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Dokumentenidentifikation DE102006010086B4 19.02.2009
Titel Montageplatte für mit einem Medium durchströmbare Koaxialventile, Plattensystem und zugehöriges Koaxialventil
Anmelder Voith Turbo H + L Hydraulic GmbH & Co. KG, 71277 Rutesheim, DE
Erfinder Jordan, Dieter, Dipl.-Ing. (FH), 73547 Lorch, DE;
Sindlinger, Siegfried, 73235 Weilheim, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006010086
Offenlegungstag 06.09.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2009
IPC-Hauptklasse F15B 13/08  (2006.01)  A,  F,  I,  20070612,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse F16K 1/12  (2006.01)  A,  L,  I,  20070612,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Montageplatte für mit Medien durchströmbare Koaxialventile, wie sie aus der DE 35 25 857 A1 vorbekannt ist. Ferner betrifft die Erfindung eines Plattensystem gemäß Patentanspruch 11.

Koaxialventile werden im Stand der Technik beispielsweise zur Versorgung von an Werkzeugmaschinen angeordneten Werkzeugen mit Medien eingesetzt. Je nach Art des Werkzeugs und je nach Bearbeitungsvorgang kann es erforderlich sein, das Medium mit unterschiedlichen Drücken am Werkzeug zur Verfügung zu stellen. Als Medien kommen insbesondere Kühl- und Schmierflüssigkeiten in Betracht, die mit Drücken bis zu 150 bar zur Verfügung zu stellen sind. Aus dem Stand der Technik sind modulartig aneinander befestigbare Koaxialventile bekannt, wobei für jedes Koaxialventil ein eigener Modulblock Verwendung findet. Zur Versorgung der einzelnen Koaxialventile mit dem jeweiligen Medium werden die einzelnen Modulblöcke miteinander verschraubt. Zur Leitung des Mediums von den einzelnen Ventilen zu den Verbrauchern, insbesondere in Form von mit dem Medium zu versorgenden Werkzeugen, finden jeweils getrennte Leitungen Verwendung. Bei fremdgesteuerten Ventilen sind zudem zu jedem Ventil noch Druckmittelleitungen, insbesondere Druckluftleitungen, vorzusehen. Insgesamt ergibt sich ein nicht unerheblicher Versorgungs- und Verrohrungsaufwand.

Aus der EP 0 754 867 A2 ist eine Ventilanordnung bekannt geworden, bei der einzelne Ventileinheiten miteinander verkettet sind. Die einzelnen Einheiten weisen dazu an ihrer jeweiligen Vorderseite Verbraucherausgänge auf und an den der jeweils benachbarten Ventileinheit zugewandten Seiten mit der jeweils benachbarten Ventileinheit verbindbare Zuführungs- und Abflusskanäle auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Koaxialventile derart vorteilhaft anzuordnen, dass möglichst wenig Bauteile Verwendung finden und insbesondere die beim Stand der Technik vergleichsweise aufwändige Verrohrung reduziert wird. Dabei soll der Verbraucher auf einfache Art und Weise mit verschiedenen Betriebsdrücken versorgbar sein.

Diese Aufgabe wird durch eine Montageplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Eine derartige Montageplatte weist einen einen Haupteingang aufweisenden Hauptkanal für ein durch die Montageplatte leitbares und unter einem Betriebsdruck stehendes Medium auf, wobei vom Hauptkanal abzweigende, zu jeweiligen Ventilausgängen führende Ventilzuführungskanäle vorgesehen sind. An den Ventilausgängen sind dann die vom Medium durchströmbaren Koaxialventile montierbar. Für das von den Koaxialventilen kommende Medium weist die Montageplatte Ventileingänge auf, welche über in der Montageplatte verlaufende zugehörige Verbraucherkanäle zu Verbraucherausgängen führen. Über nachgeführte Anlagen, insbesondere flexibel ausgebildete Leitungs- und Rohrsysteme, können dann die Verbraucherausgänge den jeweiligen Verbrauchern bzw. Werkzeugen zugeführt werden. Als Verbraucher kommen insbesondere verschiedene, das Medium benötigende, Bearbeitungswerkzeuge einer Werkzeugmaschine in Betracht.

