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Dokumentenidentifikation DE102006021863B4 19.02.2009
Titel Gelenkanordnung für ein Fahrzeug
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Mählmann, Dirk, 49377 Vechta, DE;
Ziebart, Benjamin, 49134 Wallenhorst, DE
DE-Anmeldedatum 09.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021863
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.02.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.02.2009
IPC-Hauptklasse F16C 11/06  (2006.01)  A,  F,  I,  20060509,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse B62D 7/16  (2006.01)  A,  L,  I,  20060509,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gelenkanordnung für ein Fahrzeug, mit einem Gelenk, welches ein Gelenkgehäuse und einen relativ zu diesem bewegbar gelagerten Gelenkzapfen aufweist, einer einen Hohlraum aufweisenden Stange, die mit dem Gelenk verbunden ist, einem einen Innenraum begrenzenden Dichtungsbalg, in dem das Gelenk zumindest teilweise angeordnet ist, und einer gasdurchlässigen Verbindung, welche den Hohlraum der Stange mit dem Innenraum des Dichtungsbalgs verbindet.

Derartige Gelenkanordnungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden z. B. für Zahnstangenlenkungen verwendet, wobei der Dichtungsbalg zumindest einen Teil der Gelenkanordnung vor Umwelteinflüssen und Verschmutzungen schützt. Bei Bewegungen der Zahnstange kann es innerhalb des Dichtungsbalgs zu Druckschwankungen kommen, die über die gasdurchlässige Verbindung ausgeglichen werden können.

Aus der JP 5-37644 U ist eine Verbindung zwischen einer hohlen Stange und einem Gehäuse bekannt, wobei in die Wandung der Stange stirnseitig eine Nut eingebracht ist. Ferner sind an der Innenwandung der Stange zwei einander gegenüberliegende Nuten im Bereich eines Gewindes ausgebildet.

Aus der JP 63-104173 U ist eine Gelenkanordnung mit einem Gelenk bekannt, dass mittels eines Zapfens über eine Schraubverbindung mit einer hohlen Stange verbunden ist. In dem Zapfen ist eine in einem Gewinde verlaufende Axialnut ausgebildet, die in eine in einem Radialflansch des Zapfens ausgebildete Radialnut übergeht.

Aus der JP 3-8066 U ist ein Kugelgelenk bekannt, dessen Gehäuseboden einen axial abgesetzten Flansch mit einem axial vorstehenden Zapfen aufweist, der in eine hohle Stange eingreift. In den mit einer Schlüsselfläche versehenen Flansch sind Radialnuten eingebracht, welche in Axialnuten übergehen, die in der Mantelfläche des Zapfens ausgebildet sind.

Nachteilig an dieser Lösung ist, dass durch Nuten in Kombination mit Schlüsselflächen komplizierte Konturen entstehen, an denen Grate oder erhöhter Werkzeugverschleiß auftreten können.

Aus der DE 43 31 291 C1 ist eine Gelenkverbindung mit einem Kugelgelenkgehäuse bekannt, dass einstückig mit einem axialen Anschlusszapfen verbunden ist, der über ein Außengewinde verfügt und in eine hohle Zahnstange mit einem entsprechenden Innengewinde eingeschraubt ist. Die Zahnstange liegt nach ihrer Montage an einem Radialflansch an, in den der Anschlusszapfen kugelgelenkgehäuseseitig übergeht. In den Anschlusszapfen sind Entlüftungsnuten eingebracht, die in den Radialflansch übergehen.

Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die axialen Bereiche der Entlüftungsnuten durch das Außengewinde verlaufen, was eine relativ komplizierte Fertigung zur Folge hat. Ferner verlaufen die radialen Bereiche der Entlüftungsnuten in der Stirnfläche des Radialflanschs, die auch gleichzeitig als Auflagefläche beim Gelenkverpressen dienen kann. Durch die Entlüftungsnuten wird diese Fläche verringert, was wiederum zu Einschränkungen bei der Auslegung führt.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Gelenkanordnung derart weiterzubilden, dass unkomplizierter gefertigt werden kann und Einschränkungen bei der Auslegung reduzierbar sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Gelenkanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.

