclair et al. 2000 Mol Reprod Develop 56: 6ff).

Zur Funktion der sAC in Spermien in Säugetieren gibt es eine Reihe pharmakologischer Untersuchungen. Spermien müssen, bevor sie die Zona Pellucida des Eies durchdringen können, um anschließend mit dem Oolemma des Eies zu verschmelzen, für diese Funktionalität vorbereitet sein. Dieser Prozess, die Spermienkapazitation, ist recht gut untersucht. Ein kapazitiertes Spermium zeichnet sich durch ein verändertes Bewegungsmuster aus und durch die Fähigkeit, durch einen geeigneten Stimulus den Prozess der akrosomalen Reaktion (einer Ausschüttung lytischer Enzyme die vermutlich dem Durchdringen der Zona Pellucida durch das Spermium dienen) zu durchlaufen. Die Spermienkapazitation erfolgt in vivo und in vitro u. a. abhängig von einer erhöhten Bikarbonatkonzentration im Medium (PE Visconti & GS Kopf (1998) Biol Reprod 59: 1ff; E de Lamirande et al. 1997 Mol Hum Reprod 3(3): 175ff). Die Spermienkapazitation kann auch stimuliert werden durch die Zugabe geeigneter membrangängiger cAMP-Analoga, z. B. db-cAMP, und einem Inhibitor, der deren Abbau hemmt (z. B. IBMX). Die vermutete Abhängigkeit der Spermienfunktion von sAC wurde erst kürzlich durch ein genetisches Deletionsmodell, eine sog. Knock-out Maus, bestätigt (G Esposito et al. 2004 PNAS 101(9): 2993ff). Männliche Mäuse, denen das Gen für sAC fehlt, zeigen eine normal verlaufende Spermatogenese, sind aber infertil. Die Spermien haben Bewegungsdefekte und sind nicht in der Lage ein Ei zu befruchten. Die Tiere zeigten keine sonstigen Defekte oder abnorme Befunde, was gegen andere hypothetisierte Funktionen der sAC spricht (JH Zippin et al 2003 FASER 17: 82ff)).

Die sAC hat eine einzigartige Sequenz und nur eine geringe Homologie zu anderen somatischen Adenylatzyklasen. Sie ist die einzige Adenylatzyklase im Säugetiersperma und die Aktivität ist für die Beweglichkeit der Spermien und die Kapazitation essentiell. Spezifische Inhibitoren der sAC stellen demnach eine wichtige Möglichkeit dar, die männliche Fertilität zu regulieren.

Arzneimittel, die mindestens eine der Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1–7 enthalten, sind daher Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Verbindungen gemäß Anspruch 1–7.

Zur Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen als Arzneimittel werden diese in die Form eines pharmazeutischen Präparats gebracht, das neben dem Wirkstoff für die enterale oder parenterale Applikation geeignete pharmazeutische, organische oder anorganische inerte Trägermaterialien, wie zum Beispiel Wasser, Gelatine, Gummi arabicum, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Polyalkylenglykole usw. enthält. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, zum Beispiel als Tabletten, Dragees, Suppositorien, Kapseln oder in flüssiger Form, zum Beispiel als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls enthalten sie darüber hinaus Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel oder Emulgatoren; Salze zur Veränderung des osmotischen Drucks oder Puffer. Diese pharmazeutischen Präparate sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Für die parenterale Anwendung sind insbesondere Injektionslösungen oder Suspensionen, insbesondere wässrige Lösungen der aktiven Verbindungen in polyhydroxyethoxyliertem Rizinusöl, geeignet.

Als Trägersysteme können auch grenzflächenaktive Hilfsstoffe wie Salze der Gallensäuren oder tierische oder pflanzliche Phospholipide, aber auch Mischungen davon sowie Liposomen oder deren Bestandteile verwendet werden.

Für die orale Anwendung sind insbesondere Tabletten, Dragees oder Kapseln mit Talkum und/oder Kohlenwasserstoffträger oder -binder, wie zum Beispiel Lactose, Mais- oder Kartoffelstärke, geeignet. Die Anwendung kann auch in flüssiger Form erfolgen, wie zum Beispiel als Saft, dem gegebenenfalls ein Süßstoff beigefügt ist.

Für die vaginale Applikation sind z. B. Zäpfchen geeignet und üblich.

Die enteralen, parenteralen, vaginalen und oralen Applikationen sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.

