Die vorliegende Erfindung betrifft eine Technologie zur Verringerung
der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs als Antwort auf eine Beziehung eines Fahrzeugs
zu einem Objekt.
Heutzutage sind einige Autos mit einer Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung
ausgestattet. Die Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung erfasst ein weiteres,
vor dem Fahrzeug fahrendes Fahrzeug und verringert automatisch die Geschwindigkeit
des Fahrzeugs, wenn ein Abstand zwischen dem Fahrzeug und dem weiteren Fahrzeug
geringer als ein vorbestimmter Abstand ist, der ein sicheres Fahren erlaubt. Die
Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung erfasst das weitere Fahrzeug und
den Abstand zwischen dem Fahrzeug und dem weiteren Fahrzeug zum Beispiel mit Hilfe
von Radarwellen. Die Regelung zur Verringerung der Geschwindigkeit des Fahrzeugs
wird als Verzögerungsregelung bezeichnet.
Einige Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtungen unterbrechen
die Verzögerungsregelung, während der Fahrer zum Beispiel durch Betätigen
des Gaspedals das Fahrzeug beschleunigt (manuelles Außerkraftsetzen der Regelungsvorrichtung),
und schalten die Verzögerungsregelung wieder ein, sobald die manuelle Außerkraftsetzung
beendet ist. Wenn jedoch die Verzögerungs-Regelung unmittelbar nach Beendigen
der manuellen Außerkraftsetzung herbeigeführt wird, führt dies zu
Irritationen und Unbehagen des Fahrers und zum sogenannten Verzögerungsstoß.
Als Gegenmaßnahme schlägt die japanische Patentoffenlegungsschrift
JP-A Nr. 2001-18680 vor, zwischen
einem Zeitpunkt, zu dem die manuelles Außerkraftsetzung endet und einem Zeitpunkt,
zu dem die Verzögerungsregelung wieder startet, eine Zeitspanne einzufügen.
Mit anderen Worten, es wird angenommen, dass der Fahrer sich absichtlich dem weiteren
Fahrzeug nähert und absichtlich das Fahrzeug verzögert hat, so dass die
Verzögerungsregelung nicht herbeigeführt wird.
Die JP-A Nr. 2000-355233
offenbart eine weitere herkömmliche Technologie. Es sei angenommen, dass ein
Fahrzeug einem weiteren Fahrzeug hinterher fährt (auffährt, d. h. den
Abstand verringert), vorübergehend die Geschwindigkeit reduziert, d. h. das
Auffahren unterbricht, so dass sich der Abstand zu dem weiteren Fahrzeug wieder
vergrößert, und dann wieder beschleunigt. Die in der JP-A
Nr. 2000-355233 offenbarte Technologie lehrt die Begrenzung der Verringerung
der Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf eine vorbestimmte Geschwindigkeit, während
das Fahrzeug vorübergehend das Auffahren des weiteren Fahrzeug unterbricht.
Diese Anordnung verringert den unangenehmen Verzögerungsstoß.
Sowohl die JP-A Nr. 2001-18680
als auch die JP-A Nr. 2000-355233
offenbaren eine Technik zur Reduzierung des unangenehmen Verzögerungsstoßes.
Jedoch kann der Fahrer selbst unmittelbar, nachdem er die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
verringert hat, irritiert sein. Dies ist nachstehend ausführlich dargelegt.
Fahrer reduzieren häufig absichtlich die Geschwindigkeit des
Fahrzeugs, indem sie das Bremspedal betätigen, oder die Fahrzeuge verringern
ihre Geschwindigkeit während der Schaltvorgänge. Wenn die Verzögerungsregelung
unmittelbar, nachdem die Geschwindigkeit des Fahrzeugs verringert worden ist, angewendet
wird, wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs weiter herabgesetzt, so dass der Fahrer
spürt, dass das Fahrzeug langsamer geworden ist, als er es beabsichtigt hatte,
was ihn irritieren kann.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung bereitzustellen,
die in einem Fall, in dem das Fahrzeug stärker verzögert wird als es der
Fahrer erwartet, eine Irritation bzw. ein Unbehagen des Fahrers verhindert.
Eine Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung gemäß
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in einem Fahrzeug eingebaut und umfasst
einen Detektor, der einen Parameter erfasst, der ein Maß für eine Beziehung
zu einem Objekt ist, eine Verzögerungssteuerungseinheit, die auf der Grundlage
des Parameters eine Verzögerung des Fahrzeugs herbeiführt bzw. bewirkt,
einen Verzögerungsoperations-Detektor, der erfasst, ob das Fahrzeug eine Verzögerungsoperation
erfährt, und eine Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit,
die verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit eine Verzögerung
des Fahrzeug herbeiführt bzw. bewirkt. Wenn der Verzögerungsoperations-Detektor
ein Ende einer Verzögerungsoperation erfasst, wird die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit
für eine vorbestimmte Spanne aktiviert, um zu verhindern, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung des Fahrzeugs herbeiführt.
Die vorbestimmte Spanne wird auf der Grundlage des Parameters festgelegt.
Die vorbestimmte Spanne wird kürzer eingestellt, wenn eine auf
der Grundlage des Parameters festgelegte Sollverzögerung größer ist.
Wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs relativ hoch ist, wird die
vorbestimmte Spanne relativ kurz eingestellt.
Die vorbestimmte Spanne wird kürzer eingestellt,
wenn sich das Objekt und das Fahrzeug einander annähern oder wenn das Objekt
und das Fahrzeug einen kurzen Abstand zueinander aufweisen.
Die vorbestimmte Spanne ist entweder eine vorbestimmte zeitliche Spanne
(Zeitspanne) oder eine vorbestimmte räumliche Spanne (Fahrdistanz), d. h. entweder
ein zeitlicher oder ein räumlicher Abstand.
Die Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung umfasst ferner
eine Risikobestimmungseinheit, die die Höhe des Risikos bestimmt, wenn die
Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit aktiviert ist, und eine
Außerkraftsetzungseinheit, die die Aktivierung der Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit
außer Kraft setzt, wenn die Höhe des von der Risikobestimmungseinheit
bestimmten Risikos höher als ein bestimmter Wert ist.
Die Risikobestimmungseinheit gewinnt die Höhe des Risikos auf
der Grundlage von entweder der Wahrscheinlichkeit, mit der der Fahrer eine vor ihm
auftauchende Gefahr nicht erkennt, der Wahrscheinlichkeit, mit der der Fahrer keine
angemessene Verzögerungsoperation ausführt, oder einem Abstand zwischen
dem Objekt und dem Fahrzeug oder einer Kombination daraus.
Die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit fährt
selbst während einer Zeitspanne, während der der Verzögerungsoperations-Detektor
erfasst, dass der Fahrer eine Verzögerungsoperation ausführt, mit der
Verhinderung der Erzeugung der Verzögerung fort.
