Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine gemäß Anspruch
1, die mit einem Steuerungsmechanismus zum Steuern der Zeitabstimmung zum Öffnen/Schließen
des Einlass- und Auslassventils ausgestattet ist, sowie ein Steuerungsverfahren
gemäß Anspruch 9.
Es ist bekannt, dass bei Brennkraftmaschinen Einlassluft und Auslassluft
in ihren jeweiligen Rohren in Verbindung mit den Öffnungs- und Schließbewegungen
der Ventile und der Vorgänge der Kolben pulsieren. Eine derartige Einlassdruckpulsation
und eine Auslassdruckpulsation tritt typischerweise aufgrund einer „Reflexion”
von Druckänderungen auf, die bei den Einlassventilen und den Auslassventilen
verursacht werden, und eine derartige Reflexion kann an einem Ausgleichsbehälter,
einem katalytischen Wandler, usw., die an dem Einlass- und Auslassdurchgang vorgesehen
sind, insbesondere an ihren Öffnungen oder Abschnitten auftreten, die eine
vergrößerte Querschnittsfläche haben. Wenn der Zyklus einer derartigen
Einlass- und Auslasspulsation der Öffnungs-/Schließzeitabstimmung der
Einlass- und Auslassventile synchronisiert wird, wird die Einströmung von Frischluft
aus dem Einlassrohr in die Brennkammern beschleunigt, um den Einlassladewirkungsgrad
zu verbessern, und der Wirkungsgrad des Ausstoßes von verbranntem Gas aus den
Brennkammern in das Abgasrohr wird verbessert.
In Verbindung damit gibt es bekannte Technologien, bei denen eine
Einlasspulsation und eine Einlassträgheitswirkung eingesetzt werden, um den
Einlassladewirkungsgrad einzustellen, um die Verbrennungsmotorabgabe zu erhöhen.
Eine bekannte Brennkraftmaschine, die eine derartige Technologie annimmt, hat einen
Ventilcharakteristikwechselmechanismus zum Steuern des Nockenbetätigungswinkels
durch Wechseln zwischen zwei Nocken, die an einer Einlassnockenwelle vorgesehen
sind, einen Ventilphasenveränderungsmechanismus, der in der Lage ist, die Öffnungs-/Schließzeitabstimmung
der Einlassventile auf eine verzögerte Seite und eine voreilende Seite durch
Steuern der Drehphase der Einlassnockenwelle zu ändern, und einen Einlassrohrlängenänderungsmechanismus
zum Ändern der Eigenfrequenz von Druckwellen der Einlasspulsation und um dadurch
die Synchronisationscharakteristik durch Ändern der Länge des Einlassrohrs
einzustellen. Bei dieser Brennkraftmaschine können die Einlasspulsation und
die Einlassträgheitswirkung entsprechend der Verbrennungsmotordrehzahl durch
stufenweises Ändern des Betätigungswinkels der Einlassnocken und Ändern
der Phase der Einlassnocken (zu der verzögerten oder der voreilenden Seite)
sowie durch stufenweises Ändern der Zeitdauer der Einlasspulsation erzielt
werden. Somit ist die Brennkraftmaschine vorteilhaft beim Erhöhen der Abgabe.
Hinsichtlich der Patentliteratur, die die vorstehend genannte Brennkraftmaschinentechnologie
beschreibt, wird die folgende Patentliteratur 1 genannt.
[Patentliteratur 1]
-
Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 2000-328971
Mit Bezug auf die Auslassseite ist eine Technologie bekannt, bei der
der Abgasdruck erfasst wird und die Öffnungs-/Schließzeitabstimmung der
Ventile entsprechend eingerichtet wird, um den Spülwirkungsgrad zu verbessern,
der von der Auslasspulsation abhängt, und um daher den Einlassladewirkungsgrad
zu verbessern. Als eine Patentliteratur, die eine derartige Brennkraftmaschinentechnologie
beschreibt, wird die folgende Patentliteratur 2 genannt.
[Patentliteratur 2]
-
Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 11-22499
Jedoch liegt ein Problem mit den vorstehend beschriebenen Brennkraftmaschinen
darin, dass es schwierig ist, ständig eine optimale Ventilzeitabstimmung zu
realisieren. Das heißt, dass auch dann, wenn die Nockenphase auf der Grundlage
von experimentellen Werten oder Auslegungswerten eingerichtet wird, um eine optimale
Ventilzeitabstimmung in einem bestimmten Betriebsbereich zu erzielen, die Zeitabstimmung
tatsächlich nicht ständig optimal sein kann, da die Art oder die Charakteristik
der vorstehend angegebenen Einlasspulsation sich aufgrund von Alterungsveränderungen
oder individuellen Unterschieden des Verbrennungsmotors und dergleichen ändert.
Wenn des weiteren Nocken eingesetzt wird, um die Ventile zu öffnen und zu schließen,
besteht eine Korrelation zwischen der Öffnungszeitabstimmung und der Schließzeitabstimmung
der Ventile, so dass die Bereiche, in denen die Einlasspulsation ausreichend während
verschiedener Zustände des Verbrennungsmotorbetriebs eingesetzt werden, begrenzt
sind. Das heißt, dass es viele Bereiche gibt, in denen die dynamische Wirkung
des Einlasses aufgrund eines unzureichenden Ansprechverhaltens von Veränderungen
der Einlasspulsation in Abhängigkeit von dem Zustand des Betriebs nicht vollständig
eingesetzt werden kann.
Gemäß dem Stand der Technik nach DE
40 05 672 C2 wird eine Brennkraftmaschine mit Steuerungsmechanismen für
Ventile beschrieben. Dabei wird eine Betätigungszeitabstimmung von zumindest
dem Einlassventil oder dem Auslassventil verändert. Bei dieser Vorrichtung
wird die Betriebsbedingung der Ventiltriebeinrichtung für jeden Zylinder dadurch
erfasst, dass der Verbrennungszustand, wie der Zylinderdruck, die Zündkerzensitztemperatur
usw. für jeden Zylinder überwacht wird.
Nach dem Stand der Technik gemäß DE
199 08 454 A1 wird eine Brennkraftmaschine mit Kompressionszündung
vorgeschlagen, wobei die Motorleistung durch geeignetes Setzen des Zündzeitpunkts
verbessert wird. Die Brennkraftmaschine weist eine Ventilmechanismsus-Steuervorrichtung
auf, die Öffnungs- und Schließzeitpunkte eines Ventilmechanismus ändert.
Damit kann der Kompressionsdruck entsprechend einem Betriebszustand der Brennkraftmaschine
gesteuert werden, so dass der Selbstzündzeitpunkt entsprechend dem Betriebszustand
der Brennkraftmaschine gesteuert werden kann.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die vorstehend genannten Probleme
zu lösen, das heißt, optimale Ventilöffnungs-/Schließzeitabstimmungen
durch Einsetzen der Einlass- und Auslassdruckpulsationen in verschiedenen Betriebszuständen
einer Brennkraftmaschine automatisch auszuwählen, um die Leistungsfähigkeit
des Verbrennungsmotors zu verbessern.
Die Aufgabe wird mit einer Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 bzw.
einem Verfahren nach Anspruch 9 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungen
der Erfindung sind in den anhängigen Ansprüchen definiert.
Um die vorstehend genannte Aufgabe zumindest teilweise zu lösen,
nimmt eine Brennkraftmaschine gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung
die folgende Konstruktion an. Eine Brennkraftmaschine hat nämlich einen Zylinder;
einen Kolben; ein Einlassventil; ein Auslassventil; einen variablen Ventilzeitabstimmungsmechanismus,
der ermöglicht, dass eine Betätigungszeitabstimmung von zumindest entweder
dem Einlassventil oder dem Auslassventil geändert wird; einen Druckdetektor,
der einen Einlassdruck und einen Auslassdruck innerhalb der Brennkraftmaschine erfasst,
von denen jeder in Zusammenhang mit den Bewegungen des Kolbens, des Einlassventils
und des Auslassventils pulsiert; und eine Steuerungseinrichtung, die die Betätigungszeitabstimmung
auf der Grundlage einer Größenbeziehung zwischen dem Einlassdruck und
dem Auslassdruck einrichtet, die durch den Druckdetektor erfasst werden.