Die Dosierung der Wirkstoffe kann je nach Verabfolgungsweg, Alter und Gewicht des Patienten, Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung und ähnlichen Faktoren variieren. Die tägliche Dosis beträgt 0,5–1000 mg, vorzugsweise 50–200 mg, wobei die Dosis als einmal zu verabreichende Einzeldosis oder unterteilt in 2 oder mehreren Tagesdosen gegeben werden kann.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I sind unter anderem hervorragende Inhibitoren der löslichen Adenylatzyklase. Inhibitoren der löslichen Adenylatzyklase führen zu einer Erniedrigung des cAMP Signals. Der cAMP-Spiegel ist entscheidend für die Kontrolle der Prozesse, die bei der Zellproliferation, der Zelldifferenzierung und der Apoptose eine wichtige Rolle spielen. Erkrankungen, wie z. B. Krebs, bei denen die Erniedrigung des cAMP-Spiegels entscheidend sind, können durch Inhibitoren der löslichen Adenylatzyklase moduliert werden. Diese Modulation kann prophylaktische und therapeutische Effekte haben für die Patienten, die an einer derartigen Erkrankung leiden. Im Moment werden Erkrankungen, die wie Krebs mit einer erhöhten Zellproliferation einhergehen, z. B. durch Strahlentherapie und Chemotherapie behandelt. Diese Verfahren sind unspezifisch und haben ein hohes Nebenwirkungspotential. Die Bereitstellung von neuen Substanzen, die direkt an bestimmten Zielorten eingreifen, ist deshalb vorteilhaft. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Substanzen, die die cAMP-Produktion durch die Inhibition der löslichen Adenylatzyklase modulieren. So kann beispielsweise die anomale Zellproliferation erniedrigt oder gehemmt werden durch eine Regulation oder Inhibition der cAMP Produktion. Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Substanzen kann die lösliche Adenylatzyklase inhibiert werden, dies hat eine Erniedrigung der Zellproliferation zur Folge. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen, die mindestens eine Verbindung gemäß der allgemeinen Formel I enthalten, sowie Arzneimittel mit geeigneten Formulierungs- und Trägerstoffen. Die Erkrankungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie verursacht werden durch Störungen des Stoffwechsels des second messengers cAMP.

Eine Erniedrigung der cAMP-Konzentration durch Inhibition der löslichen Adenylatzyklase kann Mittel zur Verfügung stellen zur Modulation der Spermienkapazitation. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Substanzen zur Erniedrigung und/oder zur Hemmung der männlichen Keimzell-Fertilität, vermittelt durch die Reduktion oder Inhibition der löslichen Adenylatzyklase Aktivität und dadurch resultierend der Spermienkapazitation.

Durch die Administration einer wirksamen Menge einer Substanz, die zur Inhibition der cAMP-Produktion führt, kann die Befruchtung des Ovums verhindert werden. Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Verbindung der allgemeinen Formel I zur Herstellung eines Arzneimittels für die nicht hormonelle Kontrazeption.

Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird, sind diese bekannt oder analog zu bekannten Verbindungen oder hier beschriebenen Verfahren herstellbar. Es ist ebenfalls möglich, alle hier beschriebenen Umsetzungen in Parallel-Reaktoren oder mittels kombinatorischer Arbeitstechniken durchzuführen.

Die Isomerengemische können nach üblichen Methoden wie beispielsweise Kristallisation, Chromatographie oder Salzbildung in die Enantiomeren bzw. E/Z-Isomeren aufgetrennt werden.

Die Herstellung der Salze erfolgt in üblicher Weise, indem man eine Lösung der Verbindung der Formel I mit der äquivalenten Menge oder einem Überschuss einer Base oder Säure, die gegebenenfalls in Lösung ist, versetzt und den Niederschlag abtrennt oder in üblicher Weise die Lösung aufarbeitet.

Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen

Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I), ohne den Umfang der beanspruchten Verbindungen auf diese Beispiele zu beschränken.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) lassen sich wie nachstehend beschrieben herstellen.

Beispiel 1: 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

Zu einer Lösung von 45 mg der in Beispiel 1f) hergestellten Säure in 0.75 ml Dimethylformamid gibt man 40.3 mg N-[(Dimethylamino)-1H-1,2,3-triazolo[4,5-b]pyridin-1-ylmethylen]-N-Methylmethanaminiumhexafluorophosphat-N-oxid (HATU) und 9.84 mg 4-Aminotetrahydropyran. Bei 0°C werden dann 18.0 &mgr;l Ethyldiisopropylamin zugetropft und 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend gibt man 25 ml Wasser zu, rührt 30 Minuten und saugt ab. Der so erhaltene Rückstand wird durch Chromatographie an Kieselgel mit Hexan/0–70% Ethylacetat gereinigt. Man erhält auf diese Weise 49.7 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.22 (2H), 1.26 (s, 9H), 1.65 (2H), 3.07 (3H), 3.32 (2H), 3.68 (2H), 3.89 (1H), 6.91 (1H), 6.99 (1H), 7.26-7.33 (4H), 7.34-7.41 (5H), 7.54 (2H), 11.85 (1H).

Das Ausgangsmaterial für die obige Titelverbindung wird wie folgt hergestellt:

1a) 5-Amino-1H-indol-2-carbonsäure-ethylester

5 g 5-Nitro-1H-indol-2-carbonsäure-ethylester werden in 170 ml Methanol und 0.5 ml Wasser vorgelegt, mit 6.73 g Ammoniumformiat und mit 50 mg Palladium auf Kohle (10%) versetzt und 1 Stunde bei 90°C am Rückfluss gekocht. Anschließend wird über Celite abgesaugt und mit warmen Methanol nachgewaschen. Nach Entfernen des Lösungsmittels wird der Rückstand mit 100 ml Wasser versetzt, 10 Minuten gerührt und der ausgefallene Feststoff über eine G4-Fritte abgesaugt. Der so erhaltene Feststoff wird im Vakuum getrocknet. Man erhält auf diese Weise 4.12 g der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.28 (3H), 4.25 (2H), 4.63 (2H), 6.62-6.68 (2H), 6.79 (1H), 7.12 (1H), 11.35 (1H).

