Die Erfindung betrifft einen Atemtakter, mit dem ein Benutzer in der
Lage ist, eine gesunde Atmung zu erwerben, in akuten Stresssituationen seine Körperfunktionen
(Puls, Herzschlag, vegetatives Nervensystem) zu kontrollieren und die Stressbelastung
durch Cortisol etc. sofort zu reduzieren.
Ein Atemtakter gibt ein von einem Benutzer wahrnehmbares Signal aus,
das ihm die Einatmungsphasen, Ausatmungsphasen und ggf. Pausenphasen vorgibt. An
diesen Phasen richtet der Benutzer seine Atmung aus.
Eine gesunde Atmung ist wichtig für eine Vorbeugung und Linderung
von Stresserkrankungen. Physische und psychische Stresserkrankungen nehmen insbesondere
in Industriegesellschaften stetig zu. Stress ist Auslöser zahlreicher gesundheitlicher
Probleme mit den daraus resultierenden betriebswirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen
Kosten.
Stress kann für viele Folgeerkrankungen verantwortlich sein,
beispielsweise für Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall. Darüber hinaus verursacht Stress
Konzentration- und Leistungsstörungen, chronische Erschöpfung, Angsterkrankungen,
Panikattacken und Depressionen. Zudem steht Stress im Verdacht, die Gefahr von Tumorerkrankungen
zu erhöhen. Stress kann auch chronisch werden und die Gesundheit dauerhaft
beeinträchtigen und gefährden.
Aus der DE 693 19 742 T2
ist ein Atemregler bekannt, mit dem Atmungsregelmäßigkeitsstörungen
behandelt werden. Der Atemregler bestimmt das Verhältnis zwischen der Einatmungszeit
und der Ausatmungszeit in einem Atmungszyklus. In Abhängigkeit dieses Verhältnisses
wird ein von dem Benutzer wahrnehmbares akustisches Signal ausgegeben, an dem der
Benutzer seine Atmung ausrichtet. Wenn der Atemregler durch Auswertung des Verhältnisses
feststellt, dass die Atmung des Benutzers wieder mit einem vorgegebenen gesunden
Atmungsmuster übereinstimmt, schaltet er sich selbsttätig ab. Nachteilig
ist, dass der Atemregler einen komplizierten technischen Aufbau aufweist und damit
kostspielig in der Herstellung ist. Zudem ist er nicht einfach zu bedienen. Ein
weiterer Nachteil besteht darin, dass er auffällig und für Dritte wahrnehmbar
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Atemtakter mit weiter
verbesserter Funktionalität anzugeben.
Die Aufgabe wird durch einen Atemtakter mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs gelöst.
Vorteilhaft ist die Steuereinheit des Atemtakters dazu eingerichtet,
die Dauer der Einatmungsphase und/oder der Ausatmungsphase während einer Benutzungsperiode
des Atemtakters automatisch zu verändern. Hierdurch kann der Atemrhythmus situationsbedingt
an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Beispielsweise ist es möglich,
von einem bestimmten Start-Atemrhythmus hin zu einem Entspannungs-Atemrhythmus überzugehen,
bei dem die Dauer der Einatmungsphase und der Ausatmungsphase gegenüber dem
Start-Atemrhythmus verlängert sind.
Die Übertragung des Signals auf den Körper eines Benutzers
kann direkt erfolgen, z. B. über die Haut oder das Gehör, oder indirekt,
z. B. über Bekleidung oder andere mit dem Körper verbundene Gegenstände.
Durch die Erfindung wird ein einfach herzustellendes, kostengünstiges
und auch von Kindern – z. B. mit ADHS (Hyperaktivität) – leicht
bedienbares Gerät bereitgestellt, mit dem ein Benutzer eine gesunde Atmung
erlernen kann. Durch die Erfindung wird außerdem ein Gerät bereitgestellt,
das unauffällig getragen werden kann.
Der erfindungsgemäße Atemtakter umfasst einfache und kostengünstige
Komponenten, wie zum Beispiel eine Signaleinheit zum Übertragen einer Vibration,
eines Stromimpulses oder einer Temperaturänderung. Diese Signale können
einzeln oder in beliebiger Kombination übertragbar sein.
Die Steuereinheit generiert ein periodisches Ansteuersignal, mit dem
die Signaleinheit angesteuert wird und ein entsprechendes periodisches Signal ausgibt,
das von einem Benutzer wahrnehmbar ist. Die Steuereinheit kann hierzu einen geeignet
programmierten Mikrocontroller umfassen. Die Daten für das Ansteuersignal entnimmt
die Steuereinheit beispielsweise einem geeigneten Speicher, der in dem Atemtakter
integriert ist.