Die erfindungsgemäße Gelenkanordnung für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, weist ein Gelenk, welches ein Gelenkgehäuse und einen relativ zu diesem bewegbar gelagerten Gelenkzapfen umfasst, eine einen Hohlraum umfassende Stange, die mit dem Gelenk verbunden ist, einen einen Innenraum begrenzenden Dichtungsbalg, in dem das Gelenkgehäuse des Gelenks sowie ein Teil des in dem Gelenkgehäuse schwenkbar gelagerten Gelenkzapfens angeordnet ist, und eine gasdurchlässige Verbindung auf, welche den Hohlraum der Stange mit dem Innenraum des Dichtungsbalgs verbindet, wobei zumindest ein Teil der gasdurchlässigen Verbindung von wenigstens einer in dem Gelenkgehäuse ausgebildeten Bohrung gebildet ist, die in den Hohlraum der Stange mündet.

Da erfindungsgemäß die gasdurchlässige Verbindung über die in dem Gelenk ausgebildete Bohrung in den Hohlraum der Stange mündet, ist es vermeidbar, im Verbindungsbereich zwischen dem Gelenk und der Stange Luftleitnuten in einem Gewinde oder in einer der Stange zugewandten Stirnfläche des Gelenks auszubilden. Insbesondere ist es möglich, dass die gasdurchlässige Verbindung im Abstand zu dem Verbindungsbereich zwischen dem Gelenk und der Stange in den Innenraum des Dichtungsbalgs mündet, so dass es ferner vermeidbar ist, die gasdurchlässige Verbindung durch eine Schlüsselfläche hindurch treten zu lassen. Die gasdurchlässige Verbindung kann somit funktionell von einem Gewinde, einer Auflagefläche oder einer Schlüsselfläche getrennt werden, so dass die zum Stand der Technik genannten Nachteile und Einschränkungen vermeidbar oder zumindest reduzierbar sind. Ferner verläuft die Bohrung bevorzugt in Längsrichtung der Stange.

Obwohl der Begriff „Bohrung" verwendet wird, muss die Bohrung nicht zwangsläufig durch Bohren oder durch spanabhebende Bearbeitung entstanden sein. Insbesondere ist es möglich, die Bohrung durch Bohren oder durch Stanzen auszubilden. Auch kann die Bohrung beim Gießen des Gelenkgehäuses und/oder des Gelenkzapfens ausgebildet werden, sofern das Gelenkgehäuse und/oder der Gelenkzapfen gegossen werden. Anstelle des Begriffs Bohrung könnten auch Begriffe wie Loch oder zylinderförmige Ausnehmung verwendet werden, das bzw. die insbesondere länglich und/oder beidseitig gasdurchlässig bzw. offen ist.

Die Stange kann mit dem Gelenkzapfen verbunden sein, in dem die Bohrung verläuft. Bevorzugt ist die Stange jedoch mit dem Gelenkgehäuse verbunden, in dem die Bohrung ausgebildet ist. Dabei kann die Bohrung in einem Boden des Gelenkgehäuses vorgesehen sein, der einer Öffnung abgewandt ist oder gegenüber liegt, durch welche hindurch sich der Gelenkzapfen aus dem Gelenkgehäuse heraus erstreckt. Der Boden ist insbesondere einstückig mit dem Gelenkgehäuse ausgebildet.

Das Gelenkgehäuse weist bevorzugt eine von einer Gehäusewandung begrenzte Gehäuseausnehmung auf, in welcher der Gelenkzapfen sitzt. Dabei kann die Bohrung in die Gehäuseausnehmung einmünden, so dass der Hohlraum über die Bohrung mit der Gehäuseausnehmung gasdurchlässig verbunden ist. Ferner kann die gasdurchlässige Verbindung wenigstens eine sich unmittelbar oder mittelbar an die Bohrung anschließende Nut aufweisen, die innerhalb des Gelenkgehäuses ausgebildet ist und bevorzugt in den Innenraum des Dichtungsbalgs mündet. Die Nut kann dabei z. B. in der Gehäusewandung und/oder in einer Lagerschale ausgebildet sein, die in dem Gelenkgehäuse angeordnet ist und in welcher der Gelenkzapfen gelagert ist. Somit ist es möglich, auf einfache Weise eine gasdurchlässige Verbindung zwischen der Bohrung und dem Innenraum des Dichtungsbalgs zu realisieren. Insbesondere können mehrere Nuten vorgesehen sein. Ebenfalls ist es möglich, dass sich die wenigstens eine an die Bohrung anschließende Nut nicht bis zu dem Innenraum des Dichtungsbalgs hin erstreckt und im Abstand zu diesem im Innern des Gelenkgehäuses endet. An diese z. B. in der Wandung vorgesehene Nut kann sich eine in der Lagerschale vorgesehene Nut anschließen und in den Innenraum münden.