Eine Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung gemäß
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in einem Fahrzeug eingebaut
und umfasst einen Detektor, der einen Parameter erfasst, der ein Maß für
eine Beziehung zu einem Objekt ist, eine Verzögerungssteuerungseinheit die
das Fahrzeug auf der Grundlage des Parameters verzögert, einen Verzögerungsoperations-Detektor,
der erfasst, ob das Fahrzeug eine Verzögerungsoperation erfährt, und eine
Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit, die die von der
Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführte Verzögerung des Fahrzeugs
unterdrückt. Wenn der Verzögerungsoperations-Detektor ein Ende einer Verzögerungsoperation
erfasst, wird die Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
für eine vorbestimmte Spanne aktiviert, um ein Verzögern des Fahrzeugs
zu unterdrücken.
Die vorbestimmte Spanne wird auf der Grundlage des Parameters festgelegt.
Die vorbestimmt Spanne wird kürzer eingestellt, wenn eine auf
der Grundlage des erfassten Parameters festgelegte Sollverzögerung größer
ist.
Die vorbestimmte Spanne ist entweder eine vorbestimmte Zeitspanne
oder eine vorbestimmte Fahrdistanz.
Die Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung umfasst ferner
eine Risikobestimmungseinheit, die die Höhe eines Risikos bestimmt, wenn die
Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit aktiviert ist, und
eine Außerkraftsetzungseinheit, die eine Aktivierung der Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
außer Kraft setzt, wenn die durch die Risikobestimmungseinheit bestimmte Höhe
des Risikos höher als ein vorbestimmter Wert ist.
Die Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
setzt die Unterdrückung der herbeigeführten Verzögerung selbst während
einer Zeitspanne fort, während der der Verzögerungsoperations-Detektor
erfasst, dass der Fahrer die Verzögerungsoperation ausführt.
Die obigen und weitere Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung, die unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung gemacht wurde, deutlicher ersichtlich. In den
Zeichnungen sind:
1 ein Blockdiagramm einer Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
2 ein Flussdiagramm einer durch eine Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführten Algorithmus gemäß der Ausführungsform;
3 eine Karte zur Bestimmung einer Sollverzögerung
aus einer Relativgeschwindigkeit zwischen einem Fahrzeug und einem weiteren Fahrzeug
und einem geregelten Abstand (Regelungsabstand);
4 Kennlinien, die eine Beziehung zwischen einem vorbestimmten
Wert für eine Regelungsstartbedingung und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs
darstellen; und
5 Kennlinien zur Bestimmung einer Beziehung zwischen
der Sollverzögerung und der Zeit.
Beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind
nachstehend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
1 ist ein Blockdiagramm einer Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die
Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung ist in ein Fahrzeug 12 eingebaut.
Das Fahrzeug 12 umfasst vier Räder: Ein linkes Vorderrad
10FL, ein rechtes Vorderrad 10FR, ein linkes Hinterrad
10RL und ein rechtes Hinterrad 10RR. Die Räder
10FL und 10FR dienen als angetriebene und gelenkte Räder.
Eine Hydraulikschaltung 22 beaufschlagt alle Räder mit
einem Bremsdruck, um ein Abbremsen der Räder zu steuern. Die Hydraulikschaltung
22 umfasst einen Behälter, eine Ölpumpe und verschiedene Ventileinheiten.
Der Bremsdruck der Radzylinder wird allgemein von einem Hauptzylinder gesteuert,
der entsprechend einer Betätigung eines Bremspedals durch den Fahrer arbeitet,
und wird je nach Erfordernis von einer elektronischen Steuerungseinheit
30 gesteuert.
Das Fahrzeug 12 umfasst einen Frontdetektor, der einen Radarsensor
32 und eine Arithmetikeinheit 42 enthält. Der Radarsensor
32 sendet und empfängt Radarwellen wie etwa Millimeterwellen oder
Laserstrahlen (Lidar), um ein Fahrzeug (im Folgenden ”vorausfahrendes Fahrzeug”),
das vor dem Fahrzeug 12 fährt, zu erfassen. Die Arithmetikeinheit
42 berechnet auf der Grundlage des Erfassungsergebnisses des Radarsensors
32 einen Abstand L und eine Relativgeschwindigkeit Vre zwischen dem Fahrzeug
12 und dem vorausfahrenden Fahrzeug. Das Fahrzeug 12 umfasst ferner
einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 34, der die Geschwindigkeit (im Folgenden
”Fahrzeuggeschwindigkeit”) V des Fahrzeugs 12 erfasst, einen
Längsbeschleunigungssensor 36, der die Längsbeschleunigung Gr
des Fahrzeugs 12 erfasst, und einen Drucksensor 38, der einen
Druck (im Folgenden ”Hauptzylinderdruck”) Pm des Hauptzylinders erfasst.
Wenn Vf die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Fahrzeugs und Vs die Geschwindigkeit
des Fahrzeugs 12 ist, so ist Vs – Vf die Relativgeschwindigkeit
Vre zwischen den zwei Fahrzeugen.
Das vorausfahrende Fahrzeug kann mit Hilfe einer Bilderkennung oder
einer Zwischenfahrzeugkommunikation (inter-vehicle communication) erfasst werden.
Es kann jedoch jedes andere Mittel verwendet werden, um die Relativgeschwindigkeit
und den Abstand zwischen dem Fahrzeug 12 und dem vorausfahrenden Fahrzeug
zu erhalten.
Wie in 1 gezeigt ist, werden (nachstehend
beschriebene) Signale der elektronischen Steuerungseinheit 30 zugeführt.
Die Signale umfassen Signale, die ein Maß für einen Abstand L und eine
Relativgeschwindigkeit Vre sind und von dem Frontdetektor gewonnen werden, ein Signal,
das ein Maß für die von dem Fahrzeuggeschwindigkeitssensor 34
erfasste Fahrzeuggeschwindigkeit V ist, ein Signal, das ein Maß für eine
von dem Längsbeschleunigungssensor 36 erfasste tatsächliche Verzögerung
Gr ist, ein Signal, das ein Maß für einen von dem Drucksensor
38 erfassten Hauptzylinderdruck Pm ist, und ein Signal, das ein Maß
für den von einem Drucksensor 40i erfassten Bremsdruck Pbi der Räder
ist.
Eine Verzögerungsregelungsroutine gemäß der Ausführungsform
ist nachstehend mit Bezug auf das Flussdiagramm der 2
erläutert. Es ist zu beachten, dass zur Vereinfachung der Erläuterung
ein sich vor dem Fahrzeug 12 befindendes Objekt als ein vorausfahrendes
Fahrzeug und eine vorbestimmte Spanne als eine vorbestimmte Zeitspanne T beschrieben
ist, die Erfindung jedoch nicht auf diesen Fall begrenzt ist. Die Regelung gemäß
dem Flussdiagramm der 2 wird durch Betätigung
eines Schalters zur Aktivierung der Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung
gestartet bzw. eingeschaltet und in jedem spezifizierten Zyklus wiederholt ausgeführt.
