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Dokumentenidentifikation DE102005003534B4 19.03.2009
Titel Axialkolbenbrennkraftmaschine
Anmelder IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, 10587 Berlin, DE
Erfinder Neukirchner, Heiko, 09125 Chemnitz, DE;
Hötger, Michael, 13503 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 25.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005003534
Offenlegungstag 10.08.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.03.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.03.2009
IPC-Hauptklasse F02B 75/26  (2006.01)  A,  F,  I,  20051017,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Axialkolbenbrennkraftmaschine mit verstellbarem Kolbenhub und verstellbarem Verdichtungsverhältnis sowie ein Verfahren für den Betrieb einer Axialkolbenbrennkraftmaschine mit den in den Oberbegriffen der Patentansprüche genannten Merkmalen.

Vorbekannt aus der DE 2 61 754 C2 ist eine Regelungsvorrichtung für Axialkolbenbrennkraftmaschinen. Mit dieser Vorrichtung ist es möglich, das Verdichtungsverhältnis und den Kolbenhub einer Axialkolbenbrennkraftmaschine unabhängig voneinander zu verstellen. Zu diesem Zweck wird eine die Antriebswelle mitnehmende Schrägscheibe beliebig längs der Achse der Antriebswelle verschoben und mehr oder weniger geneigt um eine Querachse eingestellt. Die Übertragung der dafür erforderlichen Stellbewegungen erfolgt über eine Anordnung von Handrädern, ineinander eingeschraubten Hülsen, Lagerungselementen, Muffen, Gelenkzapfen und Gelenkstangen.

Nachteilig bei dieser gezeigten Lösung ist, dass die Übertragung der Stellbewegungen und -kräfte durch eine Anordnung mehrerer toleranzbehafteter und den verschiedensten Belastungen ausgesetzter Konstruktionselemente erfolgt. Das heißt, es ist zu erwarten, dass keine reproduzierbare Einstellung des Kolbenhubes und des dazugehörigen optimalen Verdichtungsverhältnisses, insbesondere über der Standzeit der Axialkolbenbrennkraftmaschine möglich sein wird. Folglich wird ein Teil der durch die unabhängige Verstellung des Verdichtungsverhältnisses und des Kolbenhubes gewonnenen Flexibilität durch vorzusehende Sicherheiten aufgezehrt. Eine zügige Verstellung des Kolbenhubes und des dazugehörigen optimalen Verdichtungsverhältnisses bei einem Betriebspunktwechsel ist mit dieser Anordnung nicht realisierbar.

In der DE 23 45 225 C2 ist eine Axialkolbenbrennkraftmaschine mit veränderlichem Kolbenhub und konstanter Verdichtung beschrieben. Der dort dargestellten Lösung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Verdichtungsverhältnis an den jeweils eingestellten Kolbenhub derart anzupassen, dass bei allen Betriebszuständen ein nahezu konstantes Verdichtungsverhältnis vorliegt. Erreicht wird dies dadurch, dass zwischen dem Maschinengehäuse und dem Zylinderblock ein den Zylinderblock umgebender Ringkolben vorgesehen ist. Durch die hydraulische Beaufschlagung des Ringkolbens wird der Zylinderblock relativ zum Maschinengehäuse in Hauptwellenachsrichtung verschoben und somit das Verdichtungsverhältnis verändert. Über ein mit dem Zylinderblock verbundenes Hebelgestänge, welches mit einer Stellwelle in Verbindung steht, wird entsprechend dieser Verschiebung eine Änderung der Winkelstellung der Schrägscheibe und somit des Kolbenhubes erreicht.

Ein konstantes Verdichtungsverhältnis im gesamten Betriebsbereich ist hinsichtlich des optimalen Betriebes einer Brennkraftmaschine nicht zwingend erforderlich. Vielmehr ist es anzustreben, für jeden Betriebspunkt individuelle Einstellungen des Kolbenhubes und des Verdichtungsverhältnisses unter Berücksichtigung von Randbedingungen wie beispielsweise dem verwendeten Kraftstoff oder einer möglichen Menge an rückgeführtem Abgas vornehmen zu können. Das kann beispielsweise ein höchstmögliches Verdichtungsverhältnis in einem Teillastbetriebspunkt oder ein der verwendeten Kraftstoffsorte bzw. deren Klopffestigkeit angepasstes maximales Verdichtungsverhältnis in einem Betriebspunkt nahe Volllast sein.