Eine derartige Montageplatte weist den Vorteil auf, dass zur Anordnung mehrerer Koaxialventile eine Bauteilreduzierung erreicht wird. Zudem wird der Verrohrungsaufwand minimiert, da das Medium über die jeweiligen Ventilausgänge ins Koaxialventil strömen kann und über die Ventileingänge direkt vom Koaxialventil wieder in die Montageplatte zurückgeführt wird.

Ferner ist vorgesehen, dass die Verbraucherausgänge an einer Längsschmalseite der Montageplatte angeordnet sind. Die Verbraucherausgänge liegen dann vorteilhafterweise ein einer senkrecht zur Oberseite der Montageplatte verlaufenden Ebene, wobei, die Ventileingänge und -ausgänge vorzugsweise auf der Oberseite der Montageplatte angeordnet sind. Dadurch können seitlich an der Montageplatte Verbraucherleitungen an den Verbraucherausgängen angeordnet werden, welche dann zu den Verbrauchern führen.

Dabei ist vorgesehenen, dass jeder Verbraucherkanal an den einander abgewandten Längsschmalseiten jeweils einen Ausgang oder verschlossen ist. Eine derartige Ausführungsform hat den Vorteil, dass zwei oder mehr Montageplatten nebeneinander so anordenbar sind, dass ein Verbraucherkanal der einen Montageplatte in einen Verbraucherkanal einer weiteren Montageplatte mündet. Wird eine Montageplatte alleine verwendet, so kann einer der beiden Ausgänge verschlossen sein.

Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Montageplatte im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist, dass der Haupteingang an einer Stirnseite der Montageplatte angeordnet ist und dass sich der Hauptkanal in Längsrichtung der Montageplatte erstreckt. Mittels einer derartigen Ausgestaltung können in Längsrichtung gesehen hintereinander mehrere Koaxialventile auf der Montageplatte angeordnet werden. Die Ventile sind dann vorteilhafterweise auf der Oberseite der Montageplatte vorgesehen. Eine quaderförmige Montageplatte hat zudem den Vorteil, dass sie kostengünstig herstellbar ist.

Gemäß der Erfindung ist vorteilhaft, wenn die Montageplatte aus einem Strangpressprofil gefertigt ist. Ein derartiges Strangpressprofil kann beispielsweise sämtliche sich in Längsrichtung erstreckenden Kanäle und Leitungen bereits aufweisen. Quer dazu verlaufende Leitungen können nachträglich eingefügt werden.

Die Ventilzuführungskanäle können bei der erfindungsgemäßen Montageplatte insbesondere parallel zueinander und senkrecht zum Hauptkanal verlaufend angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich eine günstige und einfach zu fertigende Anordnung.

Ferner ist vorteilhaft, wenn die Mittellängsachsen der Ventilzuführungskanäle die Mittellängsachse des Hauptkanals schneiden. Die Ventilausgänge liegen dann vorteilhafterweise an der Oberseite der Montageplatte und zwar senkrecht über dem Hauptkanal.

Vorteilhaft ist ferner, wenn die Ventileingänge auf der gleichen Seite der Montageplatte angeordnet sind wie die Ventilausgänge. Wie bereits erwähnt, sind vorzugsweise sämtliche Ventileingänge und sämtliche Ventilausgänge auf der Oberseite der Montageplatte angeordnet. Dabei kann insbesondere eine Ebene, durch die ein Ventileingang und ein Ventilausgang eines zugehörigen Koaxialventils verläuft, senkrecht zur Mittellängsachse des Hauptkanals angeordnet sein. Auch hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte Geometrie der Montageplatte.

Gemäß der Erfindung ist zudem vorteilhaft, wenn in der Montageplatte zudem Druckmittelkanäle für ein die Koaxialventile betätigendes Druckmittel, insbesondere Druckluft, vorgesehen sind. Hierdurch können separate Druckmittelzuleitungen zu den einzelnen Koaxialventilen eingespart werden, da diese innerhalb der Montageplatte verlaufen.

