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Dokumentenidentifikation DE102005034926B4 19.03.2009
Titel Anodisier-Rack-Abstandsstange, Anodisier-Rack-Anordnung und Verfahren zum Klemmen einer Vielzahl von langgestreckten Werkstücken
Anmelder Sapa Profiler AB, Vetlanda, SE
Erfinder König, Thomas, 77656 Offenburg, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 26.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005034926
Offenlegungstag 01.02.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.03.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.03.2009
IPC-Hauptklasse C25D 17/06  (2006.01)  A,  F,  I,  20060109,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse C25D 11/02  (2006.01)  A,  L,  I,  20060109,  B,  H,  DE

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anodisier-Rack-Anordnung gemäß Anspruch 7, in einer derartigen Rack-Anordnung verwendete Anodisier-Rack-Abstandsstangen gemäß Anspruch 1 und ein entsprechendes Verfahren gemäß Anspruch 11.

Das Anodisieren ist ein Bearbeitungsprozess zur Ablagerung eines Films eines anodischen Oxids auf einem Leichtmetall wie z. B. Aluminium, um die Abriebfestigkeit, die Korrosionsfestigkeit und das äußere Erscheinungsbild zu verbessern.

Die Erfindung behandelt die Bereitstellung von Mitteln zur Vereinfachung der Anbringung einer Vielzahl derartiger Gegenstände an einem Rack für das Anodisieren.

STAND DER TECHNIK

Bereits bekannt ist das Anodisieren von Aluminium mit einem Prozess zur Aufbringung einer Oxidbeschichtung darauf, um das Metall gegen Korrosion zu schützen, wobei im Allgemeinen die Entfettung des Metalls enthalten ist und das Aluminium mit einer ätzenden Lösung behandelt wird (zusammengesetzt hauptsächlich aus Ätznatron), und worauf ein Spülvorgang, das Anodisieren in einer wässrigen Säurelösung zur Aufbringung der Oxidschicht und die Versiegelung folgen. Die zu anodisierenden Gegenstände sind während des Prozesses auf einem Rack gelagert, und das Rack mit den Gegenständen wird in die wässrige Säurelösung getaucht, und der zu anodisierende Gegenstand, der als Anode fungiert, wird mit Spannung beaufschlagt.

Derzeit verwendete Anodisier-Racks umfassen einen Rahmen, der im Allgemeinen rechteckig ist und der an jeder Ecke vertikale Elemente enthält, um eine Reihe von vertikal beabstandeten horizontalen Auflagestangen, die durch den Rahmen mit der Anodenschiene elektrisch verbunden sind, aufzunehmen. Üblicherweise werden nach außen gerichtete Auflagestangen verwendet, da sich diese bequemer beschicken und entladen lassen. Ein derartiges Rack ist beschrieben in GB2089838. Jede der Auflagestangen wird eingesetzt, um mehrere extrudierte Abschnitte aufzunehmen, die mit den Stangen elektrisch verbunden sein müssen. Der Kontakt wird durch die Beaufschlagung von Druck von oben sichergestellt, indem eine Querstange abgesenkt wird, die die horizontalen Auflagestangen gegen die zu anodisierenden Gegenstände drückt. Der elektrische Kontakt mit den Werkstücken erfolgt über lose Aluminium-Kontaktstangen, die durch vertikale Schubstangen mit seitlich abstehenden Schultern gegen die Werkstücke geklemmt werden. Die Kontaktstangen werden nach der Bearbeitung jedes Arbeitsvorgangs entfernt, um den anodischen Oxidfilm abzustreifen, der sich möglicherweise gebildet hat.

Ein weiteres Vorgehen zur Sicherstellung eines guten elektrischen Kontakts zwischen dem Rack und den zu anodisierenden Gegenständen ist das Einsetzen von Metallkeilen zwischen dem Rack und den Auflagestangen. Diese Keile müssen in ihre Position gehämmert werden, was sehr lärmintensiv ist. Außerdem ist dies ein langwieriger, sich wiederholender zeitaufwändiger Prozess.

Derzeit wird bei Racks für die anodische Oxidationsbearbeitung von Aluminiumprodukten hauptsächlich reines Aluminium oder eine Aluminiumlegierung verwendet. Aluminiummaterial beim Rack weist aber den Nachteil auf, dass das in den Elektrolyt getauchte Rack zusammen mit den Aluminiumprodukten anodisiert wird, da Ersteres und Letztere aus dem gleichen Material sind. Dies bewirkt einen hohen Verlust elektrischen Stroms, da das Rack einen Strom zieht, der fast der Stromdichte der Aluminiumprodukte entspricht.