Ebenso bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Steuern einer
Verbrennung einer Brennkraftmaschine mit einem Zylinder, einem Kolben, einem Einlassventil,
einem Auslassventil und einem variablen Ventilzeitabstimmungsmechanismus, der in
der Lage ist, eine Zeitabstimmung einer Betätigung von zumindest entweder dem
Einlassventil oder dem Auslassventil zu ändern. Das Verfahren umfasst Folgendes:
Erfassen eines Einlassdrucks und eines Auslassdrucks innerhalb der Brennkraftmaschine,
die in Verbindung mit den Bewegungen des Kolbens, des Einlassventils und des Auslassventils
pulsieren; und Einrichten der Betätigungszeitabstimmung von jedem Ventil auf
der Grundlage einer Größenbeziehung zwischen dem Einlassdruck und dem
Auslassdruck.
Gemäß der Brennkraftmaschine des ersten Gesichtspunkts der
Erfindung und dem Verfahren zum Steuern dieses Verbrennungsmotors werden trotz der
Änderungen in verschiedenen Zuständen des Betriebs der Brennkraftmaschine,
beispielsweise Änderungen der Verbrennungsmotordrehzahl, usw., sowohl der Pulsationseinlassdruck
als auch der Pulsationsauslassdruck in dem vorliegenden Zustand erfasst. Auf der
Grundlage der Größenbeziehung zwischen dem Einlassdruck und dem Auslassdruck
wird die Ventilöffnungs-/-schließzeitabstimmung eingerichtet. Die variable
Ventilzeitabstimmungseinrichtung verursacht, dass sich die Ventile unter Verwendung
der eingerichteten Öffnungs-/Schließzeitabstimmung öffnen und schließen.
Obwohl nämlich die Zeitdauer und die Amplitude der Abgasdruckpulsation und
der Einlassdruckpulsation sich in Abhängigkeit der Zustände des Betriebs
ändern, kann die gewünschte Ventilzeitabstimmung in dem vorliegenden Zustand
bestimmt werden und kann daher die Ventilöffnungs-/-schließzeitabstimmung
beliebig eingerichtet werden. Daher kann die Ventilzeitabstimmung unter Verwendung
der Einlassdruckpulsation und der Auslassdruckpulsation gemäß dem Bedarf
eingerichtet werden.
Bei dem vorstehend beschriebenen Verbrennungsmotor ist es vorzuziehen,
dass die Einrichtung der Betätigungszeitabstimmung derart ist, dass eine Zeitabstimmung
zum Beendigen einer Öffnungs- oder Schließbewegung des Ventils auf der
Grundlage der Größenbeziehung zwischen dem Einlassdruck und dem Auslassdruck
bestimmt wird, die durch den Druckdetektor erfasst werden, und dass eine Zeitabstimmung
zum Beginnen einer derartigen Bewegung des Ventils eingerichtet wird, so dass die
Bewegung des Ventils bei der bestimmten Zeitabstimmung beendet wird.
Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren ist es vorzuziehen, dass
die Einrichtung der Betätigungszeitabstimmung derart ist, dass eine Zeitabstimmung
zum Beendigen einer Öffnungs- oder Schließbewegung des Ventils auf der
Grundlage der Größenbeziehung zwischen dem Einlassdruck und dem Auslassdruck
bestimmt wird und eine Zeitabstimmung zum Starten einer derartigen Bewegung des
Ventils eingerichtet ist, um die Bewegung des Ventils bei der vorbestimmten Zeitabstimmung
zu beenden.
Mit dem Verbrennungsmotor oder dem Verfahren, die
derart abgewandelt sind, werden die Zeitabstimmungen, bei denen die Ventile beginnen,
sich zu öffnen, und die Zeitabstimmungen, bei denen die Ventile vollständig
geschlossen sind, auf der Grundlage eines Ergebnisses einer Erfassung des Einlassdrucks
und des Auslassdrucks berechnet. Auf der Grundlage der berechneten Zeitabstimmungen
werden die Zeitabstimmungen des Starts der Ventilvorgänge so eingerichtet,
dass die Ventilvorgänge beendet sein werden. Daher wird es möglich, die
Ventilzeitabstimmungsfaktoren in der Übergangszeit und die Ansprechverzögerung
der Ventile einzurichten.
Die Steuerungseinrichtung kann eine Einrichtung zum Einrichten der
Öffnungszeitabstimmung des Auslassventils sein, so dass eine Unterdruckwelle,
die einen minimalen Druckanteil des Auslassdrucks bildet, der in einem Zylinder
einer Brennkraftmaschine pulsiert, eine Umgebung eines Auslassventils bei einer
Zeitabstimmung eines oberen Auslasstotpunkts des Kolbens erreicht. Durch Vorstellen
oder Verzögern der Öffnungszeitabstimmung des Auslassventils wird die
Phase der Auslassdruckpulsation eingestellt. Aufgrund dieser Einstellung erreicht
die Unterdruckwelle, die einen minimalen Druckanteil des pulsierenden Auslassdrucks
bildet, die Umgebung des Auslassventils mit einer Zeitabstimmung des oberen Totpunkts
des Auslasstakts des Kolbens (während der Überschneidungszeitdauer, während
der sowohl das Einlassventil als auch das Auslassventil offen sind). Daher wird
verbranntes Gas aufgrund des Unterdrucks herausgezogen, so dass der Spülwirkungsgrad
sich verbessert und sich der Einlassladewirkungsgrad verbessert.
Des weiteren kann die Steuerungseinrichtung eine Einrichtung zum Einrichten
der Schließzeitabstimmung des Einlassventils auf der Grundlage einer Zeitabstimmung
sein, bei der eine Überdruckwelle, die einen maximalen Druckanteil des Einlassdrucks
bildet, der in einem Zylinder der Brennkraftmaschine pulsiert, eine Umgebung des
Einlassventils des Zylinders erreicht. Das Einlassventil wird geschlossen, nachdem
die Überdruckwelle, die einen maximalen Druckanteil des pulsierenden Einlassdrucks
bildet, die Umgebung des Einlassventils erreicht hat. Daher wird ein Phänomen
verhindert, bei dem ein in die Kammer geladenes Luft-Kraftstoff-Gemisch zurück
zu der Einlassseite strömt.
Die Brennkraftmaschine der Erfindung kann des weiteren ein variables
Einlass-/Auslasssystem aufweisen, das zumindest entweder eine wirksame Rohrlänge
oder einen Rohrinnendurchmesser von jedem von dem Einlassrohr und dem Auslassrohr
ändert. Bei einer solchen Brennkraftmaschine kann die Amplitude und die Zeitdauer
der Einlassdruckpulsation und der Auslassdruckpulsation durch Ändern der Rohrlängen
und der Rohrinnendurchmesser der Einlass- und Auslassrohre über das variable
Einlass-/Auslasssystem geändert werden. Als Folge wird in einem bestimmten
Bereich die dynamische Wirkung der Pulsation eingesetzt, um den Einlassladewirkungsgrad
zu verbessern. Auch wenn die Amplitude und die Zeitdauer der Druckpulsation durch
das variable Einlass-/Auslasssystem geändert werden, werden die Ventilzeitabstimmungen
auf der Grundlage der Drücke eingerichtet, die in dem vorliegenden Zustand
erfasst werden. Daher können geeignete Ventilzeitabstimmungen über einen
breiten Bereich anstelle von nur einem begrenzten Bereich eingerichtet werden, so
dass die Leistungsfähigkeit der Brennkraftmaschine verbessert werden kann.
Des weiteren kann die Steuerungseinrichtung ermitteln, ob das variable
Einlass-/Auslasssystem eine Abnormalität aufweist, auf der Grundlage von zumindest
entweder einem Druck in dem Einlassrohr und einem Druck in dem Auslassrohr, der
die wirksame Rohrlänge und den Rohrinnendurchmesser von jedem Rohr wiedergibt.
Auch wenn eine Änderung der wirksamen Rohrlänge oder des Rohrinnendurchmessers
nicht durch das variable Einlass-/Auslasssystem aufgrund eines Fehlers oder einer
Fehlfunktion erzielt werden kann, werden die Ventilzeitabstimmungen gemäß
den Drücken eingerichtet, die in der gegenwärtigen Situation erfasst werden.