In Schritt S10 werden die von dem Frontdetektor erfassten Signale,
die ein Maß für den Abstand L und die Relativgeschwindigkeit Vre sind,
eingelesen. In Schritt S20 wird auf der Grundlage der von dem Radarsensor
32 erfassten Signale bestimmt, ob ein sich vor dem Fahrzeug 12
befindendes Fahrzeug erfasst wird. Wenn in Schritt S20 eine negative Bestimmung
gemacht wird (NEIN), fährt die Regelung mit Schritt S130 fort. Wenn hingegen
in Schritt S20 eine positive Bestimmung gemacht wird (JA), fährt die Regelung
mit Schritt S30 fort.
In Schritt S30 wird auf der Grundlage des Abstandes L, der Relativgeschwindigkeit
Vre und der Geschwindigkeit 12 des Fahrzeugs (Fahrzeuggeschwindigkeit)
unter Verwendung einer Sollverzögerungskarte, wie sie beispielsweise in
3 gezeigt ist, eine Sollverzögerung Gt festgelegt
(berechnet). Ein in 3 angegebener geregelter Abstand
bzw. Regelungsabstand (Regelgröße) wird mit Hilfe von Gleichung (1) aus
einem Soll-Folgeabstand (Soll-Abstand) und dem Ist-Folgeabstand (im Folgenden nur
als ”Abstand” bezeichnet) zwischen dem Fahrzeug 12 und dem
vorausfahrenden Fahrzeug gewonnen, und der Soll-Folgeabstand wird aus Gleichung
(2), zum Beispiel aus einer Soll-Fahrzeugfolge und der Fahrzeuggeschwindigkeit des
Fahrzeugs 12, gewonnen.
Regelungsabstand = Soll-Folgeabstand – Abstand(1)
Soll-Folgeabstand = Soll-Fahrzeugfolge × Fahrzeuggeschwindigkeit(2).
Hierbei drückt die (momentane) Fahrzeugfolge aus, welche Zeit
das Fahrzeug 12 mit einer momentanen Fahrzeuggeschwindigkeit benötigt,
um den momentanen Abstand zwischen sich und dem vorausfahrenden
Fahrzeug zurückzulegen, sie besitzt also die Dimension ”Zeit”.
Die Soll-Fahrzeugfolge ist somit die Sollzeitspanne, die das Fahrzeug
12 mindestens benötigen sollte, um den Abstand zwischen sich und dem
vorausfahrenden Fahrzeug zurückzulegen. Wie Gleichung (2) zu entnehmen ist,
ergibt sich der Soll-Folgeabstand als Produkt aus der Soll-Fahrzeugfolge und der
momentanen Geschwindigkeit des Fahrzeugs 12. Die Soll-Fahrzeugfolge kann
als ein festgelegter Wert oder durch den Fahrer eingestellt werden. Zum Beispiel
können drei Knöpfe zur Auswahl einer kurzen Zeit, einer mittleren Zeit
oder einer langen Zeit vorgesehen sein, und der Fahrer betätigt einen beliebigen
der Knöpfe, um ein Zeitintervall einzustellen, so dass sich eine gewünschte
Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden Fahrzeugen ergibt. Die Sollverzögerungskarte
enthält Werte, die so voreingestellt sind, dass sie mit zunehmender Relativgeschwindigkeit
und zunehmendem Abstand größer werden.
Wenn zum Beispiel der Abstand kleiner als der Soll-Folgeabstand ist,
nimmt der Regelungsabstand (Abweichung vom Sollwert) gemäß Gleichung (1)
einen positiven Wert an. Je größer dieser Wert ist, desto größer
ist der zugehörige Wert in der Sollverzögerungskarte, da die Verzögerung
umso größer sein muss, je stärker der Ist-Folgeabstand nach unten
(negative Abweichung) von dem Soll-Folgeabstand abweicht. Bei einer solchen negativen
Abweichung ist eine Verzögerung erforderlich, um den Abstand auf mindestens
den Soll-Folgeabstand zu erhöhen.
Der Soll-Folgeabstand ist gemäß Gleichung (2) proportional
zur Geschwindigkeit.
Ferner, je höher die Relativgeschwindigkeit ist, desto höher
ist das Risiko einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug. Daher nimmt die
Sollverzögerung mit zunehmender Relativgeschwindigkeit gemäß der
Tabelle von 3 zu.
Wie erwähnt wird die Sollverzögerung aus einer zweidimensionalen
Karte gewonnen, die die Relativgeschwindigkeit und den Regelungsabstand enthält.
Die zweidimensionale Karte kann Werte enthalten, die so voreingestellt sind, dass
sie klein sind, wenn der Regelungsabstand kurz ist, selbst wenn die Relativgeschwindigkeit
hoch ist, oder klein sind, wenn die Relativgeschwindigkeit niedrig ist, selbst wenn
der Regelungsabstand groß ist.
Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich der Fahrer unwohl
fühlt oder irritiert ist, was in einem Fall eintreten kann, bei dem die Sollverzögerung
tendenziell umso größer eingestellt ist, je höher die Relativgeschwindigkeit
hoch ist, auch wenn die Regelungsdistanz kurz und das Risiko einer Kollision mit
dem vorausfahrenden Fahrzeug somit niedrig ist.
Die zweidimensionale Karte enthält indirekt über den Regelungsabstand
die Fahrzeuggeschwindigkeit, so dass die Einstellung einer angemesseren Sollverzögerung
möglich ist.
Ein Beispiel der Festlegung der Sollverzögerung ist in der Ausführungsform
gezeigt, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht darauf begrenzt. Wie in der
japanischen Patentanmeldung Nr. 2003-118536
beschrieben ist, die von den Erfindern der vorliegenden Erfindung eingereicht wurde,
kann die Verzögerung aus dem Abstand und der Relativgeschwindigkeit zwischen
dem Fahrzeug und dem vorausfahrenden Fahrzeug bestimmt werden.
In Schritt S40 bestimmt ein Verzögerungsoperations-Detektor,
der jede Verzögerungsoperation durch einen Fahrer erfasst, ob der Fahrer eine
Verzögerungsoperation ausführt. Zum Beispiel erfasst der Verzögerungsoperations-Detektor
eine Bremsbetätigung mit Hilfe eines Bremssensors 20, welcher erfasst,
ob der Fahrer die Bremsoperation ausführt, oder eine Herunterschaltoperation
mit Hilfe eines Herunterschaltsensors 24, der erfasst, ob der Fahrer die
Herunterschaltoperation ausführt (den Gang herunterschaltet).
Die von dem Verzögerungsoperations-Sensor erfasste Verzögerungsoperation
ist nicht auf das oben genannte Beispiel begrenzt. Die Verzögerungsoperation
kann auf jede Art herbeigeführt werden, wenn sie die Absicht des Fahrers umsetzt,
das Fahrzeug 12 zu verzögern, wie zum Beispiel eine Bremspedalbetätigung.
Weitere Beispiele sind Verzögerungsoperationen wie ein Herunterschalten, eine
Betätigung einer Hilfsbremse und das schnelle Loslassen des Gaspedals.
Wenn in Schritt S40 eine positive Bestimmung gemacht wird, bedeutet
dies, dass der Fahrer eine der Verzögerungsoperationen ausgeführt hat.