Dabei ist vorteilhaft, wenn lediglich ein Hauptdruckmittelkanal vorgesehen ist, von dem Einzelkanäle zu den einzelnen Koaxialventilen abzweigen. Der Hauptdruckmittelkanal ist dabei vorteilhafterweise parallel zum Hauptkanal des Mediums angeordnet, wobei die Einzelkanäle auf der Seite der Montageplatte münden, auf der auch die Ventilausgänge und/oder Ventileingänge angeordnet sind.

Eine vorteilhafte Montageplatte ergibt sich dann, wenn die Montageplatte drei, vier, sechs und/oder zehn Ventilausgänge für eine entsprechende Anzahl von Koaxialventilen aufweist. Montageplatten mit einer derartigen Anzahl von Ventilausgängen haben sich als günstig erwiesen und können beliebig miteinander kombiniert werden.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Plattensystem, umfassend wenigstens zwei aneinander angeordnete erfindungsgemäße Montageplatten, wobei das Medium in den beiden Hauptkanälen der Montageplatten unter verschiedenen Betriebsdrücken stehen kann und wobei ein Verbraucherkanal der einen Montageplatte in einen Verbraucherkanal einer weiteren Montageplatte mündet, so dass das Medium zu einem Verbraucher unter wenigstens zwei verschiedenen Drücken zuleitbar ist. Durch ein solches Plattensystem kann folglich ein Verbraucher mit unterschiedlichen Drücken des Mediums beaufschlagt werden, wobei auch hier der Verrohrungsaufwand minimiert ist. Dadurch, dass wenigstens zwei Platten aneinander angeordnet sind, entfällt eine Verrohrung zwischen den Platten. Die Hauptkanäle der beiden Montageplatten münden dann letzten Endes über das jeweilige Koaxialventil im gleichen Verbraucherkanal, welcher mit dem zugehörigen Verbraucher verbunden werden kann. Die in einem derartigen Plattensystem Verwendung findenden Montageplatten können dabei vorteilhafterweise jeweils identisch ausgebildet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass Montageplatten mit einer unterschiedlichen Anzahl von Ventilausgängen aneinander angeordnet werden. Die Verbraucher, denen jeweils nur eine Montageplatte zugeordnet ist, können dann nur mit unter einem Betriebsdruck stehenden Medium versorgt werden. Die Verbraucher, welche über beide Montageplatten erreichbar sind, können mit unter unterschiedlichen Drücken stehenden Medien beaufschlagt werden.

Zur Montage an eine erfindungsgemäße Montageplatte oder an eine erfindungsgemäßes Plattensystem, kann ein Koaxialventil Verwendung finden, das einen einem Ventilausgang der Montageplatte zugeordneten Ventileinlass und einen dem Ventileingang der Montageplatte zugeordneten Ventilauslass aufweist. Über ein derartiges Koaxialventil kann folglich das Medium vom Ventilausgang der Montageplatte in den Ventileinlass des Koaxialventils und dann von dem Ventilauslass des Koaxialventils in den Ventileingang der Montageplatte einströmen. Zusätzlicher Verrohrungsaufwand zwischen der Montageplatte und dem Koaxialventil kann folglich entfallen.