Die unterschiedlichen Phasen (Einatmungs-, Ausatmungs- und ggf. Pausenphase)
sind von dem Benutzer unterschiedlich wahrnehmbar, damit er sie auseinander halten
kann. Dies ist wichtig, da er seine Atmung an diesen Phasen ausrichten muss, um
den gewünschten Zweck, eine gesündere Atmung, zu erreichen. Die Erfindung
umfasst auch den Fall, dass eine Phase dadurch gekennzeichnet ist, dass kein positiv
wahrnehmbares Signal abgegeben wird, wenn die zeitlich unmittelbar angrenzenden
Phasen positive Signale umfassen. Entscheidend ist die Erkennbarkeit der einzelnen
Phasen für den Benutzer. Positiv wahrnehmbare Signale können gleichmäßig
oder ungleichmäßig sein.
Der erfindungsgemäße Atemtakter verzichtet
im Gegensatz zu dem bekannten Atemregler auf eine Regeleinrichtung, die mit komplizierten
elektronischen Schaltungen realisiert ist und geeignete Sensoren zum Detektieren
von physischen Zuständen des Benutzers benötigt. Eine Regeleinrichtung,
einschließlich der erforderlichen Sensoren, ist kostspielig. Zudem macht sie
die Bedienung des Atemreglers kompliziert, was Kinder und altere Menschen sowie
Menschen mit geringen intellektuellen Fähigkeiten in der Nutzung einschränken
würde.
Der erfindungsgemäße Atemtakter ist jedoch in der Lage,
die Atmung des Benutzers auf Dauer genauso positiv zu beeinflussen, wie die komplizierten
bekannten Geräte. Es hat sich nämlich gezeigt, dass das Ergebnis der Atemübung
davon abhängt, dass die Atemübung regelmäßig und von angemessener
täglicher Dauer durchgeführt wird.
Der erfindungsgemäße Atemtakter ist tragbar und erfordert
keine visuelle Kontrolle. Der Benutzer braucht also nicht zu liegen oder seine visuelle
Aufmerksamkeit dem Atemtakter zu widmen. Es kann deshalb nahezu überall eingesetzt
werden, beispielsweise beim Joggen, beim Autofahren, vor dem Halten von Vorträgen,
in Gefahrensituationen (Feuerwehr, Rettungspersonal, Taucher etc.) oder generell
in oder vor Situationen, die Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern.
Der erfindungsgemäße Atemtakter wirkt sich positiv auf die
Gesundheit des Benutzers aus, insbesondere durch eine Erhöhung der Herzratenvariabilität
(HRV: Schwankungen der Herzfrequenz von Schlag zu Schlag) und Herzkohärenz
(Zustand der Synchronisation von Atmung, Herzschlag und Blutdruck). Der HRV-Wert
ist ein Parameter, der physiologische Zustände anzeigt. Mit ihm werden Stressbelastungen
und Zustände des Organsystems gemessen. Der gemessene HRV-Wert ist ein zuverlässiger
Indikator für unterschiedliche Störungen. Die Erhöhung der Anpassungsleistung
des Herzens (Herzkohärenz) durch Einsatz des Atemtakters führt zu Prävention
und Rückgang von riskanten Organzuständen. Zu nennen sind etwa:
- – Stressbedingt hoher Blutdruck wird ohne Medikamente gesenkt
- – Ein- und Durchschlafstörungen werden verringert
- – Ängste und Panikstörungen können besser kontrolliert
werden
- – Herz- und Kreislauf werden wieder ins Gleichgewicht gebracht (bei erlittenem
Herzinfarkt besteht bei einer hohen HRV eine neunmal bessere Chance, keinen zweiten
Herzinfarkt zu erleiden)
- – Bei kurz dauernder Diabetes wird die Zerstörung des Vagusnervs
hinausgezögert
- – Die Produktion schädlicher Stresshormone wird gedrosselt
- – Die DHEA-Werte (DHEA: Dehydroepiandrosteron, Zellemeuerungshormon)
erhöhen sich bei einer täglichen Atemübung von insgesamt dreißig
Minuten nach achtundzwanzig Tagen bereits um 100% (laut vorliegenden Studien)
- – Die Immunkräfte werden gestärkt
- – Konzentration und Leistungsfähigkeit werden gesichert
- – Die generelle Stressresistenz wird erhöht
- – Zusammen mit Stretching verdoppelt sich die HRV in nur achtundzwanzig
Tagen (selbst bei seit einem Jahr bestehendem Muskel- und Kreislauftraining)
- – Die Alterung wichtiger Organsysteme wird durch eine hohe HRV gehemmt
Für die Stromversorgung des erfindungsgemäßen Atemtakters
wird vorzugsweise eine Batterie verwendet, die in dem Atemtakter austauschbar integriert
ist. Geeignete Batterien sind beispielsweise von Armbanduhren bekannt. Der Atemtakter
kann jedoch auch mit einem Akkumulator versehen sein, der über ein anschließbares
Ladekabel oder eine Solarzelle aufladbar ist. Es ist auch möglich, dass der
Akkumulator über einen automatischen Aufzug aufgeladen wird. Hierzu weist der
Atemtakter beispielsweise ein bewegliches Teil auf (z. B. eine in einer Führungsnut
umlaufende Kugel), das über Bewegungen des Atemtakters in Bewegungen versetzt
wird und über einen kleinen Generator den Akkumulator auflädt, indem dessen
kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt wird.