Aus der FR 2 461 813 A1 ist ferner eine Axialkolbenbrennkraftmaschine vorbekannt, die ein Element umfasst, welches drehbar in einem weiteren axial verstellbaren Element gelagert ist und welches eine Kontur aufweist, die der Verstellung der Neigung der Schrägscheibe Rechnung trägt, wobei nicht durch die Kontur der Kolbenhub der Axialkolbenmaschine verändert werden kann; sondern durch die relative axiale Verstellung des einen axial verstellbaren Elementes zu einem weiteren axial verstellbarem Element sowie die ortsfeste Anbindung der Schrägscheibe über Drehpunkte an die beiden axial verstellbaren Elemente.

Darüber hinaus ist aus der US 2004/0118365A1 eine Axialkolbenbrennkraftmaschine vorbekannt, die einen Mechanismus umfasst, der einen Kugelumlauftrieb aufweist, wobei dieser Kugelumlauftrieb der Verstellung des Kolbenhubes und nicht der Verstellung des Verdichtungsverhältnisses dient.

Aufgabe

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, mit einfachen robusten Mitteln eine Möglichkeit zu schaffen, den Kolbenhub und das Verdichtungsverhältnis reproduzierbar und unabhängig voneinander für jeden Arbeitspunkt einer Axialkolbenbrennkraftmaschine anpassen zu können und die Anpassung des Kolbenhubes und des Verdichtungsverhältnisses in Abhängigkeit von Betriebsparametern einer Axialkolbenbrennkraftmaschine durchzuführen.

Lösung

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zur Verstellung des Kolbenhubes einer Axialkolbenbrennkraftmaschine ein Konturelement, welches den maximalen und den minimalen Kolbenhub einer Axialkolbenbrennkraftmaschine abbildet, mit einem ortsfest, jedoch drehbar in dem Maschinengehäuse angeordneten Grundkörper und einer daran schwenkbar, jedoch drehfest angeordneten Schrägscheibe in Kontakt steht. Das Konturelement ist unterhalb der Schrägscheibe gegenüber einer schwenkbaren Verbindung zwischen Schrägscheibe und dem Grundkörper im rechten Winkel zur Drehachse des Grundkörpers als Teil einer Verstellwelle ortsfest, jedoch drehbar gelagert angeordnet. Diese Verstellwelle weist auf der einen Seite das Konturelement und auf der der Drehachse des Grundkörpers zugewandten Seite ein Kegelrad auf. Das Kegelrad steht mit einem weiteren Kegelrad als Teil einer weiteren Welle in Eingriff, welche im rechten Winkel zu der Verstellwelle koaxial zur Drehachse des Grundkörpers angeordnet ist und den Grundkörper durchdringt. An dieser weiteren Welle ist ein geeigneter Aktuator zur Verstellung des Konturelementes und somit des Kolbenhubes angeordnet.

Für eine vom Kolbenhub unabhängige Verstellung des Verdichtungsverhältnisses ist der Zylinderblock relativ zum feststehenden Maschinengehäuse positionierbar ausgelegt. Die Positionierung wird formschlüssig beispielsweise durch die Steigung eines umlaufenden Kugelgewindetriebes ermöglicht, welcher zwischen dem Zylinderblock, dem Maschinengehäuse und einem Übertragungselement gebildet wird. Durch die Ansteuerung eines am Maschinengehäuse angeordneten Aktuators, welcher mit dem Übertragungselement in geeigneter Weise gekoppelt ist, wird definiert durch die Steigung der Kugelgewindekontur eine Änderung des Relativabstandes von Zylinderblock zu Maschinengehäuse und somit eine Änderung des Verdichtungsverhältnisses der Axialkolbenbrennkraftmaschine erreicht.