Wenn das Rack der anodischen Oxidationsbearbeitung unterzogen wird, bildet sich auf dessen Oberfläche auf die gleiche Weise wie bei den Aluminiumprodukten ein anodisierter Film.

Da der anodisierte Film keine Leitfähigkeit aufweist, muss der Film entfernt werden, bevor das Rack erneut verwendet wird, um den elektrischen Kontakt sicherzustellen. Im praktischen Betrieb kann dieser nicht leitfähige Film mit Alkalien aufgelöst werden. Alternativ dazu kann die Entfernung des nicht leitfähigen Films gleichzeitig mit dem Entfetten, der chemischen Aufbereitung oder ähnlichen Vorbehandlungen erfolgen. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Bildung und das Entfernen des anodisierten Films auf dem Rack aus Aluminiummaterial jedes Mal wiederholen, wenn Aluminiumprodukte anodisiert werden, was zum schrittweisen Verschleiß des Racks führt, erweist es sich als notwendig, das Rack durch ein neues Rack zu ersetzen, auch wenn seine mechanische Stärke noch ausreichend ist, um die Aluminiumprodukte darauf aufzunehmen. Infolgedessen sind die Rack-Kosten als Teil der gesamten Betriebskosten nicht unerheblich. Zudem ist als weiteres Problem festzuhalten, dass eine beträchtliche Menge an Chemikalien beim Entfernen des anodisierten Films verbraucht wird. Das Problem der Anodisierung des Racks trifft entsprechend auf andere mit dem Rack verwendete Teile zu, wie z. B. Abstandselemente. Versuchsweise wurden bei Racks edlere Metalle verwendet, wodurch das Problem teilweise gelöst wurde.

In WO 97 08366 A1 verwendet ein Anodisier-Rack aus einem chemisch widerstandsfähigen Metall – in diesem Fall Titan – flexible Abstandselemente, um einen guten Kontakt zwischen dem Abstandselement und den Werkstücken sicherzustellen. Die Anbringung der Abstandselemente ist zeitaufwändig und ergibt nicht die hohe elektrische Leitfähigkeit, die für einen konsistenten Prozess erforderlich ist.

Es wurde versucht, das Problem über die Anbringung von Werkstücken in einem Rack zum Anodisieren zu lösen, ohne jeden Gegenstand einzeln anbringen zu müssen, so z. B. in GB 2 092 177 A. Jedoch bleiben die Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines Systems bestehen, dessen Rack-Beschickung automatisiert sein kann und wobei der Kontakt zwischen dem Rack und den Werkstücken sichergestellt ist.

US 4 233 149 A beschreibt die Verwendung eines Rack-Rahmens aus Zirconium, wobei der Rahmen ggf. eine Kupferfüllung hat und die zu anodisierenden Werkstücke über Haken am Rack angebracht sind. Das Rack gewährleistet eine hohe elektrische Leitfähigkeit und eine dementsprechend homogene anodisierte Beschichtung. Das Dokument erwähnt nicht die Verwendung von Abstandselementen.

BE790630 A beschreibt ein Anodisier-Rack, wobei zu anodisierende Stangen mittels eines Verriegelungsmechanismus an einen zentralen Stab geklemmt werden.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Anodisier-Rack-Abstandsstange, Anodisier-Rack-Anordnung und ein entsprechendes Verfahren anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch eine Anodisier-Rack-Abstandsstange nach Anspruch 1, eine Anodisier-Rack-Anordnung nach Anspruch 7 und ein Verfahren nach Anspruch 11 gelöst.

Das erfindungsgemäße Rack umfasst wenigstens zwei Paare in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente, die von einem oberen Balken zu einer unteren Stange verlaufen, die an den langgestreckten Elementen angebracht sind, sowie wenigstens eine Abstandsstange, die im Wesentlichen zwischen jedem der Paare in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente horizontal verläuft. Mehrere Schichten von Abstandsstangen tragen aufeinander folgende Schichten langgestreckter Werkstücke, die auf parallelen Schichten angeordnet sind, und die Schichten der Abstandsstangen und die Schichten der Werkstücke werden durch Klemmmittel, die an den in vertikaler Richtung langgestreckten Elementen angebracht sind, gegeneinander gedrückt. Das Rack kann mehr als zwei Paare langgestreckter vertikaler Elemente umfassen, doch es kann kostensparend sein, wenn nur zwei Paare in Verbindung mit einer beliebigen Anordnung, die eine Auflage für die Werkstücke auf der anderen Seite des Racks bereitstellt, verwendet werden, da der elektrische Kontakt nur an einem Ende der Werkstücke benötigt wird.