Vorteilhaft ist es, wenn der Atemtakter ein Befestigungsmittel aufweist,
um ihn am Körper des Benutzers zu befestigen. Geeignete Befestigungsmittel
sind beispielsweise ein Brustband, Bauchgurt, Armband, Headset, eine anatomisch
oder nicht-anatomisch geformte Ohrklammer, eine Klettvorrichtung oder eine Ohrkapsel.
Es ist jedoch auch möglich, dass der Atemtakter lose in einer Tasche getragen
wird. Dabei ist darauf zu achten, dass die Signale vom Benutzer wahrgenommen werden
können. Der Atemtakter lasst sich auch in anderes Gerät integrieren, beispielsweise
in ein Handy, ein Blutdruckmessgerät, ein Oxymeter.
In einer Ausführungsform ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass das Signal zusätzlich ein akustisches und/oder optisches Signal umfasst.
Durch das zusätzliche akustische und/oder optische Signal wird die Wahrnehmbarkeit
des Signals verbessert oder für mehrere Personen gleichzeitig sichtbar gemacht.
Als akustisches Signal kommt im Prinzip jeder Ton in Betracht, bevorzugt ein Ton
eines Instruments, eine Stimme oder ein natürliches Geräusch.
Vorteilhaft ist es, wenn das Signal der Signaleinheit einstellbar
ist. Beispielsweise lässt sich die Lautstärke des akustischen Signals
durch einen an dem Atemtakter vorgesehenen Lautstärkeregler
verändern. Im Falle eines Vibrationssignals ist vorteilhaft die Stärke
der Vibration einstellbar.
Zweckmäßig ist es, wenn die Periodendauer, die Dauer der
Einatmungsphase, die Dauer der Ausatmungsphase und die Dauer einer optionalen Pausenphase
einstellbar sind. Dies ermöglicht eine Anpassung an verschiedene Benutzer mit
unterschiedlichen Atmungsrhythmen, beispielsweise für die verschiedenen Personen
einer Familie. So können mehrere Personen ein einziges Gerät benutzen.
Dies erhöht die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Atemtakters.
Zweckmäßig weist der Atemtakter einen Speicher mit Speicherplätzen
für individuelle Einstellungen des Atemtakters (z. B. Abstände der Atemübungen,
Vibrationsstärke, Lautstärke, Temperatur) auf. Die einzelnen Einstellungen
lassen sich über ein geeignetes Eingabeelement (z. B. einen Knopf) abrufen.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Dauer der Einatmungsphase
nicht länger ist als die Dauer der Ausatmungsphase, insbesondere wenn die Einatmungsphase
kürzer – vorzugsweise etwa 1 bis 2 Sekunden kürzer – ist
als die Dauer der Ausatmungsphase bzw. wenn pro Minute bevorzugt 5 bis 10 (je nach
Gewicht und Bedarf des Anwenders) komplette Atemzyklen stattfinden, die das physiologische
Gleichgewicht optimal regulieren, wie aus neuesten Forschungsergebnissen hervorgeht.
Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, wenn der erfindungsgemäße
Atemtakter entsprechend ausgebildet ist. In einer vorteilhaften Ausführungsform
weist die Einatmungsphase eine Dauer von 1 bis 10 Sekunden und die Ausatmungsphase
eine Dauer von 2 bis 20 Sekunden auf. Optional kann nach der Ausatmungsphase eine
Pausenphase vorgesehen sein. Diese hat vorteilhaft eine Dauer von 0,5 bis 2 Sekunden,
vorzugsweise von etwa 1 Sekunde.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
der Atemtakter dafür eingerichtet, nur auf gesundheitsfördernde Einstellungen
der Einatmungsphase und der Ausatmungsphase einstellbar zu sein. Vorteilhaft sind
beispielsweise in einer Betriebssoftware des Atemtakters Abfragen vorgesehen, die
eine Einstellung einer Einatmungsphase, die länger als die Ausatmungsphase
ist, verhindern. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung ist an dem Atemtakter ein Bedienelement vorgesehen, das nur bestimmte
voreingestellte Kombinationen der Dauer der Einatmungsphase und der Ausatmungsphase
und ggf. der Pausenphase erlaubt. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung weist der Atemtakter eine Auswahleinrichtung auf, mittels der medizinisch
sinnvolle Zeiten für die Einatmungsphase und die Ausatmungsphase in Abhängigkeit
von der Körpergröße und dem Körpergewicht der benutzenden Person
ausgewählt werden. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind solche
von Größe und Gewicht abhängigen Einstellungen in dem Atemtakter
speicherbar. Vorteilhaft ist eine Mehrzahl von Speicherplätzen vorgesehen,
die es einer Mehrzahl von Benutzern des Atemtakters erlauben, jeweils auf einfache
und schnelle Weise eine persönliche Einstellung zu speichern und abzurufen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind
bei dem Atemtakter eine oder mehrere Perioden einstellbar. Als Periode wird in diesem
Zusammenhang ein Einschaltzyklus des Atemtakters bzw. ein Nutzungszyklus eines Benutzers
verstanden. Der Benutzer kann somit aus einer von mehreren Perioden eine geeignete
Einstellung auswählen. Die Perioden können auch voreingestellt sein. Gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Perioden unterschiedliche
Atemrhythmen auf. Unter einem Atemrhythmus wird das Verhältnis zwischen Einatmungsphase
und Ausatmungsphase verstanden. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung weist eine Periode mehrere unterschiedliche Atemrhythmen auf. Vorteilhaft
sind mehrere gleiche oder unterschiedliche Perioden mit mehreren unterschiedlichen
Atemrhythmen pro Periode einstellbar. Hierdurch ist es möglich, einen Atemrhythmus
einzustellen, der innerhalb einer Periode unterschiedlich ist, d. h. sich während
der Periode verändert. Hierbei ist es vorteilhaft, zu Beginn der Benutzung
des Atemtakters mit kürzeren Zeitdauern der Einatmungsphase und der Ausatmungsphase
zu beginnen und diese im Verlauf der Nutzung zu längeren Zeitdauern hin zu
verändern.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann
der Atemtakter auch baulich vereint oder integriert mit anderen medizintechnischen
Geräten bzw. mit Geräten, die Körperzustände messen, ausgeführt
sein. Als Beispiele seien hier Blutdruckmessgeräte, Oxymeter oder Pulsmesser
genannt. Vorteilhaft ist auch eine Integration bzw. bauliche Vereinigung des Atemtakters
mit Spielzeug, wie etwa Plüschtieren oder Robotern, oder therapeutischen künstlichen
Tieren, insbesondere solchen, die dazu ausbildet sind, Körperzustände
wie z. B. Herzschlag oder Blutdruck zu messen, wie z. B. einer z. Zt. auf dem Markt
befindlichen Robbe. Vorteilhaft können hierbei in dem Spielzeug oder dem therapeutischen
Tier bereits vorgesehene Ausgabemittel, wie Tonsignalgeber oder Vibrationsgeber,
für die Vorgabe eines gesunden Atemtakts mit verwendet werden. Der in ein solches
Gerät integrierte oder damit baulich vereinte Atemtakter kann dabei relativ
einfach aufgebaut sein und die von dem Wirtsgerät bereitsgestellte Infrastruktur
nutzen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
der Atemtakter dazu eingerichtet, von eigenen Sensoren oder über eine Schnittstelle
zu einem medizintechnischen Gerät Daten zu empfangen, die
wenigstens einen Körperzustand des Benutzers wie z. B. Blutdruck oder Pulsfrequenz
angeben. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Atemtakter dazu
eingerichtet, den Atemrhythmus in Abhängigkeit der empfangenen, den Körperzustand
wiedergegebenen Daten zu verändern. Beispielsweise kann der Atemrhythmus abhängig
von einer Pulsmessung verändert werden. Beispielsweise kann der Atemrhythmus
bei relativ hoher Pulsfrequenz auf einen langsameren Atemrhythmus heruntergefahren
werden. Hierdurch kann von einem Anfangsrhythmus zu einem langsameren Entspannungsrhythmus
übergegangen werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann
der Atemtakter auch als Computerprogrammprodukt ausgebildet sein, beispielsweise
in Form eines Softwaremoduls für ein Mobiltelefon (Handy) oder eines der zuvor
genannten Geräte, mit denen der Atemtakter baulich vereint oder integriert
ausgebildet sein kann. Es ist bekannt, dass moderne Mobiltelefone durch zusätzliche
Softwaremodule in ihren Funktionen erweiterbar sind, d. h. die Mobiltelefone sind
hierdurch programmierbar. Solche Mobiltelefone weisen zudem in der Regel geeignete
Ausgabemittel zur Ausgabe des auf den Körper des Benutzers zu übertragenden
Signals eines Atemtakters auf, beispielsweise Vibrationselemente für einen
Vibrationsalarm. Auf diese Weise kann ein handelsübliches Mobiltelefon durch
Hinzuladen eines die Erfindung beinhaltenden Softwaremoduls um die Funktionalität
eines Atemtakters erweitert werden. Vorteilhaft kann das Softwaremodul beispielsweise
über das Mobiltelefonnetz oder das Internet zum Herunterladen angeboten werden.
