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Dokumentenidentifikation DE102006020507B4 22.01.2009
Titel Vorrichtung für Modellanlagen
Anmelder Kunstsstofftechnik Reimer GbR (vertretungsberechtigter Gesellschafter: Rolf Reimer, 74417 Gschwend), 74417 Gschwend, DE
Erfinder Reimer, Rolf, 74417 Gschwend, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 20.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006020507
Offenlegungstag 25.10.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse A63H 13/20  (2006.01)  A,  F,  I,  20060420,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse A63H 19/24  (2006.01)  A,  L,  I,  20060420,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Modellanlagen, insbesondere für Modelleisenbahnanlagen, mit einer auf einer Ebene der Modellanlage an einer Führungseinrichtung geführten Miniaturfigur, wobei die Führungseinrichtung eine Bewegungsbahn der Miniaturfigur definiert, wobei die Führungseinrichtung eine in der Ebene entlang der Bewegungsbahn ausgebildete Aussparung aufweist, an oder in der ein Führungsabschnitt der Miniaturfigur geführt ist, und die Aussparung durch zueinander parallele Wandabschnitte begrenzt ist, wobei die Wandabschnitte an Geländeteilen ausgebildet sind, die die Ebene der Modellanlage bilden.

Modelleisenbahnanlagen erfreuen sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Aus der DE 68 06 245 U ist ein Spielzeug bekannt, bei dem hinter einer Blende ein Transportband umläuft, auf welchem Figuren angeordnet sind. Die am oberen Trum sich befindenden Figuren sind oberhalb der Blende sichtbar. Außer der geradlinigen Bahn des oberen Trums können die Figuren keine Bewegung durchführen. Aus der CH 304 420 A ist ein Schlepplift bekannt, an welchem Schifahrer hängen, die eine schiefe Ebene hoch gezogen werden. Die DE 69 03 268 U offenbart einen Sessellift für Schifahrer. Am oberen Umkehrpunkt wird der Schifahrer selbsttätig entladen, so dass er eine schiefe Ebene herunter fahren kann.

Aus der US 2,066,239 und der US 2,784,525 sind Spiele bekannt, bei denen auf einer Ebene eine Figur in einer Nut mit parallelen Nutwänden geführt und dadurch entlang einer Bewegungsbahn geführt wird. Dabei kann die Figur zudem noch eine Drehbewegung ausführen (US 2,066,239). Sehr realistisch und für Modellanlagen sind derartige Ausgestaltungen nicht.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung für Modellanlagen, insbesondere für Modelleisenbahnanlagen zu schaffen, die eine besonders realistische Umsetzung eines Modellvorbilds in ein Modell erlaubt.

Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.

Im Rahmen dieser Erfindung wird unter einer Miniaturfigur das verkleinerte Modell eines Lebewesens, also eines Menschens oder eines Tieres verstanden. Eine solche Miniaturfigur kann eine Größe von wenigen Millimetern für die Spurweite Z (Maßstab 1:220) bis hin zu einigen Zentimetern für die Spurweite 2 (Maßstab 1:22,5) betragen. Für die weit verbreitete Spurweite H0 (Maßstab 1:87) beträgt die Größe einer erwachsenen, menschlichen Miniaturfigur ca. 2 cm.