Des weiteren kann durch Vergleichen der Ventilzeitabstimmung entsprechend der Situation,
bei der eine Ventilzeitabstimmung im Voraus gelernt oder erfasst ist, der Ort eines
Fehlers oder einer Fehlfunktion bei dem variablen Einlass-/Auslasssystem bestimmt
werden. Daher kann die Lage der Abnormalität bei dem Einlasssystem und bei
dem Auslasssystem identifiziert werden, was dadurch zu einer Fehlerdiagnose beiträgt.
Des weiteren kann bei der Brennkraftmaschine die Druckerfassungseinrichtung
Sensoren aufweisen, die an einem Einlassrohr und an einem Auslassrohr von jedem
von einer Vielzahl von Zylindern der Brennkraftmaschine vorgesehen sind. Jeder Zylinder
kann mit einem Drucksensor versehen sein und die Ventilzeitabstimmung, die für
jeden Zylinder geeignet ist, kann auf der Grundlage des pulsierenden Einlassdrucks
und des pulsierenden Auslassdrucks eingerichtet werden, die durch den Drucksensor
jedes Zylinders erfasst werden. Daher ist es möglich, die Ventilzeitabstimmungen
entsprechend kleiner Unterschiede der Einlass-/Auslassdruckschwankungen zwischen
den Zylindern einzurichten.
Des weiteren kann die Ventilzeitabstimmungsänderungseinrichtung
einen elektromagnetischen Ventilbetätigungsmechanismus aufweisen, der eine
elektromagnetische Kraft verwendet, um ein Ventil zu öffnen und zu schließen.
Der elektromagnetische Ventilbetätigungsmechanismus kann, der die elektromagnetische
Kraft einsetzt, steuert die Öffnungs- und Schließbewegung der Ventile
durch Einstellen des magnetisierenden Stroms, der durch die Spulen
zugeführt wird. Daher können die Ventilzeitabstimmungen unabhängig
von der Drehung der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine eingerichtet werden. Die
Ventilzeitabstimmungen können ebenso durch die Verwendung eines mechanischen
variablen Ventilbetätigungsmechanismus eingerichtet werden.
Die vorstehend genannten und/oder weitergehende Aufgaben, Merkmale
und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung von bevorzugten
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
erkennbarer, indem ähnliche Bezugszeichen verwendet werden, um ähnliche
Elemente darzustellen.
1 ist ein schematisches Blockdiagramm, das die Konstruktion
eines Systems darstellt, bei dem eine Brennkraftmaschine gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.
2 ist eine schematische Längsschnittansicht eines
Zylinders.
3 ist eine schematische Schnittansicht eines Einlassventilelektromagnetbetätigungsmechanismus.
4A und 4B zeigen Beziehungen
eines Kurbelwinkels zu dem Einlassdruck und dem Auslassdruck.
5 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zum Bestimmen
einer Auslassventilöffnungszeitabstimmung.
6 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zum Bestimmen
einer Einlassventilöffnungszeitabstimmung.
7 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zum Bestimmen
einer Auslassventilschließzeitabstimmung.
8 ist ein Ablaufdiagramm eines Prozesses zum Bestimmen
einer Einlassventilschließzeitabstimmung.
9 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Ventilstartzeitabstimmungssteuerung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel zeigt.
10A bis 10C sind Diagramme,
die Beziehungen zwischen dem Kurbelwinkel und den Ventilöffnungs-/-schließansprechverzögerungen
zeigen.
11 ist eine schematische Längsschnittansicht eines
Zylinders eines Systems, das mit einer Brennkraftmaschine gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung ausgestattet ist.
12 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Ventilzeitabstimmungssteuerung
gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel zeigt.
13 ist ein Diagramm, das Beziehungen des Kurbelwinkels
zu dem Einlassdruck und dem Auslassdruck bei der Ventilzeitabstimmungssteuerung
des dritten Ausführungsbeispiels anzeigt.
14 ist ein Ablaufdiagramm, das einen Abnormalitätsbestimmungsprozess
für ein variables Einlasssystem darstellt.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. 1
ist ein schematisches Blockdiagramm, das die Konstruktion einer Brennkraftmaschine
10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
darstellt. 2 zeigt schematisch einen Längsschnitt
von jedem Zylinder 20 dieses Verbrennungsmotors 10. Der Verbrennungsmotor
10 ist ein Vierzylinderverbrennungsmotor mit vier Zylindern 20.
Der Verbrennungsmotor 10 hat einen Zylinderblock 30, Kolben
40, die innerhalb des Zylinderblocks 30 hin- und hergehen, einen
Zylinderkopf 50, Einlassventile 60 und Auslassventile
70, die an dem Zylinderkopf 50 angeordnet sind, usw. Der Verbrennungsmotor
10 verwendet ein Vierventilsystem, bei dem jeder Zylinder 20 mit
zwei Einlassventilen 60 und zwei Auslassventilen 70 versehen ist.
Jeder Zylinder 20 hat eine Brennkammer 20, die umgeben ist und
somit durch den Zylinderblock 30, den Zylinderkopf 50 und einen
entsprechenden der Kolben 40 definiert ist. Der Zylinderkopf
50 ist mit Zündkerzen 85 zum Zünden eines verdichteten
Luft-Kraftstoff-Gemischs innerhalb der Brennkammern 20 versehen.
Der Zylinderkopf 50 hat Einlassanschlüsse
65, die mit einem Einlasskrümmer 90 verbunden sind. Der Einlasskrümmer
90 hat in sich Einlassduchgänge 95, die mit Kraftstoffeinspritzventilen
100 versehen sind. Die Kraftstoffeinspritzventile 100 spritzen
eine Menge &tgr; von Kraftstoff entsprechend dem Zustand des Verbrennungsmotorbetriebs
in die jeweiligen Zylinder 20 ein. Der Einlasskrümmer 90,
der mit den Zylindern 20 verbunden ist, ist mit einer Einlassleitung
120 über einen Ausgleichstank 110 verbunden. Die Einlassleitung
120 ist mit einem Luftdurchflussmessgerät 115 zum Erfassen
der Menge Q der Einlassluft versehen. Die Einlassleitung 120 ist mit einem
Luftreiniger 130 verbunden. Somit wird über den Luftreiniger
130 gefilterte Luft aufgenommen. Das Luftdurchflussmessgerät
115 erfasst die Menge Q der Einlassluft für eine Luft-Kraftstoff-Verhältnissteuerung
zum Erzielen eines geeigneten Luft-Kraftstoff-Gemisches. Die Einlassleitung
120 ist mit einem Drosselventil 140 versehen,
das die Menge von Luft einstellt, die dem Verbrennungsmotor 10 zugeführt
wird.
Der Zylinderkopf 50 hat Auslassanschlüsse
75, die mit einem Auslasskrümmer 160 verbunden sind. Der
Auslasskrümmer 160 ist durch zwei Auslassabzweigungsrohre
160a und 160b gebildet, die ein sogenanntes Dual-Auslasssystem
ausbilden, bei dem zwei Zylinder, die sich nicht bei dem Verbrennungsablauf gegenseitig
stören, mit einem einzelnen Abgasdurchgang verbunden sind. Jedes der Auslassabzweigungsrohre
160a, 160b hat zwei Auslassdurchgänge 105 und das
Ende von jeweils zwei Auslassdurchgängen 105, wo sie miteinander verbunden
sind, ist mit einem Sammelrohr 180a oder 180 über einen katalytischen
Wandler 150a oder 150b verbunden. Die Sammelrohre 180a,
180b sind beide mit einem Auslassrohr 190 über einen weiteren
katalytischen Wandler 175 verbunden.
Die Abgase von dem ersten Zylinder und von dem vierten Zylinder strömen
durch das Auslassabzweigungsrohr 160a und vereinigen sich dann, um durch
das Sammelrohr 180a zu strömen. Die Abgase von dem dritten Zylinder
und von dem zweiten Zylinder strömen durch das Auslassabzweigungsrohr
160b und vereinigen sich dann, um durch das Sammelrohr 180b zu
strömen. Die Abgase von allen Zylindern 20 vereinigen sich schließlich
in dem Auslassrohr 190. Das Abgas wird im Wesentlichen durch die katalytischen
Wandler 150a, 150b, 175 gereinigt, bevor es abgelassen
wird. Jedes der Auslassabzweigungsrohre 160a, 160b von dem Auslasskrümmer
160 hat einen Sauerstoffkonzentrationssensor 170 zum Erfassen
der Konzentration von Sauerstoff in dem Abgas. Der Einlassanschluss 65
und der Auslassanschluss 75 von jedem Zylinder 20 ist mit Drucksensoren
230, 231 zum Erfassen des pulsierenden Drucks in den Einlassanschlüssen
65 und des pulsierenden Drucks in den Auslassanschlüssen
75 versehen. Die Drucksensoren 230, 231 sind mit einer
ECU 250 verbunden, die nachstehend beschrieben wird.