Hierdurch wird sozusagen das Mobiltelefon oder eines der zuvor genannten Geräte
zu einem Atemtakter.
Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Erfindung kann der
Atemtakter beispielsweise über einen Computer extern mit gewünschten Atemsrhythmen
programmiert bzw. parametriert werden. Der Atemtakter weist hierfür vorteilhaft
eine Schnittstelle zu einem Computer auf, beispielsweise eine USB-Schnittstelle
oder eine drahtlose Schnittstelle wie Bluetooth oder Infrarot.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann
über die Schnittstelle eine Geräte-Identifikation des Atemtakters ausgelesen
werden und hierdurch in dem Atemtakter gespeicherte Werte, beispielsweise für
einen bevorzugten Atemrhythmus, einem Benutzer zugeordnet werden. Dies hat den Vorteil,
dass bei einer Mehrfachnutzung des Atemtakters durch eine Vielzahl von Benutzern,
beispielsweise bei einer Verwendung in Rehabilitationseinrichtungen, eine automatisierte
Verwaltung der Benutzerdaten für die Atemtakter auf einem Computer durchgeführt
werden kann.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist
der Atemtakter Erfassungsmittel für die Einschaltdauer bzw. die Benutzungsdauer
durch einen Benutzer und/oder die benutzten Atemrhythmen auf. Hierdurch ist es möglich,
die genannten Daten mit zu protokollieren und in einem Speicher des Atemtakters
für eine spätere Auswertung für Diagnosezwecke abzuspeichern.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Signaleinheit einen Lautsprecher, eine Leuchtdiode, ein Temperaturelement,
ein Stromimpulselement und/oder ein Vibrationselement aufweist. Mit diesen Elementen
können die Signale auf einfache Art und Weise für den Benutzer wahrnehmbar
übertragen werden. Der Lautsprecher ist vorzugsweise am Ohr vorgesehen, beispielsweise
an einer Ohrklammer. Die Leuchtdiode ist vorzugsweise zum Tragen dicht an den Augen
vorgesehen, beispielsweise an einer Brille bzw. einem Brillengestell. Das Temperaturelement
ist vorzugsweise als isoliertes oder unisoliertes Metallelement, beispielsweise
ein Metallstreifen, zum Tragen auf der Haut vorgesehen. Das Vibrationselement ist
vorzugsweise als Exzenter zum Tragen auf der Haut oder am Körper vorgesehen.
Es ist jedoch auch möglich, das Vibrationselement als Lautsprecher mit einer
Lautsprechermembran auszubilden, die in Schwingungen mit niedrigen Frequenzen versetzt
wird. Diese niederfrequenten Schwingungen sind als Vibration haptisch wahrnehmbar.
Das Vibrationselement kann auch in der Hosentasche etc. getragen werden, wenn die
Vibration ausreichend stark ist bzw. sich ausreichend stark einstellen lässt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das
Signal während der Einatmungsphase eine Vibration zunehmender Intensität
und/oder zunehmender Frequenz aufweist, wobei die Zunahme vorzugsweise gleichmäßig
erfolgt. Zweckmäßig ist es in diesem Fall (aber nicht nur in diesem Fall),
wenn das Signal während der Ausatmungsphase eine Vibration abnehmender Intensität
und/oder abnehmender Frequenz aufweist, wobei die Abnahme vorzugsweise gleichmäßig
erfolgt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Menschen ihre Atmung gerne an
Signalen ausrichten, die sich gleichmäßig verändern. Selbstverständlich
kann die Vibration während der Ausatmungsphase auch eine zunehmende Intensität
und/oder Frequenz aufweisen.
Ist das Signal ein Stromimpuls bzw. eine Stromimpulsfolge, so kann
es in einer Phase mit positivem Signal gleichmäßig, zunehmend oder abnehmend
gebildet sein.