Bei dem Betrieb der Axialkolbenbrennkraftmaschine werden für jeden Betriebspunkt individuelle Einstellungen des Kolbenhubes und des Verdichtungsverhältnisses unter Berücksichtigung von Betriebsparametern der Axialkolbenbrennkraftmaschine vorgenommen. Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine können die Drehzahl, der Fahrpedalwinkel, der Zylinderdruck, der Umgebungsdruck, der Zündzeitpunkt, der Ladedruck, die Ansauglufttemperatur, die Kühlmitteltemperatur, die Klopfstärke/-intensität, die angesaugte Luftmenge/-masse, die eingespritzte Kraftstoffmenge/-masse, die aktuellen Informationen über Kolbenhub/Verdichtungsverhältnis und/oder die Menge an rückgeführtem Abgas sein. Die Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine werden mittels geeigneter Sensorik erfasst und/oder auf Basis eines Modells in einer elektronischen Motorsteuerung ermittelt. Es erfolgt eine Weiterverarbeitung der Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine mittels der elektronischen Motorsteuerung und es werden Stellinformationen sowie die notwendige Stellenergie zur Ansteuerung der verwendeten Aktuatorik von der elektronischen Motorsteuerung bereitgestellt.

Vorteile

Es ist von Vorteil, dass die zur Verstellung des Kolbenhubes miteinander in Kontakt stehenden Konstruktionselemente Grundkörper, Schrägscheibe und Konturelement beim Betrieb der Axialkolbenbrennkraftmaschine eine robuste Einheit bilden, welche einem geringen Verschleiß unterliegt und eine gute Reproduzierbarkeit von Verstellbewegungen sicherstellt. Die axialen Belastungen, welche beim Betrieb der Axialkolbenbrennkraftmaschine auftreten, werden auf den Umfang des Maschinengehäuses am Übergang zum Zylinderblock gleichmäßig verteilt, was sich günstig hinsichtlich des Verschleißes und der Reproduzierbarkeit von Verstellbewegungen auswirkt. Es können für jeden Betriebspunkt der Axialkolbenbrennkraftmaschine individuelle Einstellungen des Kolbenhubes und des Verdichtungsverhältnisses unter Berücksichtigung von einer Vielzahl von Randbedingungen vorgenommen werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben, sie werden zusammen mit ihren Wirkungen erläutert.

Ausführungsbeispiel

Beispielhaft wird hier die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen und des Verfahrens beschrieben. In den dazugehörigen Figuren zeigen:

1: schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen,

1a: Darstellung einer ersten Ausführungsform des Konturelementes,

1b: Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Konturelementes,

2: Detaildarstellung des Übertragungsringes,

3: schematische Darstellung zu dem erfindungsgemäßen Verfahren.

Die erfindungsgemäße Axialkolbenbrennkraftmaschine ist, wie in 1 gezeigt, aus einem Zylinderblock 1 und einem Maschinengehäuse 2 zusammengesetzt. Um die Längsachse des Zylinderblockes 1 sind radial die einzelnen Zylinder 3 angeordnet. Der Zylinderblock 1 wird entlang seiner Längsachse von einer längenverstellbaren Nebenwelle 4 zum Antrieb eines mit der Nebenwelle 4 drehfest verbundenen Zahnrades 5 durchdrungen. Das Zahnrad 5 bildet mit zwei Planetenrädern 6 und einem Hohlrad 7 ein Planetengetriebe, welches eine Übersetzung der Drehzahl zwischen Nebenwelle 4 und einer an dem Hohlrad 7 drehfest verbundenen Nockenwelle 8 ermöglicht. Der Zylinderblock 1 wird von einem Zylinderkopf 9 abgeschlossen. In dem Zylinderkopf 9 sind neben dem Planetengetriebe die Ansaug- und Abgaskanäle 10, 11 der einzelnen Zylinder 3, deren Ladungswechselorgane 12 sowie nicht weiter beschriebene Mittel zur Übertragung der auf der Nockenwelle 8 abgebildeten Hubbewegungen auf die Ladungswechselorgane 12 angeordnet.