Die genannten Miniaturfiguren werden von verschiedenen Herstellern angeboten und sind in bekannten Modellbahnanlagen in üblicher Weise mit Klebstoff oder Ähnlichem auf einem Untergrund befestigt. So entsteht der Widerspruch, dass auf bekannten Modelleisenbahnanlagen größere Objekte zwar bewegt werden, die Miniaturfiguren in einer solchen bewegten Umgebung jedoch statisch sind. Dies liegt daran, dass für Modelleisenbahnen und auch für Modellfahrzeuge auf solchen Anlagen der Ansatz verfolgt wird, diese Objekte mit einem Motor auszustatten, der über Leitungen, also beispielsweise Schienen oder über auf eine Modellstraße aufgelegte Drähte mit Strom versorgt wird. Die Integration eines solchen Antriebs in eine Miniaturfigur ist jedoch nicht möglich oder mit einem sehr hohen Aufwand verbunden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung geht in eine andere Richtung. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass es nicht notwendig ist, einen Antrieb in eine Miniaturfigur zu integrieren, sondern dass es ausreicht, die Miniaturfigur auf einer Ebene der Modellanlage an einer Führungseinrichtung zu führen und dass diese Führungseinrichtung durch ihren Verlauf die Bewegungsbahn der Miniaturfigur definiert. Somit ist es möglich, die Miniaturfigur entlang der Führungseinrichtung und somit entlang der Bewegungsbahn zu bewegen. Die Miniaturfiguren müssen dabei nicht motorisch angetrieben sein, obwohl dies, wie weiter unten beschrieben, vorteilhaft ist. Die Miniaturfigur kann auch von Hand entlang der Führungseinrichtung bewegt werden oder die Führungseinrichtung weist entlang ihres Verlaufs einen Höhenunterschied auf, so dass die Miniaturfigur sich mit Hilfe der Erdanziehungskraft bewegt. Ein Anwendungsbeispiel hierfür ist die Figur eines auf einer Miniaturrutsche sitzenden Kindes.

Erfindungsgemäß sind die zueinander parallelen Wandabschnitte zumindest abschnittsweise zu der Ebene um einen von 90° abweichenden Winkel orientiert. Hierbei wird davon ausgegangen, dass eine Miniaturfigur in üblicher Weise eine gegenüber der Ebene zumindest in etwa senkrechte Lage einnimmt. Durch Abweichung von diesem Winkel kann eine Miniaturfigur entlang von zumindest Abschnitten der Bewegungsbahn geneigt werden, wodurch besonders bei Bewegung der Miniaturfigur in einem Kurvenabschnitt der Bewegungsbahn ein besonders realistischer Eindruck entsteht. Ein Anwendungsbeispiel hierfür ist eine auf einem Fahrrad sitzende Miniaturfigur.

Erfindungsgemäß kann die Führungseinrichtung eine in der Ebene entlang der Bewegungsbahn ausgebildete Aussparung aufweisen, an oder in der ein Führungsabschnitt der Miniaturfigur geführt ist. Der Verlauf der Aussparung definiert somit in einfacher Weise die Bewegungsbahn der geführten Miniaturfigur. In vorteilhafter Weise ist der Führungsabschnitt in Gebrauchslage unterhalb der Figur vorgesehen, so dass er für einen Betrachter weitestgehend unsichtbar bleibt.

Eine zuverlässige Führung der Miniaturfigur ist besonders dann gegeben, wenn die Aussparung durch zueinander parallele Wandabschnitte begrenzt ist. Diese Wandabschnitte können beispielsweise durch Schienen gebildet werden, die in die Ebene der Modellanlage eingebettet werden. Es ist auch möglich, dass die Wandabschnitte an Geländeteilen ausgebildet sind, die die Ebene der Modellanlage bilden.

Es wird vorgeschlagen, dass die genannte Ebene geneigt und/oder in sich gekrümmt ist. Auf diese Weise kann die Bewegungsbahn einer Miniaturfigur und ihrer Umgebung angepasst werden.

Die Bewegungsbahn kann entlang ihres Verlaufs in der Ebene zumindest abschnittsweise gekrümmt sein. Auf diese Weise kann die Miniaturfigur innerhalb einer Ebene nicht nur entlang einer Geraden, sondern auch in Kurvenabschnitten geführt werden.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Bewegungsbahn in sich geschlossen. Auf diese Weise kann eine Miniaturfigur entlang eines geschlossenen Umlaufs geführt werden, ohne dass diese sich lediglich vor- und zurückbewegt, obwohl dies im Rahmen der Erfindung auch möglich ist.