Folglich führt die Verzögerungssteuerungseinheit, da bestimmt worden ist,
dass eine Absicht seitens des Fahrers vorliegt, das Fahrzeug 12 zu verzögern,
keine Verzögerung herbei, und die Regelung fährt mit Schritt S130 fort.
Wenn hingegen in Schritt S40 eine negative Bestimmung gemacht worden ist, fährt
die Regelung mit Schritt S50 fort.
In Schritt S50 wird bestimmt, ob die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung herbeiführt. Wenn eine negative Bestimmung gemacht wird,
fährt die Regelung mit Schritt S60 fort, während die Regelung mit Schritt
S70 fortfährt, wenn eine positive Bestimmung gemacht wird.
In Schritt S60 wird bestimmt, ob die in Schritt S30 gewonnene Sollverzögerung
Gt größer als ein vorbestimmter Wert Gs ist, der in Abhängigkeit
von der Fahrzeuggeschwindigkeit festgelegt wird, wie es in
4 gezeigt ist, und somit eine Startbedingung zur Herbeiführung
der Verzögerung erfüllt ist. Wenn eine negative Bestimmung gemacht wird,
dann wird bestimmt, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
nicht herbeiführen muss, und die Regelung geht zu ”Zurück”,
während die Regelung mit Schritt S110 fortfährt, wenn eine positive Bestimmung
gemacht wird. Es ist zu beachten, dass die Startbedingung zur Herbeiführung
der Verzögerung ein Kriterium ist, das verwendet wird, um zu bestimmen, ob
die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung herbeiführen muss.
Wie es in 4 gezeigt ist, wird der vorbestimmte
Wert Gs für die Startbedingung zur Herbeiführung der Verzögerung
größer eingestellt, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit höher ist, da
verhindert wird, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
herbeiführt, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit hoch und die Sollverzögerung
Gt niedrig ist. Der Grund hierfür ist, dass die Wirkung der Motorbremse oder
dergleichen umso größer ist, je höher die Fahrzeuggeschwindigkeit
ist, so dass man auch dann eine starke Verzögerung erhält, wenn die Verzögerungsregelung
nicht herbeigeführt wird.
Es ist vorteilhaft, einen geringfügig größeren Wert
für einen vorbestimmten Wert für die Startbedingung zur Herbeiführung
der Verzögerung einzustellen als die Verzögerung Ge gemäß einer
Fahrzeuggeschwindigkeit, wenn die Verzögerung von der Verzögerungsregelung
nicht herbeigeführt wird. Dies ist der Fall, da die Verzögerungssteuerungseinheit
die Herbeiführung der Verzögerung nicht starten kann, wenn eine angemessene
Verzögerung des Fahrzeugs 12 erreicht worden ist, selbst wenn die
Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung nicht herbeiführt,
so dass verhindert wird, dass sie eine stärkere Verzögerung als erforderlich
herbeiführt.
Auf der Grundlage des vorbestimmten Werts Gs für die Startbedingung
zur Herbeiführung der Verzögerung, der auf die oben beschriebene Weise
festgelegt wird, kann die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
nicht herbeiführen, wenn in Schritt S60 bestimmt worden ist, dass eine Verzögerung
durch die Verzögerungssteuerungseinheit nicht herbeigeführt werden muss.
Es ist somit möglich, ein Anstieg der Kraftstoffkosten aufgrund einer übermäßigen
Verzögerung des Fahrzeugs 12, die größer als notwendig ist,
oder eine Verringerung der Bremskraft aufgrund einer Erwärmung eines Bremsbelags
zu verhindern.
In der Ausführungsform wird auf der Grundlage der Sollverzögerung
Gt bestimmt, ob die Startbedingung zur Herbeiführung einer Verzögerung,
die zur Herbeiführung einer Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
verwendet wird, erfüllt ist. Diese Bestimmung kann jedoch mit Hilfe jedes in
dem Gebiet bekannten Verfahrens vorgenommen werden, wenn sie auf der Grundlage des
Abstandes L und der Relativgeschwindigkeit Vre vorgenommen wird. Zum Beispiel kann
eine Erlaubnis zur Abweichung von |L/Vre| berechnet werden, um zu bestimmen, ob
es notwendig ist, die Herbeiführung der Verzögerung zu starten, indem
die Abweichung mit dem vorbestimmten Wert verglichen wird.
In Schritt S70 wird bestimmt, ob die in Schritt S30 gewonnene Sollbeschleunigung
Gt kleiner als ein vorbestimmter Wert Ge für eine Ende-Bedingung zur Herbeiführung
der Verzögerung ist, d. h. eine Bedingung, die bewirkt, dass die Verzögerung
beendet wird. Wenn eine negative Bestimmung gemacht wird, fährt die Regelung
mit Schritt S80 fort, während sie mit Schritt S90 fortfährt, in dem die
Verzögerungssteuerungseinheit die Herbeiführung der Verzögerung beendet,
wenn eine positive Bestimmung gemacht wird. Es ist zu beachten, dass der vorbestimmte
Wert Ge für die Ende-Bedingung zur Herbeiführung der Verzögerung
ebenfalls durch die Fahrzeuggeschwindigkeit festgelegt wird.
In Schritt S110 wird eine vorbestimmte Zeitspanne T eingestellt, und
die Regelung fährt mit Schritt S80 fort. Die vorbestimmte Zeitspanne T kann
als Experiment beliebig eingestellt werden, so dass der Fahrer nicht irritiert wird,
oder kann, in Abhängigkeit von einem Wert der Sollverzögerung, veränderlich
eingestellt werden.
Die vorbestimmte Zeitspanne T kann zum Beispiel kürzer eingestellt
werden, wenn die Sollverzögerung Gt größer ist, wie es in
5 gezeigt ist, da das Risiko einer Kollision mit einem
vorausfahrenden Fahrzeug größer ist, wenn die Sollverzögerung Gt
größer ist. Deshalb führt die Verzögerungssteuerungseinheit
so schnell wie möglich eine Verzögerung herbei. Wenn hingegen die Sollverzögerung
Gt niedrig ist, ist das Risiko einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug
gering. Daher wird die vorbestimmte Zeitspanne T lang eingestellt.
Da, wie es in 5 gezeigt ist, das Risiko
einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug größer ist, wenn die
Fahrzeuggeschwindigkeit höher ist, kann die vorbestimmte Zeitspanne T auch
kürzer eingestellt werden als wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit niedrig ist.
In Schritt S80 wird bestimmt, ob die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen
ist, seit der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet hat. Wenn eine negative
Bestimmung gemacht wird, bedeutet dies, dass der Fahrer die Verzögerungsoperation
gerade beendet hat. Daher wird verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung herbeiführt, und die Regelung fährt mit Schritt S120
fort. Wenn eine positive Bestimmung gemacht wird, so ist die vorbestimmte
Zeitspanne T verstrichen, seit der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet
hat. Daher wird bestimmt, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
herbeiführen kann, und die Regelung fährt mit Schritt S100 fort, in dem
die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung herbeiführt.