Eine weitere Ausführungsform mit sich verändernden Signalen
erhält man, wenn das Signal während der Einatmungsphase eine sich räumlich
fortpflanzende oder ausbreitende Vibration und während der
Ausatmungsphase eine sich entgegengesetzt zu der Einatmungsphase verhaltende Vibration
aufweist. Zweckmäßig erfolgt die Veränderung bei dieser Ausführungsform
gleichmäßig. Mit räumlich fortlaufend ist gemeint, dass die Fläche
der Vibration konstant bleibt, sich jedoch der Ort (etwa auf der Haut) der Vibration
ändert. Bei der sich ausbreitenden Vibration ändert sich nicht nur der
Ort (ein neuer Ort kommt hinzu), sondern auch die Fläche der Vibration, beispielsweise
eine sich kreisflächenförmig ausbreitende Vibration. In der Ausatmungsphase
zieht sich die Kreisfläche der Vibration bei der vorstehend genannten Ausführungsform
wieder zusammen (kleiner werdende Kreise).
Mit einem Temperaturelement lasst sich ein veränderndes Signal
realisieren, wenn das Signal während der Einatmungsphase eine zunehmende Temperatur
und während der Ausatmungsphase eine abnehmende Temperatur aufweist oder umgekehrt.
Vorzugsweise erfolgt die Veränderung der Temperatur gleichmäßig.
Es hat sich herausgestellt, dass gute gesundheitliche Fortschritte
erzielt werden, wenn die Atmung regelmäßig trainiert wird. Aus diesem
Grunde ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Steuereinheit ausgebildet
ist, zu überwachen, ob eine vorgegebene Benutzungsdauer des Atemtakters in
einer vorgegebenen Zeitspanne erreicht wird. Beispielsweise beträgt die vorgegebene
Benutzungsdauer dreißig Minuten und die vorgegebene Zeitspanne vierundzwanzig
Stunden. Zweckmäßig wird noch ein Startzeitpunkt festgelegt, beispielsweise
eine bestimmte Uhrzeit. Hat der Benutzer seine Benutzungsdauer für die Zeitspanne
noch nicht erfüllt, kann vorgesehen sein, dass der Atemtakter eine Warnung,
beispielsweise als akustischen Ton oder optisches Signal, ausgibt. Vorzugsweise
erfolgt die Warnung so rechtzeitig, dass die Benutzungsdauer noch erreicht werden
kann. Die Warnung kann auch mehrmals und mit zunehmender Intensität erfolgen.
Der Atemtakter kann auch so ausgebildet sein, dass er voreingestellte zeitliche
Sequenzen der Benutzung zur Verfügung stellt, beispielsweise Sequenzen von
5 Minuten bis zu einer Stunde.
Der Atemtakter kann auch ohne zeitliche Begrenzung aktiviert werden.
Dies ist in akuten Stresssituationen, bei Schlaflosigkeit etc. sinnvoll.
In einer besonderen Ausführungsform ist der erfindungsgemäße
Atemtakter wasserdicht. So kann er auch draußen bei Regen oder im Wasser benutzt
werden. Für die Benutzung des erfindungsgemäßen Atemtakters durch
Taucher ist wichtig, dass der Atemtakter ausreichend stabil ist, um den auftretenden
Drücken im Wasser standzuhalten. Als Grundregel gilt, dass der Druck um etwa
1 bar je 10 m Wassertiefe zunimmt. So muss der Atemtakter für Tauchgänge
bis zu 20 m Wassertiefe einen Druck von mindestens 3 bar standhalten, bei 30 m Wassertiefe
bereits 4 bar. Bei den für den Atemtakter verwendeten Materialien, beispielsweise
für ein Gehäuse oder eine Dichtung, ist zweckmäßig zu berücksichtigen,
ob der Atemtakter in Süßwasser- oder Salzwasser-Gewässern eingesetzt
werden soll.
Die Erfindung wird anhand des in der folgenden Figur dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Atemtakters,
2 eine perspektivische Draufsicht auf eine weitere
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Atemtakters und
3 eine perspektivische Rückansicht des Atemtakters
aus 2 und
4 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
des Atemtakers und
5 beispielhafte Zeitverläufe von Atemrhythmen.
In 1 ist ein tragbarer Atemtakter
1 dargestellt.
Der Atemtakter 1 umfasst ein Armband 2. Das Armband
2 lässt sich an einem Verschluss 3 öffnen und schließen.
An der Innenseite 4 (der einem Arm zugewandten Seite) des
Armbandes 2 ist ein Vibrationselement 5 angebracht. Das Vibrationselement
5 wird von einer nicht dargestellten Steuereinheit mit einer Folge von
Ansteuersignalen derart angesteuert, dass eine Folge von Einatmungs-, Ausatmungs-
und Pausenphasen gebildet wird. Die Einatmungsphase hat eine Dauer von vier Sekunden,
die Ausatmungsphase von sechs Sekunden. Eine Pausenphase ist in diesem Beispiel
nicht vorgesehen.