In diesem Zusammenhang wird weiterhin vorgeschlagen, dass die Miniaturfigur abschnittsweise in einem für einen Betrachter unsichtbaren Bereich geführt ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Miniaturfigur für einen Betrachter sichtbar von einem Start- zu einem Zielpunkt zu führen und sie von dort für einen Betrachter unsichtbar wieder zurück zum Startpunkt der Bewegungsbahn zu bringen.

Eine zusätzliche Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Miniaturfigur derart geführt ist, dass die Bewegungsbahn zumindest entlang eines Abschnitts ihres Verlaufs einen zu der Ebene variierenden Abstand aufweist. Auf diese Weise kann die Miniaturfigur nicht nur parallel zu der Ebene geführt werden, sondern auch der Eindruck einer in die Höhe gerichteten Bewegung erzeugt werden. Dies ist besonders für spezielle Ausbildungen der Miniaturfiguren, die weiter unten beschrieben sind, vorteilhaft.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Miniaturfigur entlang der Bewegungsbahn von Antriebsmitteln angetrieben ist. Auf diese Weise kann die Miniaturfigur für einen beliebigen Verlauf der Bewegungsbahn ohne manuellen Eingriff entlang der Bewegungsbahn bewegt werden. In Abkehr der für Modelleisenbahnanlagen bekannten Antriebe können die Antriebsmittel einen stationären Motor umfassen, der mit einem im Wesentlichen parallel zu der Bewegungsbahn geführten Zugmittel zusammenwirkt. Dies bedeutet, dass die Miniaturfigur nicht mit einem eigenen Antrieb ausgestattet werden muss, sondern über Zugmittel von einem stationären Motor angetrieben werden kann. Diese Zugmittel können für einen Betrachter sichtbar sein und optisch vorteilhaft in die Modelleisenbahnanlage integriert werden. Ein Beispiel hierfür ist ein Zugmittel, das als Zugseil eines Miniaturskilifts ausgebildet ist. Die Zugmittel können aber auch zumindest abschnittsweise in einem für einen Betrachter unsichtbaren Gereicht unterhalb der Ebene angeordnet sein, so dass Miniaturfiguren in beliebigen Umgebungen angetrieben werden können, ohne dass für einen Betrachter störende Zugmittel sichtbar wären.

Das Zugmittel ist in vorteilhafter Weise flexibel, um den Verlauf der Bewegungsbahn folgen zu können, und als Seil oder Kette ausgebildet. Beispielsweise kann das Zugmittel als Drahtseil, als Schnur (insbesondere aus Polyamid) oder als Kette ausgebildet sein. Für diese Zugmittel wird vorgeschlagen, dass sie an Umlenkelementen, insbesondere an Rollen und/oder Rädern geführt sind. Auf diese Weise kann der Verlauf der Zugmittel und somit der Bewegungsbahn in beliebiger Weise definiert werden.

Es ist vorteilhaft, wenn der Abstand zwischen der Bewegungsbahn der Miniaturfigur und der Ebene einstellbar ist. Auf diese Weise kann die Miniaturfigur in eine größtmögliche Nähe zur Ebene gebracht werden, so dass sie entlang der Bewegungsbahn mit einem geringstmöglichen Spiel behaftet auf der Ebene geführt ist.

Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass die Miniaturfigur einen Antriebsabschnitt aufweist, der mit dem Zugmittel verbunden ist. Somit müssen die Zugmittel nicht direkt an der Miniaturfigur angreifen, so dass das Erscheinungsbild der Miniaturfigur nicht beeinträchtigt ist. Eine besonders einfache und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Führungsabschnitt und der Antriebsabschnitt der Miniaturfigur von einem von der Miniaturfigur abragenden, stiftförmigen Element gebildet ist. Dieses stiftförmige Element kann in einfacher Weise in einer vorstehend beschriebenen Aussparung geführt werden, in einen für einen Betrachter unterhalb der Ebene der Modellanlage vorgesehenen Bereich ragen und dort mit Hilfe des Antriebsabschnitts von den Antriebsmitteln, beispielsweise dem Zugmittel angetrieben werden.