Wie zu bestimmen ist, ob die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen
ist, seit der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet hat, kann wie folgt
festgestellt werden. Zum Beispiel wird ein Zeitpunkt Tzuletzt, zu dem
die Verzögerungsoperation das letzte Mal von dem Verzögerungsoperations-Detektor
erfasst worden ist, in einer Speicherungseinheit gespeichert. Wenn in Schritt S80
eine Differenz zwischen dem Zeitpunkt Tzuletzt und einem Zeitpunkt TReferenz,
zu dem eine Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit bestimmt,
ob die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen ist, größer als eine vorbestimmte
Zeitspanne T ist, dann kann bestimmt werden, dass die vorbestimmte Zeitspanne T
verstrichen ist. Das heißt, wenn eine Differenz zwischen dem Zeitpunkt Tzuletzt
und dem Zeitpunkt TReferenz großer als die vorbestimmte Zeitspanne
ist (TReferenz – Tzuletzt > T), kann bestimmt werden,
dass die vorbestimmte Zeit T verstrichen ist.
Die Einheit zur Bestimmung, ob die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen
ist, ist nicht auf die oben genannte begrenzt. Es ist klar, dass es für den
Fachmann ersichtlich ist, dass weitere Ausführungsformen innerhalb des Schutzbereichs
der vorliegenden Erfindung möglich sind.
Nimmt man an, dass eine Fahrzeugverzögerungs-Regelungsvorrichtung
die Regelung während M Zyklen pro Sekunde ausführt, was bedeutet, dass
die Prozesse in dem Flussdiagramm von 2 M mal pro Sekunde
herbeigeführt werden, so ist möglich, auf der Grundlage dieser Annahme
zu bestimmen, dass die vorbestimmte Zeitspanne T während einer Zeit von dem
Zeitpunkt, zu dem der Zyklus, in dem die Verzögerungsoperation von dem Verzögerungsoperations-Detektor
zuletzt erfasst worden ist, zu dem Zeitpunkt, zu dem die Anzahl der Zyklen N überschritten
hat, nicht verstrichen ist, wobei die Anzahl N von Zyklen durch die Gleichung (3)
ausgedrückt wird:
N = T/M(3)
wobei T in Sekunden einzusetzen ist.
Obwohl hierin bestimmt wird, ob die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen
ist, so ist der wesentliche Punkt hier, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
während einer Spanne, während der der Fahrer spürt, dass es die Spanne
unmittelbar nach der Verzögerungsoperation ist, die Verzögerung nicht
ausführen kann. Daher kann die vorbestimmte Spanne eine vorbestimmte Zeitspanne
T, eine vorbestimmte Fahrdistanz und eine Spanne, die praktisch gleich der vorbestimmten
Zeitspanne T oder der vorbestimmte Fahrdistanz sein.
In Schritt S120 wird das Risiko einer Kollision aus einer Beziehung
zu einem vorausfahrenden Fahrzeug gewonnen. Die Kollision kann eintreten, wenn das
Fahrzeug 12 nicht sofort verzögert wird. Es ist zum Beispiel möglich,
dass aus der Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug bestimmt wird, dass eine
Kollision sicher eintreten wird, oder dass die Wahrscheinlichkeit einer Kollision
sehr hoch ist, obwohl der Fahrer die Verzögerungsoperation gerade beendet hat.
In einem solchen Fall ist es wünschenswert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung sofort herbeiführt. Daher fährt die Regelung mit
Schritt S100 fort, in dem die Verzögerungssteuerungseinheit eine Verzögerung
sofort herbeiführt.
Die Herbeiführung einer Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
ist nicht auf das oben genannte Beispiel begrenzt. Zum Beispiel kann die Blickrichtung
eines Fahrers erkannt werden, um zu bestimmen, wie oft der Fahrer seine Augen von
der Straße abwendet. Geschieht dies häufig, ist es möglich, dass
der Fahrer die Gefahr vor sich nicht erkennt. Daher kann ein Signal ausgegeben werden,
das anzeigt, dass das Risiko hoch ist. Alternativ wird die Wachsamkeit des Fahrers
bestimmt, und wenn die Wachsamkeit niedrig ist, ist es sehr gut möglich, dass
der Fahrer eine unangemessene Verzögerungsoperation ausführt. Es ist daher
wünschenswert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
herbeiführt.
In Schritt S90 wird erreicht, dass sich die Sollverzögerung Gt
allmählich der tatsächlichen Verzögerung Gr annähert, und die
von der Verzögerungssteuerungseinheit herbeizuführende Verzögerung
wird daher allmählich auf Null reduziert. Durch diese Operation beendet die
Verzögerungssteuerungseinheit die Herbeiführung der Verzögerung.
In Schritt S100 führt die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung des Fahrzeugs 12 so herbei, dass die tatsächliche
Verzögerung Gr des Fahrzeugs die Sollverzögerung Gt erreicht, indem sie
die Hydraulikschaltung 22, eine elektronische Motorregelungseinheit (ECU)
44 und eine Steuerungseinheit 46 zur Steuerung einer veränderlichen
Geschwindigkeit ansteuert.
In Schritt S130 wird bestimmt, ob die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung herbeiführt. Diese Bestimmung wird vorgenommen, da die
Verzögerungssteuerungseinheit die Herbeiführung der Verzögerung beenden
kann, wenn in Schritt S20 bestimmt wird, dass der Fahrer ein vorausfahrendes
Fahrzeug nicht erkennt, oder wenn in Schritt S40 erfasst wird, dass der Fahrer die
Verzögerungsoperation ausführt. Wenn daher eine positive Bestimmung gemacht
wird, fährt die Regelung mit Schritt S140 fort, in dem der Prozess der Herbeiführung
der Verzögerung beendet wird, und anschließend geht die Regelung zu ”Zurück”,
während die Regelung direkt zu ”Zurück” geht, wenn eine
negative Bestimmung gemacht wird.
Gemäß der Ausführungsform mit Bezug auf 2
wird in Schritt S40 bestimmt, ob der Fahrer eine Verzögerungsoperation ausführt.
Wenn bestimmt wird, dass der Fahrer eine Verzögerungsoperation herbeiführt,
fährt die Regelung mit Schritt S130 fort. Somit führt die Verzögerungssteuerungseinheit
keine Verzögerung herbei, und es wird vorzugsweise die Verzögerungsoperation
durch den Fahrer ausgewählt.
Wenn in Schritt S40 die Verzögerungsoperation nicht erfasst wird,
wird in Schritt S50 bestimmt, ob die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
herbeiführt. Wenn bestimmt wird, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung nicht ausführt, wird in Schritt S60 bestimmt, ob die Startbedingung
zur Herbeiführung der Verzögerung erfüllt ist. Wenn bestimmt wird,
dass die Startbedingung erfüllt ist, wird in Schritt S80 bestimmt, ob die vorbestimmte
Zeitspanne T seit der Verzögerungsoperation durch den Fahrer verstrichen ist.