Die Steuereinheit wird über einen nicht dargestellten Ein/Ausschalter
ein- bzw. ausgeschaltet. Der Ein/Ausschalter ist an dem Armband 2 angeordnet.
An der Innenseite 4 ist ein Temperaturelement 6
angebracht. Das Temperaturelement 6 weist eine Mehrzahl im Wesentlichen
paralleler Drähte 7 auf. Das Temperaturelement 6 ist mit
der Steuereinheit verbunden. Die vorstehende Folge von Einatmungs-, Ausatmungs-
und Pausenphasen wird in Form von unterschiedlichen Temperaturen des Temperaturelements
6 gebildet. Die Drähte sind aus Kupfer hergestellt, um eine ausreichend
schnelle Temperaturänderung zu ermöglichen. Weitere geeignete
Materialien für die Drähte sind Silber und Gold.
An der Innenseite 4 ist ein Pulsmesser 8 angebracht,
der den Puls des Benutzers misst. Über eine LED 9 (Light Emission
Diode) wird der Pulsschlag optisch angezeigt. Der gemessene Puls hat jedoch keinen
Einfluss auf die Signalfolge. Es ist möglich, weitere Sensoren für physiologische
Körperwerte vorzusehen, etwa für den Blutdruck oder das Erreichen der
optimalen HRV bzw. Herzkohärenz, die ebenfalls keinen Einfluss auf die Signalfolge
haben.
2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Atemtakters 10.
Der Atemtakter 10 umfasst ein Gehäuse 11, in
das eine Signaleinheit 12 und eine nicht dargestellte Steuereinheit integriert
sind.
Der Atemtakter 10 umfasst ferner ein Brustband
13 als Befestigungsmittel.
Das Brustband 13 ist durch zwei Langlöcher
14 durchgezogen, die an dem Gehäuse 11 ausgebildet sind.
Durch diese Verbindung des Gehäuses 11 und des Brustbandes
13 ist es möglich, das Gehäuse 11 relativ zum Brustband
13 zu verschieben.
Der Atemtakter 10 weist Bedienelemente 15,
16 auf.
Die Bedienelemente 15 dienen der Einstellung der Stärke
des Signals der Signaleinheit 12.
Mit den Bedienelementen 16 lassen sich weitere Einstellungen
vornehmen, beispielsweise die Auswahl von Personeneinstellungen oder Signaleinstellungen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass der tragbare Atemtakter eine Signaleinheit (5,
6) zum wahrnehmbaren Übertragen eines Signals auf den Körper
des Benutzers und eine Steuereinheit zum periodischen Ansteuern der Signaleinheit
(5, 6) mittels eines Ansteuersignals aufweist, wobei eine Periode
des Ansteuersignals eine Einatmungsphase und eine Ausatmungsphase umfasst, und wobei
das Signal ein Vibrationssignal, ein Stromimpulssignal und/oder ein Temperatursignal
ist, und dass das Ansteuersignal unabhängig von physiologischen Körperwerten
gebildet ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Periode eine Pausenphase umfasst.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
ein Befestigungsmittel (2) zum Befestigen des Atemtakters (1)
am Körper oder an einem körpernahen Kleidungsstück eines Benutzers
vorgesehen.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Befestigungsmittel (2) eine Ohrklammer, ein Ohreinsatz,
ein Brustband, ein Armband, ein Fußband, eine Klettvorrichtung oder ein Klebestreifen
ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Signal zusätzlich ein akustisches und/oder optisches Signal
umfasst.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Periodendauer, die Dauer der Einatmungsphase, die Dauer der
Ausatmungsphase und die Dauer der wenigstens einen optionalen Pausenphase einstellbar
sind.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Dauer der Einatmungsphase gleich oder kürzer ist als die
Dauer der Ausatmungsphase.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Einatmungsphase eine Dauer von 1 bis 10 Sekunden und die Ausatmungsphase
eine Dauer von 2 bis 20 Sekunden aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Signaleinheit (5, 6) einen Lautsprecher und/oder
ein Vibrationselement (5) aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Signal während der Einatmungsphase eine Vibration zunehmender
Intensität und/oder zunehmender Frequenz aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Signal während der Ausatmungsphase eine Vibration abnehmender
Intensität und/oder abnehmender Frequenz aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Signal während der Einatmungsphase eine sich räumlich
fortpflanzende oder ausbreitende Vibration und während der Ausatmungsphase
eine sich entgegengesetzt zu der Einatmungsphase verhaltende Vibration aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass das Signal während der Einatmungsphase eine zunehmende Temperatur
und während der Ausatmungsphase eine abnehmende Temperatur aufweist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Steuereinheit eingerichtet ist, zu überwachen, ob eine
vorgegebene Benutzungsdauer des tragbaren Atemtakters (1) in einer vorgegebenen
Zeitspanne erreicht wird.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, dass der tragbare Atemtakter (1) wasserdicht ist.