Der Zylinderkopf 50 ist mit Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen
200, 201 versehen, die das Einlassventil 60 und das Auslassventil
70 unter Verwendung einer elektromagnetischen Kraft öffnen und schließen.
Eine schematische Schnittansicht des Elektromagnetventilbetätigungsmechanismus
200 ist in 3 gezeigt. Es ist anzumerken, dass
der Auslassventil-seitige Aufbau im Wesentlichen der gleiche wie der in
3 gezeigte ist. Unter Bezugnahme auf die Figur hat
der Elektromagnetventilbetätigungsmechanismus 200 einen Flansch
340, Federn 320, 330, eine obere Elektromagnetspule
300, eine untere Elektromagnetspule 310, einen Anker
350 und einen Schaft 360. Der Schaft 360 ist in Kontakt
mit einem Ende eines Einlassventils 60 angeordnet, so dass es sich gemeinsam
mit dem Einlassventil 60 zurück und nach vorn entlang seiner Axialrichtung
bewegen kann. Oberhalb und unterhalb des Schafts 360 in seine axiale Richtung
sind Federn 320, 330 angeordnet, die jeweils den Schaft
360 stützen. Über den Schaft 360 halten die Federn
320, 330 das Einlassventil 60 an einer neutralen Position
zwischen einer offenen Ventilposition und einer geschlossenen Ventilposition. Der
Anker 350, der aus einem weichen magnetischen Werkstoff besteht, ist in
der Nähe der Mitte des Schafts 360 vorgesehen. Der Flansch
340 ist mit der oberen Elektromagnetspule 300 und der unteren
Elektromagnetspule 310 versehen, die oberhalb und unterhalb des Ankers
350 angeordnet sind.
Wenn der oberen Elektromagnetspule 300 ein Magnetisierungsstrom
zugeführt wird, wird eine elektromagnetische Kraft so erzeugt, dass der Anker
350 in Richtung auf die obere Elektromagnetspule 300 angezogen
wird. Wenn der Anker 350 so bewegt wird (insbesondere wenn der Schaft
360 bewegt wird), schließt sich das Einlassventil 60. Wenn
der unteren Elektromagnetspule 310 ein Magnetisierungsstrom zugeführt
wird, wird eine elektromagnetische Kraft so erzeugt, dass der Anker 350
in Richtung auf die untere Elektromagnetspule 310 angezogen wird. Wenn
der Anker 350 so bewegt wird, öffnet sich das Einlassventil
60. Durch Einstellen der Zeitabstimmung der Zufuhr des Stroms zu der oberen
Elektromagnetspule 300 und der unteren Elektromagnetspule 310
wird die Öffnungs-/Schließzeitabstimmung von jedem Ventil gesteuert. Die
ECU 250 berechnet Zeitabstimmungen zum Öffnen und Schließen der
Ventile, wie nachstehend beschrieben ist, unter Verwendung von Signalen von den
Drucksensoren 230, 231, die an den Einlass- und Auslassanschlüssen
65, 75 vorgesehen sind, und bestimmt die Zeitabstimmungen zum
Zuführen des Stroms der Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen
200, 201.
Ebenso wie bei der vorstehend genannten Steuerung für die Ventilöffnungs-/-schließzeitabstimmungen
führt die ECU 250 verschiedenartige andere Steuerungen hinsichtlich
der Menge der Kraftstoffeinspritzung &tgr;, der Kraftstoffeinspritzzeitabstimmung
usw. durch, um einen optimalen Verbrennungszustand in vielzähligen Betriebszuständen
zu erzielen. Zum Ermöglichen derartiger Steuerungen ist die ECU 250
mit den folgenden Sensoren zum Erfassen von Zuständen des Fahrzeugs verbunden.
Das Beschleunigerpedal des Fahrzeugs ist mit einem Beschleunigerpositionssensor
172 versehen, der eine Spannung proportional zu dem Betrag einer Niederdrückung
&agr; auf das Beschleunigerpedal abgibt. Ein Kurbelwinkelsensor 174 erfasst
den Drehwinkel CA einer Kurbelwinkel und gibt ein Impulssignal bei jedem vorbestimmten
Drehwinkel der Kurbelwelle ab. Der Zylinderblock 30 des
Verbrennungsmotors 10 ist mit einem Wassertemperatursensor 182
versehen, der die Temperatur T von Kühlwasser des Verbrennungsmotors
10 erfasst.
Die ECU 250 gibt den Betrag der Niederdrückung &agr;
des Beschleunigerpedals, den Grad der Öffnung &thgr; des Drosselventils
140, die Verbrennungsmotordrehzahl auf der Grundlage des Kurbelwinkels
CA, die Wassertemperatur T, die Menge der Einlassluft Q, die Signale von Sauerstoffkonzentrationssensoren
170 ein und gibt ebenso Signale zum Ermitteln des Betriebszustands des
Fahrzeugs ein, beispielsweise ein Signal von einem (nicht gezeigten) Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
V oder ähnlichem und bestimmt dann die Menge der Kraftstoffeinspritzung &tgr;
zu den Kraftstoffeinspritzventilen 100. Die Menge der Kraftstoffeinspritzung
&tgr; wird durch Einrichten einer Einspritzdauer auf der Grundlage der Einlassluftmenge
Q von dem Luftdurchflussmessgerät 150 und dem Signal CA von dem Kurbelwinkelsensor
174 bestimmt und durch Korrigieren der eingerichteten Einspritzdauer auf
der Grundlage von beispielsweise der Information, die durch den Wassertemperatursensor
182 erhalten wird, hinsichtlich dessen, ob sich der Verbrennungsmotor
10 in einem kalten Zustand befindet, der Information, die durch die Sauerstoffkonzentrationssensoren
170 erhalten wird, ob das Luft-Kraftstoff-Verhältnis geeignet ist,
usw. Dieses Ausführungsbeispiel nimmt ein unabhängiges Einspritzverfahren
an, das gestattet, dass die Mengen der Kraftstoffeinspritzung &tgr; des Zylinders
20 unabhängig voneinander gesteuert werden.
Vor der Beschreibung eines Ventilzeitabstimmungssteuerungsprozesses,
der bei der Erfindung ausgeführt wird, wird die Pulsation des Einlassdrucks
und des Auslassdrucks beschrieben. 4A gibt Beziehungen
des Kurbelwinkels zu dem Einlassdruck und dem Auslassdruck an. 4B
gibt eine Beziehung zwischen dem Kurbelwinkel und dem Betrag des Ventilhubs an.
In 4A gibt eine durchgezogene Linie JD den Druck in
dem Einlassanschluss 75 an und gibt eine gestrichelte Linie BC den Druck
in dem Einlassanschluss 65 an. Wie in 4A angedeutet
ist, erhöht sich der Druck, der durch die durchgezogene Linie JD angedeutet
ist, scharf, unmittelbar nachdem das Auslassventil 70 geöffnet wurde.
Eine Überdruckwelle, die auftritt, wenn das Ventil geöffnet wird, wandelt
sich in eine Unterdruckwelle aufgrund einer Reflexion von einem Öffnungsabschnitt
um und die Unterdruckwelle läuft in Richtung auf das Auslassventil
70, so dass der Druck an dem Auslassanschluss 75 pulsiert. Dann
erreicht der Auslassdruck ein Minimum (Punkt D in 4A)
und steigt aufgrund der Ausbreitung der Druckwellen an, die in anderen Zylindern
20 erzeugt werden, und fällt dann erneut ab. Während eines Zyklus,
während dem alle Zylinder 20 einer Verbrennung ausgesetzt werden,
tritt eine Auslasspulsation mit mehreren positiven Spitzen und negativen Spitzen
auf, wie in 4A angedeutet ist.