An der dem Zylinderkopf 9 gegenüberliegenden Seite des Zylinderblockes 1 ist das Maschinengehäuse 2 der erfindungsgemäßen Axialkolbenbrennkraftmaschine formschlüssig mit dem Zylinderblock 1 verbunden. Dieser Formschluss wird durch einen umlaufenden Kugelgewindetrieb ermöglicht. Dazu ist ein U-förmiger Übertragungsring 13 zwischen dem Zylinderblock 1 und dem Maschinengehäuse 2 angeordnet. Wie in 2 gezeigt, weist der U-förmige Übertragungsring 13 an der zu der Axialkolbenbrennkraftmaschine gewandten Seite, an dessen Innenumfang A, Konturen zur Aufnahme von Kugeln 14 auf. Diese Konturen sind ebenfalls am Zylinderblock 1 an der von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Seite an dessen Außenumfang D vorgesehen. Durch die Aufnahme von Kugeln 14 in den Konturen im Zylinderblock 1 und im U-förmigen Übertragungsring 13 werden der Zylinderblock 1 und der U-förmige Übertragungsring 13 miteinander formschlüssig, jedoch drehbar zueinander verbunden. Weiterhin sind an dem von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Innenumfang B des Übertragungsringes 13 Konturen zur Aufnahme von Kugeln 14 vorgesehen. Das Maschinengehäuse 2 ist an dem zum Zylinderblock 1 gewandten Innenumfang C ebenfalls mit Konturen zur Aufnahme von Kugeln 14 versehen. Durch die Aufnahme von Kugeln 14 zwischen den Konturen des von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Innenumfanges B des Übertragungsringes 13 und der Konturen des zum Zylinderblock 1 gewandten Innenumfanges C des Maschinengehäuses 2 werden nunmehr der Zylinderblock 1, der U-förmige Übertragungsring 13 und das Maschinengehäuse 2 miteinander formschlüssig, jedoch drehbar zueinander verbunden.

Der U-förmige Übertragungsring 13 ist an dem von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Außenumfang E mit einer umlaufenden Zahnkontur 15 versehen. Diese Zahnkontur 15 steht im Eingriff mit einem Schneckenrad 17, welches an der Abtriebswelle eines am Maschinengehäuse 2 fest angeordneten Stellmotors 16 vorgesehen ist.

Bei der Ansteuerung des Stellmotors 16 wälzt das Schneckenrad 17 auf der umlaufenden Zahnkontur 15 ab und vorgegeben durch die Steigung des umlaufenden Kugelgewindetriebes wird eine Änderung des Relativabstandes von Zylinderblock 1 zum feststehenden Maschinengehäuse 2 und somit eine Änderung des Verdichtungsverhältnisses der Axialkolbenbrennkraftmaschine erreicht.

Zur Verstellung des Kolbenhubes der Axialkolbenbrennkraftmaschine ist, wie in 1 und 1a gezeigt, ein Konturelement 18 vorgesehen, welches den maximalen und den minimalen Kolbenhub der Axialkolbenbrennkraftmaschine abbildet und mit dem ortsfest, jedoch drehbar in dem Maschinengehäuse 2 angeordneten Grundkörper 19 und einer daran schwenkbar, jedoch drehfest angeordneten Schrägscheibe 20 in Kontakt steht. Das Konturelement 18 ist unterhalb der Schrägscheibe 20 gegenüber der schwenkbaren Verbindung zwischen Schrägscheibe 20 und dem Grundkörper 19 im rechten Winkel zur Drehachse des Grundkörpers 19 als Teil einer Verstellwelle 21 ortsfest, jedoch drehbar gelagert angeordnet. Diese Verstellwelle 21 weist auf der einen Seite das Konturelement 18 und auf der der Drehachse des Grundkörpers 19 zugewandten Seite ein Kegelrad 22 auf. Das Kegelrad 22 steht mit einem weiteren Kegelrad 23, als Teil einer weiteren Welle 24 in Eingriff, welche im rechten Winkel zu der Verstellwelle 21, koaxial zur Drehachse des Grundkörpers 19 angeordnet ist und den Grundkörper 19 durchdringt. An dieser weiteren Welle 24 ist ein geeigneter Aktuator F zur Verstellung des Konturelementes 18 und somit des Kolbenhubes der Axialkolbenbrennkraftmaschine angeordnet.

Bei der Ansteuerung des Aktuators F werden über die weitere Welle 24, die Kegelräder 22, 23 und die Verstellwelle 21, das daran drehfest angeordnete Konturelement 18 verdreht und durch die Kontur des Konturelementes 18 der Kolbenhub der Axialkolbenbrennkraftmaschine verändert.

In einer weiteren Ausführungsform ist das Konturelement 18 in geeigneter Weise formschlüssig mit der Schrägscheibe 20 jedoch relativ zur Schrägscheibe 20 drehbar verbunden. Diese Ausführungsform stellt den Zusammenhalt der Schrägscheibe 20 und des Grundkörpers 19 bei hohen Drehzahlen der Axialkolbenbrennkraftmaschine sicher.

In 1b ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Konturelementes 18 zur Vermeidung von Halteenergien dargestellt. Dazu sind Abstufungen in Form einer beliebigen Anzahl von Kontaktflächen G am Umfang des Konturelementes 18 vorgesehen. Bei der Ansteuerung des Aktuators F wird auf diese Weise der Kolbenhub der Axialkolbenbrennkraftmaschine stufenweise verändert.