Wenn sie nicht verstrichen ist, wird bestimmt, dass der Fahrer nicht die Absicht
hat, zu verzögern, und der Prozess geht ohne Herbeiführung der Verzögerung
durch die Verzögerungssteuerungseinheit zurück (return).
Durch diese Operationen ist es möglich, eine für den Fahrer
unangenehme bzw. irritierende Situation zu verhindern, die dadurch verursacht wird,
dass unmittelbar, nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation basierend auf
seiner Einschätzung, dass das Fahrzeug 12 angemessen verzögert
worden ist, beendet, die Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführt wird. Wenn hingegen die vorbestimmte Zeitspanne T verstrichen
ist, seit der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet hatte, kann die Verzögerungssteuerungseinheit
die Verzögerung herbeiführen. Daher kann die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung auf der Grundlage einer Beziehung zu einem vorausfahrenden
Fahrzeug ausführen, wobei das unangenehme bzw. irritierende Gefühl, das
der Fahrer möglicherweise empfindet, verringert ist.
Es wird verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die
Verzögerung während der vorbestimmten Zeitspanne T unmittelbar nach der
Verzögerungsoperation durch den Fahrer ausführt. Es wird in Schritt S40
auch verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit eine Verzögerung
während der Verzögerungsoperation durch den Fahrer ausführt. Es ist
daher möglich, während der Verzögerungsoperation durch den Fahrer
das Fahrzeug 12 so zu verzögern wie es der Fahrer wünscht.
In Schritt S110 wird die vorbestimmte Zeitspanne T auf der Grundlage
der Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug eingestellt. Wenn zum Beispiel die
Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug gering ist,
wird die vorbestimmte Zeitspanne T länger eingestellt, während die vorbestimmte
Zeitspanne T kürzer eingestellt wird, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist.
Daher ist es möglich, die Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig
das von dem Fahrer als unangenehm empfundene Gefühl zu minimieren, indem die
Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
zu einem geeigneten Zeitpunkt gestartet wird.
In Schritt S120, wenn der Fahrer nicht konzentriert nach vorn schaut
oder wenn aus einer Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug bestimmt wird, dass
das Risiko einer Kollision sehr hoch ist, fährt die Regelung mit Schritt S100
fort, in dem die Verzögerungssteuerungseinheit sofort, bevor die vorbestimmte
Zeitspanne T verstrichen ist, eine Verzögerung herbeiführt, so dass die
Sicherheit gewährleistet ist.
Die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit ist
eine Einheit, die verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
herbeiführt. Insbesondere bestimmt die Einheit in Schritt S80, ob die vorbestimmte
Zeitspanne T verstrichen ist, seit der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet
hat. Wenn eine negative Bestimmung gemacht wird, wird verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung herbeiführt, da der Fahrer gerade die Verzögerungsoperation
beendet hat, und die Regelung fährt mit Schritt S120 fort.
Eine Risikobestimmungseinheit ist eine Einheit, die in Schritt S120
bestimmt, ob das Risiko hoch ist, wenn die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit
verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung herbeiführt.
Wenn zum Beispiel aus der Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug bestimmt wird,
dass die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung sofort herbeiführen
muss, bestimmt die Risikobestimmungseinheit, dass eine Verhinderung der Herbeiführung
der Verzögerung gefährlich ist und gibt ein Signal aus, das anzeigt, dass
das Risiko hoch ist.
Eine Außerkraftsetzungseinheit ist eine Einheit, die es der Verzögerungssteuerungseinheit
erlaubt, eine Verzögerung sofort herbeizuführen. Insbesondere fährt
die Regelung mit Schritt S100 fort, wenn in Schritt S120 bestimmt
wird, dass der von der Risikobestimmungseinheit ausgegebene Risikopegel höher
als ein vorbestimmter Wert ist. Mit anderen Worten, wenn bestimmt wird, dass das
Risiko hoch ist, wenn die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
nicht sofort ausführt, setzt die Außerkraftsetzungseinheit die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit
außer Kraft und führt sofort eine Verzögerung aus.
Die Verzögerungssteuerungseinheit ist eine Einheit, die in Schritt
S30 eine Sollverzögerung auf der Grundlage der Beziehung zu einem von dem Frontdetektor
erfassten und sich vor dem Fahrzeug 12 befindenden Objekt einstellt und
in Schritt S100 eine Verzögerung der Fahrzeugs 12 auf der Grundlage
der Sollverzögerung herbeiführt.
Die Verzögerungssteuerungseinheit ist nicht auf den oben beschriebenen
Typ begrenzt. Die Verzögerungssteuerungseinheit kann einen Einheit sein, die
die Verzögerung des Fahrzeugs 12 basierend auf der Erfassungsergebnissen
des Frontdetektors herbeiführt. Insbesondere stellt die Einheit auf der Grundlage
der Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug eine Soll-Fahrzeuggeschwindigkeit
ein, die das Fahrzeug 12 erreichen muss, und führt solange eine Verzögerung
mit einer festgelegten Verzögerungsrate herbei, bis die Fahrzeuggeschwindigkeit
die Soll-Fahrzeuggeschwindigkeit oder weniger erreicht.
Obwohl gemäß dieser Ausführungsform die Fahrzeuggeschwindigkeit
berücksichtigt wird, um die vorbestimmte Zeitspanne T auf der Grundlage der
Sollverzögerung als Referenzwert zu bestimmen, kann das Verfahren zur Einstellung
der vorbestimmten Zeitspanne T gemäß der vorliegenden Erfindung auf jede
auf dem Gebiet bekannte Art und Weise herbeigeführt werden, wenn die Einstellung
auf der Grundlage einer Beziehung zu einem vorausfahrenden Fahrzeug herbeigeführt
wird. Zum Beispiel wird die vorbestimmte Zeitspanne T kurz eingestellt, wenn der
Folgeabstand kurz ist, während die vorbestimmte Zeitspanne T kurz eingestellt
wird, wenn die Relativgeschwindigkeit hoch ist. Mit anderen Worten, die vorbestimmte
Zeitspanne T kann kurz eingestellt werden, wenn auf der Grundlage der Beziehung
zu einem vorausfahrenden Fahrzeug bestimmt wird, dass sich das Fahrzeug
12 dem vorausfahrenden Fahrzeug nähert oder sich nahe an diesem befindet.
Statt die vorbestimmte Zeitspanne T einzustellen, kann eine festgelegte
Fahrdistanz eingestellt werden, um vergleichbare Effekte zu erzielen.