1b) 5-(4-tert.-Butyl-phenylsulfonylamino)-1H-indol-2-carbonsäure-ethylester

Zu einer Lösung von 4.12 g des in Beispiel 1a) hergestellten Amins in 195 ml DMF gibt man bei 0°C 5.18 ml Ethyldiisopropylamin und 4.69 g 4-tert.-Butyl-phenylsulfonylchlorid und rührt zwei Stunden bei Raumtemperatur. Das Lösungsmittel wird unter reduziertem Druck entfernt und der Rückstand durch Chromatographie an Kieselgel mit Hexan/0–80% Ethylacetat gereinigt. Man erhält auf diese Weise 7.56 g der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.20 (9H), 1.27 (3H), 4.27 (2H), 6.97-7.03 (2H), 7.25 (1H), 7.31 (1H), 7.48 (2H), 7.59 (2H), 9.93 (1H), 11.80 (1H).

1c) 3-Brom-5-(4-tert.-butyl-phenylsulfonylamino)-1H-indol-2-carbonsäure-ethylester

Zu einer Lösung von 7.56 g des in Beispiel 1b) hergestellten Sulfonamids in 217 ml Tetrahydrofuran gibt man 3.36 g N-Bromsuccinimid und rührt 40 Minuten bei Raumtemperatur. Man verdünnt mit 300 ml Ethylacetat, wäscht einmal mit 50 ml Wasser, zweimal mit je 50 ml gesättigter Natriumchlorid-Lösung und trocknet die organische Phase über Natriumsulfat. Nach Filtration und Einengen im Vakuum wird der so erhaltene Rückstand aus Hexan/Ethylacetat umkristallisiert. Man erhält auf diese Weise 8.11 g der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.20 (9H), 1.30 (3H), 4.31 (2H), 7.08-7.15 (2H), 7.33 (1H), 7.50 (2H), 7.60 (2H), 10.08 (1H), 12.16 (1H).

1d) 3-Brom-5-[(4-tert.-butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-1H-indol-2-carbonsäure ethylester

Zu einer Suspension von 1 g des in Beispiel 1c) hergestellten Bromids in 10 ml Aceton gibt man 375 mg Kaliumcarbonat und 0.13 ml Methyliodid und rührt 24 Stunden bei Raumtemperatur. Man verdünnt mit 300 ml Ethylacetat und wäscht je einmal mit 50 ml Wasser und 50 ml gesättigter Natriumchlorid-Lösung. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat und Filtration wird im Vakuum eingeengt. Der so erhaltene Rückstand wird durch Mitteldruck-Chromatographie an Kieselgel mit Hexan/Ethylacetat im Verhältnis 7:3 gereinigt. Man erhält auf diese Weise 670 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.27 (9H), 1.32 (3H), 3.14 (3H), 4.34 (2H), 6.92 (1H), 7.08 (1H), 7.39 (1H), 7.41 (2H), 7.56 (2H), 12.33 (1H).

1e) 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure ethylester

Zu einer Lösung von 666 mg des in Beispiel 1d) hergestellten Esters in einem Gemisch aus 25.5 ml Ethanol und 25.5 ml Toluol gibt man 239 mg Phenylboronsäure und 3.37 ml einer 1 M-wässrigen-Natriumcarbonatlösung sowie 160 mg Lithiumchlorid. Nach Zugabe von 125 mg Tetrakis(triphenylphosphin)-palladium wird die Reaktionsmischung 20 Stunden refluxiert. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird über Celite abgesaugt und mit Ethylacetat nachgewaschen. Die so erhaltene organische Phase wird mit 10 ml gesättigter Natriumhydrogencarbonat- und gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Einengen im Vakuum wird der so erhaltene Rückstand durch Chromatographie an Kieselgel mit Hexan/0–60% Ethylacetat gereinigt. Man erhält auf diese Weise 626 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.13 (3H), 1.27 (9H), 3.06 (3H), 4.18 (2H), 6.90 (1H), 7.07 (1H), 7.25-7.7.36 (5H), 7.39 (2H), 7.43 (1H), 7.55 (2H), 10.24 (1H).

1f) 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure

Zu einer Mischung von 600 mg des in Beispiel 1e) hergestellten Esters in 14.5 ml Ethanol und 7.25 ml Ethanol gibt man 905 mg Natriumhydroxid und rührt 20 Stunden bei Raumtemperatur. Anschließend wird mit 100 ml Wasser verdünnt und mit 5% Schwefelsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert und getrocknet. Man erhält auf diese Weise 205 mg der Titelverbindung, die ohne weitere Reinigung weiter umgesetzt wird.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.26 (9H), 3.06 (3H), 6.88 (1H), 7.04 (1H), 7.24-7.35 (5H), 7.36-7.43 (3H), 7.55 (2H), 11.94 (1H), 12.93 (1H).