Das Rack wird in Verbindung mit einer Vielzahl von säurebeständigen (auch wenn ein anodisches Potenzial beaufschlagt wird) und laugebeständigen elektrisch leitfähigen Abstandsstangen in engem Eingriff mit dem Rack zur Aufnahme der zu anodisierenden Werkstücke verwendet. Die Werkstücke werden auf wenigstens einem Paar dieser Abstandsstangen aufgenommen, und jede Abstandsstange ist zwischen einem dazugehörigen Paar in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente von wenigstens zwei Paaren in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente angebracht. Die Abstandsstange hat einen zentralen Abschnitt, der zwischen dem dazugehörigen Paar in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente für die Aufnahme der Werkstücke verläuft, und wenigstens ein Ende dieses Abschnitts hat einen U-förmigen Griff zum Ergreifen der langgestreckten Elemente des dazugehörigen Paars in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente.

Wenn der obere Teil des Racks mit den zu anodisierenden Werkstücken mit Druck beaufschlagt wird, neigen die vertikalen Rack-Elemente zur Biegung nach außen, wodurch der Kontakt zwischen den Abstandsstangen und dem Rack verloren geht. Der U-förmige Griff der Abstandsstangen umschließt die vertikalen Rack-Elemente und verhindert deren Biegung nach außen. Dies sichert einen engen Kontakt mit dem Anodisier-Rack, und gleichzeitig können die Abstandsstangen automatisch angebracht werden, indem sie seitlich am Rack auf die Rack-Elemente geschoben werden. Diese Anbringung der Abstandsstangen wie auch die Beschickung und das Entladen des Racks mit/von Werkstücken können automatisiert werden. Durch die seitliche Anbringung der Abstandsstangen kann das gesamte Rack-Volumen verwendet werden, was eine bis zu 20% höhere Beschickung ermöglicht.

Der Druck, der die Biegung des Stacks bewirkt, kann auf das Gewicht der Abstandsstangen und der Werkstücke zurückgehen, doch wird zur Sicherstellung eines guten Kontakts zwischen den oberen Stack-Schichten Druck vorzugsweise beaufschlagt, indem ein Drehmomenten-Spannstück verwendet wird, der zusammen mit dem Rack die Fixierung der Werkstücke über eine nach unten gerichtete Kraft bewirkt. Das Drehmomenten-Spannstück wird über zwei elektrisch isolierte Edelstahl-Schrauben betrieben, die von der Oberseite des Racks leicht zugänglich sind.

Die erfindungsgemäßen Abstandsstangen und das Rack sind vorzugsweise aus einem Material ausgebildet, das der aggressiven säure- und laugehaltigen Umgebung des Anodisier-Gefäßes widerstehen kann, ohne dass es zu Auflösung, Pitting oder sonstigen Korrosionsvorgängen kommt. Wegen des beim Rack und der Abstandsstange verwendeten inerten Materials ist nach dem Anodisieren kein Abstreifen erforderlich, sodass bei der wiederholten Verwendung des Racks konstante Bedingungen vorliegen. Auf diese Weise gibt es keine laufenden Kosten für Rack-Materialien und weniger Chemikalienverbrauch und Schlamm.

Für das Rack wird vorzugsweise Verbundmaterial verwendet, wenngleich andere inerte, elektrisch leitfähige Materialien eingesetzt werden können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Rack aus Verbundmaterial hergestellt, z. B. aus einem titanverstärkten Kupferstab, der von Titan umgeben ist (ein handelsübliches Verbundmaterial ist KME ANCU-Ti), doch reines Titan oder eine Titanlegierung können ebenso verwendet werden. Die Abstandselemente sind vorzugsweise aus Titan hergestellt, doch ein Verbundmaterial wie das beim Rack eingesetzte Material kann auch für die Abstandselemente verwendet werden.

Die Konstruktion der Abstandselemente mit einer Abdeckung, die die Auflösung des Kerns verhindert, stellt eine lange Einsatzdauer der Abstandselemente sicher und gewährleistet gleichzeitig wegen der hohen elektrischen Leitfähigkeit von Kupfer einen konsistenten Prozess.