Wie in 3 dargestellt, werden bei dem Betrieb der Axialkolbenbrennkraftmaschine für jeden Betriebspunkt individuelle Einstellungen des Kolbenhubes und des Verdichtungsverhältnisses unter Berücksichtigung von Betriebsparametern der Axialkolbenbrennkraftmaschine vorgenommen. Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine können die Drehzahl, der Fahrpedalwinkel, der Zylinderdruck, der Umgebungsdruck, der Zündzeitpunkt, der Ladedruck, die Ansauglufttemperatur, die Kühlmitteltemperatur, die Klopfstärke/-intensität, die angesaugte Luftmenge/-masse, die eingespritzte Kraftstoffmenge/-masse, die aktuellen Informationen über Kolbenhub/Verdichtungsverhältnis und/oder die Menge an rückgeführtem Abgas sein. Die Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine werden mittels geeigneter Sensorik erfasst oder auf Basis eines Modells in einer elektronischen Motorsteuerung ermittelt. Es erfolgt eine Weiterverarbeitung der Betriebsparameter der Axialkolbenbrennkraftmaschine mittels der elektronischen Motorsteuerung und es werden Stellinformationen sowie die notwendige Stellenergie zur Ansteuerung der verwendeten Aktuatorik von der elektronischen Motorsteuerung bereitgestellt.

So kann beispielsweise entsprechend einem Klopfintensitätswert an einem Betriebspunkt nahe Volllast ein optimales Verdichtungsverhältnis eingestellt werden. Der Klopfintensitätswert kann auf dem Signal eines Klopfsensors und einer Weiterverarbeitung in der elektronischen Motorsteuerung basieren oder in sonstiger geeigneter Art und Weise eine klopfende Verbrennung beschreiben. Es ist weiterhin möglich, an einem derartigen oder an jedem beliebigen Betriebspunkt durch Verkleinerung des Kolbenhubes die angesaugte Luftmasse/-menge zu verringern und somit eine vorhandene Klopfneigung zu vermindern. Auch eine Kombination der Verstellung des Verdichtungsverhältnisses und des Kolbenhubes sowie weiterer Betriebsparameter ist möglich. Auf diese Weise kann für jeden Betriebspunkt die optimale Kombination aus angesaugter Luftmasse/-menge, Verdichtungsverhältnis und beispielsweise des Zündzeitpunktes dargestellt werden. Als Maß für eine derartige optimale Kombination der genannten Größen können beispielsweise aus dem Zylinderdruck abgeleitete Kennwerte, welche Aufschluss über den Effizienz des im jeweiligen Betriebspunkt vorherrschenden Verbrennungsvorgangs geben, zu Grunde gelegt werden.

Bei der vorliegenden Beschreibung wird davon ausgegangen, dass die dieser Erfindung zu Grunde liegenden Vorrichtungen und das Verfahren ebenso für eine Axialkolbenbrennkraftmaschine, welche entsprechend dem 4-Takt-Prinzip als auch dem 2-Takt-Prinzip arbeitet, für ein otto- oder dieselmotorisches Brennverfahren angewendet werden können.

1
Zylinderblock
2
Maschinengehäuse
3
Zylinder
4
Nebenwelle
5
Zahnrad
6
Planetenräder
7
Hohlrad
8
Nockenwelle
9
Zylinderkopf
10
Ansaugkanal
11
Abgaskanal
12
Ladungswechselorgane
13
Übertragungsring
14
Kugeln
15
Zahnkontur
16
Stellmotor
17
Schneckenrad
18
Konturelement
19
Grundkörper
20
Schrägscheibe
21
Verstellwelle
22
Kegelrad
23
Kegelrad
24
weitere Welle
A
Innenumfang des Übertragungsringes 13 an der zu der Axialkolbenbrennkraftmaschine gewandten Seite
B
Innenumfang des Übertragungsringes 13 an der von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Seite
C
Innenumfang des Maschinengehäuses 2 an der zum Zylinderblock 1 gewandten Seite
D
Außenumfang des Zylinderblockes 1 an der von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Seite
E
Außenumfang des Übertragungsringes 13 an der von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Seite
F
Aktuator
G
Kontaktflächen am Umfang des Konturelementes 18


