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Dokumentenidentifikation DE102007000377A1 22.01.2009
Titel Laserdistanzhandmessgerät mit einem Impulsrückmischverfahren
Anmelder Hilti Aktiengesellschaft, Schaan, LI;
JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH, 07745 Jena, DE
Erfinder Gogolla, Torsten, Schaan, LI;
Winter, Andreas, Feldkirch, AT;
Seifert, Helmut, 07616 Serba, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 16.07.2007
DE-Aktenzeichen 102007000377
Offenlegungstag 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse G01S 7/483  (2006.01)  A,  F,  I,  20070716,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Ein Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät (1) mit einem Steuermittel (2) zur Berechnung der Distanz (D) zu einem Messobjekt (3) über zumindest eine ermittelbare, mit einer Impulswiederholfrequenz (f) periodische Zeitdifferenz ([tau]) zwischen einem am Messobjekt (3) reflektierten Messimpuls (4) und einem über eine geräteinterne Referenzstrecke (5) gelaufenen Referenzimpuls (6) eines optisch ausgestrahlten Sendeimpulses (7) und mit einem Lokaloszillator (8) zur Erzeugung des Sendeimpulses (7) mit der Impulswiederholfrequenz (f), wobei zumindest eine vom Steuermittel (2) steuerbare Verzögerungsschaltung (9a, 9b) vorhanden ist, die zwischen dem Lokaloszillator (8) und einem Lichtdetektor (10) und/oder einem Lichtsender (12) angeordnet ist und zur Abtastung des Messimpulses (4) und des Referenzimpulses (6) eine Verzögerung zwischen den Abtastimpulsen (11) und den Sendeimpulsen (7) erzeugt. Zudem wird ein zugeordnetes Messverfahren beschrieben.

Beschreibung[de]
Aufgabe der Erfindung

Die Erfindung bezeichnet ein Laserdistanzhandmessgerät mit einem Impulsrückmischverfahren, insbesondere ein Baulaserdistanzhandmessgerät.

Im Baugewerbe ist im Entfernungsbereich bis zu einigen 100 m die exakte Bestimmung der Distanz mit einer Genauigkeit von wenigen mm erforderlich. Die dazu geeignet ausgebildeten Laserdistanzhandmessgeräte, auf welche sich diese Erfindung bezieht, verwenden zur Distanzmessung ein Impulsrückmischverfahren eines modulierten sichtbaren Laserstrahls.

Nach der DE10112833C1 ist ein Laserdistanzhandmessgerät mit einem Impulsrückmischverfahren bekannt. Bei derartigen Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgeräten mit einem Impulsrückmischverfahren werden als Laserquellen handelsübliche Laserdioden verwendet, die im sichtbaren roten Wellenlängenbereich emittieren. Das emittierte Laserlicht wird mit einer Folge von sehr schmalen Nadelimpulsen – im Folgenden Sendeimpulsfolge genannt – moduliert und mit einer Kollimatorlinse zu einem Messlaserstrahl gebündelt. Dieses spezielle Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät erfordert somit als Sendeimpulsfolge eine Folge von sehr schmalen Laserimpulsen mit einer Breite üblicherweise zwischen 60 ps und 80 ps. Die Impulswiederholfrequenz der Laserimpulse im Bereich von 50 MHz bis 200 MHz ist im Vergleich zu der Impulswiederholfrequenz von einigen 10 kHz bei herkömmlichen Impuls-Laserdistanzhandmessgeräten sehr hoch, so dass bei einer bestimmt festen Impulswiederholfrequenz im Allgemeinen mit einer Messung keine eindeutige Distanzbestimmung im Entfernungsbereich bis zu einigen 100 m möglich ist. Somit sind für eine eindeutige Distanzbestimmung mindestens zwei Messungen bei zwei wesentlich verschiedenen Impulswiederholfrequenzen bzw. Differenzen aus Impulswiederholfrequenzen notwendig, für sehr grosse Entfernungsbereiche mit hoher Genauigkeit sogar mehrere verschiedene. Das Steuermittel bestimmt mittels eines Algorithmus die im Allgemeinen nicht eindeutigen Zeitdifferenzen zwischen den Referenz- und den Messimpulsen der niederfrequenten Mischimpulsfolge bei unterschiedlichen Impulswiederholfrequenzen und daraus über ein Gleichungssystem mit Hilfe der Lichtgeschwindigkeit die eindeutige Distanz vom Distanzmesser zum Leuchtfleck auf dem Messobjekt. Die vom Lichtdetektor erfasste Referenzimpulsfolge einerseits und die Messimpulsfolge andererseits werden im Lichtdetektor unmittelbar einer Direktmischung mit anschließender Tiefpassfilterung unterworfen, wobei die Direktmischung unter Steuerung durch eine am Messort lokal erzeugten Lokalozillatorimpulsfolge erfolgt, deren Tastverhältnis gleich oder annähernd gleich dem Tastverhältnis der Messimpulsfolge und deren Wiederholfrequenzen geringfügig verschieden gewählt sind. Die Mischimpulswiederholfrequenz der resultierenden niederfrequenten Mischimpulsfolge entspricht demnach dem Betrag der Differenz zwischen der Impulswiederholfrequenz der Sende- bzw. Messimpulsfolge und der Impulswiederholfrequenz der Lokalozillatorimpulsfolge. Die Zeitbasis wird hierdurch um einen grossen Faktor (z. B. 1 Millionen) gedehnt. Die niederfrequente Mischimpulsfolge besteht wie die hochfrequente Detektionsimpulsfolge (Überlagerung der Messimpulsfolge mit der Referenzimpulsfolge) aus frequenzkonvertierten Referenz- und Messimpulsen, deren Zeitversatz ein Mass für die Distanz ist. Die niederfrequenten Mischimpulsfolge mit einer geringen Mischimpulswiederholfrequenz von beispielsweise kleiner als 1 kHz wird tiefpassgefiltert, verstärkt, mit einem Analog-Digital-Wandler abgetastet und dem Steuermittel zugeführt, welches die Zeitdifferenz zwischen den frequenzkonvertierten Referenz- und Messimpulsen und daraus die (möglicherweise noch nicht eindeutige) Distanz zum Messobjekt bestimmt, welche wie eingangs beschrieben durch Mehrfachmessungen mit verschiedenen Impulswiederholfrequenzen eindeutig bestimmt wird. Bezüglich weiterer Einzelheiten zu dem gattungsbildenden Laserdistanzhandmessgerät mit einem Impulsrückmischverfahren wird der Fachmann auf dieses Dokument verwiesen und dessen Offenbarungsgehalt hiermit explizit aufgenommen. Da bei diesem Verfahren zwei geringfügig verschiedene Impulswiederholfrequenzen verwendet werden, wird das Verfahren heterodyne Impulsrückmischung genannt. Bei derartigen heterodynen Verfahren werden kontinuierlich alle Zeiten einer Impulsperiode durchlaufen, obwohl der Informationsgehalt sich nur in sehr kurzen Intervallen befindet, d. h. an den Stellen der Referenz- und Messimpulse. Da die Referenz- und Messimpulse nur wenige Prozent der Impulsperiode ausmachen, wird bei der Frequenzmischung die Messzeit nur zu einem geringen Teil ausgenutzt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht in der besseren Ausnutzung der Messzeit beim Impulsrückmischverfahren und somit in einer gesteigerten Empfindlichkeit bzw. Reichweite des Laserdistanzhandmessgerätes.

Die Aufgabe wird im Wesentlichen durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

So weist ein Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät mit einem Steuermittel zur Berechnung der Distanz zu einem Messobjekt über zumindest eine ermittelbare, mit einer Impulswiederholfrequenz periodische, Zeitdifferenz zwischen einem am Messobjekt reflektierten Messimpuls und einem über eine geräteinterne Referenzstrecke gelaufenen Referenzimpuls eines optisch ausgestrahlten Sendeimpulses, einen Lokaloszillator zur Erzeugung des Sendeimpulses mit der Impulswiederholfrequenz und zumindest eine vom Steuermittel variable steuerbare Verzögerungsschaltung auf, die zwischen dem Lokaloszillator und einem Lichtdetektor und/oder einem Lichtsender angeordnet ist und zur Abtastung des Messimpulses und des Referenzimpulses eine Verzögerung zwischen den Abtastimpulsen und den Sendeimpulsen erzeugt.

Das zugeordnete Messverfahren weist innerhalb des Berechnungsschritts der Distanz aus der zumindest einen Zeitdifferenz zwischen dem Messimpuls und dem Referenzimpuls durch den Algorithmus des Steuermittels, zumindest einen Laufzeitbestimmungsschritt zur Bestimmung der Zeitdifferenz zwischen den Messimpulsen und den Referenzimpulsen auf, sowie innerhalb dessen mehrere Abtastschritte auf, welche die vom Lichtdetektor empfangenen und in einer Impulswiederholfrequenz periodischen Messimpulse bzw. Referenzimpulse direkt am Lichtdetektor mit Abtastimpulsen genau dieser Impulswiederholfrequenz abtasten und das Abtastergebnis vom Steuermittel erfassen, wobei vom Steuermittel mittels der Verzögerungsschaltung eine Verzögerung zwischen den Abtastimpulsen und den Sendeimpulsen gesteuert wird, und in dem übergeordneten Laufzeitbestimmungsschritt die Zeitdifferenz zwischen den Messimpulsen und den Referenzimpulsen aus genau jeweils den Zeitverzögerungen berechnet wird, die erfolgreichen Abtastereignissen zugeordnet sind.

Dabei wird jeweils unter gesteuerter Verzögerung gleichermassen die Verzögerung der Abtastimpulse bezüglich der Sendeimpulse oder die Verzögerung der Sendeimpulse bezüglich der Abtastimpulse verstanden.

Indem die Messimpulse und die Referenzimpulse mit den Abtastimpulsen abgetastet werden, die bei derselben Impulswiederholfrequenz variabel gesteuert zeitverzögert bezüglich der Sendeimpulse sind, entsteht statt einer niederfrequenten Mischimpulsfolge bei einer vorbekannten heterodynen Impulsrückmischung bei dieser erfindungsgemässen homodynen Impulsrückmischung ein Gleichsignal als Abtastergebnis, das einen hohen Betrag besitzt, wenn die Abtastimpulse mit den Messimpulsen oder mit den Referenzimpulsen zeitlich zusammentreffen. Im anderen Fall besitzt das Gleichsignal einen kleinen Betrag bzw. ist Null. Somit sind über die vom Steuermittel aktiv variierte Zeitverschiebung die zeitlichen Positionen der Messimpulse und der Referenzimpulse innerhalb der Impulsperiode dem Steuermittel bekannt, wodurch vom Steuermittel häufiger Abtastimpulse zur Detektion von Impulsen an diesen zeitlich vorbekannten Positionen generierbar sind, wodurch die Messzeit besser zur Detektion ausnutzbar ist.

Vorteilhaft ist eine zweite Verzögerungsschaltung vorhanden, die zwischen dem Lokaloszillator und einem Lichtsender zur Aussendung des Sendeimpulses angeordnet ist, weiter vorteilhaft mit zur ersten Verzögerungsschaltung verschiedenen Verzögerungszeiten, wodurch sich mehr Kombinationsmöglichkeiten bezüglich der realisierten Verzögerungszeiten und somit der Zeitauflösung ergeben.

Vorteilhaft ist (je) ein am Ausgang der Verzögerungsschaltung(en) angeordneter Pulsformer vorhanden, wodurch eine sehr kurze Impulsbreite und somit kurzzeitige Abtastung realisiert wird, wodurch die Messgenauigkeit erhöht wird. In diesem Fall muss der (vorteilhaft steuerbare) Lokaloszillator selbst kein (guter) Impulsgenerator sein. Weiter vorteilhaft befindet sich jeweils vor dem Impulsformer ein programmierbarer Frequenzteiler, wodurch sich (bei identischer Teilung) Impulsfolgen mit steuerbarer aber gleicher Wiederholfrequenz erzeugen lassen.

Vorteilhaft ist ein mit dem Steuermittel verbundener Phasendetektor vorhanden, an dessen beiden Eingängen die Sendeimpulse und die Abtastimpulse anliegen, wodurch die über die Verzögerungsschaltung(en) variierte Zeitverzögerung messbar und die korrekte Funktionsweise der Verzögerungsschaltung(en) kontrollierbar ist.

Vorteilhaft ist die Verzögerungsschaltung als digitale Verzögerungsschaltung ausgebildet, weiter vorteilhaft als vollintegrierter Verzögerungsbaustein, wodurch dieser direkt durch das Steuermittel digital ansteuerbar und so die exakte Verzögerungszeit einstellbar ist.

Vorteilhaft ist der Lichtdetektor eine Avalanche-Fotodiode (APD), deren Sperrvorspannung durch die vom Lokaloszillator gelieferte Abtastimpulsfolge überlagert wird und die zur homodynen Impulsmischung verwendet wird, wobei der Verstärkungsfaktor der Avalanche-Fotodiode in den Austastlücken der Abtastimpulsfolge wesentlich niedriger ist als während der Anwesenheit der Abtastimpulse, wodurch eine hochempfindliche Abtastung von empfangenen, schwachen Lichtsignalen erfolgt.

Vorteilhaft ist der Lichtdetektor mit einem Tiefpass verbunden, der weiter vorteilhaft mit einem Verstärker verbunden ist, der weiter vorteilhaft mit einem Analog-Digital-Wandler verbunden ist, der weiter vorteilhaft mit dem Steuermittel verbunden ist, wodurch das Gleichsignal störungssicher vom Steuermittel erfassbar ist.

Vorteilhaft wird im Abtastschritt das bei der Abtastung resultierende Abtastergebnis in Form eines analogen Gleichsignals zuerst tiefpassgefiltert, dann verstärkt, anschliessend mit einem Analog-Digital-Wandler abgetastet und digital dem Steuermittel zugeführt.

Vorteilhaft werden im Laufzeitbestimmungsschritt die Messimpulse und die Referenzimpulse in (nicht notwendig streng alternierend oder gleichverteilt) zeitlich aufeinanderfolgenden Abtastschritten abgetastet, wodurch deren Zeitverzögerung zu den Sendeimpulsen jeweils separat störungssicher erfassbar ist.

Vorteilhaft werden die abgetasteten Referenz- und Messimpulse zeitlich korreliert, wodurch sich die Zeitverschiebung ermitteln lässt.

Vorteilhaft werden im Laufzeitbestimmungsschritt die Messimpulse bzw. die Referenzimpulse in mehreren zeitlich aufeinanderfolgenden Abtastschritten wiederholt abgetastet und gemittelt, wodurch deren einzelne Abtastergebnisse akkumulierbar sind und die Zeitverzögerung zu den Sendeimpulsen aus der Superposition der Abtastergebnisse durch Korrelation robust bestimmbar ist.

Vorteilhaft werden im Berechnungsschritt die Zeitdifferenzen aus Laufzeitbestimmungsschritten mit verschiedenen Impulswiederholfrequenzen zur Berechnung der Distanz verwendet, wodurch die Eindeutigkeit der Messung auch bei grossen Distanzen gewährt ist. Weiter vorteilhaft wird die Impulswiederholfrequenz so eingestellt bzw. verändert, dass keine Überlappung zwischen den Referenz- und den Messimpulsen stattfindet.

Die Erfindung wird bezüglich eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels näher erläutert mit:

1 als Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät

2 als Algorithmus des Messverfahrens

Nach 1 weist ein Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät 1 ein Steuermittel 2 in Form eines Mikrocontrollers zur Berechnung der Distanz D zu einem Messobjekt 3 über zumindest eine ermittelbare, mit einer Impulswiederholfrequenz f periodische, Zeitdifferenz zwischen einem am Messobjekt 3 reflektierten Messimpuls 4 und einem über eine geräteinterne Referenzstrecke 5 gelaufenen Referenzimpuls 6 eines optisch ausgestrahlten Sendeimpulses 7 auf. Zudem sind ein gesteuerter Lokaloszillator 8 zur Erzeugung des Sendeimpulses 7 mit der Impulswiederholfrequenz f und zwei vom Steuermittel 2 variabel steuerbare Verzögerungsschaltungen 9a, 9b vorhanden, wobei die erste Verzögerungsschaltung 9a zwischen dem Lokaloszillator 8 und einem Lichtdetektor 10 angeordnet ist und bezüglich des Sendeimpulses 7 verzögerte Abtastimpulse 11 zur Abtastung des Messimpulses 4 und des Referenzimpulses 6 erzeugt. Die zweite Verzögerungsschaltung 9b ist zwischen dem Lokaloszillator 8 und einem Lichtsender 12 in Form einer Laserdiode zur Aussendung des Sendeimpulses 7 angeordnet. Die steuerbaren Verzögerungsschaltungen 9a, 9b in Form von digitalen, vollintegrierten Verzögerungsbausteinen weisen jeweils einen programmierbaren Frequenzteiler 18 vor den Ausgängen auf, denen jeweils Pulsformer 13 nachgeschaltet sind. Zudem ist ein mit dem Steuermittel 2 verbundener Phasendetektor 14 vorhanden, an dessen beiden Eingängen die Sendeimpulse 7 und die Abtastimpulse 11 anliegen. Der Lichtdetektor 10 ist als eine Avalanche-Fotodiode ausgebildet, deren Sperrvorspannung U_APD durch die vom Lokaloszillator 8 gelieferte Abtastimpulsfolge überlagert wird, wobei der Verstärkungsfaktor der Avalanche-Fotodiode in den Austastlücken der Abtastimpulsfolge wesentlich niedriger ist als während der Anwesenheit der Abtastimpulse 11. Weiterhin ist der Lichtdetektor 10 mit einem Tiefpass 15 verbunden, der mit einem Verstärker 16 verbunden ist, der mit einem Analog-Digital-Wandler 17 verbunden ist, der mit dem Steuermittel 2 verbunden ist. Dadurch wird das bei der Abtastung resultierende Abtastergebnis in Form eines analogen Gleichssignals zuerst tiefpassgefiltert, dann verstärkt, anschliessend mit dem Analog-Digital-Wandler 17 abgetastet und schliesslich digital dem Steuermittel 2 zugeführt.

Nach 2 weist das vom Algorithmus des Steuermittels 2 (1) ausgeführte Messverfahren einen Berechnungsschritt 18 zur eindeutigen Berechnung der Distanz D auf. Dazu werden innerhalb des Berechnungsschritts 18 mehrere Laufzeitbestimmungsschritte 19 mit verschiedenen Impulswiederholfrequenzen f durchgeführt, die jeweils eine zugeordnete Zeitdifferenz [tau] zwischen dem Messimpuls 4 und dem Referenzimpuls 6 bestimmen, welche einzeln betrachtet jedoch noch nicht notwendig auf eine eindeutige Distanz D schliessen lassen. Diese wird jedoch im Berechnungsschritt 18 eindeutig als Lösung eines linearen Gleichungssystems aus allen Impulswiederholfrequenzen f und Zeitdifferenzen [tau] berechnet. Innerhalb dieser Laufzeitbestimmungsschritte 19 werden mehrere Abtastschritte 20 ausgeführt, welche mehrfach wiederholt die vom Lichtdetektor 10 (1) empfangenen und in einer Impulswiederholfrequenz f periodischen Messimpulse 4 (bzw. in zeitlich aufeinanderfolgenden Abtastschritten die Referenzimpulse 5) direkt am Lichtdetektor 10 (1) mit Abtastimpulsen 11 genau dieser Impulswiederholfrequenz f abtasten und das Abtastergebnis vom Steuermittel 2 (1) erfassen, wobei vom Steuermittel 2 (1) mittels der Verzögerungsschaltungen 9a, 9b (1) die Abtastimpulse 11 bezüglich der Sendeimpulse 7 variabel gesteuert zeitverzögert werden, und in dem übergeordneten Laufzeitbestimmungsschritt 19 die Zeitdifferenz [tau] zwischen den Messimpulsen 4 und den Referenzimpulsen 6 aus genau jeweils den Zeitverzögerungen berechnet wird, die erfolgreichen Abtastereignissen zugeordnet sind.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • - DE 10112833 C1 [0003]


Anspruch[de]
Impulsrückmisch-Laserdistanzhandmessgerät mit einem Steuermittel (2) zur Berechnung der Distanz (D) zu einem Messobjekt (3) über zumindest eine ermittelbare, mit einer Impulswiederholfrequenz (f) periodische, Zeitdifferenz ([tau]) zwischen einem am Messobjekt (3) reflektierten Messimpuls (4) und einem über eine geräteinterne Referenzstrecke (5) gelaufenen Referenzimpuls (6) eines optisch ausgestrahlten Sendeimpulses (7), und mit einem Lokaloszillator (8) zur Erzeugung des Sendeimpulses (7) mit der Impulswiederholfrequenz (f), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine vom Steuermittel (2) steuerbare Verzögerungsschaltung (9a, 9b) vorhanden ist, die zwischen dem Lokaloszillator (8) und einem Lichtdetektor (10) und/oder einem Lichtsender (12) angeordnet ist und zur Abtastung des Messimpulses (4) und des Referenzimpulses (6) gesteuert eine Verzögerung zwischen den Abtastimpulsen (11) und den Sendeimpulsen (7) erzeugt. Laserdistanzhandmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Verzögerungsschaltung (9b) vorhanden ist, die zwischen dem Lokaloszillator (8) und einem Lichtsender (12) zur Aussendung des Sendeimpulses (7) angeordnet ist. Laserdistanzhandmessgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Ausgang der Verzögerungsschaltung (9a, 9b) angeordneter Pulsformer (13) vorhanden ist. Laserdistanzhandmessgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Steuermittel (2) verbundener Phasendetektor (14) vorhanden ist, an dessen beiden Eingängen die Sendeimpulse (7) und die Abtastimpulse (11) anliegen. Laserdistanzhandmessgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzögerungsschaltung (9a, 9b) digital ausgebildet ist. Laserdistanzhandmessgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtdetektor (10) eine sperrspannungsvorgespannte Avalanche-Fotodiode ist, an der die Abtastimpulse 11 anliegen und die zur homodynen Impulsmischung verwendet wird. Laserdistanzhandmessgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtdetektor (10) mit einem Tiefpass (15) verbunden ist, der mit einem Verstärker (16) verbunden ist, der mit einem Analog-Digital-Wandler (17) verbunden ist, der mit dem Steuermittel (2) verbunden ist. Messverfahren für ein Laserdistanzhandmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem innerhalb des Berechnungsschritts (18) der Distanz (D) aus der zumindest einen Zeitdifferenz ([tau]) zwischen dem Messimpuls (4) und dem Referenzimpuls (6) durch einen Algorithmus des Steuermittels (2), zumindest ein Laufzeitbestimmungsschritt (19) zur Bestimmung der Zeitdifferenz ([tau]) zwischen den Messimpulsen (4) und den Referenzimpulsen (6) ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb dessen mehrere Abtastschritte (20) ausgeführt werden, welche die vom Lichtdetektor (10) empfangenen und in einer Impulswiederholfrequenz (f) periodischen Messimpulse (4) bzw. Referenzimpulse (6) direkt am Lichtdetektor (10) mit Abtastimpulsen (11) genau dieser Impulswiederholfrequenz (f) abtasten und das Abtastergebnis vom Steuermittel (2) erfassen, wobei vom Steuermittel (2) mittels der Verzögerungsschaltung (9a, 9b) eine Verzögerung zwischen den Abtastimpulsen (11) und den Sendeimpulsen (7) variabel gesteuert wird, und dass in dem übergeordneten Laufzeitbestimmungsschritt (19) die Zeitdifferenz ([tau]) zwischen den Messimpulsen (4) und den Referenzimpulsen (6) aus genau jeweils den Zeitverzögerungen berechnet wird, die erfolgreichen Abtastereignissen zugeordnet sind. Messverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Abtastschritt (20) das bei der Abtastung resultierende Abtastergebnis in Form eines analogen Gleichssignals zuerst tiefpassgefiltert, dann verstärkt, anschliessend mit einem Analog-Digital-Wandler (17) abgetastet und schliesslich digital dem Steuermittel (2) zugeführt wird. Messverfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Laufzeitbestimmungsschritt (19) die Messimpulse (4) und die Referenzimpulse (6) in zeitlich aufeinanderfolgenden Abtastschritten (20) abgetastet werden. Messverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die abgetasteten Referenzimpulse (6) und Messimpulse (4) zeitlich korreliert werden. Messverfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Laufzeitbestimmungsschritt (19) die Messimpulse (4) bzw. die Referenzimpulse (6) in mehreren zeitlich aufeinanderfolgenden Abtastschritten (20) wiederholt abgetastet und gemittelt werden. Messverfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Berechnungsschritt (18) die Zeitdifferenzen ([tau]) aus mehreren Laufzeitbestimmungsschritten (19) mit verschiedener Impulswiederholfrequenzen (f) zur Berechnung der Distanz (D) verwendet werden.






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