Auf diese Weise kommt es beim Bearbeitungsschritt der anodischen Oxidation zu einem geringeren Stromabfluss aus dem Rack, sodass das Rack erheblich weniger Stromverlust hat als ein Rack aus Aluminium. Da das Rack als solches bei der anodischen Oxidation kaum verschleißt, kann es ferner im Vergleich zu einem Rack aus Aluminium über einen wesentlich längeren Zeitraum wiederholt verwendet werden. Wegen der Verwendung von inerten Materialien für das komplette Rack und die Abstandselemente kommt es auch zu einem geringeren Verbrauch an Chemikalien und zu einer geringeren Schlammerzeugung, da nach dem Anodisieren kein Abstreifen erforderlich ist.

Das offene Rack-System in Verbindung mit der neuen Abstandsstange ermöglicht ein automatisches Beschicken und Entladen der Abstandselemente und der zu anodisierenden Werkstücke, wodurch beim Rack-Betrieb Zeit gespart wird. Nach dem Anodisieren ist kein Abstreifen erforderlich, sodass hinsichtlich der Abmessungen und der Kontaktqualität konstante Bedingungen vorliegen. Durch die seitliche Anbringung der Abstandselemente kann ferner das gesamte Rack-Volumen benutzt werden, wodurch eine Erhöhung der Beschickungsmenge möglich wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, bei denen entsprechende Teile jeweils mit gleichen Kennziffern gekennzeichnet sind und die folgendes wiedergeben:

1 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Anodisier-Racks.

2 ist eine Seitenansicht der Beschickungsseite des Racks mit der Darstellung der im Rack gestapelten Werkstücke.

3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer mit dem erfindungsgemäßen Anodisier-Rack verwendeten Abstandsstange.

4 zeigt die Verwendung von zwei einseitig geneigten Abstandselementen.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bei dem in 1 dargestellten Rack umfasst der Rahmen einen oberen Balken 1, der beim Betrieb sämtliche Elemente des Racks und dessen Ladung mit Werkstücken 5 trägt, sowie vier Paare in vertikaler Richtung langgestreckter Elemente in einer allgemein rechteckigen Anordnung. Ferner ist eine untere Stange zwischen den langgestreckten Elementen angebracht (nicht dargestellt), die nach der Anbringung das Abfallen der Abstandsstangen auf den Boden verhindert und die rechteckige Form des Racks stabilisiert. Die Werkstücke sind auf horizontalen Abstandsstangen gelagert, die entlang der Länge der in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente angebracht sind, um die Einstellung der Längsposition der Rahmen in Abhängigkeit von der Länge der Werkstücke zu ermöglichen. Der U-förmige Griff der Abstandsstange umschließt die in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente eines Paars.

Nach dem Beschicken einer Schicht von Werkstücken auf der Schicht der Abstandsstangen wird darauf eine zweite Schicht von Werkstücken aufgesetzt. In Abhängigkeit von der gewünschten Anzahl von Schichten können zwischen den Schichten von Werkstücken mehrere Schichten von Abstandsstangen angebracht werden.

Nach dem Abschluss der Bildung der geforderten Anzahl Schichten von Werkstücken wird das tragende vertikale Rack-Element über den Spanner 3 in Bezug auf den Stapel angezogen. Die Abstandsstangen werden gegen die Werkstücke gepresst, und gleichzeitig werden die langgestreckten vertikalen Rack-Elemente nach außen gegen den U-förmigen Griff des Abstandselements gedrückt.

Die Gruppe aus Rack und Werkstücken ist dann bereit zum Heben in den Bearbeitungstank zum Anodisieren, wobei anschließend im Tank die Werkstücke mit elektrischer Spannung beaufschlagt werden.

Mit Bezug auf 2 ist ein allgemein als 10 bezeichnetes erfindungsgemäßes Anodisier-Rack dargestellt, das aus zwei gegenüber liegenden voneinander beabstandeten, in paralleler Richtung langgestreckten vertikalen Rack-Elementen 11 und 12 besteht, die in spiegelbildlicher Beziehung zueinander angeordnet sind, und wobei Abstandsstangen 13 in einer festen rechteckigen Anordnung genau in die langgestreckten vertikalen Rack-Elemente eines Paars eingepasst sind. Ein oberer Balken 14, von dem die langgestreckten Elemente abgehen, hält das Rack in einer im Wesentlichen rechteckigen Anordnung.

3 zeigt eine bevorzugte Gestaltung des bei der Erfindung verwendeten Abstandselements. Der U-förmige Griff 7 ist an die zentrale Abstandsstange 9 geschweißt, oder die Abstandsstange kann in einem Stück gegossen oder zusammengesetzt sein. Der U-förmige Griff ergreift die in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente eines Paars 11. Wenn von oben Druck beaufschlagt wird, neigen die langgestreckten Elemente 11 zur Biegung nach außen, wobei sie die vertikalen Elemente gegen den U-förmigen Griff des Abstandselements drücken, was durch die Pfeile P angegeben ist.

Der Querschnitt der vertikalen Rack-Elemente kann rechteckig oder kreisförmig sein oder eine beliebige andere Form haben. Die Form des Abstandselements muss selbstverständlich an den Querschnitt des vertikalen Rack-Elements angepasst sein.

Die Abstandselemente werden wechselweise von beiden Seiten des Racks eingesetzt, sodass die langgestreckten vertikalen Rack-Elemente über die Höhe des Racks in einer parallelen Position gehalten werden. Die Geometrie der Abstandselemente und des Stack-Racks ermöglicht den vollautomatischen Ablauf des Rack-Betriebs und der Beschickung mit Profilen und Abstandselementen. Die seitliche Beschickung des Racks ist vorteilhaft, doch die Beschickung des Racks von oben ist nicht ausgeschlossen, wobei in diesem Fall der U-förmige Griff der Abstandsstange an beiden Enden der Abstandsstange verwendet werden könnte.

Mit Bezug auf 4 ist weiter eine Anordnung von Abstandselementen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt, wobei eine Seite des Abstandselements geneigt bzw. abgeschrägt ist. Zwei Abstandsstangen 14 werden zusammen verwendet und gegenseitig zum Gleiten gebracht, wenn von oben Druck beaufschlagt wird, wodurch die Abstandselemente die langgestreckten Elemente 11 des Racks nach außen gegen den U-Griff der Abstandsstange drücken. Auf diese Weise wird der Kontakt zwischen den Abstandsstangen und dem Rack zusätzlich verbessert.

Der Kontakt zwischen den Werkstücken und den Kontaktstangen ist abhängig vom Gewicht des Stacks. Es ist daher wünschenswert, über den Anzug des Drehmomenten-Spannstücks am oberen Balken an den Enden des Rahmen-Oberteils zusätzliche Last hinzuzufügen. Der Kontakt zwischen den Abstandselementen und den Profilen kann verbessert werden, indem beispielsweise durch Fräsen oder Schleifen eine raue Oberfläche der Abstandselemente geschaffen wird. Die raue Oberfläche der Abstandselemente ist nur im Kontaktbereich zwischen Abstandselementen und Profilen (Werkstücken) und auch zwischen dem Rack und den Abstandselementen erforderlich. Die Anzahl der Kontaktstellen zwischen dem Abstandselement und den Werkstücken wird dadurch erhöht, wodurch das Problem der Überhitzung einer kleinen Kontaktstelle gelöst wird, das aus der ungleichen Dicke der Abstandsstangen oder der Werkstücke resultieren kann.

Während grundlegende neuartige Merkmale der Erfindung anhand der Umsetzung in einer bevorzugten Ausführungsform dargestellt und beschrieben wurden, ist es verständlich, dass Fachleute auf diesem Gebiet verschiedene Auslassungen, Substitutionen und Abänderungen der Form und der Einzelheiten der dargestellten Einrichtungen und ihrer Betriebsweise vornehmen können, ohne vom Schutzbereich der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise ist es ausdrücklich beabsichtigt, dass sämtliche Kombinationen von Elementen und/oder Verfahrensschritten, die in im Wesentlichen gleicher Weise die im Wesentlichen gleiche Funktion ausführen, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen, innerhalb des Bereiches der Erfindung liegen. Zudem ist ersichtlich, dass Strukturen und/oder Elemente und/oder Verfahrensschritte, die in Zusammenhang mit beliebigen vorgestellten Formen oder Ausführungsformen der Erfindung dargestellt und/oder beschrieben wurden, im allgemeinen Rahmen der Wahl der Gestaltung in beliebigen anderen vorgestellten oder beschriebenen oder vorgeschlagenen Formen oder Ausführungsformen übernommen werden können. Es ist daher beabsichtigt, dass Einschränkungen nur entsprechend den Vorgaben des Umfangs der beigefügten Ansprüche gelten sollen, wobei Bezugszeichen in den Ansprüchen nicht als Einschränkung des Umfangs der Ansprüche ausgelegt werden sollen.


