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Dokumentenidentifikation DE102008029504A1 24.12.2009
Titel Bremsstaubabsauganlage
Anmelder Matthes, Martin, 13437 Berlin, DE
Erfinder Matthes, Martin, 13437 Berlin, DE
Vertreter propindus Patentanwälte Niedmers Jaeger Köster, 82131 Gauting
DE-Anmeldedatum 19.06.2008
DE-Aktenzeichen 102008029504
Offenlegungstag 24.12.2009
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.2009
IPC-Hauptklasse B60T 1/06  (2006.01)  A,  F,  I,  20080619,  B,  H,  DE
Zusammenfassung Die im Straßenverkehr durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verursachte und als gesundheitsschädigend erkannte Feinstaubemission wird mit Hilfe von Filtern und Katalysatoren eingeschränkt. Die Ergebnisse dieser Bemühungen bleiben unbefriedigend. Insbesondere die viel befahrenen Städte und Fernverkehrsstraßen sind zunehmend belastet. Diese zunehmende Umweltbelastung durch den Straßenverkehr ist jedoch nur zu einem geringsten Teil durch die Feinstaubemission der Verbrennungsmotoren verursacht, sondern ganz überwiegend durch den emittierten mechanisch verursachten Abriebfeinstaub der Fahrzeugbremsen, insbesondere auch Schienenfahrzeugbremsen, und der Fahrzeugreifen auf den Fahrstraßen.
Um die Emission dieses durch Abrieb mechanisch verursachten Feinstaubes zu unterbinden, zumindest spürbar zu verringern, sieht die Erfindung an die Abriebsemissionsquelle geometrisch angepasste Umfassungsgehäuse vor, deren Innenraum kontinuierlich oder periodisch mit feinstaubabsaugendem Unterdruck beaufschlagbar sind.

Beschreibung[de]

Die im Strassenverkehr durch Fahrzeugverbrennungsmotoren verursachte und als gesundheitsschädigend erkannte Feinstaubemission wird mit Hilfe von Filtern und Katalysatoren eingeschränkt.

Die Ergebnisse dieser Bemühungen bleiben unbefriedigend. Insbesondere die viel befahrenen Städte und Fernverkehrsstrassen sind zunehmend belastet.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese zunehmende Umweltbelastung durch den Strassenverkehr nur zu einem geringen Teil durch die Feinstaubemission der Verbrennungsmotoren verursacht wird. Der überwiegende Anteil der Emissionsbelastung ist durch den emittierten mechanisch verursachten Abriebfeinstaub der Fahrzeugbremsen, insbesondere auch Schienenfahrzeugbremsen, und der Fahrzeugreifen auf den Fahrstrassen verursacht.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Emission dieses durch Abrieb mechanisch verursachten Feinstaubes spürbar zu vermindern.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung an die Abriebemissionsquellen der Kraftfahrzeuge geometrisch angepasste Umfassungsgehäuse oder Absaugstutzen vor, die kontinuierlich oder periodisch mit feinstaubabsaugendem Unterdruck beaufschlagbar sind.

Diese Vorrichtungen sind gekennzeichnet durch ein formstabiles Gehäuse, das die Abriebfeinstaubquelle berührungsfrei und spaltgedichtet oder düsengedichtet umschliesst, oder in deren örtlicher und unmittelbarer Nähe eine Ansaugdüse aufweist, und unter Unterdruckbeaufschlagung durch einen Unterdruckerzeuger kontinuierlich oder periodisch mit einem Fluid, in der Regel Luft, Öl oder Wasser, so beaufschlagbar ist, dass im Gehäuse oder im Nahbereich der Ansaugdüse entstandener oder eingebrachter Feinstaub materialverlustfrei über eine Absaugleitung ausgetragen und nachgeschaltet deponiert werden kann, insbesondere mittels zweckentsprechender Filter.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Einzelnen den selbsterklärenden Zeichnungen zu entnehmen.

Es zeigen:

1 das Funktionsschema einer Feinstaubabsauganlage für Kraftfahrzeuge;

2 eine Vorrichtung zum Absaugen des Feinstaubabriebes an Scheibenbremsen im Radialschnitt;

3 die in 2 gezeigte Vorrichtung in schematischer Draufsicht; und

4 in schematischer Seitensicht eine Vorrichtung zum Absaugen von Reifenabriebfeinstaub, der von fahrenden gummibereiften Fahrzeugen emittiert wird.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Unterdrücken der Emission von Abriebfeinstaub von Fahrzeugen, gekennzeichnet durch ein formstabiles Gehäuse, das die Abriebfeinstaubquelle berührungsfrei und spaltgedichtet oder düsengedichtet umschliesst oder in deren örtlicher und unmittelbarer Nähe eine Ansaugdüse aufweist und unter Unterdruckbeaufschlagung durch einen Unterdruckerzeuger (1 Ziff. 4) kontinuierlich oder periodisch mit einem Fluid, in der Regel Luft, Öl oder Wasser, so beaufschlagbar ist, dass im Gehäuse oder im Nahbereich der Ansaugdüse entstandener oder eingebrachter Feinstaub materialverlustfrei über eine Absaugleitung ausgetragen und nachgeschaltet deponiert werden kann (1). Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Filter (1 Ziff. 4.1) in der Absaugleitung zwischen dem Gehäuse oder nach der Ansaugdüse einerseits und dem Unterdruckerzeuger andererseits, zum Deponieren und Austragen des abgesaugten Feinstaubes. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum kombinierten und synergistischen Erfassen der Betriebsparameter zur Betriebszustandskontrolle und Steuerung der Vorrichtung (1). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein als Ringkammer ausgebildetes Gehäuse, das eine Scheibenbremse mit Bremsscheibe, Bremssattel und Bremsklotz berührungsfrei umschliesst (2 und 3). Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen flach zylindrisches Gehäuse (4), das den Reifen eines Strassenfahrzeuges mit einem Umschliessungswinkel von mindestens 180° umgreift, und in das ein Absaugstutzen mit einer aussenliegenen Ansaugdüse mündet, die im Nahbereich zwischen Reifenlauffläche und Abrollfläche angeordnet ist (4).






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