Die 4 zeigt eine weitere Ausführungsform
in Form eines Atemtakters 40. Der Atemtakter 40 weist ein Gehäuse
auf, an dem von außen zugänglich als Bedienelemente ein Taster
43 sowie ein Drehwähler 41 vorgesehen sind. Der Taster
43 dient beispielsweise zum Ein- und Ausschalten den Atemtakters
40. Mittels des Drehwählers 41 können verschiedene Einstellungen
des Atemtakters vorgenommen werden. Beispielsweise können damit verschiedene
Atemrhythmen oder Werte für die Benutzungsdauer eingestellt werden.
Der Drehwähler 41 ist in einem dem Taster
43 gegenüberliegenden Bereich des Gehäuses des Atemtakters
40 angeordnet. Der Drehwähler 41 weist ein zu einer Innenseite
des Atemtakers 40 hin ringförmig abgerundetes Wählrad auf, das
in der Mitte eine Öffnung 42 aufweist. Der Drehwähler
41 ist im Uhrzeigersinn und entgegen des Uhrzeigersinns manuell drehbar.
In ergonomisch günstiger Weise kann ein Benutzer mit einem Finger in die Öffnung
42 fassen und hiermit das Wählrad drehen. Das Wählrad ist im
Inneren des Gehäuses des Atemtakters 40 beispielsweise mit einer Nockenstruktur
versehen. Die Nocken dieser Nockenstruktur stehen in Wirkverbindung mit elektrischen
Kontakten, so dass beim Drehen des Drehwähler 41 jeweils unterschiedliche
elektrische Kontakte geschlossen bzw. geöffnet werden. Hierdurch kann eine
in dem Atemtakter 40 vorgesehene Auswerteeinheit die Einstellwünsche
eines Benutzers erfassen und entsprechend die gewünschten Atemrhythmen und
Perioden ausgeben.
Der Atemtakter 40 weist ferner einen Schnittstellenanschluss
44 auf, der zum Anschluss eines zugeordneten Steckverbinders
45 dient. Über den Steckverbinder 45 kann ein Computer
46 mit dem Atemtakter 40 verbunden werden. Der Anschluss
44 kann auch als drahtlose Schnittstelle, beispielsweise als Funkschnittstelle
oder Infrarotschnittstelle, ausgestaltet sein. Über den Computer
46 können Einstellungen an dem Atemtakter 40 vorgenommen
werden und von dem Atemtakter 40 aufgezeichnete Werte, wie z. B. Blutdruck
und Pulsfrequenz des Benutzers sowie die Benutzungsdauer des Atemtakters, ausgelesen
werden.
In der 5 ist beispielhaft eine automatische
Veränderung von Atemrhythmen während eines Benutzungszyklus (Periode)
des Atemtakters dargestellt. Ausgehend von einem Benutzungsbeginn zum Zeitpunkt
t = 0 gibt der Atemtakter Signale aus, durch die eine relativ geringe Dauer der
Einatmungsphase TE und eine gleiche oder etwas längere Dauer der
Ausatmungsphase TA vorgegeben werden. Im Laufe der Benutzung wird zu
bestimmten Zeitpunkten der Wert für die Dauer der Einatmungsphase langsam erhöht.
Entsprechend wird auch während der Benutzungsdauer die Dauer der Ausatmungsphase
langsam erhöht, und zwar in dem Beispiel gemäß 5
etwas frühzeitiger als die Erhöhung der Dauer der Einatmungsphase. Beispielsweise
kann mit gleichen Zeiten von z. B. 4 Sekunden für die Dauer der Einatmungsphase
und die Dauer der Ausatmungsphase begonnen werden. Nach einem gewissen Zeitraum
wird die Dauer der Ausatmungsphase z. B. auf 6 Sekunden erhöht. Zu einem weiteren,
späteren Zeitpunkt kann beispielsweise die Dauer der Einatmungsphase auf 5
Sekunden und die Dauer der Ausatmungsphase auf 8 Sekunden erhöht werden. Eine
solche automatische Veränderung des Atemrhythmus kann sich, wie in der
5 dargestellt, beispielsweise über einen Zeitraum
von 10 Minuten erstrecken.
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur