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Dokumentenidentifikation DE102007023611A1 22.01.2009
Titel Membranmatte zur Aufnahme von Wasser und Feuchtigkeit
Anmelder Botsch, Nicolas R.C., 13057 Berlin, DE
Erfinder Botsch, Nicolas R.C., 13057 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 21.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007023611
Offenlegungstag 22.01.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.2009
IPC-Hauptklasse E02B 3/10  (2006.01)  A,  F,  I,  20070521,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/70  (2006.01)  A,  L,  I,  20070521,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Zum Schutz vor Hochwasser werden normalerweise Sandsäcke benutzt. Diese sind nicht nur schwer, sondern können nur relativ geringe Wassermengen aufnehmen. Daher werden als Schutzwall viele davon benötigt. Ist ihre Aufnahmekapazität überschritten, so fließt letztendlich doch Wasser hindurch, was zu großen Schäden führen kann. Durch Benutzung einer semipermeablen Membranmatte werden die Nachteile von Sandsäcken beseitigt.
Benutzt man statt Sandsäcken eine semipermeable Membranmatte, deren Wirkungsweise von außen nach innen gerichtet ist, und befüllt diese mit einem Wasser anziehenden Stoff, so hat man alle nachteiligen Eigenschaften von Sandsäcken beseitigt. Aufgrund seiner stark hygroskopischen Eigenschaften kann viel mehr mehr Wasser aufgenommen werden. Dieses wird nur ins Innere der Matte gelassen und kann nur durch Öffnen eines Ventils wieder abgelassen werden. Da die Membran semipermeabel ist, kann das Wasser nur hinein-, aber nicht wieder austreten. Eine gefüllte Membranmatte erzeugt einen Gegendruck gegen das ankommende Wasser. Der Wasser anziehende Stoff ist leichter als Sand und wird auch nicht in der großen Menge benötigt, wodurch auch das Transportieren erleichtert wird. Insgesamt gesehen, werden auch weniger Membranmatten als Sandsäcke benötigt und Wasserschäden werden größtenteils vermieden.
Neben dem Schutz vor Hochwasser können solche Matten auch zur Raumentfeuchtung direkt, bei der Getreidetrocknung, zum Abdichten von Lecks und zur Vermeidung von ...

Beschreibung[de]
Stand der Technik:

Die Berichte über den Klimawandel zeigten mir, dass neben trockenen Perioden es im Gegensatz dazu auch zu großen Unwettern kommen kann, die dann wiederum Hochwasser verursachen können. Zum Schutz werden einfache Sandsäcke benutzt.

Problem:

Der im Patentanspruch 1, 2 und 3 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass die zurzeit dafür benutzten Sandsäcke schwer sind und nur relativ wenig Wasser aufnehmen können und letztendlich wasserdurchlässig sind.

Lösung:

Eine bessere Lösung für dieses Problem ist die Nutzung der hygroskopischen Eigenschaften von Stoffen wie z. B. Magnesiumchlorid, der in eine semipermeable Membranhülle gefüllt wird, die äußerlich die Form einer Matte hat.

Erreichte Vorteile:

Diese semipermeable Membranmatte kann wesentlich besser als Sandsäcke Nässe aufnehmen und ist aufgrund ihrer Masse leichter zu handhaben als diese. Des Weiteren lasst sie kein Wasser durch sich hindurch und baut somit eine Mauer für das weiter ankommende Wasser auf. Neben dem Schutz vor Hochwasser können derartige Matten auch direkt zur Raumentfeuchtung, bei der Getreidetrocknung, zum Abdichten von Lecks, zur Verhinderung von Leckagen u. v. m. benutzt werden.

Weitere Ausgestaltung der Erfindung:

Ein Ventil dient zum Ablassen des Wassers. Mittels Feuchtigkeitsanzeiger wird die jeweilige Aufnahme angezeigt. Der handelsübliche Feuchtigkeitsanzeiger ist mit dem anzeigenden Element an der Außenseite der Membran angebracht, dessen Messfühler ins Innere de Matte reicht. Seine Größe bestimmt sich nach Größe der Matte. Da die äußere Form dieser Matte nicht zwingend rechteckig ist, kann die Lage und Größe des Ventils, das eine Öffnung mit einer verschließbaren Kappe hat, nicht von vornherein festgelegt werden. Das Ventil kann aus Kunststoff, Metall oder anderem Material gefertigt sein, muss aber gewährleisten, dass das Wasser abgelassen werden kann, ohne dass der Füllstoff mit herausgespült wird. Dazu wird ein kleines Sieb vor der Öffnung angebracht. Zum Abdichten umgibt das Ventil ein Dichtungsring, der auch für die feste Installierung sorgt. Gleiches wird auch beim Feuchtigkeitsmesser angebracht. Durch Zufuhr von externer Wärme wie z. B. Auflegen der Matte auf eine Heizung wird die Abgabe des Wassers gefördert und der Aufnahmeprozess kann von neuem beginnen. Diese Ausgestaltungsansprüche sind in den Patentansprüchen 4,5 und 6 angegeben.

Beschreibung eines Ausführungsbeispiels:

Die Größe dieser Matte und die damit verbundene Füllmenge können je nach Einsatz variieren. Eine derartige Matte besteht aus einer halbdurchlässigen Membran, deren Wirkungsweise von außen nach innen gerichtet ist. Sie hat die Form einer Hülle, um einen hygroskopischen bzw. stark Wasser aufnehmenden Stoff einfüllen zu können. Hat die Matte ihre Aufnahmekapazität erreicht, bildet sie einen Schutzwall gegen das nachkommende Wasser, da einen entsprechender Gegendruck durch die Matte erzeugt wird, deren Membran zwar Wasser in ihr Inneres lässt, aber nicht wieder nach außen, es sei denn, das Ventil wird geöffnet. Da diese Membran zu diesem Zweck eine gewisse Festigkeit aufweisen muss, ist die Anwendung einer Kunststoffmembran von Vorteil.


Anspruch[de]
Hygroskopische semipermeable Membranmatte mit Wasser anziehendem Stoff befüllt zur Aufnahme von Wasser und Feuchtigkeit aus der Umgebung dadurch gekennzeichnet, dass eine semipermeable Membran, deren hygroskopische Wirkung sich von außen nach innen richtet, in ihrem Inneren mit einem Wasser anziehendem Stoff befüllt ist. Semipermeable Membranmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Membranmatte zugleich die Hülle für einen Wasser anziehenden Stoff bildet, der in sie hineingefüllt wird. Semipermeable Membranmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stoff, der die Eigenschaft besitzt, Wasser anzuziehen, zur Befüllung der Membranmatte genutzt wird. Semipermeable Membranmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung der Wasseraufnahme ein Feuchtigkeitsmesser benutzt wird, dessen Messfühler sich im Inneren der Matte befindet und dessen Feuchtigkeit anzeigendes Element an der Außenwand der Membran angebracht ist. Semipermeable Membranmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ablassen des Wassers ein Öffnungsventil angebracht ist. Semipermeable Membranmatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, sich vor dem sich im Inneren der Membranmatte befindenden Teil der Ventilöffnung ein Sieb angebracht ist, dass den Austritt des Wasser anziehenden Stoffes verhindert.






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