Die beschriebene Vorrichtung kann für alle erdenklichen Szenarien einer Modelleisenbahnanlage eingesetzt werden. Im Folgenden werden einige Vorrichtungen beschrieben, für die sich besonders vorteilhafte Wirkungen ergeben. Demnach kann die Miniaturfigur als Wintersportler, insbesondere als Skifahrer oder Snowboardfahrer oder Schlittenfahrer ausgebildet sein, wobei die Bewegungsbahn in ein Modell einer Wintersportlandschaft integriert ist. Somit ist es erstmals möglich, eine Modelleisenbahnanlage mit einer Wintersportanlage zu schaffen, in der sich die Miniaturfigur ihrer jeweiligen Sportart entsprechend bewegt. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Modell der Wintersportlandschaft eine Aufstiegsanlage umfasst und dass die Bewegungsbahn zumindest abschnittsweise durch die Aufstiegsanlage definiert ist. Eine solche Aufstiegsanlage kann beispielsweise einen Sessel-Lift oder einen Bügel-Lift umfassen. Weiterhin kann die Aufstiegsanlage eine Talstation und/oder eine Bergstation umfassen. In Verbindung mit der vorstehend beschriebenen Führung der Bewegungsbahn mit einem für einen Betrachter unsichtbaren Abschnitt kann eine solche Miniaturfigur beispielsweise entlang einer modellierten Skipiste hangabwärts geführt, einer Talstation zugeführt und über einen für den Betrachter unsichtbaren Bereich über die Bergstation zu dem Ausgangspunkt der Skipiste gebracht werden. Hierdurch kann auch für Aufstiegsanlagen mit Kabinen oder Gondeln ein realistisches Szenario geschaffen werden.

Die Miniaturfigur kann auch als Fußgänger ausgebildet sein und insbesondere in ein Modell eines Fußgängerüberwegs integriert sein. Eine solche Vorrichtung kann in beliebiger Weise verfeinert werden, beispielsweise mit Miniaturfahrzeugen, die vor einem solchen Fußgängerüberweg warten und erst weiterfahren, nachdem die geführte Miniaturfigur den Fußgängerüberweg überquert hat.

Wenn die Bewegungsbahn an ein Modell eines Gebäudes grenzt, ergeben sich weitere, vielfältige Möglichkeiten. So kann beispielsweise eine Miniaturfigur von einem Gebäude zu einem nächsten geführt werden, innerhalb der Gebäude entlang einer Schleife geführt werden und auf diese Weise der Eindruck erzeugt werden, dass eine Miniaturfigur von einem Gebäude zum nächsten und zurück wandert.

Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Miniaturfiguren betreffen Golfspieler, wobei die Bewegungsbahn in ein Modell eines Golfplatzes integriert ist.

Wie oben erwähnt, kann die Miniaturfigur auch als Tiermodell ausgebildet sein. Hierfür bieten sich nach einer Ausführungsform der Erfindung Rehe oder Hirsche an, deren Bewegungsbahn in ein Modell eines Waldstücks integriert ist. Auf diese Weise kann der realistische Eindruck eines Wildwechsels erzeugt werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in der Zeichnung gezeigten sowie in den Ansprüchen sowie in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.

In der Zeichnung zeigen:

1 eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;

2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß 1; und

3 eine der 2 entsprechende Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform.

In den 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung insgesamt mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet. Diese umfasst eine mit dem Bezugszeichen 4 bezeichnete Aufstiegshilfe mit einer Talstation 6 sowie einer Bergstation 8. Gemäß 2 ist zwischen der Talstation 6 und der Bergstation 8 ein Mast 10 angeordnet. Die Aufstiegshilfe 4 umfasst ein Zugseil 12, das über ein in der Talstation 6 gelagertes Antriebsrad angetrieben wird und das an einem an der Bergstation 8 angeordneten Umlenkrad 16 umgelenkt wird. Die Aufstiegshilfe 4 umfasst ferner an dem Zugseil 12 angelenkte Bügel 18.