Beispiel 2: 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

In Analogie zu Beispiel 1 erhält man aus 45 mg der Säure aus Beispiel 1f) und 12.8 &mgr;l 2-(Morpholin-4-yl)-ethylamin 36.2 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 1.27 (9H), 2.18 (4H), 2.25 (2H), 3.06 (3H), 3.25 (2H), 3.38 (4H), 6.85 (1H), 6.98 (1H), 7.27-7.42 (9H), 7.55 (2H), 11.85 (1H).

Beispiel 3: (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid

In Analogie zu Beispiel 1 erhält man aus 45 mg der Säure aus Beispiel 1f) und 7.75 &mgr;l 2-Amino-1-propanol 42.6 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 0.94 (3H), 1.26 (9H), 3.07 (3H), 3.13-3.30 (2H), 3.89 (1H), 4.62 (1H), 6.89 (1H), 6.96 (1H), 6.99 (1H), 7.26-7.41 (8H), 7.54 (2H), 11.83 (1H).

Beispiel 4: (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid

In Analogie zu Beispiel 1 erhält man aus 45 mg der Säure aus Beispiel 1f) und 7.31 mg 1-Amino-2-propanol 45.4 mg der Titelverbindung.

NMR (300 MHz, DMSO-d6): &dgr; = 0.91 (3H), 1.27 (9H), 3.00-3.17 (2H), 3.06 (3H), 3.58 (1H), 4.59 (1H), 6.87 (1H), 6.99 (1H), 7.15 (1H), 7.26-7.41 (8H), 7.54 (2H), 11.84 (1H).

Biologische Beispiele: Beispiel 1: sAC-Assay

In einem geeigneten Puffersystem katalysiert die lösliche, spermienspezifische Adenylatzyklase die Umsetzung von Adenosintriphosphat (ATP) zu zyklischem Adenosinmonophosphat (CAMP) und Pyrophosphat. Auf diese Weise generiertes, freies cAMP wird anschließend in einem kompetitiven Nachweisverfahren eingesetzt, bei dem die Bindung eines mit Europiumkryptate (Eu[K]) markierten anti-cAMP Antikörpers (anti cAMP-Eu[K]-AK) an ein mit cAMP-Molekülen markiertes, modifiziertes Allophycocyanin-1 Molekül (cAMP-XL665) verhindert wird. In Abwesenheit von exogenem cAMP kommt es nach Anregung bei 335 nm zu einem Fluoreszenz Resonanz Energie Transfer (FREI) zwischen dem anti cAMP-Eu[K]-AK (FREI-Donor) und dem cAMP-XL665 Molekül (FREI-Akzeptor). Dieser Prozess wird zeitlich versetzt (time-resolved) anhand der Emission des FREI-Akzeptors XL665 (665 nm und 620 nm) quantifiziert. Ein Signal-Abfall (gemessen als Well-Ratio; Berechnungsformel: [(E665 nm/E620 nm) × 10000]) lässt sich auf das Vorhandensein von cAMP und somit auf die Aktivität der sAC zurückführen. Pro Vertiefung einer 384-Loch Testplatte (Polystyrol; 384, NV) werden zunächst 1,5 &mgr;l der Testsubstanz (in 30% DMSO) vorgelegt, bei den Lösemittelkontrollen lediglich 30% DMSO. Anschließend werden 10 &mgr;l einer verdünnten sAC Enzymlösung ausgebracht (Enzym-Stocklösung in 300 mM NaCl, 10% Glycerin; pH 7,6; Enzym-Zwischen- und Endverdünnung a) 1:10 und b) 1:2000 jeweils in: 1.0 mM MnCl2; 0.2% BSA; 50 mM Tris pH 7,5 in H2O). Die Enzymreaktion wird durch Zugabe von 5 &mgr;l der ATP-Substrat-Lösung (200 &mgr;M ATP in H2O) gestartet und nach einer Inkubation (25 Min. bei Raumtemperatur) durch die Zugabe von 5 &mgr;l der Stop-Lösung (200 &mgr;M EDTA in PBS) beendet. Zum Schluss wird die ganze Reaktion durch die Zugabe von 70 &mgr;l PBS auf ein Gesamtvolumen von 91,5 &mgr;l eingestellt.

Anschließend werden 8 &mgr;l der Detektionslösung 1 in eine Vertiefung der 384-Loch Mess-Platte vorgelegt (Messplatte: Polystyrol; 384, SV – black; Detektionslösung 1: 50 &mgr;l cAMP-XL665; 950 &mgr;l Rekonsititutionspuffer; 2200 &mgr;l PBS; cAMP-XL665: Herstellung durch Zugabe von 5 ml H2O zum lyophyliserten Produkt gemäß Vorschrift Cis bio Kit: #62AMPPEC; Lagerung: aliquotiert bei –80°C). Anschließend werden 3 &mgr;l aus den 91,5 &mgr;l der entsprechenden Vertiefung der Testplatte zugegeben. Zum Schluss erfolgt die Zugabe von 8 &mgr;l der Detektionslösung 2 (Detektionslösung 2: 50 &mgr;l anti cAMP-Eu[K]-AK; 950 &mgr;l Rekonsititutionspuffer; 2200 &mgr;l PBS; anti cAMP-Eu[K]-AK: Herstellung gemäß Vorschrift Cis bio Kit: #62AMPPEC; Lagerung: aliquotiert bei –80°C). Nach einer weiteren Inkubation von 90 Min. bei Raumtemperatur wird das HTRF-Ergebnis entweder am Packard Discovery oder mit dem RubiStar HTRF-Messgerät gemessen (Delay: 50 &mgr;s; Integration time: 400 &mgr;s).