Anspruch[de]
Axialkolbenbrennkraftmaschine mit einem Zylinderblock 1, einem Maschinengehäuse 2 und einer Schrägscheibe 20, wobei ein Konturelement 18, welches den maximalen und den minimalen Kolbenhub der Axialkolbenbrennkraftmaschine abbildet, unterhalb der Schrägscheibe 20 gegenüber der schwenkbaren, jedoch drehfesten Verbindung zwischen der Schrägscheibe 20 und einem ortsfest, jedoch drehbar in dem Maschinengehäuse 2 angeordneten Grundkörper 19 zwischen der Schrägscheibe 20 und dem Grundkörper 19 im rechten Winkel zur Drehachse des Grundkörpers 19 angeordnet ist, wobei das Konturelement 18 ortsfest, jedoch drehbar gelagert ist, wobei das Konturelement 18 ein Teil einer Verstellwelle 21 ist, wobei die Verstellwelle 21 auf der einen Seite das Konturelement 18 und auf der der Drehachse des Grundkörpers 19 zugewandten Seite ein Kegelrad 22 aufweist, wobei das Kegelrad 22 mit einem weiteren Kegelrad 23 als Teil einer weiteren Welle 24 in Eingriff steht, welche im rechten Winkel zu der Verstellwelle 21, koaxial zur Drehachse des Grundkörpers 19 angeordnet ist und den Grundkörper 19 durchdringt, wobei an der weiteren Welle 24 ein Aktuator F angeordnet ist, wobei bei der Ansteuerung des Aktuators F über die weitere Welle 24 die Kegelräder 22, 23 und die Verstellwelle 21 das daran drehfest angeordnete Konturelement 18 verdreht und durch die Kontur des Konturelementes 18 der Kolbenhub der Axialkolbenbrennkraftmaschine verändert wird, wobei das Konturelement 18 formschlüssig mit der Schrägscheibe 20, jedoch relativ zur Schrägscheibe 20 drehbar verbunden ist. Axialkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, wobei am Umfang des Konturelementes 18 Abstufungen in Form einer beliebigen Anzahl von Kontaktflächen G vorgesehen sind. Axialkolbenbrennkraftmaschine mit einem Zylinderblock 1, einem Maschinengehäuse 2 und einer Schrägscheibe 20, wobei der Zylinderblock 1 und das Maschinengehäuse 2 mittels eines umlaufenden Kugelgewindetriebes, welcher zwischen dem Zylinderblock 1 und dem Maschinengehäuse 2, einem Übertragungsring 13 und Kugeln 14 gebildet wird, miteinander formschlüssig und drehbar zueinander verbunden sind, so dass der Zylinderblock 1 relativ zum feststehenden Maschinengehäuse 2 positionierbar ist, wobei der Übertragungsring 13 an der zu der Axialkolbenbrennkraftmaschine gewandten Seite, an dessen Innenumfang A und an dem von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Innenumfang B sowie der Zylinderblock 1 an der von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Seite am Außenumfang D und das Maschinengehäuse 2 an dem zum Zylinderblock 1 gewandten Innenumfang C Konturen zur Aufnahme von Kugeln 14 aufweist, wobei durch die Aufnahme von Kugeln 14 in den Konturen im Zylinderblock 1, im Übertragungsring 13 und dem Maschinengehäuse 2 der Zylinderblock 1, der Übertragungsring 13 und das Maschinengehäuse 2 miteinander formschlüssig, jedoch drehbar zueinander verbunden werden, wobei der Übertragungsring 13 an dem von der Axialkolbenbrennkraftmaschine abgewandten Außenumfang E mit einer umlaufenden Zahnkontur 15 versehen ist, wobei die Zahnkontur 15 im Eingriff mit einem Schneckenrad 17 steht, welches an der Abtriebswelle eines am Maschinengehäuse 2 fest angeordneten Stellmotors 16 vorgesehen ist, wobei bei der Ansteuerung des Stellmotors 16 sich das Schneckenrad 17 auf der umlaufenden Zahnkontur 15 abwälzt und vorgegeben durch die Steigung des umlaufenden Kugelgewindetriebes eine Änderung des Relativabstandes von Zylinderblock 1 zum feststehenden Maschinengehäuse 2 und somit eine Änderung des Verdichtungsverhältnisses der Axialkolbenbrennkraftmaschine erreicht wird.






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