Das Koaxialventil kann ein mehrteiliges Gehäuse aufweisen, welches ein Gehäusegrundteil zur Anlage an der Montageplatte im Bereich des Ventilausgangs und insbesondere auch des Ventileingangs aufweist. Das Ventil kann zudem einen dem Ventileinlass nachgeschalteten, in axialer Richtung von dem Medium durchströmbaren und gegenüber dem Grundgehäuseteil in axialer Richtung bewegbaren Ventilschließkörper vorsehen, dessen freies Ende in Schließstellung des Ventils gegen einen an einem Gehäuseoberteil angeordneten Ventilsitz wirkt. Dabei kann zur Rückführung des Mediums vom Gehäuseoberteil zum Gehäusegrundteil zwischen dem Gehäuseoberteil und dem Gehäusegrundteil eine parallel zum Verschließventilkörper verlaufende, rohrartig ausgebildete Rückführungsleitung vorgesehen sein. Durch einen derartigen Aufbau, der im Wesentlichen die Bauteile Gehäusegrundteil, Ventilschließkörper, Gehäuseoberteil und Rückführungsleitung umfasst, kann auf geeignete Art und Weise das Medium vom Ventilausgang der Montageplatte zum auf der gleichen Seite der Montageplatte vorgesehenen Ventileingang der Montageplatte geleitet werden. Der Ventilschließkörper ist dabei vorzugsweise senkrecht über dem Ventilausgang der Montageplatte verlaufend angeordnet und die Rückführungsleitung steht vorteilhafterweise ebenfalls senkrecht über dem Ventileingang der Montageplatte.

Die Rückführungsleitung kann dabei im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein, so dass die freien Enden der Rückführungsleitung jeweils am Gehäusegrundteil und am Gehäuseoberteil dichtend angeordnet sind. Zur besseren Dichtwirkung zwischen Gehäusegrundteil und Gehäuseoberteil können zwischen der Rückführungsleitung und den einzelnen Gehäuseteilen entsprechende Dichtelemente vorgesehen sein. Die Rückführungsleitung kann beispielsweise durch sich in Axialrichtung erstreckende Zugschrauben in axialer Richtung gegen das Gehäusegrundteil und das Gehäuseoberteil verspannt sein.

Es kann vorgesehen sein, dass der Ventilschließkörper als Kolbenstange eines wenigstens einseitig über die Luftkanäle der Montageplatte mit Druckluft beaufschlagbaren Kolbens ausgebildet ist und dass zwischen dem Gehäusegrundteil und dem Gehäuseoberteil ein Zylinderraum für den Kolben vorgesehen ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann der Kolben insbesondere in eine Richtung über Druckluft bewegt werden; zur Bewegung Kolbens in die andere Richtung kann beispielsweise ein geeignetes Federelement Verwendung finden.

Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen, anhand derer die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben und erläutert sind.

Es zeigen:

1a eine Draufsicht auf ein Plattensystem zweier erfindungsgemäßer Montageplatten;

1b die Vorderansicht der Montageplatten aus 1a;

1c eine Seitenansicht eines Teils einer Montageplatte aus 1a; und

2 einen Querschnitt durch das Montageplattensystem gemäß 1a mit auf den Montageplatten angeordneten Koaxialventilen.

In der 1 sind zwei aneinander angeordnete Montageplatten 10 und 12 dargestellt. Die beiden Montageplatten 10, 12 sind quaderförmig ausgebildet und weisen jeweils einen sich in Längserstreckung verlaufenden Hauptkanal 14 auf. Die Hauptkanäle 14 umfassen dabei jeweils einen an der zugehörigen Stirnseite der jeweiligen Montageplatte angeordneten Haupteingang 16. Das dem Haupteingang 16 gegenüberliegende Ende des jeweiligen Hauptkanals 14 ist vorteilhafterweise mit einem entsprechenden Verschlusselement 18, das beispielsweise über ein an der Montageplatte vorhandenes Gewinde in die Montageplatte einschraubbar ist, verschlossen.

Wie aus der 1a deutlich wird, weist die Montageplatte 10 an ihrer Oberseite 20 insgesamt zehn Ventilausgänge 22 auf, wobei die Montageplatte 12 lediglich sechs Ventilausgänge 22 vorsieht. Die Ventilausgänge 22 sind dabei, wie insbesondere aus 1b deutlich wird, über entsprechende Ventilzuführungskanäle 24 mit dem jeweils zugehörigen Hauptkanal 14 verbunden. Die Ventilzuführungskanäle 24 verlaufen dabei senkrecht zu den jeweiligen Hauptkanälen 14.