Der durch die gestrichelte Linie BC angedeutete Druck pulsiert ebenso,
wenn Druckwellen, die durch die Öffnungs-/Schließvorgänge der Einlassventile
60 und der Vorgänge des Kolbens 40 usw. erzeugt werden, an
dem Öffnungsabschnitt reflektiert werden. Wie bei der Auslasspulsation tritt
eine Einlasspulsation auf, die einen positiven Maximalspitzenwert um einen Kurbelwinkel
von 45° während eines Zyklus, wie in 4A gezeigt
ist. Hinsichtlich der Einlasspulsation und der Auslasspulsation verbessert die geeignete
Einrichtung der Auslassventilöffnungszeitabstimmung T, der Einlassventilöffnungszeitabstimmung
A, der Auslassventilschließzeitabstimmung B und der Einlassventilschließzeitabstimmung
E den Wirkungsgrad der Einlassluftladung in die Zylinder 50, und verbessert
daher die Leistungsfähigkeit des Verbrennungsmotors 10. Die Steuerung
zum Bestimmen der Zeitabstimmung von jedem Ventil zum Verbessern der Leistungsfähigkeit
des Verbrennungsmotors 10 wird im Folgenden nachstehend beschrieben.
Zunächst wird ein Prozess zum Bestimmen der Zeitabstimmung C
beschrieben. 5 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Prozesses
zum Bestimmen der Zeitabstimmung C. Im Allgemeinen wird zum wirksamen Einsetzen
der Trägheit des Einlasses und des Auslasses die Einlass- und Auslassventilzeitabstimmung
so eingerichtet, dass jedes Einlassventil 60 sich vor dem oberen Totpunkt
des Kolbens 40 öffnet und sich nach dem unteren Totpunkt von diesem
schließt, und so dass jedes Auslassventil 70 sich vor dem unteren
Totpunkt des Kolbens 40 öffnet und sich nach dem oberen Totpunkt schließt.
In diesem Ausführungsbeispiel wird die Ventilzeitabstimmung während eines
frühen Betriebszeitraums des Fahrzeugs eingerichtet, wie vorstehend beschrieben
ist.
Nachdem der Verbrennungsmotor 10 mit der vorstehend genannten
Ventilzeitabstimmung gestartet ist, erfassen die Drucksensoren 231 die
Auslassdrücke entsprechend den Kurbelwinkeln CA über einen Zyklus, während
dem alle Zylinder 20 einer Verbrennung ausgesetzt werden. Die ECU
250 erfasst den Kurbelwinkel CA zu dem Zeitpunkt, wenn der Auslassdruck
den minimalen Druck D während des Zyklus erreicht, und nimmt die Öffnungszeitabstimmung
C1 des Auslassventils 70 in dem gleichen Zyklus ebenso auf.
Zu dem Zeitpunkt des Eintritts in den nächsten Zyklus wird ein
in 5 dargestellter Prozess ausgeführt. Wie in
5dargestellt ist, wird bestimmt, ob die Zeitabstimmung
D1, die den Kurbelwinkel CA von dem Minimalwert D während des vorhergehenden
Zyklus andeutet, innerhalb des Bereichs von 360° ± 10° liegt. Insbesondere
wird zunächst bestimmt, ob die Zeitabstimmung D1 größer
als 370° ist (Schritt S500). Wenn die Zeitabstimmung D1 größer als
370° ist, wird die Zeitabstimmung C um 5° in die Vorstellseite von der
Zeitabstimmung C1 des vorhergehenden Zyklus korrigiert (Schritt S510). Darauf endet
der Prozess. Wenn in Schritt S500 bestimmt wird, dass die Zeitabstimmung D1 geringer
als oder gleich 370° ist, wird nachfolgend bestimmt, ob die Zeitabstimmung
D1 geringer als 350° ist (Schritt S520). Wenn in Schritt S520 bestimmt wird,
dass die Zeitabstimmung D1 geringer als 350° ist, wird die Zeitabstimmung C
um 5° zu einer Verzögerungsseite von der Zeitabstimmung C1 korrigiert
(Schritt S530). Darauf endet der Prozess. Wenn in Schritt S520 bestimmt wird, dass
die Zeitabstimmung D1 größer als oder gleich 350° ist (wenn insbesondere
die Zeitabstimmung D1 innerhalb des Bereichs von 360° ± 10° liegt),
wird die Zeitabstimmung C1 während des vorhergehenden Zyklus als die Zeitabstimmung
C eingerichtet (Schritt S540), worauf der Prozess endet. Der vorstehend genannte
Bereich (insbesondere eine Totzone in der Steuerung) und die Einheit der Korrektur
(insbesondere die Auflösungseinheit in der Steuerung) sind nicht auf die vorstehend
genannten Werte, das heißt ±10° beziehungsweise ±5° beschränkt,
sondern sie können auf andere spezifische Werte eingerichtet werden.
5 stellt eine Prozedur dar, die die ECU 250
ausführt, wenn sie die Öffnungszeitabstimmung C der Auslassventile
70 verzögert oder vorstellt, und wobei dadurch die Phase der Auslasspulsation
so eingestellt wird, dass die Zeitabstimmung D, die dem maximalen Auslassdruck entspricht,
innerhalb der Umgebung des oberen Totpunkts in dem Einlasstakt liegt (insbesondere
in der Nähe von 360° Kurbelwinkel). Im Allgemeinen entspricht die Zeitabstimmung,
bei der der Kolben 40 sich in der Nähe des oberen Einlasstotpunkts
befindet, einem Überlagerungszeitraum, während dem die Einlassventile
60 und die Auslassventile 70 beide offen sind. Wenn der pulsierende
Druck in den Auslassanschlüssen 75 den minimalen Wert B während
dieses Zeitraums erreicht, treibt das verbrannte Gas, das in dem Zylinder
20 verbleibt, dazu, herausgezogen zu werden, so dass der Spülwirkungsgrad
sich verbessert und sich der Einlassladewirkungsgrad entsprechend verbessert.
Als Nächstes werden Vorgänge, die die ECU 250 ausführt,
wenn die Zeitabstimmung A und die Zeitabstimmung B bestimmt wird, beschrieben.
6 ist ein Ablaufdiagramm, das den Vorgang zum Bestimmen
der Zeitabstimmung A zeigt. 7 ist ein Ablaufdiagramm,
das den Vorgang zum Bestimmen der Zeitabstimmung B zeigt. Da diese Vorgänge
im Wesentlichen die gleichen sind, wird der Vorgang zum Bestimmen der Zeitabstimmung
A hauptsächlich nachstehend unter Bezugnahme auf 6
beschrieben.
Die Drucksensoren 230, 231 erfassen den Einlassdruck
und den Auslassdruck entsprechend spezifischer Werte des Kurbelwinkels CA. Die ECU
250 führt die Prozesse aus, die in 6
dargestellt sind, unter Verwendung von Signalen, die die Einlass- und Auslassdrücke
entsprechend dem vorliegenden Kurbelwinkel CA anzeigen. Wie in 6
gezeigt ist, wird bestimmt, ob der gegenwärtige Kurbelwinkel CA sich in einem
Bereich von 300° < CA < 360° befindet (Schritt S600). Wenn sich
der vorliegende Kurbelwinkel CA innerhalb dieses Bereichs befindet, werden der Auslassdruck
und der Einlassdruck bei dem vorliegenden Kurbelwinkel CA dann verglichen (Schritt
S610). Wenn der Einlassdruck größer als der Auslassdruck ist, wird der
gegenwärtige Kurbelwinkel CA dann als die Zeitabstimmung A eingerichtet (Schritt
S620), worauf dieser Vorgang endet.
Wenn in Schritt S610 bestimmt wird, dass der Einlassdruck kleiner
als der Auslassdruck ist, wird die Größenbeziehung zwischen den zwei Drücken
erneut überprüft (Schritt S630).
Wenn beispielsweise die Drehzahl des Verbrennungsmotors
10 hoch ist und der Gegendruck in dem Abgasauslasssystem hoch ist, wird
der Auslassdruck hoch. Dagegen wird der Einlassdruck nicht so hoch, da der Einlassdruck
im Wesentlichen nicht durch den Gegendruck in dem Auslasssystem beeinflusst wird.
Daher wird in manchen Fällen der Einlassdruck nicht höher als der Auslassdruck.
Wenn in Schritt S630 bestimmt wird, dass es keinen Punkt gibt, an dem der Einlassdruck
höher als der Auslassdruck wird, wird die Zeitabstimmung A von einer Abbildung,
die im vorab in der ECU 250 gespeichert ist, bestimmt (Schritt S640). Darauf
endet dieser Vorgang.