In dieser Ausführungsform unterdrückt eine Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
die Herbeiführung der Verzögerung. Um das unbehagliche bzw. irritierende
Gefühl, welches der Fahrer verspürt, zu verringern, ist es äußerst
vorteilhaft, die Herbeiführung der Verzögerung zu verhindern. Die vorliegende
Erfindung ist jedoch nicht darauf begrenzt. Mit anderen Worten, die herbeizuführende
Verzögerung kann im Vergleich zu jedem anderen Fall während einer bestimmten
Spanne ab dem Zeitpunkt, zu dem die Verzögerungsoperation beendet ist, verringert
sein. Wie oben erläutert ist, wird der Betrag der Verzögerung, die unmittelbar
nach Beenden der Verzögerungsoperation herbeigeführt wird, im Vergleich
zu einem Fall, in dem die Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
nicht vorgesehen ist, unterdrückt, selbst wenn die Konfiguration eine solche
ist, in der die Herbeiführung der Verzögerung nicht verhindert wird. Daher
kann das unbehagliche bzw. irritierende Gefühl, das der Fahrer empfindet, verringert
werden. In diesem Fall gewinnt die Risikobestimmungseinheit das Risiko des Falles,
in dem die Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
in der gleichen Weise unterdrückt wird wie in der oben genannten Ausführungsform.
Wenn das Risiko höher als ein vorbestimmtes Risiko ist, kann die Außerkraftsetzungseinheit
die Operation der Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
außer Kraft setzen. Durch diese Operation wird die Unterdrückung der von
der Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten Verzögerung sofort
aufgehoben. Somit führt die Verzögerungssteuerungseinheit eine Verzögerung
herbei, ohne unterdrückt zu werden.
Obwohl in all den Beispielen die Beziehung zu einem vorausfahrenden
Fahrzeug verwendet wird, ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf begrenzt. Zum
Beispiel ist es für den Fachmann klar, dass die gleiche Operation und der gleiche
Effekt auch in einer Beziehung zu einem Objekt, einem Tier oder einer Person auf
der Straße gewonnen werden können.
Zum Beispiel ist das Verfahren, die Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne T nicht auszuüben, da der Fahrer die
Verzögerungsoperation ausführt, in der Ausführungsform erläutert.
Es irritiert jedoch den Fahrer, wenn die Verzögerung unmittelbar nach der von
dem Fahrer beabsichtigten Einstellung der Beschleunigung oder Verzögerung geregelt
wird. Daher ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Verzögerungsoperation
durch den Fahrer begrenzt, und die Verzögerungssteuerungseinheit kann innerhalb
der vorbestimmten Zeitspanne T keine Verzögerung herbeiführen, da der
Fahrer eine Verzögerungsoperation ausführt.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird, wenn
eine Verzögerungsoperation durch den Fahrer erfasst wird, eine Herbeiführung
der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit während einer
bestimmten Spanne, nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation
beendet hat, verhindert. Daher führt die Verzögerungssteuerungseinheit
unmittelbar, nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet hat, keine
Verzögerungsoperation herbei, selbst wenn der Fahrer spontan bestimmt, dass
ein Abstand zu einem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt kürzer wird und
eine Verzögerungsoperation ausführt. Daher ist es möglich, eine automatische
Herbeiführung der Verzögerung unmittelbar nachdem der Fahrer bestimmt,
dass das Fahrzeug 12 ausreichend verzögert worden ist, zu verhindern
und die Irritation des Fahrers zu verringern.
Darüber hinaus wird die bestimmte Spanne auf der Grundlage einer
Beziehung zu einem sich vor dem Fahrzeug befindlichen Objekt eingestellt. Es kann
zum Beispiel die Situation eintreten, in der der Abstand zwischen dem Fahrzeug
12 und dem sich vor ihm befindenden Objekt schnell abnimmt. Die Situation
wird bestimmt, indem die Beziehung zu dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt
erfasst wird, und die festgelegte Zeit wird kürzer eingestellt. Durch eine
solche Einstellung führt die Verzögerungssteuerungseinheit die Verzögerung
vergleichsweise bald, nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet
hat, herbei. Wenn hingegen der Folgeabstand groß ist oder wenn die Relativgeschwindigkeit
niedrig ist, d. h. wenn die Verzögerung nicht vergleichsweise bald ausgeführt
werden muss, kann die Verzögerungsregelung gestartet werden, nachdem eine vergleichsweise
lange Zeitspanne verstrichen ist. Wie oben ausgeführt ist, übt die Verzögerungssteuerungseinheit
erforderlichenfalls sofort eine Verzögerung aus, während die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung herbeiführt, nachdem eine angemessen lange Zeitspanne
verstrichen ist, wenn diese nicht notwendig ist. Dies verringert die Irritation
des Fahrers.
Darüber hinaus wird die vorbestimmte Spanne durch eine Sollverzögerung
bestimmt, die auf der Grundlage der Beziehung zu dem sich vor dem Fahrzeug befindenden
Objekt festgelegt wird. Durch diese Einstellung wird die Sollbeschleunigung länger
eingestellt, wenn das Fahrzeug 12 bezüglich des sich vor dem Fahrzeug
befindenden Objekts verzögert werden muss. Daher wird die vorbestimmte Zeitspanne
kürzer eingestellt, wenn die Sollverzögerung groß ist. Wenn bestimmt
wird, dass die Sollverzögerung groß ist, d. h. die Verzögerungssteuerungseinheit
äußerst notwendig ist, um eine Verzögerung herbeizuführen, führt
die Verzögerungssteuerungseinheit eine Verzögerung herbei, nachdem eine
vergleichsweise kurze Zeitspanne verstrichen ist.
Darüber hinaus ist die vorbestimmte Spanne entweder als vorbestimmte
Zeitspanne oder als vorbestimmte Fahrdistanz eingestellt, und die Verzögerungssteuerungseinheit
führt eine Verzögerung herbei, nachdem eine angemessene Zeitspanne verstrichen
ist. Dadurch können Irritationen des Fahrer vermieden werden.
Darüber hinaus wird bestimmt, ob das Risiko hoch ist, wenn die
Verzögerungssteuerungseinheit keine Verzögerung herbeiführt. Wenn
bestimmt wird, dass das Risiko hoch ist, oder wenn bestimmt wird, dass es gefährlich
ist, wenn nicht sofort eine Verzögerung herbeigeführt wird, wird die Verzögerungsherbeiführungs-Verhinderungseinheit
außer Kraft gesetzt, und die Verzögerungssteuerungseinheit übt sofort
eine Verzögerung aus. Durch diese Operation wird, wenn sich der Abstand zu
dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt stark verringert und das Risiko einer
Kollision hoch ist oder wenn der Fahrer nicht konzentriert nach vorn schaut, die
Verhinderung der Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
außer Kraft gesetzt. Daher ist es möglich, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
sofort eine Verzögerung herbeiführt, um das Risiko einer Kollision mit
dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt zu verringern und den Stoß bei
einer Kollision zu vermindern.
Darüber hinaus wird verhindert, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
während einer Spanne eine Verzögerung herbeiführt, während der
erfasst wird, dass der Fahrer eine Verzögerungsoperation ausführt. Wenn
der Fahrer absichtlich eine Feineinstellung der Fahrzeuggeschwindigkeit vornimmt,
führt die Verzögerungssteuerungseinheit keine Verzögerung herbei.