Beispiel 2. Isolierung von humanen Spermien aus Ejakulaten und Kapazitation 2.1. Isolierung der Spermien

Humane Spermien werden aus dem Ejakulat durch ein zweischichtiges Gradientensystem auf Basis von colloidalen Silica-Partikeln gereinigt (Handelsname: Percoll oder ISolate).

Pro Ejakulat werden in einem 15 ml Zentrifugenröhrchen (konisch, Kunststoff) je 2,5 ml vorgewärmte untere Schicht („90% ISolate lower layer", Fa. Irvine) vorgelegt und vorsichtig mit 2,5 ml vorgewärmter oberer Schicht („50% ISolate upper layer", Fa. Irvine) überschichtet und im Wasserbad bei 37°C für < 1 h vorgehalten. Der Gradient wird vorsichtig mit maximal 3 ml normalen (in Bezug auf Spermienanzahl, Motilität und Verflüssigung) Ejakulates überschichtet. Die Sedimentation der Spermien erfolgt bei 1000 × g für 25 Min bei Raumtemperatur. Mittels einer Glaskapillare werden beide Schichten bis kurz oberhalb der Spermienpellets abgesaugt. Zum Auswaschen des ISolate-Gradienten werden die in je ca. 200 &mgr;l resuspendierten Spermienpellets in ein 15 ml Kunststoffröhrchen mit 12 ml mHTF Medium (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C) überführt und die Spermien werden bei 1000 × g für 20 Min sedimentiert. Das Medium wird bis kurz über dem Pellet abgesaugt und mit mHTF Medium Medium (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C) auf 1000 &mgr;l eingestellt. Die Anzahl der Spermien wird in einer Neubauer-Zählkammer bestimmt und für die folgende Kapazitation gegebenenfalls mit mHTF-Medium (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C) auf 4 × 106 Spermien/150 &mgr;l eingestellt.

2.2. Kapazitation

Falls der Einfluss von Testsubstanzen auf die akrosomale Reaktion getestet werden soll, müssen die Spermien mit den Testsubstanzen vorinkubiert werden. Diese Vorinkubation (15 min im Wärmeschrank bei 37°C) ist notwendig, um das Eindringen der Testsubstanzen in die Spermien vor Beginn der Kapazitation zu ermöglichen, d. h. eine Präsättigung der Bindungsstellen im Spermium zu erreichen, insbesondere bei Substanzen, die schlecht durch die Membran gehen. Sie ist außerdem notwendig, da die Erhöhung der BSA-Konzentration bei der Kapazitation durch die hohe Lipidbindung des BSA zur Abnahme der effektiven Testsubstanzkonzentration im Ansatz führen könnte.

Die Testsubstanzen werden in DMSO gelöst und mit mHTF-Medium (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C) verdünnt, so dass im finalen Kapazitationsansatz von 400 &mgr;l die DMSO-Konzentration 0.5% beträgt. Je 150 &mgr;l der temperierten obigen Testsubstanzlösung werden zu jeweils 150 &mgr;l Spermiensuspension pipettiert und für 15 min bei 37°C vorinkubiert. Die Kapazitation der Spermien wird gestartet durch Zugabe von 100 &mgr;l mHTF-Medium (88 mM NaHCO3; 4% BSA; 37°C). In dem finalen 400 &mgr;l Kapazitationsansatz beträgt die Spermienkonzentration 10 × 106/ml, die Bicarbonatkonzentration 4 mM und die BSA-Konzentration 1%. Die Kapazitation erfolgt bei 37°C für 3 Stunden im Wärmeschrank.

Zum Beenden der Kapazitation werden die Ansätze (je 400 &mgr;l) komplett in jeweils ein 15 ml Probenröhren mit 1,5 ml mHTF (4 mM NaHCO3; 37°C) überführt, 5 min bei 1000 × g zentrifugiert und der Überstand abgenommen. Mit diesem Schritt werden sowohl die hohe Proteinmenge als auch die Test-Substanzen entfernt.