Anspruch[de]
Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) zum Trennen langgestreckter Werkstücke (5) in einem Rack während eines Anodisier-Vorgangs, wobei

– das Rack mindestens zwei Paare (11, 12) von beabstandeten und in vertikaler Richtung langgestreckten Elementen umfasst,

– die Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) so ausgebildet ist, dass sie sich derart anordnen lässt, dass sie horizontal zwischen einem ersten Paar (11) und einem zweiten Paar (12) der in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente verläuft und eine Schicht der Werkstücke (5) unterstützt,

gekennzeichnet durch

– einen zentralen Abschnitt (9);

– einen U-förmigen Griff (7), der an dem zentralen Abschnitt (9) befestigt und zum Umgreifen des ersten Paars (11) der in vertikaler Richtung langgestreckten und beabstandeten Elemente ausgebildet ist.
Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) nach Anspruch 1, wobei die Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) aus Titan hergestellt ist. Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) nach Anspruch 1, wobei die Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) aus einem Verbundmaterial hergestellt ist. Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) nach Anspruch 3, wobei das Verbundmaterial ein von Titan umgebener Kupferkern ist. Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) nach einem der Ansprüche 1–4, wobei mindestens ein Teil der Oberfläche der Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) aufgeraut ist. Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) nach einem der Ansprüche 1–5, wobei eine Seite der Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) geneigt ist. Anodisier-Rack-Anordnung (10) zum Unterstützen mindestens einer Schicht von Werkstücken (5) in einem Anodisier-Prozess, umfassend:

– mindestens zwei Paare (11, 12) von beabstandeten und in vertikaler Richtung langgestreckten Elementen und

– wenigstens zwei Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) nach einem der vorher gehenden Ansprüche, die im Wesentlichen horizontal zwischen einem ersten Paar (11) und einem zweiten Paar (12) der in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente verlaufen,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die mindestens eine Schicht der Werkstücke (5) gegen die Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) gedrückt wird.
Anodisier-Rack-Anordnung (10) nach Anspruch 7, die zusätzlich oben an der Anodisier-Rack-Anordnung (10) Klemmmittel für die Beaufschlagung der mindestens einen Schicht von Werkstücken mit Druck umfasst. Anodisier-Rack-Anordnung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei Rack-Elemente aus einem Verbundmaterial hergestellt sind. Anodisier-Rack-Anordnung nach Anspruch 9, wobei das Verbundmaterial ein von Titan umgebener Kupferkern ist. Verfahren zum Klemmen einer Vielzahl von langgestreckten Werkstücken (5), die über die Verwendung der Anodisier-Rack-Anordnung (10) nach einem der Ansprüche 7–10 anodisiert werden sollen, umfassend folgende Schritte:

a) Anordnen einer Schicht von Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) zwischen einem ersten Paar (11) und einem zweiten Paar (12) von beabstandeten, in vertikaler Richtung langgestreckten Elementen;

b) Anordnen des U-förmigen Griffs (7) am Ende der Anodisier-Rack-Abstandsstange (13), um mindestens ein Paar (11, 12) der in vertikaler Richtung beabstandeten, langgestreckten Elemente zu umfassen;

c) Beladen der Anodisier-Rack-Abstandsstange (13) mit einer Vielzahl von Werkstücken (5).
Verfahren nach Anspruch 11, wobei ferner der Schritt der Druckbeaufschlagung des Stapels über den Anzug eines Klemmmittels (3) oben auf die Anodisier-Rack-Anordnung (10) enthalten ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,

wobei ferner folgender Schritt enthalten ist:

Seitliche Anbringung der Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) an der Anodisier-Rack-Anordnung (10).
Verfahren nach einem der Ansprüche 11–13,

wobei ferner folgender Schritt enthalten ist:

Anordnen einer Vielzahl von Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) in einer Vielzahl von Schichten entlang der Paare (11, 12) der in vertikaler Richtung langgestreckten Elemente.
Verfahren nach Anspruch 14,

wobei ferner folgender Schritt enthalten ist:

Anordnen einer Vielzahl von Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13), so dass die Richtungen der U-förmigen Griffe (7) der Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) in aufeinander folgenden Schichten der Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) alternieren.
Verfahren nach einem der Ansprüche 11–15, wobei die Anodisier-Rack-Abstandsstangen (13) automatisch beschickt werden.






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