Wenn in Schritt S600 bestimmt wird, dass der gegenwärtige Kurbelwinkel
CA nicht innerhalb des Bereichs liegt, oder wenn in Schritt S630 bestimmt wird,
dass es einen Punkt gibt, an dem der Einlassdruck höher als der Auslassdruck
wird (insbesondere wenn die Verbrennungsmotordrehzahl niedrig ist), endet der Vorgang.
Darauf wird dieser Vorgang mit dem nächsten Kurbelwinkel CA wiederholt. In
diesem Ausführungsbeispiel ist das für die Bestimmung in Schritt S630
verwendete Kriterium, ob die Verbrennungsmotordrehzahl oberhalb oder unterhalb von
4000 Upm liegt. Jedoch kann es stattdessen sein, ob eine Differenz zwischen dem
Hauptwert der Auslasspulsation während eines Zyklus und dem Hauptwert der Einlasspulsation
während eines Zyklus geringer oder gleich einem vorbestimmten Wert ist.
Der Vorgang zum Bestimmen der Zeitabstimmung B, der in 7
dargestellt ist, unterscheidet sich lediglich von derjenigen zum Bestimmen der Zeitabstimmung
A hinsichtlich des Bereichs (360° < CA < 400°), der bei der Bestimmung
hinsichtlich des gegenwärtigen Kurbelwinkels CA verwendet wird (Schritt S700),
und hinsichtlich der Abbildung, die zum Bestimmen der Zeitabstimmung B verwendet
wird (Schritt S740). Daher wird die Zeitabstimmung B im Wesentlichen auf die gleiche
Art wie die Zeitabstimmung A bestimmt.
Über die Ausführung der in den 6
und 7 dargestellten Vorgänge werden die Öffnungszeitabstimmung
A der Einlassventile 60 und die Schließzeitabstimmung B der Auslassventile
70 Zeitabstimmungen, bei denen der Einlassdruck den Auslassdruck übersteigt.
Da die Einlass- und Auslassventile während eines Zustands offen sind, bei dem
der Einlassanschlussdruck hoch ist und der Auslassanschlussdruck niedrig ist, wird
sowohl der Ausstoß von verbranntem Gas aus den Zylindern zu den Auslassanschlüssen
75 als auch die Einströmung von Frischluft aus den Einlassanschlüssen
65 in die Zylinder 20 beschleunigt. Daher kann der Einlassladewirkungsgrad
verbessert werden.
Ein Vorgang zum Bestimmen der Zeitabstimmung B wird nachstehend beschrieben.
8 zeigt ein Ablaufdiagramm, das den gleichen Vorgang
zeigt. Die ECU 250 führt den Vorgang unter Verwendung von Sensorsignalen
durch, die den Einlassdruck entsprechend dem Kurbelwinkel CA angeben. Unter Bezugnahme
auf 8 wird bestimmt, ob der gegenwärtige Kurbelwinkel
CA innerhalb eines Bereichs von 500° < CA < 600° liegt (Schritt
S800). Wenn der gegenwärtige Kurbelwinkel CA innerhalb dieses Bereichs liegt,
wird nachfolgend bestimmt, ob der Einlassdruck entsprechend dem vorliegenden Kurbelwinkel
CA auf seinem maximalen Niveau ist (Schritt S810). Diese Bestimmung wird durch Vergleichen
des gegenwärtigen Einlassdrucks (des Einlassdrucks entsprechend dem gegenwärtigen
Kurbelwinkel CA) mit dem vorhergehenden Probenwert durchgeführt, der nämlich
der Einlassdruck entsprechend einem vorhergehenden Kurbelwinkel CAO ist. Insbesondere
wird bestimmt, dass der Kurbelwinkel CA, zu dem Zeitpunkt erfasst wird, wenn der
Einlassdruck, der sich monoton vergrößert, beginnt sich zu verringern,
dem maximalen Einlassdruck entspricht. Wenn der Einlassdruck der maximale Einlassdruck
ist, wird der gegenwärtige Kurbelwinkel CA als eine Zeitabstimmung F eingerichtet
(Schritt S820). Nachfolgend wird ein vorbestimmter Betrag zu der Zeitabstimmung
F hinzugefügt, um die Zeitabstimmung E zu bestimmen (Schritt S830). Darauf
endet der Vorgang. Dieser vorbestimmte Betrag ist äquivalent zu einem Kurbelwinkel
CA von 10° in die Verzögerungsrichtung (E = Zeitabstimmung F + 10°).
Dieser vorbestimmte Betrag ist nicht auf 10° beschränkt, sondern er kann
ebenso auf einen gewünschten Einrichtungswert eingerichtet werden.
Wenn in Schritt S800 bestimmt wird, dass der vorliegende Kurbelwinkel
CA nicht innerhalb des Bereichs liegt, oder wenn in Schritt S810 bestimmt wird,
dass der gegenwärtige Einlassdruck größer als der vorhergehende Probenwert
ist, und daher kein Maximalniveau ist, endet der Vorgang. Darauf wird der Vorgang
mit dem nächsten Kurbelwinkel CA wiederholt.
Durch die Ausführung des in 8 dargestellten
Vorgangs wird die Schließzeitabstimmung E der Einlassventile 60 auf
eine Zeitabstimmung eingerichtet, die ein vorbestimmter Kurbelwinkel CA in die Verzögerungsrichtung
von dem Winkel entsprechend dem maximalen Einlassdruck in der Einlasspulsation ist.
Bei der Zeitabstimmung F, bei der der Einlassdruck auf dem Maximalniveau während
der Einlasspulsation ist, wird Frischluft einfach in die Zylinder 20 geladen,
da der Einlassanschlussdruck maximal ist. Aufgrund der dynamischen Wirkung der Einlasspulsation
hat die Frischluft eine Trägheit. Daher erzielt das Schließen der Einlassventile
60 bei der Zeitabstimmung E, die ein Winkel ist, der von dem maximalen
Einlassdruckwinkel um einen vorbestimmten Betrag verzögert ist, eine maximale
Verbesserung des Einlassladewirkungsgrades. Da des weiteren der Einlassanschlussdruck
relativ hoch ist, wird das in die Zylinder 20 geladene Gemisch nicht zurück
zu den Einlassanschlüssen 65 strömen.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die
Anweisungen, die zu den Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen
200, 201 abgegeben werden, auf der Grundlage der Öffnungs-/Schließzeitabstimmungen
der Einlass- und Auslassventile korrigiert, die durch die Vorgänge bestimmt
werden, die in dem vorstehenden ersten Ausführungsbeispiel beschrieben sind,
so dass die Ventilöffnungsbewegung gemäß der bestimmten Zeitabstimmung
startet und die Ventilschließbewegung zu der vorbestimmten Zeitabstimmung beendet
ist. 9 zeigt ein Ablaufdiagramm, das einen Prozess
zeigt, der des weiteren einen Prozess zum Durchführen einer derartigen Korrektur
aufweist. Das zweite Ausführungsbeispiel nimmt das gleiche System, nimmt die
gleiche Systemkonstruktion an, die auf die Brennkraftmaschine angewendet wird, wie
das erste Ausführungsbeispiel. Daher werden Bauteile und dergleichen des zweiten
Ausführungsbeispiels, die denjenigen des ersten Ausführungsbeispiels äquivalent
sind, durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet, und werden Ansichten, die solche
Komponenten oder ihre Konfiguration zeigen, nicht vorgesehen.
Während des anfänglichen Betriebszustands des Fahrzeugs
wird der Verbrennungsmotor 10 unter Verwendung von Ventilzeitabstimmungen
betrieben, die voreingestellte Auslegungswerte sind. Die ECU 250 führt
den durch das Ablaufdiagramm von 9 dargestellten Vorgang
unter Verwendung des Einlassdrucks und des Auslassdrucks durch,
die durch die Drucksensoren 230, 231 erfasst werden, während
des vorstehend genannten anfänglichen Betriebszustands des Fahrzeugs durch.
Hier ist anzumerken, dass dieser Vorgang nicht nur für einen spezifischen der
Zylinder 20 durchgeführt wird sondern für alle von diesen. Unter
Bezugnahme auf 9 werden die Ventilzeitabstimmungen
C, A, B, E unter Verwendung des Einlassdrucks und des Auslassdrucks auf die gleiche
Weise bestimmt wie in dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben ist (Schritt
S910). Nachfolgend werden zum Sicherstellen, dass die Ventile bei den bestimmten
Zeitabstimmungen geöffnet oder geschlossen werden, die Zeitabstimmungen korrigiert,
um der Ansprechverzögerung oder einer Übergangszeit der Einlassventile
60 und der Auslassventile 70 Rechnung zu tragen (Schritt S920),
und werden Anweisungen entsprechend der Zeitabstimmungen, die korrigiert sind, abschließend
an die Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen 200, 201
abgegeben, worauf dieser Vorgang endet.
