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Dokumentenidentifikation DE102007056421A1 28.05.2009
Titel Schusszähler für Handfeuerwaffe
Anmelder Milc EDV-Beratung GmbH, 36266 Heringen, DE
Erfinder Lange, Michael, 81673 München, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.2007
DE-Aktenzeichen 102007056421
Offenlegungstag 28.05.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.2009
IPC-Hauptklasse G06M 1/10  (2006.01)  A,  F,  I,  20071123,  B,  H,  DE
IPC-Nebenklasse G06M 3/06  (2006.01)  A,  L,  I,  20071123,  B,  H,  DE
F41C 27/00  (2006.01)  A,  L,  I,  20071123,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Gegenstand nach Patentanspruch 1, ein elektronisches Gerät zum Einbau in Handfeuerwaffen zum Zählen und Speichern aller abgegebenen Schüsse und/oder anderer mechanischer Bewegungen an der Handfeuerwaffe, wobei das Gerät die für das Zählen und Speichern nötige Energie aus der zu zählenden Bewegung selbst bezieht und keine permanent vorhandene Spannungsversorgung benötigt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung soll den tatsächlichen Schusswaffengebrauch transparenter machen. Es soll die Möglichkeit bereitgestellt werden, dass die tatsächlich abgegebenen Schüsse pro Handfeuerwaffe auf einen von Außen nicht manipulierbaren Zähler gespeichert werden, der regelmäßig ausgelesen werden kann.

Die Problematik besteht nun darin, dass das elektronische Speichern von Daten elektrische Energie benötigt. Würde man diese in Form einer Batterie oder eines Akkus zur Verfügung stellen, wäre das Risiko des Datenverlustes durch einfaches Batterieversagen oder einfachste Manipulation, wie etwa Batterie abklemmen vor dem Schießen, sehr hoch. Die vorliegende Erfindung erlaubt nun ein zuverlässiges Zählen von tatsächlich abgegebenen Schüssen, da es die nur bei einem Schuss auftretenden sehr hohen Beschleunigungskräfte des Verschlusses in die benötigte elektrische Energie umwandelt.

Stand der Technik

Handfeuerwaffen wie etwa Pistolen sind gewöhnlich rein mechanische Geräte. Bekannt ist der Einsatz von elektronischen Bauteilen in Handfeuerwaffen zur Schützenidentifizierung um die Benutzung durch unautorisierter Benutzer zu verhindern wie in folgenden Druckschriften bekannt gemacht wurde: US-PS 5 459 957; US-PS 5 546 690; US-PS 5 560 135; US-PS 5 570 528; US-PS 5 636 464; US-PS 5 924 232; JP 0100258178 AA; US-PS 5 603 179; US-PS 5 303 495; US-PS 4 682 435; US-PS 4 467 545; US-PS 5 022 175; JP 0040109300 AA; DE-OS 198 31 690 und DE-OS 198 05 306; Bekannt ist auch die Benutzung elektronischer Bauteile für den Anbau an die Handfeuerwaffe wie etwa Zieleinrichtungen. In der Druckschrift WO/2006/114225 wird eine Feuerwaffe bekannt gemacht, die auf elektronischem Wege sogenannte intelligente Munition erkennen kann.

Druckschrift WO/2003/010483 macht in der Beschreibung die Idee bekannt, ein an den Verschluss angebautes piezoelektrisches Element zu benutzen um die in der Waffe eingebaute Batterie aufzuladen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass nach Stand der Technik in Handfeuerwaffen mit elektrischen Bauteilen immer eine permanente Spannungsquelle vorhanden ist.

Aufgabenstellung

Für den geforderten Schusszähler für Handfeuerwaffen soll nun eine Technologie gefunden werden, die ohne permanente Spannungsversorgung auskommt um damit das Risiko des Datenverlustes aufgrund eines Fehlers der Spannungsversorgung zu verhindern.

Ausführungsbeispiel

In der Handfeuerwaffe wird ein piezoelektrisches Element so eingebaut, dass die Kraft der Verschlussbewegung beim Schuss ausreicht dieses auszulösen. Eine elektronische Schaltung wandelt die auftretende hohe Spannung in eine ausreichend lange anliegende konstante niedrige Spannung um. Ausreichend sind etwa 100 ms Anliegen von 3 V.

Aufgabe der elektronischen Schaltung ist es nun einen Speicherchip das Signal und den nötigen Strom zur Verfügung zu stellen, den Schusszähler um 1 heraufzusetzen. Speicherchips mit der Eigenschaft, ihre Daten über lange Zeit auch ohne anliegende Spannung zu behalten sind bekannt.

Dieser Teil der elektronischen Schaltung wird in einem Isolatormaterial versiegelt in das Innere der Handfeuerwaffe eingebaut. Die einzigen elektrischen Ausgänge aus dieser versiegelten Schaltung, sind zum Einen die Verbindung zum piezoelektrischen Element als Signalgeber und Spannungsversorger für das Beschreiben des Speicherchips und zum Anderen die Verbindung zur externen Schnittstelle zum Auslesen des Speicherchips. Diese externe Schnittstelle kann eine Kabelsteckverbindung sein.

Besser geeignet als externe Schnittstelle ist allerdings ein RFID-Chip, der seine Betriebsspannung aus einem RFID-Feld bezieht und den Zählerstand aus dem versiegelten Speicherchip aktiv auslesen kann.

Die vorliegende Erfindung löst somit die gestellte Aufgabe und ist zudem nicht von Außen manipulierbar.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • - US 5459957 [0003]
  • - US 5546690 [0003]
  • - US 5560135 [0003]
  • - US 5570528 [0003]
  • - US 5636464 [0003]
  • - US 5924232 [0003]
  • - JP 0100258178 AA [0003]
  • - US 5603179 [0003]
  • - US 5303495 [0003]
  • - US 4682435 [0003]
  • - US 4467545 [0003]
  • - US 5022175 [0003]
  • - JP 0040109300 AA [0003]
  • - DE 19831690 A [0003]
  • - DE 19805306 A [0003]
  • - WO 2006/114225 [0003]
  • - WO 2003/010483 [0004]


Anspruch[de]
Elektronisches Gerät zum Einbau in Handfeuerwaffen zum Zählen und Speichern aller abgegebenen Schüsse und oder oder anderer mechanischen Bewegungen an der Handfeuerwaffe, wobei das Gerät die für das Zählen und Speichern nötige Energie aus der zu zählenden Bewegung selbst bezieht und keine permanent vorhandene Spannungsversorgung benötigt. Gerät nach Anspruch 1, bei dem die Umsetzung der mechanischen Energie in elektrische Energie mittels eines piezoelektrischen Elements erfolgt. Gerät nach Anspruch 1, bei dem die Umsetzung der mechanischen Energie in elektrische Energie mittels elektromagnetischen Induktionselements erfolgt. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der der verwendete Zähler und Datenspeicher von außen nur gelesen, nicht aber beschrieben werden kann. Gerät nach einem der vorherigen Ansprüche, welches zusätzliche Informationen wie etwa Zeit und Ort des zu zählenden Ereignisses erfasst und mit abspeichert. Verwendung eines Gerätes nach einem der vorherigen Ansprüche zum Zählen mechanischer Ereignisse ohne permanent vorhandener Spannungsversorgung.






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