Die Vorrichtung 2 umfasst eine Miniaturfigur 20, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Skifahrer ausgebildet ist. Die Miniaturfigur 20 ist ca. 2 cm groß, wenn die Vorrichtung 2 zum Einbau in eine Modelleisenbahnanlage mit der Spurweite H0 vorgesehen ist.

Die Miniaturfigur 20 ist auf einer Ebene 22 entlang einer aus 1 ersichtlichen Bewegungsbahn 24 geführt. Die Bewegungsbahn 24 wird durch eine in der Ebene 22 vorgesehene, schlitzförmige Aussparung 26 definiert. Die Aussparung 26 wird begrenzt durch Wandabschnitte 28, die durch angrenzende Geländeteile 30 und 32 gebildet werden, die wiederum die Ebene 22 bilden.

Die Miniaturfigur 20 weist an ihrem in 2 unteren Ende ein fest mit der Miniaturfigur verbundenes, stiftförmiges Element 34 auf, das in die Aussparung 26 ragt. Das Element 34ist an seinem freien Ende mit einem als Seil ausgebildeten Zugmittel 36 verbunden. Das Zugmittel 36 ist von einem in 2 oberen Antriebsrad 38 angetrieben und wird über Umlenkräder 40, 42, 44, 46, 48 umgelenkt (vergleiche 1), so dass eine in sich geschlossene Bewegungsbahn 24 entsteht. Das Zugmittel 36 ist also in einem für einen Betrachter unsichtbaren Bereich unterhalb der Ebene 22 parallel zu der Aussparung 26 geführt. Auf diese Weise folgt die Miniaturfigur 20 der solchermaßen definierten Bewegungsbahn 24.

Zum Antrieb des Zugmittels 36 ist das Antriebsrad 38 über ein Zahnradgetriebe 52 von einem stationären Elektromotor 54 angetrieben. Dieser ist stufenlos regelbar, so dass die Geschwindigkeit, mit der die Miniaturfigur 20 entlang der Bewegungsbahn 24 geführt wird, einstellbar und auch variabel ist.

Die Führung und der Antrieb der Miniaturfigur 20 der Vorrichtung 2 wird im Folgenden genauer mit Bezug auf eine Vorrichtung 2' gemäß 3 beschrieben. Demnach weist das stiftförmige Element 34 einen in der Aussparung 26 geführten Führungsabschnitt 56 auf. Die Führung der Miniaturfigur 20 ist dabei so ausgestaltet, dass der Führungsabschnitt 56 innerhalb der Aussparung 26 mit einem geringen Spiel behaftet klemmfrei geführt ist. Das Element 34 weist an seinem der Miniaturfigur 20 abgewandten Ende einen Antriebsabschnitt 58 auf, an dem das Element 34, beispielsweise über eine aufgeklemmte Kunststoffhülse, an dem Zugmittel 36 gesichert ist.

Gemäß 3 kann die Miniaturfigur 20 relativ zu der Ebene 22 einen in etwa rechten Winkel 60 einnehmen. Durch Neigung der Aussparung 26 beziehungsweise der die Aussparung 26 begrenzenden Wandabschnitte 28 (vergleiche 2) kann die Miniaturfigur 20 um einen Winkel 62 geneigt werden. Somit kann eine realistische Neigung der als Skifahrer ausgebildeten Miniaturfigur 20 in Kurvenabschnitten der Bewegungsbahn 24 erzeugt werden.

Das Zugmittel 36 ist an dem Antriebsrad 38 und an den Umlenkrädern 40 bis 48 in einer nutenförmigen Zugmittelführung 64 geführt. Diese erlaubt ein geringfügiges Verdrehen des Zugmittels 36 in denjenigen Abschnitten der Bewegungsbahn 24, in denen die Aussparung 26 in der vorbeschriebenen Weise geneigt ist.