Daher ist es möglich, Irritationen des Fahrers zu verhindern. Irritationen
des Fahrers werden hervorgerufen, wenn während der Verzögerungsoperation
durch den Fahrer die Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
erfolgt. Es ist auch möglich, eine Verzögerung gemäß der Verzögerungsoperation
durch den Fahrer zu erzeugen.
Ferner, wenn erfasst wird, dass der Fahrer die Verzögerungsoperation
ausführt, wird innerhalb der festgelegten Spanne, nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation
beendet hat, die Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
unterdrückt. Daher wird, selbst wenn der Fahrer spontan bestimmt, dass ein
Abstand zu einem vor ihm sich befindenden Objekt kürzer wird und die Verzögerungsoperation
ausführt, die Herbeiführung der Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
unmittelbar nachdem der Fahrer die Verzögerungsoperation beendet hat unterdrückt.
Daher ist es möglich, eine automatische Herbeiführung einer Verzögerung
unmittelbar, nachdem der Fahrer bestimmt, dass das Fahrzeug 12 ausreichend
verzögert worden ist, zu verhindern und die Irritation des Fahrers zu verringern.
Darüber hinaus wird die vorbestimmte Spanne
auf der Grundlage der Beziehung zu dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt
eingestellt. Es kann zum Beispiel eine Situation eintreten, in der sich der Abstand
zwischen dem Fahrzeug 12 und dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt
schnell verringert. Die Situation wird bestimmt, indem die Beziehung zu dem sich
vor dem Fahrzeug befindenden Objekt erfasst wird, und die vorbestimmte Spanne wird
kürzer eingestellt. Durch diese Einstellung wird die Unterdrückung der
von der Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten Verzögerung
relativ bald nach der Beendigung der Verzögerungsoperation durch den Fahrer
aufgehoben, und die Verzögerungssteuerungseinheit führt eine Verzögerung
herbei, ohne daran gehindert zu werden. Wenn hingegen der Folgeabstand groß
ist oder die Relativgeschwindigkeit niedrig ist, d. h. wenn die Herbeiführung
einer Verzögerung nicht vergleichsweise bald aufgehoben wird, wird die Unterdrückung
der von der Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten Verzögerung
aufgehoben, nachdem eine vergleichsweise lange Zeitspanne verstrichen ist, und die
Verzögerungssteuerungseinheit führt ungehindert eine Verzögerung
herbei. Wie oben erwähnt ist, führt die Verzögerungssteuerungseinheit
wenn erforderlich sofort eine Verzögerung aus, während die Unterdrückung
der von der Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten Verzögerung,
wenn es nicht erforderlich ist, aufgehoben wird, nachdem eine angemessen lange Zeitspanne
verstrichen ist. Dadurch können die Irritationen des Fahrers verhindert werden,
ohne eine von der Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführte Verzögerung
zu unterdrücken.
Insbesondere wird die vorbestimmte Spanne durch eine Sollverzögerung
bestimmt, die auf der Grundlage der Beziehung zu dem sich vor dem Fahrzeug befindenden
Objekt festgelegt wird. Durch diese Einstellung wird die Sollverzögerung größer
eingestellt, wenn eine Verzögerung des Fahrzeugs 12 gegenüber
dem vor dem Fahrzeug sich befindenden Objekt erforderlich ist. Daher wird die vorbestimmte
Zeitspanne kürzer eingestellt, wenn die Sollverzögerung groß ist.
Durch diese Einstellung wird die Unterdrückung einer durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführten Verzögerung, nachdem eine vergleichsweise kurze Zeit verstrichen
ist, aufgehoben, wenn bestimmt wird, dass die Sollverzögerung groß ist,
d. h. es dringend erforderlich ist, dass die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung herbeiführt. Daher kann die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung herbeiführen, ohne unterdrückt zu werden.
Darüber hinaus wird die vorbestimmte Spanne entweder als eine
vorbestimmte Zeitspanne oder eine festgelegte Fahrdistanz eingestellt, und eine
Unterdrückung einer durch die Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten
Verzögerung wird aufgehoben, nachdem eine angemessene Zeit verstrichen ist.
Dies ermöglicht die Reduzierung der Irritation des Fahrers, da die Verzögerungssteuerungseinheit
eine Verzögerung herbeiführt, ohne unterdrückt zu werden.
Darüber hinaus wird bestimmt, ob das Risiko hoch ist, wenn die
durch die Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführte Verzögerung
unterdrückt wird. Wenn bestimmt wird, dass das Risiko hoch ist, oder wenn bestimmt
wird, dass es gefährlich ist, wenn die Unterdrückung der herbeigeführten
Verzögerung nicht sofort aufgehoben wird und die Verzögerung herbeigeführt
wird, ohne unterdrückt zu werden, wird die Verzögerungsherbeiführungs-Unterdrückungseinheit
außer Kraft gesetzt, und die Unterdrückung der durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführten Verzögerung wird sofort aufgehoben, und die Verzögerungssteuerungseinheit
führt eine Verzögerung herbei, ohne unterdrückt zu werden. Wenn der
Abstand zu dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt stark reduziert wird und
das Risiko einer Kollision hoch ist, oder wenn der Fahrer nicht aufmerksam nach
vorn schaut, wird durch diese Operation die Unterdrückung der durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführten Verzögerung außer Kraft gesetzt. Daher ist es möglich,
die Unterdrückung der durch die Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführten
Verzögerung sofort aufzuheben, eine Verzögerung durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeizuführen, ohne unterdrückt zu werden, das Risiko einer Kollision
mit dem sich vor dem Fahrzeug befindenden Objekt zu reduzieren und den Stoß
bei einer Kollision zu verringern.
Darüber hinaus wird eine durch die Verzögerungssteuerungseinheit
herbeigeführte Verzögerung während einer Spanne unterdrückt,
während der erfasst wird, ob der Fahrer irgendeine Verzögerungsoperation
ausführt. Wenn der Fahrer absichtlich eine Feineinstellung der Fahrzeuggeschwindigkeit
vornimmt, wird eine durch die Verzögerungssteuerungseinheit herbeigeführte
Verzögerung unterdrückt. Daher ist es möglich, die Irritationen des
Fahrers zu vermeiden. Diese Irritationen werden durch Herbeiführen der Verzögerung
durch die Verzögerungssteuerungseinheit während der Verzögerungsoperation
durch den Fahrer verursacht. Es ist auch möglich, eine Verzögerung zu
erzeugen, die nahe bei der Verzögerung gemäß der Verzögerungsoperation
durch den Fahrer liegt.
Obgleich die vorliegende Erfindung bezüglich der bevorzugten
Ausführungsformen offenbart worden ist, um ein besseres Verständnis von
diesen zu ermöglichen, sollte wahrgenommen werden, dass die Erfindung auf verschiedene
Weisen verwirklicht werden kann, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen. Deshalb
sollte die Erfindung derart verstanden werden, dass sie alle möglichen Ausführungsformen
und Ausgestaltungen zu den gezeigten Ausführungsformen beinhaltet,
die realisiert werden können, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen, wie
er in den beigefügten Ansprüchen dargelegt ist.