Über die Haupteingänge 16 kann ein druckbeaufschlagtes Medium in den jeweiligen Hauptkanal 14 einströmen, wobei es dann über die Ventilzuführungskanäle 24 zu den jeweiligen Ventilausgängen 22 gelangt. In der Montageplatte 10 ist der Betriebsdruck des Mediums vorteilhafterweise unterschiedlich zu dem in der Montageplatte 12; beispielsweise kann in der Montageplatte 10 ein Betriebsdruck von 80 bar herrschen, wobei in der Montageplatte 12 lediglich ein Betriebsdruck von 20 bar vorgesehen ist.

Über die Ventilausgänge 22 kann das jeweilige Medium dann in die in der 2 dargestellten Koaxialventile 26 einströmen. Das das jeweilige Koaxialventil 26 durchströmende Medium kann dann, bei geöffnetem Koaxialventil 26, durch die Ventileingänge 28 zurück in die jeweilige Montageplatte 10, 12 strömen. Die einzelnen Ventileingänge 28 sind über zugehörige Verbraucherkanäle 30 mit Verbraucherausgängen 32, 34 verbunden. Wie insbesondere aus 1b und 2 deutlich wird, weisen die Verbraucherkanäle 30 jeweils einen senkrecht zur Oberseite 20 der jeweiligen Montageplatte 10, 12 verlaufendenden Kanalabschnitt 36 sowie einen senkrecht dazu verlaufenden, parallel zur Oberseite 20 verlaufenden zweiten Kanalabschnitt 38 auf. Der Kanalabschnitt 38 verläuft dabei vorteilhafterweise von einer Längsschmalseite 40 zu der jeweils gegenüberliegenden Längsschmalseite 42 der jeweiligen Montageplatte. Je nachdem, wie viele Montageplatten gemäß 1 nebeneinander angeordnet sind, können dabei beide Enden des jeweiligen Kanalabschnitts 38 offen sein oder ein Ende geschlossen sein.

Bei der Ausführungsform gemäß 1 münden insofern die ersten sechs Verbraucherausgänge 32 der Montageplatte 10 in die Kanalabschnitte 38 der Montageplatte 12. Insofern ergibt sich dann ein gemeinsamer Verbraucherausgang 34 für die Verbraucherkanäle 30 beider Montageplatten 10 und 12. Das den Verbraucherausgängen 32 abgewandte Ende 44 des Kanalabschnitts 38 der Montageplatte 10 kann dabei mittels geeigneten Verschlussmitteln verschlossen sein.

Dadurch, dass jeweils die ersten sechs Verbraucherkanäle 30 der einen Montageplatte 10 in je einen zugehörigen Verbraucherkanal der anderen Montageplatte 12 münden, beziehungsweise dass die jeweiligen Verbraucherkanäle der beiden Montageplatten 10, 12 miteinander verbunden sind, kann einem Verbraucher das Medium entweder aus dem Hauptkanal 14 der einen Montageplatte 10 und/oder aus dem Hauptkanal 14 der anderen Montageplatte 12 zugeleitet werden. Der jeweilige Verbraucher bzw. das jeweilige Werkzeug kann lediglich mit dem unter verschiedenen Betriebsdrücken stehenden Medium über die gleiche Leitung versorgt werden.

Die beiden Montageplatten 10 und 12 sehen jeweils einen Lufteingang 50 eines sich in Längsrichtung erstreckenden Hauptluftkanals 52 vor, von dem Einzelluftkanäle zu den auf der Oberseite 20 der jeweiligen Montageplatte 10, 12 anzuordnenden Koaxialventilen gehen. Über diese Luftleitungen können die Koaxialventile druckgesteuert betätigt werden.

Der Schnitt gemäß 2 entspricht im Wesentlichen dem Schnitt gemäß 1b, wobei entsprechende Bauteile mit entsprechenden Bezugszeichen gekennzeichnet sind.

Auf der Oberseite der beiden Montageplatten 10 und 12 sind gemäß 2 im Längsschnitt dargestellte Koaxialventile 26 angeordnet. Jedes der beiden Koaxialventile 26 weist einen einem Ventilausgang 22 der zugehörigen Montageplatte 10, 12zugeordneten Ventileinlass 56 sowie einen dem jeweiligen Ventileingang 28 der jeweiligen Montageplatte 10, 12 Ventilauslass 58 auf.

Die einzelnen Koaxialventile 26 weisen ein mehrteiliges Gehäuse auf, wobei ein Gehäusegrundteil 60 vorgesehen ist, dass an der Oberseite 20 der jeweiligen Montageplatte 10, 12 anliegt. Die Koaxialventile 26 sehen ferner einen dem jeweiligen Ventileinlass nachgeschalteten, in axialer Richtung von dem jeweiligen Medium durchströmbaren und gegenüber dem Gehäusegrundteil 60 in axialer Richtung bewegbaren Ventilschließkörper 62 auf, wobei dessen dem Einlass 60 abgewandtes Ende 64 in der Schließstellung des Ventils, wie in 2 gezeigt, gegen einen an einem Gehäuseoberteil 66 angeordneten Ventilsitz 68 wirkt. Der Ventilsitz 68 ist dabei als Vollkugel ausgebildet, die mittels eines Presssitzes im Gehäuseoberteil 66 fest angeordnet ist. Bei geöffnetem Ventil hebt der rohrartig ausgebildete Ventilschließkörper 62 vom Ventilsitz 68 ab, so dass das Medium zwischen dem Ventilsitz 68 und dem Ende 64 des Ventilschließkörpers 62 in das Gehäuseoberteil 66 abschließen kann. Vom Gehäuseoberteil 66 wird das Medium über eine zwischen dem Gehäuseoberteil 66 und dem Gehäusegrundteil 62 angeordnete Rückführungsleitung 70 rückgeführt. Die Rückführungsleitung 70 ist dabei rohrartig ausgebildet und verläuft parallel zur Mittellängsachse des Ventils beziehungsweise zum Ventilverschließkörper. Die freien Enden der im Wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Rückführungsleitung sind über Dichtelemente 72 jeweils am Gehäusegrundteil 60 und am Gehäuseoberteil 62 dicht angeordnet. In Verlängerung der Rückführungsleitung 70 sieht das Gehäusegrundteil 60 eine Axialbohrung vor, die im Ventilauslass 58 beziehungsweise im Ventileingang 28 der jeweiligen Montageplatte 10, 12 mündet.

Wie aus 2 deutlich wird, sind die Ventilschließkörper 62 als Kolbenstangen eines einseitig druckbeaufschlagbaren Kolbens 74 ausgebildet, wobei zwischen dem Gehäusegrundteil 60 und dem Gehäuseoberteil 66 ein Zylinderraum 76 vorgesehen ist, in dem der jeweilige Kolben 74 axial bewegbar ist. Die Kolben 74 begrenzen einen Druckraum und sind jeweils einseitig mit Druckluft beaufschlagbar, welche über die Einzelluftleitungen 54 zur Verfügung gestellt wird. Die Ansteuerung des jeweiligen Zylinderraums erfolgt dabei über elektrisch ansteuerbare Schaltmittel 78.

Über ein Federelement 80 wird der jeweilige Kolben 74 bei Drucklosschaltungen des jeweiligen Druckraums in seine Ausgangslage rückbewegt und das jeweilige Ventil wird geschlossen.

Je nachdem, welches der beiden Koaxialventile 26 geöffnet ist, kann an dem Verbraucherausgang 34 in 2 entweder der in der Hauptleitung 14 der Montageplatte 10 herrschende Betriebsdruck oder der davon unterschiedliche in der Hauptleitung 14 der Montageplatte 12 herrschende Betriebsdruck einem Verbraucher zur Verfügung gestellt werden.

Zur Funktionsweise der Koaxialventile 26 im Einzelnen wird auf die von der Anmelderin dieser Anmeldung, den gleichen Anmeldetag wie diese Anmeldung aufweisenden Anmeldungen mit den Titeln "Koaxialventil" (DE 10 2006 010 088) und "Koaxialventil mit Dämpfungsmitteln" (DE 10 2006 010 087) verwiesen. In diesem Zusammenhang gilt der gesamte Offenbarungsgehalt der beiden erwähnten deutschen Patentanmeldungen als in der vorliegenden Patentanmeldung offenbart.


Anspruch[de]
Montageplatte (10, 12) für mit einem Medium durchströmbare Koaxialventile (26), mit einem einen Haupteingang (16) aufweisenden, sich in Längsrichtung der Montageplatte (10, 12) erstreckenden Hauptkanal (14) für das durch die Montageplatte (10, 12) leitbare und unter einem Betriebsdruck stehende Medium, mit vom Hauptkanal (14) abzweigenden, zu jeweiligen Ventilausgängen (22) führenden Ventilzuführungskanälen (24), wobei an den Ventilausgängen (22) vom Medium durchströmbare Koaxialventile (26) an der Montageplatte (10, 12) montierbar sind, und mit Ventileingängen (28) für von den Koaxialventilen (26) kommendes Medium, wobei die Ventileingänge (28) über jeweils zugehörige Verbraucherkanäle (30) zu Verbraucherausgängen (32, 34) führen, die an einer seitlichen Längsschmalseite der Montageplatte (10, 12) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verbraucherkanal (30) an den einander abgewandten Längsschmalseiten (40, 42) der Montageplatte (10, 12) jeweils einen Verbraucherausgang (32, 34, 44) derart aufweist, dass wenigstens zwei Montageplatten (10, 12) zu einem Plattensystem aneinander anordenbar sind und dass ein Verbraucherkanal (30) der einen Montageplatte (10) in einen Verbraucherkanal (30) einer weiteren Montageplatte (12) mündet, so dass das Medium, welches in dem Hauptkanal (14) der jeweiligen Montageplatte (10, 12) unter verschiedenen Betriebsdrücken stehen kann, einem Verbraucher dann unter den verschiedenen Drücken zuleitbar ist. Montageplatte (10, 12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Verbraucherausgänge (32, 34, 44) verschließbar oder verschlossen ist. Montageplatte (10, 12) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte (10, 12) quaderfömig ausgebildet ist, dass der Haupteingang (16) an einer Stirnseite der Montageplatte (10, 12) angeordnet ist. Montageplatte (10, 12) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte (10, 12) als Strangpressprofil ausgebildet ist. Montageplatte (10, 12) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilzuführungskanäle (24) parallel zueinander und senkrecht zum Hauptkanal (14) verlaufend angeordnet sind. Montageplatte (10, 12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellängsachsen der Ventilzuführungskanäle (24) die Mittellängsachse des Hauptkanals (14) schneiden. Montageplatte (10, 12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventileingänge (28) auf der gleichen Seite (20) der Montageplatte (10, 12) angeordnet sind wie die Ventilausgänge (22). Montageplatte (10, 12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Luftkanäle (52, 54) für die Koaxialventile (26) betätigende Druckluft vorgesehen sind. Montageplatte (10, 12) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftkanäle (52, 54) einen Hauptdruckmittelkanal (52) vorgesehen, von dem Einzeldruckmittelkanäle (54) zu den Koaxialventilen (26) abzweigen. Montageplatte (10, 12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte 3, 4, 6 und/oder 10 Ventilausgänge (22) für eine entsprechende Anzahl von Koaxialventilen (26) aufweist. Plattensystem, umfassend wenigstens zwei aneinander angeordnete Montageplatten (10, 12) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Medium in den beiden Hauptkanälen (14) der Montageplatten unter verschiedenen Betriebsdrücken stehen kann, und wobei ein Verbraucherkanal (30) der einen Montageplatte (10) in einen Verbraucherkanal (30) einer weiteren Montageplatte (12) mündet, so dass das Medium einem Verbraucher unter wenigstens zwei verschiedenen Drücken zuleitbar ist.






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