Die 10A und 10C
stellen derartige Ansprechverzögerungen und eine Übergangszeit einer Ventilbetätigung
unter Bezug auf den Kurbelwinkel CA dar, die beobachtet werden, während sich
jedes Ventil öffnet und schließt. Wenn unter Bezugnahme auf die
10A bis 10C der Magnetisierungsstrom
zu der oberen Elektromagnetspule 300 unterbrochen wird und nach einer vorbestimmten
Zeit der Magnetisierungsstrom der unteren Elektromagnetspule 310 zugeführt
wird, beginnt das Ventil, sich mit einer Zeitabstimmung T2 zu öffnen, wie in
den 10A bis 10C gezeigt
ist. Somit geht der Beginn der Bewegung des Ventils um eine Ansprechverzögerung
von &agr; = T2 – T1 voraus. Wenn der Magnetisierungsstrom zu der unteren
Elektromagnetspule 310 unterbrochen wird und nach einer vorbestimmten Zeit
der Magnetisierungsstrom zu der oberen Elektromagnetspule 300 zugeführt
wird, beendet das Ventil das Schließen einer Zeitabstimmung T4. Somit geht
die Beendigung der Schließbewegung des Ventils um eine Übergangszeit von
&bgr; = T4 – T3 voraus. Daher werden die Ventilöffnungszeitabstimmungen
C, A durch Subtrahieren eines Kurbelwinkel-&agr;-Äquivalentbetrags korrigiert
und werden die Ventilschließzeitabstimmungen B, E durch Subtrahieren eines
Kurbelwinkel-&bgr;-Äquivalentbetrags korrigiert. Unter Berücksichtigung
der Differenz zwischen dem Einlass-seitigen Elektromagnetventilbetätigungsmechanismus
200 und dem Auslassseitigen Elektromagnetventilbetätigungsmechanismus
201 werden die Kurbelwinkel &agr;, &bgr; als Beträge zur Korrektur
an der Einlassseite eingerichtet und werden die Kurbelwinkel &agr;', &bgr;'
als Beträge zur Korrektur an der Auslassseite eingerichtet.
Wie vorstehend beschrieben ist, wird den Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen
200, 201 ein Strom bei den Zeitabstimmungen zugeführt, die
bestimmt werden, um Ansprechverzögerungen und die Übergangszeit der Ventilbetätigung
abzugleichen, wobei somit eine verbesserte Genauigkeit hinsichtlich der Einrichtung
der Ventilzeitabstimmungen sichergestellt wird. Hinsichtlich der Ventilschließzeitabstimmungen
B, E wird insbesondere eine Steuerung durchgeführt, so dass die Ventilschließbewegung
bei den Ventilschließzeitabstimmungen endet. Daher ist es möglich, die
Ventilzeitabstimmungen mit einer erhöhten Genauigkeit einzurichten. Ebenso
werden die Kurbelwinkel &agr;, &agr;', &bgr;, &bgr;' auf spezifische Werte
eingerichtet, die durch Experimente gemäß verschiedener Drehzahlen und
Lasten bestimmt wurden.
11 ist eine Ansicht, die einen Vertikalschnitt eines
Zylinders einer Brennkraftmaschine gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt. In dem dritten Ausführungsbeispiel sind das Einlasssystem
und das Auslasssystem, die vorstehend bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben
sind, zu variablen Einlass- und Auslasssystemen abgewandelt. Andere Bauteile und
Abschnitte des dritten Ausführungsbeispiels sind im Wesentlichen die gleichen
wie diejenigen des ersten Ausführungsbeispiels und werden durch die gleichen
Bezugszeichen bezeichnet und werden nicht erneut beschrieben. Das Einlasssystem
und das Auslasssystem des dritten Ausführungsbeispiels ist mit Ventilen
420, 421 zum Ändern der Rohrlänge eines Einlassdurchgangs
95 und eines Auslassdurchgangs 105 ausgestattet. Der Einlassdurchgang
95 hat eine lange Abzweigung 95a mit einer längeren Leitung
und eine kurze Abzweigung 95b mit einer kürzeren Leitung. Das Ventil
420 ist in dem Durchgang der kurzen Abzweigung 95b vorgesehen
und öffnet und schließt den Durchgang. Der Auslassdurchgang
105 hat eine lange Abzweigung 105a mit einer längeren Leitung
und eine kurze Abzweigung 105b mit einer kürzeren Leitung. Wie bei
dem Einlassdurchgang ist das Ventil 421 in dem Durchgang der kurzen Abzweigung
105b vorgesehen. Die Ventile 420, 421 sind jeweils mit
Betätigungsgliedern 400, 401 verbunden.
Jedes der Betätigungsglieder 400, 401 hat einen
(nicht gezeigten) Stab und ist elektrisch mit der ECU 250 verbunden. Jedes
Betätigungsglied 400, 401 fährt den Stab gemäß
einer Anweisung einer Anweisung von der ECU 250 aus und ein. Ein Ende jedes
Betätigungsglieds ist mit einem entsprechenden von den Ventilen 420,
421 über einen (nicht gezeigten) Hebel verbunden. Das heißt,
dass jedes Betätigungsglied 400, 401 den Stab gemäß
einer Anweisung von der ECU 250 so ausfährt oder einfährt, dass
das entsprechende Ventil 420, 421 den Durchgang der kurzen Abzweigung
öffnet oder absperrt. Wenn der Durchgang der kurzen Abzweigung der Einlass-
oder Auslassseite offen ist, ist die Rohrlänge der Einlass- oder Auslassseite
kurz. Wenn der Durchgang der kurzen Abzweigung geschlossen ist, ist
die Rohrlänge relativ lang. Die ECU 250 bestimmt die Einlassrohrlänge
und die Auslassrohrlänge aus der Verbrennungsmotordrehzahl NE und der Last
KL, die aus der Einlassluftmenge Q bestimmt wird, und gibt entsprechende Anweisungen
zu den Betätigungsgliedern 400, 401 ab. In dem variablen
Einlass-/Auslasssystem wird die Zeitdauer und die Amplitude der Einlass- und Auslasspulsation
durch Variieren der Rohrlänge geändert, um den Einlassladewirkungsgrad
zu verbessern.
12 zeigt ein Ablaufdiagramm, das einen Vorgang zeigt,
den die ECU 250 ausführt, um die Ventilzeitabstimmungen in dem dritten
Ausführungsbeispiel zu bestimmen. Zunächst gibt die ECU 250 die
Verbrennungsmotordrehzahl NE und die Last KL ein (Schritt S200). Genauer gesagt
berechnet die ECU 250 die Verbrennungsmotordrehzahl NE aus dem Kurbelwinkel
CA und berechnet die Last KL aus der Einlassluftmenge Q. Nachfolgend entnimmt die
ECU 250 von einem Speicherbereich (nicht gezeigt) eine Abbildung, die eine
Beziehung zwischen der Verbrennungsmotordrehzahl NE, der Last KL und der Einlass-
und Auslassrohrlänge L angibt, und bestimmt die Einlassrohrlänge LI2 und
die Auslassrohrlänge LE2 und gibt geeignete Anweisungen zu den Betätigungsgliedern
400, 401 ab (Schritte S210, S220). Die Betätigungsglieder
400, 401 ändern die Einlassrohrlänge von LI1 zu LI2
und die Abgasrohrlänge von LE1 auf LE2 durch beispielsweise Schließen
der Ventile 420, 421. Gemäß den Änderungen der
Rohrlänge ändern sich die Zeitdauer und die Amplitude der Einlasspulsation
und der Auslasspulsation. Der variierte Pulsationsdruck wird durch die Drucksensoren
230, 231 erfasst. Auf der Grundlage des Drucks wird die Ventilzeitabstimmung
bestimmt (Schritt S230). Die Einrichtung der Ventilzeitabstimmung wird durch Ausführen
des in 9 gezeigten Vorgangs erzielt. Dann werden Anweisungen
ausgestellt, so dass den Elektromagnetventilbetätigungsmechanismen
200, 201 ein Magnetisierungsstrom bei den Zeitabstimmungen zugeführt
wird, die auf die vorstehend genannte Weise bestimmt sind, um die Ansprechverzögerungen
und die Übergangszeit der Ventilbetätigung auszugleichen (Schritt S240).
Mit einem variablen Einlass- und Auslasssystem, wie es vorstehend
beschrieben ist, ist es möglich, Ventilzeitabstimmungen über eine relativ
breiten Bereich so zu bestimmen, dass die Änderungen der Zeitdauer und der
Amplitude der Auslasspulsation und der Einlasspulsation entsprechen. Des weiteren
gibt es keinen Bedarf, Ventilzeitabstimmungen entsprechend derartigen Änderungen
der Einlass- und Auslassrohrlängen voreinzurichten, da die Zeitabstimmungen
auf der Grundlage der Drücke eingerichtet sind, die jedes Mal erfasst werden,
so dass der in Anspruch genommene Bereich des Speichers der ECU 250 verringert
werden kann.
13 stellt einen Fall dar, bei dem die Ventilzeitabstimmungssteuerung
mit dem variierten Abgassystem ausgeführt wird. In 13
stellt eine durchgezogene Linie JL eine Auslasspulsation dar, die mit der langen
Auslassrohrlänge auftritt, und stellt eine gestrichelte Linie JS eine Auslasspulsation
dar, die mit der kurzen Auslassrohrlänge auftritt, und stellt eine strich-punktierte
Linie eine Einlasspulsation dar. Unter Bezugnahme auf 13
kann der Zeitraum, während dem der Einlassdruck größer als der Auslassdruck
ist, als ein Überschneidungszeitraum ungeachtet der Variationen der Auslasspulsation
in Abhängigkeit von verschiedenen Rohrlängen angenommen werden. Bei der
Auslasspulsation JL wird insbesondere eine lange Überschneidungszeitdauer vorgesehen,
so dass sich der Ladewirkungsgrad verbessert.
Des weiteren kann bei dem dritten Ausführungsbeispiel eine Abnormalität
in den Betätigungsgliedern 400, 401, wie zum Beispiel ein
Fehler, eine Fehlfunktion usw., bestimmt werden. 14
zeigt ein Ablaufdiagramm eines Abnormalitätsbestimmungsvorgangs für ein
variables Einlasssystem. Ein Abnormalitätsbestimmungsprozess für ein variables
Auslasssystem ist im Wesentlichen das gleiche wie der Vorgang, der in
14 dargestellt ist, und wird nicht beschrieben. Der
in 14 dargestellte Vorgang wird durch die ECU
250 bei einer vorbestimmten Zeitabstimmung ausgeführt. Die ECU
250 lernt im voraus die Schließzeitabstimmungen der Einlassventile
60 entsprechend verschiedenartiger Verbrennungsmotordrehzahlen NE, verschiedenartiger
Lasten KL und verschiedenartiger Einlassrohrlängen L und speichert die gelernten
Zeitabstimmungen in einem (nicht gezeigten) Speicherbereich. In diesem Ausführungsbeispiel
werden die Schließzeitabstimmung der Einlassventile 60 entsprechend
der Verbrennungsmotordrehzahlen NE, der Lasten KL und der Einlassrohrlängen
L in den vergangenen Betrieben des Fahrzeugs gelernt. Die Ventilzeitabstimmungen,
die in Experimenten oder ähnlichem entsprechend variierter Verbrennungsmotordrehzahlen
NE, variierter Lasten KL und variierter Einlassrohrlängen L erhalten werden,
können gespeichert werden.
Die ECU 250 gibt die Verbrennungsmotordrehzahl NE und die
Last KL ein (Schritt S400) und erkennt die gegenwärtige bestimmte Einlassrohrlänge
(beispielsweise LI2) aus der Verbrennungsmotordrehzahl NE und der Last KL. Nachfolgend
entnimmt die ECU 250 eine Zeitabstimmung, die die vorstehend genannten
Bedingungen erfüllt, aus dem Speicherbereich und gibt dadurch eine gelernte
Zeitabstimmung G ein (Schritt S410). Darauf wird eine Differenz &Dgr;VT zwischen
der gelernten Zeitabstimmung G und der vorliegenden Schließzeitabstimmung E
der Einlassventile 60 mit einem vorbestimmten Grenzwert verglichen (Schritt
S420). Wenn der Absolutwert der Differenz &Dgr;VT kleiner als oder gleich 10°
ist, wird bestimmt, dass das variable Einlasssystem noch mal arbeitet (Schritt S430).
Darauf endet der Prozess.
Wenn die Differenz &Dgr;VT zwischen der gelernten Zeitabstimmung
G und der gegenwärtigen Schließzeitabstimmung E größer als 10°
ist, wird bestimmt, dass das variable Einlasssystem einem Fehler oder einer Fehlfunktion
unterliegt, und wird eine Warnlampe eingeschaltet (Schritt S440). Darauf endet der
Prozess. Gemäß der Ventilzeitabstimmungssteuerung der Erfindung wird auch
dann, wenn eine Fehlfunktion oder dergleichen die Variation der Einlassrohrlänge
behindert, eine geeignete Ventilzeitabstimmung in einem solchen Zustand realisiert.
Durch den Vergleich dieser Ventilzeitabstimmung mit einer vorher erlernten Ventilzeitabstimmung
kann eine Abnormalität, wie zum Beispiel eine Fehlfunktion oder ähnliches,
bestimmt werden, so dass ein Prozess zum Einschalten der Warnlampe oder ähnlichem
durchgeführt werden kann. Es ist anzumerken, dass für den Vergleich in
Schritt S420 die Öffnungszeitabstimmung der Einlassventile 60 verwendet
werden kann. Für die Bestimmung hinsichtlich einer Abnormalität des variablen
Auslasssystems ist es geeignet, den Vergleich der Schließzeitabstimmungen oder
der Öffnungszeitabstimmungen der Auslassventile 70 durchzuführen.
Obwohl in den vorstehend genannten Ausführungsbeispielen die
Drucksensoren 230, 231 getrennt für individuelle Zylinder
20 vorgesehen sind, ist diese Anordnung nicht beschränkt. Beispielsweise
ist es möglich, Drucksensoren 230, 231 nur für einen
vorbestimmten Zylinder 20 vorzusehen. Beispielsweise für den Fall
eines Vierzylinderverbrennungsmotors wird der erste Zylinder mit Drucksensoren
230, 231 versehen. Aus dem pulsierenden Einlass- und Auslassdrücken,
die durch die Drucksensoren erfasst werden, werden Ventilzeitabstimmungen des ersten
Zylinders bestimmt. Die Ventilzeitabstimmungen werden für die nachfolgenden
Zylinder (der dritte Zylinder, der vierte Zylinder und der zweite Zylinder) in der
Folge der Verbrennung wiedergegeben.
Obwohl in dem vorstehend genannten Ausführungsbeispiel das variable
Einlass-/Auslasssystem eine Wechselbauart ist, bei der die Rohrlänge über
ein Ventil geändert wird, ist es ebenso möglich, verschiedenartige andere
Bauarten von variablen Einlass-/Auslasssystemen zu verwenden, wie zum Beispiel eine
Gleitbauart, bei der die Rohrlänge in die Richtung einer gerade Linie variiert
wird, eine Balgbauart, bei der balgförmige Abschnitte in den Einlass- und Auslassrohren
vorgesehen sind, und wobei die Rohrlänge variiert wird, usw., während
im Wesentlichen die gleichen Vorteile erzielt werden.
Somit weist die Brennkraftmaschine Folgendes auf: die variable Ventilzeitabstimmungseinrichtung
200, 201 zum Ändern der Ventilzeitabstimmung von zumindest
entweder dem Einlassventil 60 oder dem Auslassventil 70; die Druckerfassungseinrichtung
230, 231 zum Erfassen des Einlassdrucks und des Auslassdrucks
der Brennkraftmaschine, die in Verknüpfung mit den Bewegungen des Kolbens,
des Einlassventils und des Auslassventils pulsieren; und die Steuerungseinrichtung
250 zum Einrichten der Ventilzeitabstimmung auf der Grundlage der Größenbeziehung
zwischen dem Einlassdruck und dem Auslassdruck, die durch die Druckerfassungseinrichtung
erfasst werden.