Beispiel 3. Flow cytometrische Bestimmung der akrosomalen Reaktion 3.1. Einleitung der akrosomalen Reaktion durch Ionophorbehandlung und gleichzeitige CD46-FITC-Färbung

Die akrosomale Reaktion (AR) des Spermiums wird durch die Bindung des Spermiums an die Zona pellucida (ZP) ausgelöst. Dabei werden aus dem Akrosom Enzyme freigesetzt, die es dem Spermium ermöglichen, durch die ZP bis zur Eizelle vorzudringen. Bei der AR kommt es beim Spermium zu einer teilweisen Verschmelzung der Plasmamembran mit der äußerenakrosomalen Membran (OAM). Der Spermienkopf wird am Ende nur noch durch die innere akrosomale Membran (IAM) begrenzt. Nur an der IAM ist das CD46-Antigen nachweisbar.

In vitro lässt sich mit einer geeigneten Konzentration des Calcium-Ionophors A23187 an kapazitierten, aber nicht an unkapazitierten bzw. an durch Testsubstanzen an der Kapazitation gehemmten Spermien die akrosomale Reaktion induzieren. Mit Hilfe des FITC markierten Anti-CD46 Antikörpers (Fa. Pharmingen) gegen die IAM können die Akrosom -reagierten Spermien von den Akrosom -intakten Spermien, bei denen die IAM nicht exponiert ist, im Flow Cytometer unterschieden werden. Durch die gleichzeitige Färbung der Spermien mit dem DNA-Farbstoff Ethidium Homodimer (EhD), der nur die DNA membran-defekter, also toter Zellen färbt, können die toten von den lebenden Spermien unterschieden werden.

Weil die Ionophorverdünnungen zum Auslösen der AR sehr instabil zu sein scheinen und für die gleichzeitige Färbung mit der CD46-FITC Lösung gemischt werden müssen, können die Lösungen nicht vor Versuchsbeginn angesetzt werden, sondern müssen während der Aufarbeitung der Kapazitationsansätze hergestellt werden.

Die Spermienpellets werden im Restüberstand resuspendiert und im Wasserbad (37°C) mit 450 &mgr;l mHTF (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C) verdünnt. 100 &mgr;l Aliquots der Spermiensuspensionen werden in vorbereitete Proben-FACS-Flow-Röhrchen pipettiert (im Wasserbad). Zu den Spermien werden 150 &mgr;l einer Lösung mit Ionophor und FITC-markiertem Anti-CD46 Antikörper pipettiert. Die Endkonzentration beträgt 800 nM Ionophor und eine 1:125 Verdünnung des Anti-CD46-Antikörpers in mHTF (4 mM NaHCO3; 0,01% BSA; 37°C). Die Spermien werden darin für 30 min lichtgeschützt im Wasserbad bei 37°C inkubiert.

Die Inkubation wird durch Zugabe von 3,5 ml PBS [0,1% BSA]/Ansatz gestoppt, gefolgt von einer Zentrifugation für 5 min bei 700 × g (Raumtemperatur) und anschließendem Absaugen der Überstände. Nach der Zentrifugation werden die Proben bis zur Messung auf der Wärmeplatte warmgehalten.

3.2. EhD-Färbung (zur Differenzierung der toten/lebenden akrosomal reagierten Spermien)

Die Spermienpellets werden nach dem Absaugen mit je 500 &mgr;l frisch angesetzter EhD-Lösung (150 nM EhD in PBS [w/o BSA]; 37°C) versetzt. Die Proben können anschließend am Flow Cytometer (BD Facs Calibur) vermessen werden. Die Messung erfolgt bei einer Anregungswellenlänge des Lasers von 488 nm, es werden 10000 Spermien pro Messung erfasst. Akrosomreagierte Spermien werden über CD46-FITC im Filter FL-1 bei 530 nm gemessen. Tote Spermien werden mittels der EhD – DNA-Färbung im Filter FL-2 bei 634 nm gemessen. Die Messkanäle werden zuvor entsprechend gegeneinander kompensiert.

3.3 Auswertung

Die Spermien werden als sehr einheitliche Zellpopulation in einem FSC-H (forward scatter) gegen SSC-H (sideward scatter) Dotblot ausgewählt. Da eine Zweifarbenfluoreszenzfärbung genutzt wird, erfolgt die Auswertung mit Hilfe der Quadrantenanalyse in einem FL-1 (EhD, X-Achse) vs. FL-2 (FITC-CD46, Y-Achse) Dotblot mit der ausgewählten Spermienpopulation aus dem FSC vs SSC Dotblot: Quadrant im FL-1 vs. FL-2 Dotblot Färbung Analyse Q1 = UL upper left nur EhD tote, nicht akrosom reagierte Spermien Q2 = UR upper right EhD und FITC-CD46 tote, akrosom reagierte Spermien Q3 = LL lower left ungefärbt lebende, nicht akrosom reagierte Spermien Q4 = LR lower right nur FITC-CD46 lebende, akrosom reagierte Spermien

Zur Berechnung der % induziert akrosomal reagierter Spermien (= „IAR[%]") werden nur die lebenden Spermien aus Q3 und Q4 herangezogen und ihre Gesamtzahl gleich 100% gesetzt. IAR berechnet sich dann wie folgt:

Ein Teil der Spermien reagiert bereits ohne Ionophorzugabe spontan akrosomal (= „SAR[%]"). Daher erfolgt immer auch eine Kontrollmessung gleichbehandelter Spermien ohne Ionophorzugabe. Die SAR berechnet analog zur IAR. Die wirklich durch das Ionophor ausgelöste akrosomale Reaktion (= „ARIC[%]") berechnet sich als Differenz: ARIC = IAR – SAR

Für die folgende Analyse des Einflusses unserer Inhibitoren auf die sAC vermittelte Kapazitation (gemessen als Fähigkeit des Spermiums zur Ionophorinduzierten akrosomalen Reaktion) wird der Prozentsatz akrosomal reagierter Spermien in der positiven Kapazitationskontrolle (= Inkubation mit mHTF-Medium mit 25 mM NaHCO3; 1% BSA ohne Prüfsubstanzen) = 100% gesetzt. Die Fähigkeit der mit den Prüfsubstanzen versetzten Spermien zur akrosomalen Reaktion wird relativ zu dieser maximalen akrosomalen Reaktion angegeben.

Verwendete Materialien

  • mHTF = modif. Human tubular fluid (Fa. Irvine Scientific), Dulbeccos's Phosphate-Buffered-Saline (Fa. Gibco) (mit Ca2+, Mg2+, 1 g/L D-Glucose, 36 mg/L Na-Pyruvate, w/o Phenolrot, w/o NaHCO3); Rinderserumalbumin, Fraktion V (Fa. Fluka); Dimethylsulfoxid (DMSO), wasserfrei (Fa. Merck);
  • Sodium Bicarbonate 7,5%ige Lsg.(893 mM) (Fa. Irvine Scientific); Isolate-Gradient (Fa. Irvine Scientific); Ionophor-A23187 free acid, (Fa. Calbiochem); Ethidium Homodimer (EhD) (Fa. Molecular Probe), Mouse Anti Human CD46: FITC (Fa. Pharmingen).

Literaturzitat:

  • J. W. Carver-Ward, Human Reproduction Vol. 11, No. 9, pp: 1923ff, 1996 High fertilization prediction by flow cytometric analysis of the CD46 antigen on the inner acrosomal membrane of spermatozoa
  • O. J. D'Cruz, G. G. Haas, Fertility and Sterility Vol. 65, No. 4, pp: 843ff, 1996 Fluorescence-labeled fucolectins are superior markers for flow cytometric quantitation of the sperm acrosome reaction
  • E. Nieschlag, H. M. Behre, Andrologie, Springer Verlag 1996

Beispiele:

Aus der Tabelle ist zu erkennen, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen in bezug auf die Inhibition der löslichen Adenylatzyklase, ausgedrückt durch den IC50-Wert, eine etwa 10-fach höhere Aktivität aufweisen als die bereits bekannten Catecholöstrogene (OH-Östradiole). Die Catecholöstrogene sind toxisch, daher sind die erfindungsgemäßen Verbindungen den bekannten Verbindungen weit überlegen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind auch etwa 10-fach potenter als die von Zippin vorgestellten Verbindungen.


Anspruch[de]
Verbindungen der allgemeinen Formel (I),
wobei

R1 Wasserstoff, Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls mehrfach gesättigt und gegebenenfalls mehrfach substituiert ist, oder

die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R2 Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls mehrfach gesättigt und gegebenenfalls mehrfach substituiert ist, oder

die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C5-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C6-Alkyl oder C1-C6-Acyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach substituiert sein kann, oder mit C1-C6-Alkoxy, Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann oder

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, CF3 , Hydroxy, Cyano, CO2-(C1-C6-Alkyl), C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, N-(C1-C6-Alkyl)2, CO-NR4R5 oder C1-C6-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy, N-C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R4 und R5 gemeinsam einen 5–8 gliedrigen Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und

R6 die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Ethoxy, iso-Propoxy, Chlor, Brom, Fluor, Cyano, Methyl-sulfonyl oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten,

sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
Verbindungen gemäß Anspruch 1, wobei

R1 Wasserstoff, Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, oder die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R2 Halogen, CF3, C3-C6-Cycloalkyl, oder die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl, C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl oder CF3, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Aryl, C1-C6-Acyl, Halo-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Acyl-C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkyl-C1-C6-Aryl oder C1-C6-Aryl-C1-C6-Alkyl gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff unterbrochen sein kann, oder

die Gruppe Sulfonyl-C1-C6-Alkyl, Sulfonamid, oder Cyano,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, CF3 , Cyano, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder C1-C3-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff, C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R4 und R5 gemeinsam einen 5–8 gliedrigen Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und

R6 die Gruppe C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl, in der C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-cyclo-C3-C6-Alkyl, C1-C6-Alkyl-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Ethoxy, iso-Propoxy, Chlor, Brom, Fluor, Cyano, Methyl-sulfonyl oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
Verbindungen gemäß Anspruch 1–2, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Alkyl, CF3, Cyano, Brom, oder die Gruppe -OCF3, -SO2-CH3,

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C6-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, CF3 , Cyano, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NR4R5 oder C1-C3-Alkoxy substituiert sein kann,

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R6 die Gruppe C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl, in der C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Chlor, Fluor, Cyano oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
Verbindungen der gemäß Anspruch 1–3, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Alkyl, CF3, Cyano, Brom, oder die Gruppe -OCF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht

R3 C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder zweifach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, Acetyl, Methoxy, Ethoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NHR5 oder CF3 substituiert sein kann,

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder zweifach, gleich oder verschieden mit Chlor und/oder Fluor, mit C1-C3-Alkyl, Acetyl, Methoxy, Ethoxy, Cyano, Hydroxy, N-(CH3)2, CO2-(C1-C3-Alkyl), CO-NHR5 oder mit CF3 substituiert sein kann,

C3-C6-Cycloalkyl,

R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl-C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C6-Alkyl, C1-C6-Acyl, C1-C6-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C3-C6-Cycloalkyl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy oder CF3 substituiert ist,

C6-C12-Aryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano substituiert ist, oder

C5-C12-Heteroaryl, welches gegebenenfalls ein- oder mehrfach, gleich oder verschieden mit Halogen, C1-C3-Alkyl, C1-C3-Acyl, C1-C3-Alkoxy, N-C1-C3-Alkyl-C1-C3-Alkyl, CF3 oder Cyano, substituiert ist, oder

C1-C6-Alkyl, welches beliebig substituiert sein kann,

R6 die Gruppe C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl, in der C1-C4-Alkyl, CH2-cyclo-C3-C6-Alkyl, CH2-C6-C12-Aryl gegebenenfalls ein- oder dreifach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, Methoxy, Chlor, Fluor, Cyano oder Amino-sulfonyl substituiert sein kann,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
Verbindungen gemäß Anspruch 1–4, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 tertiär Butyl, iso-Propyl, iso-Butyl, sek. Butyl, Cyano, Brom, oder die Gruppe -O-CF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht,

R3 die Gruppe
R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff oder die Gruppe -(CH2)m-N-(CH3)2, -(CH2)2-CH3, -(CH2)2-NH-COCH3, -(CH2)-CHCH3-OH, -(CH2)2-O-CH3, -(CH2)2-OH, -CHCH3-CH2-OH, wobei m = 1–3 ist,
R6 Methyl, Ethyl, Propyl, 2-Methoxy-ethyl, -CH2-CF3, -(CH2)2-CF3 und Benzyl,

bedeuten, sowie deren Isomere, Diastereomere, Enantiomere und Salze.
Verbindungen gemäß Anspruch 1–5, wobei

R1 Wasserstoff,

R2 tertiär Butyl, iso-Propyl, iso-Butyl, sek. Butyl, Cyano, Brom, oder die Gruppe -O-CF3, -SO2-CH3 bedeutet und in para-Stellung steht,

R3 die Gruppe
R4 Wasserstoff,

R5 Wasserstoff oder die Gruppe, -(CH2)-CHCH3-OH, -(CH2)2-O-CH3, -CHCH3-CH2-OH,
R6 Methyl, Ethyl, Propyl, 2-Methoxy-ethyl, -CH2-CF3, -(CH2)2-CF3 und Benzyl.
Verbindungen gemäß Anspruch 1–6, ausgewählt aus einer Gruppe, die folgende Verbindungen enthält:

1. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

2. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

3. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid

4. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid

5. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(pyridin-4-yl)-amid

6. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

7. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

8. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid

9. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-benzyl-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid

10. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

11. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

12. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-1-methyl-ethyl)-amid

13. (±)-5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-(2-methoxy-ethyl)-amino]-3-phenyl-1H-indol-2-carbonsäure-(2-hydroxy-propyl)-amid

14. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-fluor-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

15. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-fluor-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid

16. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-methoxy-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure-(tetrahydro-pyran-4-yl)-amid

17. 5-[(4-tert.-Butyl-phenylsulfonyl)-methyl-amino]-3-(3-methoxy-phenyl)-1H-indol-2-carbonsäure (2-morpholin-4-yl-ethyl)-amid
Arzneimittel, die mindestens eine der Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1–7 enthalten. Arzneimittel gemäß Anspruch 8 in der die Verbindung der allgemeinen Formel 1 in einer wirksamen Dosis enthalten ist. Arzneimittel gemäß Anspruch 8 oder 9 für die Kontrazeption. Arzneimittel gemäß Anspruch 8 oder 9 zur Inhibition der löslichen Adenylatzyklase. Arzneimittel gemäß Anspruch 8 oder 9 mit geeigneten Formulierungs- und Trägerstoffen. Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel 1 gemäß Anspruch 1–7 in Form eines pharmazeutischen Präparates für die enterale, parenterale, vaginale und orale Applikation. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I), dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung der Formel II,
worin R1, R2, R3 und R6 die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben und R7 ein Wasserstoff oder ein C1-C6-Akylrest sein kann, wobei Wasserstoff bevorzugt ist, und es sich bei dem C1-C6-Akylrest bevorzugt um einen Methyl- oder Ethyl-Rest handeln kann, mit einem Amin der allgemeinen Formel III
wobei die Reste R4 und R5 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, nach Spaltung gegebenenfalls benötigter Schutzgruppen zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) umgesetzt wird.






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