Die Geländeteile 30 und 32 der Vorrichtung 2' lassen sich über zwei Einstelleinrichtungen 66 in ihrer Höhe relativ zu einer Grundplatte 68 einstellen. An der Grundplatte 68 sind die beschriebenen Antriebsmittel, also der Elektromotor 54, das Antriebsrad 38, die Umlenkräder 40 bis 48 sowie das Zugmittel 36 gelagert. Durch Einstellung des Abstandes der Geländeteile 30 und 32 relativ zur Grundplatte 68 lässt sich somit der Abstand der Miniaturfigur 20 zu der Ebene 22 einstellen.

Um die Neigung der Geländeteile 30 und 32 sowie der Grundplatte 68 exakt justieren zu können, umfasst die Vorrichtung 2' ferner zwei Auflager 70 mit Kugelköpfen 72.


Anspruch[de]
Vorrichtung (2, 2') für Modellanlagen, insbesondere für Modelleisenbahnanlagen, mit einer auf einer Ebene (22) der Modellanlage an einer Führungseinrichtung geführten Miniaturfigur (20), wobei die Führungseinrichtung eine Bewegungsbahn (24) der Miniaturfigur (20) definiert, wobei die Führungseinrichtung eine in der Ebene entlang der Bewegungsbahn ausgebildete Aussparung (26) aufweist, an oder in der ein Führungsabschnitt (56) der Miniaturfigur (20) geführt ist, und die Aussparung (26) durch zueinander parallele Wandabschnitte (28) begrenzt ist, wobei die Wandabschnitte (28) an Geländeteilen (30, 32) ausgebildet sind, die die Ebene (22) der Modellanlage bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander parallelen Wandabschnitte (28) zumindest abschnittsweise zu der Ebene (22) der Modellanlage um einen von 90° abweichenden Winkel (62) derart orientiert sind, dass eine Neigung der Miniaturfigur (20) in einen Kurvenabschnitt der Bewegungsbahn erfolgt. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene (22) geneigt und/oder in sich gekrümmt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn (24) in sich geschlossen ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) abschnittsweise in einem für einen Betrachter unsichtbaren Bereich geführt ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) derart geführt ist, dass die Bewegungsbahn (24) zumindest entlang eines Abschnitts ihres Verlaufs einen zu der Ebene (22) variierenden Abstand aufweist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) entlang der Bewegungsbahn (24) von Antriebsmitteln angetrieben ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel einen stationären Motor (54) umfassen, der mit einem im Wesentlichen parallel zu der Bewegungsbahn (24) geführten Zugmittel (36) zusammenwirkt. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (36) als Seil oder Kette ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (36) an Umlenkelementen, insbesondere an Rollen und/oder Rädern (38 bis 48) geführt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Bewegungsbahn (24) der Miniaturfigur (20) und der Ebene (22) einstellbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) einen Antriebsabschnitt (58) aufweist, der mit dem Zugmittel (36) verbunden ist. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (56) und der Antriebsabschnitt (58) der Miniaturfigur (20) von einem von der Miniaturfigur (20) abragenden, stiftförmigen Element (34) gebildet sind. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) als Wintersportler, insbesondere als Skifahrer oder Snowboardfahrer oder Schlittenfahrer, ausgebildet ist und dass die Bewegungsbahn (24) in ein Modell einer Wintersportlandschaft integriert ist. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Modell der Wintersportlandschaft eine Aufstiegsanlage (4) umfasst und dass die Bewegungsbahn (24) zumindest abschnittsweise durch die Aufstiegsanlage (4) definiert ist. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstiegsanlage (4) einen Sessel-Lift oder einen Bügel-Lift umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstiegsanlage (4) eine Talstation (6) und/oder eine Bergstation (8) umfasst. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) als Fußgänger ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn (24) in ein Modell eines Fußgängerüberwegs integriert ist. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn (24) an ein Modell eines Gebäudes grenzt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) als Golfspieler ausgebildet ist und dass die Bewegungsbahn (24) in ein Modell eines Golfplatzes integriert ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Miniaturfigur (20) als Tiermodell ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Tiermodell (20) als Reh oder Hirsch ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsbahn (24) in ein Modell eines Waldstücks integriert ist.






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