Ferner ist es möglich, dass die gasdurchlässige Verbindung wenigstens eine in dem Gelenkzapfen ausgebildete und sich unmittelbar oder mittelbar an die Bohrung anschließende Zapfenbohrung aufweist, die in den Innenraum des Dichtungsbalgs mündet. Die Verbindung zwischen der Bohrung und der Zapfenbohrung erfolgt dabei bevorzugt unter Zwischenschaltung der Gehäuseausnehmung oder eines Teils davon. Ferner kann in dem Gelenkzapfen eine zu der Gehäuseausnehmung hin offene Gelenkzapfenausnehmung vorgesehen sein, in welche die wenigstens eine Zapfenbohrung mündet. Insbesondere können mehrere Zapfenbohrungen vorgesehen sein.

Gemäß einer Weiterbildung der Gelenkanordnung mündet die Bohrung selbst in den Innenraum des Dichtungsbalgs ein und kann hierfür z. B. schräg zur Längsachse der Stange verlaufen. Ferner kann die gasdurchlässige Verbindung wenigstens eine sich an die Bohrung anschließende zweite Bohrung aufweisen, die innerhalb des Gelenks oder des Gelenkgehäuses verläuft, wobei die beiden Bohrungen insbesondere innerhalb des Gelenks oder des Gelenkgehäuses ineinander übergehen und bevorzugt nicht parallel zueinander ausgerichtet sind. Insbesondere verläuft eine der Bohrungen in Richtung der Längsachse der Stange, wohingegen die andere Bohrung schräg oder quer zu dieser Längsachse verläuft und bevorzugt in oder im Bereich einer Außenmantelfläche des Gelenkgehäuses in den Innenraum des Dichtungsbalgs mündet. Die beiden Bohrungen sind bevorzugt als Sacklöcher ausgebildet, die innerhalb des Gelenks, insbesondere innerhalb des Gelenkgehäuses, ineinander übergehen.

Die Stange kann mit einem Lenkgetriebe verbunden sein und mittels des Lenkgetriebes bewegt werden, insbesondere in Längsrichtung der Stange verschoben werden. Dabei ist die Stange bevorzugt als Zahnstange ausgebildet, die zusammen mit dem Lenkgetriebe eine Zahnstangenlenkung bzw. ein Zahnstangenlenkgetriebe bildet. Der Dichtungsbalg kann einerseits an dem Lenkgetriebe oder an einem Gehäuse des Lenkgetriebes und andererseits an dem Gelenkzapfen oder an einem mit diesem verbundenen Koppelglied dichtend anliegen.

Das Gelenk ist bevorzugt ein Kugelgelenk, so dass der Gelenkzapfen als Kugelzapfen ausgebildet ist, der mit seiner Gelenkkugel drehbar und schwenkbar in dem Gelenkgehäuse gelagert ist.

Der innerhalb der Stange ausgebildete Hohlraum verläuft insbesondere in deren Längsrichtung und erstreckt sich bevorzugt bis hin zu der dem Gelenk zugewandten Stirnseite der Stange. Innerhalb der Stange kann der Hohlraum axial begrenzt bzw. als Sackloch ausgebildet sein. Alternativ kann sich der Hohlraum durch die Stange hindurch erstrecken. Ferner können mehrere Hohlräume in der Stange vorgesehen sein.

Die Stange kann mit einem zweiten Gelenk verbunden sein und sich zwischen diesen beiden Gelenken erstrecken. Dabei können die beiden Gelenke jeweils mit einer in den Hohlraum einmündenden Bohrung versehen und insbesondere gleichartig aufgebaut sein.

Da die hier beschriebenen Bohrungen und Nuten Teil einer gasdurchlässigen Verbindung sind oder diese bilden, handelt es sich bevorzugt um freie Bohrungen und freie Nuten.

Alle Ausführungsformen der Erfindung können eine Lagerschale aufweisen, die in dem Gelenkgehäuse angeordnet ist und in welcher der Gelenkzapfen gelagert ist.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

1: eine teilweise Schnittansicht einer Zahnstangenlenkung,

2: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

3: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,

4: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung,

5: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung,

6: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung,

7: eine Schnittansicht eines Kugelgelenks für die Zahnstangenlenkung gemäß einer sechsten Ausführungsform der Erfindung,

8: mehrere Nutprofile,

9: mehrere Nutverläufe und

10: unterschiedliche Nutanzahlen.

Aus 1 ist eine teilweise Schnittansicht einer Zahnstangenlenkung 1 ersichtlich, wobei in einem Gehäuse 2 eines Lenkgetriebes 3 eine Zahnstange 4 gelagert ist, die mittels des Lenkgetriebes 3 in Richtung und in Gegenrichtung des Pfeils 5 verschiebbar ist. Die Zahnstange 4 weist eine Ausnehmung 6 auf und ist an wenigstens einem Ende mit einem Kugelgelenk 7 verbunden. Das Kugelgelenk 7 weist ein Gelenkgehäuse 8 und einen in diesem drehbar und schwenkbar gelagerten Kugelzapfen 9 auf, der mit einer Gelenkkugel 18 (siehe 2) in einer Gehäuseausnehmung 16 (siehe 2) sitzt, die in dem Gelenkgehäuse 8 ausgebildet und von einer Wandung 17 (siehe 2) des Gelenkgehäuses 8 begrenzt ist. Dabei erstreckt sich der Kugelzapfen 9 durch eine in dem Kugelgelenkgehäuse 8 vorgesehene Öffnung 19 (siehe 2) aus diesem heraus, wobei außerhalb des Kugelgelenkgehäuses 8 an dem Kugelzapfen 9 ein Dichtungsbalg 10 mit einem Ende dichtend anliegt. Mit seinem anderen Ende liegt der Dichtungsbalg 10 dichtend an dem Gehäuse 2 des Lenkgetriebes 3 an, so dass zwischen den beiden Enden des Dichtungsbalgs 10 ein von diesem begrenzter Innenraum 11 ausgebildet ist, in dem das Kugelgelenkgehäuse 8, ein Endbereich der Zahnstange 4 sowie ein Teil des Kugelzapfens 9 angeordnet sind. Die Längsachse der Zahnstange 4 ist dabei mit dem Bezugszeichen 12 gekennzeichnet, wobei der Pfeil 5 parallel zu bzw. in Richtung der Längsachse 12 verläuft.

Wird die Zahnstange 4 mittels des Lenkgetriebes 3 in Gegenrichtung des Pfeils 5 verschoben, so wird der Dichtungsbalg 10 zusammengedrückt bzw. gestaucht, was zu einem Druckanstieg der in dem Innenraum 11 des Dichtungsbalgs 10 vorhandenen Luft führen kann. Wird hingegen die Zahnstange 4 mittels des Lenkgetriebes 3 in Richtung des Pfeils 5 verschoben, so wird der als Faltenbalg ausgebildete Dichtungsbalg 10 gestreckt bzw. gedehnt, was zu einem Druckabfall der in dem Innenraum 11 des Dichtungsbalgs 10 vorhandenen Luft führen kann. Damit derartige Druckschwankungen ausgeglichen werden können, weist die Zahnstangenlenkung 1 eine gasdurchlässige Verbindung 13 (siehe 2) auf, welche den Hohlraum 6 der Zahnstange 4 mit dem Innenraum 11 des Dichtungsbalgs 10 luftdurchlässig verbindet. Somit kann durch den Hohlraum 6 Luft aus dem Innenraum 11 abgeführt oder Luft dem Innenraum 11 zugeführt werden. Erstreckt sich der Hohlraum 6 nicht durch die Zahnstange 4 hindurch, kann die Luft z. B. über das Gehäuse 2 des Lenkgetriebes 3 umgeleitet werden.

Aus 2 ist das Kugelgelenk 7 der Zahnstangenlenkung 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in Schnittansicht dargestellt, wobei der Hohlraum 6 über die gasdurchlässige Verbindung 13 mit dem außerhalb des Kugelgelenkgehäuses 8 angeordneten Innenraum 11 des hier nicht dargestellten Dichtungsbalgs 10 luftdurchlässig verbunden ist. Die gasdurchlässige Verbindung 13 weist eine in dem Kugelgelenkgehäuses 8 ausgebildete axiale Bohrung 14 und wenigstens eine in dem Kugelgelenkgehäuses 8 ausgebildete radiale Bohrung 15 auf, die innerhalb des Kugelgelenkgehäuses 8 in die axiale Bohrung 14 übergeht.

Gemäß der ersten Ausführungsform weist das Kugelgelenkgehäuse 8 an seinem der Zahnstange 4 zugewandten Ende eine topfförmige Ausnehmung 21 mit einem Innengewinde auf, in welches ein an dem dem Kugelgelenkgehäuse 8 zugewandten Ende der Zahnstange 4 ausgebildetes Außengewinde eingreift. Somit sind die Zahnstange 4 und das Kugelgelenkgehäuse 8 miteinander verschraubt.

Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen der Erfindung beschrieben, wobei gleiche oder ähnliche Merkmale in allen Ausführungsformen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind.

Aus 3 ist eine Schnittansicht des Kugelgelenks 7 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, wobei die gasdurchlässige Verbindung 13 eine axiale Bohrung 14 aufweist, die sich von dem Hohlraum 6 durch das Gelenkgehäuse 8 hindurch bis hin zu der Ausnehmung 16 erstreckt. Über die Öffnung 19 und über in der Ausnehmung 16 vorhandene Zwischenräume zwischen der Gelenkkugel 18 und der Wandung 17 ist die Bohrung 14 mit dem Innenraum 11 des hier nicht dargestellten Dichtungsbalgs 10 luftdurchlässig verbunden.

Das Gelenkgehäuse 8 weist einen insbesondere einstückig mit diesem ausgebildeten axialen Zapfen 20 auf, der mit einem Außengewinde versehen ist und in den Hohlraum 6 der Zahnstange 4 eingreift. Dabei ist im Bereich des dem Kugelgelenk 7 zugewandten Endes der Zahnstange 4 an deren Innenwandung ein Innengewinde ausgebildet, welches in das Außengewinde des Zapfens 20 eingreift. Somit sind das Kugelgelenkgehäuse 8 und die Zahnstange 4 miteinander verschraubt.

Aus 4 ist eine Schnittansicht des Kugelgelenks 7 gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, wobei die dritte Ausführungsform bis auf die Verbindung zwischen dem Gelenkgehäuse 8 und der Zahnstange 4 mit der zweiten Ausführungsform übereinstimmt. Gemäß 4 ist in dem Kugelgelenkgehäuse 8 aber eine topfförmige Ausnehmung 21 vorgesehen, die ein Innengewinde aufweist, in welches ein an der Zahnstange 4 ausgebildetes Außengewinde eingreift. Die Verbindung zwischen der Zahnstange 4 und dem Kugelgelenkgehäuse 8 ist somit durch eine zu der ersten Ausführungsform äquivalenten Schraubverbindung gebildet.

Aus 5 ist eine Schnittansicht des Kugelgelenks 7 gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, wobei in dem Kugelgelenkgehäuse 8 in die Wandung 17 wenigstens eine Nut 22 eingebracht ist, die sich ausgehend von der Bohrung 14 bis hin zu der Öffnung 19 erstreckt. Abgesehen von der Nut 22 stimmt die vierte Ausführungsform mit der dritten Ausführungsform überein. Im Gegensatz zu dieser ist bei der vierten Ausführungsform aber der Austausch von Luft zwischen dem Hohlraum 6 und dem Innenraum 11 des hier nicht dargestellten Dichtungsbalgs 10 wegen der Nut 22 erleichtert.

Die wenigstens eine Nut 22 kann dabei eine der aus 8 ersichtlichen Nutprofilformen 26, 27, 28 oder 29 und/oder einen der aus 9 ersichtlichen Nutverläufe aufweisen. Insbesondere ist aus 9 ersichtlich, dass sich die Nut oder Nuten 22 gemäß einer Abwandlung der Ausführungsform nicht bis zu der Öffnung 19 hin erstrecken müssen. Auch ist eine spiralförmig verlaufende Nut 22 möglich. Ferner zeigt 10, dass eine unterschiedliche Anzahl von Nuten 22 vorgesehen sein kann.

Aus 6 ist eine Schnittansicht des Kugelgelenks 7 gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, wobei in der Gelenkkugel 18 des Kugelzapfens 9 eine zur Ausnehmung 16 hin offene Ausnehmung 23 eingebracht ist. Ferner ist wenigstens eine Bohrung 24 in dem Kugelzapfen 9 ausgebildet, die sich ausgehend von der Ausnehmung 23 durch den Kugelzapfen 9 hindurch bis zu dem Innenraum 11 des hier nicht dargestellten Dichtungsbalgs 10 erstreckt und somit eine luftdurchlässige Verbindung zwischen der Ausnehmung 23 und dem Innenraum 11 bildet. 6 zeigt dabei zwei solcher Bohrungen 24. Da die Ausnehmung 23 zur Ausnehmung 16 hin offen ist, ist auch der Hohlraum 6 mit dem Innenraum 11 luftdurchlässig verbunden.

Aus 7 ist eine Schnittansicht des Kugelgelenks 7 gemäß einer sechsten Ausführungsform der Erfindung ersichtlich, die im Wesentlichen mit der zweiten Ausführungsform übereinstimmt. Im Gegensatz zu dieser ist bei der sechsten Ausführungsform aber innerhalb der Ausnehmung 16 zwischen der Gelenkkugel 18 und der Gehäusewandung 17 eine Lagerschale 30 angeordnet, in welcher die Gelenkkugel 18 drehbar und schwenkbar gelagert ist. In der Lagerschale 30 ist dabei wenigstens eine Nut 31 vorgesehen, die sich an die Bohrung 14 anschließt und sich bis zu der Öffnung 19 hin erstreckt. Somit ist eine luftdurchlässige Verbindung zwischen dem Hohlraum 6 und dem Innenraum 11 des hier nicht dargestellten Dichtungsbalgs 10 ausgebildet. Für die wenigstens eine Nut 31 sind dabei die den 8, 9 und 10 entnehmbaren Nutprofilformen, Nutverläufe und/oder Nutanzahlen entsprechend möglich. Ergänzend oder alternativ zu der oder den in der Lagerschale ausgebildeten Nuten können auch Löcher in der Lagerschale ausgebildet sein, welche einen Teil der gasdurchlässigen Verbindung bilden.

Obwohl lediglich bei der sechsten Ausführungsform gezeigt, ist es grundsätzlich bei allen Ausführungsformen möglich, dass innerhalb der Ausnehmung 16 zwischen der Gelenkkugel 18 und der Gehäusewandung 17 eine Lagerschale 30 angeordnet ist. Die Lagerschale kann dabei eine oder mehrere Nuten und/oder Löcher zur Luftleitung aufweisen.

1
Zahnstangenlenkung/Gelenkanordnung
2
Gehäuse des Lenkgetriebes
3
Lenkgetriebe
4
Zahnstange
5
Pfeil
6
Ausnehmung in Zahnstange/Hohlraum
7
Kugelgelenk
8
Kugelgelenkgehäuse
9
Kugelzapfen
10
Dichtungsbalg
11
Innenraum des Dichtungsbalgs
12
Längsachse der Zahnstange
13
luftdurchlässige Verbindung
14
axiale Bohrung
15
radiale Bohrung
16
Ausnehmung in Gehäuse
17
Gehäusewandung
18
Gelenkkugel
19
Öffnung in Kugelgelenkgehäuse
20
Zapfen an Gelenkgehäuse
21
topfförmige Ausnehmung in Gelenkgehäuse
22
Nut in Gehäusewandung
23
Ausnehmung in Kugelzapfen
24
Bohrung in Kugelzapfen
26
Nutprofil
27
Nutprofil
28
Nutprofil
29
Nutprofil
30
Lagerschale
31
Nut in Lagerschale


Anspruch[de]
Gelenkanordnung für ein Fahrzeug, mit einem Gelenk (7), welches ein Gelenkgehäuse (8) und einen relativ zu diesem bewegbar gelagerten Gelenkzapfen (9) aufweist, einer einen Hohlraum (6) aufweisenden Stange (4), die mit dem Gelenk (7) verbunden ist, einem einen Innenraum (11) begrenzenden Dichtungsbalg (10), in dem das Gelenkgehäuse (8) des Gelenks (7) sowie ein Teil des in dem Gelenkgehäuse schwenkbar gelagerten Gelenkzapfens (9) angeordnet sind, und einer gasdurchlässigen Verbindung (13), welche den Hohlraum (6) der Stange (4) mit dem Innenraum (11) des Dichtungsbalgs (10) verbindet,

dadurch gekennzeichnet, dass

– zumindest ein Teil der gasdurchlässigen Verbindung (13) von wenigstens einer in dem Gelenkgehäuse (8) ausgebildeten Bohrung (14) gebildet ist, die in den Hohlraum (6) der Stange (4) mündet.
Gelenkanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (4) mit dem Gelenkgehäuse (8) verbunden ist. Gelenkanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkgehäuse (8) eine von einer Gehäusewandung (17) begrenzte Gehäuseausnehmung (16) aufweist, in welcher der Gelenkzapfen (9) sitzt, wobei die Bohrung (14) in die Gehäuseausnehmung (16) mündet. Gelenkanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gasdurchlässige Verbindung (13) wenigstens eine sich zumindest mittelbar an die Bohrung (14) anschließende Nut (22) aufweist, die innerhalb des Gelenkgehäuses (8) in der Gehäusewandung (17) ausgebildet ist und in den Innenraum (11) des Dichtungsbalgs (10) mündet. Gelenkanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkzapfen (9) in der Gehäuseausnehmung (16) unter Zwischenschaltung einer Lagerschale (30) sitzt und die gasdurchlässige Verbindung (13) wenigstens eine sich zumindest mittelbar an die Bohrung (14) anschließende Nut (22) aufweist, die in der Lagerschale (30) ausgebildet ist und in den Innenraum (11) des Dichtungsbalgs (10) mündet. Gelenkanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gasdurchlässige Verbindung (13) wenigstens eine in dem Gelenkzapfen (9) ausgebildete und sich zumindest mittelbar an die Bohrung (14) anschließende Zapfenbohrung (24) aufweist, die in den Innenraum (11) des Dichtungsbalgs (10) mündet. Gelenkanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich innerhalb des Gelenks (7) oder des Gelenkgehäuses (8) der Bohrung (14) wenigstens eine zweite Bohrung (15) anschließt, die in den Innenraum (11) des Dichtungsbalgs (10) mündet. Gelenkanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bohrungen (14, 15) nicht parallel zueinander verlaufen. Gelenkanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (4) mit einem Lenkgetriebe (3) verbunden und mittels des Lenkgetriebes (3) bewegbar ist. Gelenkanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsbalg (10) einerseits an dem Lenkgetriebe (3) oder an einem Gehäuse (2) des Lenkgetriebes (3) und andererseits an dem Gelenkzapfen (9) oder an einem mit diesem verbundenen Koppelglied dichtend anliegt. Gelenkanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (4) eine Zahnstange ist. Gelenkanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (7) ein Kugelgelenk und der Gelenkzapfen (9) ein Kugelzapfen ist, der mit seiner Gelenkkugel (18) drehbar und schwenkbar in dem Gelenkgehäuse (8) gelagert ist.






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